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  #41  
Alt 17.04.2019, 07:34
annekaffeekanne annekaffeekanne ist offline
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Registriert seit: 07.03.2019
Beiträge: 37
Standard Trinkkalender

Mhhhh jetzt hab ich doch noch eine Frage zum trinkkalender. Meine VP fand es total komisch, die Trinkanlässe vorrausplaned einzutragen, ich glaub ihr geht es eher um die Reflexion danach, wie es einem ging. Persönlich finde ich es wichtiger zu notieren was man trinken wird, dass man sich im Nachhinein wenn man sich nicht dran gehalten hat, sich nicht rausreden kann. Ich persönlich weiss im Kopf wann es vermutlich wieder Anlässe gibt und die Höchstmenge ist immer gleich. 0,5 bier oder 0,2 Wein oder 0,1 Sekt. Die vp fand es deshalb auch vertretbar, die Trinkanlässe rückblickend über 3 Monate einzutragen... Bin jetzt sehr verunsichert. Gibt es da unterschiedliche Meinungen bei Gefährdung? Und wer hat das mit den 10-12 Mal pro Jahr denn auferlegt? Ist das eine feste Definition?

Außerdem haben wir etwas mit der Frage gekämpft, ob Fahrrad und trinken strikt getrennt werden muss bei dieser Menge. Sie fand es unrealistisch, dass ich nie wieder von Biergarten etc heimfahre. Ich würde jetzt sagen: ich trinke da eh nichts, ist kein besonderer Anlass, ich bin auch gerne ohne bier im Biergarten zum Essen und zusammensitzen! ebenso wie bei irgendeiner spontanen Grilleinladung. Wenn ich trinke, dann fährt mein Partner oder häufig ist es bei uns wegen Kindern, auf Hochzeiten etc eh mit Übernachtung verbunden. Deshalb werde ich ein striktes trennen vertreten, man Stelle sich vor , das man dummerweise mir 0,3 BAK mit dem Radl Unfall hat. Könnte sofort wieder MPU bedeuten???!!!
Lg
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  #42  
Alt 17.04.2019, 11:53
kapomick kapomick ist offline
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Registriert seit: 18.04.2013
Beiträge: 6.091
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Oh Mann anne,

du bist nicht nur selbst komplex denkend, du scheinst auch außenrum ständig Menschen zu haben, die dir das Leben schwer machen wollen.
Klare Sache: wir schlagen hier im Forum die strengste Form von KT vor. 10-12 Trinkanlässe im Jahr, nicht mehr als 0,3‰, damit sind ALLE Probleme alkoholtechnischer Natur gelöst. Wenn man das für sich verinnerlicht, dann ist klar: pi x Daumen 1 Anlass pro Monat, den gönn ich mir. Und natürlich halte ich es für sinnvoll, den VORAB zu planen. Hat ja auch ein bisschen was mit Vorfreude zu tun, aber v.a. mit Übersicht, so weiß ich bescheid und habe alles im Griff. Warum deine VP damit ein Problem hat, entzieht sich meiner Erkenntnis. Mir ist auch bewusst, dass z.B. PIMA mit KT gelassener umgeht, aber lieber zu gut vorbereitet als zu schlecht. Und für mich ist es auch klar: mit einem klaren Konzept tu ich mir leichter als wenn ich beim GA antanze und sage: "Naja, schau mer mal, wann ich wie viel trink. Im Januar vielleicht nix, aber im Mai bin ich bei 3 Hochzeiten und dann kann ich ja danach sehen, wie´s gelaufen ist."
Da kommst du mit einer klaren Strategie besser zurande, wenn dir bewusst ist: dies oder jenes fällt an, aber du hast den Überblick.

Es geht immer um das Gleiche: DU musst die Chefin deines Lebens sein! DU hattest dem Alkohol zu viel Spielraum gegeben, ansonsten hättest du nicht 1,95‰ aufm Deckel gehabt und DU musst den Spieß umdrehen. Und das kannst du in meinen Augen und in den Augen des Forums besser, wenn du das vorab machst als nur rückwirkend. Denn wenn du nach einem ungeplanten Trinkanlass feststellst: "Mist, war zu viel", dann lass das mal deine VP erklären, wie du das einem GA verkaufen sollst. Manchmal frag ich mich, warum solche Menschen so viel Geld bekommen...

