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  #21  
Alt 12.03.2018, 08:10
fhenschel fhenschel ist offline
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Standard Offenes Verfahren nicht in Führerscheinakte vermerkt! Was nun?

Hatte bereits schon mal nachgefragt wie ihr in meinem Fall während der MPU handeln würdet, wenn es um offene Verfahren geht.
Letzte Woche hatte ich meine Akteneinsicht der Führerscheinakte bei der Führerscheinstelle. Mein offenes Verfahren ist nicht in der Akte aufgelistet. Und ich weiß auch das die Akte so wie sie war noch am selben Tag zum TÜV gesendet wurde. Nun meine Frage,
Hat der TÜV bzw die zu untersuchende Stelle zu 100% NUR die Informationen über mich aus der Führerscheinakte, oder gibt es noch andere ''Informationsquellen''?
Ich würde sehr gerne die Frage zum offenen Verfahren verneinen können. Das würde mir viele unangenehme Fragen ersparen..
Aber wenn die Möglichkeit besteht das die Stelle auch nur zu 2% aus irgendwelchen Gründen doch was von dem Verfahren wissen würde (in dem Fall --> woher?), dann muss ich es natürlich doch zugeben. Sonst ist meine Glaubhaftigkeit natürlich gleich im Eimer..
Was denkt ihr? Gibt es da gesetzliche Vorgaben, in denen steht, dass nur die Führerscheinakte, nicht mehr und nicht weniger benutzt werden darf?

Danke für eure Hilfe!
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  #22  
Alt 12.03.2018, 09:40
derm derm ist offline
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Wenn die Fsst dein offenes Verfahren nachträglich mitbekommt, kann deine MPU nachträglich ungültig werden! Da du ja nachweislich bei der MPU gelogen hast.

Es spielt also erstmal keine Rolle wenn die JETZT noch keine Kenntnis davon haben!
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  #23  
Alt 12.03.2018, 11:10
Benutzerbild von Alana
Alana Alana ist offline
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Standard

Zitat:
Zitat von fhenschel Beitrag anzeigen
Hat der TÜV bzw die zu untersuchende Stelle zu 100% NUR die Informationen über mich aus der Führerscheinakte,
Ja, zu 100 Porzent nur die.
Zitat:
Ich würde sehr gerne die Frage zum offenen Verfahren verneinen können. Das würde mir viele unangenehme Fragen ersparen..
Kann ich verstehen, würde aber in die Hose gehen. Weil das Verfahren zu ebenfalls 100 Prozent in der FS-Akte landet, wenn kurz vor der Versendung der Ableich mit dem Bundeszentralregister erfolgt.
Zitat:
Aber wenn die Möglichkeit besteht das die Stelle auch nur zu 2% aus irgendwelchen Gründen doch was von dem Verfahren wissen würde (in dem Fall --> woher?), dann muss ich es natürlich doch zugeben. Sonst ist meine Glaubhaftigkeit natürlich gleich im Eimer..
Siehe dazu
Zitat:
Zitat von derm Beitrag anzeigen
Wenn die Fsst dein offenes Verfahren nachträglich mitbekommt, kann deine MPU nachträglich ungültig werden! Da du ja nachweislich bei der MPU gelogen hast.
Hypothese O heißt das in den Beurteilungskriterien. Wenn die schon nicht funktioniert, kommt es gar nicht mehr zur Hypothese D.
Zitat:
Gibt es da gesetzliche Vorgaben, in denen steht, dass nur die Führerscheinakte, nicht mehr und nicht weniger benutzt werden darf?
Ja, gibt es. Aber: s.o., das landet in der Führerscheinakte.
__________________
Liebe Grüße
Alana
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  #24  
Alt 12.03.2018, 11:33
fhenschel fhenschel ist offline
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Zitat:
Zitat von Alana Beitrag anzeigen
Ja, zu 100 Porzent nur die.
Kann ich verstehen, würde aber in die Hose gehen. Weil das Verfahren zu ebenfalls 100 Prozent in der FS-Akte landet, wenn kurz vor der Versendung der Ableich mit dem Bundeszentralregister erfolgt.
Siehe dazuHypothese O heißt das in den Beurteilungskriterien. Wenn die schon nicht funktioniert, kommt es gar nicht mehr zur Hypothese D.
Ja, gibt es. Aber: s.o., das landet in der Führerscheinakte.
Ok danke für die Tips!
Also sollte ich auf jeden fall dabei bleiben es zu erzählen.
Denkt ihr es macht Sinn den Tatbestand des offenen Verfahrens etwas zu verharmlosen?
Gibt es Erfahrungen wie genau auf das offene Verfahren eingegangen wird?
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  #25  
Alt 12.03.2018, 11:39
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Alana Alana ist offline
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Zitat:
Zitat von fhenschel Beitrag anzeigen
Denkt ihr es macht Sinn den Tatbestand des offenen Verfahrens etwas zu verharmlosen?
Verhramlosen macht in der MPU nie Sinn, wenn die Akte oder dein Gerichtsurteil eine andere Sprache sprechen.Darunter fällt auch so etwas:
Zitat:
aufgrund einer geringfügigen Straftat wegen Drogenbesitzes
__________________
Liebe Grüße
Alana
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  #26  
Alt 20.03.2018, 11:07
fhenschel fhenschel ist offline
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Ausrufezeichen In 1 1/2 Monaten MPU, Was haltet Ihr von meinem Fragebogen? (MPU THC)

