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  #1  
Alt 06.02.2011, 20:28
LusfazZ LusfazZ ist offline
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Standard Am 4.2.2011 negative MPU gehabt

Hallo zusammen,

ich hab schon vor meiner MPU hier im Forum eifrig gelesen und mir auch den einen oder anderen Tipp geholt.
Leider ist meine MPU dennoch vergangenen Freitag negativ verlaufen.

Im Moment bin ich in einem Wirrwar aus Verzfeiflung, Wut, Depression, Angst, Gleichgültigkeit u.v.m.
Zum Teil sind meine negativen Gefühle zwar auf die Psychologin bezogen doch mein Verstand sagt mir, dass nur ich selber daran Schuld bin.

Ich weiss auch ehrlich gesagt nicht ob es so einen Thread schon gibt ( wenn ja - bitte ich einen Admin meinen Eintrag entsprechend zu verschieben ) - heute habe ich die SuFu für ein paar andere Sachen genutzt.
Allerdings werde ich nicht ganz schlau aus den Antworten und deshalb konkretisiere ich mal meine nicht verstandenen Sachverhalte.

Also meine Fragestellung zur MPU lautete:
Ist es zu erwarten das ich zukünftig auch gegen Verkehrs - sowie Strafrechtliche Bestimmungen verstoßen werde

Vorgeschichte:
- 1995 Jahren habe ich meinen Führerschein durch eine Trunkenheitsfahrt mit 1,6 Promille verloren.
Diese wurde aber in der MPU nicht gewertet und es wurden mir auch keine Fragen dazu gestellt.

- 01.2001: Fahren ohne Fahrerlaubniss
( Geschindigkeitsüberschreitung mit 29 k/mh

- 11.2002: Fahren ohne Fahrerlaubniss und ohne Versicherungsschutz
- 06.2005: Betrug am Arbeitsamt
- 05.2010: Betrug und Warenkreditbetrug in 2 Fällen

Dann stand in der Akte des KBA aber auch noch eine Sache für die ich nie Verurteilt wurde, nämlich das ich am 23.07.03 ohne Führerschein gefahren bin und eine Vortäuschung eines amtlichen Ausweises begangen haben soll.
Fakt hierzu:
Ich bin nur 2 x wegen fahren ohne Führerschein verurteilt worden.
Und die Sache mit dem falschem Ausweis war in der Sache NOVEMBER 2002.
Da ich aber den falschen Auweis nicht genutzt habe um mich damit auszuweisen, sondern dieser nur bei einer Durchsuchung meines PKW gefunden wurde, wurde dieses auch damals vom Richter nicht gewertet.

Meine 1. Frage ist nun: Wie kommt sowas in meine Akte beim KBA rein ?
Im BZR ist davon keine rede - und auch dort findet sich kein Eintrag vom 23.07.03.
Als ich die Psychologin darauf aufmerksam gemacht habe - weil ich ja definitiv keinen Verstoss zu dem Zeitpunkt begangen habe - sagte sie nur dass es Ihre Entscheidung wäre was für sie von Bedeutung ist und was nicht.

Ich glaube heute auch ein wenig, dass ich die gute Dame besser nicht widersprochen hätte. Andererseits: Sollte man etwas zugeben was so nicht richtig ist ?

Nun ja - weiter gehts:
Betrug 2005:
Ich hatte eine Arbeitsstelle angenommen und dem Arbeitsamt nicht gemeldet das ich Lohnbezüge erhalte. Krankheitsbedingt wurde ich innerhalb der Probezeit gekündigt und habe Krankengeld erhalten - auch dieses habe ich dem Arbeitsamt damals verschwiegen.

