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  #1  
Alt 04.12.2017, 18:55
Gloria Gloria ist offline
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Standard Allgemeine Frage bzgl. BTM - Angst vor MPU bzw Führerscheinentzug

Hallo,

Ich bin neu hier ich, ich hoffe, dass ich im richtigen Unterforum bin.

Ich muss bisher nicht zur MPU habe allerdings Angst davor, dass es passiert oder dass mir direkt der FS weggenommen wird.

Krankeitsbedingt nehme ich Tilidin Retard Tabletten (auf Rezept) in hoher Dosierung. Ich nehme sie nicht jeden Tag aber wenn ich Schmerzen habe nehme ich eine extrem hohe Dosis (teilweise bis zu vierfach).
Ich brauche nicht immer die vierfache Dosis, manchmal reicht die einfache oder irgendwas dazwischen und ich habe auch schmerzfreie Tage an denen ich dann gar nichts nehme.
Meine Frage dazu ist - sollte ich von von der Polizei angehalten werden und die verlangen einen Bluttest, fällt mein übermässiger Konsum dann auf oder ist mein Blutspiegel durch die konsumfreien Tage auf einem normalen Level? Die konsumfreien Tage verhalten sich 50:50 zu den Konsumtagen/Monat.
Es geht mir dabei einfach um die Tatsache des BTM Missbrauchs (auch wenn die Retardtabletten eigentlich keine BTM sind), da würde mir der FS sicher sofort weggenommen werden, zumal ich schonmal auffällig geworden bin allerdings ohne jegliche Rauschmittel.

Danke schonmal.

Gloria
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  #2  
Alt 04.12.2017, 19:39
Benutzerbild von Alana
Alana Alana ist offline
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Willkommen hier im Forum!
Zitat:
Zitat von Gloria Beitrag anzeigen
Meine Frage dazu ist - sollte ich von von der Polizei angehalten werden und die verlangen einen Bluttest, fällt mein übermässiger Konsum dann auf oder ist mein Blutspiegel durch die konsumfreien Tage auf einem normalen Level?
Wie kommst da drauf? Natürlich ist erhöhter Konsum bei einem Drogentest nachweisbar. Wahrscheinlich wird der Test sogar auf deinen „normalen Level“ anschlagen.

In deinem Fall, mit Verschreibung, geht es zunächst auch gar nicht um die Frage, ob Du BTM-Mißbrauch betreibst, sondern darum, ob Du unter der Wirkung dieses Medikamentes, auch bei verschreibungsgemäßer Dosierung, überhaupt fahrtüchtig bist! M.W.n. geht man heutzutage nicht mehr von einer prinzipiellen Fahruntüchtigkeit bei diesem Medikament aus, sondern hat die Entscheidung darüber in die Hand des behandelnden Arztes gelegt. Entsprechendes steht auch im Beipackzettel. Da wird für die Teilnahme am Straßenverkehr ausdrücklich die Zustimmung des Arztes verlangt. Entsprechendes steht auch in der Straßenverkehrsordnung.

Du solltest diese Frage also unbedingt mit deinem Arzt besprechen und Dir auch attestieren lassen. Ob er dies allerdings auch für den Fall einer vierfachen Dosierung tun wird, darf bezweifelt werden.

Macht er das nicht, darfst Du nur an Tagen ohne Einnahme fahren.

Sollte es durch deine Teilnahme am Straßenverkehr unter Medikamenteneinfluß zu einem Unfall kommen, kannst Du davon ausgehen, daß die FSST auch ein solches Attest durch ein Gutachten überprüfen lassen wird.
__________________
Liebe Grüße
Alana
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  #3  
Alt 04.12.2017, 20:40
Gloria Gloria ist offline
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Zitat:
Zitat von Alana Beitrag anzeigen
Willkommen hier im Forum!Wie kommst da drauf? Natürlich ist erhöhter Konsum bei einem Drogentest nachweisbar. Wahrscheinlich wird der Test sogar auf deinen „normalen Level“ anschlagen.

In deinem Fall, mit Verschreibung, geht es zunächst auch gar nicht um die Frage, ob Du BTM-Mißbrauch betreibst, sondern darum, ob Du unter der Wirkung dieses Medikamentes, auch bei verschreibungsgemäßer Dosierung, überhaupt fahrtüchtig bist! M.W.n. geht man heutzutage nicht mehr von einer prinzipiellen Fahruntüchtigkeit bei diesem Medikament aus, sondern hat die Entscheidung darüber in die Hand des behandelnden Arztes gelegt. Entsprechendes steht auch im Beipackzettel. Da wird für die Teilnahme am Straßenverkehr ausdrücklich die Zustimmung des Arztes verlangt. Entsprechendes steht auch in der Straßenverkehrsordnung.

Du solltest diese Frage also unbedingt mit deinem Arzt besprechen und Dir auch attestieren lassen. Ob er dies allerdings auch für den Fall einer vierfachen Dosierung tun wird, darf bezweifelt werden.

Macht er das nicht, darfst Du nur an Tagen ohne Einnahme fahren.

