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  #21  
Alt 10.04.2012, 17:11
kevin274 kevin274 ist offline
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So ich stelle hier nochmal meine überarbeiteten Fragebogen rein...
Wäre Nett, wenn ihr mir sagen könntet ob es so was werden kann am Donnerstag..
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1. Wie viele Verstöße hatten sie?
14 Monate á 30 Tage X tägl. 3 Verstöße = 1260 Verstöße

2. Was waren das für Verstöße?
Fahren ohne Fahrerlaubnis. Mofa getunt, Höchstgeschwindigkeit von 25 Km/h überschritten (65 Km/h)

3. Wann waren diese Verstöße und in welchem Zeitraum fanden diese statt? (möglichst Datum und zu welcher Tageszeit-um so genauer, umso besser)
1. Verstoß: 16.02.2011 gegen 8 Uhr – Auf dem Weg zu Schule
2. Verstoß: 18.08.2011 gegen 9 Uhr – Auf dem Weg zu Schule

4. Wie konnten so viele Verstöße zusammenkommen?
Falsche Einstellung zu Straßenverkehr, Jugendlicher Leichtsinn, kein Gefahrenbewusstsein, Fehlende Kontrolle meiner Eltern

5. Wie war ihre Gefühlslage bei diesen Delikten?
Ich konnte bei diesen Delikten meinen Frust abbauen, der sich durch meine Familie immer wieder angestaut hat. Dies war ein sehr gutes Gefühl. Als ich gefahren bin, konnte Ich alles hinter mir lassen. Den Stress in der Familie, jegliche Art von Sachen die ich zu erledigen hatte (z.B. Schularbeiten, Arbeit im Haushalt). Ich habe einfach abgeschaltet und war in meiner eigenen Welt. Ich habe mich frei gefühlt. Meine Freunde haben mir ein Gefühl gegeben, als wäre es meine Familie. Sie gaben mir das was Ich damals zuhause leider nicht bekommen habe.

6. Was hätte passieren können bei den jeweiligen Delikten?
Ich habe mich und besonders andere Verkehrsteilnehmer in erhebliche Gefahr gebracht. Fremde Personen hätten wegen mir erheblichen Schaden zunehmen können.

7. Wie schätzen sie sich für die damalige Zeit als Fahrer ein?
Damals war ich ein sehr rücksichtsloser und aggressiver Fahrer. Ich hatte nicht die entsprechende Ausbildung um ein Kraftfahrzeug zu führen das schneller als 25 Km/h ist.


8. Woran lag es das sie keinen Unfall hatten?
Das ich keinen Unfall gehabt habe war reines Glück! Die anderen Verkehrsteilnehmer haben mehr Rücksicht auf mich genommen als ich auf Sie.


9. Warum haben sie sich (immer wieder) so verhalten?
Ich war unreif, frustriert, wollte Aufmerksamkeit, und habe die Gefahr unterschätzt.

10. Wie haben sie auf das Verhalten der Polizei reagiert nachdem sie gestoppt oder gelasert wurden?
Ich habe sofort eingeräumt, dass mein Mofa zu schnell fuhr. Nachdem mit der Polizist erklärt hat wie sehr Ich mir mein Leben schwer mache und wie sehr ich mir die Zukunft verbaue war ich zunähst einsichtig.

11. Wie haben sie auf die ersten Verwarn- bzw. Bußgelder reagiert?
Nach dem ich nach der ersten Straftat einen 3-Stündigen Verkehrserziehungskurs absolviert habe war ich zunähst einsichtig und fuhr mit 25 Km/h weiter. Beim zweiten Mal ging es dann vor Gericht. Ich wurde zu einer Geldbuße in Höhe von 200 Euro verurteilt. Als Schüler ist es sehr schwer 200 Euro zu Zahlen. Meine Eltern konnten und vor allem WOLLTEN mir nicht helfen weil ich es sonst nie gelernt hätte. Ich musste mir das Geld sehr hart verdienen.

