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  #1  
Alt 21.12.2013, 18:53
ubahnfahrt ubahnfahrt ist offline
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Standard Fragebogen und MPU-Fragen

Erstmal Servus zusammen,

bi neu hier und schilder euch einfach mal kurz meine Situation.

Im August 2012 wurde ich auf dem Roller im Zuge einer allgemeinen verkehrskontrolle mit
THC: 4,8 ng/mL
THCCO: 48 ng/mL (sind das hohe Werte?)
erwischt. Im Dezember hatte ich einen Monat Fahrverbot und ein Bußgeld von 500€ zu zahlen.
Ende Januar 2013 bekam ich einen Brief bezüglich Führerscheinentzug, 12 Monate Abstinenz und eine MPU um meinen Lappen wieder zu bekommen.
Hab dann natürlich direkt nach diesem Brief (31.1.2013) mit dem Kiffen aufgehöhrt.
Am 9.2.2014 werde ich meine zweite haarprobe zu Analyse abgeben. Hier gleich mal eine Frage.
Muss ich bis auf das Ergebniss dieser zweiten Analyse warten, oder kann ich die MPU bereits vorher machen und das Ergbeniss dann irgendwie im Nachinein einreichen?

Hab jetzt mal den Fragebogen ausgefüllt, und wollte mal wissen was es zu verbessern gibt, was ich gar nicht erwähnen sollte und und und....

Hierbei schon mal einen riesigen Dank an alle. bereits das lesen des Forums hat mir einiges geholfen und an Angst genommen.




Wann haben Sie das allererste Mal von illegalen Drogen gehört?
In der 6. Klasse (2002) durch einen Film

Wann haben Sie das erste Mal konsumiert? (Datum)
September 2009 auf einer Geburtstagsfeier

Wie sah der Konsum aus? (Konsumbiografie-Wie lange habt Ihr was in welcher Menge genommen?)
Auf besagter Feier hab ich bei einem Blunt mitgeraucht, allerdings keine Wirkung wahrgenommen.
Das zweite mal war im Februar 2010. Die Zeit bis Oktober 2010 rauchte ich etwa 1-2 Joints die Woche mit Freunden.
Von Oktober 2010 bis März 2011 rauchte ich gar nichts, da ich in dieser zeit meinen Bundeswehrdienst absolviert habe.
Von März 2011 bis zu Beginn meines Studiums in Öserreich Oktober 2011 nahm ich das Konsummuster von 1-2 joints die Woche wieder auf.
In meiner Studiumszeit von oktober 2011 bis Januar 2013 rauchte ich etwa 5-6 Joints die Woche.
Die zeit von Juli bis Oktober 2012 (in der meine Auffälligkeit war) vebrachte ich aufgrund von Ferien die Zeit in München und der Konsum stieg auf etwa 2-3 Joints am Tag.
Seit Anfang Februar lebe ich vollkommen abstinent

Haben Sie Drogen zusammen mit Alkohol konsumiert?
2 mal, allerdings nicht gleichzeitig. Einmal erst rauchen und ein paar Stunden später etwas getrunken und einmal umgekehrt.

Wie ist der Umgang mit Alkohol gewesen?
Zum Fussball schauen oder zu gegebenen Anlässen (Geburtstag, Sylvester) habe ich gelegntlich 1-2 Bier getrunken.

Sonstige Suchtmitteleinnahme?
Nein

Haben Sie bei sich negative Folgen fetsgestellt?
Ja, ich mekrte dass ich antrieblos bin, meine Zeit hauptsächlich auf dem Sofa vor dem Fernseher verbrachte, meine Ernährung mehr und ungesünder wurde und mein gedächtniss nachließ (insbesondere das Kurzzeitgedächtnis)


Haben Sie trotz negativer Folgen weiter konsumiert?
Ja, den in dieser zeit habe ich die negativen Folgen nicht wahrgenommen bzw. nicht wahrnehmen wollen.


