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  #1  
Alt 10.05.2018, 16:04
Tezzko Tezzko ist offline
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Standard Aufgefallen mit THC - brauche dringend Hilfe bei Aufarbeitung

Sehr geehrtes Forenmitglieder, ich grüße euch und hoffe ihr nehmt euch die Zeit euch mit mir und meinem Problem zu beschäftigen.



Was ist passiert?
Drogensorte - Cannabis
Konsumform (Dauer und Häufigkeit je Substanz)
ca. 7 Monate 2-4 Joints im Monat
Datum der Auffälligkeit - 16.01.2018

Drogenbefund
Blutwerte - 2,9ng aktiv & 75ng passiv
Schnelltest - Speichel war positiv
Beim Kauf erwischt - nein
Nur daneben gestanden - nein

Welche Angaben wurden gegenüber den Behörden gemacht?
Konsum zugegeben? ja, leider
Besitz zugegeben? nein
Wurde BTM gefunden, wie viel? nein

Stand des Ermittlungsverfahrens
Gerade erst passiert - vor ein paar Monaten s.o.
Polizei hat sich mit den Blutwerten gemeldet - ja
Verfahren gegen Bußgeld eingestellt - ja, ich zahle monatlich das Bußgeld ab
Verurteilt - nein, wurde alles fallen gelassen
Strafe abgebüßt - fast

Führerschein
Hab ich noch - nein
Hab ich abgegeben - vor 2 Tagen
Hab ich neu beantragt - nein, erst 1 Monat vor Screening-Ende

Führerscheinstelle
Hab schon in meine Akte geschaut Ja/Nein - Nein
Sonstige Verstöße oder Straftaten? - Nein, nie auffällig gewesen

Konsum
Ich konsumiere noch - nein, sofort nach der Tat aufgehört
letzter Konsum - kurz vor dem Tatzeitpunkt (2 Joints)

Abstinenznachweis
Haaranalyse - nein
Urinscreen - ja, bin seit April angemeldet, wurde aber noch nicht angerufen

Aufarbeitung
Drogenberatung - seit Anfang Februar beim Verkehrspsychologen der ivt-hö
Selbsthilfegruppe (SHG) - jaein, wenn das Forum dazu zählt xD
Psychologe - ja beim Vekehrspsychologen
Ambulante/stationäre Therapie - nein

MPU
Datum - noch nicht
Welche Stelle (MPI) - tendiere zu Dekra, weil 10 Minuten von mir entfernt. Sollen alle gleich schlecht sein.
Schon bezahlt? - nein

Schon gehabt?
Wer hat das Gutachten gesehen? - habe keins
Was steht auf der letzten Seite (Beantwortung der Fragestellung)?

Altlasten
Sind wir etwa Rückfalltäter? - nein Ersttäter



Ich habe gelesen, dass ich diesen Fragebogen ausfüllen soll und würde gerne noch ein persönliches Statement zum Vorfall & zu mir abgeben:

Bitte verzeiht mir jegliche Rechtschreibfehler :-)

Ich bin 20 Jahre alt, komme aus dem Raum Köln, habe vor kurzem(Januar) mein Fachabi abgeschlossen und fange zum Wintersemester mit dem Studium an.

Im Laufe meines Fachabis(praktischer Teil=Praktikum), also gegen Sommer 2017, habe ich angefangen mit Freunden am Wochenende zu konsumieren.(ausschließlich cannabis)
Anfangs weil es etwas neues war, teilweise war man auch cool, da es illegal ist/war.
Gefallen haben mir die Lachkicks mit den Jungs und dieses Gefühl zu schweben und an nichts anderes zu denken, als das hier und jetzt.
Sprich Probleme und alles andere zu vergessen bzw. aufzuschieben.
Innerhalb der 7 Monate haben sich die Probleme zu Hause, auf der Arbeit und auch im Sport immer mehr gehäuft, sodass ich alles vernachlässigt habe, außer die Freunde und das Cannabis.

Ich habe selbst auch bemerkt, dass mich Cannabis runterzieht aber ich dachte mir ich könnte zu jeder Zeit aufhören. Das ging dann so lange, bis ich, auf dem Weg nach Hause angehalten wurde. Ich war vorher beim Freund der Spätschicht hatte und ich hatte eben die Woche frei. Dann haben wir um halb 11 angefangen und um ca. 3 Uhr aufgehört. Ich musste mein Auto aber nach Hause bringen, da meine Mutter es morgens früh für die Arbeit benötigt hat. So kam es dann zu der Fahrt. Das war übrigens das 3te mal, dass ich berauscht gefahren bin. Danach war mir klar, dass war der Schlussstrich, den ich selbst nicht gezogen habe.
Ich würde mich selbst nicht als abhängig betiteln, da es mir überhaupt nicht schwer gefallen ist, davon weg zu kommen. Zudem habe ich auch keine Steigerungen benötigt(Konsummenge). Es war immer der selbe Kick durch die selbe Menge. In meinen Augen hat eher dieser letzte Funken gefehlt, der mich auf den richtigen Weg bringt. (vielleicht sehe auch nur ich das so) Dennoch muss ich zugeben, es hätte nicht mehr viel gefehlt zu einer Abhängigkeit(ich schätze noch weitere 7 Monate und Cannabis wäre ein riesiger Bestandteil meines Lebens geworden)

Irgendwo bin ich auch dankbar, dass das alles so passiert ist.
Habe eine Menge gelernt und mir ist vor allem bewusst geworden, was alles während der Fahrt bzw. evtl. während weiteren Fahrten hätte passieren können. Ich bereue wirklich, im Hinblick auf die ganzen schlechten Veränderungen und der ganzen Probleme, die mir Cannabis eingebrockt hat und selbstverständlich ich selbst, da ich der Konsument war. Ich bereue auch die Fahrten, da ich hätte andere Menschen gefährden können.(Zwar war es um 3 Uhr morgens, aber es kann immer etwas passieren bzw. wäre mit hoher Wahrscheinlichkeit irgendwann wieder eine Fahrt zustande gekommen)

Jetzt schaue ich eigentlich nur nach vorne und arbeite seit dem Tatzeitpunkt(Januar) kontinuierlich an mir und meiner Zukunft.

