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  #31  
Alt 13.09.2018, 19:53
Triodernie Triodernie ist offline
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Kann mir jemand sagen wie ich mich am besten Verhalte jetzt? Ich habe vor mein Problem mit einem Verkehrspsychologen zu besprechen. Ich habe die Drogengeschichte schon überwunden und habe hauptsächlich informationsbedarf dabei wie ich die Geschichte (BTM genommen gegen schmerzen) darstellen soll.

Wird ein Verkehrspsychologe nach etwa 3 Beratungsstunden schon eine Bescheinigung erstellen dass er empfiehlt dass ich die MPU bestehem kann?

Wie wird er reagieren wenn ich davon erzähle mich über ein Forum vorzubereiten?
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  #32  
Alt 15.10.2018, 17:24
Triodernie Triodernie ist offline
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Also beim VP war ich letzte Woche das 2. mal. Er hat meine FS Akte angefordert und vor dem letzten treffen auch durchgelesen. Daraufhin wurde auch mir dann bewusst dass ich die MPU doch nicht so leicht schaffen werde wie ich mir eingangs dachte.

Auch habe ich auf Anraten meines VP jetzt noch begonnen, mein Urinscreening Programm auf Alkoholabstinenz zu erweitern, für die letzten 6 Monate AN von insgesamt 12.

Nun fange ich auch mal damit an mehr Informationen von mir Preiszugeben!

Was ist passiert?
Ende 2016 hatte ich eine Hausdurchsuchung. Angeblich hatte ich 8g Crystal Meth im Darknet bestellt. Das habe ich allerdings nicht, sondern bestellt hatte ich in wirklichkeit 2 Oxycodon Pillen. Habe mit Crystal nie was zu tun gehabt. Nachweisen konnte man mir das dann auch nicht. Allerdings fand man andere Drogen:

Cannabis, Ecstasy, Amphetamin, Opium, Kratom, Benzodiazepine, DMT

Konsumiert hatte ich vor der HD schon seit vielen Jahren Cannabis regelmäßig aber nicht übertrieben. Ecstasy nahm ich wenige male im Jahr 2014 bis ich dann einen Krampfanfall davon erlitt. Nachdem ich mir dadurch die Wirbelsäule verletzte habe ich ab etwa mitte 2015 angefangen Opioide gegen die Schmerzen zu nehmen. Benzos nahm ich zur Muskelentspannung einige male. Ketamin habe ich auch etwa 2 Jahre konsumiert (unregelmäßig 2015-2017)

Drogenbefund
Schnelltest Positiv auf THC, BZO, Opiate

Welche Angaben wurden gegenüber den Behörden gemacht?
Konsum zugegeben? Ja
Besitz zugegeben? Ja
Wurde BTM gefunden, wie viel?
Laut Strafbefehl: 0,7g Haschisch; 19g Marihuana; 0,35g Amphetamin; 3 XTC Pillen; 1,9g Opium und 0,12g DMT

Stand des Ermittlungsverfahrens
Beendet. Strafe gezahlt.

Führerschein
Noch nie besessen, Ersterteilung beantragt und direkt zur MPU geschickt!

Führerscheinstelle
Hab schon in meine Akte geschaut?
Ja
Sonstige Verstöße oder Straftaten?
Nein

Konsum
letzter Konsum: Nov. 2017

Abstinenznachweis
Urinscreen seit April 2018

Aufarbeitung
Drogenberatung: Diakonie 2mal dort gewesen bisher.
Psychologe: Verhaltenstherapie von Ende 2017 bis ca. Juni 2018
Verkehrspsychologe: Bisher 2 Termine
Stationäre Therapie: August 2017, 10-tägiger Entzug von Opioiden


MPU
April 2019
Welche Stelle (MPI): Wahrscheinlich AVUS
Schon bezahlt? Nein

Schon gehabt?
Nein

Altlasten
Sind wir etwa Rückfalltäter? Nein


Ich hoffe das gibt mal nen kleinen Überblick. Ich werde dann bald auch den anderen Fragebogen reinstellen wenn ich mich mal damit auseinandergesetzt habe.
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  #33  
Alt 11.02.2019, 15:41
Triodernie Triodernie ist offline
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Standard Fragebogen

Da meine MPU in etwa 2 Monaten stattfindet habe ich mich jetzt mal an den Fragebogen gemacht. Ich bin sehr Dankbar wenn sich jemand deisen durchliest und mir tipps gibts was ich besser machen könnte oder wo noch was fehlt.

