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Alt 13.10.2008, 15:13
flo flo ist offline
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Beiträge: 987
Standard THC-Analyse Haare - Urin, die Legende vom Passivrauchen

Es gibt ja hier immer wieder einige user die behaupten, daß in ihren Haaren nur THC und kein THC-COOH gefunden wurde weil sie nur passiv konsumiert hätten.

ich hab jetzt mal in Zusammenarbeit mit 2 Ärzten von folgendem Labor http://www.lfm-diagnostika.de/
rausgefunden

Wenn ihr eine Haaranalyse macht wird dort grundsätzlich kein THC-COOH nachgewiesen, da sich das in den Haaren kaum anreichert. THC-COOH ist hier nur im pg-Bereich enthalten (Ein Picogramm ist ein billionstel Gramm (1/1.000.000.000.000 Gramm. Ein Gramm = 1000 Milligramm = 1000.000 Microgramm (µg) = 1000.000.000 Nanogramm =1000.000.000.000 Picogramm.) Das kann man nur mit extrem teuren Geräten machen und wird in der Drogenroutine nicht angewandt.
Hier ist auch noch mal eine Quelle, die belegt, daß Untersuchungen der Haare auf die Carbonsäure KEINE Routine, sondern eine für spezielle Fragestellungen nachgeschaltete, zusätzliche Analyse sind.

http://haartest.info/download/FAQ.pdf

und auch hier:
http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/...l.asp?id=42388

Zitat:
Bei Haaranalysen zum Nachweis oder Ausschluss eines Cannabiskonsums sind der Hauptwirkstoff D-9-Tetrahydrocannabinol (THC) sowie Cannabidiol (CBD) und Cannabinol (CBN) von Bedeutung. Allerdings wird durch den Nachweis dieser Substanzen, die auch im Cannabisrauch vorkommen, nicht zweifelsfrei eine Körperpassage bewiesen. Zumindest in zweifelhaften Fällen bedarf es für den Nachweis des Stoffwechselproduktes D-9-Tetrahydrocannabinol-9-Carbonsäure (THC-COOH) Methoden mit einer Sensitivität von bis zu 0,5 pg/mg, zum Ausschluss eines mehrmaligen Konsums sogar von bis zu 0,05 pg/mg.
Haaranalysen berücksichtigen also nur das THC

Bei den Urinscreens und im Blut sieht das wiederum anders aus. Hier befindet sich sehr wohl eine meßbare Menge an THC-COOH und dieses wird auch detektiert.

Urinscreens berücksichtigen THC UND THC-COOH

Ein Wert von 0,33ng THC (wie ein user angab) ist ohnehin schon hoch und ist nach dem Ermessen des Arztes durch Passivkonsum nicht zu erreichen, es sein denn, man wäre nen Tag lang durch ein Hanffeld gejoggt (O-Ton).
Die Behauptung des Passivkonsums würde vor Gericht nicht standhalten .
Zudem werden die Haare gründlichst gewaschen, so daß Auflagerungen auf ihnen ausgeschlossen sind.
Lediglich bei sehr geringen Werten (in der Nähe des "cut-off", der liegt bei o.g. Labor bei 0,05ng) könnte über ein Eindringen des Wirkstoffes über die Haare ausgegangen werden (und das wie oben schon geschrieben mit einer nachgeschalteten, empfindlicheren Analyse bewiesen oder negiert werden)
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