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Alt 23.12.2007, 14:19
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Standard Fahrverhaltensbeobachtung

Idiotentest

Auf Testfahrt mit einem MPU-Gutachter



Die letzte Chance für Verkehrssünder den Führerschein wieder zu bekommen, ist eine sogenannte Fahrverhaltensbeobachtung. Bei einem solchen Test ist ein TÜV Psychologe mit an Bord. Bei der Fahrverhaltensbeobachtung hat derjenige, der in der MPU nicht so gut abgeschnitten hat, die Möglichkeit zu zeigen, wie er in der realen Situation zurecht kommt.

Vor einem Jahr wurden die Begutachtungsleitlinien geändert. Seit dem führen Psychologen und nicht mehr amtliche Sachverständige die Fahrtests durch. Der Grund dafür ist, dass angeblich ihr Blick auf das Fahrverhalten differenzierter ist.

Getestet wird zum Beispiel, ob der Prüfling an einer Kreuzung angemessen reagiert, ob er die Situation rechtzeitig erfasst, auch wenn sie sehr komplex ist und ob er rechtzeitig die nötigen Manöver einleiten kann.

Dies ist eine Chance für viele MPU- Teilnehmer, wie zum Beispiel ein 61jähriger Autofahrer, der wegen Alkohols am Steuer seinen Führerschein abgeben musste. Den MPU-Theorieteil hatte er ohne Probleme bestanden, beim Reaktionstest am Computer fiel er durch. Die künstliche Situation hatte ihn überfordert, sein Reaktionsablauf war zu langsam.

Unter den wachsamen Augen einer Psychologin musste er bei der Fahrbeobachtung durch Stuttgart und Umgebung fahren. Ein Fahrlehrer ist zur Sicherheit immer dabei. Die Psychologin testet rund 50 Reaktionen. Diese notiert sie sich in dem sogenannten Streckenverlaufsplan. Sie bestimmt auch die gefahrene Strecke. Überlandfahrten machen rund die Hälfte der Prüfungszeit aus. Hier gilt: Nicht zu schnell, aber auch nicht zu langsam unterwegs sein. Sicher und fair überholen gehört auch dazu.

Ältere MPU Teilnehmern fahren im Gegensatz zu Fahranfängern oft ziemlich schnell, sie fahren an manchen Stellen zu forsch an, sie fahren zu schnell und ruppig in eine Kurve und das nur, um zu demonstrieren, dass sie noch recht flott unterwegs sein können.

Die Bewertung, die die Psychologen vornehmen, reicht von "zeigt Unsicherheit" über "Fehler" bis hin zu "Gefährdung". Maximal acht Unsicherheiten kann man sich leisten, aber keine Gefährdung. Anders als bei Fahranfängern zählt hier immer der Gesamteindruck nicht die Einzelreaktion. Die Ergebnisse müssen dann zum Gutachter. Ist der Test bestanden, muss man dann noch zirka ein bis zwei Wochen auf den Führerschein warten.

Quelle: swr
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