Danke!




Was ist passiert?

Vorgeschichte:

Wann haben Sie das allererste Mal von illegalen Drogen gehört?
Das war damals in der 5. Klasse bei einem Aufklärungsgespräch.

Wann haben Sie das erste Mal konsumiert? (Datum)
Das war etwa Anfang 2005.

Wie sah der Konsum aus? (Konsumbiografie-Wie lange habt Ihr was in welcher Menge genommen?)
Anfangs habe ich mit Freunden, meist am Wochenende unregelmäßig Cannabis konsumiert. Da wurde dann immer ein Joint mit etwa 0,3 g Cannabis unter 2-4 Freunden geteilt. So ging das etwa ein Jahr. Ab 2006 wurde der Konsum häufiger und fand auch öfters Alleine statt. Da kam es dann vor dass ich nach der Schule alleine einen Joint rauchte. Da habe ich dann Durchschnittlich im Monat bis zu 10g Cannabis geraucht. Das ging so bis ins Jahr 2008, da habe ich bis 2009, etwa ein Jahr kein Cannabis mehr Konsumiert. Ab 2009 ging der Konsum dann wieder weiter und blieb bei einem Regelmäßigen Konsum von etwa 10-15g Cannabis im Monat. Das ging dann so weiter, blieb bei einer Konsummenge von 15g im Monat bis zum November 2017.

Im Dezember 2013 probierte ich dann MDMA zusammen mit Freunden. Das waren 50mg. Im Februar 2014 nahm ich nochmal 80mg MDMA. Der letzte MDMA Konsum fand dann am 19.07.2014 statt. Da waren es ca. 100mg.

Im November 2014 probierte ich Ketamin aus (20mg). Da gab es dann von anfang 2015 bis Oktober 2016 an einigen Wochenenden einen Konsum. Insgesamt habe ich Ketamin etwa 15mal Konsumiert. Das waren immer 20-50mg Ketamin.

Ab Anfang 2014 habe ich unregelmäßig Benzodiazepine eingenommen. Das war im Durchschnitt
1 Tag im Monat, an dem ich, bis Ende 2017, jeweils ca. 50mg Benzodiazepine einnahm.

Ab Juni 2015 begann der Opiat/Opioid Konsum. Er begann mit Kratom, von welchem ich Anfangs täglich 2-3g, nach ein paar Wochen dann bis zu 8g einnahm. Dann im November 2015 probierte ich Opium aus. Davon nahm ich unregeläßig an etwa 3-5 Konsumtagen im Monat ca. 0,3g. In dieser Zeit nahm ich auch insgesamt ca. 8 mal Oxycodon (80mg). Der Opium sowie auch der Oxycodon Konsum endete dann gänzlich im Oktober 2016. Dann bekam ich ab November 2016 Tilidin verschrieben, von welchem ich dann täglich 200mg nahm. Von da an viel auch das Kratom weg und ich nahm bis zum 21.07.2017 nur noch Tilidin. Zwischen dem 21.07 – 21.08.17 bekam ich Buprenorphinpflaster (10microgramm/std).
Ab dem 22.08.17 war ich dann Opiat/Opioidfrei.

Haben Sie Drogen zusammen mit Alkohol konsumiert?
Es kam manchmal vor, dass ich noch geringfügig unter Alkoholeinfluss stand, als ich dann später am Abend Drogen konsumierte. Ich habe allerdings nie versucht den Rausch von Drogen durch Alkohol zu verstärken.





