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  #11  
Alt 27.05.2019, 00:28
wrtlprmpft wrtlprmpft ist offline
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Zitat:
Zitat von Ratsucher Beitrag anzeigen
Datum der Auffälligkeit: 08.08.18 (geändert, es war ein Samstag den Monat)
...
Ich lebe abstinent seit: - 15.08.18
...
Haaranalyse ja, wie viele bisher und seit wann: 1, ca. 4 Monate nach der TF
Da ist irgendwie der Wurm drin. Die Nachweise sollten schon lückenlos für 12 (ausnahmsweise 6) Monate bestehen.
Auf den allerersten Blick würde ich aber die 6-Monate-Variante sehr in Frage stellen.
__________________
LG
-------
Zitat:
Der Mensch ist das einzige Lebewesen,
das in der Lage ist, sich selbst zu belügen.
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  #12  
Alt 27.05.2019, 07:02
Ratsucher Ratsucher ist offline
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Zitat:
Zitat von Radian Beitrag anzeigen
.., aber die letzten 2 Jahre 5x im Monat 15 Bier + Schnaps ist schon ein ordentlicher Stiefel...
Danke erstmal für die Antwort. Hier bin ich mir auch noch nicht so ganz im Klaren wie ich die Auflistung machen soll. Ich habe versucht einen schnitt zu bekommen. Was aber schwer war, da ich im Schichtdienst arbeite und es Wochen gibt wo ich Garnichts getrunken habe, dann mal lange Wochenenden wo es mehr war usw. Und dann gab es auch Abende wo es deutlich weniger war, genauso wie Wochenenden wo es vielleicht nicht mehr, aber öfter war.

Gebe ich dann einen Durchschnitt an oder Spitzenwerte?

Zitat:
Zitat von wrtlprmpft Beitrag anzeigen
Da ist irgendwie der Wurm drin. Die Nachweise sollten schon lückenlos für 12 (ausnahmsweise 6) Monate bestehen.
Auf den allerersten Blick würde ich aber die 6-Monate-Variante sehr in Frage stellen.
Hey, auch dir danke für den Hinweis.

Ich hatte gelesen man sollte der Anonymität zur liebe Daten verfälschen. Daher die Dreher.

Habe einen Monat eine Sicherheitslücke gelassen für die HA. Die wirkt ja rückwirkend. Wenn ich im November zur MPU muss dann habe ich ziemlich genau 15 Monate AB auf die ich zurückgreifen kann.
LG
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  #13  
Alt 02.06.2019, 17:01
Ratsucher Ratsucher ist offline
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Hier noch der 2. Teil des FB. Es sind noch 6 Monate bis zur MPU und ich denke gerade Teil 2 wird in der Zeit noch lebendiger. Aber der Vollständigkeit halber stelle ich ihn schonmal ein.

Ich denke die Profis werden mit Kritik nicht sparen. Aber genau dafür bin ich ja hier

--------------------------------

17. Haben sie jemals die Kontrolle über ihre Trinkmenge verloren und bis zur Volltrunkenheit Alkohol konsumiert?

Nein die Kontrolle habe ich nicht verloren. Wenn ich volltrunken war, dann tatsächlich mit "Ansage".

18. Haben Sie früher schon einmal oder öfter über einen längeren Zeitraum bewusst und mit Absicht völlig auf den Genuss von Alkohol verzichtet?
Nein

19. In welcher Kategorie von Trinker haben sie sich früher gesehen und wie stufen Sie sich heute rückblickend ein?
(mit Begründung)
Früher als Gesellschaftstrinker, heute denke ich das ich den Alkohol benutzt habe um meine Stimmung zu ändern.

Heute und in Zukunft

20. Trinken Sie heute Alkohol? Wenn ja, was, wie viel und wie oft?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)
Nein

21. Wann haben Sie zuletzt Alkohol getrunken?
15.08.18

22. Trinken sie gelegentlich alkoholfreies Bier?
Nein

23. Warum trinken Sie heute Alkohol/keinen Alkohol?
Ich habe mir Gedanken darüber gemacht wie die Zukunft aussehen soll. Habe mich viel informiert über Alkohol und dessen Auswirkungen. Der für mich sinnvolle Schluss daraus war der tatsächliche Schluss. Mir geht es besser so.

