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  #21  
Alt 25.10.2018, 21:24
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darksoul darksoul ist offline
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Moin, zu Deinen Rückfragen:

Zitat:
Ich habe mir die Leberwerte nur für maximal ein Jahr bestimmen lassen, da ich im Anschluss gedacht hatte, zeitnah mich um eine MPU kümmern zu können. Da es aber mit dem Studium stressiger wurde und ich im Anschluss meinen Fokus auf die Jobsuche gelegt habe, ist dieses Thema wieder in den Hintergrund gerückt. Muss ich die Blutwerte zwingend nochmal entnehmen lassen? Es wird doch ohnehin nochmal bei der MPU Blut entnommen, oder?
Ja, die Werte werden bei der MPU in jedem Fall auch nochmal gezogen.

Wir raten hier trotzdem dazu, vor der MPU die Werte auch nochmal abzuchecken - dies auch unabhängig von AB oder KT. Aus dem Grund, dass die Werte unter Umständen durch andere Ursachen (z.B. Medikamente) erhöht sein könnten. Ich meine einen Fall hatten wir hier jüngst sogar noch im Forum...

Bzgl. der Anzahl der TF:

Zitat:
Dann werde ich hier leider ein Problem haben. Ich kann doch nicht einfach eine Zahl in den Raum werfen mit der ich meine Fahrten mit Restalkohol beziffere. Das liegt leider alles viel zu weit zurück. Hier geht es ja um die Jahre 2004 – 2006. Das sind 14 Jahre resp. 12 Jahre. In 2004 habe ich sehr langsam mit dem Konsumieren von Alkohol begonnen. Das hier etwas passiert ist, würde ich kategorisch ausschließen. 2005 – 2006 sind die einzigen beiden Jahre, in der Fahrten unter Einfluss von Restalkohol geschehen sein könnten. Wenn ich nun einfach mal von 50 Trinkanlässen in diesen beiden Jahren ausgehe, könnten es vlt. bis zu drei gewesen sein. Könnte aber auch keine Fahrt gewesen sein.
Klar, liegt weit zurück. Kann ich verstehen. Auch schwierig da innerhalb eines Jahres noch einmal zu überlegen, wie viele Fahrten / Trinkanlässe es gab.
Der Gutachter wird fordert allerdings, dass Du Dir dahingehend genügend Gedanken machst. Ich denke, wenn Du die Zahl "3" in den Raum wirfst, dann könntest Du wirklich Probleme bekommen.

50 Trinkanlässe (jeweils pro Jahr in 2005 / 2006)?; also in der Summe 100 für die beiden Jahre - okay. Dann müsstest Du ja nur noch grob überschlagen, wie Du jeweils mit welchem Verkehrsmittel (oder evtl. gar keine) dahin gekommen bist und ob Du selber im Straßenverkehr aktiv teilgenommen hast. Restalkoholproblematik natürlich nur an Abenden bzw. Anlässen, an denen entsprechend viel konsumiert wurde.

Zu den Trinkanlässen:

Zitat:
Ich verstehe auch worauf du hinaus willst, aber auch hier kann ich eigentlich keine genauen Angaben in dem Zeitraum von 2004 – 2007 machen. Im Jahr 2004 habe ich den ersten Alkohol erst im Sommer konsumiert. Ich gehe davon aus, das ich mit meinen 10 Trinkanlässen eigentlich gut liege. Was die Regelmäßigkeit ab 2005 angeht kann ich leider auch nichts genaues angeben. Ich war nicht regelmäßig wöchentlich, aber auch nicht regelmäßig alle zwei Wochen unterwegs. Deshalb habe ich einfach mal angegeben, fast wöchentlich unterwegs gewesen zu sein. Auch wenn ich im späteren Verlauf nicht auf die 12 Trinkanlässe komme, sollte ich die trotzdem so angeben? Sind eigentlich eher so 6 -8
Mit späterem Verlauf meinst Du die KT-Zeit? Da kannst Du, sofern Du das noch weisst, natürlich mit genau der Zahl angeben. Zumindest in der letzten Zeit solltest Du ja einen recht guten Überblick über die Alkohlhistorie haben...

Zitat:
Es liegt in der Tat eine beachtliche Zeit zwischen Trunkenheitsfahrt und der eigentlichen medizinischen und psychologischen Untersuchung. Die Aufarbeitung hingegen, war ein längerer Prozess und bis jetzt hat sich alles nur zum Guten für mich gewendet. Jetzt steht es nur noch an, den Gutachter das auch wirklich glaubhaft zu machen. Ich gehe sehr stark davon aus, das auch von dem Gutachter die Frage kommen wird, warum ich mich nun jetzt erst Untersuchen lasse. Bis dahin ist es aber noch.
Ich zitiere mich selbst:

Zitat:
Ich seh das so: Keiner ist auf den FS angewiesen. Du hättest Dich ja auch dazu entscheiden können, gar nicht die MPU anzutreten und den Rest Deines Lebens auf die Fahrerlaubnis verzichten zu können. Das Leben kann man auch ohne meistern.
Du hast halt den Fokus auf etwas anderes gelegt und kamst ohne FS gut aus. Das kann Dir meine ich kein Gutachter negativ auslegen, ob Du jetzt nach 1, 2 oder 10 Jahren die MPU machst!