Wie ist der Umgang mit Alkohol gewesen?
Ich habe sehr wenig getrunken, meistens nur zu speziellen Anlässen und dann waren es auch höchstens 2 Bier. Mir hat der Alkohol Rausch nie gut gefallen. Ich wurde davon immer sehr schnell müde. Es waren meistens Situationen bei denen man auf etwas Anstöst in einer Geselligen Runde.

Sonstige Suchtmitteleinnahme?
Ich habe 2006 angefangen Zigaretten zu Rauchen. 5 Jahre lang habe ich Regelmäßig geraucht. Dies beendete ich aber dann 2011 und bin seit dem glücklicher Nichtraucher.

Haben Sie bei sich negative Folgen festgestellt?
Ja. Als sich bei mir ein regelmäßiger Konsum von Cannabis einstellte, habe ich Hobbys, Schule und Familie vernachlässigt. Ich wurde mit der Zeit Fauler und Kontakte zu anderen Menschen außerhalb meines Freundeskreises gab es fast nicht mehr. Ich habe mich immer mehr vom Gesellschaftlichen Leben abgewandt. Das Kurzzeitgedächtnis hat mit der Zeit auch gelitten. Es stellte sich auch im laufe der Jahre eine Paranoia ein welche mir es schwer machte unter Leute zu gehen während dem Einfluss von Cannabis.
Nach dem Konsum von MDMA wurde ich am nächsten Tag immer sehr unglücklich und hatte noch Tage danach mit depressiven Stimmungen zu kämpfen.
Später dann, als ich Opiate einnahm, habe ich mich fast Komplett abgeschottet. Mit meinem Freundeskreis habe ich auch fast nichts mehr unternommen und ich verbrachte die meiste Zeit allein Zuhause. Ich wurde sehr träge und hatte oft Stimmungsschwankungen.

Haben Sie trotz negativer Folgen weiter konsumiert?
Ja.


Auffälligkeit:

Was für Werte wurden bei Ihrer Auffälligkeit festgestellt?
Es wurden keine Werte festgestellt sondern ausschließlich ein Positives Schnelltest-Ergebnis auf THC, Opiate und Benzodiazepine.

Wann und wieviel haben Sie in der Woche vor der Auffälligkeit konsumiert?
Täglich ca. 8Gramm Kratom und 0,2g Cannabis.

Wieviel und was haben Sie am Tag der Auffälligkeit Konsumiert?
Nichts.

Gab es einen besonderen Grund für diesen Konsum?
-
Wie sind Sie auffällig geworden?
Bei einer Hausdurchsuchung.



Warum ist es passiert?

Welche persönlichen Hintergründe gab es für den Cannabis- Drogenkonsum?
Ich hatte das Glück, Wohlbehütet aufzuwachsen und würde meine Kindheit als Glücklich beschreiben. Meine Eltern haben mich und meine 2 Brüder geliebt und es ging uns Finanziell auch gut. Allerdings hatte mein Vater schon vor meiner Geburt einen schweren Autounfall. Ich bin also mit einem Vater aufgewachsen der neben Gesundheitlichen Problemen auch noch das Problem einer vernichteten Existenz hatte. Ich habe meinen Vater nie Gesund erleben können. Da lange Zeit die Versicherung meines Vaters zahlte (der Unfall war ja Unverschuldet) hatte wir keine Geldsorgen. Als ich 6 Jahre alt war zogen wir in ein größeres Haus und meiner Familie ging es gut.
Das änderte sich dann ab etwa 2002. Durch den wegfall der Versicherungsleistungen geriet mein Vater unter Druck und meine Mutter wollte wieder arbeiten gehen.
Ab diesem Zeitpunkt habe ich sehr unter den Streitereien meiner Eltern gelitten. Auch musste ich mein Hobby, das Schlagzeugspielen aufgeben. Die Finanzielle Situation wurde immer schwieriger.
Ich habe sehr darunter gelitten dass mein Vater wenig Zeit für mich hatte und dauernd unter starken Kopfschmerzen litt.

Da ich klein und schlank bin, wurde ich oft in der Schule gehänselt. Mein Selbwertgefühl war dadurch angekratzt und somit hat mir dann Cannabis eine möglichkeit geschaffen mich zurückzuziehen. So habe ich dann immer öfters Cannabis konsumiert und damit meine Probleme verdrängt. Es entwickelte sich dann ein Freundeskreis bei dem alle Cannabis konsumierten.

