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  #1  
Alt 11.01.2018, 04:58
Tera Tera ist offline
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Registriert seit: 11.01.2018
Beiträge: 7
Standard MPU Ja oder Nein

Guten Tag liebes Forum,

ich hoffe, Ihr könnt mir weiterhelfen.
Ich wurde letztes Jahr aus dem Verkehr gezogen, Urintest positiv danach blutest, Routineuntersuchung, also nicht aufgrund einer Fahrauffälligkeit.
Habe die Aussage verweigert, keine Infos zum Konsumverhalten weitergeben.

Hatte vorher nie mit der Polizei zu tun.

Habe einen Bußgelbescheid bekommen. Die Werte waren aber nicht im Schreiben enthalten. Deshalb hat mein Anwalt Einspruch erhoben um die Akte einzusehen.

Die Werte THC 1,5ng/ml, THC-COOH 23ng/ml.

Muss ich bei diesen Werten aufjedenfall mit einer MPU rechnen.
Wenn ja, mein Anwalt hat mir geraten das Verfahren in die Länge zu ziehen damit ich Abstinenznachweise machen und bei der MPU vorlegen kann.

Außerdem weiß ich dann nicht ob ich bei diesen Werten für ein halbes oder ganzes Jahr Nachweise brauche.

Falls ihr noch irgendwelche Informationen braucht einfach schreiben.

Vielen Dank schon mal im Voraus
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  #2  
Alt 11.01.2018, 09:51
Kai R. Kai R. ist offline
MPU Profi
 
Registriert seit: 07.02.2008
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Standard

Hallo und willkommen hier,

in welchem Bundesland spielt sich das ab? Hast Du Angaben zum Konsum gemacht?

Du musst je nach Konstellation im worst case mit einem Entzug Deiner Fahrerlaubnis rechnen. Die MPU käme im Neuerteilungsverfahren.
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  #3  
Alt 11.01.2018, 10:52
Jules91 Jules91 ist offline
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Beiträge: 359
Standard

Zitat:
Zitat von Tera Beitrag anzeigen
Guten Tag liebes Forum,

ich hoffe, Ihr könnt mir weiterhelfen.
Ich wurde letztes Jahr aus dem Verkehr gezogen, Urintest positiv danach blutest, Routineuntersuchung, also nicht aufgrund einer Fahrauffälligkeit.
Habe die Aussage verweigert, keine Infos zum Konsumverhalten weitergeben.

Hatte vorher nie mit der Polizei zu tun.

Habe einen Bußgelbescheid bekommen. Die Werte waren aber nicht im Schreiben enthalten. Deshalb hat mein Anwalt Einspruch erhoben um die Akte einzusehen.

Die Werte THC 1,5ng/ml, THC-COOH 23ng/ml.

Muss ich bei diesen Werten aufjedenfall mit einer MPU rechnen.
Wenn ja, mein Anwalt hat mir geraten das Verfahren in die Länge zu ziehen damit ich Abstinenznachweise machen und bei der MPU vorlegen kann.

Außerdem weiß ich dann nicht ob ich bei diesen Werten für ein halbes oder ganzes Jahr Nachweise brauche.

Falls ihr noch irgendwelche Informationen braucht einfach schreiben.

Vielen Dank schon mal im Voraus
Zunächst einmal: Steht irgendwas in der FS-Akte? Also, hattest du davor schon mit Drogen jeglicher Art zu tun, wo die Polizei auf dich aufmerksam wurde (Party, Fußgänger, Fahrrad)?

Von den Werten her reicht ein halbes jahr vollkommen unter der Prämisse, dass die Aufarbeitung gut und einsichtig ist.

Ich tippe eher auf ein äG:
- Nie negativ aufgefallen
- Werte im niedrigeren Bereich
- Kein Handel betrieben
- Wurde nichts gefunden

Dort müsstest du dann auf Einmalkonsum plädieren und glaube 2 Screenings machen.

Aber erstmal abwarten, ob und in welcher Form sich die FsSt meldet.

Grüße
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  #4  
Alt 11.01.2018, 16:42
Tera Tera ist offline
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Beiträge: 7
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Danke für die schnellen Antworten.

In Baden-Württemberg, nein zum Drogenkonsum habe ich keine Angaben gemacht.

In der FS-Akte steht bisher nichts.

Meinst du mit der FsSt sich meldet, wegen der MPU oder wie?

Erste wenn der Einspruch zurückgezogen und das Bußgeld bezahlt wurde meldet sich die FsSt erst oder?

Bußgeld stand ja 500€ und einmonatiges Fahrverbot, wenn ich den Führerschein da abgegeben habe ist nach dem Monat das Neuverteilungsverfahren?

Mit freundlichen Grüßen
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  #5  
Alt 11.01.2018, 16:48
Tera Tera ist offline
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Beiträge: 7
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Das Problem ist ich müsste mich demnächst entscheiden ob ich den Einspruch sofort zurückziehe oder das Verfahren in die Länge ziehe um abstinenznachweise zu machen und nachdem ich sie gemacht habe den Einspruch zurückziehe.

