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  #1  
Alt 14.05.2018, 16:34
dabayer dabayer ist offline
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Beiträge: 26
Standard Abstinenz, kontrolliertes Trinken, was ist zu tun?

Hi, ich wurde Anfang diesen Jahres mit 1,86 BAK kontrolliert. was ist als nächstes zu tun um meinen FS wieder zu erhalten? Mir wäre es wichtig, die rechtlichen Fristen so gut es geht einzuhalten (d.h. wird z. B. ein 12 monatiger Nachweis keinen Alkohol getrunken zu haben für die MPU gefordert wäre es schön langsam an der Zeit, anzufangen...)

Hierzu habe ich ein paar Fragen nachfolgend beantwortet.


Zur Person
Geschlecht: M
Größe: 184
Gewicht: 70
Alter: 27

eventl. Bundesland BAY
(bitte angeben, da sich zw. den BL einige Änderungen ergeben haben):

Was ist passiert?
Datum der Auffälligkeit: 02.02.18
BAK: 1,86
Trinkbeginn: 10:00
Trinkende: 15:30
Uhrzeit der Blutabnahme: 16:40

Stand des Ermittlungsverfahrens
Gerade erst passiert:
Strafbefehl schon bekommen: Ja, habe ich bereits Mitte April bekommen, zwar Widerspruch gegen die Geldstrafe eingelegt, den Strafbefehl aber akzeptiert (Sollte also in den nächsten Tagen entweder "so" oder "so" zurück kommen
Dauer der Sperrfrist: lt. Strafbefehl "noch 8 Monate", das wären also insgesamt ca. 10 Monate

Führerschein
Wurde mir entzogen? Direkt bei der Trunkenheitsfahrt


Führerscheinstelle
Hab schon in meine Akte geschaut Ja/Nein: Nein
Sonstige Verstöße oder Straftaten?: Nein
Fragestellung der Fsst (falls bekannt): Nein

Konsum
Ich trinke noch Alkohol, wenn ja wie oft wieviel: Ja, ich trinke noch ab und an, nicht regelmäßig. Keine harten Spirituosen, max. 2 Bier. Für mich wäre es kein Problem, komplett auf Alkohol zu verzichten.

Abstinenznachweis
Nein, das ist eigentlich meine Hauptfrage (wenn ja wie wo was?)

Keinen Plan? DANN, bitte auch zu den betreffenden Anforderungen an die Abstinenznachweise diesen Beitrag lesen (Klick).

Hab ich gelesen und verstehe das gelesene auch (hofftl.), aber gibt es eine Stelle die mir sagt was def. gemacht werden muss! um eine positive MPU zu erreichen oder ist es (selbst mit über 1,8) möglich mittels "kontrolliertem Trinken" eine solche zu erreichen (erreichen im Sinne von "macht es Sinn, das überhaupt zu versuchen oder kann ich mir das direkt sparen)?

Persönlich ist es mir natürlich am liebsten keine offiziellen Nachweise zu bringen und die ganze Sache möglichst kostengünstig zu absolvieren. Steht aber jetzt fest, dass ich def. die MPU nicht bestehen werde, so werde ich mich natürlich für so ein Programm anmelden.

MPU
Datum: noch nicht geplant
Welche Stelle (MPI):
Schon bezahlt?:

Schon eine MPU gehabt? nein
Wer hat das Gutachten gesehen?:

Was steht auf der letzten Seite (Beantwortung der Fragestellung)?:

Welche Empfehlung (Auflagen) wurden ausgesprochen:

Altlasten
Bereits durch Alkohol auffällig geworden Punkte oder sonstige Straftaten: nein/ bzw. ein punkt wegen zu schnellem fahren, erhalten vor ca. 3 jahren


VG
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  #2  
Alt 14.05.2018, 16:59
Darkraver Darkraver ist offline
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Das kommt drauf an wie du dich selbst einschätzt . Aber in deinem Alter und bei einmaliger Alk Fahrt steht kontrollierem Trinken nichts im Wege . Aber die Profis hier werden dir dazu mehr sagen können .
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  #3  
Alt 14.05.2018, 17:05
kapomick kapomick ist offline
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Beiträge: 5.714
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Hallo dabayer,

willkommen im Forum.