Konsum sofort aufgehört - automatisch haben sich die damaligen Freunde nach und nach von mir getrennt. Einfach weil ich nicht mehr dazu gehöre. Ich habe stattdessen wieder angefangen mit dem Sport und pflege das Verhältnis zu meinen Eltern und den damals vergessenen Freunden und vor allem Freundinnen(die eben nicht konsumieren/konsumierten).

Ich bin motivierter, konzentrierter, nicht mehr so müde und ausgelaugt.

Das merkt mein Umfeld und auch mein Arbeitgeber, wo ich noch bis zum Studienbeginn tätig bin.

Ich habe bisher nur meinen Eltern von diesem Vorfall erzählt, welche natürlich nicht begeistert waren, aber mich in meiner Veränderung nun unterstützen.

Die ganzen Male in der letzten Zeit, wo ich hätte kiffen können, habe ich gelernt Nein zu sagen und nicht nur wegen meinem Führerschein, sondern generell wegen meinem Leben und meiner Gesundheit.

Jetzt wo ich keinerlei Kontakt mehr zu Kiffern/alten Freunden habe, gehe ich regelmäßig auswärts essen und unternehme Dinge mit Freunden wie z.B. bowlen, fußball spielen usw. anstatt zu kiffen.

Also alles mögliche an Freizeitaktivitäten, die nichts mit feiern oder drogen zu tun haben. Zum Thema Alkohol, wollte ich loswerden, dass ich generell sehr selten(1x alle 5 Monate 3-5 Bier) trinke und das für mich auch keine Suchtverlagerung in frage kommt. Ich habe Verwandte die an Alkohol gestorben sind und ich will nicht das selbe erleben. (war generell nie der Trinker)

Ich habe nun ein wichtiges und schwieriges Studium vor mir und baue somit die Grundsteine für meine Zukunft. Parallel habe ich vor kurzem ein Unternehmen gegründet, wo ich IT-Dienstleistungen anbiete. In der Hoffnung ich kriege so mehr Geld für die MPU zusammen.


Was mich persönlich demotiviert ist, dass trotz meiner ganzen positiven Veränderungen und hoffentlich in Zukunft noch wesentlich mehr, die Gutachter sich zusammen kleistern können, was die wollen.
Diese komischen Fragen, auf die man ganz speziell antworten muss usw.
Ein paar Dinge evtl. nicht perfekt ausgedrückt und das wars dann.
Wieder zum Therapeuten, wieder Fs beantragen, wieder MPU Gebühren.

Ich habe bereits viele Einträge im Forum gelesen. Da haben Leute teilweise ihr gesamtes Leben umgekrempelt(waren heftigere Konsumenten, im Vergleich zu mir) und fallen durch, weil dem Gutachter irgendwas nicht passt. Es ist also irgendwo nur ein psycho Spiel, wo jemand der richtig gut schauspielern kann und sich ein wenig mit seiner Vergangenheit, den MPU Fragen und der Thematik auseinander gesetzt hat, easy durchkommt.

Die Leute, die wiederum offen und ehrlich sind und alles auf den Tisch legen, fallen durch. Selbstverständlich nicht alle, aber nach dem was man hört und liest, scheint das der Regelfall zu sein.

Ich mag es auch überhaupt nicht beim Verkehrspsychologen zu sitzen und mir sein Gequatsche anzuhören.

Ich weiß, ich habe Mist gebaut und illegale Drogen konsumiert. Ich verharmlose gar nichts. Ich bin mir dessen bewusst und verändere alles zum Guten. Im Abstinenzprogramm bin ich seit Mitte April angemeldet und jetzt steht halt noch aus ob 6 oder 12 Monate.
Jeder sagt mir da etwas anderes. Die Fs-Stelle(Hauptsachbearbeiter) sagt 6 Monate müssten bei Gelegenheitskonsum ausreichen, jedoch ohne Garantie. Mein Therapeut meint mit 6 krieg ich ein negatives Gutachten, daher 12.

Ich persönlich sehe die MPU als legale Korruption in DE. Es wird unglaublich viel Geld gemacht und Leute teilweise mies reingelegt. Ich meine in keinem anderen Land gibt es sowas. Ich war auch bereits am überlegen noch einen Job auf mich zu nehmen, Geld zu sparen und den Fs in Frankreich zu machen.
Jedoch gehe ich nun auf die MPU zu und will diese meistern.

Dabei benötige ich wirklich/dringend Hilfe und nach all dem, was ich hier lese, bin ich der Meinung, dass erfahrene Member oder generell jede Hilfestellung mir m.M.n mehr helfen kann, als mein Therapeut.(der macht mich eher noch wirklich krank/depressiv)

Ich weiß, dass es nicht der Sinn der Sache ist nur die MPU zu meistern und sich nicht mit seiner Vergangenheit auseinander zu setzen. Da man sehr schnell rückfällig werden kann etc.

Letzeres mache ich und bringe mein Leben wieder auf den richtigen Weg. Ein Rückfall kommt für mich nicht in Frage.

Das habe ich mir selbst versprochen und meinen Eltern.
Ich will nicht noch einmal alles riskieren geschweige denn verlieren für ein bisschen Gras und Spaß.


Mich würde eure Meinung interessieren.
Was sagt ihr nach diesem Post zu mir, was könnt ihr mir raten, was nicht. (z.B. 6 oder 12 Monate)

Woran muss/sollte ich (mehr) arbeiten.

Gibt es Dinge, die unklar sind bzw. ich nicht offen gelegt habe?
Das würde ich sofort nachholen.



Ich wäre euch für jeden guten Input sehr dankbar.

