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  #11  
Alt 11.01.2018, 11:56
telepapi telepapi ist offline
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Zitat:
Zitat von Jules91 Beitrag anzeigen
Ja , dann warte erstmal das Gespräch ab, da wird er dir schildern, wie es dazu gekommen ist.

Aber aus dem Schreiben heraus erkenn ich, dass es um 2 Abhängigkeiten ging, zum ersten Alkohol und zum zweiten Benzos. Ist halt ziemlich mies in der Konstellation für dich, wenn du auf diese Medikamente angewiesen bist.

Naja, erstma abwarten.

Grüße
Mittlerweile hab ich den Termin:
Mittwoch 13 Uhr

Ich kümmere mich jetzt noch um ein Schreiben meiner Hausärztin.
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  #12  
Alt 11.01.2018, 13:31
telepapi telepapi ist offline
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Sollte das alles nichts fruchten, kann ich den Führerschein wohl auf Lebzeit vergessen.....
Oder kann es sein, daß eine andere Gutachtenstelle so eine Auflage gar nicht erst macht?
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  #13  
Alt 11.01.2018, 14:16
Kai R. Kai R. ist offline
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Du hast Anspruch auf ein fachgerecht erstelltes Gutachten. Wenn ein Missbrauch unterstellt wird, obwohl Du Medikamente nach ärztlicher Verschreibung einnimmst, ist das nicht fachgerecht. Bevor Du zum nächsten Institut rennst, setze Dich erst einmal mit dem jetzigen auseinander.
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  #14  
Alt 11.01.2018, 21:58
Spugy Spugy ist offline
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In diesem Gutachten wird aber auch von einer Abhängigkeit der Benzodiazepine gesprochen. Das liegt wohl näher als dir lieb ist und ist das eigendliches Problem und bringt es auf dem Punkt.
So oder so wirst du von dem Zeug wegkommen. Die frage ist jetzt oder erst in 10 jahren, wenn du merkst, dass Benzodiazepine letzendlich keine lösung sind, sondern blenden nur (psychische) Probleme aus die nach deren wirkung doch wieder da sind. Dann musst du die pillen doch wieder einnehmen um sie wieder auszublenden
Das gutachten ist gerechtfertigt.
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  #15  
Alt 11.01.2018, 23:08
Benutzerbild von Alana
Alana Alana ist offline
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Ob hier fachgerecht begutachtet wurde und ob hier nicht doch eine die Fahreignung ausschließende Medikamenteneinnahme besteht, vermag zumindest ich nicht aus den wenigen Angaben hier und aus dem kurzen Auszug aus dem Gutachten zu beurteilen.

Was mich stutzig macht, ist, daß ich in diesem Auszug etwas lese von einer erfolgreichen, weil mit Abstinenz abgeschlossenen Therapie auf Benzos. Und von der Feststellung des GA, daß hier, anders als vom Probanden angegeben, eine Benzodiazepinabhängigkeit vorlag. Insbesondere dieser Widerspruch ist schonmal eine schlechte Voraussetzung für eine MPU. Die Schlußfolgerung des GA daraus und welchen Anteil sie am Negativ hatte ist uns bisher allerdings nicht bekannt. Ich kann sie wie jeder Andere hier aber vermuten.

Zudem ist mir suspekt, daß ein Arzt, der diese Krankengeschichte inclusive Entwöhnungstherapie kennt, gleich hinterher wieder eben dieses entzogene und entwöhnte Suchtmittel verschrieben haben soll. Aber das ist auch nicht so entscheidend, wenn es medizinisch tatsächlich geboten gewesen ist. Denn dieser von Allen bisher hier im Thread gesehene Widerspruch
Zitat:
Zitat von Kai R. Beitrag anzeigen
Wenn ein Missbrauch unterstellt wird, obwohl Du Medikamente nach ärztlicher Verschreibung einnimmst,
besteht so nicht! Richtig ist nur, daß die ärztlicher Verschreibung gemäße Einnahme von Medikamenten kein Mißbrauch nach dem BTMG darstellen kann. Die FEV sieht das aber anders, hier ist niemand auf Rezept von allen Regeln enthoben. Die Anlage 4 sagt klar aus: bei einer Dauerbehandlung mit Arzneimitteln, die die Leistungsfähigkeit zum Führen von Kraftfahrzeugen unter das erforderliche Maß beeinträchtigt, ist die Eignung oder auch nur die bedinge Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen zu verneinen. Zu diesen Arzneimitteln gehören Benzos ja wohl unbestritten.