Was für Werte wurden bei Ihrer Auffälligkeit festgestellt?
THC: 4,8 ng/mL
THCCO: 48 ng/mL

Wann und wieviel haben Sie in der Woche vor der Auffälligkeit konsumiert?
Etwa 10 Joints in der vorigen Woche

Wieviel und was haben Sie am Tag der Auffälligkeit Konsumiert?
Einen oint mit einem Freund

Gab es einen besonderen Grund für diesen Konsum?
Allgemein: Kiffen stellte für mich eine Möglichkeit dar, dem Alltags bzw. Unistress zu entfliehen und einfach mal abzuschalten.
Spezifisch für den tag meiner Auffäligkeit: Langeweile

Wie sind Sie auffällig geworden?
Ich traf mich mit einem Freund am Anfang eines Waldabschnittes. Dort parkte ich auch meinen Roller. Wir rauchten gemeinsam einen Joint, was anscheinend von Passanten gesehen oder gerochen wurde,
da etwas später (nachdem der Konsum beendet war) die Polizei eintraf. Diese erkannte anscheinend an meinen roten, glasigen Augen dass ich etwas konsumiert hatte.
Sie bat mich meinen Roller von dem Gelände zu entfernen und verschwand wieder. 10 Minuten nach diesem Vorfall setzt ich mich auf meinen Roller und wollte heim fahren.
Die Polizei wartete an der ersten kreuzung und hielt mich im Zuge einer allgemeinen Verkehrskontrolle auf.

Nur für die, die im Straßenverkehr ermittelt wurden(auch Parkplatz):
Was war der Zweck der Fahrt? Treffen mit einem Freund (Konsum war eigentlich nicht vorhergesehen)
Wie weit wollten/sind Sie (ge)fahren? Nach hause, ca 1,5 Kilometer

Wie oft waren sie bereits unter Drogeneinfluß im Straßenverkehr unterwegs?
So gut wie nie, da ich in der Regel immer zu Fuss oder mit dem Fahrrad unterwegs war,insbesondere wenn ich wusste dass ich etwas konsumieren würde.

Wie haben Sie den Konflikt zwischen dem Drogenkonsum und dem Führen eines Kraftfahrzeuges gelöst?
Verzicht auf fahren war kein problem für mich, da ich die bewegung an der frischen Luft bevorzugte. Auch die Strecke zu meinem Studiensitz in Österreich habe ich entweder als beifahrer oder mit dem Zug vollzogen

Wieso ist es verboten unter Drogeneinfluß ein KFZ zu führen?
(Beschreibung bitte für die zutreffende Substanz)
Die Reaktionsfähigkeit ist stark eingeschränkt, das Konzentrationsvermögen lässt nach, Farten bei nacht werden durch erhöhte Blendung beeinflusst und allgemein ist die Selbsteinschätzung zu übersteigert, was eine fahrlässige Teilnahme am Strassenverkehr zur Folge hat.

Wie lange stehen Sie nach dem Konsum von Drogen unter deren Einfluß?
3 Tage

Sind sie sich darüber im Klaren, welche Folgen es bei einem täglichen Konsum gibt?
Ja, das Gedächtniss und die Reaktionsfähigkeit wird stark beeinflusst, die Gesundheit im allgemeinen wird belastet und eine psychische Art der Abhängigkeit entwickelt sich. Zusätzlich besteht eine starke finanzielle Belastung.


Welche persönlichen Hintergründe gab es für den Cannabis- Drogenkonsum?
Konsum von Gras diente für mich zum Vergessen bzw. verdrängen von alltäglichen Problemen wie z.b. in der Uni, oder auch Beziehungsstress.
Durch Cannabiskonsum fühlten sich diese Probleme temporär gemildert oder gar ausgeblendet.

Wie hat sich Ihr Umfeld über Ihren Drogenkonsum geäußert?
Meine familie wusste nichts von diesem Konsum. Viele meiner Freunde, von denen ich mich seit Beginn meines Konsums immer mehr entfernt hatte, rieten mir aufzuhören und fanden dies natürlich nicht gut.
Mein Freundeskreis mit dem ich zusammen konsumierte hingegen, zog mich immer weiter in das regelmäßige Konsummuster hinein.