Verzeiht mir, falls in meiner Story kein roter Faden ist.
Mir sind viele verschiedene Dinge eingefallen und ich wollte alles niederschreiben.

Vielen lieben Dank fürs Lesen. Ich wünsche euch einen schönen Feiertag.
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  #2  
Alt 10.05.2018, 16:09
Tezzko Tezzko ist offline
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Standard MPU Fragen, so gut wie möglich beantwortet

Hier beantworte ich noch diverse MPU Fragen:
Was ist passiert?
Ich wurde unter Einfluss von Cannabis am Steuer angehalten und mir wurde deshalb die Fahrerlaubnis entzogen.

Wann haben Sie das allererste Mal von illegalen Drogen gehört?
Gehört habe ich relativ früh davon. Mit ca. 14 halt aus Filmen & Serien.

Wann haben Sie das erste Mal konsumiert? (Datum)
Mitte Juni 2017 (ausschließlich Cannabis)

Wie sah der Konsum aus? (Konsumbiografie-Wie lange habt Ihr was in welcher Menge genommen?)
Der Konsum war bei mir immer der gleiche. Wir trafen uns am Wochenende meist Freitags und konsumierten zu zweit oder zu dritt.
Meist hatte jeder seinen eigenen Joint den man über den Abend verteilt dann konsumierte. Manchmal teilten wir uns auch Joints, sodass sich aber am Ende bei der Gesamtmenge an Konsum nicht viel tut. In der Regel jedes Wochenende einen Joint)

Haben Sie Drogen zusammen mit Alkohol konsumiert?
Nein, nie

Wie ist der Umgang mit Alkohol gewesen?
Ich war nie interessiert an Alkohol und habe sehr selten mal zu Geburtstagen o.ä (alle 3-5 Monate) ca. 3-4 Bier getrunken.
Mittlerweile ist es noch weniger geworden. Ich habe Verwandte die an Alkohol gestorben sind und ich weiß, wohin das alles führen kann.

Sonstige Suchtmitteleinnahme?
Keine

Haben Sie bei sich negative Folgen fetsgestellt?
Ja, ich wurde fauler und habe meine Arbeit, den Sport und meine Familie vernachlässigt.

Haben Sie trotz negativer Folgen weiter konsumiert?

Ja, diese sind gegen Ende von 2017 spürbar gewesen und bis Januar 2018 habe ich weiter konsumiert.

Was für Werte wurden bei Ihrer Auffälligkeit festgestellt?
2,9ng aktives THC und 75ng TCOOH

Wann und wieviel haben Sie in der Woche vor der Auffälligkeit konsumiert? Am Freitag vor der Auffälligkeit, habe ich drei Joints geraucht(mit einem Freund zusammen)

Wieviel und was haben Sie am Tag der Auffälligkeit Konsumiert?
Am Tag der Auffälligkeit habe ich zwei Joints mit dem selben Freund konsumiert.

Gab es einen besonderen Grund für diesen Konsum?
Nein, es war so, dass er Spätschicht hatte und ich die Woche frei hatte.
So trafen wir uns abends, um zu konsumieren und uns zu unterhalten.

Wie sind Sie auffällig geworden?
Ich wurde während der Fahrt nach Hause um ca. 3 Uhr morgens angehalten und positiv auf auf THC getestet.

Nur für die, die im Straßenverkehr ermittelt wurden(auch Parkplatz):
Was war der Zweck der Fahrt?
Der Zweck der Fahrt lag darin, das Auto mit dem ich fuhr nach Hause zu bringen, damit meine Mutter morgens früh damit zur Arbeit fahren kann.
Wie weit wollten/sind Sie (ge)fahren?
Der Weg bis zu mir nach Hause beträgt ca. 12km. Gefahren bin ich ca. 2-3km, bis ich angehalten wurde.

Wie oft waren sie bereits unter Drogeneinfluß im Straßenverkehr unterwegs?
Ingesamt waren es drei mal.

Wie haben Sie den Konflikt zwischen dem Drogenkonsum und dem Führen eines Kraftfahrzeuges gelöst?
Ich bin meistens gar nicht mit dem Auto unterwegs gewesen, wenn ich wusste, dass ich konsumieren werde. Halt drei Mal ist es dazu gekommen, dass ich trotz Konsum nach Hause gefahren bin.

Wieso ist es verboten unter Drogeneinfluß ein KFZ zu führen?
(Beschreibung bitte für die zutreffende Substanz)
THC verlangsamt das Reaktionsvermögen und kann zu Ausfallerscheinungen führen. Man gefährdet dadurch sich selbst und auch andere Verkehrsteilnehmer. Es hätte während meiner Fahrten zu einem Unfall kommen können. Dessen war ich mir nicht so bewusst, wie heute, wo man ich mich mehr mit der Wirkung von Cannabis auseinander gesetzt habe.

Wie lange stehen Sie nach dem Konsum von Drogen unter deren Einfluß?
Das ist schwer zu sagen, da man bei Drogen nicht genau weiß, wie schnell sie abgebaut werden.
Als Richtwert würde ich behaupten 2-3 Tage.

Sind sie sich darüber im Klaren, welche Folgen es bei einem täglichen Konsum gibt?
Ja, Drogen haben ein enormes Suchtpotential und verführen den Menschen in einen Teufelskreis, aus dem man nicht mehr so leicht raus kommt.

Warum ist es passiert?
Was passiert, die Fahrt oder der Konsum?
Der Konsum war für mich wöchentliche Routine, sodass ich mir darüber keine sonderlichen Gedanken gemacht habe. Nach Hause bin ich gefahren, weil ich das Auto zu Hause abstellen musste, damit meine Mutter damit morgens früh zur Arbeit fahren kann.

Welche persönlichen Hintergründe gab es für den Cannabis- Drogenkonsum?
Ich habe mich an den wöchentlichen Konsum von Cannabis gewöhnt und es hat mir Spaß gemacht mit Freunden zu konsumieren und anschließend zu lachen oder Spiele zu spielen.