Moin Liebe Gemeinde,

Bald ist es soweit, die MPU.. Ich bin ziemlich aufgeregt, aber ich werde mit jedem Tag vorbereitung etwas weniger ängstlich. Ich wollte euch meinen Fragebogen mal zeigen. Was haltet ihr davon? Ich habe einige Fragen aus dem Fragebogen gestrichen und ein paar dazu geschrieben. Ich bin für jeden Beitrag, Kommentar & Kritik dankbar! Wenn ich auf irgendwas genauer eingehen soll, oder offene Fragen bestehen schreibt mir einfach ein Kommentar.

Was ist passiert?
Vor 4 Jahren Kunde eines anonymen Online-Händlers 10g kristallines MDMA und 28 Ecstasy Tabletten bestellt, einen geringen Teil in vorgefasster Absicht erhalten, den Rest in Gewinnerzielungsabsicht an einen anderen Abnehmer verkauft. Darauf hin Brief vom Verkehrsamt. Ich musste zu einem Ärtzlichen Gutachten (im Brief stand Urin oder Haar – dachte ich mache Urin (zu dem Zeitpunkt 5 Wochen letzter Konsum) und bin raus aus der Sache) aber wurde mir nicht gewährt, also Haaranalyse), verkackt → MPU und 12 Monate Abstinent angeordnet

Drogenbefund:
16.02.2016: toxikologische Haaranalyse deutliche Menge THC 0,42 ng/mg
Januar 2017: 0,60ng/mg

Welche Angaben wurden gegenüber den Behörden/MPU gemacht?
Konsum zugegeben? ja
Beim Kauf erwischt? zugegeben

Stand des Ermittlungsverfahrens:
längst abgeschlossen, Geld Strafe

Führerschein:
Wurde bereits neu beantragt

Führerscheinstelle:
habe ich in meine Akte geschaut? Ja, bereits Einblick erhalten, das vergangene Strafverfahren, 1x Dekra Gutachten, 1x TÜV Gutachten und mehrere Kleinigkeiten und Papierkram enthalten,
Sonstige Verstöße Straftaten: 2 Punkte in Flenßburg (bei Akteneinsicht wurde mir dann gesagt ich darf noch ein Aufbauseminar machen sonst krieg ich den Führerschein auch nicht wieder.. Habe bereits Termin, einen Tag nach der MPU geht es los, damit ich mich bis dahin auf die MPU konzentrieren kann), 2 andere geringfügige Straftaten mit Cannabis gehabt (allerdings nicht in Akte vermerkt, aber eine dieser Straftaten zugegeben, siehe unten)

