Zurück   MPU Forum > MPU Diskussion > Drogen MPU

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
  #21  
Alt 26.04.2013, 13:43
S4yD S4yD ist offline
Mitglied
 
Registriert seit: 27.05.2012
Beiträge: 17
Standard

Wie hat sich Ihr Umfeld über Ihren Drogenkonsum geäußert?
Als meine Mutter es gemerkt hatte, (2007) war sie sehr enttäuscht. Jedoch unternahm Sie nicht viel dagegen, vermutlich da sie Ihre eigenen Probleme hatte mit meinen Vater. Als ich dann auf einer Weihnachtsfeier (2010) angesprochen wurde, von vielen Verwandten (onkel,Tanten/Cousins), das ich sehr schlecht und krank aussehe und das ich ihnen nicht gefalle , wurde mir mehr und mehr klar , dass ich einen „Schlussstrich“ ziehen muss , bevor ich noch mehr Schaden davontrage. Ich verlor gute Freunde die nicht konsumierten, aufgrund meines Konsums. Ich vernachlässigte Sie und nahm sie nicht ernst wenn sie mir Tipps und Ratschläge gaben bezüglich des Konsums.

Gab es Ereignisse in Ihrem Leben, die zu verstärktem Konsum geführt haben?

Treffen mit den damaligen „Freunden“ an schönen Sommertagen , waren oft mit Vorfreude ,auf den Joint, gelegt. Gute Musik oder auch nach schlechten Arbeitstagen um abzuschalten förderten meinen Konsum. Auch um Probleme und Schwierigkeiten zu verdrängen, ich sprach mit niemanden über meine Probleme. Und flüchtete dann in den Konsum und verdrängte sie nur

Haben Sie sich an Jemand um Hilfe gewandt, um den Drogenkonsum zu beenden?
(Warum, wann, wer?)

Nein keine professionelle. Ich habe zu meinen Gunsten frühzeitig erkannt dass ich in eine Sucht gerate wenn ich nicht aufhöre und von einen auf den anderen Tag den Konsum beendet. Dieser fiel mir sehr leicht, da ich nur Vorteile gesehen habe bei einem Abstinenten Leben. An Tagen an denen ich nicht konsumierte, fühlte Ich mich viel besser und hatte mehr Spaß am Alltag. So fing ich an meinen Konsum zu reduzieren bis ich ihn dann letztendlich ganz beendete. Mein Selbstwert ist enorm gesteigert und ich fühle mich nicht mehr so Nutzlos und Versagerhaft wie zu meiner Konsumspitze.
Meine Eltern standen auf meiner Seite. Meine Freundin , mit der ich seit 2010 Zusammen bin , und ihr Freundeskreis halfen mir schon. Da ich mit denen gut auskam auch wenn sie keine Drogen nahmen. Ich erfreute mich sehr an dem drogenfreien Freundeskreis. Ich ging öfters als früher normalerer Interessen nach. Sport und Spielkonsolentage, Kinoabende oder Discobesuche wurden an Wochenenden geplant.
Der Freundeskreis wurde immer größer und ich wusste das ich diese Freude am Leben und Freunde und dieses Lebensgefühl nicht mehr wegschmeißen will. Diese Faktoren stärkten meine Entscheidung weiterhin abstinent zu leben.

Gibt es in Ihrer Familie aktenkundige Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz oder Suchtkrankheiten?

Ja, ich habe zwei Cousins die Heroinsüchtig sind und ständig im Gefängnis oder Therapie sind. Jedoch hab ich keinen Draht zu Ihnen, da sie viel älter sind und ich sie kaum kenne. Beide sind seit ca 10-12 Jahren Heroinabhängig und etwa im Alter von 28 – 30 Jahren.

Hatten sie Konsumpausen/spitzen?
Warum? Wann?
Ja , im Urlaub mit den Eltern konsumierte ich nie. Wenn ich krank war. Wenn ich wenig oder kein Geld hatte. Und mehrere Pausen von ein paar Wochen, an denen ich z.B für Prüfungen lernen musste. Die Letze Pause war Oktober 2009 bis Anfang 2010. Danach bis September 2010 reduzierter und unregelmäßiger Konsum von etwa 0.5g die Woche.

Was hat Sie daran gehindert, ohne Droge abzuschalten?

Ich redete mir ein, die Drogen würden mir helfen, meine Probleme weiter weg scheinen zu lassen. So war es ja auch letztendlich. Jedoch waren dadurch meine Probleme nicht weg, sondern nach einem Rausch wieder da und das verstärkt.
Ich bildete mir ein, die Substanzen würden mir helfen mich besser integrieren zu können und würden mir mehr Selbstvertrauen geben.
Heute bin ich viel Selbstbewusster als ich es jemals war. Und das ohne Drogen. Heute weiß ich genau wie ich Probleme lösen kann, indem ich mit Familie , Freundin oder guten Freunden darüber rede und es nicht in mich hineinfresse. Früher wollte ich nie über meine Probleme reden und hatte dazu auch kein Mut.

Waren Sie gefährdet in eine Drogenabhängigkeit zu geraten?

Ja

Waren sie Drogenabhängig?
Nein



Wieso passiert das nicht wieder?

Hätten sie, rückblickend, eine Drogenkarriere verhindern können?
Ja, es war ja meine Entscheidung und ich habe diese Fehler begangen. Ich hätte auch „nein“ sagen können und meinen besten Freund damals einfach gehen lassen sollen. Mir fehlte jedoch auch die gewisse Aufklärung der Substanzen. Somit verharmloste ich den Konsum umso mehr. Heute ,mit der Erfahrung die ich gemacht habe, würde ich anders reagieren! Ich würde mir professionelle Hilfe holen und andere Wege einschlagen.

