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  #1  
Alt 27.02.2018, 07:35
FPX FPX ist offline
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Standard MPU - Taktisches Vorgehen - Falschaussage?

Hallo,
meine Situation ist Folgende:
Einmal 2010 mit 0,09 Gramm Amphetamin und ein zweites Mal mit 2015 mit 0,05 Gramm beim ausgehen erwischt

Nach der Sache von 2010 wurde ein äztliches Gutachten angefordert. Dies habe ich bestanden.
Nach 2015 weitere Anforderung eines ärztlichen Gutachtens. Der Arzt hatte Zweifel trotz negativer Tests. -> Anordnung zur MPU

Nun, habe ich 5 von 6 Drogenscreenings über ca ein Jahr bestanden, das letzte folgt noch.

Ich gab bei der ärztlichen Begutachtung (2015) an letztmals 2010, also beim vorigen Vergehen Drogen genommen zu haben. Dies hatte er mir nicht geglaubt, obwohl es tatsächlich stimmt. Die 0,05 Gramm mit denen ich erwischt wurde klebten ohne mein Wissen an einem Zettel in meinem Geldbeutel.
Dies klang wahrscheinlich für den Arzt unglaubwürdig und das gleiche wird wahrscheinlich der psychologische Gutachter ebenfalls denken. Es steht aber nun bereits so in meiner Führerscheinakte.

Nun meine Frage:
Soll ich einfach behaupten auch ein paar mal um 2015 Drogen genommen zu haben, sodass der Gutachter sich nicht angelogen fühlt?
Was denkt sich dann aber die Führerscheinstelle, die mich weiterfahren ließ, da ich angab 2010 das letzte mal Drogen genommen zu haben?

Zusatz:
Ich kann dem Gutachter viele positive Veränderungen in meinem Leben vorweisen und habe mich auch total vom Thema Drogen entfernt. Ich denke, dass ich dies glaubwürdig rüber bringen kann.


Danke und viele Grüße!
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  #2  
Alt 27.02.2018, 10:40
Benutzerbild von samuel
samuel samuel ist offline
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Die universelle Formel dazu lautet:

"Im Zuge meiner Aufarbeitung habe ich festgestellt, dass ich mit Unwahrheiten nicht weiter komme."
__________________
Wer mich sucht, der findet mich als mpu-samuel bei eBay
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  #3  
Alt 13.07.2018, 19:24
FPX FPX ist offline
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Beiträge: 5
Standard Durch MPU durchgefallen

Hallo,
ich habe leider den Psychologen bei der MPU nicht überzeugen können, dass es mir ernst ist in Zukunft keine Drogen zu konsumieren und bin deshalb durchgefallen.
Ich wollte nun von euch wissen was meine Möglichkeiten sind und was auf mich zukommt.
Vorgeschichte:
Vor 13 Jahren mit 1,06 Prom beim Fahren erwischt und musste daraufhin ein Aufbauseminar machen.
Vor 9 Jahren mit unter 0,1g harten Mdma
Vor drei Jahren mit 0,005g Kokain (10% Wirkstoffanteil)
Die Drogenbezogenen Taten waren nicht im Straßenverkehr

Ich hatte angegeben lediglich ein paar wenige Male Drogen genommen zu haben, was auch der Wahrheit entspricht. Dies wurde mir allerdings nicht geglaubt.

Ich bin und war immer im Besitz der Fahrerlaubnis, musste aber seit über einem Jahr Abstinenznachweise bringen (alle negativ).

Somit bin ich lediglich an der meiner Meinung nach falschen Einschätzung des Psychologen gescheitert.

Das Ergebnis wurde nicht zur FSS geschickt aber ich bin bereits über der Frist.

Sieht hier irgendjemand noch eine Möglichkeit aus der Sache rauszukommen?

Z.b. Fristverlängerung beantragen und so schnell wie möglich weitere MPU woanders?
oder nochmal mit dem Psychologen zu sprechen und evt. einen Kurs oder ähnliches zu machen?

Wenn nicht, was kommt nun auf mich zu und wann kann ich wieder den Führerschein neu beantragen?

Danke!

P.s.: Die Beantwortung auf die Fragesstellung war:
"... kann trotz Hinweise auf (frühere) Drogeneinnahme ein Kraftfahrzeug sicher führen. Es liegen jedoch keine stabile Abstinenz vor und ist deshalb zu erwarten, dass ... weiterhin Betäubungsmittel nimmt ..."

Was heißt das denn? Bin ich nun fähig den Schein zu behalten oder nicht? Würdet ihr sowas einreichen?


