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  #21  
Alt 30.08.2018, 18:34
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Mainzelmännchen Mainzelmännchen ist offline
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Schade ist, dass Du vor 4 Monaten (solltest den genauen Zeitpunkt rausfinden, um keine Überraschungen zu erleben) noch gekifft hast. Du solltest also jetzt die Haare auf ca. 3 cm runterschneiden (wenn der letzte Konsum 4 Monate her ist) und in den nächsten 9 Monaten dann zwei Haaranalysen machen. Alkohol sollte ja sowieso kein Thema sein. Alternativ Urintests. Da hättest Du das Problem, dass Dir 3 Monate verloren gehen, Du also ab jetzt 12 Monate Drogen-AB nachweisen müsstest.

Ich nehme Dir ab, dass Du Dich geändert hast, und das wirst Du bestimmt auch gut und plastisch schildern können. Bin gespannt.
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Wer den Hafen nicht kennt, für den ist kein Wind günstig - Seneca
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  #22  
Alt 30.08.2018, 19:45
ZwangsweiseMofafahrer ZwangsweiseMofafahrer ist offline
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Zitat:
Zitat von Mainzelmännchen Beitrag anzeigen
Schade ist, dass Du vor 4 Monaten (solltest den genauen Zeitpunkt rausfinden, um keine Überraschungen zu erleben) noch gekifft hast. Du solltest also jetzt die Haare auf ca. 3 cm runterschneiden (wenn der letzte Konsum 4 Monate her ist) und in den nächsten 9 Monaten dann zwei Haaranalysen machen. Alkohol sollte ja sowieso kein Thema sein. Alternativ Urintests. Da hättest Du das Problem, dass Dir 3 Monate verloren gehen, Du also ab jetzt 12 Monate Drogen-AB nachweisen müsstest.

Ich nehme Dir ab, dass Du Dich geändert hast, und das wirst Du bestimmt auch gut und plastisch schildern können. Bin gespannt.
THC ist da leider doch echt tükisch mit der Abbauzeit, könnte also erst in rund 6 Monaten die erste Haarprobe für Drogen abgeben, welche dann auch sicher clean ist, vorher wäre alles Risikospiel. Davor müsste ich dann allerdings schon einmal zur Haarprobe in ca. 3 Monaten wegen Alkohol, da dort nur 3 Monate nachweisbar sind. Da hab ich mich auch schon informiert zu, weiß auch schon wo ich die Proben entnehmen lassen werde.

Der Faktor Zeit ist mir bei meinem Unterfangen aber auch nicht im Fokus, die Kosten sind halt bei mir das wichtige, ich bin derzeit weder auf den Lappen angewiesen, noch könnte ich ihn mir leisten, würde also nur Klasse "M" zurück bekommen, welche zwar nice to have ist, aber im vergleich zur Mofaprüfbescheinigung jetzt nur unwesentlich mehr bringt, würde das ganze nur gerne endlich mal dann hinter mir haben und komplett mit dieser Vergangenheit aufgeräumt zu haben und sobald es dann irgendwann finanziell möglich ist auch "kurzfristig" die Klasse B zu erwerben.
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  #23  
Alt 07.09.2018, 00:19
ZwangsweiseMofafahrer ZwangsweiseMofafahrer ist offline
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Hallo, nocheinmal
Bin derzeit dabei schon einmal den "großen" Fragebogen für mich selbst zu beantworten um direkt bei der örtlichen Suchtberatung mit diesem Background meiner schon selbst angefangen und bis dann hoffentlich schon spruchreifen Aufarbeitung arbeiten zu können.