Wieso haben Sie sich für eine Abstinenz entschieden?
Seit ich abstinent lebe geht es mir viel besser! Ich habe viel mehr Spaß am Leben und in Arbeit. Fühle mich auch viel gesünder und fitter als damals. Ich verfolge andere Interessen wie Sport und Weiterbildungen. Habe wieder richtige Hobbys die ich sehr ernst nehme. Ziele die ich mir setze, sehe ich als Herausforderung und nicht als Problem oder Schwierigkeit an. Ich habe einen tollen Freundeskreis gewonnen der mich schätzt. Außerdem wollte ich endlich was aus meinen Leben machen und nicht stehen bleiben , während Familie und nicht Konsumenten(Freunde) weiterkommen. Ich wollte wieder gesünder leben, wieder mit Sport anfangen, meine Äußeres verändern , Selbstbewusstsein wieder aufstocken und neue Leute kennenlernen.

Beschreiben Sie den Punkt, an dem Sie sich für ein abstinentes Leben entschieden haben (Knackpunkt)

Der Tag des Deliktes öffnete mir zunehmend die Augen. Als ich auf der Straße stand und mir die Handschellen umgelegt wurden, wurde mir einiges klar. Ich war 21 Jahre jung und stand nicht weit von meiner Wohnung in Handschellen wie ein Verbrecher. Ich schämte mich und hatte Angst das Familie oder Bekannte mich jetzt sehen würden. Ich sah mich mit einem Bein im Gefängnis. Dieser Gedanke machte mir Angst. Die Angst noch weiter in Drogen zu versinken. Mir wurde zunehmend bewusst das ich neben Cannabis schon bei Speed angekommen bin und es gar nicht so unwahrscheinlich ist irgendwann an härteren Drogen wie Kokain oder Heroin zu enden. Ich machte mir diesen Tag viele Gedanken nachdem ich von der Wache nach Hause bin. Ich redete mit meiner Mutter und erzählte ihr dass ich erwischt wurde und das ich ab und zu Speed konsumiert habe. Wir redeten den Abend über meine Vergangenheit, meine und Ihre Gefühle und wie es in der Zukunft aussehen soll. Ich versprach mir und auch ihr das ich das ganze beende.
Wieso kommt für Sie nur Abstinenz und nicht für gelegentlicher Konsum in betracht?

Ich will es nicht nochmal riskieren. Ich wäre fast süchtig geworden. Ich genieße mein abstinentes Leben zur Zeit so wie es ist. Gelegentlicher Konsum war es bei mir auch anfangs und am Ende wurde es zu täglichem Konsum. Bei erneutem gelegentlichen Konsum würde es nur darauf hinauslaufen wieder so zu enden wie früher.



Wie haben Sie die Umstellung zur Abstinenz erlebt?

Es fiel mir sehr leicht muss ich sagen. Ich hätte mir das schwieriger vorgestellt, da ich aber die Nase so voll hatte von Drogen, war es ein leichterer Weg als angenommen in die Abstinenz.

Wer hat Ihnen dabei wie geholfen?

Meine Mutter und meine Freundin ermutigten mich weiter abstinent zu leben. Ab und zu sprach ich mit einem Onkel der Cannabis Süchtig war und einen schwierigeren Weg als ich hatte. Er gab mir ein Paar Ratschläge die ich mir zu Herzen genommen habe.

Wie reagiert Ihr Umfeld auf diese Umstellung?
Mein alter Freundeskreis, bis auf einen, sehe ich nicht mehr oder gar sehr selten. Sie finden es toll und hatten noch nie ein Problem damit. Meine Familie ist natürlich glücklich das ich es geschafft habe ohne große Schäden davonzutragen wie psychische Störungen.

Haben Sie nach der Auffälligkeit weiterhin Kontakt zu Ihren Drogenbekannten gehabt?
Ja ,noch ein paar Monate bis Januar aber in dieser Zeit unregelmäßig.

Haben Sie nach Ihrer Auffälligkeit miterlebt, wie Ihre Bekannten Drogen konsumiert haben?
Ja

Wie haben Sie in Zukunft vor mit Cannabis/dem Konsum umzugehen?
Ich habe nicht vor nochmal Cannabis oder andere Drogen zu konsumieren. Ich werde Angebote von Leuten ablehnen und denen meine Geschichte erzählen. Vielleicht komme ich ja bei manchen an. Ich wünschte nämlich das jemand das bei mir gemacht hätte. Ich gehe grundsätzlich Konsumenten aus dem Weg. Und falls ich Rückfällig werde, würde ich mir sofort professionelle Hilfe holen.

Haben Sie zu Hause Cannabis?
Nein








Wie wollen Sie es gegebenen Falls in Zukunft verhindern, nochmals unter Drogeneinfluß ein KFZ zu führen?
Habe ich nie gemacht da ich keinen FS hatte. Und da ich abstinent Lebe werde ich nicht in diese Gelegenheit kommen. Falls ich doch rückfällig werde und unter Drogen stehe, lasse ich das Auto einfach stehen, wie es auch bei Alkoholkonsum der Fall wäre.

Wie wollen Sie einen beginnenden Rückfall erkennen?
Ich würde bei einem einmaligen Konsum schon von Rückfall sprechen.