Konsum:
jetzt seit 1 ½ Jahren nicht mehr

Abstinenznachweis:
Haaranalyse über 12 Monate (in 1 ½ Monaten zweiter Abstinenzbeleg + MPU)

Aufarbeitung:
individuelle Aufarbeitung der zugrundeliegenden persönlichen Problematik im Rahmen einer psy. Beratung
→ Momentan Einzelgespräche bei einer Verkehrspsychologin und Vorbereitung hauptsächlich hier im Forum

MPU:
habe bereits einen Termin beim TÜV SÜD, am 3.5. am selben Tag meiner 2. Haaranalyse
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  #27  
Alt 20.03.2018, 11:08
fhenschel fhenschel ist offline
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Vorgeschichte:

Wann haben Sie das allererste Mal von illegalen Drogen gehört?

Zum Ersten Mal im Alter von 14 Jahren gehört.. Man hat es immer mal wieder gehört und fand es irgendwie cool, obwohl ich selber nicht wusste was das überhaupt ist.

Wann haben Sie das erste Mal konsumiert? (Datum)
Mit 15 Jahren zum ersten mal ausprobiert (2012), mein damaliger Kumpel hatte von ein auf den anderen Tag ein bisschen Gras von seinem Bruder bekommen und wir wollten es gemeinsam ausprobieren.

Wie sah der Konsum aus? (Konsumbiografie-Wie lange habt Ihr was in welcher Menge genommen?)
THC: zu Anfang sehr unregelmäßig, 1x im Monat, später immer öfters. Oft lange Pausen gehabt. Mit 17 Jahren Spitze erreicht, 3,4 mal wöchentlich, seit dem 2 lange Pausen gehabt und Mitte 2016 endgültiger Verzicht
Ecstasy: im Jahr 2014 5-10 mal, danach nie wieder → ,,hatte Kopfschmerzen, Ausschlag und unwohlsein'', außerdem abschreckende Beispiele gesehen die süchtig wurden (Mehrere Details dann weiter unten)


Haben Sie Drogen zusammen mit Alkohol konsumiert?
Ja, ein paar Male Bier und Gras in geringen Mengen zusammen konsumiert. Sehr schlechte Erfahrungen gemacht und dies nie wieder getan

Wie ist der Umgang mit Alkohol gewesen?
Noch nie viel konsumiert, seit 2 Jahren selten und seit einem dreiviertel Jahr fast gar nicht (3 mal)

Sonstige Suchtmitteleinnahme?
In der Früh oder NachtSchicht trinke ich gerne mal einen Kaffee

Haben Sie bei sich negative Folgen festgestellt?
Zu Anfang keine negativen Folgen bemerkt. Mit der Zeit antriebsloser, unmotivierter, fauler und vergesslich geworden. Hab es mir aber schön geredet und auf andere Umstände geschoben. Habe mich sozial zurückgehalten, mit der Zeit sogar abgeschirmt von anderen Kreisen und teils Familie und eher weniger aktiv Sachen unternommen. Konzentrationsschwächen habe ich zum Teil auf Arbeit feststellen müssen.

Haben Sie trotz negativer Folgen weiter konsumiert?
Ja, das Bewusstsein war zwar da, war aber längere Zeit nicht ausgeprägt genug um den Konsum einzustellen.


Auffälligkeit:

Was für Werte wurden bei Ihrer Auffälligkeit festgestellt?
0,42 ng/mg THC – ein jahr Später 0,6 ng/mg trotz Abstinenz - Haaranalyse

Wann und wieviel haben Sie in der Woche vor der Auffälligkeit konsumiert?
Gar nicht. Zu dem Zeitpunkt der ersten Analyse 1 Monat vorher das letzte mal konsum

Wieviel und was haben Sie am Tag der Auffälligkeit Konsumiert?
Gar nicht.