Bzgl. der Anzahl der Trinkanlässe bei KT

Zitat:
Ich hatte eig. nicht vor mir eine Maximalgrenze an Trinkanlässen zu setzen. Prämisse war aber, das es für mich überschaubar bleibt.
Definier "überschaubar" und alles ist gut

Zitat:
Jop war es, ich musste einfach über einen längeren Zeitraum nicht mehr an Unternehmungen mit denen Teilnehmen. Ich musste ja bis Mai 2007 für meine Abschlussprüfung für die erste Ausbildung lernen und in der Zeit war es auch recht einfach, da ich mich fokussieren musste. Das Interesse war dann weg. Zu deiner zweiten Frage: Ich war nie auf den Führerschein angewiesen. Habe alles in der Regel fußläufig erreichen können. Während der Studienzeit hatte ich ja ein Semesterticket und alles was weiter weg war, konnte man mit Mitfahrgelegenheiten regeln. Da aber jetzt bei mir und meiner Verlobten die Promotion ein absehbares Ende hat und wir bestimmt nicht in der gleichen Stadt einen Job finden werden, müssen wir Pendeln. Von daher ist ein zweites Auto von Vorteil, damit Sie auch nicht immer fahren muss. Ein weiterer großer Aspekt ist, wir heiraten nächstes Jahr. Wir müssen vom Standesamt ja irgendwie wegkommen. Darf ich das so auch in der Untersuchung beantworten? Soll ich den zweiten Teil aus 25. In die 26 nehmen?
Ja, den letzten Teil kannst Du auch in 26. verschieben.

Den Teil mit der Verlobung kannst Du erwähnen. Ich würde aber die Absicht, da selber mit dem Wagen wegzufahren nicht nennen. Das Du wieder aktiv ein einem KFZ am Straßenverkehr teilnehmen möchtest, das ist dem Gutachter ja schon bekannt.

Problematisch würden Aussagen sein wie "ich brauch den FS für meine Existenz". Damit könnte der Gutachter davon ausgehen, dass Du alles für den Rückerhalt der Fahrerlaubnis machen würdest - im Zweifel sogar in der MPU lügen. Das mal als etwas überspitztes Beispiel...
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Liebe Grüße, darksoul
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  #22  
Alt 07.12.2018, 18:00
DerKTler DerKTler ist offline
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Hallo,

heute war der Tag, an dem ich mich einem Gutachter stellen musste. Nach nervenaufreibender Anreise, habe ich den medizinischen ohne Probleme abgeschlossen. Nun aber zu dem Gutachter. Ich fand es schon eine unheimliche Frechheit, das mir ein gesonderter Brief geschickt wurde, das ich auf einen Dolmetscher zurückgreifen kann, falls es notwendig ist. Dann sitzt mir aber diese GA gegenüber die mit Mühe und Not einen Satz Deutsch gerade so fehlerfrei sprechen konnte. Immer hat sie meine Aussagen missverstanden und falsch interpretiert. Selbst beim Mitschreiben hatte Sie erhebliche Probleme, sodass ich Ihr das eine oder andere Mal ausgeholfen habe. Ich war fast 2 Stunden mit dem GA in einem Raum. Am Ende wurde mir mitgeteilt, dass das Gutachten evtl. Negativ werden könnte, aber mit der Empfehlung einen Kurs gemäß § 70 FeV zu absolvieren eine weitere MPU überflüssog machen könnte. Es war eine sehr beschissene Atmosphäre und kann von meiner Seite aus sagen, das ich diese Anstalt keinem Empfehlen kann.

Ich habe auch immer wieder betont, das ich schon seit sehr vielen Jahren als KTler lebe, aber das war Ihr egal. Ihr war wichtiger welche Glasgröße ich vor 15 Jahren benutzt habe. Echt Lächerlich.


Nun zu meinem Anliegen. Falls ich diese Empfehlung bekomme, sollte ich diese schon annehmen, oder? Ich habe Preise von bis zu 400 € gesehen. Da komme ich doch immer noch besser weg, als wenn ich die Erteilung zurückziehe, neu erteile und dann nochmal die Kosten für eine MPU trage. Hat da jemand Erfahrungen zu?

Gruß
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  #23  
Alt 07.12.2018, 18:54
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marianee marianee ist offline
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Zitat:
Nun zu meinem Anliegen. Falls ich diese Empfehlung bekomme, sollte ich diese schon annehmen, oder? Ich habe Preise von bis zu 400 € gesehen. Da komme ich doch immer noch besser weg, als wenn ich die Erteilung zurückziehe, neu erteile und dann nochmal die Kosten für eine MPU trage. Hat da jemand Erfahrungen zu?
Du bekommst für den Kurs i. d. R. eine Frist gesetzt. Dein Vorteil ist, bei Kursempfehlung, dass du nach Beendigung den Lappen ohne weiteres Procedere zurückbekommst.
Klar sind 400 € nochmal heftig, aber eine neue MPU ist in jedem Fall teurer und du weißt nicht, wie dann das Ergebnis aussieht.