Wie hat sich Ihr Umfeld über Ihren Drogenkonsum geäußert?
Mein Umfeld wusste nichts von dem Konsum, bis zum Tag der Auffälligkeit.

Gab es Ereignisse in Ihrem Leben, die zu verstärktem Konsum geführt haben?
Nein, ich habe jede Woche gleich viel konsumiert ca. 1-1,5 Joints.

Haben Sie vor der Auffälligkeit jemand um Hilfe gebeten, um den Drogenkonsum zu beenden?
(Warum, wann, wer, mit welchem Erfolg?)
Nein, ich habe mit niemandem über den Konsum gesprochen, außer mit den konsumierenden Freunden. Diese dachten aber bei weitem nicht an aufhören.

Gibt es in Ihrer Familie aktenkundige Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz oder Suchtkrankheiten?
Nicht, dass ich wüsste. Ich lebe zusammen mit meiner Mutter bei ihr kann ich sagen, dass das nicht so ist.

Mein Vater lebt getrennt von uns und über seine aktenkundigen Verstöße weiß ich nicht Bescheid.

Hatten sie Konsumpausen/spitzen?
Warum? Wann?
Nein, es war kontinuierlich der selbe wöchentliche Konsum.

Was hat Sie daran gehindert, ohne Droge abzuschalten?
Drogen war für mich etwas neues und etwas cooles, weil es illegal war/ist. So war das wie ein Hype in unserem Freundeskreis. Wir haben uns am Wochenende getroffen und konsumiert.

Waren Sie gefährdet in eine Drogenabhängigkeit zu geraten?
Ich denke jeder ist das. Ja, ich bin der Meinung, dass wenn ich weiter konsumiert hätte, ich mit hoher Wahrscheinlichkeit abhängig geworden wäre.
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  #3  
Alt 10.05.2018, 16:10
Tezzko Tezzko ist offline
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Standard MPU Fragen

Waren sie Drogenabhängig?
So sehe und fühle ich mich nicht. Es ist mir nicht schwer gefallen, von Cannabis wegzukommen. Keine Suchtzeichen, wie Schweiß oder Ähnliches. Ich habe ab dem Tag meiner Auffälligkeit den Konsum sofort eingestellt und habe mit positiven Veränderungen in meinem Leben begonnen.

Wieso passiert das nicht wieder?
Weil ich es mir, meiner Gesundheit und meiner Zukunft lieber, und meinen Eltern versprochen habe. Ich habe ein wichtiges und schwieriges Studium vor mir, welches die Grundsteine für meine Zukunft legt.

Ich habe wieder zu alten/in Vergessenheit geratenen Freunden gefunden, die nicht konsumieren und wir unternehmen viele wundervolle Dinge wie jegliche Arten von Freizeitaktivitäten und halten uns somit fit. Nebenbei habe ich wieder mit dem Sport angefangen und ein unternehmen gegründet. Das alles würde ich nicht gegen Konsum tauschen, da ich weiß, dass der Teufelskreis einen wieder einholen würde und man beginnen würde wichtige Dinge zu vernachlässigen und es später bereuen würde.

Hätten sie, rückblickend, eine Drogenkarriere verhindern können?
Ich weiß, nicht was mit Karriere gemeint ist. Verkauft habe ich nie.
Den Konsum hätte ich verhindern können, aber das lag nicht in meinem Interesse. Es war zu der Zeit cool und angesagt, wenn man konsumiert hat.

Wieso haben Sie sich für eine Abstinenz entschieden?
In erster Linie, um clean zu sein und zu bleiben ohne mal hin und wieder zu konsumieren und zu sagen man hätte alles im Griff. Des Weiteren benötige ich Abstinenznachweise, die ich heute vorlegen muss/musste.

Beschreiben Sie den Punkt, an dem Sie sich für ein abstinentes Leben entschieden haben (Knackpunkt)
Der Knackpunkt war meine Auffälligkeit. Danach habe ich sofort aufgehört. Die Polizisten und auch ich selbst machte mir klar, was alles während einer Fahrt passieren kann und wie stark der Konsum die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen kann. Auch stand mein Leben und meine Zukunft ab dann im Vordergrund und ich hatte keine Zeit mehr zu konsumieren, da es viele wichtigere Dinge gibt (Studiumvorbereitung, Arbeit, Sport, Freizeitaktivitäten).

Wieso kommt für Sie nur Abstinenz und nicht für gelegentlicher Konsum in betracht?
Weil ich bereits gelegentlicher Konsument war, sprich jedes Wochenende konsumiert habe. Es liegt nicht in meinem Interesse dasselbe noch einmal zu durchleben. Auch wenn ich nicht berauscht fahren würde, wären die negativen Einflüsse von Cannabis auf mein Leben genauso schlimm.

Wie haben Sie die Umstellung zur Abstinenz erlebt?
Ich habe damit keinerlei Probleme gehabt, da in meinen Augen dieser letzte Funken/Knackpunkt gefehlt hat. Dieser wurde durch meine Auffälligkeit ausgelöst und seit dem an konsumiere ich nicht mehr. Die alten konsumierenden Freunde haben sich nach und nach von selbst von mir getrennt, da ich nicht mehr zu ihnen gehörte/gehöre. Abstinent zu sein macht mich nun glücklicher als der Konsum.

Wer hat Ihnen dabei wie geholfen?
Ich war kurz nach der Auffälligkeit beim Verkehrspsychologen und habe diesen bis vor kurzem auch noch besucht, um Ihnen zu beweisen, dass ich mir professionelle Hilfe geholt habe, um meine Vergangenheit aufzuarbeiten.
Außerdem bekam ich tatkräftige Unterstützung von meiner Mutter.

Wie reagiert Ihr Umfeld auf diese Umstellung?
Mein Umfeld merkt mir die positiven Veränderung an. Ich bin nicht mehr so ausgelaugt und müde, habe andere Interessen und verfolge/erreiche meine gesetzten Ziele, teilweise sogar mit meinem Umfeld zusammen, da ich zusammen mit nicht konsumierenden Freunden jetzt zum Wintersemester anfange zu studieren.