Sollte es durch deine Teilnahme am Straßenverkehr unter Medikamenteneinfluß zu einem Unfall kommen, kannst Du davon ausgehen, daß die FSST auch ein solches Attest durch ein Gutachten überprüfen lassen wird.
Hallo Alana,
Vielen Dank für deine Antwort.

Dass das Tilidin nachweisbar ist, ist klar. Das wäre auch kein Problem, wenn der Spiegel denn auf dem normalen - verordneten - Level wäre, weil ich das nicht verbotenerweise nehme.

Ich habe diese Woche noch einen Arzttermin und werde das Attest anfordern.
Wenn ich sehr hohe Dosen nehme dann fahre ich auch nicht.
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  #4  
Alt 04.12.2017, 20:50
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Zitat:
Zitat von Gloria Beitrag anzeigen
Das wäre auch kein Problem, wenn der Spiegel denn auf dem normalen - verordneten - Level wäre, weil ich das nicht verbotenerweise nehme.
Nochmal ganz klar: eine erhöhte Einnahme wird auch erhöhte Werte geben!

Und wenn die erhöhte Dosis nicht vom Arzt verordnet wurde, sondern Du die selbst erhöhst, ist das Medikamentenmißbrauch, der zum Verlust der Fahrerlaubnis und zur MPU führt. Auch wenn Du an sich ein Rezept dafür hast.
__________________
Liebe Grüße
Alana
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  #5  
Alt 04.12.2017, 20:52
Gloria Gloria ist offline
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Zitat:
Zitat von Alana Beitrag anzeigen
Nochmal ganz klar: eine erhöhte Einnahme wird auch erhöhte Werte geben!

Und wenn die erhöhte Dosis nicht vom Arzt verordnet wurde, sondern Du die selbst erhöhst, ist das Medikamentenmißbrauch, der zum Verlust der Fahrerlaubnis und zur MPU führt. Auch wenn Du an sich ein Rezept dafür hast.
Auch wenn ich an 15 Tagen im Monat gar nichts nehme?
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  #6  
Alt 04.12.2017, 21:09
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Alana Alana ist offline
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Zitat:
Zitat von Gloria Beitrag anzeigen
Auch wenn ich an 15 Tagen im Monat gar nichts nehme?
Wenn Du unter dem Einfluß einer höheren als der verschriebenen Dosis fährst und entsprechende Werte vorliegen, auch dann. Meine Äußerung bezogen sich ja alle auf die Teilnahme am Straßenverkehr. Sonst wirst Du ja wohl nicht kontrolliert werden.

Es kommt immer auf eine konkrete Fahrt an und nicht, wie oft Du vorher ohne Medikamenteneinfluß gefahren bist. Ist doch eigentlich klar: Wenn ich mit einem hohen Alkoholwert erwischt werden, rettet es mich doch auch nicht, daß ich die 15 Tage zuvor nüchtern unterwegs war.
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  #7  
Alt 04.12.2017, 21:17
Gloria Gloria ist offline
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Danke dir
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  #8  
Alt 06.12.2017, 22:21
Mareike Mareike ist offline
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Also mir stellt sich ehrlich gesagt folgene Frage-mal angenommen, Gloria kommt in eine Polizeikontrolle, und sie wird um einen Drogentest gebeten. Da wird dann ja erstmal ein Wischtest oder ein Urintest gemacht. Würde so ein Test überhaupt auf Tilidin hindeuten? Wenn sie sich nicht meega auffällig verhält, dann käme doch gar kein Bluttest auf sie zu-oder irre ich da?

Kann man ihr bei einem angeordneten Bluttest einen Strick daraus drehen, wenn sie bei der Frage, ob sie Medikamente nimmt, einfach "nein" sagt und sich herausstellt, daß das gelogen war?


Liebe Grüße-auch an Gloria
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I dont whant to start any blaspemous rumours, but think that God`s got a sick sense of humor, and when I die, I expect to find him laughing!

Geändert von Mareike (06.12.2017 um 22:23 Uhr) Grund: Satz erweitert
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  #9  
Alt 06.12.2017, 22:35
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Alana Alana ist offline
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Zitat:
Zitat von Mareike Beitrag anzeigen
Würde so ein Test überhaupt auf Tilidin hindeuten? Wenn sie sich nicht meega auffällig verhält, dann käme doch gar kein Bluttest auf sie zu-oder irre ich da?
Ziemlich sicher schlägt der Test an, das ist ein Opioid. Und die Meisten, die solche Dosen nehmen, zeigen aktuell auch die typischen Auffälligkeiten eines Drogenkonsumenten (Augen, Konzentrationsprobleme etc.).
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Liebe Grüße
Alana
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  #10  
Alt 07.12.2017, 14:15
Gloria Gloria ist offline
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Meine Augen reagieren auf jeden Fall verändert, deswegen fahre ich auch fast gar nicht mehr im dunkeln.
Inwiefern wird die Konzentration getestet?
Ich möchte von mir selbst behaupten dass meine Reaktion sehr gut ist, auch unter Einnahme hoher Dosen. Das wird ja auch getestet oder?
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