Ich rate dir deshalb, den Kurs zu absolvieren.
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  #24  
Alt 11.01.2019, 11:19
DerKTler DerKTler ist offline
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Hallo, ich habe erneut ein Problem bezüglich meines Gutachtens. Also der Antrag wurde in einem anderen Bundesland ausgestellt. Nun musste ich aber beruflich in ein anderes Bundesland ziehen, sodass mein Erstwohnsitz umgemeldet werden musste. Die alte Behörde hat nun die Akte in die neue Zulassungsstelle verschickt. Ich habe dort angerufen und die meinten, das sie diese nicht bearbeiten werden. Es solle dort fertig gebracht werden, wo der Antrag gestellt wurde. Ich habe irgendwie das Gefühl, das keiner von Beiden sich diesem Fall annehmen will. Es könnte auch sein, das die Zulassungsstelle an meinem Erstwohnsitz die Akte annimmt und diese wieder zurückschickt. Das machen die immer so, wurde mir gesagt. Dann könnte es auch sein, das sie die AKte entgegennehmen, aber dann ein neuer ANtrag gestellt werden muss. Jetzt habe ich die Vermutung, das mein Gutachten nicht anerkannt wird und ich den ganzen scheiß nochmal machen muss. Hat da einer mal Erfahrungen mit gemacht?
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  #25  
Alt 11.01.2019, 12:21
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Mainzelmännchen Mainzelmännchen ist offline
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Aus § 3 Abs. 3 VwVfG ergibt sich, dass die vor Deinem Umzug zuständige Behörde den Antrag zuende bearbeiten KANN, wenn das aus Gründen der Effizienz sinnvoll ist und keine Interessen des Antragsstellers entgegenstehen. Sie muss also nicht.

Ich würde bei der alten FSST anrufen und ganz freundlich und höflich den Sachverhalt schildern, und darum bitten, dass die alte Behörde den Antrag zuende bearbeitet. Ggf. musst Du dann bei der neuen Behörde anrufen und diese bitten, Deine Akte nochmals an die alte Behörde zu schicken, wahrscheinlich wird das aber die alte Behörde machen.

Hier auch noch ein Urteil dazu (betrifft zwar den umgekehrten Fall der Entziehung, aber das spielt hier keine Rolle).

https://www.verkehrslexikon.de/Modul...heinstelle.php
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  #26  
Alt 11.01.2019, 13:34
DerKTler DerKTler ist offline
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Zitat:
Zitat von Mainzelmännchen Beitrag anzeigen
Aus § 3 Abs. 3 VwVfG ergibt sich, dass die vor Deinem Umzug zuständige Behörde den Antrag zuende bearbeiten KANN, wenn das aus Gründen der Effizienz sinnvoll ist und keine Interessen des Antragsstellers entgegenstehen. Sie muss also nicht.
Ist natürlich gegen mein Interesse. Der Sachbearbeiter der neuen Behörde meinte, das ich einen neuen Antrag stellen muss. Das ist ja entgegen meinem Interesse, da ich ja wieder die Kosten dafür tragen muss. Also werde ich den bitten, die Akte wieder zurück zu schicken.
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  #27  
Alt 11.01.2019, 14:35
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Mainzelmännchen Mainzelmännchen ist offline
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Zitat:
Zitat von DerKTler Beitrag anzeigen
Ist natürlich gegen mein Interesse. Der Sachbearbeiter der neuen Behörde meinte, das ich einen neuen Antrag stellen muss. Das ist ja entgegen meinem Interesse, da ich ja wieder die Kosten dafür tragen muss. Also werde ich den bitten, die Akte wieder zurück zu schicken.
Gemeint ist: Wenn die Bearbeitung durch die alte Behörde nicht gegen Deine Interessen läuft - das Gegenteil ist ja hier der Fall, es liegt sogar in Deinem Interesse, dass die alte Behörde die FE erteilt. Dass Du bei der neuen Behörde einen neuen Antrag stellen müsstest, ist m.E. Quatsch, die neue Behörde könnte auch ohne neuen Antrag entscheiden, denn sie ist qua Gesetz gem. § 3 Abs. 1 3 a) VwVfG zuständig geworden, bevor der Antrag in irgendeiner Weise beschieden wurde, aber sei es drum. Das wäre nur relevant, wenn auch die alte Behörde sich weigert, den Antrag zu bearbeiten, denn dann müsstest Du eine Verpflichtungsklage in Form einer Untätigkeitsklage erheben. So weit sind wir noch nicht, Du solltest es erst einmal auf dem kurzen Dienstweg probieren.

Wichtig: Nicht nur die neue Behörde bitten, die Akte zurückzuschicken, sondern mit beiden Behörden sprechen, wie gesagt, höflich und freundlich. Die neue Behörde muss der Bearbeitung durch die alte Behörde zustimmen, andererseits muss die alte Behörde auch bereit sein, den Antrag zuende zu bearbeiten, daher wie gesagt vorher mit beiden Behörden sprechen.
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