Wie oft waren sie bereits unter Drogeneinfluß im Straßenverkehr unterwegs?
Noch nie. Ich selbst habe meine Fähigkeiten bekifft so empfunden, dass ich nicht in der Lage gewesen wäre ein Fahrzeug zu führen.

Wie haben Sie den Konflikt zwischen dem Drogenkonsum und dem Führen eines Kraftfahrzeuges gelöst?
Ich bin in einer Kleinstadt aufgewachsen. Meine Freunde wohnten alle wenige Straßen weiter, wir waren immer gemeinsam mit dem Fahrrad unterwegs. Zumal ich niemals meinen Führerschein verlieren wollte, was nun letztendlich leider trotzdem passiert ist. Aber ich hatte stets ein Bewusstsein dafür, was ich mir zutraue wenn ich unter Drogeneinfluss stehe.

Wieso ist es verboten unter Drogeneinfluß ein KFZ zu führen?
Die Reaktionszeit sowie die Konzentration lässt nach, man gefährdet nicht nur sich sondern auch andere Verkehrsteilnehmer. Konzentration und Wahrnehmung sind stark beeinflusst

Wie lange stehen Sie nach dem Konsum von Drogen unter deren Einfluß?
Mehrere Tage, 2-4 Tage

Sind sie sich darüber im Klaren, welche Folgen es bei einem täglichen Konsum gibt?
Ja heute weiß ich es ganz sicher! Es kann zur psychischen Abhängigkeit, Schizophrenie, Depression und Psychosen führen. Und es beeinträchtigt stark die Konzentration, Aufmerksamkeit, Lernfähigkeit und fördert Antriebslosigkeit. Ausserdem ist es auf Dauer sehr teuer.
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  #28  
Alt 20.03.2018, 11:10
fhenschel fhenschel ist offline
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Welche persönlichen Hintergründe gab es für den Cannabis- Drogenkonsum?
Es fing es alles ganz langsam an, durch Neugier das Erste mal probiert. Wir haben immer viel gelacht, haben Hunger bekommen und haben die Welt wie verschoben gesehen. Es wurde dann innerhalb 2 Jahre ganz langsam mehr, auch wenn immer mal wieder Pausen dazwischen lagen. 2014 hatte der Konsum seine Spitze erreicht. Ich habe meine Ausbildung durchgezogen und oft nach Feierabend mit meinen Freunden einen Joint geteilt und haben in der Bude gehockt. Es hat mich weder weiter gebracht, noch hat es Spaß gemacht, es war einerseits der jugendliche Leichtsinn, aber auch Langeweile, obwohl das Kiffen immer noch mehr Langeweile gemacht hat. Ich habe mir zwar immer eingeredet, ich habe alles im Griff, aber eigentlich steckte ich in einem Loch. Ich habe das Kiffen vorallem genutzt um nicht mehr Nachzudenken. Ich war in dieser Zeit viel allein. Meine Eltern waren nie da, eine Freundin hatte ich nicht und ich traf mich immer nur mit den selben Jungs und wir haben uns nie wirklich über ernste Themen unterhalten. Das kiffen half mir irgendwie die kleinen und größeren Probleme die ich hatte zu Verdrängen.

Wie hat sich Ihr Umfeld über Ihren Drogenkonsum geäußert?
Die Eltern wurden immer angelogen, wenn ich gefragt wurde warum ich so rote Augen habe oder warum ich nach Rauch stinke. Ich habe den Kontakt weitestgehend vermieden um nicht wieder irgendwelche unangenehmen Fragen gestellt zu bekommen. Das Thema wurde irgendwann nur noch tot geschwiegen. In meiner Freizeit war ich immer nur mit dem selben kleinen & beständigen Freundeskreis unterwegs

Hatten sie Konsumpausen/spitzen?
Warum? Wann?