Wie ist derzeit der Konsum von Alkohol bei Ihnen?
Unregelmäßig, zurzeit ca. 1-3 Mal im Monat. Je nachdem was am Wochenende geplant ist wie Discobesuche und Partys. Durch mein Fitnesstraining jedoch, gibt es auch Tage wo ich auf Partys bin, aber nichts trinke. Oder Tage an denen ich einen Freund treffe der damals auch Drogen konsumiert hat, jedoch heute abstinent von Alkohol, Cannabis und Zigaretten ist. Er war mir damals und ist auch heute noch eine große Hilfe.
Mit Zitat antworten
  #22  
Alt 06.05.2013, 21:45
S4yD S4yD ist offline
Mitglied
 
Registriert seit: 27.05.2012
Beiträge: 17
Standard 02.06.2013 MPU meine Ausarbeitun / FB

Hallo! Ich habe mich seit Januar für die kommende MPU vorbereitet! Sowohl hier als auch beim Psychologen (MPU Beratung) Ich bitte euch oder jemanden darum sich meinen FB mal anzuschauen und mir Verbesserungvorschläge zu bringen. Ist jetzt leider schon mein dritter Post , aber keiner geht darauf ein und ich denke ich werde übersehen. ALSO LAST TRY

Wann haben Sie das allererste Mal von illegalen Drogen gehört?

Das war mit ca. 12-13 Jahren.(2001?) Mein Vater hat mir erzählt das mein Opa damals vor seinen Musikauftritten oft einen Haschjoint geraucht hat, während wir ein altes Konzert von Ihm auf Video schauten. Ich fragte Ihn was das sei und er antwortete nur kurz das es eine Droge ist die süchtig macht.

Wann haben Sie das erste Mal konsumiert? (Datum)
09.09.2006 – an einem Joint 3 mal gezogen.


Wie sah der Konsum aus? (Konsumbiografie-Wie lange habt Ihr was in welcher Menge genommen?)

Erstkonsum 09.2006, der nächste Konsum war im selben Jahr an meinen Geburtstag (Nov.). An einem Freitag + Samstag jeweils ein Joint mit etwa 3-5 Züge pro Joint.

Bis 2007 kein Konsum mehr. Im Jahre 2007 hab ich dann mit dem Cannabiskonsum mehr Zeit geopfert. Sodass ich im Monat bis zu Zwei Mal an einem Joint mitgeraucht habe, etwa 3-5 Züge pro Joint.

2008 hab ich meinen Konsum gesteigert. Beginn der Lehre, erhöhtes Budget ,die Scheidung meiner Eltern und der aufgezwungene und mit angst verbundene Umzug forderten zusätzlich meinen Cannabismissbrauch. Ich rauchte unter der Woche 2-3 Mal insgesamt etwa 0.5 – 1,0 g und ca. jedem 2. Wochenende/Monat 1,0-1,5 g insgesamt.

2009 In diesem Jahr verstärkte sich nochmals mein Cannabismissbrauch. Ich rauchte täglich etwa 0,3 – 0,5 g (ein Joint) und wie 2008 , ca. an 2 Wochenenden/Monat 1,5 g insgesamt. Erster Amphetamin (Speed) Konsum folgte im Sommer. Insgesamt etwa 7-8 mal Amphetamin Konsumiert. Nie mehr als 0,2-0,3 g pro Party/Nacht. Der sporadische Amphetaminkonsum und mein verstärkter Cannabiskonsum machten mich in diesem Jahr besonders nachdenklich bezüglich meinen bis dato gelebten Lebensstil. So dass ich beschloss dem Ganzen nach und nach einen Schlussstrich zu ziehen. -> 2010
2010 täglich 0,2 g von dem auch manchmal nur die Hälfte (0,5-1 Joint). Und am Wochenende einmal pro Monat. Da ich am WE ich andere Interessen verfolgte wie meinen Neuen Freundeskreis zu pflegen oder zum Sport zu gehen. Amphetaminkonsum steigerte sich nicht! Ich bemerkte aber das mir die Amphetaminrauschzustände zusätzlich ein schlechtes Gewissen machten und ich leicht depressiv wurde und mit meinem Leben nicht zufrieden war.

2010 September Hab ich beschlossen mit den Drogen aufzuhören und abstinent zu leben! Was bis heute auch so geblieben ist. Lediglich in der Silvesternacht (31.12.2010) hatte ich an einen Joint nochmals 2 mal gezogen als ich auf dem Heimweg der Neujahrfeier war. Nach dieser Nacht verstand ich das ich meinen alten Freundeskreis verlassen muss um mein Ziel , abstinent zu leben, zu erreichen.

Januar 2011
Ich machte mit diesen 5 Leuten ein Gruppengespräch bei einer Drogenberatung, bei der ein Freund seit einigen Wochen war. Er fragte uns ob wir mit möchten und uns dort mal ein wenig aussprechen. Ich willigte sofort ein und es entstand zum Ersten Mal ein tiefsinnigeres Gespräch was unser Konsumverhalten und Freundesbund anging.
Nach diesem Gruppengespräch war ich mir sicher dass ich in diesem Freundeskreis nichts mehr zu suchen habe und sagte dies auch noch in der Gruppe vor allen.


Haben Sie Drogen zusammen mit Alkohol konsumiert?

Ja – Cannabis und Alkohol einmal und nie wieder. Mir ging es danach schlecht musste mich übergeben
Ja – Amphetamin und Alkohol – War immer in Kombination , da ich nur auf Partys konsumiert hatte. Jedoch trank ich nach Konsum kein Alkohol, dafür umso mehr Wasser

Wie ist der Umgang mit Alkohol gewesen?

