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  #1  
Alt 30.12.2018, 17:41
Morlon Morlon ist offline
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Ich gehe bald zu meiner letzten Haaranalyse, weshalb die MPU vor der Tür steht.
Da meine Konsumangaben ja zu meinen Werten passen müssen wollte ich fragen, ob mir jemand sagen kann in welchem Bereich
11,7 ng Tlidin
31,9 ng Nor-Tilidin
anzusiedeln sind. Im Netz fand ich dazu nichts.

Ist das zu 100% täglicher Konsum(was es war), oder kann ich es auf 3-4 mal die Woche runter spielen? Ich will auf keinen Fall als abhängig eingestuft werden, sondern will auf Missbrauch pledieren.

LG,
Morlon
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  #2  
Alt 08.01.2019, 09:24
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samuel samuel ist offline
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Keine Ahnung zu Tilidin.

Weißt Du zufällig ob sich bei Tilidin Depots im Körper anlegen, wie bei THC im Fettgewebe?

Wenn nicht sollte es wie andere Drogen z.B, Kokain, Amphetamin sein, dass die Blutwerte den Konsum der letzten Tage anzeigen, maximal eine Woche rückwirkend.
Über einen längeren Zeitraum lässt sich das nur in den Haaren nachweisen.

Bei Dir wurden noch aktive Wirkstoffe nachgewiesen, was auf einen sehr zeitnahen Konsum schließen lässt.
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  #3  
Alt 11.02.2019, 03:03
ClubM ClubM ist offline
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Hast du oral oder intravenös konsumiert?
Eine aktuellere Studie wäre folgende:
https://onlinelibrary.wiley.com/doi/...111/bcpt.12328

Der Aktivwert würde für einen Konsum 4h vor der Blutabnahme sprechen, der Metabolit hingegen für einen Konsum 12h vor der Blutabnahme.
Kannst dich selbst etwas in das Paper einlesen ich hoffe es hilft dir.
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  #4  
Alt 11.02.2019, 09:58
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samuel samuel ist offline
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@ Club M

Gute Arbeit, kommt im Ablauf in die Links.
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  #5  
Alt 10.03.2019, 22:42
Morlon Morlon ist offline
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Vielen Dank für die Antwort!
Hab mich dort eingelesen und anscheinend ist der dargestellte Wert nur ein Kurzzeitwert, da Langzeitwerte nicht durch Blutuntersuchung ermittelt werde können, denn es gibt keine Fettgewebe Einlagerung.
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  #6  
Alt 10.03.2019, 22:54
Morlon Morlon ist offline
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Hallo Leute,
ich habe in einer Woche meine Drogen MPU wegen Cannabis und Tilidin.
An sich habe ich mich schon gut vorbereitet, deshalb werde ich hier morgen meinen Fragebogen reinstellen um Unstimmigkeiten auszubessern.

Jedoch muss ich vorher eine wichtige Frage zu Alkohol abdecken.

Bei der MPU Beratung wurde mir gesagt, dass ich keine Alkoholabstinenz brauche, jedoch sollten zum Beispiel Leber oder ETG Werte, falls sie getestet werden nicht sehr hoch sein.


Soweit so gut, da mein Alkoholkonsum im letzten Jahr außer einem Ausrutscher am 15.12 kaum vorhanden war. Jetzt ist meine Frage:


Da ich vom ermittelbaren Wert sehr weit unten Liege habe ich die Möglichkeit, zusagen, dass ich nur zum Essen ab und zu ein Glas Wein trinke(Bin Diplomsommelier, deshalb Wein und kein Bier, falls der Doc fragt)
Soll ich diese auch wahrnehmen?

Die Wahrheit wäre, dass ich schon gerne mal feiern gehe, bin ja erst 23. Dort würde ich auch mal 3-5 Bier oder Vodka-Lemon trinken.
Das habe ich aber unter Kontrolle, denn die fast Abstinenz war nicht mal im Ansatz schwer.

Ich könnte ja einfach die beim Feiern getrunkene Mengen reduzieren.

Ich denke mir nur, dass es dem Psychologen unglaubwürdig vorkommt, wenn jemand der 23 Jahre alt ist, eine Drogenvergangenheit hat und in der Gastronomie/Hotellerie arbeitet nicht mit seinen Kollegen einen trinken geht.