Wenn es Probleme gab, habe ich vermehrt zu dem Joint gegriffen. Zum Beispiel Streit mit dem Vater und Angst vor dem Gesetz. Mitte 2014 war meine Konsumspitze. Pausen gab es vorallem in Prüfungsphasen (Realschule & Ausbildung)

Haben Sie vor der Auffälligkeit jemand um Hilfe gebeten, um den Drogenkonsum zu beenden?
(Warum, wann, wer, mit welchem Erfolg?)
Im Laufe des Jahres 2014, wusste ich das es langsam zu weit geht. Viele Tage hat sich mein ganzer Tagesablauf (nach Arbeit wohl gemerkt) nur danach gerichtet wo ich kiffen/chillen kann und ich wollte endlich raus und sozial wieder Erfolge erzielen, Hinzu kam, dass ich zu einer Vorladung musste bezüglich eines Drogenverstoßes. Während dieser Zeit habe ich endlich angefangen mit meinen Eltern ehrlich über das kiffen zu reden. Wir haben uns geeinigt das ich damit aufhören werde. Zusätzlich habe ich dann als Auflage der Polizei einige Male einen Drogentherapeut besucht. Ich bin öfters hin gegangen als ich eigentlich musste. Ich genoß die Gespräche und sie halfen mir, nicht nur im Bezug auf meinen Drogenkonsum, weiter in meinem Leben. Allerdings war es nicht das letzte mal das ich konsumierte.

Warum haben sie trotz der damaligen Abstinenz wieder Angefangen Cannabis zu konsumieren und wie war weiterhin Ihr Konsummuster? Wie hat es sich bis heute entwickelt?
Trotz mehreren Monaten (4-5 Monate) Abstinenz habe ich Mitte 2015 wieder Angefangen Cannabis zu konsumieren. Wie kam es dazu? Meine damalige Freundin hatte mit mir Schluss gemacht, ich stand alleine da, habe mich selber bemitleidet und hatte nun (endlich) für mich eine Ausrede gefunden mal wieder 'kontrolliert und nur ''ein einziges'' mal zu kiffen'. Ich nahm wieder Kontakt auf mit einem damaligen Kumpel ob er mir was besorgen könnte. Er lud mich zu sich ein und wir rauchten gemeinsam einen Joint. Allerdings blieb es nicht bei nur einem mal. Der Konsum war alles andere als regelmäßig. Cirka alle 4-6 Wochen habe ich in diesem Zeitraum einen geraucht. Anfang 2016 bekam ich dann einen Brief, das meine Fahreignung überprüft werden sollte. Mein letzter Konsum war zu Silvester gewesen und da der Termin im Februar war bin ich ohne Vorbereitung und guten Gewissens in die Ärtzliche Untersuchung gegangen und dacht ich mache einen Urin Test und bin raus aus der Sache. Urin wurde mich dann vor Ort aber nicht gewährt und ich musste eine Haaranalyse machen. Ich dachte vielleicht habe ich noch irgendwie Glück und ich muss keine MPU machen, aber natürlich habe ich das Gutachten vermasselt. Dann kamen noch andere Sachen auf mich zu. Ich bekam eine Vorladung wegen einem noch jetzt laufenden Verfahren und anstatt mich endlich mal aufzuraffen hat mich der Ganze Mist weiter runter gezogen. Der Konsum wurde nicht stärker, aber mein Wohlbefinden wurde zunehmend schlechter, da sich in den letzten 2 Monaten meiner Ausbildung Nervosität bezüglich Prüfungen und Übernahme breit machte. Als ich die Prüfung dann mit gutem zufriedenstellenden Ergebnis abgeschlossen habe, ging es mir besser und überreichte die Ergebnisse meinen Ausbilder. Ich dachte nun wird endlich über einen Festanstellung gesprochen. Aber anders als Gedacht wurde mir gesagt hier endet das Ausbildungsverhältnis und ich darf Nachhause gehen. Ich weiß nicht was mich geritten hat, aber ich war am Boden zerstört und stand nun tatsächlich arbeitslos da, obwohl ich vor wenigen Monaten erst in eine Wohnung gezogen bin und tralala. Ich traf mich mit meinen Kumpel und wollte für einen Moment meine Sorgen vergessen und wir drehten einen Joint. Es war aber viel zu viel Gras drinn und ich erlitt eine Panikattake / Horrortrip. Ich hatte Scheißausbrüche, Paranoia & ich musste erbrechen. Es war furchbar. Mir ging es noch Tage lang schlecht. Nach diesen Tagen habe ich mir geschworen endlich mein Leben ein für alle mal in die Hand zu nehmen & endgültig damit aufzuhören, mich um einen Job zu kümmern, um meinen Führerschein wieder zu erlangen. Ich schrieb Bewerbungen und begann endlich wieder mit dem Sport(Krafttraining) um meine Energie besser kontrollieren zu können. Ich nahm wieder mehr Kontakt zu meinen alten Bekanntenkreisen (vor dem kiffen) auf und habe mich in meine jetzige Freundin verliebt. Ich habe einen super Job bekommen und mich bis heute schon gut entwickelt und hochgearbeitet und denke, wenn ich nicht grade an meiner MPU Vorbereitung sitze überhaupt nicht mehr an Gras oder andere Drogen.

