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  #11  
Alt 14.03.2017, 22:48
Jeronymo Jeronymo ist offline
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Zitat:
Zitat von kapomick Beitrag anzeigen
Mit gelegentlichem Konsum kommst du auch deshalb nicht durch, weil deine 1. MPU ja dich als regelmäßigen Konsumenten wahrgenommen hat. Das liegt dem nächsten GA natürlich vor. Wenn das mit dem Kokain nicht aktenkundig ist und du keine Therapie hast, würde ich das nicht erwähnen. Du machst es dir dadurch nicht unbedingt leichter.
Warum bist du dir eigentlich so absolut sicher, dass du nicht mehr konsumieren wirst? Du hast eine MPU hinter dir, die offenkundig keine Wirkung zeigte, du hast nach dem 2. Vorfall auch nicht direkt aufgehört, sondern ausgerechnet am 31.12., das ist der Tag der leeren Vorsätze. Warum kannst du diese Aussage im Brustton der Überzeugung sagen? Wird gerade bei der 2. MPU ganz wichtig, zu schauen, warum die letzten Vorsätze scheiterten und was diesmal anders laufen wird. Aber da hast du ja noch Zeit.
Wird dort mein ganzes Gutachten mit all meinen Aussagen vorliegen? Wahrscheinlich schon, oder? Hatte auch eigentlich nicht vor das zu erwähnen, aber es hätte ja sein können, dass die von der Urinprobe auch etwas mitgeteilt bekommen (die ja natürlich falsch sein kann). Nee, ich wollte die letzen Monate "genießen" um dann wirklich mit reinem Gewissen damit abschließen zu können, sag ich mal. Also es war mir von vornherein klar, dass ich zum Jahresende aufhören werde. Was auch höchste Eisenbahn war. Ja, da muss ich mir natürlich was überlegen, da ich beim ersten Mal auch meinte, es garantiert nie wieder machen zu wollen etc. Hatte vor sowas zu sagen nach dem Motto ich bin Rückfällig geworden weil meine langjährige Freundin (6 Jahre) mit mir Schluss gemacht hat und ich in ein tiefes Loch gefallen bin etc., was auch nicht gelogen wäre.
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  #12  
Alt 14.03.2017, 23:03
kapomick kapomick ist gerade online
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Natürlich liegt dein Gutachten vor, das ist ja in der Akte. Deshalb weisen wir immer darauf hin, negative Gutachten nicht zur FSSt zu bringen, die wären ja entsprechend auch drin.
Dass deine Freundin dich verlassen hat, ist gewiss ein Aufhänger, aber der verleitet ja zur Frage: "Was machen Sie künftig dann anders, wenn mal wieder so eine Trennung hereinbricht?" Sowas wirds immer wieder geben und auch Sterbefälle gibts. Also, du hast was zu tun.
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  #13  
Alt 14.03.2017, 23:13
minilee minilee ist offline
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Zitat:
Wird dort mein ganzes Gutachten mit all meinen Aussagen vorliegen? Wahrscheinlich schon, oder?
aber sicher, das ist in deiner Fahrerakte...

Zitat:
Hatte vor sowas zu sagen nach dem Motto ich bin Rückfällig geworden weil meine langjährige Freundin (6 Jahre) mit mir Schluss gemacht hat und ich in ein tiefes Loch gefallen bin etc., was auch nicht gelogen wäre.
nachvollziebar, aber nicht wirklich hilfreich... wenn du deinen Drogenkonsum von einer gescheiterten Beziehung abhängig machst, was ist bei der Nächsten?

und die Rückfrage kommt: warum hat sie Schluss gemacht, evtl. wegen den Drogen?