2005 – 1. Radler bei Oma (nicht einmal ausgetrunken, da es mir nicht schmeckte)
2006 – ca. an zwei Partys im Jahr je 1 L Bier ,gespritzt.
2007 – Kein Alkohol, in diesem Jahr verstärkte sich der Cannabiskonsum .Höchstens an besonderen Anlässen wie Silvester , Geburtstag hab ich getrunken aber dafür kein Cannabis geraucht. Oder es war andersherum.

2008 – ca. 2 mal im Monat , ca 4 Bier á 0,33 L. Partys ca. 4-6 Bier á 0,33 L + 2-3 Schnäpse

2009 – gleicher Alkoholkonsum wie 2008

bis ca. Sep 2010 – gleicher Alkoholkonsumkonsum , lediglich bis zur Drogenabstinenz

ab September 2010 – Steigerung, bis zu 4 Mal im Monat am WE, 4 Bier á 0,33L

ich ging öfters in Discos, auf Partys, oder Stadtfesten. Cannabis / Amph. Stand von meiner Seite aus nicht mehr zur Debatte. Auch viele vom Neuen Freundeskreis wussten nichts von meiner Drogenkarriere. Ich begann mein neues Leben neu zu ordnen und mich am Leben zu erfreuen, die Freunde beizubehalten und die Beziehung zu verbessern, Hobbys wie Gitarre spielen wieder auszuüben. Und folgte mein, bereits im März dieses Jahres , angefangenes Fitnesstraining zu steigern. Konzentrierte mich verstärkt auf meine Ausbildung die bald endete. Hab meine jetzige feste Freundin kennengelernt, die mir dabei sehr half weiterhin abstinent zu leben.

Sonstige Suchtmitteleinnahme?
Zigaretten und Kaffee


Haben Sie bei sich negative Folgen fetsgestellt?

Ja, von Cannabis ausgelöster Dauerkonsum: leichte Depressionen, Unzufriedenheit, immer größeres abdriften vom Sozialen Leben, Unwohlsein im Alltag, Selbstbewusstsein stark gesunken unter anderem durch die Gewichtszunahme die zustande kam, da ich meine Hobbys und Sport vollkommen liegen gelassen habe und mich einfach gehen ließ (mit 16 noch 65kg ,mit 20 ca.108kg) . Unreine (!) Gesichtshaut bis hin zu vielen Operationen (7-8) durch entzündete Talgdrüsenverstopfungen –> vernarbtes Gesicht das viel Stress und Schmerz mit sich führte. Bis heute noch Probleme mit der Haut, trotz entgegenwirken mit Arznei ,Salben etc. Meine einzigen „Freunde“ die ich noch hatte, da ich die anderen vernachlässigt habe und sie mich verließen, waren keine richtigen Freunde sondern nur eine Konsumgesellschaft die mehr auf meine Finanziellen Mittel aus waren als auf meine Freundschaft. Ich fing an mich einsam zu fühlen, da ich sonst keine guten Freunde mehr hatte. Hatte Bedenken neue Freunde zu finden. Schämte mich vor meiner großen Familie (Tanten,Onkel,Cousins/inen) aufzutreten, da sie von meinen Drogenkonsum mitbekommen haben. Manche von Ihnen ignorierten mich oder sahen mich abstoßend an! Das hat schon sehr wehgetan! Ich fing an über meine Gesundheit Gedanken zu machen.
Durch Amphetaminkonsum den ich am Delikttag konsumiert hatte, wurden mir nun mehr die Augen geöffnet! Ich machte mir Gedanken und Vorwürfe, weil ich so unzufrieden mit meinem Leben, Aussehen und Familienverhältnis war. Ich war wütend auf mich selbst so viel Zeit mit Cannabis verschwendet zu haben und trotzdem noch die Gefahr einginge härtere Drogen zu konsumieren. Ich fing an zu weinen und mich selbst im Spiegel zu beobachten und mich regelrecht dafür zu hassen was ich aus meinen Leben mache. Und zog dann einen Schlussstrich unter Drogen.


Was für Werte wurden bei Ihrer Auffälligkeit festgestellt?

-keine Blutabnahme –> keine Werte
-Keinen Führerschein (Ersterwerb) beim med. Gutachten war ich auf alle Drogen negativ. Auffälligkeit war 2 Jahre zuvor (2010) Gutachten 2012.


Wann und wie viel haben Sie in der Woche vor der Auffälligkeit konsumiert?
Mehrmals die Woche Cannabis (2-3Mal) , max. 0.5g in der Woche. Amphetamin ca. 0,2g am Auffälligkeitstag . Vorheriger Amph. Konsum war mehrere Wochen zuvor.

Wieviel und was haben Sie am Tag der Auffälligkeit Konsumiert?
Amphetamin 0,2 g

Gab es einen besonderen Grund für diesen Konsum?

Ich würde am gerne einen finden der das rechtfertigen kann, aber so einen gibt es nicht. Der ganze Drogenkonsum war nur leichtsinnig, gefährlich, unüberlegt und dumm zu gleich. Also war auch dieser Freitag, ein Freitag in den ich hineingelebt habe ohne mir Gedanken gemacht zu haben wie sehr ich, meine Gesundheit und meine Familie darunter leiden.
Der Grund wieso ich überhaupt an diesem Tag Amph. Konsumierte, war lediglich der das wir abends nach Karlsruhe fahren wollten zu einer Freundin , um ihren Geburtstag nachzufeiern. Da wir die Nacht dort verbringen wollten und morgens zurückfahren mussten schien es für mich passend meine Müdigkeit und Partylaune mit Amphetamin entgegenzuwirken.