Und bei Teil 2 kann ich ehrlich gesagt nur den Kopf schütteln. "Don´t drink and drive", das ist die EINFACHSTE Maßgabe, um jegliche TF zu vermeiden. Natürlich weiß es nur der liebe Gott, ob du das den Rest deines Lebens einhalten wirst. Aber es ist die schlichtweg einfachste Prämisse, künftige TF´s auszuschließen. Und das natürlich auch mit dem Fahrrad. Denn das hast du richtig erkannt: mehr als 0,3‰, Ausfallerscheinung jeglicher Art (das kann schon das Fahrrad in Schlangenlinien sein), Polizeikontrolle -> MPU, auf ein neues. Warum solltest du dich freiwillig dem aussetzen? Ganz nebenbei (das ist ja Frage 29 in unserem FB): ist es nicht viel leichter, zu sagen: wenn ich trinke, fahre ich nicht, wenn ich fahre, trinke ich nicht?
Mannomann, dir wird das Leben aber echt nicht leicht gemacht, wenn du ständig solche RatschlägerInnen um dich hast.
Wenn du unsere sinnvolle Empfehlung des KT´s befolgst, das ist nicht leicht, aber es ist machbar, dann hast du eben ca. 1 Trinkanlass im Monat, dann ist der gewiss nicht an dem Tag, an dem du mit dem Radl in den Biergarten fährst. Und somit ersparst du dir ganz viele Diskussionen.

Nochmal kurz zusammen gefasst:
10-12 Trinkanlässe im Jahr
Nicht mehr als 0,3‰
alles vorab geplant
kein spontanes Trinken
Trinken und Fahren stets trennen

So simpel ist KT. Du hast deinen Schuss vorn Bug mit der MPU, brauchst du noch einen?
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  #43  
Alt 17.04.2019, 11:59
kapomick kapomick ist offline
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Und ich ergänze noch mal, weil es dich ja sehr bewegt:

JA, das klingt alles ein wenig statisch. Um so wichtiger ist es, dass du das lebst und du dich dabei wohl fühlst. Dass du spürst: so ein Glas (nicht Gläschen) ist für mich schön, damit reicht es, aber es geht auch gut ohne. Das braucht am Anfang etwas Struktur (deshalb dieses strenge KT hier), aber irgendwann schaffe ich es ohne. Und Alkohol und Straßenverkehr trenne ich automatisch permanent, egal, mit welchem Vehikel. DAS ist alles.
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  #44  
Alt 17.04.2019, 13:13
annekaffeekanne annekaffeekanne ist offline
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HI Kapomick,
danke dir.
Ja, ich bin immer viel zu unsicher, reflektiere recht viel und nehme alles genau und will es allen recht machen. Ich mache es mir dadurch oft ziemlich schwer. Ich bin in allem deine Meinung. Hatte mich gerade nochmal an die Fragen gesetzt, und vieles neu formuliert und übernommen. Tja, nur habe ich tatsächlich nach 0,5 Bier oder n 0,2 l Wein schon 0,5°%. Mit einem halben Bier fang ich jetzt nicht an, ich kann das so vertreten, und ich trinke genüsslich und langsam. und natürlich klar getrennt vom fahren.

Ich werde ansonsten diese strenge Form von KT vertreten, weil ich dir recht gebe: ohne eine feste Struktur verfällt man sicher schnell in alte Trinkmuster. Ich werde die Tage üben die Antworten halbwegs frei und nicht total wirr zu geben. Meine Vergangenheit habe ich nochmal in einer Kurve für mich visualisiert (die anderen beiden sind veraltet) und kann damit vielleicht besser erzählen, wenn ich sie mitnehmen darf.
Danke nochmal für all deine Anregungen! Ihr macht das echt super hier und ich finde es auch deutlich gewinnbringender als den Kurs!!! auch persönlicher, obwohl wir nur zu zweit waren....
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  #45  
Alt 17.04.2019, 13:14
annekaffeekanne annekaffeekanne ist offline
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Könnte ich/man die alten Kurven eigentlich rauslöschen?
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  #46  
Alt 17.04.2019, 13:40
kapomick kapomick ist offline
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Ich habe jetzt mal mit Hilfe des Alkoholrechners nachgeschaut: wenn du ein Bier 0,5l an einem Abend trinkst, einfach mal prognostiziert 20-24 Uhr, dann hast du am Ende gerade mal 0,06‰ bei deinem "Kampfgewicht" von 50kg. Du rechnest ja anscheinend noch mit der Maßgabe: Bier reinschütten, gleich pusten. Dann wäre es zu viel. Bleib bei dem, was du jetzt hast. Das ist vollkommen ok. ABER: es bleibt für die MPU bei dem einen Bier oder dem einen Wein! Was auch immer danach passiert, das bleibt bei dir.