Später, ich war dann 23 Jahre alt, erzählten mir meine Freunde wie schön die Wirkung von MDMA ist. Dann probierte ich auch MDMA. Während dem Rausch waren meine Selbstzweifel wie weggefegt und ich konnte ein unglaubliches Glücksgefühl erfahren.

Als ich mir am 19.07.2014 infolge eines Krampfanfalls 3 Brustwirbel brach, bin ich anschließend in Physiotherapeutischer behandlung gewesen. Da ich in der Stadt, in welcher ich meine Ausbildung machte immer Freitags anschließend zu Physio ging, konnte ich die Schmerzen, die durch eine starke Kyphose entstanden gut in den Griff bekommen. Nach ein paar Monaten ging ich dann nicht mehr zur Physiotherapie und als dann sie Schmerzen wieder schlimmer wurden habe ich angefangen Opioide einzunehmen. Ich bin dadurch in einen Teufelskreis geraten. Die Rückenschmerzen wurden dann Cronisch und mir ging es immer schlechter. Ich habe dann um Arbeiten zu können Schmerzmittel gebraucht.


Wie hat sich Ihr Umfeld über Ihren Drogenkonsum geäußert?
Als damals meine Eltern davon erfuhren dass ich Cannabis konsumierte, da war ich 16 Jahre alt, haben Sie mir versucht klarzumachen dass dies gefärhlich sei. Sie bemerkten dass ich öfters fertig aussah und Lustlos erschien.

Gab es Ereignisse in Ihrem Leben, die zu verstärktem Konsum geführt haben?
Ja. Als meine Rückenschmerzen immer schlimmer wurden, und ich trotzdem noch meine Ausbildung beenden wollte, habe ich mehr Konsumiert. Das brachte mich dann in einen Teufelskreis.


Haben Sie vor der Auffälligkeit jemand um Hilfe gebeten, um den Drogenkonsum zu beenden?
(Warum, wann, wer, mit welchem Erfolg?)

Nein.

Gibt es in Ihrer Familie aktenkundige Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz oder Suchtkrankheiten?
Nein.

Hatten sie Konsumpausen/spitzen?
Warum? Wann?

Zwischen 2008 und 2009 hatte ich eine Konsumpause. In der Zeit lernte ich eine Frau kennen und ich nahm Abstand von meinem Freundeskreis.
Als sich dann später mit den Rückenschmerzen ein Teufelskreis entwickelte gab es einen vermehrten Konsum, vor allem von Opiaten.

Was hat Sie daran gehindert, ohne Droge abzuschalten?
Fehlende Anerkennung, keine Strategien um ohne Drogen Einsamkeit, Traurigkeit oder Wut zu entschärfen. Auch das ständige treffen meines Freundskreises hat mich davon abgehalten keine Drogen mehr zu nehmen.

Waren Sie gefährdet in eine Drogenabhängigkeit zu geraten?
Ja.

Waren sie Drogenabhängig?
Ja.
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  #34  
Alt 11.02.2019, 15:41
Triodernie Triodernie ist offline
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Standard Fragebogen

Wieso passiert das nicht wieder?

Hätten sie, rückblickend, eine Drogenkarriere verhindern können?
Ja, wenn ich damals die Kenntnisse und Einsichten gehabt hätte welche ich heute habe.

Wieso haben Sie sich für eine Abstinenz entschieden?
Ich war eigentlich schon lange sehr unzufrieden mit meinem Leben. Ich habe durch den Konsum von Cannabis vieles verpasst. Meine Sozialkompetenz und meine Selbstwertprobleme konnte ich nie loswerden. Alles drehte sich um den Konsum-Freundeskreis und die Aktivitäten dadurch auf den Konsum von Drogen. Ich bekam immer häufiger Depressive Verstimmungen.