Vielen Lieben Dank schonmal!
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  #7  
Alt 11.03.2019, 22:49
Morlon Morlon ist offline
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Ich poste jetzt schonmal Fragebogen usw. Ich hoffe es ist nicht schlimm, dass er sehr lang ist. Ich gab mir sehr Mühe.
Letzte Info: Alles außer dem Alkoholkonsum entspricht der Wahrheit.

Was ist passiert?
Drogensorte:
Cannabis und Tilidin
Konsumform (Dauer und Häufigkeit je Substanz):
200mg Tilidin oral am Vortag(mittag), 100mg oral am Morgen der Tat
1 Joint geteilt mit einem Freund kurz vor Fahrtantritt
Datum der Auffälligkeit: 12.16.17 18:30 Uhr

Drogenbefund
Blutwerte:
THC – 1,9ng/ml, THC-COOH – 20,1ng/ml, Tilidin 11,7ng/ml, Nor-Tilidin 31,9ng/ml
Schnelltest: Habe ich abgelehnt
Beim Kauf erwischt: Nein
Nur daneben gestanden: Nein

Welche Angaben wurden gegenüber den Behörden gemacht?
Konsum zugegeben?: Nein
Besitz zugegeben?: Nein
Wurde BTM gefunden, wie viel?: Nein

Stand des Ermittlungsverfahrens
Alle Bußgelder bezahlt, warte auf MPU

Führerschein
Hab ich neu beantragt

Führerscheinstelle
Hab schon in meine Akte geschaut Ja/Nein: Nein
Sonstige Verstöße oder Straftaten?:
Anklage mit Hausdurchsuchung wegen Darknetbestellung von 2g Kokain und 5 Pillen Tramadol Ende Januar 2019. Die Bestellung war jedoch von 2017, weshalb es nicht auf einen Rückfall hinweist. Die Ermittlungen haben nur erst 2019 begonnen.

Zwecks der Aussage, dass die Bestellung für einen Freund war (was der Wahrheit entspricht) und nicht vorhandenem Fund gab es keine Anklage sondern ein Bußgeld von 400 Euro. Angaben welcher Freund das war habe ich verweigert, da ich Ihn nicht belasten wollte.
(Weiß die Führerscheinstelle von sowas? Da ich ja nicht verurteilt wurde muss das Führungszeugnis lehr sein.)

Konsum
Ich konsumiere noch: Nein

Abstinenznachweis
Haaranalyse


Aufarbeitung
Viele Gespräche mit der Familie und Freunden, vor allem meiner Mutter.
Im späteren Verlauf der Abstinenz Besuch eines Personal-Trainers um Selbstwertgefühl und Stressbewältigung zu verbessern.

MPU
Datum: Wird mir diese Woche mitgeteilt, daher Ende dieser Woche oder nächste Woche.
Welche Stelle (MPI): Avus
Schon bezahlt?: Nein

Schon gehabt?
Nein

Altlasten
Eine allgemeine Verkehrskontrolle 25. August 2015. Positiver Urintest auf THC, Bluttest 0,85ng, somit keine weiteren Folgen. Angaben über Konsum gab es nicht.
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  #8  
Alt 11.03.2019, 22:50
Morlon Morlon ist offline
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Was ist passiert?

Vorgeschichte:

Wann haben Sie das allererste Mal von illegalen Drogen gehört?
Als wir in der 7. Klasse einen Aufklärungstag darüber hatten.

Wann haben Sie das erste Mal konsumiert? (Datum)
Ende August 2014. Genaues Datum ist mir leider nicht mehr im Gedächtnis.

Wie sah der Konsum aus? (Konsumbiografie-Wie lange habt Ihr was in welcher Menge genommen?)
Achtung!!! Hier habe ich eher eine sehr lange Ausführung, dafür woanders weniger, also bitte nicht erschrecken!!!

Es ging im Sommer meines 18. Lebensjahres los. (Ende August 14.)
Der Konsum bestand Anfangs aus 1-2 Joints in einer Gruppe von 4 Leuten immer am Wochenende. Anfang 2015 wurde der Konsum häufiger, da ich meine Regel nur am Wochenende zu rauchen beiseitelegte, da ich mir einredete die negativen Auswirkungen wären nicht vorhanden. Der Konsum fand nun Wochenendes mit meinen Konsumfreunden statt(rund 3 Joints zu viert, 1-2-mal am Wochenende) und unter der Woche alleine(1 Joint à 0,5g pro Konsum Einheit, auch 1-2mal die Woche). Der Konsum hat sich dann durch das Kennenlernen meiner damaligen Freundin(Mai 15) stark zurück gebildet(1 à 0,5g Joint im Monat). Der Konsumfreundeskreis verstand dies und stellte den Konsum in meiner Gegenwart meist ein. Als sie jedoch wegzog(Anfang August 2019), kehrte der Konsum zu seinem alten Stand zurück.

