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  #1  
Alt 19.02.2014, 12:02
Hesperion Hesperion ist offline
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Beiträge: 12
Standard Frage zum Einzelfall / MPU-Aussage

Guten Tag die Herren,

ich möchte euch kurz meinen Einzelfall beurteilen lassen.

Kurzfassung von meinem Fall:
Im Oktober 2012 wurde mir auf dem Motorrad die Vorfahrt genommen.
Anschließend habe ich einen Pinkeltest machen müssen, der Amphetamine
gefunden hat. Beim Bluttest ergaben sich 11ng/L im Blut, die gesetzliche
Grenze liegt bei 25ng. Von der Polizei kam also nichts mehr, allerdings
hat mir die Führerscheinstelle die FE entzogen im Mai 2013.

Im November 2013 habe ich einen Haartest über 7cm bestanden
, also 7 Monate Abstinenz abgelegt.

Zeitraum zwischen dem Auffallen und dem Entzug:
Ich wusste nicht was auf mich zukommt, daher habe ich
weiter in unregelmäßigen Abständen konsumiert. (GROßER FEHLER)
Ich weiß tatsächlich nicht, wann ich das letzte mal konsumiert hab.
Kann Februar gewesen sein, oder März oder April.
Im Kopf hab ich irgendwie die Osterferien im April. Dann auf jeden
Fall NICHT mehr.

Nun zur Führerscheinsache: Entzogen wurde mir der Motorradführerschein.
Es ist so, dass ich Motorradfahren "lebe". Privat, Freizeit, fast alle
freien Minuten die ich habe, Arbeit, alles richtet sich danach.

Es ist im Moment so, dass ich in Depressiv-Löcher falle, weil ich
immernoch nicht fahren darf. Dadrunter leidet meine Anwesenheit
in der Schule MASSIV. Meine Freunde sehe ich praktisch garnicht
seit dem Entzug. Nur mit meiner Freundin habe ich Kontakt.
Mein "Leben" ist mir mit dem Führerschein also entzogen worden.

Die Sachlage bearbeitet die Avus in Düsseldorf für mich.
Auf deren Website stehen folgende Dinge:
"Wenn Sie mit illegalen Drogen im Straßenverkehr aufgefallen sind oder die Verkehrsbehörde aus anderen Gründen von Ihnen ein medizinisch-psychologisches Gutachten zur Frage eines Drogenkonsums fordert, müssen Sie in der Regel eine Drogenabstinenz von einem ganzen Jahr belegen, um ein
Gutachten mit einer positiven Prognose erhalten zu können.

Weiter....
"Wenn bei Ihnen eine Drogengefährdung ohne Anzeichen für eine fortgeschrittene Drogenproblematik vorliegt, reicht in Einzelfällen auch der Beleg über eine Drogenabstinenz von einem halben Jahr. Von einer Drogengefährdung wird ausgegangen, wenn Sie in der Vergangenheit ausschließlich Cannabis und/oder nur sehr selten eine Droge mit einer höheren Suchtpotenz und Gefährlichkeit als Cannabis konsumiert haben und noch in der Lage waren, Ihren Drogenkonsum zu steuern, wenn sich zum Beispiel Nachteile dadurch ergeben haben."

Das war ^SO bei mir der Fall. Angefangen hat es im April 2012,
ich habe mit meiner Exfreundin abgesprochen, dass wir immer 2 Monate
Pause gemacht haben. Rechnerisch sind es von April bis Oktober 2012
immer 2 Monate Sprünge. Und die gefundene Menge war ja gering.

Nun habe ich der AVUS eine Mail geschrieben, ob ich den Fall
in einem persönlichen Gespräch schildern darf, um den Abstinenz-
Zeitraum von 12 auf 10 Monate zu verkürzen.

Was haltet ihr davon? Ist das in Ordnung so oder ist
dagegen etwas einzuwenden?

Bitte... Bitte... Bitte... Bitte... Helft mir.
Ich bin euch wirklich dankbar für jede Hilfe.
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  #2  
Alt 19.02.2014, 17:43
Benutzerbild von kenny
kenny kenny ist offline
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Hallo,
Zitat:
Nun habe ich der AVUS eine Mail geschrieben, ob ich den Fall
in einem persönlichen Gespräch schildern darf, um den Abstinenz-
Zeitraum von 12 auf 10 Monate zu verkürzen.
Für jeden Gutachter gibt es Begutachtungsrichtlinien, an welche er gebunden ist.Der nachgewiesenen Konsum von harten Drogen ( u.a. Amphetamin), verlangt einen Nachweis der Abstinenz, von 12 Monaten. Eine MPU ist kein Basar, auf welchem man handeln kann.Es zählen,Fakten, Nachweise und glaubhafte Verhaltensänderung.