Gibt es in Ihrer Familie aktenkundige Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz oder Suchtkrankheiten?
Nein


Was hat Sie daran gehindert, ohne Droge abzuschalten?
Ich bin schon immer etwas hyperaktiv, hippelig, ein Zappelphilip eben. Da ich unter anderem auch den Sport vernachlässigt habe um mich auszupowern, habe ich es einfach genossen mal zu entspannen und ruhig zu sein. Andererseits habe ich auch nicht nach Alternativen Methoden geschaut. Auf diese Frage trufft wohl die Antwort ,,Dummheit'' zu.

Waren Sie gefährdet in eine Drogenabhängigkeit zu geraten?

Meiner Meinung nach ist jeder der Drogen konsumiert gefährdet in eine Abhängigkeit zu geraten. Da ich aber einem geregelten Tagesablauf nachging und nicht jeden Tag gekifft habe konnte ich einer Abhängigkeit entgehen

Waren sie Drogenabhängig?
Nein.

Wieso passiert das nicht wieder? (Dinge die sich seit dem geändert haben)
- ich bekam einen guten & gut bezahlten Job mit Karrierechancen (steige momentan schon auf der Karriereleiter nach oben)
- sozial ging es steil bergauf, ich gewann das Mädchen in das ich mich verliebt hatte
- Zukunftsvorstellungen in naher und ferner Zukunft mit meiner Freundin (Wohnung, Gespräche über Kinder)
- meine Eltern waren endlich stolz auf mich weil sie meinen Wandel miterlebten, es gab viel öfters treffen, auch in der ganzen Familie
- ich bin heute wieder sehr sportlich unterwegs, Krafttraining, Ausdauersport etc, Ernährungs & Trainingspläne, ich sehe meinen Körper als Projekt und versuche immer wieder mich neu herauszufordern und eine neue TopForm zu erreichen
- habe gemerkt das ich ohne Drogen einfach viel besser da stehe
- ich will endlich mit diesem Kapitel meines Lebens abschließen, den Führerschein zurück erlangen, mir ein Auto kaufen, mit meiner Freundin zusammen ziehen und ein unbeschwertes Leben führen
- mein Freundeskreis hat sich selektiert und vorallem erweitert. Wieder die alten Freundschaften aufrecht erhalten, Trainingsfreunde, 'Pärchen-Freunde' mit meiner Freundinnen

Hätten sie, rückblickend, eine Drogenkarriere verhindern können?
Hätte mir damals jemand zeigen können, wie sich das Ganze entwickelt hätte, hätte ich defintiv die Finger davon gelassen und es niemals soweit kommen lassen dürfen. Heute weiß ich das es viel schönere Dinge im Leben gibt. Letztendlich konnte aber nur ich selbst für mich den Entschluss ziehen, dass es ein für alle mal reicht und alles beende was damit zu tun hat.