Die Verkehrskontrolle am 25. August 15 hat mich dann wach gerüttelt und dafür gesorgt dass der Konsum wieder reduziert wurde(1 à 0,5g Joint im Monat). Ich zog zum Studieren dann zu Ihr und es blieb alles so wie es war bis sie sich am 11. November von mir trennte
(Grund war keine Gefühle mehr.) Dies brachte den Konsum auf ein neues Allzeithoch
(rund 4-mal die Woche 2 Konsum Einheiten à 0,5 g am Tag) und sorgte dafür dass ich mein Informatikstudium vernachlässigte. Das ganze besserte sich nicht bis zum Sommer 2016 als ich mein Studium abbrach und nach Hause zurückzog. Ich merkte wie sehr mir die Heimat fehlte, und dass ich gar nicht weg ziehen wollte. Ich arbeitete im Sommer 2016 im Hotel meiner Eltern und das damals geringe Interesse für den Beruf der Hotellerie veränderte sich schlagartig und ich brannte innerlich für den Beruf. Gleichzeitig nahm ich jedoch den Kontakt zu meinem Konsumfreundeskreis wieder auf, welcher sich zusätzlich zum Cannabis auch harten Drogen zugeneigt hatte. Die harten Drogen betrachtete ich mit Argwohn, da mir schon die körperlichen Schäden von Alkohol nicht gefielen. Jedoch konnte mich ein damaliger Freund dazu überreden das Medikament Tilidin zu probieren(Anfang September 2016). Da mich die Tatsache, dass es ein Medikament war weniger abschreckte als harte Drogen(Medikament = Kein Streckstoff + geeignet zum häufigen Konsum, da ja Patienten nicht früh sterben sollen, jedenfalls war das meine damalige Denkweise).



Der Tlidinkonsum gefiel mir leider Gottes sehr und drängte den Cannabiskonsum in der Hintergrund. Zur gleichen Zeit nahm ich den Besuch einer Privatschule auf und begann die Ausbildung zum Diplomierten Hotelmanager. Anfangs zeigte ich große Begeisterung für die Schule, da ja großes Interesse bestand. Zwecks der zeitlichen Einbindung durch die Schule (2 Stunden pendeln jeden Tag + rund 37 Schulstunden) reduzierte sich der Kontakt mit Konsumfreunden auf rund 1-mal im Monat, das war dann auch der einzige Cannabiskonsum.

Der Tlidinkonsum bestand vom Zeitpunkt des Schulbeginns(19. September 16) bis Dezember 16 aus 3-mal die Woche 100-200mg. Die 3 Tage waren immer Freitag-Sonntag,
da ich den Konsum zu dem Zeitpunkt von der Schule trennen wollte. Die Menge war meist Freitag 100m, Samstag 150mg, Sonntag 200mg, da es bei Tilidin extrem schnell zu einem Aufbau einer Kurzzeit-Toleranz kommt.

Das Konsummuster brach dann am 15.12.16 zusammen, da mein Vater an multiplem Organversagen starb. Das brachte mich kurzzeitig(bis zum 23.12. da ich Weihnachten nüchtern sein wollte) zu täglichem Konsum von 100-400mg Tilidin(wieder steigernd).
Da mir die Folgen eines so häufigen Konsums bewusst waren stellte ich ihn nach Weihnachten komplett ein. Am 29.12 starb dann mein Großvater an einer Lungenembolie.
Er stand mir sehr nahe, was mich und natürlich meine ganze Familie ein noch tieferes Loch riss. Der Konsum fing somit wieder an und nach einer weiteren Woche Dauerkonsum stellte sich wieder das alte Konsummuster von 100-200m von Freitag bis Samstag ein. Hilfreich für wiedereinstellen des Wochenendeskonsums war die Schule. Das ganze zog sich bis Mai 2017 so durch ohne Ausrutscher was das Tilidin anging. Cannabiskonsum mit den Konsumfreunden blieb auch bei 1-mal im Monat.