24. Warum haben Sie das Trinken reduziert bzw. aufgegeben und warum nicht schon eher?
Ich habe mir bis zu dem Unfall nie wirklich Gedanken darüber gemacht. Es gehörte einfach genauso zu meinem Leben wie alles andere auch. Erst nach dem Unfall habe ich angefangen wirklich zu hinterfragen wieso ich eigentlich trinke.

25. Wie haben Sie die Änderung Ihres Trinkverhaltens erreicht und dabei die Umstellungsphase erlebt?
Am Anfang saß der Schock noch tief. In der Phase habe ich nicht wirklich daran gedacht etwas zu trinken. Als sich der Schock gelegt hatte und ich für mich wusste, dass ich die Abstinenz beibehalten will gab es aber schon Situationen wo es ungewohnt und komisch war. Ich war beispielsweise auf eine Hochzeit von einem Arbeitskollegen eingeladen und bis auf ihn und seine Frau wussten die Gäste nichts von meiner Geschichte und meinem Entschluss. Nach dem 4. Oder 5. Wasser was ich mir an der Theke geholt hatte meinte dann schon der Barkeeper „ah Fahrer, oder?“. Als ich ihm dann sagte das ich nicht fahre aber trotzdem gerne nur ein Wasser möchte, überraschte mich die Aussage von ihm: „Dann trinken sie doch was, das ist ja fast unhöflich dem Brautpaar gegenüber.“
Irgendwie hat mich die Aussage kurz sprachlos gemacht und ich musste echt kurz schlucken. Auch im weiteren Verlauf sind die Leute mit Tablaren mit Schnaps rumgelaufen und haben immer mit dem Brautpaar angestoßen. Und ich hatte das Gefühl mich würde jeder beobachten wie ich ablehne und mein Wasser trinke.
Am Ende musste ich aber feststellen, dass die Hälfte der Hochzeitsgäste schon so betrunken war das man Tanzen nicht mehr Tanzen nennen konnte und reden nicht mehr reden. Und je später es wurde desto bedrückter und „fertiger“ sahen die Leute aus, die tranken und ich war noch so fit wie zu beginn. So war ich dann auch einer der letzten auf der Tanzfläche und auf der Hochzeit. Und es war irgendwie ein großartiges Gefühl, trotz der ganzen Sprüche zu sich gestanden zu haben und mindestens den gleiche, wenn nicht mehr spaß zu haben als die die vorher meinten man könne nicht auf einer Hochzeit nichts trinken.
Am schwersten ist es mir in der Umstellungsphase gefallen jedem die Hintergründe zu erzählen. Bei manchen merkte man direkt wie es zum einen Ohr rein und zum anderen wieder hinaus ging. So kam es schon vor das tatsächlich Leute eine halbe Stunde nach dem Gespräch zu mir kamen und gefragt haben ob ich nicht mit ihnen was trinken wolle.
Andere hingegen waren begeistert von mir und meiner Entscheidung. Ihnen merkte man aber auch von der ersten Minute an, dass sie das ganze wirklich interessiert und sie zuhören.
Auch bei meinem engen Freundeskreis gab es schwierige Situationen, aus denen ich gelernt habe. Ich hatte anfangs noch viel „gejammert“, dass ich schon manchmal Lust hätte einfach mit meinen Kumpels wegzugehen und was zu Trinken.
Es gab dann allerdings einen Moment wo es gefühlt irgendwie „klick“ gemacht hat bei mir. Ich hatte mich mit einem Arbeitskollegen unterhalten, mit dem ich auch so viel auf der Arbeit geredet habe und den ich definitiv schon länger eher als Freund sehe und nicht bloß als Kollegen. Bei ihm habe ich mich dann über die Situation beschwert und habe ihm gesagt das mich das teilweise schon echt nervt das ich an den Abenden wo meine Freunde unterwegs sind und trinken nichts trinken kann und dass es sich komisch anfühlt, wenn man dabei ist. Er hat mich dann an ein Gespräch erinnert was wir ein Paar Monate vor der TF schon geführt hatten. Ich hatte mich damals darüber beschwert, dass es mir auf die nerven ginge, dass die meiste Zeit, wenn ich Wochenends mit meinen Freunden unterwegs war, die Abende immer gleich abliefen. Es wurde nicht überlegt was man macht, sondern nur wo. Der Standard Spruch war eigentlich immer „Wo trinken wir heute?“. Die Abende konnte man irgendwann schon auf einem Zettel vorschreiben (ja ich hatte das wirklich mal gemacht.). Es war klar wer Pünktlich war, wer vorher schon was getrunken hatte, wer den Abend mit wem redet usw. Die Gruppe von Leuten war immer kleiner geworden und die Gestaltung der Freizeit immer einseitiger. Neue Leute kennenlernen? Fehlanzeige!
Ich hatte damals schon über die Situation gemeckert, mich aber nie getraut „auszusteigen“. Es war ein sicheres Gefühl und ich wusste ja ich war willkommen. Ich hatte einfach Angst vor einer unbekannten Zukunft. Zu unrecht, wie ich mittlerweile weis.
Ich genieße es mittlerweile jedes Wochenende so zu gestalten wie ich es für gut empfinde. Ich treffe mich mit den Leuten auf die ich Lust habe, gehe zu Veranstaltungen die mich ansprechen. Ich genieße auch Wochenenden für mich allein. Ich habe mich in mein Haus „eingelebt“ und verbringe gerne Zeit dort, ich treffe mich mit Leuten zum Radfahren. Ich gehe genauso auf große Veranstaltungen wie vorher genieße sie aber viel intensiver als zuvor. Ganz zu schweigen von den Sonntagen die ich mit Leben füllen kann, anstatt mit Couch und Kater.