12. Was hatten sie sich vorgenommen, um keine Punkte mehr zu bekommen?
Ich wollte mein Mofa nicht mehr Tunen.

13. Warum konnten sie ihre guten Vorsätze nicht einhalten?
Ich hab meinen Roller wieder getunt, da ich wieder ein "Erfolgserlebnis" haben wollte. So nach dem Motto "Ich bin wieder zurück in der Szene". Außerdem konnte ich meinen Frust wieder durch das rasen abbauen. Ich sah damals keine andere Möglichkeit.

14. Gibt es ein Zusammenhang zwischen dem Punktesammeln und bestimmten Ereignissen in ihrem Leben?
Ja gibt es. Kurz vor Weihnachten im Jahre 2009 ist meine Tante bei einem Verkehrsunfall verstorben. Hinterblieben sind 2 Kinder und ein behinderter Ehemann (Multiple Sklerose) der im Rollstuhl sitzt. Durch den plötzlichen Tod meiner Tante haben wir meine Cousine und den Ehemann aufgenommen. Schließlich ist es Familie. Die Situation wurde zunehmend schwerer. Wir haben damals gebaut. Der Ehemann musste 24 Stunden am Tag betreut werden. Dies war eine massive Belastung für meine Eltern. Körperlich als auch Psychisch. Außerdem mussten sich meine Eltern um den Verkauf des Hauses meines Onkels kümmern. Ich habe versucht zu helfen wo ich konnte. Jedoch musste ich nebenbei noch meine Schule machen. Die Erziehung meiner Eltern war nicht mehr intakt. Alle Kräfte waren ausgeschöpft wodurch sie keine Zeit für ihre eigenen Kinder mehr hatten. Ich war auf mich alleine gestellt. Ich musste mich um alles selber kümmern. Ich habe mich sehr nach ein bisschen Geborgenheit meiner Eltern gesehnt. Dies war aber nicht zu erwarten. Hausbau und Pflege meines Onkels nahmen Die ganze Zeit ein. Ich war eine lange Zeit sehr unglücklich und Frustriert. Als ich mein Mofa bekommen habe, habe ich mir einen falschen Freundeskreis ausgesucht. Dieser Freundeskreis war zugleich auch meine damalige Klasse zu der ich mich gebunden gefühlt hatte, da ich sie ja jeden Tag sah und die meisten schon seit der Grundschule kannte. Die, die ihre Mofas getunt haben waren dann natürlich auch die "Beliebtesten" und "Coolsten" de Klasse bzw. der Schule. Es war immer ein Wettstreit, wer den Schönsten und Schnellsten Roller besaß. Durch meine damalige Familiäre Situation wollte ich dazugehören. Dieser gewisse "Wettstreit" gab mir die nötige Aufmerksamkeit die ich haben wollte. Meine Freunde freuten sich, dass ich beim Tunen mitgemacht habe. Sie hatten wieder einem Mann mehr in ihrer „Mannschaft“ wenn man das so sagen kann. Wir haben uns gegenseitig Tipps gegeben, was man an den Mofas noch besser machen konnte. (Geschwindigkeit, Beschleunigung, Aussehen). Außerdem habe Ich mein Mofa als „Frustabbaugerät“ benutzt. Ich wollte durch dieses Verhalten wenigstens ein bisschen Aufmerksamkeit meiner Freunde, die ich Zuhause nicht bekommen habe.



Fragen nach Änderungen gegenüber früher:

1. Wie lauten ihre Vorsätze heute?
Ich will mich immer an die Regeln halten und werde mein Mofa auf kein Fall mehr tunen. Nach dem zweiten Vorfall habe ich meine Einstellung zum Straßenverkehr geändert. Frust lasse ich nicht mehr mit meinem Mofa aus. Zum Frustabbau Treibe ich heute Sport.