Gab es Ereignisse in Ihrem Leben, die zu verstärktem Konsum geführt haben?
Insbesondere Ferienzeiten haben meinen Konsum steigen lassen. Dies lag daran dass ich diese Zeit mit meinen Drogenfreunden in München verbrachte.

Haben Sie vor der Auffälligkeit jemand um Hilfe gebeten, um den Drogenkonsum zu beenden?
(Warum, wann, wer, mit welchem Erfolg?)
Nein

Gibt es in Ihrer Familie aktenkundige Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz oder Suchtkrankheiten?
Nein

Geändert von ubahnfahrt (21.12.2013 um 19:06 Uhr)
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  #2  
Alt 21.12.2013, 18:54
ubahnfahrt ubahnfahrt ist offline
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Registriert seit: 21.12.2013
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Hatten sie Konsumpausen/spitzen?
Warum? Wann?
Von Oktober 2010 bis März 2011 habe ich 6 Monate pausiert. grund war meine Dienstzeit bei der Bundeswehr.
Während meiner Studienzeit gab es gelegentlich Pausen von 1 Woche. Hauptgrund dafür waren anstehende Prüfungen oder Projektarbeiten.

Spitzen hatte ich in der Zeit von Juli 2012 bis Januar 2013. In dieser zeit hatte ich Ferien, bzw viel freie Zeit in meinem Studium.


Was hat Sie daran gehindert, ohne Droge abzuschalten?
Ich war der Meinung, dass ich nicht in der Lage wäre ohne Drogen abzuschalten und Spass zu haben. Zu einem Film oder einem Videospiel gehörte für mich Gras immer dazu, da ich der Meinung war nur so das volle Potential aus dem Film/Spiel zu erleben.


Waren Sie gefährdet in eine Drogenabhängigkeit zu geraten?
Ja, da zu gewissen Aktionen (wie Kinobesuch, Party) das rauchen eines Joints für mich einfach Standart war.

Waren sie Drogenabhängig?
Da ich aus eigenem Willen und ohne große Probleme auch pausen eingelegt habe hatte ich das Gefühl nicht abhängig zu sein. Zu meinen Spitzenzeiten war mir allerdings bewusst dass ich ein problem habe.

Insbesondere die 2 vorigen fragen sind mir wichtig, da diese glaub ich sehr entscheinden sind


Wieso passiert das nicht wieder?
Da ich bereits festgestellt habe, dass nichts schöner ist als einen klaren Kopf zu haben und keinem Verlangen mehr hinterherzujagen. 2 Wochen nachdem ich meine Abstinenz begonnen habe, hat ein sehr guter und langjähriger Freund
welcher ebenfalls in meinem Drogenfreundeskreis war, ebenfalls mit dem Konsum von gras aufgehört. Austauschen von Erfahrungen und das Wissen dies nicht allein zu vollziehen ist ebenfalls ein sehr wichtiges Element dabei, von nun an clean zu bleiben.
Auch habe ich mich von meinem alten Drogenfreundskreis distanziert und unternehme wieder was mit meinen alten urspünglichen Freunden, welche mich auch sehr gut unterstützen.

Hätten sie, rückblickend, eine Drogenkarriere verhindern können?
ja, wenn ich bereits zu beginn besser über die schweren Folgen von Drogen aufgeklärt gewesen wäre. Insbesondere gras wird oftmals verharmlost

Wieso haben Sie sich für eine Abstinenz entschieden?
Mir ist klar geworden welch negative Auswirkung derKonsum von Drogen mit sich bringt. Ich will mein Leben frei und sinnvoller nutzen. Mein viertes Semester, welches nach dem Beginn meiner Abstinenz anfing, beendete ich im Vergleich zu den vorherigen Semestern sehr erfolgreich.
Dies zeigte mir welches Potential ich habe wenn ich keiner Droge verfallen bin.