Beschreiben Sie den Punkt, an dem Sie sich für ein abstinentes Leben entschieden haben
oben bereits beschrieben.

Wieso kommt für Sie nur Abstinenz und nicht für gelegentlicher Konsum in betracht?
Ich weiß das mir der Kontakt zu jeglichen Drogen nix bringt. Meine Abneigung gegen Kiffen, andere Drogen, aber auch die Leute die das konsumieren hat sich stark entwickelt. Ich ernhähre mich gesund. Ich will meinem Körper auch einfach nur noch gutes tun.
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  #29  
Alt 20.03.2018, 11:11
fhenschel fhenschel ist offline
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Wie haben Sie die Umstellung zur Abstinenz erlebt?
Als sehr positiv. Ich habe mir selber in den Arsch getreten. Ich habe ab dem Zeitpunkt an dem ich mich bewusst für eine Abstinenz entschied neuen Antriebswind geschaffen und nahm jeden noch so kleinen Erfolg ob sozial oder beruflich verstärkt war und konnte Erfolge feiern. Mittlerweile kann ich nein sagen. Durch meinen Sinneswandel habe ich so viel erreicht und bekam teilweise sogar Ermutigungen und Komplimente.Das hat mich in meiner Absicht weiter bestärkt. Mein Komplettes Leben Wendete sich wieder zu mir hin und belohnte mich nach und nach immer mehr. Ich möchte mit illegalen Sachen, Schwarzmarkt und Leuten die darin verkehren nix zu tun haben. Ich kann mir durch meine Arbeit in einer Sicherheitsfirma auch nix mehr leisten.

Wer hat Ihnen dabei wie geholfen?
In erster Linie meine Freundin, aber auch die neuen Menschen um mich herum, das neue Arbeitsumfeld. Im Großen und ganzen war es die Struktur die in mein Leben trat. Und meine Eltern mit denen ich vermehrt Kontakt gesucht habe und auf die ich mich immer verlassen kann

Wie reagierte Ihr Umfeld auf diese Umstellung?
Mit Konsumenten hatte ich sowieso nurnoch wenig zu tun. Bis auf einen Langjährigen Freund habe ich in meinen Freundeskreis heute keine Konsumenen mehr. Meine Eltern waren stolz das ich mich für die Umstellung entschied.

Haben Sie nach der Auffälligkeit weiterhin Kontakt zu Ihren Drogenbekannten gehabt?
Bereits beantwortet.

Haben Sie nach Ihrer Auffälligkeit miterlebt, wie Ihre Bekannten Drogen konsumiert haben?
Seit meiner Abstinenz nicht. Ich habe auf Festivals und Konzerten Menschen konsumieren sehen, aber habe weder Kontakt noch Bedürfnis Kontakt mit diesen Menschen zu haben.

Wie haben Sie in Zukunft vor mit Cannabis/dem Konsum umzugehen?
Für mich ist Cannabis schon seit längerem gestorben. Ich habe es nie gebraucht, trotzdem hat es jede Menge Geld, Nerven, Konzentration und Spaß gekostet. Alles was mich an Gras erinnert, erinnert mich an den ein oder anderen Tiefpunkt in meinem bisherigen Leben. Ich habe eine abneigende Haltung und halte nichts von Verherrlichung

Haben Sie zu Hause Cannabis?
Nein

Wie wollen Sie einen beginnenden Rückfall erkennen?
Einen Rückfall halte ich für ausgeschlossen. Ich möchte nix damit zu tun haben. Ich weiß heute das ich meine Probleme nicht mit Drogen lösen kann oder sie mein Leben bereichern.