Haben Sie nach der Auffälligkeit weiterhin Kontakt zu Ihren Drogenbekannten gehabt?
Anfangs ja, aber nach 1-2 Monaten haben die sich von mir verabschiedet, weil ich natürlich nicht mehr zu der Gruppe gehörte, nicht mehr über die selben Dinge redete/lachte und somit auch nicht mehr angesagt war.

Haben Sie nach Ihrer Auffälligkeit miterlebt, wie Ihre Bekannten Drogen konsumiert haben?
Ja, anfangs. Eben die selben Freunde, mit denen ich früher konsumierte. Dort habe ich das aller erste mal NEIN zu einem Joint gesagt.

Wie haben Sie in Zukunft vor mit Cannabis/dem Konsum umzugehen?
Ich habe mich für ein abstinentes Leben entschieden und werde dieses auch beibehalten. Mir hat Cannabis nicht gut getan, dass ist mir heute sehr bewusst geworden und deshalb sehe ich auch gar keinen Sinn für mich zu konsumieren.

Haben Sie zu Hause Cannabis?
Nein, hatte ich auch noch nie.

Wie wollen Sie es gegebenen Falls in Zukunft verhindern, nochmals unter Drogeneinfluß ein KFZ zu führen?
Ich werde in Zukunft gar nicht mehr konsumieren, somit verhindere ich auch die Fahrt unter THC. Jedoch selbst wenn ich konsumieren würde, würde ich angenommen Freitags konsumieren und erst Montags auto fahren. So hätte mein Körper genug Zeit, die Drogen abzubauen und ich würde nicht unter Drogeneinfluss fahren.

Wie wollen Sie einen beginnenden Rückfall erkennen?
Der Rückfall wäre, wenn ich wieder an einem Joint ziehe. Wenn dieser Fall eintreten sollte, würde ich umgehend professionelle Hilfe holen.
Jedoch bin ich von mir selbst überzeugt, dass es keinen Rückfall geben wird.

Wie ist derzeit der Konsum von Alkohol bei Ihnen?
Ich konsumiere, wie bereits erwähnt, sehr wenig Alkohol.
Alle paar Monate (ca. 3-5) mal an einem Geburtstag oder einer Hochzeit o.ä. 3-5 Bier. Für mich käme auch keine Suchtverlagerung in Frage, da ich weiß womit der Konsum von Alkohol enden kann. Ich habe Verwandte die daran gestorben sind und das ist es mir nicht wert jetzt Alkoholiker zu werden.
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  #4  
Alt 10.05.2018, 16:17
Crytek Crytek ist offline
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Also ich finde die mpu ist eine feine Sache, denn dadurch sind wir eines der Länder mit der niedrigsten Unfallrate in Deutschland. Als ich damals erwischt wurde, habe ich auch den Staat und die Behörden verteufelt wie Sau und dachte die Welt wäre gegen mich, aber kenne halt auch Fälle, wo unschuldige Menschen gestorben sind, weil der Unfallverursacher unter Drogen/Alkohol Einfluss stand.

Das psychologische Gespräch ist an sich nicht schwer, wenn du deine Story drauf hast und dich auseinander gesetzt hast. Und was meinst du mit: wenn man die Wahrheit sagt, hat man verkackt? So stimmt das nicht? Also man sagt halt so viel, wie in der Akte steht, ganz logisch.

Bin auch aus dem Raum Köln und kann dir die pima nur empfehlen, aber wenn du dich hier einliest, dann solltest du das schaffen. Ich hatte deutlich höhere Werte als du und mischkonsum und hab es ohne verkehrspsychologen oder sonstiges geschafft. Wenn du willst, dann packst du das auch
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  #5  
Alt 10.05.2018, 21:39
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007 007 ist offline
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Zitat:
Zitat von Tezzko Beitrag anzeigen
ca. 7 Monate 2-4 Joints im Monat
...
Blutwerte - 2,9ng aktiv & 75ng passiv
...
Wann und wieviel haben Sie in der Woche vor der Auffälligkeit konsumiert? Am Freitag vor der Auffälligkeit, habe ich drei Joints geraucht(mit einem Freund zusammen)
...
Wieviel und was haben Sie am Tag der Auffälligkeit Konsumiert?
Am Tag der Auffälligkeit habe ich zwei Joints mit dem selben Freund konsumiert.
Also 75 passiv riecht für mich nicht nach 2-4 Joints im Monat!
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  #6  
Alt 10.05.2018, 21:54
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007 007 ist offline
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Zitat:
Zitat von Tezzko Beitrag anzeigen
Wie sah der Konsum aus? (Konsumbiografie-Wie lange habt Ihr was in welcher Menge genommen?)
Der Konsum war bei mir immer der gleiche. Wir trafen uns am Wochenende meist Freitags und konsumierten zu zweit oder zu dritt.
Daher wurdest Du Dienstags angehalten und hattest Dienstags auch geraucht.
Deine Aussage "war immer der gleiche" passt also nicht so ganz.

Zitat:
Zitat von Tezzko Beitrag anzeigen

Wie ist der Umgang mit Alkohol gewesen?
Ich war nie interessiert an Alkohol und habe sehr selten mal zu Geburtstagen o.ä (alle 3-5 Monate) ca. 3-4 Bier getrunken.
Mittlerweile ist es noch weniger geworden. Ich habe Verwandte die an Alkohol gestorben sind und ich weiß, wohin das alles führen kann.
In der letzten Antwort des Bogens steht 3-5 Bier. Was auch schon nicht wenig ist!
Die Aussage zum damaligen Konsum und dem heutigem sollten aus meiner Sicht gleich sein, oder heute weniger als damals!