Zitat:
eventl. Bundesland BAY
Und dann nur 10 Monate Sperrfrist? Da bist du gut davon gekommen.

Zitat:
Was ist passiert?
Datum der Auffälligkeit: 02.02.18
BAK: 1,86
Trinkbeginn: 10:00
Trinkende: 15:30
Uhrzeit der Blutabnahme: 16:40
Das wird natürlich sehr erklärungsbedürftig sein, warum du dich an einem hellichten Freitag abschießt.

Zitat:
Konsum
Ich trinke noch Alkohol, wenn ja wie oft wieviel: Ja, ich trinke noch ab und an, nicht regelmäßig. Keine harten Spirituosen, max. 2 Bier. Für mich wäre es kein Problem, komplett auf Alkohol zu verzichten.
Ungenaue Angaben wie "ab und an" solltest du dir für die MPU gleich mal abgewöhnen. Kommt nicht gut. Und 2 Bier, die bei uns in Bayern üblicherweise 0,5l jeweils haben, würde ich als zu viel empfinden.

Zitat:
Hab ich gelesen und verstehe das gelesene auch (hofftl.), aber gibt es eine Stelle die mir sagt was def. gemacht werden muss! um eine positive MPU zu erreichen oder ist es (selbst mit über 1,8) möglich mittels "kontrolliertem Trinken" eine solche zu erreichen (erreichen im Sinne von "macht es Sinn, das überhaupt zu versuchen oder kann ich mir das direkt sparen)?
Generell ist es so, dass die BAK allein nicht ausschlaggebend ist. Mit 1,86‰ Promille kann man die MPU mit KT durchaus meistern. Es kommt halt auf deine Trinkvergangenheit an. Das heftige Trinken unter Tage spricht nun nicht gerade für dich. Du musst dich hinterfragen: wie war sonst dein Trinkverhalten? Wenn die 1,86‰ mal ein geringer Wert waren, weil du sonst viel besoffener warst, dann wirds schwierig mit KT.
Tipp: besuch eine Suchtberatungsstelle. Die ist nicht nur für Süchtige da, sondern für alle, die einen erhöhten Alkoholkonsum haben, dazu gehörst du definitiv auch. Gibts eigentlich in jeder größeren Stadt z.B. bei Caritas oder Diakonie. Einfach mal googlen. Sind im Regelfall erst mal kostenfrei.

Zitat:
Persönlich ist es mir natürlich am liebsten keine offiziellen Nachweise zu bringen und die ganze Sache möglichst kostengünstig zu absolvieren. Steht aber jetzt fest, dass ich def. die MPU nicht bestehen werde, so werde ich mich natürlich für so ein Programm anmelden.
Es gibt keinen Kurs, mit dem du definitiv bestehst und andererseits ist es nicht so, dass du auf keinen Fall bestehst, wenn du keinen Kurs gemacht hast. Es kommt schlicht und einfach auf deine Aufarbeitung an. Es haben schon viele die MPU bestanden allein durch aktive Mitarbeit hier im Forum.

Zitat:
Altlasten
Bereits durch Alkohol auffällig geworden Punkte oder sonstige Straftaten: nein/ bzw. ein punkt wegen zu schnellem fahren, erhalten vor ca. 3 jahren
Das wird keine Rolle spielen.

Les dich hier im Forum gut ein, es gibt viele Informationen. Empfehlenswert sind die sog. 5*-Bögen: http://mpu-forum.mpu-idiotentest.com...c&sort=voteavg V.a. die neueren sind für dich relevant, damit du auf die Spur kommst, was auf dich zukommt.
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  #4  
Alt 14.05.2018, 18:12
dabayer dabayer ist offline
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Zitat:
Zitat von kapomick Beitrag anzeigen
Und dann nur 10 Monate Sperrfrist? Da bist du gut davon gekommen.
die reichen mir


Zitat:
Zitat von kapomick Beitrag anzeigen
Das wird natürlich sehr erklärungsbedürftig sein, warum du dich an einem hellichten Freitag abschießt.
Student, letzte Prüfung vormittags um 10 gehabt.
danach zu mehreren Kommilitonen die mit mir die letzte Prüfung gehabt haben. Warum ich nun so viel getrunken habe? Es war eine große Hürde, die Prüfung zu schreiben, der ganze Druck der Tage und Wochen zuvor mit lernen sich vorbereiten etc. fällt ab.. Unbeschwertheit?!
Ich will mich nicht entschuldigen oder rechtfertigen, lediglich eine Einschätzung meiner Wahrnehmung abgeben


Zitat:
Zitat von kapomick Beitrag anzeigen
Ungenaue Angaben wie "ab und an" solltest du dir für die MPU gleich mal abgewöhnen. Kommt nicht gut. Und 2 Bier, die bei uns in Bayern üblicherweise 0,5l jeweils haben, würde ich als zu viel empfinden.
OK, akzeptiere ich.
Nur nochmal die Nachfrage: Zuviel für was?