Nur stellt sich mir derzeit die Fragen, ob es umbedingt notwendig ist, dass der Impuls zur Reduktion des Konsums bzw. der daraus folgende Abstinenzentschluss unmittelbar nach der TF folgte?
Weil ich habe mir damals gar keine Gedanken darüber gemacht, bzw. mir waren die Folgen damals doch recht egal, Sozialstunden waren zwar doof, aber die hatte aus meinem Umfeld damals sogut wie jeder abzuleisten, dass ich bei meinem Vater rausflog war eh ab und an der Fall (war nach dem Unfall insgesamt das 4.mal). Erst als mir dann später, durch die Entfremdung von diesen asozialen Kreisen, bewusst wurde, dass das alles doch nicht normal war und die Folgen handfest wurden, so bezahle ich immernoch die Regressforderung der Versicherung ab und habe dann auch noch dazu im Rückblick festgestellt wie heftig ich damals doch drauf war und das mein Konsum doch auf ganz anderen Wurzeln, als der meiner Mitmenschen, fusst. Ich nutzte Alkohol um mir einen Rausch anzutrinken, bzw. um damit mein Verhalten welche sehr rational geprägt ist, durch ein emotionsgetriebenes Verhalten einzutauschen und mir meinen Umgang mit diesen Menschen (welche ich damals schon oft als asozial empfand) erträglicher zu machen, denn unter Alkohol, war auch ich, der lieber 3xüberlegt bevor er handelt, zu unüberlegten Handlungen fähig, damit war ich dann damals einer von "denen", dass dabei natürlich auch Gesetzesübertretungen passierten, nahm ich in kauf, es war teilweise sogar beabsichtig, dass ich den "Mut" bekomme etwas illegales zu tun, denn ich wollte damals nur eins: Annerkennung von diesen "Freunden" und die gab es meist durch Straftaten, denn weder Beruf, wirkliche Hobbies oder regelmäßig Schule hatte einer von uns.
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  #24  
Alt 07.09.2018, 09:58
Tschibsy Tschibsy ist offline
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Hi....
nee musst du nicht!
Solltest halt dein Wendepunkt plausibel erklären können !
Und ich finde das hört sich bei dir gut an.
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  #25  
Alt 10.01.2019, 19:27
ZwangsweiseMofafahrer ZwangsweiseMofafahrer ist offline
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Hallo,
Heute war ich wenn auch etwas verspätet endlich bei meiner ersten Haarentahme und so langsam wird's heiß, ein Teil meines hart erarbeiteten Azubigehaltes ist weg.
9Monate sind es noch bis zur MPU und der Zeitplan steht damit endlich.

Natürlich habe ich mich im auch weiter damit beschäftigt Ursachen für meinen Konsum zu finden und da kommt immermehr ein 2. Faktor ins Bild: gefühlte Einsamkeit. Durch das ausbleibende Treffen mit Freunden die Konsumieren (ilegale Drogen) bzw. das nicht verabreden zum Alkohol trinken kommt es immer wieder zu Situationen in denen ich mir sozial Isoliert vorkomme.
Diese Momente der gefühlten Einsamkeit sind die Momente wo ich bemerke, dass ich früher in diesen Situationen, mir mit Drogen/Alkohol (Je nach Phase) Geselligkeit "erkauft" habe.
Ich habe es leider immer noch nicht geschafft mir neue Bekanntschaften für Unternehmungen abseits von Schule oder Beruf zu knüpfen, obwohl ich während der Zeit dort durchaus oft einen (nicht von mir angeregten) Small-Talk führe, bzw. mich mit einigen Leuten sogar über bestimmte Themen mit durchaus Tiefgang unterhalte.
Ich weiß das mich einige Leute dort sehr mögen, aber ich schaff es nicht daraus etwas festeres zu machen.
Keine Kontakte ohne Rauschmittel knüpfen zu können, Sozialeaktivität war im meinem Leben bisher immer mit Rausch verbunden - Ich hatte es nur so gelernt und muss jetzt einen Weg finden es auch ohne Rauschmittel zu packen.
Trotz all dieser Problematik war ich zu keinem Zeitpunkt der letzten Monate einem Rückfall nahe, die Erinnerung an das Unheil das ich mir durch Rauschmittel antat, ist einfach noch zu groß, aber eines Tages wird die Erinnerung nicht mehr stark genug sein und daher muss ich da jetzt einen Ersatz für finden. Mittlerweile denke ich in diesen Situationen immer an etwas positives zwischenmenschliches, welches Gestern/Heute passiert ist. Situationen in denen ich früher in eine emotionale Abwärtsspirale geraten wäre, oftmals getrieben durch die Angst etwas unpassendes gesagt zu haben, verarbeite ich mittlerweile deutlich besser, indem ich an andere Sachen, welche gut liefen, in dieser Situation denke, ja ich habe es mittlerweile geschafft mir selbst mut zu machen, auch wenn es nur in meinen Gedanken ist, so kann ich doch mittlerweile zu mir selber sagen "Das hast du gut gemacht", früher habe ich immer nur an die Situationen gedacht in denen es schlecht lief, Heute denke ich fast nur noch an Sachen die mich Stolz machen.
Dieser Text war so nie geplant, dennoch tat es unheimlich gut, endlich mal über seine Fortschritte berichten zu können und auch das Problem mit den eher mauen sozialen Aktivitäten werd ich durch dieses neue Selbstbewusstsein lösen können, es fehlt nicht mehr viel und ich werde wissen das ich es wert bin eine Rolle (Freundschaft/Partnerschaft/Bekanntschaft) im Leben eines anderen zu spielen.
Viele mögen mich, ich mag mich immerhin schon etwas, möge die MPU kommen, was ich Heute besser mache als Gestern, dass weiß ich ganz genau, ich akzeptiere mich und kann dennoch Nein sagen, weil Ich einfach Ich bin, ich muss es niemanden recht machen.
Meine Meinung, gehört mir und ist etwas wert.
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  #26  
Alt 11.01.2019, 11:58
Krüger Krüger ist offline
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Behalte deine aktuellen Gefühle in Erinnerung. Du änderst dein Leben und das ist nicht einfach. Aber du kannst später dem GA plausibel erzählen, wie du dich bei deinem Änderungs-Prozess gefühlt hast.