Ich will diese Möglichkeit nur zu bedenken geben. Ob dies der Grund für das Negativ war, kann ich ohne Lektüre des gesamten Gutachtens nicht beurteilen. Ich halte das aber für wahrscheinlich. Dann wäre das Gutachten regel- und fachgerecht mit dem Ergebnis, daß hier derzeit keine Fahreignung besteht.

Daraus, daß BTM auf Rezept eingenommen werde, kann nicht per se auf eine Fahreignung geschlossen werden.
__________________
Liebe Grüße
Alana

Geändert von Alana (11.01.2018 um 23:18 Uhr)
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  #16  
Alt 12.01.2018, 10:56
telepapi telepapi ist offline
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Komme gerade von meiner Hausärztin zurück, die mir ein Schreiben aufgesetzt hat, dass eine Medikation von Psychopharmaka angezeigt ist, dies aber aus medizinischer Sicht notwendig ist und kein Missbrauch der Medikamente besteht.
Somit bin ich nun im Besitz 3er Gutachten (Psychotherapeut, Psychologe und Hausärtzin), die mir bescheinigen, die Benzos nicht missbräuchlich zu verwenden.
Wir reden hier, und das habe ich dem Gutachter auch gesagt, von einer Einnahme alle paar Monate! Soweit haben sowohl die Psychotherapiestunden, wie auch der Klinikaufenthalt schon gefruchtet.
Ebenso habe ich nach dem Führerscheinentzug und dem anschließenden Klinikaufenthalt, der rein zufällig in diese Zeit fiel, mein Leben radikal verändert:
Neben dem Alkoholverzicht habe ich auch den belastenden Job hingeschmissen, der mich über die letzten 14 Jahre in immer größere Verzweiflung getrieben hatte (Dies war auch der Grund für die Reha). Ich habe eine Umschulung bewilligt bekommen und im August letzten Jahres die Ausbildung zum Erzieher begonnen (von Hause aus bin ich Tischlermeister).

Lange Rede, kurzer Sinn:
es ist mitnichten so, dass ich einfach so weiter gemacht hätte. Ganz im Gegenteil habe ich mein ganzes Leben neu strukturiert.
Ich bin verheiratet, habe 2 Kinder und ein intaktes soziales Umfeld.

All das soll weniger zählen, als die rein vermutete Unterstellung medikamentösen Missbrauchs?

Klar: wenn ich jeden Tag bis unter die Hutkrempe vollgestopft bin mit Benzos, kann ich nicht am Strassenverkehr teilnehmen. Aber dies ist ja nicht der Fall. Wenn ich aufgrund einer Panikattacke Benzos nehme, fahre ich nicht mehr. Mal abgesehen davon, dass man mit einer Panikattacke sowieso nicht mehr fahren würde. Das ist doch das Gleiche, wie wenn ich nicht mehr fahre, wenn ich Alkohol konsumiert habe.

Wie dem auch sei: ich hoffe, dass sich der Gutachter am Mittwoch die Unterlagen diesmal wenigstens ansieht.....
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  #17  
Alt 12.01.2018, 12:18
Jules91 Jules91 ist offline
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Könnte dir noch den Tip geben, nachdem das Gespräch stattgefunden hat und evtl. nicht fruchtet zu einem Verkehrspsychologen zu gehen, der optimalerweise auch MPU-Erfahrungen hat, und es mit diesem mal zu besprechen.

Grüße
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  #18  
Alt 12.01.2018, 13:15
telepapi telepapi ist offline
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Zitat:
Zitat von Jules91 Beitrag anzeigen
Könnte dir noch den Tip geben, nachdem das Gespräch stattgefunden hat und evtl. nicht fruchtet zu einem Verkehrspsychologen zu gehen, der optimalerweise auch MPU-Erfahrungen hat, und es mit diesem mal zu besprechen.