Der dann kommende Prüfungsstress sorgte dann erstmals für Tilidin Konsum während der Schule. Den Konsum kann man dann wie folgt beschreiben:
Konsum von 100-400mg Tilidin verteilt auf rund 4 Tage, darauf eine Pause von rund einer Woche. Dieses Konsummuster hielt ich sehr strikt ein, da mir die Folgen von täglichem Konsum, nämlich die körperliche Abhängigkeit bewusst waren. In der Pausenzeit konsumierte ich jetzt zur Stressbewältigung wieder alleine Cannabis (rund 3- bis 4-mal die Woche.)
Nach Ende der Prüfungsphase fing ich ein Praktikum in einem 5 Sterne Hotel an. Tlidinkonsum fand dann nur noch an meinen freien Tagen statt(immer 2 die Woche.)
Der Cannabiskonsum fand dann statt, wenn der Arbeitstag stressig war. Geschätzt im Schnitt rund 4-mal die Woche.
Gewohnt habe außer an den freien Tagen ich in einem Hotelzimmer.

Nach Ende des Praktikums und Anfang des nächsten Schulsemesters verstärkte sich der Konsum dahingehend, dass der Cannabiskonsum und der Tlidinkonsum zur gleichen Periode stattfanden. Das bedeutet nicht dauerhaften Mischkonsum, sondern, dass ich während meiner 4 Konsumtage auch sehr häufig Cannabis konsumierte. Grund dafür war der Stress durch das komplette Ausbleiben der Ferien durch Pflichtpraktikum.

Durch die Polizeikontrolle am 16.10.17 stellte sich der Konsum nicht ein, ganz im Gegenteil, der Stress sorgte für erstmaligen Dauerkonsum von Tilidin bis 11.11.17( Der Tag des Knackpunktes).
Der Cannabiskonsum blieb jedoch komplett aus, da meine Sorgen durch Tilidin Konsum zu 100% unterdrückte und den Kontakt zu Freunden kurzzeitig abbrach.

Weitere Info zum Tilidin Konsum: Konsumregel wurde bis zu den beschriebenen Sonder-Vorfällen nicht gebrochen, jedoch kam es falls das Tilidin aus war und ich kein neues kaufte auch zu einer gleichmäßigen Verteilung des Konsums während der 4 Tage.


Haben Sie Drogen zusammen mit Alkohol konsumiert?
Nein, da mein Alkoholkonsum mit dem Beginn des Cannabis Konsums extrem zurückging.
Ich redete mir ein jetzt die „gesunde Alternative“ gefunden zu haben.

Wie ist der Umgang mit Alkohol gewesen?
Von 16. – 18. Jahren ab und zu Bier getrunken. Von hartem Alkohol hielt ich mich fern.
Ich nahm das Gefühl bei einer höheren Menge Alkohol als negativ war, und das Gefühl am Tag danach sorgte für eine immer mehr zunehmende Abneigung gegenüber Alkohol.

Sonstige Suchtmitteleinnahme?
Ab und zu eine Zigarre rund (1-mal im Monat) und eine Tasse Kaffee in der Früh mit den Schulkollegen.

Haben Sie bei sich negative Folgen festgestellt?
Das Interesse an der Hotellerie nahm ab und die sportliche Leistung beim Tischtennis(Vereinssport) ließ nach. Auch die Leistungen meines Kurzzeitgedächtnisses nahm ab, was zu einer unangenehmen Verpeiltheit führte, welche mir oft peinlich war.
Außer den Einschränkungen des Kurzzeitgedächtnisses wurden mir die Folgen erst nachdem ich Abstinent war klar, da ich den massiven Unterschied wahrnahm.

Haben Sie trotz negativer Folgen weiter konsumiert?
Ja, da ich durch den Konsum die negativen Gefühle betäubte und daher waren mir die Folgen egal. Wenn ich nüchtern war redete ich mir immer ein es wäre alles gar nicht so schlimm.


Auffälligkeit:

Was für Werte wurden bei Ihrer Auffälligkeit festgestellt?
THC – 1,9ng/ml, THC-COOH – 20,1ng/ml, Tilidin 11,7ng/ml, Nor-Tilidin 31,9ng/ml

Wann und wieviel haben Sie in der Woche vor der Auffälligkeit konsumiert?
Montag: Morgens 100mg Tilidin, Abends ein Joint à 0,5g alleine.
Dienstag: Mittags 200m Tilidin
Mittwoch: Mittags 200mg Tilidin


Wieviel und was haben Sie am Tag der Auffälligkeit Konsumiert?
Donnerstag: Morgens 100mg Tilidin, 0,5g Cannabistüte vor Fahrtantritt mit einem Konsumfreund geteilt.

