Zurück   MPU Forum > MPU Diskussion > Ärztliche Untersuchung

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
  #1  
Alt 06.06.2018, 13:35
Alex_S Alex_S ist offline
Newbie
 
Registriert seit: 06.06.2018
Beiträge: 2
Standard Fragen zu ÄG Wegen Krankheit o. Drogen

Hallo erstmal,

vor ca. einem Jahr waren zwei KriPo Beamte mit einem Durchsuchungsbeschluss in meiner Wohnung. Gefunden haben sie 0,5g Cannabis und eine kaputte Bong. Später bei der Anhörung stellte sich dann heraus, dass irgendwo ein unfrankiertes Päckchen mit 25 XTC Pillen gefunden worden ist, welches mit meiner Postanschrift versehen war. Ich weiß bis heute nicht, wer dafür verantwortlich ist oder wie das passieren konnte. Habe mit harten Drogen nichts zutun und im Darknet hab ich auch noch nie Drogen bestellt.

Naiv wie ich war habe ich dann natürlich versucht zu erklären, dass ich damit nichts zutun hab und auch keine aufputschenden Sachen zu mir nehmen kann da ich unter Panikattacken und Herzrhythmusstörungen leide. Hab mich da falsch ausgedruckt. Meinte eigentlich Herzrasen, dass durch Stress und Prüfungsangst ausgelöst wurden, aber mein Hausarzt hat das mal so genannt, deswegen habe ich mich auch so ausgedrückt. Zu dem Cannabiskonsum habe ich mich blöderweise auch geäußert und gesagt, dass ich das sehr selten(ein paar mal im Jahr), in sehr geringen Dosen (nicht mehr als 0,05g in der Zigarette) und auch niemals im Straßenverkehr konsumiere, um mich ein wenig zu beruhigen. Also im Grunde habe ich denen einfach die Wahrheit erzählt, in der Hoffnung keine Strafe zu bekommen.

Der Staatsanwalt hat mich dann zu einer Jugendgerichtshilfe geschickt, bei dem ich ein Urinscreening abgeben musste, welches natürlich negativ war. Kommt nicht oft vor, dass ich mal was rauche und nach der Nummer erst recht nicht. Er hat dann eine Einschätzung weitergegeben und das Verfahren wurde sehr schnell eingestellt.

Dann kam natürlich Post von der FSS. ÄG wird gefordert mit folgender Fragestellung:
"Erfüllt her S. trotz der aus der aktenkundigen Auffälligkeit resultierenden Anhaltspunkte für eine Erkrankung, die nach Anlage 4 FeV die Fahreignung in Frage stellt, die körperlichen uns geistigen Anforderungen an das sichere Führen von Kraftfahrzeugen der Gruppe 1/2? Kann ggf. durch Auflagen oder Beschränkungen eine bedingte Eignung hergestellt werden?"

Ich wollte dann das Gutachten bei der TüV Süd Stelle in meiner Nähe machen lassen. Als die Zahlungsaufforderung über 586€ bei mir ankam brauchte ich ca. eine Woche um das Geld aufzutreiben und habe es dann Fristgerecht überwiesen. Mangels Terminen kam aber kein Gutachten zustande, da die Frist der FSS überschritten wurde und ich habe meinen FS freiwillig abgegeben.

Durch zusätzliche Gebühren zu Neuerteilung der Fahrerlaubnis über 200€ konnte ich erst jetzt ein halbes Jahr später einen weiteren Versuch starten. Allerdings bei der ABV, weil die TÜV-Stelle dicht gemacht hat.

Ich Frage mich jetzt allerdings immer noch, auf was genau das Gutachten abzielt. Drogenscreenings waren seitens der FSS nicht gefordert und in der Zahlungsaufforderung vom TÜV stand auch nur "Fachärztliches Gutachten neuro-psych." und keine zusätzlichen Kosten für Screenings o.ä.

Wollen die also nur wissen, ob ich mit diesen Herz/Panikproblemen Fahren kann? Die sind mittlerweile nämlich weg, da die Abschlussprüfung hinter mir liegt. Nehme zwar noch Betablocker für die erhöhte Herzfrequenz, aber ansonsten bin ich Kerngesund.
Und gibt es ein paar Beiträge bzw. Links mit denen ich mich auf so ein Gutachten vorbereiten kann?

Geändert von Alex_S (06.06.2018 um 13:47 Uhr)
Mit Zitat antworten
  #2  
Alt 06.06.2018, 13:53
Benutzerbild von Alana
Alana Alana ist offline
MPU Profi
 
Registriert seit: 06.08.2011
Beiträge: 11.379
Standard

Willkommen hier im Forum!


Die Untersuchung hast Du dir mit der Angabe "da ich unter Panikattacken und Herzrhythmusstörungen leide" selbst zuzuschreiben.


Schau mal in die Begutachtungsleitlinien (Download). Kapitel 3.4.
__________________
Liebe Grüße
Alana
Mit Zitat antworten
  #3  
Alt 06.06.2018, 14:14
Alex_S Alex_S ist offline
Newbie
 
Registriert seit: 06.06.2018
Beiträge: 2
Standard

Ja, das weiß ich. im Nachhinein ist man immer schlauer. Denen wird wahrscheinlich nicht reichen, dass ich klar stelle, dass es sich um relativ harmloses stressbedingtes Herzrasen handelt, oder?
Von meinem Hausarzt bekomme ich jedenfalls keine Info mehr, da er Anfang des Jahres die Praxis wegen eines Schlaganfalls zu machen musste.
Mit Zitat antworten
  #4  
Alt 06.06.2018, 14:27
Benutzerbild von Alana
Alana Alana ist offline
MPU Profi
 
Registriert seit: 06.08.2011
Beiträge: 11.379
Standard

Zitat:
Zitat von Alex_S Beitrag anzeigen
Denen wird wahrscheinlich nicht reichen, dass ich klar stelle, dass es sich um relativ harmloses stressbedingtes Herzrasen handelt, oder?
Nein, natürlich nicht, mit Deiner Selbsteinschätzung ist es jetzt nicht mehr getan:
Zitat:
Grundlage der Beurteilung sollte in jedem Fall eine eingehende internistisch-kardiologische Untersuchung (einschließlich 24-Stunden-Langzeit-EKG, eventuell Einsatz eines Ereignisrekorders) sein.
__________________
Liebe Grüße
Alana
Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen

Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.

Gehe zu


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 18:31 Uhr.