Grüße
Hhm....Danke für den Tip!
Von dem Termin am Mittwoch erwarte ich sowieso nicht allzuviel. Glaube kaum, dass er ein einmal gefälltes Urteil noch mal überdenkt, geschweige denn korrigiert.
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  #19  
Alt 12.01.2018, 18:27
telepapi telepapi ist offline
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Die ganze MPU stand von Anfang an unter einem schlechten Stern:

Es begann damit, dass am 11.10ten die Computeranlage in der Gutachtenstelle ausgefallen war. Dadurch konnten die Reaktionstests an diesem Tag nicht durchgeführt werden. Ein Zusatztermin für diese Tests in der drauffolgenden Woche in einer Zweigstelle war die Folge.
Was stattfinden konnte, waren die Gespräche mit Arzt und Psychologen. Das Gespräch mit dem Arzt verlief meiner Einschätzung nach positiv. Anders gestaltete sich die Begutachtung durch den Psychologen, einem älteren Herren, der von Anfang an verbal äußerst konfrontativ zu Werke ging. Die erwarteten "Fallen" legte er genauso aus, wie provokative Unterstellungen und Angriffe. Da ich mir darüber im Klaren war, dass er damit mein Stressverhalten testen wollte, blieb ich äußerlich wie auch argumentativ ruhig und überlegt.
Recht schnell rückte er die Einnahme von Benzodiazepinen und nicht die Alkoholproblematik in den Mittelpunkt
Das Schreiben meines Psychologen und auch das meines Psychotherapeuten sowie ein Rezept meines Hausarztes hierzu nahm er nicht mal zur Kenntnis. Auch alle anderen Dokumente, sowie meine schriftlichen Aufzeichnungen (u.a. den whatsapp-Verlauf, der sehr wichtig für den Grund meiner Trunkenheitsfahrt war) ignorierte er.
Zum Ende des Gesprächs erklärte er mir, dass er mir meine Darstellung bezüglich des Alkohols durchaus abnehme, aber ein Problem mit den Medikamenten habe und hierzu noch einmal Rücksprache mit dem untersuchenden Arzt halten wolle.
Den Reaktionstest absolvierte ich einige Tage später dann in der mir genanten Zweigstelle.

Von da an begann der Irrsinn:

Etwa 4 Wochen später, Mitte November, bekam ich ein formloses Schreiben, in dem mir mittgeteilt wurde, dass man sich bei der Kostenaufstellung verrechnet habe und ich noch einen Betrag von 303,- Euro "umgehend" zu zahlen hätte. Beigefügt war ein handschriftlich ausgefüllter Überweisungsträger.
Auf meine telefonische Frage, wie das denn nun zustande käme, antwortete man mir "Das sei eben so und könne schon mal passieren!".
Auch mein Wunsch, doch bitte eine Aufstellung zu diesem Betrag sehen zu wollen, da ich ja schon eine Rechnung erhalten und auch bezahlt habe, tat man lapidar damit ab, dass ich "vorher eben kein Gutachten bekäme!".
Nach einigem Hin und Her hatte ich dann eine Vorgesetzte am Telefon, die durchaus verständnisvoll auf meine Fragen einging aber gleichzeitig den Fehler der Kostenaufstellung auf menschliches Versagen schob, an dem eben nichts zu rütteln sei.
Ich schloß dieses Gespräch mit der Feststellung, dass ich so kurzfristig nicht in der Lage sei, den geforderten Betrag zu überweisen.
Das sei kein Problem, sie notiere sich dies und ich solle zusehen, bis Ende des Jahres die Forderung auszugleichen.
Da mir dies alles keine Ruhe ließ, leihte ich mir das Geld und überwies den Betrag zwei Tage später! Dies teilte ich der Gutachtenstelle dann auch unmittelbar mit, da ich befürchtete, dass sie sonst bis Dezember mit keinem Zahlungseingang rechneten und meinen Fall auch nicht weiter bearbeitet würden.

