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  #1  
Alt 09.06.2015, 14:39
ertappt ertappt ist offline
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Registriert seit: 09.06.2015
Beiträge: 2
Frage MPU Anordnung ohne Konsumnachweis

Hallo, ich bin neu hier im Forum. Ich habe mich schonmal ein wenig eingelesen in die Thematik und finde es toll, dass es hier eine Anlaufstelle gibt für Leute die wie ich verunsichert bzw. verwirrt sind von den gesetzlichen Vorlagen und Abläufen. Ich habe mal geschildert, was so passiert ist und fände es toll wenn jemand mir etwas weiterhelfen könnte


Was ist passiert?
Bei einer Kontrolle vor einem Club in Baden-Württemberg wurde ich mit einer Gruppe von Freunden kontrolliert. Wir waren zu Fuß da. Dabei wurde bei mir eine Tablette mit MDMA gefunden. Da ich jegliche Aussage verweigert habe wurde das Verfahren eingestellt (vermuteter Eigenkonsum).

Am Ende April kam dann ein Brief der Fsst in der mir mitgeteilt wurde, dass man meinen Führerschein einziehen will und ein Abstinenznachweis von 1 Jahr zum Wiedererlangen der Fahrerlaubnis nötig sei via MPU. Auf Nachfrage bzgl. des nicht festgestellten Konsums wurde darauf hingewiesen, dass es sich um harte Drogen handelte und es daher egal sei; ein FÄG sei Ausgeschlossen.

Da ich zu der Zeit in Spanien war und durch eine Nachbarin die für mich die offizielle Post öffnet informiert wurde, hatte ich (gefühlt) wenig Möglichkeiten zu handeln. Da ich in Spanien völlig legal Cannabis konsumiert hatte entfiel die Möglichkeit eines kurzfristigen Abstinenznachweis.

Des Weiteren brauche ich den Führerschein generell nicht und konnte daher darauf verzichten. Aus Kostengründen und vorallem der Zeit die ich brauche um die Mehrkosten Abzudecken habe ich den Führerschein abgegeben.

Zur Person:
Student, Medizin, Mitte Zwanzig.
Keine Einschränkungen durch Drogenkonsum. Keine Probleme bei bisheriger Abstinenz (Was ich natürlich niemals so erzählen würde!)

Drogensorte
MDMA
Konsumform (Dauer und Häufigkeit je Substanz)
Unregelmäßig, niedrig dosiert, bis 6 Mal pro Jahr. Seit 2 Jahren.
Unregelmäßig, ca. 5 Mal im Monat Cannabis, Seit 3 Jahren.
Datum der Auffälligkeit
Januar 2015

Drogenbefund
Es wurden keine Tests gemacht.

Welche Angaben wurden gegenüber den Behörden gemacht?
Konsum zugegeben?
Nein, jegliche Aussagen verweigert.
Besitz zugegeben?
(Nein, keine Aussage gemacht)
Wurde BTM gefunden, wie viel?
Eine Tablette MDMA, ca. 100 mg (vermutet)

Stand des Ermittlungsverfahrens
Eingestellt

Führerschein
Hab ich abgegeben; war in Spanien zu der Zeit und nicht in der Lage aus Kostengründen einen Anwalt einzuschalten.

Führerscheinstelle
Hab schon in meine Akte geschaut: Nein
Sonstige Verstöße oder Straftaten? Keine

Konsum
letzter Konsum: 25.04.

Abstinenznachweis
Urinscreening für 1 Jahr ist geplant.

Aufarbeitung
Geplant ist:
Abstinenzjahr
Drogenberatung

MPU
Noch nicht angemeldet, dann vermutlich TÜV Süd.
Ich werde möglichst bald zu einem MPU Infoabend gehen beim TÜV um mir Informationen einzuholen.


Altlasten
Sind wir etwa Rückfalltäter? - Nein


Der Plan ab Jetzt

1. Vertrag zum Abstinenznachweis über 1 Jahr via Urinproben (günstiger als Haare) bei einem zertif. toxikol. Labor in der Nähe.
2. Anmeldung zur MPU so früh wie möglich im direkten Anschluss an das Abstinenzjahr
3. Termin bei der Drogenberatungstelle
4. Erarbeitung eines persönlichen Fragebogens für die MPU.