Zitat:
Zitat von kapomick Beitrag anzeigen

Das heftige Trinken unter Tage spricht nun nicht gerade für dich. Du musst dich hinterfragen: wie war sonst dein Trinkverhalten? Wenn die 1,86‰ mal ein geringer Wert waren, weil du sonst viel besoffener warst, dann wirds schwierig mit KT.
Wie soll ich das erklären. Wenn ich mit 1,86 noch mit dem Fahrzeug rum fahre, dann geht natürlich jeder davon aus, dass ich öfters mit solchen Werten unterwegs bin, ob jetzt mit dem Auto oder nicht. Natürlich!
Auch wenn ich von mir selbst behaupte, dass ich unter dem Tag nie! was trinke (ausgenommen: es sind schon unter dem Tag irgendwelche Feste oder Aktivitäten, aber das ist einmal im Jahr zum Oktoberfest oder auf irgendwelchen Zeltfesten.. wenn überhaupt)

Wie war sonst mein Trinkverhalten:
Ich würde es als Quartalssäufer bezeichnen. Ich trinke 8 Wochen keinen Tropfen und dann wieder auf einer Party viel zu viel! Aber nicht weil ich es brauche, sondern eher (so dumm es sich anhört) weil es zum "normalen" und nicht allzu verwerflichen gehört. Wie kann man es besser formulieren, gruppenzwang?

Zitat:
Zitat von kapomick Beitrag anzeigen

Tipp: besuch eine Suchtberatungsstelle. Die ist nicht nur für Süchtige da, sondern für alle, die einen erhöhten Alkoholkonsum haben, dazu gehörst du definitiv auch. Gibts eigentlich in jeder größeren Stadt z.B. bei Caritas oder Diakonie. Einfach mal googlen. Sind im Regelfall erst mal kostenfrei.
Mach ich!


Zitat:
Zitat von kapomick Beitrag anzeigen

Es gibt keinen Kurs, mit dem du definitiv bestehst und andererseits ist es nicht so, dass du auf keinen Fall bestehst, wenn du keinen Kurs gemacht hast. Es kommt schlicht und einfach auf deine Aufarbeitung an. Es haben schon viele die MPU bestanden allein durch aktive Mitarbeit hier im Forum.
Dessen bin ich mir bewusst. Aber es kann ja trotzdem sein, dass ab einer gewissen Promillegrenze es "so gut wie unmöglich" ist eine positive MPU zu erreichen. Aber so wie ich das raus lese, gibt es diese "Grenze" nicht.
Wenn sich der Prüfer mich anschaut und danach feststellt "naja der hat ja eh keine lust seinen FS wieder zu bekommen, sonst hätte er ja zumindest seine Tests gemacht" dann ist es für mich schon relevant, weil wenn dann will ich es von Anfang an richtig machen.



Mir geht es hauptsächlich darum, dass ich nicht "durchs nicht aktiv werden" irgendwelche Fristen verpasse.
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  #5  
Alt 14.05.2018, 18:43
kapomick kapomick ist offline
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Zitat:
Zitat von dabayer Beitrag anzeigen
die reichen mir Student, letzte Prüfung vormittags um 10 gehabt.
danach zu mehreren Kommilitonen die mit mir die letzte Prüfung gehabt haben. Warum ich nun so viel getrunken habe? Es war eine große Hürde, die Prüfung zu schreiben, der ganze Druck der Tage und Wochen zuvor mit lernen sich vorbereiten etc. fällt ab.. Unbeschwertheit?!
Ich will mich nicht entschuldigen oder rechtfertigen, lediglich eine Einschätzung meiner Wahrnehmung abgeben
Dem GA wird die Frage aufkommen: was hast du bei den anderen Prüfungen danach gemacht? Wie gehst du sonst mit Druck in deinem Leben um? Gibt ja auch Stress und Druck außerhalb von Schule und Uni. Private Konfliktsituationen...