Wie sind Sie auffällig geworden?
Zu Fuß unterwegs gewesen , Stichkontrolle und anschließender Befund (0.5 g Cannabis und 2 Beutel mit insgesamt 2,5 g Amphetamin.

Nur für die, die im Straßenverkehr ermittelt wurden(auch Parkplatz):
-
Was war der Zweck der Fahrt?
-
Wie weit wollten/sind Sie (ge)fahren?
-
Wie oft waren sie bereits unter Drogeneinfluß im Straßenverkehr unterwegs?
-
Wie haben Sie den Konflikt zwischen dem Drogenkonsum und dem Führen eines Kraftfahrzeuges gelöst?
-

Wieso ist es verboten unter Drogeneinfluß ein KFZ zu führen?

(Beschreibung bitte für die zutreffende Substanz)
Amph + Cannabis = Konzentrationsfähigkeit nimmt stark ab, erhöhter Puls , Übermut, nicht erkennen der Gefahrensituation, Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer einschließlich sich selbst. Starke Blendungsgefahr, Nervosität

Wie lange stehen Sie nach dem Konsum von Drogen unter deren Einfluß?
Nicht einschätzbar, jedoch mind. Bis zu 96 Stunden nach Konsum.


Sind sie sich darüber im Klaren, welche Folgen es bei einem täglichen Konsum gibt?

Ja, psychisch und physische Suchtgefahr , Gesundheitsschäden an Lunge, Gehirn ,Leber ,Herz. Soziales Leben aus den Augen verlieren, Menschen verlieren die einen mal Wichtig waren , Finanzielle Nöten, Das Wichtige aus dem Auge verlieren, sich selbst in Drogen zu verlieren und ohne Hilfe nicht rauszukommen.
Mit Zitat antworten
  #23  
Alt 06.05.2013, 21:46
S4yD S4yD ist offline
Mitglied
 
Registriert seit: 27.05.2012
Beiträge: 17
Standard

Warum ist es passiert?


Welche persönlichen Hintergründe gab es für den Cannabis- Drogenkonsum?

Konsumbegeinn:
Dazu erstmal zu meiner Kindheit zurück...

6-14 Jahre
Meine Mutter (der Protagonist) ist eine Zigeunerin, in Polen aufgewachsen mit 14 köpfiger Familie in Armut. Kam mit 14 Jahren nach Deutschland und machte hier ihren Hauptschulabschluss. Sie begann keine Lehre und heiratete mit 21 Jahren, meinen damals noch 19 Jährigen Vater. Sie ist ungebildet und verkörperte die typische Hausfrau in unserer Familie die den Haushalt führte. Kurz: Sie war meinen Vater unterwürfig.

Mein Vater (der Antagonist) ist Spanier aus Andalusien, in Deutschland aufgewachsen. Er war der Macht – und Befehlshaber bei uns. Was er sagte war Gesetz. Er war sehr streng und verlangte unwidersprochene Gehorsamkeit und ein hohes Maß an Wissen das er mir unter hohen Druck beigebracht hat. Er duldete keine Schwächen und war nur mit den besten Leistungen zufrieden. Er war sich zu stolz zu Entschuldigen, den er machte nie Fehler. Um etwas bitten brauchte er nicht, da er mit seinen Befehlshaberischen Anweisungen alles erreichte. Er selbst hat in seinem Leben nicht viel erreicht und versuchte deshalb seine gewollte Kindheit in mir widerzuspiegeln.
Somit versetzte er mich beim Lernen, den Hausaufgaben oder im Training unter enormen Druck und überforderte mich. Ich konnte das 1x1 bereits in der 2. Klasse und das im Schlaf.
Bsp. Er weckte mich Nachts , zwang mich kurz aufzustehen um seine Matheaufgabe zu lösen, um mich danach bei richtiger Antwort wieder hinzulegen.
Bei Hausaufgaben oder beim Lernen war er immer dabei und zeigte keine Geduld. Er setzte mich immer unter Druck und rastete schnell aus wenn ich keine richtige Antwort oder gar keine Antwort rausbrachte. Dieser Druck entwickelte sich zu Angst, Angst zu versagen da er mich sonst schlug. Ich stand enorm unter Spannung und konnte sehr oft kein Wort rausbringen. Wenn ich anfing zu weinen und nicht aufgehört hatte nach seinem runterzählen von 3 , gab es Schläge.
Bsp. Ich war in der 3. Klasse und kam mit einer 3+ beim Aufsatz nach Hause. Daraufhin ist er völlig wütend geworden und machte mich fertig. Er beleidigte mich als dumm und stellte meine Vorstellungskraft in Frage. Er packte mich am Nacken und zerrte mich ins Zimmer. Ich begann schon fast an zu weinen als er mich auf den Stuhl setzte und mir die Aufgabe gab einen Top-Aufsatz zu schreiben. Ich hockte da vor dem leeren Blatt und er schrie mich an. „Na los! Fang An!!“ .Ich erstarrte und weinte. Er schlug mich und schrie „Hör auf zu Weinen! Wehe du hörst nicht auf“
Er fragte mich wie ich anfangen soll und ich sagte das ich es nicht weiß. Er schrie mich an, ich soll mir einen Namen ausdenken für eine Person. Ich stand unter Spannung und hatte solche Angst zu versagen das mir kein Name eingefallen ist. Er machte mich verbal fertig und nannte mir ein Paar Namen „Auf! Nimm einen!“ Ich konnte keinen Namen nennen so stark stand ich unter Druck und Angst. Schließlich nahm ich den Namen meiner Mutter woraufhin er dann völlig durchgedreht ist. „Hast du keine Phantasie? Bist du dumm? Was ist los??? Nimm einen anderen Namen!“ Meine Mutter kam rein und zwang ihn raus zu gehen , ich mache das schon alleine…Er ging raus.
Sie musste Ihn immer beruhigen wenn er wütend war da er sonst unberechenbar geworden ist. Und ich als erstgeborener musste oft hinhalten, da ich ja der Vorzeigesohn für ihn war.
Ich musste immer blenden vor Ihn und anderen Menschen. Er wollte mit mir angeben! Sei es Wissen oder Selbstverteidigung.