Meine Fragen

– Sollte ich etwas beachten, dass ich noch nicht genannt habe ?

Anmerkung:
– Bzgl. des Fragebogens/Interview für den Psychologen werde ich mich noch weitergehend informieren; vorallem hier im Forum.

– Wichtig ist es für mich, dass die Kosten möglichst günstig und planbar sind
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  #2  
Alt 09.06.2015, 14:50
Westfalenradler Westfalenradler ist offline
MPU Profi
 
Registriert seit: 17.07.2014
Beiträge: 3.209
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Hallo und willkommen hier.
Auf mich wirkt das sehr aufgeräumt und strukturiert, Du hast Dich bereits informiert und alle wesentlichen Schritte eingeleitet. Die FSSt hat leider recht, bei harten Drogen kann auf Konsum geschlossen werden, ohne dass es dafür eines Nachweises bedarf.

Eventuell wäre es auch mit sechs Monaten gegangen (bei einer bloßen Drogengefährdung ist auch bei harten Drogen ein zwölfmonatiger Nachweis nicht mehr zwingend vorgeschrieben), aber mit sechs Monaten bist Du auf der sicheren Seite.

Nächster Schritt ist dann irgendwann der Fragebogen.
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  #3  
Alt 09.06.2015, 15:11
ertappt ertappt ist offline
Newbie
 
Registriert seit: 09.06.2015
Beiträge: 2
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Vielen vielen Dank für die megaschnelle antwort, da fallen mir doch glatt noch 2 Fragen ein

1) Ist der folgende Ablauf korrekt ?
– Ableistung Abstinenzjahr, dann 3 Monate vor Ende Neubeantragung des FS und MPU... oder die MPU jetzt schon beantragen ?

2) Einsicht in die Führerscheinakte und Punkteregister kann ich doch jetzt auch einfach schon beantragen ?
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  #4  
Alt 09.06.2015, 15:20
Westfalenradler Westfalenradler ist offline
MPU Profi
 
Registriert seit: 17.07.2014
Beiträge: 3.209
Standard

Zitat:
Zitat von ertappt Beitrag anzeigen
Vielen vielen Dank für die megaschnelle antwort, da fallen mir doch glatt noch 2 Fragen ein

1) Ist der folgende Ablauf korrekt ?
– Ableistung Abstinenzjahr, dann ca. 6 Wochen vor Ende Neubeantragung des FS und MPU... oder die MPU jetzt schon beantragen ?
Das hängt ein bisschen von Deiner FSST ab, wie schnell die so ist. Manche brauchen drei Monate, bis Du die Aufforderung erhältst, also am besten mal nachfragen (damit nicht Deine AB-Nachweise veralten). Du bekommst nach der Aufforderung eine Frist von zwei oder drei Monaten, um die MPU zu absolvieren. Diese Frist kann aber idR - da Du keine FE hast - problemlos verlängert werden. Wenn Du den Antrag zwei bis drei Monate vor Ende des AB-Zeitraums stellst, sollte das aber passen.
Zitat:
2) Einsicht in die Führerscheinakte und Punkteregister kann ich doch jetzt auch einfach schon beantragen ?
Ja. Die FS-Akte ist allerdings erst dann auf dem neusten Stand, wenn Du die Aufforderung zur MPU erhältst, dann solltest Du also nochmal hineinschauen. Punkteauskunft kannst Du jederzeit beantragen, da stehen ggfs auch die Tilgungsfristen dabei.
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  #5  
Alt 09.06.2015, 15:23
sky99 sky99 ist offline
MPU Profi
 
Registriert seit: 19.08.2013
Beiträge: 1.637
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zu 1: MPU erst nach Aufforderung durch FSST in einem ausgewählten MPI beauftragen...also gegen Ende des AB Jahres
zu 2: macht Einsicht erst Sinn, wenn Deine Akte versandtfertig zur MPU ist ...also in ca 10-11 Monaten,nach Deinem Neuantrag
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Stichworte
baden-württemberg, ecstasy, kein konsumnachweis, mdma

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