Zitat:
Zitat von Tezzko Beitrag anzeigen
Was für Werte wurden bei Ihrer Auffälligkeit festgestellt?
2,9ng aktives THC und 75ng TCOOH
Aus meiner Sicht auf jeden Fall mehr als 2-4 Joints im Monat!

Zitat:
Zitat von Tezzko Beitrag anzeigen

Wann und wieviel haben Sie in der Woche vor der Auffälligkeit konsumiert? Am Freitag vor der Auffälligkeit, habe ich drei Joints geraucht(mit einem Freund zusammen)

Wieviel und was haben Sie am Tag der Auffälligkeit Konsumiert?
Am Tag der Auffälligkeit habe ich zwei Joints mit dem selben Freund konsumiert.
Siehste! Hatte ich ja schon vorher gepostet... aber hier noch ein Hinweis.
Es verharmlost wenn Du Freunde mit reinziehst. Liest sich bisschen so wie "Ja aber Mama, der andere ist auch von der Brücke ins Wasser gesprungen und der hat keine Stubenarrest bekommen!"

Zitat:
Zitat von Tezzko Beitrag anzeigen

Wie oft waren sie bereits unter Drogeneinfluß im Straßenverkehr unterwegs?
Ingesamt waren es drei mal.
Liest sich auch unrealistisch! Als hättest Du es notiert bzw. wärst Du sonst immer nur zu Fuss unterwegs. Auch eine Fahrt mit dem Rad zählt hier!

Zitat:
Zitat von Tezzko Beitrag anzeigen

Wie haben Sie den Konflikt zwischen dem Drogenkonsum und dem Führen eines Kraftfahrzeuges gelöst?
Ich bin meistens gar nicht mit dem Auto unterwegs gewesen, wenn ich wusste, dass ich konsumieren werde. Halt drei Mal ist es dazu gekommen, dass ich trotz Konsum nach Hause gefahren bin.
Würde ich dir als Gutachter nicht abnehmen. In der MPU ist es fast egal ob du 3 oder 300 mal gefahren bist. Einmal fahren reicht schon aus!

Zitat:
Zitat von Tezzko Beitrag anzeigen

Wie lange stehen Sie nach dem Konsum von Drogen unter deren Einfluß?
Das ist schwer zu sagen, da man bei Drogen nicht genau weiß, wie schnell sie abgebaut werden.
Als Richtwert würde ich behaupten 2-3 Tage.
Bis zu 72 Stunden!

Zitat:
Zitat von Tezzko Beitrag anzeigen

Warum ist es passiert?
Was passiert, die Fahrt oder der Konsum?
Der Konsum war für mich wöchentliche Routine, sodass ich mir darüber keine sonderlichen Gedanken gemacht habe. Nach Hause bin ich gefahren, weil ich das Auto zu Hause abstellen musste, damit meine Mutter damit morgens früh zur Arbeit fahren kann.
Ist also die Mutter jetzt schuld?!

Zitat:
Zitat von Tezzko Beitrag anzeigen
Gab es Ereignisse in Ihrem Leben, die zu verstärktem Konsum geführt haben?
Nein, ich habe jede Woche gleich viel konsumiert ca. 1-1,5 Joints.
Das passt nicht! In der Woche der Auffälligkeit waren es doch schon mehr.
Selbst wenn Du da frei hattest, der Gutachter ist nicht dumm!

Zitat:
Zitat von Tezzko Beitrag anzeigen

Haben Sie vor der Auffälligkeit jemand um Hilfe gebeten, um den Drogenkonsum zu beenden?
(Warum, wann, wer, mit welchem Erfolg?)
Nein, ich habe mit niemandem über den Konsum gesprochen, außer mit den konsumierenden Freunden. Diese dachten aber bei weitem nicht an aufhören.
Lass die anderen doch machen was sie wollen und aus deiner MPU raus.
Deine Aussage liest sich wie "Ich wollte ja aufhören, aber meine Kifferfreunde wollten selbst nicht".

Zitat:
Zitat von Tezzko Beitrag anzeigen

Gibt es in Ihrer Familie aktenkundige Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz oder Suchtkrankheiten?
Nicht, dass ich wüsste. Ich lebe zusammen mit meiner Mutter bei ihr kann ich sagen, dass das nicht so ist.
Mein Vater lebt getrennt von uns und über seine aktenkundigen Verstöße weiß ich nicht Bescheid.
Ein einfaches NEIN reicht!

Zitat:
Zitat von Tezzko Beitrag anzeigen

Hatten sie Konsumpausen/spitzen?
Warum? Wann?
Nein, es war kontinuierlich der selbe wöchentliche Konsum.
Dann sind wir wieder bei weitaus mehr als 2-4 Joints im Monat!
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  #7  
Alt 10.05.2018, 22:08
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007 007 ist offline
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Zitat:
Zitat von Tezzko Beitrag anzeigen
Waren sie Drogenabhängig?
So sehe und fühle ich mich nicht. Es ist mir nicht schwer gefallen, von Cannabis wegzukommen. Keine Suchtzeichen, wie Schweiß oder Ähnliches. Ich habe ab dem Tag meiner Auffälligkeit den Konsum sofort eingestellt und habe mit positiven Veränderungen in meinem Leben begonnen.
Es geht hier darum, dem Gutachter Gründe zu nennen, warum man nicht abhängig war und nicht was man denkt oder wie einfach der Konsumstop war.

Zitat:
Zitat von Tezzko Beitrag anzeigen

Wieso passiert das nicht wieder?
Weil ich es mir, meiner Gesundheit und meiner Zukunft lieber, und meinen Eltern versprochen habe. Ich habe ein wichtiges und schwieriges Studium vor mir, welches die Grundsteine für meine Zukunft legt.
Liest sich komisch. Du willst studieren... du weisst aber schon, das nicht gerade wenige Studenten auch kiffen?
Auch das mit den Eltern liest sich komisch.