Der Kreditbetrug: ( Ich versuche hier die Kurzfassung )
Meine heutige Frau und ich sind vor 2006 Jahren umgezogen und hatten uns von einem Bekannten das Geld für die Kaution geliehen. Nachdem wir schon 3 Raten gezahlt hatten ist dieser Bekannte inhaftiert worden und er bat uns schriftlich die Zahlungen bis auf weiteres einzustellen. Nach ca 6 Monaten kam er aus dem Gefängniss und wollte das ganze Geld auf einmal haben.
Dieses war aber nicht möglich weil sowohl meine Frau wie auch ich Arbeitslos waren und von SGB II lebten.
Er klagte uns an und der damalige Richter gab ihm recht.
Da der Richter aber einen Strafzusammenzug gemacht hat ( Betrug 2005 + Kreditbetrug 2006 ) war die Geldstrafe sogar niedriger als wenn beide Summen einzeln gewesen wären. Also bin ich auch nicht in Revision gegangen.

Warenkreditbetrug:
Meine Frau hatte bei einem Kaufhaus etwas bestellt und nicht bezahlt.
Da ich aber schon eine Akte bei Gericht hatte und sie noch ein komplett unbeschriebenes Blatt war, habe ich die Schuld komplett auf mich genommen.

Versteht mich hier nun bitte nicht falsch:
Ich bin weder stolz auf die ganzen Straftaten noch möchte ich sie Bagatelisieren oder Verharmlosen.
Ich habe diese Dinge gemacht und muss dazu stehen.

Mein Hauptproblem bei der MPU war leider das ich die Fragen nach "warum" nicht vernünftig beantworten kann.
Auf die Fragen wie ich das in Zukunft verhindern möchte konnte ich ohne zu zögern antworten, dass dieses nicht mehr vorkommt da ich ja seid Mitte 2010 wieder einen festen Job habe und nun genügend Geld verdiene damit solche Sachen nicht mehr vorkommen.


Ich habe zwar das Gutachten noch nicht hier daheim aber die Psychologin sagte, dass sie mir Aufgrund von Persönlichkeitsstörungen kein positives GA ausstellen kann.

So - nun zu meinen Fragen:
1. So wie ich das hier im Forum alles verstanden habe sollte ich nun bei der FSST den Antrag zurückziehen oder um Fristverlängerung bitten.
Kann man sowas ohne Begründung machen ?
1a) Innerhalb welcher Frist ( ab Antragstellung ) muss man die MPU denn erfolgreich bestehen ?
Alleine von der Antragstellung bis zur MPU sind 6 Monate vergangen.

1b) Kostet ein erneuter Antrag dann wiederum ca. 170.- Euro ?
1c) Was passiert wenn ich den Antrag nicht zurückziehe ? Soweit ich das verstanden habe kommt dann eine 3 Monatige Sperrzeit auf mich zu, oder ?
Diese wäre zu "verkraften" denn nun heisst es eh erstmal wieder Sparen für die neue MPU - denn die ganzen "Altlassten" bezahle ich ja dennoch.

2. Wie kann ich mich noch besser auf eine erneute MPU vorbereiten ? Sollte / Kann ich da zu einem "normalem" Psychater gehen ? Oder sollte ich zu einem Verkehrspsychologen ?

3. Kann / Sollte ich die nächste MPU bei einem anderen MPI machen oder bei dem selbigen ?
3a) Falls ein anderes MPI - muss doch die Akte dahin gesendet werden. Wie erkläre ich der FSST am besten das ich nun doch ein anderes Institut haben möchte ?

So - ich hoffe ich hab nun niemanden mit meinem "Roman" gelangweilt und hoffe das mir jemand helfen kann.

Vielen Dank im Vorraus.

PS: Wenn ich mein Gutachten habe, kann ich es auch ( falls benötigt ) gerne einscannen und via E-Mail versenden.
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  #2  
Alt 06.02.2011, 20:57
camaru camaru ist offline
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Sollte man etwas zugeben was so nicht richtig ist ?

in dem falle schon - wenn sie es so hören will

ich kann dir ausser zu frage 3 keine antwort geben. - du kannst dein gutachten bei der mpi machen wo du möchstest -- nochmal da, oder du suchst dir ne andere stelle - der fsst ist es egal wo wu hin gehst - es kommt auf ergebnis an !!