Aber ich weiß ja nichtmal ob ich zu einer MPU muss.
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  #6  
Alt 11.01.2018, 16:54
Kai R. Kai R. ist offline
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Zitat:
Zitat von Tera Beitrag anzeigen
In Baden-Württemberg
in BW ist es möglich, mit einer Aussage zum Einmalkonsum durchzukommen, allerdings muss dieser sehr substantiiert begründet werden, da man es nicht für glaubhaft hält, dass Erstkonsumenten noch fahren und dann gleich erwischt werden

Zitat:
Zitat von Tera Beitrag anzeigen
Meinst du mit der FsSt sich meldet, wegen der MPU oder wie?
entweder angekündigter Entzug oder Einladung zu einem fachärztlichen Gutachten, um Dein Konsummuster zu bestimmen

Zitat:
Zitat von Tera Beitrag anzeigen
Erste wenn der Einspruch zurückgezogen und das Bußgeld bezahlt wurde meldet sich die FsSt erst oder?
kann sein, muss nicht sein. Sie werden auch von der Polizei informiert und können jederzeit tätig werden

Zitat:
Zitat von Tera Beitrag anzeigen
Bußgeld stand ja 500€ und einmonatiges Fahrverbot, wenn ich den Führerschein da abgegeben habe ist nach dem Monat das Neuverteilungsverfahren?
nein, nach dem Fahrverbot würdest Du den FS automatisch wieder zugeschickt bekommen. Du hast beim ersten FV vier Monate nach Rechtskraft Zeit. Das würde ich auf jeden Fall ausreizen. Wenn dann ein Entzug von der FSSt kommt, kann das Fahrverbot in die sowieso führerscheinlose Zeit verschoben werden

Zitat:
Zitat von Tera Beitrag anzeigen
Das Problem ist ich müsste mich demnächst entscheiden ob ich den Einspruch sofort zurückziehe oder das Verfahren in die Länge ziehe um abstinenznachweise zu machen und nachdem ich sie gemacht habe den Einspruch zurückziehe.
auf jeden Fall versuchen und den Einspruch erst zurückziehen, wenn sich die FSSt von sich aus meldet oder ca. vier Wochen vor dem noch festzulegenden Gerichtstermin.
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  #7  
Alt 12.01.2018, 06:07
Tera Tera ist offline
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Zitat:
in BW ist es möglich, mit einer Aussage zum Einmalkonsum durchzukommen, allerdings muss dieser sehr substantiiert begründet werden, da man es nicht für glaubhaft hält, dass Erstkonsumenten noch fahren und dann gleich erwischt werden
Das war nicht mein Auto, ich sollte ihn zu meiner Freundin bringen da ihre Schwester einen Unfall hatte und ein Ersatz Auto brauchte. Und die Sache ist wo soll ich eine Aussage zum Einmalkonsum überhaupt erwähnen wenn nicht erst in der MPU und „bestenfalls“ Entzug.

Zitat:
entweder angekündigter Entzug oder Einladung zu einem fachärztlichen Gutachten, um Dein Konsummuster zu bestimmen
Kannst du angekündigter Entzug erklären bitte.

Zitat:
kann sein, muss nicht sein. Sie werden auch von der Polizei informiert und können jederzeit tätig werden
Die haben sich nämlich bis heute noch nicht gemeldet. Vorfall war Ende Juli 2017 und Bußgeldbescheid ende Oktober 2017.

Zitat:
nein, nach dem Fahrverbot würdest Du den FS automatisch wieder zugeschickt bekommen. Du hast beim ersten FV vier Monate nach Rechtskraft Zeit. Das würde ich auf jeden Fall ausreizen. Wenn dann ein Entzug von der FSSt kommt, kann das Fahrverbot in die sowieso führerscheinlose Zeit verschoben werden
Nach dem 1 monatigen Fahrverbot bekomme ich den Führerschein zugeschickt? Habe gedacht wenn sie den Führerschein da haben das Sie mir dann eine MPU oder etc. anordnen und den dann direkt einbehalten. Wie meinst du das mit den 4 Monaten? 4 Monate Zeit den Führerschein abzuholen?

Zitat:
auf jeden Fall versuchen und den Einspruch erst zurückziehen, wenn sich die FSSt von sich aus meldet oder ca. vier Wochen vor dem noch festzulegenden Gerichtstermin.
Also soll ich das Verfahren in die Länge ziehen? Aber was ist wenn Sie sich nicht melden vor Gerichtstermin zurückziehen?

Und was ist mit den Abstinenznachweisen soll ich welche machen oder nicht bin so verunsichert.