Zitat:
Nur nochmal die Nachfrage: Zuviel für was?
Für KT. Bedenke: bei deinen Angaben hast du, wenn du in 3h 2 Bier à 0,5l trinkst, 0,33‰. Für jeden Normalsterblichen kein Problem, wenn man nicht grad nen Unfall baut oder Fahrauffälligkeiten hat. Dann ist 0,3‰ bereits strafbar. Du bist nach einer MPU aber kein Normalsterblicher mehr, du stehst unter besonderer Bewährung. Deshalb solltest du die Grenzen nicht ausreizen. Daher würde ich dir empfehlen, lieber auf max. 2 0,3l Gläser umzusteigen, auch wenn das nur übergroße Zahnputzbecher sind.

Zitat:
Wie soll ich das erklären. Wenn ich mit 1,86 noch mit dem Fahrzeug rum fahre, dann geht natürlich jeder davon aus, dass ich öfters mit solchen Werten unterwegs bin, ob jetzt mit dem Auto oder nicht. Natürlich!
Joa, davon geht jeder aus, auch die Statistik, die besagt, dass nur jede 600. TF aktenkundig wird. Bedenke selbst: du warst mit 1,86‰ schon gut angefüllt und hast es dennoch geschafft, ein Auto zu steuern. Das erfordert in den Augen des GA zum einen eine gewisse Übung. Zum anderen: dir wird bewusst gewesen sein, dass du alkoholisiert nicht fahren darfst. Du hast es dennoch getan. Da liegt der Verdacht nahe, dass du schon des öfteren mit niedrigeren Werten gefahren und nie aufgefallen bist. Diese "Erfolgserlebnisse" führen zu einer gewissen Gelassenheit, dass auch diese TF nicht auffallen wird. Zumal um die Uhrzeit, da wird doch eh net kontrolliert...

Und die Frage sei gestattet, sie wird auch im FB vorkommen, deshalb musst du sie nicht hier beantworten, aber mal überlegen: du bist mit dem Auto hingefahren. Wie wolltest du denn wieder zurück? War ja keine Fahrt, die durch eine Ausnahmesituation beeinflusst wurde (Oma ins Krankenhaus gefahren oder so).

Zitat:
Auch wenn ich von mir selbst behaupte, dass ich unter dem Tag nie! was trinke (ausgenommen: es sind schon unter dem Tag irgendwelche Feste oder Aktivitäten, aber das ist einmal im Jahr zum Oktoberfest oder auf irgendwelchen Zeltfesten.. wenn überhaupt)
"Nie" und "ausgenommen" in einem Satz sind ein Widerspruch in sich! Sowas kannst du dir gleich mal in die Tasche stecken. Nie heißt: gar nicht. Nichts anderes! Und das ist halt schon ein krasser Widerspruch: "nie" und 1,86‰. Bedenke: deine Promille hast du aufgebaut mit fast 9 Bier oder 550ml Hochprozentigem (oder einer Mischung daraus). Das ist schon eine Hausnummer für untertags. Da fragt sich der GA: "Wenn du sonst NIE untertags trinkst, warum haben dann nicht 2-3 Bier gereicht? Du wusstest ja, dass du noch irgendwie heimkommen musstest."

Zitat:
Wie war sonst mein Trinkverhalten:
Ich würde es als Quartalssäufer bezeichnen. Ich trinke 8 Wochen keinen Tropfen und dann wieder auf einer Party viel zu viel!
UM GOTTES WILLEN! Ein Quartalssäufer ist für einen GA eine spezielle Form des Alkoholikers, der Epsilon-Alkoholiker! Der gilt als alkoholkrank, demnach therapiebedürftig. Den Begriff solltest du auf keinen Fall im Zusammenhang mit dir verwenden, wenn du mit KT die MPU bestehen willst.

Zitat:
Aber nicht weil ich es brauche, sondern eher (so dumm es sich anhört) weil es zum "normalen" und nicht allzu verwerflichen gehört. Wie kann man es besser formulieren, gruppenzwang?
Gruppenzwang ist auch schlecht. Wer hat dich gezwungen, warum? Hast du nicht freiwillig den Alkohol in dich hineingeschüttet? Wenn du so ein schlaues Bürschchen bist und Prüfungen schreibst, dann solltest du doch wissen, was für dich gut und schlecht ist. Da steckt also mehr dahinter.