Es geht in der MPU um dich und dein Verhältnis zu Drogen, und die hast du ja nun auch konsumiert, als du deine Freundin noch hattest... warum?
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Das Leben wird vorwärts gelebt, aber nur rückwärts verstanden...
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  #14  
Alt 14.03.2017, 23:13
Jeronymo Jeronymo ist offline
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Ja klar, das werde ich natürlich noch ausarbeiten müssen. Könnte es vielleicht sogar positiv bewertet werden, wenn ich sage, dass ich nicht gleich damit angefangen habe, um mir hundert Prozent sicher zu sein und sowas oder lieber nicht?
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  #15  
Alt 14.03.2017, 23:16
Jeronymo Jeronymo ist offline
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Zitat:
Zitat von minilee Beitrag anzeigen
aber sicher, das ist in deiner Fahrerakte...



nachvollziebar, aber nicht wirklich hilfreich... wenn du deinen Drogenkonsum von einer gescheiterten Beziehung abhängig machst, was ist bei der Nächsten?

und die Rückfrage kommt: warum hat sie Schluss gemacht, evtl. wegen den Drogen?

Es geht in der MPU um dich und dein Verhältnis zu Drogen, und die hast du ja nun auch konsumiert, als du deine Freundin noch hattest... warum?
Ja davor hielt es sich eigentlich in "Grenzen", also da war es wirklich eher selten, mal am Wochende oder so. Klar das sollte ich jetzt so nicht sagen zu ihm, aber die schlimme Phase, also wieder täglicher Konsum kam erst danach. Mir ist schon klar, dass ich das so nicht sagen kann, aber würde das dann auf die Frage, warum ich Rückfällig geworden bin antworten.

Ja da kommt noch viel Arbeit auf mich zu...
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  #16  
Alt 14.03.2017, 23:22
minilee minilee ist offline
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Zitat:
wenn ich sage, dass ich nicht gleich damit angefangen habe, um mir hundert Prozent sicher zu sein und
womit warst du dir denn dann noch nicht zu hundert Prozent sicher??? Das du mit dem Kiffen aufhören willst? Das provoziert aber die nächste Nachfrage: Aha, und warum jetzt? Du bist WHT...
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  #17  
Alt 14.03.2017, 23:26
minilee minilee ist offline
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Zitat:
aber die schlimme Phase, also wieder täglicher Konsum kam erst danac
Denke mal darüber nach: Welchen Gefühlszustand wolltest durch Kiffen erreichen, den du sonst nicht hattest...?
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  #18  
Alt 14.03.2017, 23:47
Jeronymo Jeronymo ist offline
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Zitat:
Zitat von minilee Beitrag anzeigen
Du bist WHT...
Sorry, WHT?

Zitat:
Zitat von minilee Beitrag anzeigen
Denke mal darüber nach: Welchen Gefühlszustand wolltest durch Kiffen erreichen, den du sonst nicht hattest...?
Dann würde ich sowas sagen, um zu vergessen, sich nicht einsam und verlassen zu fühlen... Dann muss ich halt nur was haben, damit das jetzt nicht wieder vorkommt, was ich momentan als mein Hauptproblem sehe...Das Gleiche wir vorher, Gespräche mit Freunden etc. kann ich ja nicht schon wieder bringen. Ich hab mit Sport angefangen und gehe regelmäßig laufen, um mich abzureagieren seit diesem Jahr, aber das dürfte ihm ja wahrscheinlich nicht reichen. Eigentlich habe ich einfach aufgehört weil ich mir in dem letzten Jahr viel versaut habe dadurch, unmengen Geld verbrannt und sich alles nur noch darum drehte, also Kokain, aber das will ich da halt ungerne angeben. Das war aber so der Punktt wo ich gesagt habe, "so kann es auf keinen Fall weitergehen", also richtig von mir aus. Beim ersten Mal habe ich eigentlich nur irgendwas gelabert, um meinen FS wiederzukriegen, aber das kann ich natürlich auch nicht sagen, sonst denkt er ja, ich mache das wieder.
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  #19  
Alt 15.03.2017, 00:02
minilee minilee ist offline
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Zitat:
Sorry, WHT?
meint Widerholungstäter und damit sind min. 12 Momate AB-Nachweise gefragt...