aber die antworten kommen hier bald

(zur vermeidunsstrategie - was wäre denn wenn du JETZT wieder deinen job verlierst ?? nicht mehr genug geld verdienst?? käme da ein rückfall nicht in betracht ??)

gruss
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  #3  
Alt 06.02.2011, 21:13
LusfazZ LusfazZ ist offline
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Zitat:
Zitat von camaru Beitrag anzeigen

(zur vermeidunsstrategie - was wäre denn wenn du JETZT wieder deinen job verlierst ?? nicht mehr genug geld verdienst?? käme da ein rückfall nicht in betracht ??)

gruss
Gutes Argument - hab ich auch noch gar nicht bedacht. Geb ich zu.
Hm - ich sehe langsam ein ich war bei weitem nicht vorbereitet
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  #4  
Alt 06.02.2011, 21:36
camaru camaru ist offline
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les dich hier mal intensiver ein !! & schau die die allgemeinen infos an, 5 sterne fragebögen usw.

denke am ende wirste selber merken - warum das jetzt negativ ausgegangen ist...

hier wird dir auf jeden fall geholfen - stecke selbt gerade in der vorbereitung - hier biste in guten händen
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  #5  
Alt 06.02.2011, 22:18
Benutzerbild von samuel
samuel samuel ist offline
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Wenn das Gutachten nicht fristgerecht eingereicht wird, lehnen die den Antrag kostenpflichtig ab. Kostet also noch mal extra.

Ein neuer Antrag kostet auch wieder Geld.
Versuch eine Fristverlängerung zu bekommen.

Da gibt es 2 Wege.
1. Die Wahrheit, eventuell kannst Du das Herz des Sachbearbeiters erweichen.

2. Du sagst die Begutachtung wurde nicht durchgeführt, weil Dir das dort nicht gefallen hat und Du willst es woanders noch mal probieren.
Sollte die Akte mit dem Vermerk: "Wurde begutachtet" verschickt werden, bist Du als Lügner enttarnt.

3. Neues MPI wäre sehr empfehlenswert, denn an der alten Stelle musst Du erst sämtliche (im Gutachten aufgeführten) Auflagen erfüllen, bevor eine positive Begutachtung möglich ist.
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  #6  
Alt 07.02.2011, 13:34
jonny123 jonny123 ist offline
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wenn in deiner FS-Akte drin steht das ne begutachtung statt gefunden hat kannste das ja so sagen / erklären das du nicht vorbereitet warst und das du nach der mpu so sauer auf dich selber warst das du da so blauäugig hingegangen bist und das GA aus frust und entäuschung zerissen hast und die FSST um eine fristverlängerung bittest.

Zweite variante wie samuel schon gesagt hat die frist verschreichen lassen was aber wieder mit kosten verbunden ist zudem das bei neubeantragung denn wieder nochmal kosten entstehen

was steht den im gutachten alles so drin?
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  #7  
Alt 07.02.2011, 18:22
LusfazZ LusfazZ ist offline
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Danke erstmal für all Eure Antworten. Ihr seid echt klasse !

Zitat:
Zitat von jonny123 Beitrag anzeigen

was steht den im gutachten alles so drin?

Da die MPU ja erst letzten Freitag war habe ich das GA noch nicht - so wie die "Dame" mir sagte dauert das so ca. 14 Tage.
Dann werde ich auch weitere Einzelheiten die da drinnestehen hier posten.
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  #8  
Alt 07.02.2011, 20:47
jonny123 jonny123 ist offline
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denn weißte ja noch gar nicht ob es nagativ wird
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  #9  
Alt 08.02.2011, 06:26
LusfazZ LusfazZ ist offline
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das sagte sie mir am ende des gespräches schon
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  #10  
Alt 08.02.2011, 07:52
Benutzerbild von SmartCdi
SmartCdi SmartCdi ist offline
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Sorry das ich mich einmische aber ist ja heftig das man der anderen Sachen wegen negativ beurteilt wird .
Meine MPU dauert noch aber das kann ja noch lustig werden

lg. und viel Glück

SmartCdi
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Stichworte
antrag zurückziehen, negative mpu, straftaten

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