Als ich im Februar 2017 in einer Stationären Reha war (wegen meinen Rückenschmerzen) hatte ich auch Psychologische Unterstützung und dort ist mir einiges Klargeworden. Ich wurde Motiviert dazu mein Leben doch noch in den Griff zu bekommen. Dort gab es auch ein Schwimmbad in dem ich dann, nachdem ich Jahrelang nicht mehr schwimmen war, malwieder Bahnen geschwommen bin. Dort war dann ein Junger Mann der mir erzählte er trainiert auf einen Triathlon.

Ich konnte in der Reha ein neue Sichtweise auf mein Leben erlangen und wurde darin bestärkt mein Leben zu ändern. Ich wollte ab da an ein Normales, Glückliches und Zufriedenes Leben führen und vorallem endlich die Dinge tun welche ich mir lange nicht Zugetraut hätte. Und dies würde nur Funktionieren wenn ich von den Drogen wegkomme.


Beschreiben Sie den Punkt, an dem Sie sich für ein abstinentes Leben entschieden haben (Knackpunkt)
Im Sommer 2017 habe ich im Fernsehen die Iron Man Championships gesehen. Ich erinnerte mich an den Jungen Mann von der Reha, dieser erzählte mir dass es auch kürzere Distanzen beim Triathlon gibt. Ich war ab da an Fasziniert von dem Gedanken auch mal an einem Triathlon teilzunehmen. Ich bin dann Regelmäßig schwimmen gegangen (ich war mit 12 Jahren mal im Leistungsschimmen und konnte deshalb schon recht gut Kraulen) und machte recht schnell Fortschritte. Als ich dann im August 2017 in die Schmerzklinik nach Ulm ging um von den Opiaten zu entziehen, und es durch kompetente Unterstützung auch gut schaffte, fasste ich den Gedanken auch bald mit dem Cannabis aufzuhören. Ich wurde von einem Physiotherapeuten in der Schmerzklinik darin bestärkt auch wieder zu meiner Damaligen Physiotherapeutin zu gehen. Dadurch schaffte ich es dann komplett ohne Schmerzmittel meinen Alltag schmerzfrei zu gestalten.

Ende Oktober 2017 entschied ich mich dann auch mit dem Cannabis aufzuhören und habe mir vorgenommen endlich meine Wünsche zu erfüllen, neue Leute Kennenzulernen und mich Persönlich weiterzuentwickeln. Anfang November war ich dann Drogenfrei und schaffte es dann mich bei dem Triathlonverein aus meiner Gegend zu melden und dufte dann beim Schwimmtraining mitmachen. Dort lernte ich nette Leute kennen und habe mir vorgenommen ab da an mein Leben zu ändern.

Wieso kommt für Sie nur Abstinenz und nicht nur gelegentlicher Konsum in betracht?
Es würde auch bei einem Einmaligem Konsum immer die Gefahr bei mir bestehen wieder in alte Muster zurück zu verfallen. Ich habe großen Respekt davor diese Schwelle zu übertreten denn ich habe mir viel aufgebaut, was ich unbedingt bewahren will. Da ich täglich Ausdauertraining mache und es mir große Zurfiedenheit gibt mich Gesund zu ernähren würden mich Drogen nur wieder zurückwerfen.

Wie haben Sie die Umstellung zur Abstinenz erlebt?
Der Entzug von Opiaten war schon sehr unangenehm. Ich hatte Anfangs auch vermehrt Schmerzen, doch als ich diese Phase überwunden habe ging es mir richtig gut. Als ich dann auch vom Cannabis wegkam hat sich nach etwa 2 Wochen ein gute Gefühl eingestellt. Nach einer Weile haben sich das Kurzzeitgedächtnis und die Lethargie stark verbessert.

Wer hat Ihnen dabei wie geholfen?
Als die Polizei im Rahmen einer Hausdurchsuchung mir meine Missliche Lage erst voll Bewusst machte, habe ich mich danach dann in Ärtzliche Hilfe begeben. Mein Orthopäde hat mir daraufhin dann auch Opioide verschrieben um meine Unregelmäßige einnahme zu beenden und das ganze unter Ärtzlicher Kontrolle fortzusetzen. Ziel war auch ganz von Schmerzmitteln wegzukommen. Daraufhin habe ich dann auch eine Reha gemacht.