Beschreiben Sie den Punkt, an dem Sie sich für ein abstinentes Leben entschieden haben (Knackpunkt)
Das Eintreffen des Briefes bezüglich meines Führerscheinentzuges und einer 12 monatigen Abstinenz.
Dort wurde mir klar dass ich definitiv ein Drogenproblem hatte. Mir war klar dass nicht ich die Droge behersche, sonder sie mich. Dies wollte ich grundlegend und entgültig ändern.

Wieso kommt für Sie nur Abstinenz und nicht für gelegentlicher Konsum in betracht?
Ein gelegentlicher Konsum vereitet wieder in das alte Konsummuster zu verfallen. Nur eine vollkommene Abstinenz kommt für mich in Frage, da ich nur somit bewirken kann, nie wieder in meine alten gewohnheiten zu verfallen.

Wie haben Sie die Umstellung zur Abstinenz erlebt?
Die erste Woche hatte ich Probleme beim einschlafen und war etwas nervös. Allerdings war ich innerlich sehr froh nun einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen und fühlte mich erleichtert diese Last abgelegt zu haben, was mich motiverte weiter zu machen.

Wer hat Ihnen dabei wie geholfen?
Die ersten 50 Tage meiner Abstinenz habe ich online auf der Seite quit-the-shit.net dokumentiert. Dies ist ein Hilfsportal (von der Bundeszentrale für gesunheitliche Aufklärung) für Leute die mit Cannabiskonsum aufhören.
Dabei führt man ein Tagebuch, welches regelmäßig von Psychotherapeuten gelsen und dann in persönlichen Chats reflektiert wird. Dies hat mir sehr geholfen, da ich somit meine Entwicklung genau festhalten konnte, sowie
gute und schlechte Tage diskutiert wurden. Auch wurden von den beratern sehr gute vermeidungsstrategien angeboten und allgemein viele Tipps gegeben.
Desweiteren hatte ich in meinem Freund, der ebenfalls aufgehört hat, einen sehr guten Freund in der selben Lage. Wir haben uns gegenseitig an schlechen tagen aufgebaut und uns geholfen.

Wie reagiert Ihr Umfeld auf diese Umstellung?
Sehr poitiv. Meine Eltern und Kommilitonen sind überrascht und begeistert von meinen neurdings guten Zensuren.
Meine alten GFreunde sind froh dass sie mich wieder haben, und auch mein ehemaliger Drognfreundeskreis respektiert meine ENtscheidung, auch wenn ich nahezu keinen Kontakt mehr zu diesen Personen habe.

Haben Sie nach der Auffälligkeit weiterhin Kontakt zu Ihren Drogenbekannten gehabt?
Nach meiner Auffäligkeit habe ich noch weitere 4 Monate konsumiert. Erst mit dem Eintreffen des Briefes bezüglich des Führerscheinentzuges habe ich komplett aufgehört.
nach dieser Entscheidung hatte ich im ersten Monat noch Kontakt u den leuten, allerdings wurde dann mit der Zeit mit meinen ursprünglich Freunden wieder intensiver und ich hatte nur noch selten Kontakt zu diesen Leuten.

Haben Sie nach Ihrer Auffälligkeit miterlebt, wie Ihre Bekannten Drogen konsumiert haben?
Ich beziehe mich hier wie oben genannt auf die zeit nachdem ich meine Abstinenz begann. Ja ich war im ersten Monat oftmals dabei wenn konsumiert wurde. Allerdings hatte dies den Vorteil, dass ich mich somit selbst überzeugen konnte, keinen Cannabiskonsum mehr zu wollen.
Nachdem ich wieder mit den anderen Freunden zusammen war nur noch vereinzelt auf Partys, allerdings von Leuten die ich nicht persönlich kannte.

Wie haben Sie in Zukunft vor mit Cannabis/dem Konsum umzugehen?
Ich werde mich, soweit ich es beeinflussen kann, von Drogen jeder Art fern halten. Sowohl mit dem Stoff als auch mit dem Konsum oder Konsumenten will ich nichts mehr zu tun haben.