Gab es einen besonderen Grund für diesen Konsum?
Nein, es war der allgemeine Konsumtrott, welcher sich eingestellt hatte.

Wie sind Sie auffällig geworden?
Routinekontrolle ohne Ausfallerscheinungen. Jedoch sorgte der Cannabisgeruch im Auto sofort für Verdacht.

Nur für die, die im Straßenverkehr ermittelt wurden(auch Parkplatz):
Was war der Zweck der Fahrt?: Nach Hause fahren des Konsumfreunds um danach mit dem zweiten Beifahrer(kein Konsumfreund, sondern normaler Freund.) ins Kino zu fahren.
Wie weit wollten/sind Sie (ge)fahren? 15km gefahren, Ziel währen rund 45 km gewesen

Wie oft waren sie bereits unter Drogeneinfluß im Straßenverkehr unterwegs?
Mit dem Wissen, dass man bis zu 72h nach dem Drogenkonsum noch beeinträchtigt ist lautet meine Rechnung wie folgt:
2015: 4 * 13 = 52 * 1,5 = 78
2016: 3 * 3 + 275 * 1,5 = 421,5
2017: 365 * 1,5 = 547,5
2018: 305 * 1,5 = 457,5

Gesamt = 1504,5 = 1505 Drogenfahrten, jedoch nur grob gerechnet

Wie haben Sie den Konflikt zwischen dem Drogenkonsum und dem Führen eines Kraftfahrzeuges gelöst?
Im Jahre 2015 und 2016 damit, dass ich so lange gewartet habe, dass die Wirkung des Konsums „scheinbar“ nachgelassen hat. Dass dies völlig falsch war weiß ich erst jetzt durch meine Recherche über die Wirkdauer von Drogen. Später, als das Tilidin dazu kam und ich auch während der Schule konsumierte nahm ich keine Rücksicht mehr auf meine Mitmenschen und fuhr auch direkt nach dem Konsum. Grund hierfür war die Gefühlskälte in mir, welche sich über die Jahre bildete und durch das Tilidin verstärkt wurde.
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  #9  
Alt 11.03.2019, 22:51
Morlon Morlon ist offline
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Wieso ist es verboten unter Drogeneinfluß ein KFZ zu führen?
Cannabis: Starke Kognitive und körperliche Beeinträchtigungen welche zu Fehleinschätzungen, Selbstüberschätzung, unbedachtem Handeln und langsamer Reaktion führen können.
Außerdem kann es zu beim starken Konsum zu leichten Halluzinationen kommen.

Tilidin: Sehr starke Körperliche Beeinträchtigungen und leichte Kognitive Beeinträchtigungen welche stark geschwächter Reaktion und Konzentration führen können.
Außerdem ist eine Nebenwirkung von Tilidin Aggressivität.

Jeder der oben Beschriebenen Wirkungen ist schon alleine ein Grund kein KFZ zu führen.

Wie lange stehen Sie nach dem Konsum von Drogen unter deren Einfluß?
72 Stunden, in Sonderfällen sogar noch länger, wenn es z.B. zu Flashbacks oder Psychosen kommt.


Sind sie sich darüber im Klaren, welche Folgen es bei einem täglichen Konsum gibt?
Ja, es kann zur körperlichen und psychischen Abhängigkeit kommen, Körper und Gehirn nehmen große Schäden. Die Psyche leidet abgesehen der Abhängigkeit noch weitere schwere Schäden und das Umfeld der Person wird stark belastet.

-----------------------------------------------

Warum ist es passiert?


Welche persönlichen Hintergründe gab es für den Cannabis- Drogenkonsum?

Warum Konsum?:

Mein Leben verlief bis zur 7. Klasse sehr angenehm, dann ereignete sich ein Vorfall der mein Selbstvertrauen extrem schädigte, mein Vertrauen in andere Menschen kaputt machte und mich eine Art Mauer aufbauen ließ.
Ich hatte viele Freunde in der Klasse, jedoch nur 2 die man als richtig gute Freunde beschreiben kann. Ich war jedoch nicht gerade „cool“ da ich sehr schmächtig war und nie große Töne von mir geben habe. Ich meidete jeden Konflikt. Es kam dann ein neuer Schüler in die Klasse, welcher vom ersten Tag das neue Alphatier der Klasse war. Der hatte es auf mich abgesehen, weil ich ein leichtes Ziel abgab und mich nicht werte. Das erste Halbjahr der 7. Klasse bestand hauptsächlich aus Sachen verstecken, Pausenbrot klauen und mich als dumm und hässlich bezeichnen. Ich traute mich nicht meinen Eltern Bescheid zu sagen, und da ich nie die Schule schwänze viel es niemanden auf. Auch meine Noten blieben fast konstant, da mir der Schulstoff sehr leicht viel. Das hässlich genannt werden brannte sich so hart ein, dass ich obwohl ich heute ein sehr großes Selbstbewusstsein besitze und mir oft Menschen sagen, dass ich gut aussehe, mich eher als Mittelmaß bezeichne. Vor meiner Aufarbeitung dachte ich sogar, ich wäre einfach total hässlich.
Jetzt fragen sie sich sicher wie das passieren konnte, obwohl ich einen großen Freundeskreis hatte. Die vielen „Freunde“ knickten sofort ein und machten mit, einer meiner zwei besten Freunde hielt sich raus und sah zu, ohne mitzumachen aber auch ohne einzugreifen. Mein zweiter bester Freund, welchen ich sogar noch länger kannte verstand sich sehr gut mit dem Mobber und machte sogar mit. Dies machte mich total fertig und ließ mein Vertrauen in andere auf den 0 Punkt gleiten. Beendet wurde das Mobbing gegen Anfang des zweiten Halbjahres der 7.ten Klasse von dem Mädchen, welche einen großen Einfluss auf den Mobber hatten und nachdem ich das erste Mal in der Klasse weinte Ihn zwangen auf zuhören. Ich brauch danach à la Stockholm Effekt den Kontakt mit niemanden meiner beiden Freunde ab und die Freundschaft ging weiter als wäre nichts gewesen.

Ich habe danach das Karatetraining, welches aus Spaß und sporadisch stattfand verstärkt und sehr ernst genommen. Auch Muskelaufbau habe ich begonnen um nie wieder in so einer Situation zu landen. Ich baute mir über die Jahre eine Art Gefühlsmauer um mich auf und wurde auch wenn ich nie jemanden mobbte, zu einem der „coolsten“ der Schule. Als dann im Jahre 2015 der Cannabiskonsum begann und ich einen neuen Freundeskreis bekam, welcher meinen Rang in der Schule noch höher steigen ließ, da einer der Personen Cannabis an Mitschüler weitergab, fühlte ich mich endlich frei von allem, da ich den Kontakt zu meinen 2 Besten Freunden extrem einschränkte. Ich fühlte mich in der neuen Clique extrem wohl, da sie mich so aufnahmen wie ich wirklich war und ich bei Ihnen mein Schild fallen lassen konnte. Natürlich hatte ich damals die Vorfälle des Mobbings in keinster Weise aufgearbeitet, somit war es abzusehen, dass der Cannabiskonsum und spätere Tilidin Konsum außer Kontrolle gerät.

Warum kein Trennvermögen?:

Durch meine damaligen Erlebnisse ist mein Empathie Gefühl stark unterkühlt gewesen, weshalb mir das Leben meiner Mitmenschen deutlich weniger wichtig war als jetzt.
Außerdem litt ich an starker Selbstüberschätzung in Bezug auf meine Fahrtüchtigkeit.

Dadurch ergab sich Folgendes gedankliches Konstrukt:
Ich werd schon keinen Unfall bauen, und wenn der andere Schuld ist kann es mir ja egal sein.


Wie hat sich Ihr Umfeld über Ihren Drogenkonsum geäußert?
Meine Eltern haben bemerkt, dass ich unaufmerksamer bin und ab und an aggressiv bin. Meine nicht konsumierenden Freunde machten sich Sorgen, aber ich ließ sie nicht an mich ran. Meine Tischtennismannschaft nahm die mangelnde Leistung war, aber beschwerte sich nie.

Gab es Ereignisse in Ihrem Leben, die zu verstärktem Konsum geführt haben?
Ja, Trennung mit Freundin, Tod von Vater+Großvater, Schulstress und Verkehrskontrolle.

Haben Sie vor der Auffälligkeit jemand um Hilfe gebeten, um den Drogenkonsum zu beenden?
Nein, ich dachte, dass ich durch meine strenge Konsumplanung alles im Griff habe und ewig so weiter machen könnte.

Gibt es in Ihrer Familie aktenkundige Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz oder Suchtkrankheiten?
Nein.

Hatten sie Konsumpausen/spitzen?
Wurde in Konsumbiografie beschrieben.

Was hat Sie daran gehindert, ohne Droge abzuschalten?
Ich habe es durch den Konsum langsam aber sicher verlernt.