Zitat:
Dessen bin ich mir bewusst. Aber es kann ja trotzdem sein, dass ab einer gewissen Promillegrenze es "so gut wie unmöglich" ist eine positive MPU zu erreichen. Aber so wie ich das raus lese, gibt es diese "Grenze" nicht.
Naja, spätestens ab 2,5‰ ist es zumindest sehr schwer, kaum möglich, ohne 12 Monate AB, auch über 2‰ bedarf es einer guten Erklärung. Aber das ist kein Freibrief, dass es unter 2‰ auf jeden Fall geht.

Zitat:
Mir geht es hauptsächlich darum, dass ich nicht "durchs nicht aktiv werden" irgendwelche Fristen verpasse.
Das ist vernünftig, du hast ja auch schon einige Zeit verstreichen lassen. Die erste und wichtigste Entscheidung ist, wie du in Zukunft mit dem Alkohol umgehen willst. Wenn du auf AB gehst, brauchst du Nachweise, per Urin oder Haar. Findet sich alles im Infoteil. Wenigstens 6 Monate. Da kommst du noch hin. Wenns reicht. Deshalb ist eine baldige Einschätzung der SB kein Schaden. Du kannst unabhängig davon ja schon mal die Fragen 1-11 unseres FB ausfüllen: http://mpu-forum.mpu-idiotentest.com...ead.php?t=7864
Da können wir dir u.U. auch schon eine Einschätzung geben.
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  #6  
Alt 14.05.2018, 21:09
dabayer dabayer ist offline
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Zitat:
Zitat von kapomick Beitrag anzeigen
Dem GA wird die Frage aufkommen: was hast du bei den anderen Prüfungen danach gemacht? Wie gehst du sonst mit Druck in deinem Leben um? Gibt ja auch Stress und Druck außerhalb von Schule und Uni. Private Konfliktsituationen...
Was habe ich nach meinen anderen Prüfungen gemacht --> keine ahnung? auf jeden fall nichts getrunken.
das wir hier was getrunken haben, ist lediglich der tatsache geschuldet, dass wir es kurzfristig nach der prüfung beschlossen hatten.
oder macht es mehr sinn es "längerfristig geplant" zu haben?

Das kommt auf die Situation darauf an, aber sollte es iwie Stress in der Arbeit oder Studium gehen, wende ich mich an meine Freundin oder Familie und spreche mit denen darüber. An Alkohol hab ich noch nicht gedacht. Dann gehts mir ja noch schlechter?!

Zitat:
Zitat von kapomick Beitrag anzeigen

Für KT. Bedenke: bei deinen Angaben hast du, wenn du in 3h 2 Bier à 0,5l trinkst, 0,33‰. Für jeden Normalsterblichen kein Problem, wenn man nicht grad nen Unfall baut oder Fahrauffälligkeiten hat. Dann ist 0,3‰ bereits strafbar. Du bist nach einer MPU aber kein Normalsterblicher mehr, du stehst unter besonderer Bewährung. Deshalb solltest du die Grenzen nicht ausreizen. Daher würde ich dir empfehlen, lieber auf max. 2 0,3l Gläser umzusteigen, auch wenn das nur übergroße Zahnputzbecher sind.
Bis jetzt habe ich kein KT gemacht, aber sollte ich mich für diesen Weg entscheiden, sehe ich darin kein Problem.
Wie gesagt, ich kann bestimmt zu 100% auf Alkohol verzichten, wenn es meine Chancen erhöht oder ich andere Vorteile bzgl. positiver MPU habe.