Wieder wartete ich 4 Wochen, bis ich mich erneut meldete, um mich nach dem Stand der Dinge zu erkundigen. In diesem Telefonat erklärte man mir, dass die Forderung immer noch offen, also kein Geld eingegangen sei! Die Dame wolle sich aber darum kümmern und mich am gleichen Tag noch zurückrufen. Dies geschah allerdings nicht.
Nach zwei Tagen des Wartens rief ich erneut an und hatte, aus welchem Grund auch immer, den Bereichsleiter der Gutachtenstelle am Apparat.
Dieser war mit dem Auto unterwegs und versprach mir, die Sache in die Hand zu nehmen.
Tatsächlich erhielt ich noch am gleichen Abend einen Rückruf des Büros, man habe das Geld nun "gefunden"!
Obwohl dies mehr als nur Kopfschütteln bei mir auslöste, nahm ich die Aussage kommentarlos hin. Man versicherte mir, dass das Gutachten nun unverzüglich zu mir versendet werden würde. Dies war am Donnerstag vor Heiligabend. An diesem Tag allerdings ginge das nicht, da die zuständige Dame (die "Gutachten-in Briefumschlag-Steckerin") Urlaub habe. Also erst Freitag!

Ich rechnete somit mit der Zustellung in der letzten Dezember-Woche. Aber nichts da!
Als auch bis Mittwoch nach den Weihnachtsfeiertagen kein Gutachten bei mir eingetroffen war, rief ich also erneut an. Nach vielen Besetztzeichen, zwischendurch kam auch die sogenannte "Nachtansage", hatte ich dann jemanden in der Leitung.
Und jetzt kommt´s:
Das Gutachten sei noch gar nicht fertig!
Der zuständige Psychologe sei damit mehrere Wochen im Rückstand und sie wisse auch nicht weshalb..........
Auf meine Frage, ob das denn öfter mal vorkomme, verneinte sie dies kleinlaut. Man wundere sich selbst. Sowie das Gutachten vorliege, würde es unverzüglich an mich versendet.
Ich wartete also weiter!
Gestern also traf das Gutachten dann ein: negativ
Zu der Begründung habe ich ja schon einiges genannt.
Auffällig an dem Schreiben war sofort, dass die Ablehnung (Anschreiben) auf den 03.11.2017 datiert ist, ebenso wie das Gutachten des Psychologen (!). Nein, der Arzt hatte ewig auf sich warten lassen: sein Gutachten datiert vom 09.01.2018. Scheinbar hatte die Dame das verwechselt. Nun gut.
Allerdings warf das bei mir die Frage auf, wie das negative Anschreiben schon am 03.11ten formuliert werden konnte, wo doch der Psychologe nochmal Rücksprache mit dem Mediziner halten wollte, der wiederrum ja gerade erst (nach 3 Monaten!) mit seinem Gutachten fertig geworden war.........
Beide Gutachten wimmeln vor sachlichen wie auch Rechtschreibfehlern. Teilweise sind Sätze begonnen, werden aber nicht zu Ende formuliert.
Richtig zugehört scheinen sie mir auch nicht zu haben und, wie schon berichtet, nahm der Psychologe keines meiner mitgebrachten Dokumente überhaupt in Augenschein.
Ein "Korrekturlesen" der Notizen der beiden hat auch nicht stattgefunden.

Meines Erachtens wurde von Anfang an ordentlich geschlampt. Von daher verspreche ich mir nicht wirklich was von Mittwoch. Aber versuchen muss ich es ja......

Geändert von telepapi (12.01.2018 um 18:53 Uhr)
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  #20  
Alt 13.01.2018, 01:02
Jules91 Jules91 ist offline
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Registriert seit: 24.04.2017
Beiträge: 202
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Du kannst immernoch Beschwere bei der BaSt einlegen, wenn du meinst dass da irgendwas gehörig falsch lief.
Vom Augenschein her warst du in nem richtigen Sauladen... was war denn die Begutachtungstelle?

Grüße
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