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  #1  
Alt 17.04.2018, 11:38
Basti2911 Basti2911 ist offline
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Frage 2te MPU nach mehreren Jahren.Wie am besten verfahren?

Erst einmal Hallo und guten Tag.
Freue mich das ich hier gelandet bin und das es Euch gibt.
Ich beginne mal mit Eurem Fragebogen:

Was ist passiert?

Fahren unter THC-Einfluß
10.07.2014

Drogenbefund

THC 1,2ng/ml
THCCOOH 12ng/ml

Welche Angaben wurden gegenüber den Behörden gemacht?
Konsum zugegeben?


Ich habe angegeben am frühen Abend zuvor geraucht zu haben.
Besitz habe ich nicht zugegeben, war auch nix da.

Wurde BTM gefunden, wie viel?

nein

Stand des Ermittlungsverfahrens

ich würde sagen "ruhend"

Führerschein

Hab ich abgegeben

Führerscheinstelle

Hab schon in meine Akte geschaut? Möchte diese Woche noch hin.
Bereits einmal MPU erfoglreich absolviert. 2013

Konsum

Ich konsumiere nicht mehr
letzter Konsum war Feb. 2017

Abstinenznachweis

noch nichts gemacht

Aufarbeitung

noch nichts in Angriff genommen

MPU

Führerschein noch nicht neu beantragt.

Schon gehabt?
%/%

Altlasten

Ja ich habe die MPU bereits einmal erfolgreich absolviert :-(
===============================================
Sollte noch was benötigt werden, stelle ich die Info gern zur Verfügung.

Nun zur eigentlichen Problematik.

Ich habe also im Jahre 2013 bereits einmal eine MPU erfolgreich abgelegt und meinen Führerschein daraufhin wieder erteilt bekommen.

Ein Jahr lang bin ich gefahren und in der Zwischenzeit mit meiner Familie in ein kleines Dorf weitab von allem gezogen. Nach etwa einem Jahr wurde ich auf dem Weg zur Arbeit kontrolliert. Es ging eigentlich um mein abgewracktes Auto (war sehr laut) doch der Polizist hat beim kontrolliern des FS gesehen das die Neuerteilung via Datumskleber auf den FS geklebt wurde. Daraufhin fragte er natürlich warum das Datum so neu ist und ich habe wahrheitsgemäß geantwortet das ich die MPU bestanden habe und das Datum deshalb so "Frisch" ist. Wurde dann natürlich zur Pinkelprobe gebeten.

Ich habe zu der Zeit Abends tatsächlich einen Joint geraucht, da zu diesem Zeitpunkt meine Bandscheibenproblematik begann, und dass für mich das bestwirkende Schmerzmittel war, da ich von Chemie extreme Schlafprobleme bekomme.

Die werte folgten, mit 1.2ng aktiv und 12ng passiv.
2 Wochen später Führerscheinentzug.

Nun wohnte ich hier auf dem Dorf, kam nicht mehr weg und verlor somit meine Arbeit. Ich war zu diesem Zeitpunkt Kaufhausdetektiv und fuhr täglich ca 250 km zu diversen Geschäftsstellen die wir betreuten. Ich könnte mich Überwasser halten mit meinem Nebengewerbe welches ich Online betrieb und betreibe. Dann 2015 ging meine Bandscheibe gänzlich flöten was tatsächlich eine Odysee von 5 Operationen fast ein Jahr Krankenhaus, Metalschrauben und Stangen an der Wirbelsäule, Reha nach sich zog. Seit dem bin ich auf BTM Medikamente angewiesen, wobei ich ja bereits angab, das ich die ganz schlecht vertrage, da ich nicht schlafen kann wenn ich das Zeug einnehmen.

Ende 2016 wurde es endlich besser mit dem Rücken wobei das nie mehr so sein wird wie vorher und mein Arzt mir schon klar gemacht hat, das ich ganz ohne Medis wohl nie mehr sein werde.
Anfang 2017 war es dann so, das ich von dem Medikament auf das ich eingestellt wurde (Palexia Wirkstoff: Tapentadol) ca. 700mg am Tag genommen habe. Das war viel zu viel und der Schmerztherapeut wollte mich in eine Entzugsklinik stecken. Das wusste ich zu vermeiden, habe bei meinem "Mann des Vertrauens" angerufen und mir ein bisschen "Grün" besorgt. Über den Zeitraum von ein einhalb Monaten habe ich am Tag jeweils einen Joint geraucht und damit den Medi-Konsum auf 50mg am Tag runter geschraubt. In der Zeit in der ich rauchte, habe ich oftmals gar keine Tabletten benötigt. Mein Arzt war schwer beeindruckt und sagte dass das einem wunder gleich kommt und ob ich schon immer so gut auf Cannabis anspreche. Ich sagte ihm das ich seit ich 14 war immer mal gekifft habe und nie Probleme hatte. Er fragte mich daraufhin ob wir nicht lieber von der Chemie weg wollen und er mir ein Cana-Rezept ausstellen solle. Viele Betroffene hätten jetzt Luftsprünge gemacht....
Ich nicht da ich wusste das ich meinen Lappen wieder haben muss.

Ich habe Ende Feb.2017 den Konsum von Canna somit komplett eingestellt seit dem auch nicht wieder geraucht und komme jetzt mit 50mg. Palexia am Tag mal mehr mal weniger klar.

Inzwischen ist meine Frau aufgrund der langen Arbeitslosigkeit der damit einhergehenden Finanziellen Problematik (inzw. Hartz4) auch nicht mehr gewillt länger bei mir zu bleiben, da der Führerschein ja in weiter Ferne ist und aufgrund der örtlichen gegebeheit ein Job auch nicht in Aussicht ist ohne den Lappen. Dies alles macht die Sache natürlich nicht gerade einfach.