Zitat:
sonst denkt er ja, ich mache das wieder.
du musst erst mal sehr genau erklären, warum du es überhaupt gemacht hast... und dann erklärst du, was sich verändert hat (in dir), warum, und was du heute machst, damit das nie wieder passiert...
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  #20  
Alt 15.03.2017, 08:35
MrMurphy MrMurphy ist offline
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Hallo

Zitat:
Könnte es vielleicht sogar positiv bewertet werden, wenn ich sage, dass ich nicht gleich damit angefangen habe, um mir hundert Prozent sicher zu sein und sowas oder lieber nicht?
Ganz im Gegenteil. Du warst dir bereits zur ersten MPU sicher und hast dich damals festgelegt, für den Rest deines Lebens die Finger von Drogen zu lassen.

Bei der ersten MPU musst du eigentlich auch einen Weg aufgezeigt haben, wie du nicht mehr rückfällig wirst. Also was dein Rettungsanker ist falls sich ein Rückfall andeutet.

Das hat offensichtlich nicht funktioniert. Das wirst du erklären müssen.

Lies dir unbedingt zunächst einmal dein altes Gutachten durch. Deine Infos hier im Forum lassen vermuten, dass du dich bei der zweiten MPU innerlich als Ersttäter fühlst. Du bist aber ein Wiederholungstäter und damit ist bei dir die Rückfallwahrscheinlichkeit gegenüber den Erstkandidaten noch einmal deutlich erhöht. Deshalb auch die einjährige Abstinenzpflicht vor der zweiten MPU.

Dass du mit deiner Drogen-Vorgeschichte, nach einer ersten MPU und der zweiten nachgewiesenen Drogenfahrt erst einmal Klarheit brauchst ob du wirklich mit dem Drogenkonsum aufhören willst ist schlicht unglaubwürdig. Diese Entscheidung hast du doch bereits vor der ersten MPU getroffen.

Zitat:
Dann würde ich sowas sagen, um zu vergessen, sich nicht einsam und verlassen zu fühlen...
Das hört sich nicht ehrlich an und so wird es auch beim Gutachter ankommen.

Zitat:
Dann muss ich halt nur was haben, damit das jetzt nicht wieder vorkommt, was ich momentan als mein Hauptproblem sehe...
Richtig.

Zitat:
Das Gleiche wir vorher, Gespräche mit Freunden etc. kann ich ja nicht schon wieder bringen.
Stimmt. Du kannst zum Beispiel in Selbsthilfgruppen Hilfe suchen. Also Institutionen, die unabhängig von deiner familiären Verhältnissen bestehen bleiben und an die du dich wenden kannst, wenn sich ein Rückfall andeutet. Die also bereits jetzt regelmäßig besuchen und darüber berichten können.

Zitat:
Ich hab mit Sport angefangen und gehe regelmäßig laufen, um mich abzureagieren seit diesem Jahr, aber das dürfte ihm ja wahrscheinlich nicht reichen.
Sowas ist grundsätzlich nur Fülltext. Sport, sogar Leistungssport, hält niemand vom Drogenkonsum ab. Hast du das vielleicht sogar bereits in der ersten MPU angegeben?

Zitat:
Eigentlich habe ich einfach aufgehört weil ich mir in dem letzten Jahr viel versaut habe dadurch, unmengen Geld verbrannt und sich alles nur noch darum drehte, also Kokain, aber das will ich da halt ungerne angeben.
Mit deiner Vorgeschichte ist es unglaubwürdig, dass du einfach aufgehört haben willst. Wenn es so einfach wäre wärst du nicht zum Rückfalltäter geworden. So eine Angabe ist eher ein Indiz für eine Konsumpause um wieder an den Führerschein zu kommen.

Also genau das

Zitat:
Beim ersten Mal habe ich eigentlich nur irgendwas gelabert, um meinen FS wiederzukriegen, aber das kann ich natürlich auch nicht sagen, sonst denkt er ja, ich mache das wieder.
Das hängt stark von deinen Angaben bei der ersten MPU ab. Dass dein dort angegebener Weg nicht funktioniert hat steht unzweifelhaft fest.

Gruss

MrMurphy
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Stichworte
cannabis, mpu, thc, wiederholungstäter

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