2. Was ist daran anders?
Man ist langsamer. Aber was viel wichtiger ist, ist das man keine Gefahr mehr für den Straßenverkehr darstellt. Ich schütze mich und alle anderen Verkehrsteilnehmer. Außerdem gehe ich viel entspannter und selbstsicherer durchs Leben.

3. Was wollen sie konkret tun, damit sie ihre Vorsätze diesmal einhalten können?
Ich will meinen Führerschein Klasse B machen. So kann ich mit der Mofa-Geschichte abschließen. Außerdem werde ich mehr Zeit mit meiner Familie verbringen und treibe viel Sport, was mir hilft Frust aufzubauen und abzuschalten.

4. Was hat sich ansonsten bei ihnen geändert?
Ich bin reifer geworden, habe eingesehen, dass man sich an alle Regeln halten muss. Meine Familiäre Situation hat sich auch um 180° gewendet. Seit November 2011 ist mein Onkel in einer entsprechender Pflegeeinrichtung unterbracht. Meine Eltern sind entlastet und ausgeglichener. Die Situation zuhause ist sehr Entspannt. Wir unternehmen sehr viel zusammen was mir auch zumute kommt. Außerdem ist die Familie wieder intakt. Meine Familie hat wieder Zeit für mich. Sie hilft mir bei allen Problemen die ich habe. Z.B. bei Problemen in der Schule oder bei Problemen mit meinen Freunden. Sie hat immer Tipps für mich parat. Zudem unterstützt mich meine Familie bei allen Schritten die ich erreichen will. Ich fühle mich wieder richtig gut. Ich bin ein neuer Mensch geworden.

5. Welche Einstellung zur Verkehrssicherheit haben sie heute und was ist daran neu?
Verkehrssicherheit ist sehr wichtig, da im Straßenverkehr sehr viele Menschen verletzt werden und auch Sterben. Es ist wichtig dass man sich an Regeln hält und auf sich und andere aufpasst. Man darf durch Persönliche Probleme nicht das Wohl anderer gefährden! Man MUSS bei bestimmten Situationen das Fahrzeug stehen lassen.

6. Was ist ihrer Meinung nach im Straßenverkehr besonders wichtig?
Vorausschauendes Fahren, Die Regeln beachten, auf andere Verkehrsteilnehmer Rücksicht nehmen.

7. Was könnte ihre guten Vorsätze wieder zum Scheitern bringen?
Gar Nix !!!
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Und was ich noch fragen wollte... Wird der Gutachter mir fragen stellen oder muss ich frei reden und ihm das alles erzählen.. ?

Danke schonmal
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  #22  
Alt 11.04.2012, 13:26
kevin274 kevin274 ist offline
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Morgen gehts los.... Kann mir keiner mehr was sagen.. ? :/
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  #23  
Alt 11.04.2012, 14:26
mutti49 mutti49 ist offline
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Hallo Kevin,

ich denke beides ! Wenn du frei sprechen kannst ohne zu stottern ist das gut !
Und was ich so gelesen habe wird der Ga auch deine Körpersprache analysieren ! Verschränte Arme o.ä
Weiss jetzt nicht mehr genau wo hier was darüber steht?
Musst du mal suchen !

Viel Glück morgen.Wird schon klappen !!
Lg Mutti
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  #24  
Alt 11.04.2012, 14:53
ghost1 ghost1 ist offline
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Zitat:
Und was ich noch fragen wollte... Wird der Gutachter mir fragen stellen oder muss ich frei reden und ihm das alles erzählen.. ?
Er wird das Gespräch lenken. Dazu Fragen stellen, die im Allgemeinen bei jeder MPU ähnlich sind.

Was ich so lese bist du doch recht wortgewandt. Erzähl nix widersprüchliches, dann wird das.