Zitat:
Zitat von Tezzko Beitrag anzeigen
Hätten sie, rückblickend, eine Drogenkarriere verhindern können?
Ich weiß, nicht was mit Karriere gemeint ist. Verkauft habe ich nie.
Den Konsum hätte ich verhindern können, aber das lag nicht in meinem Interesse. Es war zu der Zeit cool und angesagt, wenn man konsumiert hat.
Mit Karriere ist einfach nur deine Kifferphase gemeint. Das hat nichts mit verkaufen zu tun!

Zitat:
Zitat von Tezzko Beitrag anzeigen

Wieso haben Sie sich für eine Abstinenz entschieden?
In erster Linie, um clean zu sein und zu bleiben ohne mal hin und wieder zu konsumieren und zu sagen man hätte alles im Griff. Des Weiteren benötige ich Abstinenznachweise, die ich heute vorlegen muss/musste.
Mööp! Du benötigst Nachweise, daher hast Du dich für Abstinenz entschieden, ist auf keinen Fall das, was der Gutachter hören will!!!

Zitat:
Zitat von Tezzko Beitrag anzeigen
Beschreiben Sie den Punkt, an dem Sie sich für ein abstinentes Leben entschieden haben (Knackpunkt)
Der Knackpunkt war meine Auffälligkeit. Danach habe ich sofort aufgehört. Die Polizisten und auch ich selbst machte mir klar, was alles während einer Fahrt passieren kann und wie stark der Konsum die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen kann. Auch stand mein Leben und meine Zukunft ab dann im Vordergrund und ich hatte keine Zeit mehr zu konsumieren, da es viele wichtigere Dinge gibt (Studiumvorbereitung, Arbeit, Sport, Freizeitaktivitäten).
Wenigsten steht hier nirgends was von Führerschein... Den letzten Satz würde ich weglassen!

Zitat:
Zitat von Tezzko Beitrag anzeigen

Wieso kommt für Sie nur Abstinenz und nicht für gelegentlicher Konsum in betracht?
Weil ich bereits gelegentlicher Konsument war, sprich jedes Wochenende konsumiert habe. Es liegt nicht in meinem Interesse dasselbe noch einmal zu durchleben. Auch wenn ich nicht berauscht fahren würde, wären die negativen Einflüsse von Cannabis auf mein Leben genauso schlimm.
Liest sich gelogen.
1. Weil du aus meiner Sicht nicht nur am Wochenende geraucht hast (siehe Tattag) und
2. wärest Du nicht erwischt worden, würdest Du heute noch rauchen um "cool" zu sein, wetten!?

Zitat:
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Wer hat Ihnen dabei wie geholfen?
Ich war kurz nach der Auffälligkeit beim Verkehrspsychologen und habe diesen bis vor kurzem auch noch besucht, um Ihnen zu beweisen, dass ich mir professionelle Hilfe geholt habe, um meine Vergangenheit aufzuarbeiten.
Außerdem bekam ich tatkräftige Unterstützung von meiner Mutter.
Dem Gutachter musst Du deine Verhaltensänderung beweisen und nicht, das du dir professionelle Hilfe gesucht hast, um dem was zu beweisen. Bei deinen Werten ist das schon übertrieben.

Zitat:
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Haben Sie nach der Auffälligkeit weiterhin Kontakt zu Ihren Drogenbekannten gehabt?
Anfangs ja, aber nach 1-2 Monaten haben die sich von mir verabschiedet, weil ich natürlich nicht mehr zu der Gruppe gehörte, nicht mehr über die selben Dinge redete/lachte und somit auch nicht mehr angesagt war.
Da sind wir ja wieder beim "cool sein"...

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Haben Sie zu Hause Cannabis?
Nein, hatte ich auch noch nie.
Und ein Dealer ist der Typ der die Karten ausgibt?
Die Frage ist auf die gegenwart bezogen, das du damals nichts da hattest, liest sich verharmlosend!
Also lieber weglassen...

Zitat:
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Wie wollen Sie es gegebenen Falls in Zukunft verhindern, nochmals unter Drogeneinfluß ein KFZ zu führen?
Ich werde in Zukunft gar nicht mehr konsumieren, somit verhindere ich auch die Fahrt unter THC. Jedoch selbst wenn ich konsumieren würde, würde ich angenommen Freitags konsumieren und erst Montags auto fahren. So hätte mein Körper genug Zeit, die Drogen abzubauen und ich würde nicht unter Drogeneinfluss fahren.
Schlechtes Anzeichen! Für den Gutachter ist das auf jeden Fall ein Grund dir ein negativ zu geben.
Du planst ja schon "was wäre wenn" und selbst dann, könnte es sein, das du in den 2 Tagen nicht alles abgebaut hast. 72 Stunden!

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Wie wollen Sie einen beginnenden Rückfall erkennen?
Der Rückfall wäre, wenn ich wieder an einem Joint ziehe. Wenn dieser Fall eintreten sollte, würde ich umgehend professionelle Hilfe holen.
Jedoch bin ich von mir selbst überzeugt, dass es keinen Rückfall geben wird.
Großes Ego reicht dem Gutachter auch nicht aus.

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Wie ist derzeit der Konsum von Alkohol bei Ihnen?
Ich konsumiere, wie bereits erwähnt, sehr wenig Alkohol.
Alle paar Monate (ca. 3-5) mal an einem Geburtstag oder einer Hochzeit o.ä. 3-5 Bier. Für mich käme auch keine Suchtverlagerung in Frage, da ich weiß womit der Konsum von Alkohol enden kann. Ich habe Verwandte die daran gestorben sind und das ist es mir nicht wert jetzt Alkoholiker zu werden.
Hmmm... Gab es oben nicht eine Frage mit Suchterkrankungen in der Familie? Da war dir nichts bekannt und nun sind Verwandte im Thema? Meinst Du vielleicht Bekannte? 3-5 Bier sind vielleicht normal, aber bei der MPU ist weniger Alk besser. Solange du nicht auffällig damit warst, lieber den Konsum auf ein Minimum reduzieren. Bsp. Hochzeit Sekt zum Anstoßen und kein Bier etc.