26. Wie wirkt sich Ihr geändertes Verhalten auf Sie, Ihr Leben und Ihr Umfeld aus?

Ich bin zurückgekehrt zu alten Hobbys und Leidenschaften. Ich treibe wieder regelmäßig Sport, fahre Fahrrad, hab sogar schon einen Gutschein über einen Fallschirmsprung besorgt, um endlich noch einen Traum abhaken zu können. Ich fotografiere wieder, was ich eine lange zeit einfach nicht mehr gemacht habe, weil ich die Sonntage keine Motivation dazu gefunden habe.
Mein Umfeld hat bis auf wenige Ausnahmen immer vollends hinter mir gestanden und tut es heute mehr denn je. Diejenigen die meine Entscheidung einfach nicht nachvollziehen können sind diejenigen, die vorher schon dafür gesorgt haben, dass ich die Wochenenden eher als Frust beschrieben habe, anstatt als Freude. Wenn ich die Leute sehe ist es ok, ich würde nie jemanden verachten nur weil er eine andere Sicht auf die Dinge hat als ich. Aber wir haben keinen direkten Kontakt mehr miteinander. Das war anfangs nicht leicht, aber mittlerweile fühlt es sich sehr gut an, hinter seiner Entscheidung zu stehen.

27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?

28. Können Sie sich vorstellen, jemals wieder in Ihre alten Gewohnheiten zurückzufallen?
(Ja/Nein + Begründung,)

Vorstellen kann ich mir das schon, dass man in alte Muster zurückfällt. Aber ich habe gelernt sofort über Sachen zu reden die mich beschäftigen. Ich habe Freunde, die ich zu jeder Tages- und Nachtzeit anrufen kann, wenn mich was belastet. Genauso wie meine Eltern die immer für mich da sind.
Ich habe gelernt gegen Gedankenspiralen, die ins Negative abgleiten, gegenzusteuern (Danke Rolf Merkle). So habe ich viele Techniken und Leute die mir sobald Zweifel entstehen, helfen wieder auf meinen Weg zurück zu finden.

29. Wie wollen sie in Zukunft das Trinken vom Fahren trennen?
Ich trinke nichts mehr

30. Haben Sie zum Abschluss noch etwas hinzuzufügen?
Nein
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  #14  
Alt 11.06.2019, 16:03
Ratsucher Ratsucher ist offline
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Ich nochmal

Hätte da noch eine Frage wegen Kursen etc..

Ich habe in der Zeit jetzt mit ein paar Leuten gesprochen die schonmal eine MPU hinter sich haben.
(Ist auch eine erstaunliche Sache, dass wenn man selbst in der Situation ist auf einmal Leute ankommen und einen unterstützen wollen von denen man nie gedacht hätte das diese mal in so einer Situation waren.)

