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  #1  
Alt 01.12.2017, 20:44
kuper06 kuper06 ist offline
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Frage Sperrfristverkürzung

Guten Abend zusammen,

meine Sperrfrist endet am 20.8.2018.
Hier im Forum habe ich gelesen eine Verkürzung kann frühestens 3 Monate vor Ablauf der Sperrfrist beantragt werden.

Wer entscheidet wie lange ich ein Abstinenzprogramm oder sonstige Nachweise erbringen muss ?

Bin mit 1,38 BAK Auto gefahren und habe einen Unfall gebaut.

Ich darf zu MPU und möchte eine Sperrfristverkürzung.
Dafür benötigt man eine MPU und eine Teilnahme an einem Kurs.
Ohne MPU logischerweise dann auch keine Teilnahmen am Kurs.

Könnt Ihr mit Tipps geben was ich mich verhalten soll ?
Bin seit Oktober im Abstinenzprogramm für ein Jahr, freiwillig.
Die Fürherscheinbehörde möchte die MPU und hat mir dazu keine Auflagen gegeben. Erfahre ich also nur beim Gutachter was ich bringen muss ??

Vielen Dank und ein schönes Wochenende allerseits

MfG Sven
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  #2  
Alt 01.12.2017, 21:17
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Alana Alana ist offline
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Bitte stell alle weiteren Fragen nur noch hier in diesem Thread!

Zitat:
Hier im Forum habe ich gelesen eine Verkürzung kann frühestens 3 Monate vor Ablauf der Sperrfrist beantragt werden.
Dazu müßte man wissen, aus welchem Bundesland Du kommst. Richtig ist allerdings, daß es von Ausnahmen einmal abgesehen mehr als 3 Monate Verkürzung nicht gibt.

Zitat:
Zitat von kuper06 Beitrag anzeigen
Sind die Akten der Staatsanwaltschaft nun in meiner Führerscheinakte zu finden ? Hat der durchführende Gutachter auch Einsicht in die Akten der Staatsanwaltschaft ?
Alles, was die Fsst weiß und zu wissen für die MPU für sinnvoll, das packt sie auch in die Akte und schickt es dem GA. Deshalb ist es sinnvoll, selbst kurz vor Versendung in die Akte zu sehen.

Bitte sei so nett und als erstes einmal den Profilbogen aus. Erleichtert die Kommunikation ungemein.
__________________
Liebe Grüße
Alana
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  #3  
Alt 04.12.2017, 17:18
kuper06 kuper06 ist offline
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Standard persönliche Vorstellung

Zur Person
Geschlecht: M
Größe: 180cm
Gewicht: 86Kg
Alter: 39
Bundesland BW

Was ist passiert?
Datum der Auffälligkeit: 26.08.2017
BAK: 1,38
Trinkbeginn: 15.30 Uhr
Trinkende: 19.50 Uhr
Uhrzeit der Blutabnahme: 21.00 Uhr

Stand des Ermittlungsverfahrens
Gerade erst passiert:
Strafbefehl schon bekommen: ja
Dauer der Sperrfrist: bis 20.08.2018

Führerschein
Wurde mir entzogen? Ja

Führerscheinstelle
Hab schon in meine Akte geschaut Ja/Nein: nein
Sonstige Verstöße oder Straftaten?: Ordnungswidrigkeiten ( zu schnell, falsch geparkt )
Fragestellung der Fsst (falls bekannt): noch nicht bekannt

Konsum
Ich lebe abstinent seit: 26.08.2017

Abstinenznachweis

Nein ich befinden mich im Urinscreeningprogram seit: 6.10.2017

Aufarbeitung
Suchtberatungsstelle aufgesucht?: ja
Selbsthilfegruppe (SHG):
Psychologe/Verkehrspsychologe: ja
Kurs für verkehrsauffällige Autofahrer:

Schon eine MPU gehabt? nein
Welche Empfehlung (Auflagen) wurden ausgesprochen: MPU

Altlasten
Bereits durch Alkohol auffällig geworden Punkte oder sonstige Straftaten:

2 Punkte durch zu schnelles Fahren
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  #4  
Alt 04.12.2017, 18:07
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Alana Alana ist offline
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Ich frage mich zwar noch
Zitat:
Bin mit 1,38 BAK Auto gefahren und habe einen Unfall gebaut. Ich darf zu MPU
warum Du zur MPU mußt (hast Du schon eine entsprechende Aufforderung der FSST?), aber in BaWü ist der Gang zu einer Sperrfristverkürzung folgender:

Du gehst zur FSST und bittest um eine Unbedenklichkeitsbescheinigung, d.h., die FSST muß bestätigen, dass nach Ablauf der (verkürzten) Sperrfrist keine Bedenken gegen die Erteilung einer (neuen) Fahrerlaubnis bestehen. Wenn die FSST tatsächlich eine MPU von Dir verlangt, wirst Du die dann (vorgezogen) zuerst ablegen müssen.

Mit der Unbedenklichkeitsbescheinigung absolvierst Du dann einen Kurs zur Sperrfristverkürzung bei einem MPI (Kurs Mainz 77 o.ä.). Wenn Du all diese Dinge zusammenhast, schreibst Du (über die Staatsanwaltschaft) ans Gericht, mit Bitte um eine Sperrfristverkürzung. Einen Rechtsanspruch darauf hast Du nicht, aber in aller Regel, wenn all diese Voraussetzungen erfüllt sind, werden bis zu drei Monaten genehmigt.
__________________
Liebe Grüße
Alana
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  #5  
Alt 04.12.2017, 19:01
minilee minilee ist offline
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Zitat:
Bin mit 1,38 BAK Auto gefahren und habe einen Unfall gebaut.
warum denn damit überhaupt zur MPU? Bist du WHT?
__________________
Das Leben wird vorwärts gelebt, aber nur rückwärts verstanden...
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  #6  
Alt 05.12.2017, 10:33
kuper06 kuper06 ist offline
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Pfeil

Guten Morgen :-)

danke für Eure Antworten. Wie mir mein Anwalt schon mitteilte entscheidet allein die zuständige Behörde ( in BW auf jeden Fall ) ab 1,1 BAK ob man zur MPU muss oder nicht. Ohne Unfall keine MPU, mit aber sowieso.
Ich komme gerade vom Behördenleiter und er teilte mir mit, dass ich eine MPU mit der Fragestellung nach §11 Absatz 3 Nummer 5 machen muss.
Darin steht : wenn eine erhebliche Straftat, die im Zusammenhang mit dem Strassenverkehr steht, oder bei einer Straftat, die im Zusammenhang mit dem Strassenverkehr steht vorliegt, geht´s ab zur MPU.

Nächste Woche habe ich einen Termin beim TÜV Süd für ein einstündiges
Einzelgespräch bei einem Verkehrspsychologen für 99 Euro und weiss dann hoffentlich endlich was Sache ist. Weder meine Behörde noch mein Verkehrspsychologe und/oder Anwalt vor Ort kann mir genau sagen was ich dazu beitragen kann, ausser den Vorbereitungskurs, dies ist klar.

Ich habe ja freiwillig ein 1 jähriges Abstinenzprogramm gestartet und nun möchte ich Klarheit darüber ob auch eine 1/2 jährige Abstinenz reicht denn nur dann kann ich einen Antrag auf Sperrfristverkürzung stellen sonst macht das keinen Sinn.

Klar trage ich alleine die Verantwortung über das Geschehene aber eine bessere Abstimmung zwischen den einzelnen Behörden / Beteiligten wäre wünschenswert. Mein Unfall war am 26.8.17 und ich habe bis Ende September nix von meiner Führerscheinstelle gehört wies weitergeht. Bin dann Anfang Oktober hin und wollte wissen wie es weitergeht. Die wussten nicht mal was davon von meinem Unfall und der Beschlagnahmung meines Führerscheines. Und das nach 5 Wochen. Hab dann gleich das Abstinenzprogramm gestartet und schon wertvolle Zeit verloren.

Warum ein Abstinenzprogramm und keine kontrolliertes Trinken ?