Dort hatte ich erste Gespräche mit Psychotherapeuten und wurde gut betreut. Nach der Reha konnte ich dann Anfangen die Schmerzmittel zu reduzieren. Dann kam ich auch mit Schmerztherapeuten in Kontakt die mir Lösungswege aufzeigten, von den Opioiden weg zu kommen. Als ich im August für eine Woche in eine Schmerzklinik ging, habe ich von den Opioiden entzogen und dort wurde mir geraten eine Verhaltenstherapie zu machen.

Diese habe ich dann wenige Wochen später angefangen bei einer Therapeutin in meiner nähe. Dadurch konnte ich dann damit beginnen meine Selbswertprobleme und Ängste zu überwinden. Mit dieser Unterstützung habe ich es geschafft von den Drogen wegzukommen. Ich habe mich beim Triathlonverein angemeldet und habe dort viel Anerkennung erhalten und neue Leute kennengelernt an denen ich mich orientieren konnte. Das Regelmäßige Training macht spaß und tut mir sehr gut.

Mitte 2018 habe ich Kontakt zu einer Diakonischen Einrichtung aufgenommen und bin dort zu einer Drogenberatung gegangen. Dort habe ich meine Damalige Drogenproblematik angesprochen und wurde darin bestärkt weiter Abstinent zu bleiben. Dort wurde mir dann empfohlen zu einem Verkehrspsychologe zu gehen um meine spezielle Problematik anzusprechen.
Seit November bin ich nun auch noch bei einem Verkehrspsychologen der mich gut unterstützt.
Wie reagiert Ihr Umfeld auf diese Umstellung?
Meine Familie ist sehr Stolz auf mich. Ich bekomme oft Komplimente dass ich nun so Fit bin und mich um ein Gesundes Leben kümmere.

Haben Sie nach der Auffälligkeit weiterhin Kontakt zu Ihren Drogenbekannten gehabt?
Nein ich habe mich von meinem Alten Freundeskreis entfernt. Da ich lange den Wunsch hatte Leute kennenzulernen mit denen ich meine Ziele erreichen kann viel mir das auch nicht sehr schwer.

Haben Sie nach Ihrer Auffälligkeit miterlebt, wie Ihre Bekannten Drogen konsumiert haben?
Nein.

Wie haben Sie in Zukunft vor mit Cannabis/dem Konsum umzugehen?
Ich werde mich in der Zukunft davon fernhalten. Ich habe damit Abgeschlossen und möchte nicht Riskieren wieder in den alten Teufelskreis zu geraten.

Haben Sie zu Hause Cannabis?
Nein.

Wie wollen Sie es gegebenen Falls in Zukunft verhindern, nochmals unter Drogeneinfluß ein KFZ zu führen?
Ich bin noch nie ein KFZ gefahren. Aber da ich nicht vorhabe nochmals Drogen zu nehmen werde ich auch nicht in eine solche Gefahr geraten.

Wie wollen Sie einen beginnenden Rückfall erkennen?
Wenn ich Anfangen würde mich wieder zurückzuziehen und Einsam fühlen oder meine Schmerzen wieder schlimmer würden, wären das Anzeichen für mich. Dann würde ich mir schnell Unterstützung suchen und nicht wie Früher Kurzschlüsse ziehen.

Wie ist derzeit der Konsum von Alkohol bei Ihnen?
Ich trinke überhaupt keinen Alkohol. Da ich mir damit auch meine Ausdauerleistung mindern würde macht das eh keinen Sinn für mich. Abgesehen davon hat mir Alkohol eh nie gefallen.
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  #35  
Alt 28.02.2019, 21:05
Triodernie Triodernie ist offline
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Ich Pushe mal meinen Thread nach oben. Da ich in einem Monat meine Mpu machen werde, würde ich mich freuen wenn sich jemand mal meinen Fragebogen anschaut.
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  #36  
Alt 10.03.2019, 11:53
Triodernie Triodernie ist offline
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Push die zweite...
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  #37  
Alt 10.03.2019, 12:19
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Ich gucke heute Abend mal drüber
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  #38  
Alt 10.03.2019, 20:57
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Wann haben Sie das allererste Mal von illegalen Drogen gehört?
Das war damals in der 5. Klasse bei einem Aufklärungsgespräch.