14-16 Jahre
Mit zunehmendem Alter und Lernstoff , war er bei Hausaufgaben oder Lernen nicht mehr nebendran gehockt da er den Stoff vergessen hatte, er verfolgte jedoch hin und wieder meine Benotungen und bestrafte mich bei unzureichenden Leistungen. Es folgte ein steigendes Desinteresse seinerseits. Er hatte zu der Zeit eine Affäre und war weniger zu Hause.
Er gab mir das Gefühl nichts wert zu sein. Ich wollte mir selbst beweisen dass ich etwas kann. Aber durch die geistigen Blockaden, aus heutiger Sicht, konnte ich es nicht schaffen. Ich wollte es nämlich nur Ihn beweisen! Ich habe aber versagt und mich als nichts-nutz , dumm und wertlos gefühlt. Ich dachte wenn mein Vater mich nicht liebt, wer dann? Ich suchte immer mehr Zuneigung bei Freunden und Bekannten.
Zudem kommt das ich in der Schule , etwa mit 14 Jahren, wegen meiner Sinti-Herkunft gemobbt und ausgegrenzt wurde. Ich war sonst sehr beliebt als „Spanier“ , jedoch kam dann raus das ich zur Hälfte Zigeuner bin. Und prompt wurde ich als anderer Mensch angesehen. Ich verbindete das erste Mal was negatives mit meiner Herkunft. Ich wurde ausgegrenzt und ausgelacht von Menschen die sonst mit mir auskamen. Ich wurde beleidigt als „Scheiß Zigeuner“ oder „Zigeunerdieb“ , ich wurde daraufhin sehr wütend auf mich und meine Mutter. Ich gab ihr die Schuld für meine Probleme , und sie ließ mich damit alleine. Später leugnete ich meine Herkunft bei deutschen um mich besser dastehen zu lassen. Ich hatte Angst ausgegrenzt zu werden und somit alleine zu sein. Ohne Vaterliebe, ohne Freunde und mit nicht ausreichend Liebe meiner Mutter. Ich fühlte mich deshalb zu den Randgruppen hinzugehörig. Mit ihnen konnte ich mich identifizieren.
Mit Zitat antworten
  #24  
Alt 06.05.2013, 21:47
S4yD S4yD ist offline
Mitglied
 
Registriert seit: 27.05.2012
Beiträge: 17
Reden

Wie hat sich Ihr Umfeld über Ihren Drogenkonsum geäußert?
Als meine Mutter es gemerkt hatte, (2007) war sie sehr enttäuscht. Jedoch unternahm Sie nicht viel dagegen, vermutlich da sie Ihre eigenen Probleme hatte mit meinen Vater. Als ich dann auf einer Weihnachtsfeier (2010) angesprochen wurde, von vielen Verwandten (onkel,Tanten/Cousins), das ich sehr schlecht und krank aussehe und das ich ihnen nicht gefalle , wurde mir mehr und mehr klar , dass ich einen „Schlussstrich“ ziehen muss , bevor ich noch mehr Schaden davontrage. Ich verlor gute Freunde die nicht konsumierten, aufgrund meines Konsums. Ich vernachlässigte Sie und nahm sie nicht ernst wenn sie mir Tipps und Ratschläge gaben bezüglich des Konsums.

Gab es Ereignisse in Ihrem Leben, die zu verstärktem Konsum geführt haben?

Treffen mit den damaligen „Freunden“ an schönen Sommertagen , waren oft mit Vorfreude ,auf den Joint, gelegt. Gute Musik oder auch nach schlechten Arbeitstagen um abzuschalten förderten meinen Konsum. Auch um Probleme und Schwierigkeiten zu verdrängen, ich sprach mit niemanden über meine Probleme. Und flüchtete dann in den Konsum und verdrängte sie nur

Haben Sie sich an Jemand um Hilfe gewandt, um den Drogenkonsum zu beenden?
(Warum, wann, wer?)

Nein keine professionelle. Ich habe zu meinen Gunsten frühzeitig erkannt dass ich in eine Sucht gerate wenn ich nicht aufhöre und von einen auf den anderen Tag den Konsum beendet. Dieser fiel mir sehr leicht, da ich nur Vorteile gesehen habe bei einem Abstinenten Leben. An Tagen an denen ich nicht konsumierte, fühlte Ich mich viel besser und hatte mehr Spaß am Alltag. So fing ich an meinen Konsum zu reduzieren bis ich ihn dann letztendlich ganz beendete. Mein Selbstwert ist enorm gesteigert und ich fühle mich nicht mehr so Nutzlos und Versagerhaft wie zu meiner Konsumspitze.
Meine Eltern standen auf meiner Seite. Meine Freundin , mit der ich seit 2010 Zusammen bin , und ihr Freundeskreis halfen mir schon. Da ich mit denen gut auskam auch wenn sie keine Drogen nahmen. Ich erfreute mich sehr an dem drogenfreien Freundeskreis. Ich ging öfters als früher normalerer Interessen nach. Sport und Spielkonsolentage, Kinoabende oder Discobesuche wurden an Wochenenden geplant.
Der Freundeskreis wurde immer größer und ich wusste das ich diese Freude am Leben und Freunde und dieses Lebensgefühl nicht mehr wegschmeißen will. Diese Faktoren stärkten meine Entscheidung weiterhin abstinent zu leben.