Haben Sie zu Hause Cannabis?
Nein

Wie wollen Sie es gegebenen Falls in Zukunft verhindern, nochmals unter Drogeneinfluß ein KFZ zu führen?
Indem ich keine Drogen mehr zu mir nehme.

Wie wollen Sie einen beginnenden Rückfall erkennen?
Bereits der Gedanke an das verlangen nach einem Joint ist der beginn eines Rückfalles. In diesem Fall werde ich mit meinem Freund reden, welcher ebenfalls aufgehört hat.

Wie ist derzeit der Konsum von Alkohol bei Ihnen?
Höchstens mal am Wochenende 1-2 Bier beim Fussball schauen oder wenn ich wo eingeladen bin.
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  #3  
Alt 21.12.2013, 19:31
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kenny kenny ist offline
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Hallo,
Zitat:
Muss ich bis auf das Ergebniss dieser zweiten Analyse warten, oder kann ich die MPU bereits vorher machen und das Ergbeniss dann irgendwie im Nachinein einreichen?
Ja du musst warten, denn du musst am Tag der MPU, 12 Monate rückwirkend nachweisen. Du musst zwar am Tag der MPu, wiederholt eine probe abgeben, aber sicher, sicher.

Zitat:
Haben Sie trotz negativer Folgen weiter konsumiert?
Ja, den in dieser zeit habe ich die negativen Folgen nicht wahrgenommen bzw. nicht wahrnehmen wollen.
Widerspruch.

[quote]Wie oft waren sie bereits unter Drogeneinfluß im Straßenverkehr unterwegs?
So gut wie nie, da ich in der Regel immer zu Fuss oder mit dem Fahrrad unterwegs war,insbesondere wenn ich wusste dass ich etwas konsumieren würde.
[quote]

Unglaubwürdig und verharmlosend. So gut, wie nie, manchmal, einige Male, usw, kannst du vergessen. Zahlen, Fakten und Daten sind gefragt.

[quote]Wie haben Sie den Konflikt zwischen dem Drogenkonsum und dem Führen eines Kraftfahrzeuges gelöst?
Verzicht auf fahren war kein problem für mich, da ich die bewegung an der frischen Luft bevorzugte. Auch die Strecke zu meinem Studiensitz in Österreich habe ich entweder als beifahrer oder mit dem Zug vollzogen[quote]

Lüge !!! Du wurdest doch mit THC im Straßenverkehr erwischt.

Zitat:
Welche persönlichen Hintergründe gab es für den Cannabis- Drogenkonsum?
Konsum von Gras diente für mich zum Vergessen bzw. verdrängen von alltäglichen Problemen wie z.b. in der Uni, oder auch Beziehungsstress.
Durch Cannabiskonsum fühlten sich diese Probleme temporär gemildert oder gar ausgeblendet.
Gehe auf deine Konsummotive ein ( innere und äußere). Deine Antwort ist zu oberflächlich.

Zitat:
Waren sie Drogenabhängig?
Da ich aus eigenem Willen und ohne große Probleme auch pausen eingelegt habe hatte ich das Gefühl nicht abhängig zu sein. Zu meinen Spitzenzeiten war mir allerdings bewusst dass ich ein problem habe.
Abhängigkeit definiert sich nicht aus deinen Gefühlen und deinen Ansichten.

Zitat:
Beschreiben Sie den Punkt, an dem Sie sich für ein abstinentes Leben entschieden haben (Knackpunkt)
Das Eintreffen des Briefes bezüglich meines Führerscheinentzuges und einer 12 monatigen Abstinenz.
Dort wurde mir klar dass ich definitiv ein Drogenproblem hatte. Mir war klar dass nicht ich die Droge behersche, sonder sie mich. Dies wollte ich grundlegend und entgültig ändern.
Nur weil du deinen FS abgeben darfst und eine Abstinenz nachweisen musst legst du alte Gewohnheiten ab.Und wenn du den FS wieder hast?