Wäre ich Gutachter und du hättest mir diese Antworten prästentiert, wäre mein Fazit "negativ",
aber ich bin kein Gutachter, nur einer der mit dem Thema MPU schon durch ist
und weiss, welche Sachen man nicht machen sollte.
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  #8  
Alt 11.05.2018, 00:19
Tezzko Tezzko ist offline
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Standard Antwort auf 007

Vielen Dank 007.

Hast mich mal eben schnell auseinander genommen.

Ich werde nicht zitieren, da ich deine Antworten lese und nebenbei in Word meinen Text verfasse.


Du hast vollkommen Recht, es waren mehr als 2-4 Joints. Es war eher so, dass ich 2-4 Joints in der Woche geraucht habe xD
Meistens zu zweit manchmal zu dritt (auch her habe ich verstanden nicht zu oft bzw. gar nicht die Freunde zu erwähnen, wegen der Verharmlosung, welche von mir keineswegs beabsichtigt war - was von mir gemeint war, war, dass ich nicht die ganzen Joints alleine konsumiert habe)
Aber man kann und wird es sehr wahrscheinlich falsch verstehen - Danke

Ich dachte wenn ich weniger angebe und sage, dass ich nicht alles alleine konsumiert habe, dass ich damit eher die 6 Monate begründen kann.
Anscheinend passt der Wert nicht dazu. Und auch lügen ist/wird ein hartes Thema, wo zu viele Widersprüche passieren können.

Beim Trinken, werde ich definitiv weniger angeben. Was auch der Wahrheit entspricht.
Wollte nur realistisch bleiben und dachte 3-5 Bier alle paar Monate sei nicht viel.
Widerspruch habe ich auch gesehen.

Bei der Verwandtschaft hast du auch Recht, ich habe mich aber auf Verwandte mit Straftaten wegen BTM bezogen - bei der Frage habe ich die Suchterkrankungen übersehen.

Das mit dem Wochenende habe ich verstanden, weil ich ja in der Woche erwischt wurde.
Muss ich dementsprechend anpassen. Jedoch war es wirklich meistens am Wochenende.
Und klar wenn man in der Woche frei hat, dann mal am Feiertag. Aber nie in der Woche, wenn ich arbeiten musste.

Gefahren meinte ich Auto, wenn Fahrrad dazu zählt waren es mehrere Male, die ich gar nicht benennen kann. Aber ich fahre oft mit der Bahn/Bus statt mit dem Auto/Fahrrad.

Nein, meine Mutter ist nicht Schuld. Es geht eher um den Grund der Fahrt. Schuld bin selbstverständlich ich. Wie kann man das besser formulieren?

Zu der Frage „Wieso passiert das nicht wieder?“ habe ich ja mit meinem Studium und meinen Eltern begründet. Was kann ich sonst angeben? Mir ist mein Studium halt sehr wichtig und es wird ein harter Brocken für mich. Da kann ich mir nicht erlauben zu kiffen. Außerdem heißt es bei mir zu Hause, dass wenn ich noch ein Mal konsumiere ich von zu Hause rausfliege.(alt genug etc.) Somit habe ich ein Versprechen abgegeben. Aber ich möchte auch selbst nicht mehr konsumieren, da es mir überhaupt nichts Gutes gebracht hat, außer kurzfristige Euphorie/Lachkicks und Probleme vergessen.

Wäre ich nicht erwischt worden, hätte ich weiter konsumiert, ja. Bis womöglich irgendetwas gravierendes passiert wäre oder eben eine Auffälligkeit.

Was meinst du mit „cool“ sein. Hört sich das blöd an oder was soll ich daraus verstehen.
Beziehe mich auf den Kommentar: Da sind wir ja wieder beim „cool sein“.

Wie ich zukünftig verhindern möchte KFZ unter THC Einfluss zu führen, ist gar nicht zu konsumieren. Ich entscheide mich für eine dauerhafte Abstinenz.
Der Rest war überflüssig.

Beim Rückfall nur das Ego weglassen? Rest passt? Weil ich dort nicht wüsste, was ich sonst sagen soll. Rückfall = wieder konsumieren ; folglich —> professionelle Hilfe holen


Mir ist nach deinem Urteil klar geworden, dass ich echt viel Scheiße geschrieben habe xD Bzw. oft die Antworten nicht auf den Punkt gebracht habe und ausgeschweift bin.
Ich werde noch mehr aufarbeiten & anschließend diese Fragen ein weiteres Mal beantworten.


So wie du auftrittst, bist du schon fast ein Gutachter :-)

Nochmal vielen lieben Dank und bis dahin alles Gute.
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  #9  
Alt 11.05.2018, 00:37
Tezzko Tezzko ist offline
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Beiträge: 29
Standard 6 oder 12 Monate AN

Was meinst du/ihr?

6 oder 12 Monate AN?
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  #10  
Alt 11.05.2018, 00:45
Crytek Crytek ist offline
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Wenn du genug Geld hast, dann kannst du 6 monate versuchen, jedoch musst du dann deine Geschichte anpassen. Aber du wirst dann lügen müssen und deine konsumbiografie ändern müssen. Du wurdest am Dienstag erwischt, deswegen musst du dir dann einen sehr guten Grund einfallen lassen, wieso du genau die Tage vor und am Dienstag konsumiert hast. Beziehungs tuende, Todesfall, Jobverlust etc.

Also theoretisch machbar, aber es ist nicht leicht, da du halt
Eine gelogene Geschichte erzählen musst und bei sowas verliert der 0815 Mensch schnell den roten Faden und man kann sich schnell in seinen Aussagen wiedersprechen. Also es liegt immer an einem selber. Wie selbstbewusst und geschauspielert du lügen kannst. Wenn du nicht so viel Geld hast, würde ich dir 12 Monate empfehlen.

Lg
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aufarbeitung, cannabis, hilfe mpu, mpu, thc

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