Zitat:
Zitat von kapomick Beitrag anzeigen

Joa, davon geht jeder aus, auch die Statistik, die besagt, dass nur jede 600. TF aktenkundig wird. Bedenke selbst: du warst mit 1,86‰ schon gut angefüllt und hast es dennoch geschafft, ein Auto zu steuern. Das erfordert in den Augen des GA zum einen eine gewisse Übung. Zum anderen: dir wird bewusst gewesen sein, dass du alkoholisiert nicht fahren darfst. Du hast es dennoch getan. Da liegt der Verdacht nahe, dass du schon des öfteren mit niedrigeren Werten gefahren und nie aufgefallen bist. Diese "Erfolgserlebnisse" führen zu einer gewissen Gelassenheit, dass auch diese TF nicht auffallen wird. Zumal um die Uhrzeit, da wird doch eh net kontrolliert...
Eben.. wie ich es geschafft habe, keine Ahnung.
So wird die allg. Meinung des GA sein, kann ich absolut nachvollziehen und ich würde an seiner Stelle auch so denken.

Ist es sinnvoll mich mit dieser Fragestellung zu befassen, oder sagt er von vorneherein "ist eigentlich egal was er sagt, ich habe sowieso meine meinung"

Zitat:
Zitat von kapomick Beitrag anzeigen

Und die Frage sei gestattet, sie wird auch im FB vorkommen, deshalb musst du sie nicht hier beantworten, aber mal überlegen: du bist mit dem Auto hingefahren. Wie wolltest du denn wieder zurück? War ja keine Fahrt, die durch eine Ausnahmesituation beeinflusst wurde (Oma ins Krankenhaus gefahren oder so).
Was soll ich darauf sagen? Ursprünglich wollte ich bei den Kumpels schlafen.. Wieso ich dann doch lieber ins Auto gestiegen bin?! Keine Ahnung

Zitat:
Zitat von kapomick Beitrag anzeigen


"Nie" und "ausgenommen" in einem Satz sind ein Widerspruch in sich! Sowas kannst du dir gleich mal in die Tasche stecken. Nie heißt: gar nicht. Nichts anderes! Und das ist halt schon ein krasser Widerspruch: "nie" und 1,86‰. Bedenke: deine Promille hast du aufgebaut mit fast 9 Bier oder 550ml Hochprozentigem (oder einer Mischung daraus). Das ist schon eine Hausnummer für untertags. Da fragt sich der GA: "Wenn du sonst NIE untertags trinkst, warum haben dann nicht 2-3 Bier gereicht? Du wusstest ja, dass du noch irgendwie heimkommen musstest."
Naja nie im Sinne von "tagsüber nie" muss nicht ein Widerspruch zu den 1,86 sein. Wenn ich "nur" (bis auf die ein bis zwei Ausnahmen pro Jahr) zur späteren Stunde trinke kann ich mir das ja trotzdem antrainiert haben.


Zitat:
Zitat von kapomick Beitrag anzeigen

UM GOTTES WILLEN! Ein Quartalssäufer ist für einen GA eine spezielle Form des Alkoholikers, der Epsilon-Alkoholiker! Der gilt als alkoholkrank, demnach therapiebedürftig. Den Begriff solltest du auf keinen Fall im Zusammenhang mit dir verwenden, wenn du mit KT die MPU bestehen willst.
Deswegen bin ich hier.. Ich hätte es als nicht "soo" schlimm eingeschätzt, aber wenn das ein no go ist.. gut zu wissen.


Zitat:
Zitat von kapomick Beitrag anzeigen

Gruppenzwang ist auch schlecht. Wer hat dich gezwungen, warum? Hast du nicht freiwillig den Alkohol in dich hineingeschüttet? Wenn du so ein schlaues Bürschchen bist und Prüfungen schreibst, dann solltest du doch wissen, was für dich gut und schlecht ist. Da steckt also mehr dahinter.
Naja schlau, ist relativ.. Vermutlich wäre ich wenn ich schlau wäre, nicht ins Auto gestiegen. ja seh ich ein.. gruppenzwang ist ein schlechtes bsp.
Es steckt vllt. mehr dahinter, aber was soll ich dazu sagen. Dann muss ich unterbewusst eine andere Darstellung zu der Sache haben bzw. irgendwelche anderen Probleme die ich versuche mit Alkohol zu lösen.
Ich behaupte, keine Probleme, Stress oder sonstige Gründe zu haben, die dies rechtfertigen. Warum ich es getan habe, großzügig über den Durst getrunken zu haben? Klar man wird lockerer, fühlt sich erstmal besser. Gewohnheit beim weggehen was zu trinken? Ich kann es nicht sagen?!