Waren Sie gefährdet in eine Drogenabhängigkeit zu geraten?
Ja, da mein Konsum sehr häufig war und ich immer wieder kurzzeitige Toleranzentwicklungen hatte.

Waren sie Drogenabhängig?
Nein, da ich dies mit meinem strengen Konsumsystem abwendete.

Wieso passiert das nicht wieder?

Hätten sie, rückblickend, eine Drogenkarriere verhindern können?
Ja, da aber die Drogen nur die Spitze des Eisberges sind hätten sich die Probleme anderweitig manifestiert.


Wieso haben Sie sich für eine Abstinenz entschieden?
Weil ich erkannt habe, dass das Leben so wie ich es mir wünsche nicht existiert und das Ziel eines glücklichen Lebens durch Drogen nur weiter in die Ferne wandert. Ein Leben ohne Probleme und Stress hat keiner, das gehört dazu, ich würde mittlerweile sogar fast sagen, es ist der Sinn des Lebens genau diese zu Lösen und daran zu wachsen.


Beschreiben Sie den Punkt, an dem Sie sich für ein abstinentes Leben entschieden haben (Knackpunkt)
Am 11. November wachte ich morgens auf und wollte in die Schule fahren. Am Vorabend nahm ich mir vor, dass ich ab heute eine Konsumpause mache, da ich schon seit über 3 Wochen täglich Tilidin konsumierte. Es passierte dann jedoch etwas, was noch nie der Fall war: Ich war ohne den Konsum nicht in der Lage mich aufzuraffen und den Tag zu beginnen.
Ich lag in meinem Bett und wusste nur eines: Entweder nehme ich jetzt Tilidin ein und begebe mich in den Beginn einer Abhängigkeit oder ich fange heute an mein Leben zu ändern! Wie sie sehen können entschied ich mich für letzteres.

Da ich trotzdem extrem ausgelaugt war und Hilfe brauchte blieb ich im Bett liegen bis meine Mutter wach wurde, umarmte sie, weinte und schüttete Ihr mein Herz aus. Sie wusste zu dem Zeitpunkt zwar schon bescheid, dachte aber, dass ich den Konsum nach der Kontrolle abbrach.
Ich brauch das Schulsemester dann ab und setzte es im September 2018 fort um mich auf mich zu konzentrieren.

Wieso kommt für Sie nur Abstinenz und nicht für gelegentlicher Konsum in Betracht?
Wegen genau dieser Einstellung habe ich ewig nichts in meinem Leben erreicht.
Ich sagte immer: Ein bisschen geht schon, solange man es unter Kontrolle hat. Aber es gibt bei Drogen keine positive Konsumform. Auch einmal im Monat hat negative Auswirkungen auf das Leben und ich will es bewältigen ohne die Hilfe von irgendwelchen Tabletten oder Pflanzen.

Wie haben Sie die Umstellung zur Abstinenz erlebt?
Meine körperliche und geistige Leistungsfähigkeit hat sich extrem erhöht.
Ich Tischtennis bin ich fast besser als vor dem Konsum und im Studium hatte ich im Semesterzeugnis 8 1en und war der 3. Beste des Jahrgangs! Meine Oma ist deswegen wahnsinnig stolz auf mich. Sie müssen wissen, sie hat ja fast keinen außer mir und meiner Mutter, da mein Opa tot ist. Seit ich nicht mehr konsumiere verbringe ich sehr viel Zeit mir ihr, selbst jetzt in meiner Abschlussprüfungsphase, und es macht mich wahnsinnig glücklich zu sehen wie stolz sie auf mich ist. Immer wenn ich eine gute Note nach Hause bringe erzählt sie es voller Freude dem ganzen Hotelpersonal.
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  #10  
Alt 11.03.2019, 22:52
Morlon Morlon ist offline
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Wer hat Ihnen dabei wie geholfen?
Meine Mutter! Sie hat mir viel über das Leben beigebracht. Sie berät freiwillig Krebskranke Menschen, welche Ärzte nach Hause schicken da es keine Hoffnung mehr gibt. Sie ist sehr spirituell und ich habe nachdem ich Abstinenz wurde angefangen alles was sie macht nicht mehr kategorisch abzulehnen sondern ihr zuzuhören und etwas zu lernen. Sie hat mir beigebracht, damit zufrieden zu sein wie das Leben ist und die Vorstellung es müsse perfekt sein abzulegen. Als ich das nach vielen langen Gesprächen wirklich kapiert habe kam ich endlich aus dem Hamsterrad der Stress Bewältigung raus. Außerdem hat sie mein Selbstbewusst sein aufgepäppelt indem sie mir klar gemacht was ich eigentlich alles kann und was ich alles vor mir habe. Vor allem hat sie es geschafft den Gedanken ich sei hässlich mit mir so weit zu bearbeiten, dass ich jetzt wenigstens annehmen normal gut auszusehen und ich bin damit zufrieden. Sie hat mich auch aufgefordert den Kontakt mit einem meiner alten Schulfreunde wieder aufzunehmen( der der nichts unternommen hat). Ich machen mittlerweile alle 2 Woche etwas mit ihm und wir sind wieder Beste Freunde. Ich hab endlich kapiert, dass wir als Kinder alle schwach sind und er einfach die Stärke nicht hatte etwas zu tun. Dadurch, dass ich ihm vergeben habe, konnte ich stück für stück meine emotionale Wand abbauen und meine Empathie mir und dem Rest der Welt gegenüber wieder auf den normal Punkt zu bringen. Zu dem anderen habe ich keinen Kontakt, da er jetzt in Leipzig wohnt.