Gibt es in Ihrer Familie aktenkundige Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz oder Suchtkrankheiten?

Ja, ich habe zwei Cousins die Heroinsüchtig sind und ständig im Gefängnis oder Therapie sind. Jedoch hab ich keinen Draht zu Ihnen, da sie viel älter sind und ich sie kaum kenne. Beide sind seit ca 10-12 Jahren Heroinabhängig und etwa im Alter von 28 – 30 Jahren.

Hatten sie Konsumpausen/spitzen?
Warum? Wann?
Ja , im Urlaub mit den Eltern konsumierte ich nie. Wenn ich krank war. Wenn ich wenig oder kein Geld hatte. Und mehrere Pausen von ein paar Wochen, an denen ich z.B für Prüfungen lernen musste. Die Letze Pause war Oktober 2009 bis Anfang 2010. Danach bis September 2010 reduzierter und unregelmäßiger Konsum von etwa 0.5g die Woche.

Was hat Sie daran gehindert, ohne Droge abzuschalten?

Ich redete mir ein, die Drogen würden mir helfen, meine Probleme weiter weg scheinen zu lassen. So war es ja auch letztendlich. Jedoch waren dadurch meine Probleme nicht weg, sondern nach einem Rausch wieder da und das verstärkt.
Ich bildete mir ein, die Substanzen würden mir helfen mich besser integrieren zu können und würden mir mehr Selbstvertrauen geben.
Heute bin ich viel Selbstbewusster als ich es jemals war. Und das ohne Drogen. Heute weiß ich genau wie ich Probleme lösen kann, indem ich mit Familie , Freundin oder guten Freunden darüber rede und es nicht in mich hineinfresse. Früher wollte ich nie über meine Probleme reden und hatte dazu auch kein Mut.

Waren Sie gefährdet in eine Drogenabhängigkeit zu geraten?

Ja

Waren sie Drogenabhängig?
Nein



Wieso passiert das nicht wieder?

Hätten sie, rückblickend, eine Drogenkarriere verhindern können?
Ja, es war ja meine Entscheidung und ich habe diese Fehler begangen. Ich hätte auch „nein“ sagen können und meinen besten Freund damals einfach gehen lassen sollen. Mir fehlte jedoch auch die gewisse Aufklärung der Substanzen. Somit verharmloste ich den Konsum umso mehr. Heute ,mit der Erfahrung die ich gemacht habe, würde ich anders reagieren! Ich würde mir professionelle Hilfe holen und andere Wege einschlagen.

Wieso haben Sie sich für eine Abstinenz entschieden?
Seit ich abstinent lebe geht es mir viel besser! Ich habe viel mehr Spaß am Leben und in Arbeit. Fühle mich auch viel gesünder und fitter als damals. Ich verfolge andere Interessen wie Sport und Weiterbildungen. Habe wieder richtige Hobbys die ich sehr ernst nehme. Ziele die ich mir setze, sehe ich als Herausforderung und nicht als Problem oder Schwierigkeit an. Ich habe einen tollen Freundeskreis gewonnen der mich schätzt. Außerdem wollte ich endlich was aus meinen Leben machen und nicht stehen bleiben , während Familie und nicht Konsumenten(Freunde) weiterkommen. Ich wollte wieder gesünder leben, wieder mit Sport anfangen, meine Äußeres verändern , Selbstbewusstsein wieder aufstocken und neue Leute kennenlernen.

Beschreiben Sie den Punkt, an dem Sie sich für ein abstinentes Leben entschieden haben (Knackpunkt)

Der Tag des Deliktes öffnete mir zunehmend die Augen. Als ich auf der Straße stand und mir die Handschellen umgelegt wurden, wurde mir einiges klar. Ich war 21 Jahre jung und stand nicht weit von meiner Wohnung in Handschellen wie ein Verbrecher. Ich schämte mich und hatte Angst das Familie oder Bekannte mich jetzt sehen würden. Ich sah mich mit einem Bein im Gefängnis. Dieser Gedanke machte mir Angst. Die Angst noch weiter in Drogen zu versinken. Mir wurde zunehmend bewusst das ich neben Cannabis schon bei Speed angekommen bin und es gar nicht so unwahrscheinlich ist irgendwann an härteren Drogen wie Kokain oder Heroin zu enden. Ich machte mir diesen Tag viele Gedanken nachdem ich von der Wache nach Hause bin. Ich redete mit meiner Mutter und erzählte ihr dass ich erwischt wurde und das ich ab und zu Speed konsumiert habe. Wir redeten den Abend über meine Vergangenheit, meine und Ihre Gefühle und wie es in der Zukunft aussehen soll. Ich versprach mir und auch ihr das ich das ganze beende.
Wieso kommt für Sie nur Abstinenz und nicht für gelegentlicher Konsum in betracht?