Mit freundlichen Grüßen und Danke nochmals
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  #8  
Alt 12.01.2018, 09:36
Kai R. Kai R. ist offline
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Zitat:
Zitat von Tera Beitrag anzeigen
Und die Sache ist wo soll ich eine Aussage zum Einmalkonsum überhaupt erwähnen wenn nicht erst in der MPU und „bestenfalls“ Entzug.
irgendwann wird die FSSt Dich anschreiben

Zitat:
Zitat von Tera Beitrag anzeigen
Kannst du angekündigter Entzug erklären bitte.
bevor man Deine Fahrerlaubnis entziehen kann, muss man Dich dazu anhören

Zitat:
Zitat von Tera Beitrag anzeigen
Die haben sich nämlich bis heute noch nicht gemeldet. Vorfall war Ende Juli 2017 und Bußgeldbescheid ende Oktober 2017.
Heißt nichts

Zitat:
Zitat von Tera Beitrag anzeigen
Nach dem 1 monatigen Fahrverbot bekomme ich den Führerschein zugeschickt? Habe gedacht wenn sie den Führerschein da haben das Sie mir dann eine MPU oder etc. anordnen und den dann direkt einbehalten. Wie meinst du das mit den 4 Monaten? 4 Monate Zeit den Führerschein abzuholen?
die Maßnahmen in Folge des Bußgeldbescheids sind etwas völlig anderes als die Maßnahmen der Führerscheinstelle. Wenn Du in den letzten zwei Jahren kein Fahrverbot hattest, hast Du nach Rechtskraft des BGB 4 Monate Zeit, das Fahrverbot anzutreten. Es kann gut sein, dass in der Zwischenzeit ein Entzug durch die FSSt kommt, dann fällt das Fahrverbot in die Zeit, in der Du eh keine Fahrerlaubnis hast. Falls bis dahin keine Maßnahmen der FSSt greifen, schickt man Dir nach dem Fahrverbot den Führerschein zurück.


Zitat:
Zitat von Tera Beitrag anzeigen
Also soll ich das Verfahren in die Länge ziehen? Aber was ist wenn Sie sich nicht melden vor Gerichtstermin zurückziehen?
ja und ja

Zitat:
Zitat von Tera Beitrag anzeigen
Und was ist mit den Abstinenznachweisen soll ich welche machen oder nicht bin so verunsichert.
auf jeden Fall
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  #9  
Alt 12.01.2018, 12:23
Jules91 Jules91 ist offline
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Also, bei mir war es damals so, dass nach der Drogenfahrt erstmal 3 Wochen gar nichts kam. Dann meldeten sich die untersuchenden Polizisten mit den in der klinik festgestellten Blutwerten und der Aussage, dass ich mit einer MPU zu rechnen habe. 1 Monat Fahrverbot +680€ incl. Bearbeitungsgebühr.

Habe den FS damas für einen Monat abgegeben und ihn dann wieder zugeschickt bekommen. Im August desselben Jahres (Vergehen war im April) hat sich dann das Landratsamt-FS-Stelle gemeldet, dass zumindest von einem gelegentlichen Konsum in der Probezeit auszugehen ist und mir somit der Führerschein gebührenpflichtig abzunehmen ist. 2 Wochen Zeit für eine Stellungnahme. Ende September habe ich ihn dann abgegeben.

Grüße
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  #10  
Alt 13.01.2018, 00:59
Tera Tera ist offline
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Danke erstmal muss alles nochmal durchlesen.

Wichtig: Habe aber heute von der Fahrerlaubnisbehörde bzw. Stadt / Bügerdienste eine „Ankündigung der Entziehung Ihrer Fahrerlaubnis“ bekommen + Verzichtserklärung. Habe bis zum 22.01.2018 Zeit für einen Nachweis für Drogenabstinenz für 6 Monat vorzulegen. Sofern möglich wären wir bereit sofort die erforderliche MPU zum Nachweis Ihrer Kraftfahreignung anzuordnen.

Ich habe nochnichteinmal das Bußgeld bezahlt.

Verzichtserklärung: Zur Vermeidung des kostenpflichtigen Entzug der Fahrerlaubnis verzichte ich hiermit auf diese + Anlage FS.

PS: Darf ich die Dokument hier geschwärzt hochladen?

Eine MPU bei diesen Werten, schade hätte ich jetzt schon die Abstinenznachweise hätte ich anscheinend den Führerschein behalten können direkt in die MPU und danach wäre es Fertig.

Vom 28.07.2018 als ich angehalten wurde bis heute 13.01.2018 bin ich Abstinent, wäre es möglich bis 22.01.2018 eine Haaranalyse zu machen mit 6cm für 6 Monate?

Was soll ich jetzt machen, wollte die Dokumente morgen an meinen Anwalt senden. Das Büro ist aber am Samstag und Sonntag geschlossen.

Mit freundlichen Grüßen

Geändert von Tera (13.01.2018 um 01:18 Uhr)
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abstinenznachweis, drogen am steuer, mpu, thc

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