Ein Tipp von mir: ich habe mich damals im örtlichen Sportverein angemeldet, um neue soziale Kontakte zu finden. Seitdem habe ich keinen Kontakt mehr zu meinen damaligen Trinkfreunden sondern habe einen tollen Freundeskreis
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  #27  
Alt 18.01.2019, 02:29
ZwangsweiseMofafahrer ZwangsweiseMofafahrer ist offline
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Zitat:
Zitat von Krüger Beitrag anzeigen
Behalte deine aktuellen Gefühle in Erinnerung. Du änderst dein Leben und das ist nicht einfach. Aber du kannst später dem GA plausibel erzählen, wie du dich bei deinem Änderungs-Prozess gefühlt hast.
Das ist mir bewusst und genau deswegen habe ich diesen post am Ende auch nach kurzem überlegen abgeschickt, dieser Thread könnte fast eine Art Tagebuch werden, scheint in einigen Fällen hier im Forum ja was gebracht zu haben.

Zitat:
Ein Tipp von mir: ich habe mich damals im örtlichen Sportverein angemeldet, um neue soziale Kontakte zu finden. Seitdem habe ich keinen Kontakt mehr zu meinen damaligen Trinkfreunden sondern habe einen tollen Freundeskreis
Sportverein ist leider bedingt durch meinen Beruf sehr schwierig zu realisieren, arbeite in der Gastronomie mit wechselnden Arbeitstagen und Schichten (meist Abends) und der einzige Sport der für mich in Frage kommen würde, ist Fussball und da ist man ohne regelmäßige Trainigsteilnahme leider nicht so gut aufgehoben.

Es gibt aber auch so jeden Tag kleine Fortschritte, mittlerweile schaffe ich es auch ohne Rauschmittel über meine Gefühle und Probleme zu reden, so gab es erst Gestern ein Gespräch mit einer (sehr gut bekannten & vertrauenswürdigen) Arbeitskollegin eben über genau dieses Thema,
einfach so, ohne groß Kopfschmerzen und auch Heute noch KEIN Gedankenkarrusell: "Was denke die Leute über dich, wie kann jemand zugeben keine Freunde zu haben etc." Nein, es fühlt sich unfassbar gut an, darüber zu reden was einen gerade bewegt.
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  #28  
Alt 18.01.2019, 04:29
Rope Rope ist offline
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Zitat:
Zitat von ZwangsweiseMofafahrer Beitrag anzeigen
Es gibt aber auch so jeden Tag kleine Fortschritte, mittlerweile schaffe ich es auch ohne Rauschmittel über meine Gefühle und Probleme zu reden, so gab es erst Gestern ein Gespräch mit einer (sehr gut bekannten & vertrauenswürdigen) Arbeitskollegin eben über genau dieses Thema,
einfach so, ohne groß Kopfschmerzen und auch Heute noch KEIN Gedankenkarrusell: "Was denke die Leute über dich, wie kann jemand zugeben keine Freunde zu haben etc." Nein, es fühlt sich unfassbar gut an, darüber zu reden was einen gerade bewegt.
Bleib' einfach stark und so (in Ordnung) wie du bist.

VG Rope
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  #29  
Alt 18.01.2019, 04:51
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marianee marianee ist offline
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Zitat:
"Was denke die Leute über dich, wie kann jemand zugeben keine Freunde zu haben etc."
Mach dir doch keine Gedanken, was die anderen über dich reden. Du bist du und suchst dir deine Partner, die dich unterstützen und mit denen du über deine Probleme reden kannst. Viel mehr brauchst du nicht. 2-4 Leute, denen du vertraust. Das reicht, um glücklich zu sein oder zu werden.
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