Ich hoffe das alles ist nicht zu verwirrend geschrieben...

Nun will ich die Sache angehen. Habe die Unterlagen alle zusammen gesucht und nochmal für mich selber gesichtet.

Einen Termin bei der Führerscheinstelle muss ich nicht machen zur Akteneinsicht. Habe da gerade angerufen, einen sehr netten Typen am Telefon gehabt der sagte ich solle einfach während der Öffnungszeiten vorbeikommen und wir könnten gemeinsam die Akte sichten. Er würde mich da beratend zur Seite stehen.

Bei Sichtung des Schreibens der FSS habe ichnun eben einen absatz entdeckt, der mich ein bisschen Fragend zurück lässt. Da steht:

"Eine weitere Anordnung zur Beibringung eines Gutachtens zur Entscheidungshilfe unterbleibt gemäß §11 Abs.7 FeV, da Ihre Nichteignung zur Überzeugung der Fahrerlaubnisbehörde feststeht."

Was heißt das? Etwa das sie mir eine weitere MPU tatsächlich gleich untersagen und ich einfach ohne Führerschein weiter leben muss? Das kann ja nicht sein oder? Muss ja eine Lösung geben. Irgendwie...

Ich wäre Euch über Tipps bezüglich der weiteren Vorgehensweise super dankbar und freue mich über jeden Input der da kommt.
Solltet Ihr noch Info´s benötigen, bin ich jederzeit bereit.

Vielen Dank, allen noch einen schönen Tag und bis bald.

Gruß Basti
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  #2  
Alt 17.04.2018, 12:49
Benutzerbild von Alana
Alana Alana ist offline
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Zitat:
Was heißt das? Etwa das sie mir eine weitere MPU tatsächlich gleich untersagen und ich einfach ohne Führerschein weiter leben muss? Das kann ja nicht sein oder? Muss ja eine Lösung geben. Irgendwie...
Das heißt nur, daß sie bei Dir (WHT!) die fehlende Fahreignung auch ohne vorherige MPU feststellen können.

Natürlich kannst Du eine neue FE erhalten - aber erst nach einer positiven MPU.
__________________
Liebe Grüße
Alana
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  #3  
Alt 17.04.2018, 12:59
Basti2911 Basti2911 ist offline
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Registriert seit: 17.04.2018
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Na Gott sei Dank.

Vielen Dank schon mal dafür.
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  #4  
Alt 17.04.2018, 13:08
Benutzerbild von samuel
samuel samuel ist offline
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Mittlerweile gibt es die Möglichkeit THC auf Rezept zu bekommen und damit auch Auto zu fahren, ist ein medizinisches Produkt und knallt nicht, aber darum dürfte es bei Dir auch nicht mehr gehen.

Du musst dafür absolute Beikonsumfreiheit über 1 Jahr nachweisen, auch Alkohol.
__________________
Wer mich sucht, der findet mich als mpu-samuel bei eBay
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  #5  
Alt 17.04.2018, 13:20
falo999 falo999 ist offline
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Zitat:
Zitat von samuel Beitrag anzeigen
Mittlerweile gibt es die Möglichkeit THC auf Rezept zu bekommen und damit auch Auto zu fahren, ist ein medizinisches Produkt und knallt nicht, aber darum dürfte es bei Dir auch nicht mehr gehen.
Wie 'knallt nicht' ?
Ich dachte bislang das das Medizinische Canabis ganz normales mit dem THC Wirkstoff ist.
Es wird halt nur unter kontrollierten Bedingungen legal angebaut.

Oder verwechsele ich da gerade was?
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  #6  
Alt 17.04.2018, 15:19
Basti2911 Basti2911 ist offline
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Beiträge: 3
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Zitat:
Zitat von samuel Beitrag anzeigen
Mittlerweile gibt es die Möglichkeit THC auf Rezept zu bekommen und damit auch Auto zu fahren, ist ein medizinisches Produkt und knallt nicht, aber darum dürfte es bei Dir auch nicht mehr gehen.

Du musst dafür absolute Beikonsumfreiheit über 1 Jahr nachweisen, auch Alkohol.
Hey.

Ja ich weiß, dass ist es ja was mein Arzt mir sogar "empfohlen" hat.
Und das "knallt" auch, ist ganz normales Weed nur halt aus Staatlich Kontrollierter Produktion. Aber wie Du richtig feststellst, kommt das für mich nicht fragen.

Wobei ich natürlich schon drüber nachgedacht habe ob man diesen Umstand der Gesetztesänderung im Hinblick auf meine nun entstandene Gesundheitsproblematik nicht nutzen kann im Hinblick auf Neuerteilung / MPU etc. Aber nun wissen wir ja das die da sehr "pingelich" sind. Und ich will nicht hingehen und sagen mein Arzt sagt "Gras" wäre eh besser für mich mit meinem Rücken.. Besser ist ja wohl immer zu sagen, nie wieder... Also... Tja das ist eben die Frage. Wie geht man da am besten vor?

Alkohol ist bei mir schon lange kein Thema mehr. Früher gesoffen wie ein loch, allerdings nie Probleme Führerscheintechnisch gehabt, da ich nie das Auto bedient habe wenn ich getrunke habe. Nun trinke ich schon seit Jahren gar nicht mehr. Also... höchstens mal ein Bier auf ner Gerburtstagsparty oder so. Es schmeckt mir einfach nicht mehr. Zum Glück.
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