Wann haben Sie das erste Mal konsumiert? (Datum)
Das war etwa Anfang 2005.


Wann war 5. Klasse und wie alt warst Du 2005?

--------------------------------


Haben Sie trotz negativer Folgen weiter konsumiert?
Ja.


Weil?
Was haben Dir die Drogen gegeben, was Du sonst nicht hattest?
Mach mal eine Funktionsbeschreibung.

---------------------------
Hätten sie, rückblickend, eine Drogenkarriere verhindern können?
Ja, wenn ich damals die Kenntnisse und Einsichten gehabt hätte welche ich heute habe.


Am Wissen hat es ja nicht gelegen:

Das war damals in der 5. Klasse bei einem Aufklärungsgespräch.

Da wusstest Du relativ zeitig bescheid.

Auch

Da ich klein und schlank bin, wurde ich oft in der Schule gehänselt. Mein Selbwertgefühl war dadurch angekratzt und somit hat mir dann Cannabis eine möglichkeit geschaffen mich zurückzuziehen.

die Rückzugsmöglichkeit hast Du gewählt, weil Du so viele andere Orte zur Auswahl hattest?

Dann probierte ich auch MDMA. Während dem Rausch waren meine Selbstzweifel wie weggefegt und ich konnte ein unglaubliches Glücksgefühl erfahren.

und auch die Schmerzen

Nach ein paar Monaten ging ich dann nicht mehr zur Physiotherapie und als dann sie Schmerzen wieder schlimmer wurden habe ich angefangen Opioide einzunehmen.


wären nicht von allein gegangen.

Was genau wären denn die alternativen Möglichkeiten zur der Zeit an dem Ort gewesen, die Du lachend ausgeschlagen hast, um Dich dem Rausch zu widmen?

---------------------------------------------------

Wie wollen Sie einen beginnenden Rückfall erkennen?
Wenn ich Anfangen würde mich wieder zurückzuziehen und Einsam fühlen oder meine Schmerzen wieder schlimmer würden, wären das Anzeichen für mich. Dann würde ich mir schnell Unterstützung suchen und nicht wie Früher Kurzschlüsse ziehen.


Das ist Teil 1: ich beobachte mich selber
Teil 2 : Ich lasse mich beobachten.
Halte Rücksprache mit meinem Umfeld, reagiere auf Hinweise, nehme in Absprache mit dem Umfeld Veränderungen vor.
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  #39  
Alt 11.03.2019, 13:28
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Vielen Dank Samuel dass du mir Hilfst!

Zitat:
Zitat von samuel Beitrag anzeigen
Wann haben Sie das allererste Mal von illegalen Drogen gehört?
Das war damals in der 5. Klasse bei einem Aufklärungsgespräch.

Wann haben Sie das erste Mal konsumiert? (Datum)
Das war etwa Anfang 2005.


Wann war 5. Klasse und wie alt warst Du 2005?


5. Klasse war 2001 und 2005 war ich 15 Jahre alt.

--------------------------------

Haben Sie trotz negativer Folgen weiter konsumiert?
Ja.


Weil?
Was haben Dir die Drogen gegeben, was Du sonst nicht hattest?
Mach mal eine Funktionsbeschreibung.


Cannabis gab mir immer das Gefühl dass alle Probleme nicht existieren, ich konnte Selbstzweifel und Zukunftsängste gut verdrängen. Auch hat es mir dabei geholfen die Langeweile zu bekämpfen. Da ich zu der Zeit keine Hobbys mehr hatte brauchte ich einen Lückenfüller.

---------------------------

Hätten sie, rückblickend, eine Drogenkarriere verhindern können?
Ja, wenn ich damals die Kenntnisse und Einsichten gehabt hätte welche ich heute habe.