Zitat:
Wie haben Sie in Zukunft vor mit Cannabis/dem Konsum umzugehen?
Ich werde mich, soweit ich es beeinflussen kann, von Drogen jeder Art fern halten. Sowohl mit dem Stoff als auch mit dem Konsum oder Konsumenten will ich nichts mehr zu tun haben.
Wo erkennst du hier Rückfallprophylaxe, Vermeidungsstrategien, usw


Sind nur die ersten Punkte beim kurzen Überfliegen, welche mir aufgefallen sind.
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  #4  
Alt 22.12.2013, 12:41
ubahnfahrt ubahnfahrt ist offline
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Soweit schonmal vielen Dank Kenny,

Zitat:
Haben Sie trotz negativer Folgen weiter konsumiert?
Ja, den ich habe die Folgen bzw. Auswirkungen nicht als negativ wahrgenommen
kann man das so sagen oder widerspricht sich des das generell mit dem vorigen Punkt ob man negative Folgen bei sich festgestellt hat?

Zitat:
Wie oft waren sie bereits unter Drogeneinfluß im Straßenverkehr unterwegs?
2 mal, jeweils einen Tag nach dem eigentlichen Konsum und am Tag der Auffäligkeit
ist das unerheblich zu sagen dass es einen Tag nach dem Konsum war oder macht das einen Unterschied im Gegensat zum direkten Einfluss (also direkt nach dem Rauchen)?

Zitat:
Wie haben Sie den Konflikt zwischen dem Drogenkonsum und dem Führen eines Kraftfahrzeuges gelöst?
Ich war der Meinung dass ich einen Tag nach dem Konsum wieder fahrtüchtig bin.
weiss nicht wirklich was die da von mir hören wollen.

Zitat:
Welche persönlichen Hintergründe gab es für den Cannabis- Drogenkonsum?
Gehe auf deine Konsummotive ein ( innere und äußere). Deine Antwort ist zu oberflächlich.
Könnte mir bitte genau erklären was ich unter inneren und äußeren Konsummotiven verstehen kann?

Meine ursprüngliche Erklärung:
Zitat:
Konsum von Gras diente für mich zum Vergessen bzw. verdrängen von alltäglichen Problemen wie z.b. in der Uni, oder auch Beziehungsstress.
Durch Cannabiskonsum fühlten sich diese Probleme temporär gemildert oder gar ausgeblendet.
sind nun mal meine wirklichen Motive gewesen. Weiss jetzt nicht genau was ich da erweiteren sollte. Bin dankbar um jeden Tipp bzw Erklärung.

Zitat:
Waren sie Drogenabhängig?
Ja, auch wenn ich es zu dieser zeit nicht wahrhaben wollte und verdrängt habe.
Sollte man hier am besten mit Ja oder Nein antworten. Da gibts ja viele Geschichten wie "Sobald du dich als Abhängig siehst kannst es vergessen" und sowas.

Zitat:
Beschreiben Sie den Punkt, an dem Sie sich für ein abstinentes Leben entschieden haben (Knackpunkt)
Das ist ein schwieriger Punkt. Eigentlich habe ich die Abstinenz wirklich nur angefangen bzgl. Fühererschein. Als ich dann allerdings die erste Woche clean war, war dies der eigentliche Knackpunkt, da ich realisierte wie viel besser es mir ohne geht. Nun weiss ich aber nicht ob das so gut kommt wenn ich das in der Form sage. Sollt ich hier lügen oder das so von mir geben. WIe man in meiner Konsumbiographie sehen kann, hatte ich bis zum Eintreffen meines Briefes und der damit beginnenden Abstinenz meine Konsumspitze.

Zitat:
Wie haben Sie in Zukunft vor mit Cannabis/dem Konsum umzugehen?
Ich werde mich weiterhin von meinem alten Drogenfreundeskreis distanzieren. Sollte ich dennoch mal in Situationen (zB Partys) in Kontakt mit Drogen kommen, werde ich die betroffenen Personen bitten dies wo anders zu machen bzw. mich selbst entfernen. Sollten bei mir wieder Gedanken an Drogen oder andere Punkte auftreten, welche zu einer möglichen Rückfälligkeit führen könnten, werde ich unverzüglich das Gespräch mit einer Suchtberatung oder anderen professionellen Fachkräften suchen.
In diesem Punkt bin ich mir auch nicht ganz sicher was zu sagen ist.