Jedenfalls hat mir eigentlich jeder von denen ans Herz gelegt ich solle einen Kurs machen, einen VP aufsuchen usw.
Bis auf einen hat jeder von ihnen 2 Anläufe gebraucht und erst beim 2. durch die Kurse bestanden. Die meisten geben aber auch zu das sie sich nicht vorbereitet haben. Die anderen "coolen" sind natürlich nur durchgefallen, weil ihr GA ihnen gesagt hat sie hätten die Schuhe auf und sie nach unten geguckt haben. (Gott sei dank kann ich über so Horrorgeschichten nurnoch Lachen)

Was meint ihr? ist es bei meiner Geschichte vielleicht wirklich nötig noch einen Kurs zu machen? und stimmt es, dass die Gutachter schon schlecht gestimmt sind wenn man auf die frage wie man sich vorbereitet hat nicht sagen kann: hab einen Kurs gemacht ?

LG
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  #15  
Alt 11.06.2019, 16:25
kapomick kapomick ist offline
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Es wird schon gern gesehen, wenn man zur MPU geht, dass man sich intensiv vorbereitet hat. Von den Kursen halte ich persönlich nicht allzu viel, die sind viel zu allgemein und gehen auf den Einzelnen überhaupt nicht wirklich ein. Du hast ne recht hohe BAK, da wäre zumindest mal der Besuch der Suchtberatung überlegenswert. Unabhängig vom Thema MPU, einfach mal eine professionelle Einschätzung holen, was Sachlage ist. Die BAK kommt ja nicht von ungefähr.

Was natürlich auch gut ist: Gespräche mit anderen "Betroffenen". Ein trockener Alkoholiker im Bekannten- oder Familienkreis z.B. ist eine super Sache, wenn es denn einen gibt. Wichtig ist, dass du erkennst: diese Gespräche dienen nicht dazu, wie ich mich möglichst elegant durch die MPU manövrieren kann, sondern dass du deine Problematik aufarbeitest. Und dass dein Alkoholkonsum in dieser Höhe problembehaftet ist, wirst du nicht abstreiten. Aber gute Mitarbeit hier im Forum ist für dich persönlich durchaus äußerst gewinnbringend. Wir können keinen VP ersetzen, der mit dir von Angesicht zu Angesicht redet, aber ich denke, wir haben so viel Kenntnis, dass wir die allermeisten durch die MPU bringen können. Noch hat keiner auf deinen 2. Teil reagiert, die Anzahl derer, die ganze FB´s bearbeiten, ist traditionell übersichtlich. Aber kleiner Tipp: einfach melden, wenn du meinst, du wirst übersehen. Das ist nichts böses und dann wird dir gewiss geholfen. Manchmal rutscht einfach ein FB durch. Das hat aber nichts mit dir und dem FB zu tun, sondern mit den zahlreichen Themen, die es hier gibt - und den zu wenigen Helfern...
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  #16  
Alt 11.06.2019, 16:42
Ratsucher Ratsucher ist offline
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hey kapomick, danke für die schnelle Antwort

Ja das der Gutachter das gerne sieht das man sich vorbereitet hat kann ich mir gut vorstellen. Mir ging es nur eher darum, ob man schon mit einem Minus startet wenn man nicht sagen kann, ja hab so einen Kurs gemacht.

Die BAK kommt gewiss nicht von ungefähr, da gebe ich dir vollkommen Recht! Und ich habe ja auch schon so viel ich mit meinen Mitteln kann aufgearbeitet was aufzuarbeiten geht. Auch deshalb war ich an einem VP am überlegen.
Ich hab mit allem Ehrgeiz versucht die "tiefen" Gründe rauszuarbeiten. Weil ich ja auch schon länger hier mitlese und bei vielen auch dieses ausarbeiten so toll fand. Aber egal wie ich suche und krame, ich komme immer wieder auf den Punkt, dass ich versucht habe meine zurückhaltendere Art irgendwie zu kaschieren. Woher jetzt aber diese Art kommt kann ich auch nicht sagen. Im Endeffekt stört mich diese Art nichtmal mehr im Alltag. Sondern nur in den Kreisen in den ich war kam ich mir als Still vor.

Ich habe auch "leider" keine Alkoholiker / ex Alkoholiker in meinem Umkreis. Meine Eltern trinken vielleicht mal ein Glas Wein an Weihnachten oder ein Radler / Bier auf Geburtstagen. Auch sonst in der Verwandtschaft ist eher Mate Tee das Kult Getränk, da ich Argentinische Wurzeln habe.