Ich will es nicht nochmal riskieren. Ich wäre fast süchtig geworden. Ich genieße mein abstinentes Leben zur Zeit so wie es ist. Gelegentlicher Konsum war es bei mir auch anfangs und am Ende wurde es zu täglichem Konsum. Bei erneutem gelegentlichen Konsum würde es nur darauf hinauslaufen wieder so zu enden wie früher.



Wie haben Sie die Umstellung zur Abstinenz erlebt?

Es fiel mir sehr leicht muss ich sagen. Ich hätte mir das schwieriger vorgestellt, da ich aber die Nase so voll hatte von Drogen, war es ein leichterer Weg als angenommen in die Abstinenz.

Wer hat Ihnen dabei wie geholfen?

Meine Mutter und meine Freundin ermutigten mich weiter abstinent zu leben. Ab und zu sprach ich mit einem Onkel der Cannabis Süchtig war und einen schwierigeren Weg als ich hatte. Er gab mir ein Paar Ratschläge die ich mir zu Herzen genommen habe.

Wie reagiert Ihr Umfeld auf diese Umstellung?
Mein alter Freundeskreis, bis auf einen, sehe ich nicht mehr oder gar sehr selten. Sie finden es toll und hatten noch nie ein Problem damit. Meine Familie ist natürlich glücklich das ich es geschafft habe ohne große Schäden davonzutragen wie psychische Störungen.

Haben Sie nach der Auffälligkeit weiterhin Kontakt zu Ihren Drogenbekannten gehabt?
Ja ,noch ein paar Monate bis Januar aber in dieser Zeit unregelmäßig.

Haben Sie nach Ihrer Auffälligkeit miterlebt, wie Ihre Bekannten Drogen konsumiert haben?
Ja

Wie haben Sie in Zukunft vor mit Cannabis/dem Konsum umzugehen?
Ich habe nicht vor nochmal Cannabis oder andere Drogen zu konsumieren. Ich werde Angebote von Leuten ablehnen und denen meine Geschichte erzählen. Vielleicht komme ich ja bei manchen an. Ich wünschte nämlich das jemand das bei mir gemacht hätte. Ich gehe grundsätzlich Konsumenten aus dem Weg. Und falls ich Rückfällig werde, würde ich mir sofort professionelle Hilfe holen.

Haben Sie zu Hause Cannabis?
Nein








Wie wollen Sie es gegebenen Falls in Zukunft verhindern, nochmals unter Drogeneinfluß ein KFZ zu führen?
Habe ich nie gemacht da ich keinen FS hatte. Und da ich abstinent Lebe werde ich nicht in diese Gelegenheit kommen. Falls ich doch rückfällig werde und unter Drogen stehe, lasse ich das Auto einfach stehen, wie es auch bei Alkoholkonsum der Fall wäre.

Wie wollen Sie einen beginnenden Rückfall erkennen?
Ich würde bei einem einmaligen Konsum schon von Rückfall sprechen.


Wie ist derzeit der Konsum von Alkohol bei Ihnen?
Unregelmäßig, zurzeit ca. 1-3 Mal im Monat. Je nachdem was am Wochenende geplant ist wie Discobesuche und Partys. Durch mein Fitnesstraining jedoch, gibt es auch Tage wo ich auf Partys bin, aber nichts trinke. Oder Tage an denen ich einen Freund treffe der damals auch Drogen konsumiert hat, jedoch heute abstinent von Alkohol, Cannabis und Zigaretten ist. Er war mir damals und ist auch heute noch eine große Hilfe.



So ich hoffe echt das mir jemand behilflich sein kann und sich netterweise die Zeit nimmt. VIELEN DANK
Mit Zitat antworten
  #25  
Alt 07.05.2013, 16:06
Benutzerbild von samuel
samuel samuel ist offline
Moderator
 
Registriert seit: 20.11.2004
Beiträge: 16.705
Standard

Die Geschichte ist schlüssig.

Allerdings machen die Änderungen das Gutachten positiv.
Kannst Du stundenlang erzählen, wie Du von Deinem Vater schikaniert wurdest, bleiben für die Freuden der Abstinenz nur Halbsätze übrig.

Ich habe einen tollen Freundeskreis gewonnen der mich schätzt. Außerdem wollte ich endlich was aus meinen Leben machen und nicht stehen bleiben , während Familie und nicht Konsumenten(Freunde) weiterkommen. Ich wollte wieder gesünder leben, wieder mit Sport anfangen, meine Äußeres verändern , Selbstbewusstsein wieder aufstocken und neue Leute kennenlernen.

Dieser Teil darf gerne eine halbe Stunde gehen und sollte außerdem noch das Verhältnis zu Deinem Vater beinhalten und dessen Aufarbeitung.

Weiterhin fehlt die Rückfallprophylaxe.
Jetzt geht es Dir gut und alles ist tutti, aber wie willst Du Situationen meistern, bei denen Du unter Druck gerätst?

Ebenso hier:

Wie wollen Sie einen beginnenden Rückfall erkennen?
Ich würde bei einem einmaligen Konsum schon von Rückfall sprechen.


Das ist schon zu spät angesetzt.
Vor dem Konsum steht eine lange Kette von Ereignissen, bis das THC in der Lunge ist.

Wie willst Du diese Ereigniskette erkennen?
__________________
Wer mich sucht, der findet mich als mpu-samuel bei eBay
Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen

Stichworte
amphetamin, cannabis, drogen, fragebogen, lieber urin, medinisches gutachten, negativ, positiv

Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.

Gehe zu


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 12:18 Uhr.