Zitat:
Zitat von kapomick Beitrag anzeigen

Naja, spätestens ab 2,5‰ ist es zumindest sehr schwer, kaum möglich, ohne 12 Monate AB, auch über 2‰ bedarf es einer guten Erklärung. Aber das ist kein Freibrief, dass es unter 2‰ auf jeden Fall geht.
Im Gegenteil.. Ich suche auf keinen Fall einen Freibrief. Wenn es mir was bringt mache ich es. Wenn ich das Geld dazu hätte würde ich nicht überlegen. Aber ich habe es momentan nicht, weswegen ich eben überhaupt überlege.

Zitat:
Zitat von kapomick Beitrag anzeigen

Das ist vernünftig, du hast ja auch schon einige Zeit verstreichen lassen. Die erste und wichtigste Entscheidung ist, wie du in Zukunft mit dem Alkohol umgehen willst. Wenn du auf AB gehst, brauchst du Nachweise, per Urin oder Haar. Findet sich alles im Infoteil. Wenigstens 6 Monate. Da kommst du noch hin. Wenns reicht. Deshalb ist eine baldige Einschätzung der SB kein Schaden. Du kannst unabhängig davon ja schon mal die Fragen 1-11 unseres FB ausfüllen: http://mpu-forum.mpu-idiotentest.com...ead.php?t=7864
Da können wir dir u.U. auch schon eine Einschätzung geben.
Wie jetzt schon ein paar mal gesagt, ich denke der zukünftige Umgang mit Alkohol wird mir nicht die größten Probleme bereiten.
Also ob KT oder AB ist beides möglich.
Aus meiner Sicht natürlich KT, weil ich mir die Euros sparen kann.
Angenommen AB mit Nachweisen, reichen da die 6-Monate? Ich habe gelesen 12-Monate sollten es mind. sein?
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  #7  
Alt 14.05.2018, 22:39
Benutzerbild von Alana
Alana Alana ist offline
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Zitat:
Was habe ich nach meinen anderen Prüfungen gemacht --> keine ahnung? auf jeden fall nichts getrunken.
das wir hier was getrunken haben, ist lediglich der tatsache geschuldet, dass wir es kurzfristig nach der prüfung beschlossen hatten.
Die spannende Frage bei der MPU ist ja nicht, warum Du da getrunken hast, sondern die, warum Du Dich danach noch ans Steuer gesetzt hast.

Jemand, bei dem das eine Ausnahme ist, der wird es sich fünfmal überlegen, ob er wirklich noch fährt. Das siehst Du ja auch selbst so:
Zitat:
Wenn ich mit 1,86 noch mit dem Fahrzeug rum fahre, dann geht natürlich jeder davon aus, dass ich öfters mit solchen Werten unterwegs bin,
Ob das nun so ist oder nicht, wirst Du dem GA sehr genau und nachvollziehbar erklären müssen. Denn auch von dieser Antwort hängt es ab, welche Prognose (und damit, ob er Dir KT noch zutraut) er abgibt.
Zitat:
Auch wenn ich von mir selbst behaupte, dass ich unter dem Tag nie! was trinke (ausgenommen: es sind schon unter dem Tag irgendwelche Feste oder Aktivitäten, aber das ist einmal im Jahr zum Oktoberfest oder auf irgendwelchen Zeltfesten.. wenn überhaupt)
Schonmal eine ganz schlechte Aussage gegenüber dem Arzt. Erstens war es hellerlichter Tag und zweitens weder Oktober noch ein Zeltfest. Ich trinke nie! - nur dieses eine Mal, ich fahre nie betrunken - nur dieses eine Mal, kommt nicht gut.
__________________
Liebe Grüße
Alana
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  #8  
Alt 14.05.2018, 22:58
dabayer dabayer ist offline
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Zitat:
Zitat von Alana Beitrag anzeigen
Die spannende Frage bei der MPU ist ja nicht, warum Du da getrunken hast, sondern die, warum Du Dich danach noch ans Steuer gesetzt hast.
Wenn ich es ehrlich beantworten könnte, würde ich es machen.. ich weiß es nicht! Ich wollte nach Hause, ich wollte in meiner gewohnten Umgebung schlafen, ich wollte nicht noch eine Nacht in meiner "Studentenstadt" bleiben.
Wirklich, ich merk selber dass das eine absolut dünne Beschreibung ist. Was soll ich darauf sagen?