Zitat:
Beim Bluttest ergaben sich 11ng/L im Blut, die gesetzliche
Grenze liegt bei 25ng
Wer hat dir diesen Quatsch erzählt.Allein der Besitz von Amphe, berechtigt Zweifel an der Fahrtauglichkeit und zieht ggf eine Entziehung der FE mit sich.
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  #3  
Alt 19.02.2014, 18:01
Blauer-Radfahrer Blauer-Radfahrer ist offline
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Zitat:
Zitat von kenny Beitrag anzeigen



Wer hat dir diesen Quatsch erzählt.Allein der Besitz von Amphe, berechtigt Zweifel an der Fahrtauglichkeit und zieht ggf eine Entziehung der FE mit sich.
Naja, vielleicht meint er die Grenze ab der es eine Strafrechtliche Verfolgung gibt
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  #4  
Alt 19.02.2014, 18:04
Blauer-Radfahrer Blauer-Radfahrer ist offline
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Zum Thema:

Hart Drogen, zu denen Amphetamine gehören, haben als Mindestvoraussetzung einen Nachweis von 12 Monaten AB
- am Stück
- der Nachweis darf nicht zu lange vor der MPU liegen (je nach MPI 4-8 Wochen)
- mittlerweile geht das nicht mehr am Stück sondern nur in 2mal 6 Monaten

und Du musst überzeugt rüber bringen, dass Du die Finger in Zukunft davon lässt.
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  #5  
Alt 19.02.2014, 18:07
Benutzerbild von Alana
Alana Alana ist offline
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Zitat:
Beim Bluttest ergaben sich 11ng/L im Blut, die gesetzliche Grenze liegt bei 25ng
Es gibt keine gesetzliche tolerierte Grenze. Die ist Null. Was Du meinst, ist der Wert, bei dem die meisten Bundesländer auf eine strafrechtliche Verfolgung verzichten.

Zitat:
Nun habe ich der AVUS eine Mail geschrieben, ob ich den Fall
in einem persönlichen Gespräch schildern darf
Mit wem willst Du denn da reden? Der Gutachter ist autark und entscheidet in der MPU, da gibt es nicht einen Zentimeter Platz für Vorabsprachen, schon gar nicht für verbindliche.

Die Regel bei harten Drogen ist ein Jahr Abstinenz. Ob der Gutachter bei Dir eine Ausnahme macht, kannst Du nur feststellen, wenn Du zur MPU antrittst.mit vollem Risiko.
__________________
Liebe Grüße
Alana
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  #6  
Alt 19.02.2014, 22:43
Hesperion Hesperion ist offline
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Der Grund ist folgender...
Ich zitiere die Website der Avus:
Wenn bei Ihnen eine Drogengefährdung ohne Anzeichen für eine fortgeschrittene Drogenproblematik vorliegt, reicht in Einzelfällen auch der Beleg über eine Drogenabstinenz von einem halben Jahr.

Dazu:
Von einer Drogengefährdung wird ausgegangen, wenn Sie in der Vergangenheit ausschließlich Cannabis und/oder nur sehr selten eine Droge mit einer höheren Suchtpotenz und Gefährlichkeit als Cannabis konsumiert haben und noch in der Lage waren, Ihren Drogenkonsum zu steuern, wenn sich zum Beispiel Nachteile dadurch ergeben haben.

Das war so bei mir der Fall. Seit April haben meine Ex und ich
gesagt, (seit es anfing) dass wir immer 2 Monate Pause machen dazwischen.
Daran haben wir uns gehalten und zur Auffälligkeit, rechnet sich das richtig. Und 11ng ist auch nicht viel...

April + 2 Monatstakte macht Oktober.
Das ist doch legitim, oder nicht?
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  #7  
Alt 19.02.2014, 23:38
Blauer-Radfahrer Blauer-Radfahrer ist offline
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Du kennst unsere Einschätzung....

Andere Wege gehen auf eigenes Risiko.
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  #8  
Alt 20.02.2014, 06:09
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kenny kenny ist offline
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Zitat:
Das war so bei mir der Fall. Seit April haben meine Ex und ich
gesagt, (seit es anfing) dass wir immer 2 Monate Pause machen dazwischen.

Daran haben wir uns gehalten und zur Auffälligkeit, rechnet sich das richtig. Und 11ng ist auch nicht viel...
Hier hast du einen "Zeitplan" dir selbst vorgegeben und damit stellt das schon mal eine geplante Regelmäßigkeit dar.

Zitat:
April + 2 Monatstakte macht Oktober.
Das ist doch legitim, oder nicht?
Wenn dein Konsum legitim wäre, hättest du bestimmt noch deinen FS.

Und ob 11ng, viel, oder wenig ist, liegt im Auge des Betrachters.Auf alle Fälle war es zu viel, um zu fahren.
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Stichworte
abstinenz, amphetamin, avus, frage

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