Bestens, wenn du strikt fahren und trinken trennst. Das hört der GA gern und das macht dir das Leben leichter.

Und nein: löschen kannst du hier im Forum nichts. Aber das sei auch nicht dein Problem. Das rutscht irgendwann nach unten, da gereicht dir nicht zum Nachteil.
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  #47  
Alt 19.05.2019, 21:28
annekaffeekanne annekaffeekanne ist offline
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Registriert seit: 07.03.2019
Beiträge: 37
Standard Positives Gutachten

Endlich, nach gut 3 Wochen Wartezeit mein positives Gutachten erhalten. Juhuuuu! Hoffe ich kann morgen gleich FS holen....

Ein Satz macht mich allerdings stutzig: die Fahrt mit dem erlaubnisfreien FZ war bewusste Strategie... (...) aber es hätte statt dessen genauso gut fahrt mir kfz stattfinden können????? Das sehe ich aber anders.... Kann das ein Problem geben?

Sonst steht immer: keine Umstände ersichtlich für erhöhte Wahrscheinlichkeit, keine Beeinträchtigungen..., Nicht zu erwarten dass zukünftig Fahrten.... keine Auflagen/ Beschränkungen.... Problembewusstsein, nachvollziehbar dargestellt...

Danke nochmal v.a. an kapomick für viele geduldige Antworten!!!
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  #48  
Alt 19.05.2019, 21:45
kapomick kapomick ist offline
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Beiträge: 6.091
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Zitat:
Zitat von annekaffeekanne Beitrag anzeigen
Endlich, nach gut 3 Wochen Wartezeit mein positives Gutachten erhalten. Juhuuuu! Hoffe ich kann morgen gleich FS holen....
Na, dann erst mal herzlichen Glückwunsch!!!

Zitat:
Ein Satz macht mich allerdings stutzig: die Fahrt mit dem erlaubnisfreien FZ war bewusste Strategie... (...) aber es hätte statt dessen genauso gut fahrt mir kfz stattfinden können????? Das sehe ich aber anders.... Kann das ein Problem geben?
Nein, das ist eine juristische Spitzfindigkeit. Es ist ja eigentlich wenig ersichtlich, warum ein Verkehrsteilnehmer mit dem Fahrrad u.U. seine FE einbüßen soll, wenn er die Frist nicht erfüllt. Fahrrad fahren darf man auch ohne FE. Insofern bedient man sich dieser Formulierung. Die MPU mit dem Fahrrad ist mit heißer Nadel gestrickt. Vielleicht hieß es ja auch in der Formulierung der FSSt: "Ist das Führen des Fahrrads unter Alkoholeinfluss eine bewusste Strategie, was ebenso mit dem Auto hätte passieren können?" Oder so ähnlich. Du hattest im Profilbogen keine genaueren Angaben diesbezüglich gemacht. Aber sowas gibts und der GA beantwortet die Fragen, die ihm gestellt sind.

Zitat:
Sonst steht immer: keine Umstände ersichtlich für erhöhte Wahrscheinlichkeit, keine Beeinträchtigungen..., Nicht zu erwarten dass zukünftig Fahrten.... keine Auflagen/ Beschränkungen.... Problembewusstsein, nachvollziehbar dargestellt...
Genau DAS ist wichtig.Damit bist du durch und kannst zur FSSt.

Zitat:
Danke nochmal v.a. an kapomick für viele geduldige Antworten!!!
Gerne doch!
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  #49  
Alt 19.05.2019, 21:53
annekaffeekanne annekaffeekanne ist offline
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Danke dir!
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