Vielen Dank, insbesondere an Kenny.
Hoffe ihr könnt mir weiterhin helfen.

Noch eine kleine Frage am Schluss. Wirkt sich das positiv aus wenn man bei der MPU eine Art Bescheinigung vorlegen kann, dass man z.b. bei der Drogeneratung war oder so? Welche Kurse sind dabei zu empfehlen mit dem Ziel die MPU zu bestehen, Kostenpflichtige oder kostenlose?

Danke und Servus
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  #5  
Alt 22.12.2013, 12:48
kapomick kapomick ist offline
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Die Punkte kommen zwar jetzt aus der Alk-Ecke, können aber auch hilfreich sein:
http://mpu-forum.mpu-idiotentest.com...1&postcount=12

http://mpu-forum.mpu-idiotentest.com...ead.php?t=7957

Es ist immer gut, wenn du ne Bescheinigung von der Drobse vorlegen kannst, weil dir dort wirklich geholfen wird. Ob du zu einem VP musst, das kann dir jetzt noch niemand sagen. Generell ist es aber so, dass das kein "Muss" ist. Nur, wenn es dir wirklich hilft.
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  #6  
Alt 22.12.2013, 13:34
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kenny kenny ist offline
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Beiträge: 1.645
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Zitat:
ist das unerheblich zu sagen dass es einen Tag nach dem Konsum war oder macht das einen Unterschied im Gegensat zum direkten Einfluss (also direkt nach dem Rauchen)?
Laut Dunkelziffer, kommen auf eine ertappte Fahrt, hunderte von nicht erwischten. Und ausgerechnet bei dir sind es genau 2??? Der Gutachter, nimmt deine Angaben und setzt diese zu seinen Erfahrungen und Statistiken, da er dich wirklich nicht zu 100% in diesen 60 Minuten beurteilen kann.
Unerheblich ist, ob du 2 Tage vor der Fahrt, oder 2 Stunden vor der Fahrt konsumiert hast. Auf Grund vieler Faktoren ( Wirkstoffgehalt,phys.Konstitution, usw) kannst du sogar bis zu 3 Tagen nach dem Konsum, noch unter Einfluss stehen.( Nachweiszeit).

Zitat:
Wie haben Sie den Konflikt zwischen dem Drogenkonsum und dem Führen eines Kraftfahrzeuges gelöst?
Ich war der Meinung dass ich einen Tag nach dem Konsum wieder fahrtüchtig bin.
weiss nicht wirklich was die da von mir hören wollen.
Du gehst zur MPU, mit einer BTm Fragestellung.Da sollte dir mindestens bekannt sein, wie lang du unter Einfluss stehen kannst. Dann bringe nicht solche naiven Antworten.

Zitat:
Könnte mir bitte genau erklären was ich unter inneren und äußeren Konsummotiven verstehen kann?
Das musst du für dich selbst herausfinden.Dafür gibt es keine allgemein gültigen Aussagen. Daher lese mal versch. FB hier im Forum, um zu erkennen, was es damit auf sich hat.

Zitat:
Waren sie Drogenabhängig?
Ja, auch wenn ich es zu dieser zeit nicht wahrhaben wollte und verdrängt habe.
Schaue bitte nach der Definition " Abhängigkeit". Wenn du wirklich abhängig warst, wirst du nicht nur AB Nachweise brauchen.Positive Prognose bei Abhängigkeit, setzt abgeschlossene Therapie vorraus.

Zitat:
Das ist ein schwieriger Punkt. Eigentlich habe ich die Abstinenz wirklich nur angefangen bzgl. Fühererschein.
Erwähne bitte während der MPU nicht deinen FS. Dann erweckst du den Eindruck, dass dir der FS vor allem Priorität hat. Wenn du ihn wieder hast, kiffst du wieder, wird dir unterstellt.

Wie du siehst, hast du noch viel zu tun.
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