Und bei Empfehlungen steht, dass ich vier Monate Abstinenz nachweisen soll bevor ich ein neues Gutachten beantrage. Bedeutet das, dass ich dann nach vier Monaten, vorausgesetzt ich bestehe die MPU meinen Schein wiederbekomme wenn ich ihn jetzt abgebe?
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  #4  
Alt 13.07.2018, 21:34
Benutzerbild von Alana
Alana Alana ist offline
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Willkommen hier im Forum!
Zitat:
Zitat von FPX Beitrag anzeigen
Sieht hier irgendjemand noch eine Möglichkeit aus der Sache rauszukommen?
Z.b. Fristverlängerung beantragen und so schnell wie möglich weitere MPU woanders?
Nein. Eine Fristverlängerung kannst Du versuchen, sie wird Dir aber sehr wahrscheinlich nicht erteilt werden.
Zitat:
oder nochmal mit dem Psychologen zu sprechen und evt. einen Kurs oder ähnliches zu machen?
Warum sollte der sein Gutachten ändern? Zumal das auch bereits in der Qualitätssicherung seines MPI ist.
Zitat:
Wenn nicht, was kommt nun auf mich zu und wann kann ich wieder den Führerschein neu beantragen?
Dir wird jetzt ziemlich bald die Fahrerlaubnis entzogen werden.
Zitat:
Die Beantwortung auf die Fragesstellung war:
"... kann trotz Hinweise auf (frühere) Drogeneinnahme ein Kraftfahrzeug sicher führen. Es liegen jedoch keine stabile Abstinenz vor und ist deshalb zu erwarten, dass ... weiterhin Betäubungsmittel nimmt ..."
Es liegen keine medizinischen Schäden vor, aber beim Psychologen bist Du durchgefallen. Insgesamt also ein Negativ.
Zitat:
Und bei Empfehlungen steht, dass ich vier Monate Abstinenz nachweisen soll bevor ich ein neues Gutachten beantrage. Bedeutet das, dass ich dann nach vier Monaten, vorausgesetzt ich bestehe die MPU meinen Schein wiederbekomme wenn ich ihn jetzt abgebe?
Wenn Du dann eine positive MPU machst, ja. Aber es ist ja auch dieses Mal nicht an den Abstinenznachweisen gescheitert, sondern an der mangelnden Glaubwürdigkeit.

Abgeben solltest Du das Gutachten nur, wenn Du in vier Monaten zum selben Institut gehen willst. Stehen da noch weitere Empfehlungen? Auch die müßtest Du dann erfüllt haben.
__________________
Liebe Grüße
Alana
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  #5  
Alt 14.07.2018, 17:55
FPX FPX ist offline
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Bei Empfehlungen steht ebenfalls noch, dass ich einen Diplom Psychologoen oder ein Beratungsstelle zur Aufarbeitung meines Problems aufsuchen soll.
Wäre auch alles kein Problem für mich.
Ich habe also zwei Möglichkeiten:
1. Ich melde mich gar nicht bei der FSS und bekomme dann die Aufforderung zur Abgabe des Führerscheins. Wie lange wäre dann die Sperrfrist für die Beantragung eines neuen?

2. Ich gebe das Gutachten ab, mache die Abstinenznachweise und den Psycho-Kurs und kann dann in vier Monaten erneut zu dem Gutachter gehen. Wird die FSS überhaupt den Empfehlungen des Gutachters folgen? Also könnte ich dann bereits in vier Monaten, mit einem positiven Gutachten, den Schein zurückhaben?
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  #6  
Alt 14.07.2018, 18:43
falo999 falo999 ist offline
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Du bekommst keine Sperrfirst (die kann nur vom Richter angeordnet werden aber nicht von der FSST).
Du kannst also sofort neuerteilungsantrag stellen (macht natürlich das nur sinn wenn du dann auch bald eine MPU positive bestehen kannst).

Dein 2. Punkt bringt dir keine Vorteile nur den nachteil das der nächste Gutachter bei der MPU die alte MPU vor sich liegen hat und du damit keine Aussagen anpassen kannst und es wird erwartet das du alle Empfehlungen wahrnimmst oder zumindest gut erklären kannst warum du es nicht gemacht hast.
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  #7  
Alt 13.08.2018, 22:21
FPX FPX ist offline
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Es hat sich immer noch niemand von der FSS gemeldet. Ich habe nun das Screening weiter laufen lassen, bin aber mit der MPU über einen Monat überfällig. Soll ich mich bei denen melden oder hoffen, dass es vlt untergegangen ist? Bzw. schreiben die mir nochmal beovr ich die Fahrerlaubnis verliere. Müsste ja schon so sein.
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  #8  
Alt 30.05.2019, 15:06
FPX FPX ist offline
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Standard Außergewöhliche MPU Situation

Hallo zusammen,
ich schreibe meine Erfahrung bzw. die Anfrage nicht in Volltext, da dies sonst den Rahmen sprengen würde.

Fakten:
-2014: mit 0,005g Kokain bzw. Gemisch erwischt. Strafe dafür €300, da fast nichts nachweisebar aber in einem Bundesland, dass dies bestrafen muss.

-2016: im Oktober in eine andere Stadt gezogen/anderes Bundesland. Anschreiben der FS, dass ich bis Oktober 2018 Abstinenznachweise alle zwei Monate vor Ort nachweisen muss. Alles gut gelaufen. Hinzu kam das Verlangen eines MPU Nachweises nach meiner Abstinenz. DIE FAHRERLAUBNIS WURDE MIR NIE ENTZOGEN, sondern nur angedroht.

-Augsut 2018 mit allen Nachweisen beim Gesrpäch mit dem Psychologen durchgefallen, da er es mir nicht abgenommen hat. Habe natürlich den Bescheid nicht eingereicht.

-Stand jetzt Mai 2109: Habe trotz des negativen Bescheides weiterhin Screenings gemacht und auch nix mehr genommen. Bin sozusagen seit 3 Jahren nachweilsich "clean". Habe zwischenzeitlich meinen Geldbeutel verloren und konnte beim Bürgerbüro einen neuen Führerschein beantragnb, den ich auch bekommen habe.

Frage:
Ich würde das alles gerne mal klären. Die Urintests sind ja mit ihren €80 auch nicht billig.
Mein Problem ist aber, dass wenn ich jetzt zur MPU gehen würde, die dann bei der FS die Führerscheinakten haben wollen. Sprich, ich wecke schlafende Hunde.
Was soll ich machen? Verjährt sowas iwann? Es war ja nie eine Gerichtsentscheidung, sonder einfach nur die der FS.
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  #9  
Alt 30.05.2019, 21:50
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samuel samuel ist offline
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Ich schob es mal zusammen.
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Stichworte
mpu drogen, psychologisches gespräch, ärztliches gutachten

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