Zitat:
Zitat von Alana Beitrag anzeigen
Jemand, bei dem das eine Ausnahme ist, der wird es sich fünfmal überlegen, ob er wirklich noch fährt. Das siehst Du ja auch selbst so:Ob das nun so ist oder nicht, wirst Du dem GA sehr genau und nachvollziehbar erklären müssen. Denn auch von dieser Antwort hängt es ab, welche Prognose (und damit, ob er Dir KT noch zutraut) er abgibt. Schonmal eine ganz schlechte Aussage gegenüber dem Arzt. Erstens war es hellerlichter Tag und zweitens weder Oktober noch ein Zeltfest. Ich trinke nie! - nur dieses eine Mal, ich fahre nie betrunken - nur dieses eine Mal, kommt nicht gut.
Zu diesem Zeitpunkt/Stadium hab ich nicht überlegt. Sollte ich überlegt haben, bin ich davon ausgegangen nicht erwischt zu werden. Dass ich zuviel getrunken zu haben um def. nicht mehr Auto fahren zu dürfen war mir durchaus bewusst.

Puh, genau das ist der springende Punkt. Ich würde es mir selber nicht glauben, wenn ich GA wäre. Wie soll man iwas schlüssig argumentieren wenn alle Statistiken und alle Erfahrungen gegen einen sprechen.
Das ich in einem Satz nicht sagen kann "ja ich trinke nie tagsüber, aber ab und zu mal da und mal da" leuchtet mir ein. Trotzdem ändert es an der Tatsache nicht allzu viel. Wenn ich sage ich trinke tägsüber nie was Punkt!, dann glaubt er mir das ja auch nicht. Aber ich kann mir doch nicht irgendwas ausdenken nur um gut dazustehen.

Am besten wäre es doch ich bin extremer Alkoholiker und durch mein Verhalten bin ich aufgewacht und habe dieses seit dieser Tat komplett geändert. Dann wäre die Sache vermutlich wirklich einfacher...
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  #9  
Alt 14.05.2018, 23:19
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Alana Alana ist offline
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Zitat:
Am besten wäre es doch ich bin extremer Alkoholiker und durch mein Verhalten bin ich aufgewacht und habe dieses seit dieser Tat komplett geändert. Dann wäre die Sache vermutlich wirklich einfacher...
Nö. Es geht um etwas ganz Anderes. Du mußt dein Fehlverhalten an dem Tag erklären können.

Warum? Nur mit einer nachvollziehbaren Erklärung kannst Du eine Wiederholung verhindern. Weißt Du nicht, warum und wieso, bist Du (auch für Dich) unberechenbar, eine Wiederholung ist jederzeit möglich. Die kann dann nur durch einen lebenslangen Verzicht auf Alkohol verhindert werden. Da es in dieser Frage um die Gefahrenabwehr für Andere geht, kann Dir sonst keine Fahrerlaubnis wiedererteilt werden. Da spielt dann die konkrete BAK gar keine Rolle.
__________________
Liebe Grüße
Alana
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  #10  
Alt 14.05.2018, 23:40
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Zitat:
Zitat von Alana Beitrag anzeigen
Nö. Es geht um etwas ganz Anderes. Du mußt dein Fehlverhalten an dem Tag erklären können.

Warum? Nur mit einer nachvollziehbaren Erklärung kannst Du eine Wiederholung verhindern. Weißt Du nicht, warum und wieso, bist Du (auch für Dich) unberechenbar, eine Wiederholung ist jederzeit möglich. Die kann dann nur durch einen lebenslangen Verzicht auf Alkohol verhindert werden. Da es in dieser Frage um die Gefahrenabwehr für Andere geht, kann Dir sonst keine Fahrerlaubnis wiedererteilt werden. Da spielt dann die konkrete BAK gar keine Rolle.
OK, das hilft mir!
Auch wenn ich es momentan nicht beantworten kann.

Ich hätte nur die triviale Erklärung, dass ich einfach heim wollte und somit mein Semester endgültig "abschließe" in dem ich von meiner Studentenstadt weg komme.
Aber ich vermute mal fast, dass dies zu einfach ist

Ich hoffe, dass ich in der nächsten Zeit durch viel lesen, viel nachfragen hier und ansonsten recherchieren zur richtigen Lösung kommen werde.

Danke einstweilen schon mal!
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