Wie ist derzeit der Konsum von Alkohol bei Ihnen?
Das letzte mal im Januar während eines Konzertes mit einem Bananenweizen angestoßen. Bezüglich Sport und Ernährungsplan kontraproduktiv.

----------------------------------------------------------------------

Weiterer wichtiger Aspekt während meiner MPU:
Ich habe momentan noch ein offenes Verfahren. Es geht (wieder) um Drogen aus dem Internet kaufen. Auch aus der Vergangenheit (selber Zeitraum wie bei dem letzten vergehen) – also 4 Jahre her (zu dem Zeitpunkt minderjährig). Bei diesem Verfahren allerdings um weit mehr Drogen (ziemlich viel Extasy und Amphetamin aber auch jede Menge Gras), auch zum Teil Drogen die ich nicht konsumiert habe. In meiner Akte (hatte bereits einsicht steht nix dazu! Aber Ich werde zugeben müssen, dass ein offenes Verfahren besteht, sonst habe ich vielleicht nachträglich die Arschkarte oder was meint ihr? Ich weiß, dass die MPU-Aussagen vertrauenswürdig und mit der ärztlichen Schweigepflicht behandelt werden müssen und so nicht für die Verhandlung benutzt werden darf (wichtig für mich). Und ich brauch für das Verfahren unbedingt die positive MPU. Das wäre schon die halbe Miete. Es wird kein leichtes Verfahren, deshalb habe ich mich mit meinen Anwalt entschieden erst MPU und dann Verfahren.
Eine wichtige Frage wo ich unbedingt eure Einschätzung der Antwort brauche...

Haben sie offene Verfahren?
Ja

Worum geht es bei diesem Verfahren?
Ich habe vor 4 Jahren (natürlich Datum etc) so & so viel davon und davon bestellt.

Wie kam es dazu? Warum so hohe Mengen?
An diesem Punkt bin ich mit nicht ganz sicher wie ich es erklären soll.
Durch das Internet wurde ich aufmerksam auf das Darknet und habe mich dafür interessiert und hin und wieder geringe Mengen Gras bestellt. Meine damaligen Freunde fanden das alles voll cool und haben mehrere male zusammen gelegt und mir Geld gegeben das ich für sie Drogen bestelle. Ich habe das ganze ohne Gewinnerzielung bestellt und ich durfte hin und wieder kostenlos konsumieren. (oder sollte ich Gewinnerzielung zugeben? In meinem damaligen Verfahren hatte ich es bereits zugegeben & hatte bei der DEKRA auch schon mal ausgesagt gehabt, das ich einen kleinen CannabisHandel betrieben hab (sau blöd von mir ich weiß)

Das Verfahren ist übrigens nur einen Monat nach der MPU, mit einem positiven Gutachten, habe ich recht gute Karten denke ich.

Eine sehr schwer zu beantwortende Fragen. Interessieren würde mich wie eure Erfahrungen mit offenen Verfahren sind, wie genau darauf eingegangen wird und darf?
Da es der Schweigepflicht unterliegt, kann ich leider nicht sagen ''offenes Verfahren – möchte lieber keine Aussage machen''

Ich danke euch herzlich für eure Mitarbeit!
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  #30  
Alt 20.03.2018, 12:03
Jules91 Jules91 ist offline
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Registriert seit: 24.04.2017
Beiträge: 359
Standard

Du verwendest noch viel zu oft den Begriff "Führerschein". Das solltest du tunlichst besser aus formulieren. Im Endeffekt geht es um dich und deine Aufarbeitung, sekundär um die Fahrerlaubnis. Also quasi ist sie am Ende aller Qualen die Belohnung für deine Veränderung.


Des Weiteren beziffere den Alkoholkonsum auf Einheiten und nicht auf "2 - 3 mal"

Besser: 2-3 Mal á 2-3 Gläser Sekt / Bier / Weinschorle etc.

Grüße
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