Der zweite Teil meiner Aufarbeitung fand durch einen Personaltrainer/Lebensberater statt.
Er half mir mein Selbstvertrauen zu dem zu machen was es jetzt ist und brachte mir sinnvolles Arbeits- und Stressmanagement bei. Ich habe meine alte Gewohnheit Aufgaben zu einem Berg anzuhäufen abgelegt und erledige jetzt alles sofort. Ich hätte nie gedacht wie stark man damit eigentlich sein Stresslevel senkt.



Wie reagiert Ihr Umfeld auf diese Umstellung?
Alle sind extrem glücklich und fast jeder, auch die die nichts davon wussten meinten, dass jetzt irgendetwas anders ist. Vor allem meine alten Schulkollegen können es nicht glauben, dass ich jetzt sogar manchen meiner neuen Klasse Nachhilfe gebe.

Haben Sie nach der Auffälligkeit weiterhin Kontakt zu Ihren Drogenbekannten gehabt?
Nur 1-mal, wo ich mich dann von Ihnen verabschiedet habe. Ich wollte Ihnen erklären warum ich sie nicht mehr sehen will und das von Angesicht zu Angesicht machen.

Haben Sie nach Ihrer Auffälligkeit miterlebt, wie Ihre Bekannten Drogen konsumiert haben?
Nein.

Wie haben Sie in Zukunft vor mit Cannabis/dem Konsum umzugehen?
Ich bleibe Abstinent, warum habe ich vorher schon beschrieben.

Haben Sie zu Hause Cannabis?
Nein.

Wie wollen Sie es gegebenen Falls in Zukunft verhindern, nochmals unter Drogeneinfluß ein KFZ zu führen?
Dieser Fall sollte nicht eintreten, da ich ja nicht mehr konsumiere.
Wenn wir jedoch das ganze rein Hypothetisch sehen dann liegt jetzt zusätzlich zur Abstinenz ein starkes Trennvermögen durch stärkere Empathie und Wissen über Wirkungen des Konsums vor.

Wie wollen Sie einen beginnenden Rückfall erkennen?
Ich würde es daran erkennen, dass ich plötzlich wieder mit alten Gewohnheiten wie dem Aufschieben von Aufgaben beginne, längerfristig verstimmt bin oder sogar an den Konsum denke. Dann würde ich sofort mit meiner Mutter und meinen neuen Freunden darüber reden. Falls dies nicht Hilft würde ich zu meinem Personaltrainer gehen und dort um Rat fragen.

Wie ist derzeit der Konsum von Alkohol bei Ihnen?
Ich nehmen nur dann Alkohol zu mir wenn ich Weintrinke.
Dies kommt 1-2-mal im Monat vor, quasi nur wenn ich in ein Restaurant gehe und mir dort eben zum Essen einen guten Rotwein gönne. Dies überschreitet nie ¼, da ich keine Rauschwirkung will. Nach dem Erhalt des Führerscheins würde ich aber die 0,5 Grenze nicht nutzen sondern nur mit 0,0 fahren.

Falls sie sich wundern warum ich in meinem Alter gerne Rotwein trinke:
Ich bin Weinsommelier(Zertifikat im Rahmen des Studiums gemacht).

Vielen Dank im Vorraus! Lasst euch Zeit, die MPU ist ja frühestens nächste Woche.
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