Ich denke eure Idee mit der Suchtberatung werde ich definitiv mal in Angriff nehmen. So wie ich euch verstehe kann man da ohne Probleme mal hin und schnuppern. Hatte auch immer im Hinterkopf, dass wenn man da mal ist so schnell nicht mehr weg kommt. Keine Ahnung wieso ich das dachte.

Und das nicht direkt auf meinen FB geantwortet wird ist kein Thema, ihr Macht tolle Arbeit. Und ich kann mir vorstellen, dass es viel Zeit in Anspruch nimmt auf jeden Persönlich einzugehen. Ich habe ja auch noch etwas Zeit zur MPU.

LG
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  #17  
Alt 11.06.2019, 20:08
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marianee marianee ist offline
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Zitat:
Ich denke eure Idee mit der Suchtberatung werde ich definitiv mal in Angriff nehmen. So wie ich euch verstehe kann man da ohne Probleme mal hin und schnuppern. Hatte auch immer im Hinterkopf, dass wenn man da mal ist so schnell nicht mehr weg kommt. Keine Ahnung wieso ich das dachte.
Es ist aus meiner Sicht wirklich wichtig, dass du vor der MPU ein paar Termine absolvierst. Nicht für die, oder wegen der MPU, sondern für dich.
Du wirst auf jeden Fall einiges, wenn du ehrlich erzählst, über dich erfahren. Kann gut sein, dass neben den äußeren Motivationen auch ein paar Informationen zu inneren Anlässen dazukommen, die du heute noch übersiehst.
Weiterhin ist es wichtig, mal die Meinung von Fachleuten im 4-Augen-Gespräch zu hören. Vielleicht besteht auch die Möglichkeit, dass du mal als Gast 2,3 Termine in einer ambulanten Therapie mitnehmen kannst.
Die Gespräche sind freiwillig, es gibt keinen Zwang. Sicher solltest du, wenn du einen Termin vereinbart hast, diesen auch einhalten. Aber wenn du für dich entscheidest, es gibt dir nichts, musst du auch keinen neuen Termin vereinbaren. Es besteht kein Zwang. Aber für den GA ist es schon von Interesse, dass du dich mit dir und deinen Konsumgewohnheiten auseinandergesetzt hast. Und die richtigen Schlussfolgerungen daraus kannst du ihm gern erzählen. Das bringt auf alle Fälle Pluspunkte.
Einige Suchtberatungsstellen bieten auch ein kostenlosen MPU-Vorbereitungsgespräch an. Die Möglichkeiten sind vielseitig und keinesfalls bist du an einen Gummi gebunden, der dich permanent auf die Suchtberatung zurück zieht.

LG, marianee
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  #18  
Alt 12.06.2019, 13:30
Ratsucher Ratsucher ist offline
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Ich denke ich werde mir wie Radian auch schon vorgeschlagen hat mal bei der Caritas einen Termin holen um mal zu Schnuppern. Damit mache ich gewiss nichts verkehrt

Und noch eine kurze andere Frage.
Ich hatte ja nach der Sicherheitslücke von einem Monat die Haaranalyse machen lassen.
Wäre ja dann von 09.18 - 11.18
Dann habe ich bei dem gleichen Institut mich fürs Screening angemeldet und das geht 9 Monate mit 5 Terminen. 12.18 - 08.19

Jetzt ist ja die MPU erst 11.19. Die Dame meinte das wäre okay dadurch, dass wenn der GA Zweifel hat und nachhacken möchte eh eine Haaranalyse fordert.

Sollte ich von mir aus einfach eine machen oder hat die Dame da recht?

LG

Geändert von Ratsucher (12.06.2019 um 13:41 Uhr)
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  #19  
Alt 13.06.2019, 14:07
Krüger Krüger ist offline
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Das steht dir tatsächlich offen.
Wenn der GA eine HA beim Gespräch fordert, verzögert sich dein Gutachten natürlich etwas.
__________________
Gruß, Krüger
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  #20  
Alt 13.06.2019, 18:15
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marianee marianee ist offline
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Ich würde an deiner Stelle, falls es dich finanziell nicht zu sehr belastet, lieber noch vor der MPU eine Probe nehmen lassen.
Das ist aus meiner Sicht dein Bekenntnis, es sehr ernst zu meinen und du kannst bei einem hoffentlich positivem Ergebnis etwas Zeit gewinnen, falls während der MPU eine Haarprobe angeordnet/verlangt wird.
Letztlich ist das wieder so ein zweischneidiges Schwert.
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