Am Wissen hat es ja nicht gelegen:

Das war damals in der 5. Klasse bei einem Aufklärungsgespräch.

Da wusstest Du relativ zeitig bescheid.

Also sollte ich schreiben:

Nein, eine Drogenkarriere hätte ich damals nicht verhindern können, da ich erst später als es schon zu spät war erkannte dass ein Leben ohne Drogen lebenswerter und Erfüllter ist.


Auch

Da ich klein und schlank bin, wurde ich oft in der Schule gehänselt. Mein Selbwertgefühl war dadurch angekratzt und somit hat mir dann Cannabis eine möglichkeit geschaffen mich zurückzuziehen.

die Rückzugsmöglichkeit hast Du gewählt, weil Du so viele andere Orte zur Auswahl hattest?

Da weiß ich jetzt nicht genau was du mit andere Orte meinst


Dann probierte ich auch MDMA. Während dem Rausch waren meine Selbstzweifel wie weggefegt und ich konnte ein unglaubliches Glücksgefühl erfahren.

und auch die Schmerzen

Nein die Schmerzen entstanden erst durch einen Unfall der mit dem letzten MDMA Rausch zusammenhängt.


Nach ein paar Monaten ging ich dann nicht mehr zur Physiotherapie und als dann die Schmerzen wieder schlimmer wurden habe ich angefangen Opioide einzunehmen.


wären nicht von allein gegangen. ??

Was genau wären denn die alternativen Möglichkeiten zur der Zeit an dem Ort gewesen, die Du lachend ausgeschlagen hast, um Dich dem Rausch zu widmen?

Na weiter zur Physiotherapie zu gehen... ist ja nicht so dass ich die Opioide nur gegen die schmerzen nahm.

---------------------------------------------------

Wie wollen Sie einen beginnenden Rückfall erkennen?
Wenn ich Anfangen würde mich wieder zurückzuziehen und Einsam fühlen oder meine Schmerzen wieder schlimmer würden, wären das Anzeichen für mich. Dann würde ich mir schnell Unterstützung suchen und nicht wie Früher Kurzschlüsse ziehen.


Das ist Teil 1: ich beobachte mich selber
Teil 2 : Ich lasse mich beobachten.
Halte Rücksprache mit meinem Umfeld, reagiere auf Hinweise, nehme in Absprache mit dem Umfeld Veränderungen vor.

Also: Wenn ich an mir beobachten würde dass ich mich wieder zurückziehe, mich Einsam fühle oder wieder vermehrt Schmerzen auftreten.

Ich würde dann erstmal meine Familie fragen ob ihnen was Auffällt bei meinem Verhalten. Hinweise wie vermehrte Unzufriedenheit oder das klagen über Schmerzen würde ich ernst nehmen und direkt Hilfe suchen. Ich würde vermehrt Physiotherapeutische Termine wahrnehmen und mich bei der Drogenberatung wieder beraten lassen. Dort war ich auch während meines Abstinenzkontrollprogrammes und hab dort gute Unterstützung bekommen.


Geändert von Triodernie (11.03.2019 um 13:29 Uhr) Grund: Farbliche hervorhebung meiner antworten
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  #40  
Alt 11.03.2019, 14:57
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samuel samuel ist offline
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Also sollte ich schreiben:

Nein, eine Drogenkarriere hätte ich damals nicht verhindern können, da ich erst später als es schon zu spät war erkannte dass ein Leben ohne Drogen lebenswerter und Erfüllter ist
.

Das kannst nur Du beantworten.
Was ist realistischer?

Ich hatte es verhindern können, oder ich musste den Weg gehen, wie ich ihn gegangen bin?

Wenn Du es hättest verhindern wollen, dann konkret, wann und bei welcher Gelegenheit hast Du ein Angebot abgelehnt, welches Dich von den Drogen weg gebracht hätte?

siehe auch:

Haben Sie vor der Auffälligkeit jemand um Hilfe gebeten, um den Drogenkonsum zu beenden?
(Warum, wann, wer, mit welchem Erfolg?)
Nein.
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