UND: Einen Rückfall kannst du NIE ausschließen.
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  #25  
Alt 11.04.2012, 21:29
Benutzerbild von samuel
samuel samuel ist offline
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1. Wie lauten ihre Vorsätze heute?
Ich will mich immer an die Regeln halten und werde mein Mofa auf kein Fall mehr tunen.


ob Du auf dem Mond zelten willst oder unter Wasser ist völlig egal.
Du wirst auf gelebte Änderung begutachtet, also wäre es schlau über Dinge zu erzählen, die Du geändert hast und lebst.

Zum Frustabbau Treibe ich heute Sport.

Wie funktioniert das?
Beschreibe den körperlichen und mentalen Vorgang.
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Man ist langsamer. Aber was viel wichtiger ist, ist das man keine Gefahr mehr für den Straßenverkehr darstellt.

Verallgemeinerungen gehen gar nicht.
Wo ist die Problemlösung?

7. Was könnte ihre guten Vorsätze wieder zum Scheitern bringen?
Gar Nix !!!


Die Gefahr eines Rückfalls zu ignorieren ist nicht wirklich clever.
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Die Änderungen machen das Gutachten positiv und gerade da ist der Vortrag mäßig bis ganz dünn.
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  #26  
Alt 11.04.2012, 22:31
kevin274 kevin274 ist offline
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Danke für eure Tipp's
Habe nochmal was verbessert... wäre lieb, wenn ihr nochmal drüberschauen könntet..

1. Wie lauten ihre Vorsätze heute?
Nach dem zweiten Vorfall habe ich meine Einstellung zum Straßenverkehr geändert. Ich halte mich an die Regeln. Frust lasse ich nicht mehr mit meinem Mofa aus. Zum Frustabbau Treibe ich heute Sport. Durch die körperliche Belastung kann Ich den Frust abbauen. Ich bekomme wieder einen klaren Kopf und sehe sofort alles viel positiver. Ich schwitze den Frust praktisch aus. Außerdem fallen mir beim Sport eine Menge Lösungen für jegliche Probleme ein. So kann ich sofort an die Probleme ansetzen und sie dann auch lösen.

2. Was ist daran anders?
Ich schütze mich und alle anderen Verkehrsteilnehmer. Das gibt mir natürlich ein gutes Gefühl. Außerdem fühle Ich mich sicherer. Der Sport den ich heute treibe gibt mir das nötige etwas, nachdem ich früher auf der Suche war. Dieses habe ich jetzt gefunden. Ich gehe viel entspannter und selbstsicherer durchs Leben. Probleme werden in null Komma nix gelöst.

7. Was könnte ihre guten Vorsätze wieder zum Scheitern bringen?
Einen Rückfall kann man nie ausschließen. Aber ich habe durch meine Fehler gelernt. Ich werde meine positiven Erfahrungen weiterhin in die Tat umsetzen.


Wenn noch jemand Tipps hat, dann immer her damit
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  #27  
Alt 11.04.2012, 22:40
Benutzerbild von samuel
samuel samuel ist offline
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Der Teil des Vortrags sollte eine halbe Stunde gehen.
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  #28  
Alt 11.04.2012, 22:47
kevin274 kevin274 ist offline
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Dann wirds wohl noch ne Nachtschicht für mich...
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  #29  
Alt 11.04.2012, 22:55
kevin274 kevin274 ist offline
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Zitat:
Zitat von kevin274 Beitrag anzeigen
Dann wirds wohl noch ne Nachtschicht für mich...
Ich glaub ich bin am *rsch....
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  #30  
Alt 12.04.2012, 14:58
kevin274 kevin274 ist offline
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So Leute... Bin wieder Zuhause.

Und

hab BESTANDEN !!! Gutachten ist Positiv

Ich bedanke mich hier herzlich bei allen, die mir bei der Aufarbeitung geholfen haben.. )

Danke !!! Ih seid echt TOP!
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fahren ohne fahrerlaubnis, mpu, roller, straftaten

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