Meine Dummheit hat mich bisher knapp 12000 Euro gekostet ohne Mpu und meine Frau war natürlich sehr begeistert davon da wir eh gerade ein Haus kernsanieren und mit dem Geld hätte wir bestimmt sinnvolleres anfangen können. Mein Verkehrspsychologe vor Ort meinte KT zu beweisen wäre schwierig und da ich auch gut ohne Alkohol leben kann habe ich mich dazu entschieden. Mein Unfall hätte auch wirlich böse ausgehen können da ich auf einen Motorradfahrer aufgefahren bin dem zu Glück nix passiert ist ausser Totalschaden am Motorrad da es schon alt war. Dieser Warnschuss war deutlich genug und wie gesagt ohne Alkohol kann ich gut leben aber ohne Führerschein nicht.

Meine Sperrfrist endet am 20.8.2018. Falls ich nun doch ein Jahr Abstinenz oder sonstige Auflagen auf mich zukommen bekomme ich meinen Führerschein nicht vor Dezember 18 wieder.
Soweit ich bisher gelesen habe muss eine solche Abstinenz abgeschlossen sein vor der MPU wobei mein Anwalt meinte man kann auch vorher eine MPU machen und bekommt dann evtl. Auflagen wie nach 3 Monaten eine Harrprobe oder Ähnliches vorzulegen sonst ist der Lappen wieder weg.?
Naja echt blöd aber selber Schuld. Aber es geht ja noch weiter. Der nächste Gruppenkurs zur Vorbereitung beginnt im April 18 hier bei mir vor Ort. Kosten 540 €. Dann kommt für mich nur ein Kurs mit Einzelgesprächen in Betracht eben wegen der Sperrfristverkürzung für 670 € . Dann noch die MPU ca. 400 € ? Abstinenzprogramm ca. 400 €, Kurs zur Verkürzung wahrscheinlich noch mal 300 € ? usw. usw. usw.

Wie gesagt ohne Alkohol ist die bessere Lösung für mich denn auch wenn man kontrolliert Trinkt und beispielsweise als Fussgänger in eine Unfall verwickelt ist und Alkohol konsumiert hat bekommt dies die Führerscheinstelle mit ? und k.A.
was dann passiert.

Grüße vom Bodensee
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  #7  
Alt 05.12.2017, 16:49
falo999 falo999 ist offline
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Hmm zumindest sagt dein Anwalt keinen totalen Blödsinn, aber wirklich gut informiert ist er auch nicht.

BW hat angefangen mit der MPU ab 1,1 Promille aber inzwischen gibt es seit einigen Monaten ein Bayrische Verwaltungsgerichtsurteil das den FSST glassklar ins Gebet geschrieben hat MPU erst ab 1,6 Promille außer es liegen besondere Umstände vor.

Die Frage ist halt ob der Unfall eindeutig eine Folge des Alkohols ist oder nicht?

Seitdem sind die FSST extrem vorsichtig mit der MPU unter 1,6 Promille und mir ist die letzten Monate kein Fall merh bekannt geworden.


Der FeV §11 Absatz 3 Nummer 5 paßt so einfach nicht weil da geht um Straftaten ohne Alk/Drogen zusammenhang.
Dann müßtest du eigentlich auch eine Strafrechtliche Fragestellung bekommen.

Insgesamt steht so die anordnung auf sehr dünnen Eis nur das Problem ist das man gegen so eine Anordnung schwer vorgehen kann.

Zitat:
wobei mein Anwalt meinte man kann auch vorher eine MPU machen und bekommt dann evtl. Auflagen wie nach 3 Monaten eine Harrprobe oder Ähnliches vorzulegen sonst ist der Lappen wieder weg.?
Das ist normal einfach nur Blödsinn.

Vor allen hat die FSST ja nichts mit der MPU zu tun, und wenn der Gutachter bei der MPU sagt er will von dir 12 Monaten AN haben dann wird die MPU Negative wenn du mit weniger da aufschlägst.
Und wie die FSST dann nach so einen negativen Gutachen eine neuerteilung mit Auflagen machen will kann ich mir nur extrem schwer vorstellen, ABER gerade in diesen Bereich arbeiten die FSST sehr unterschiedlich und die Ermessens-spielräume sind recht groß.
So hat es schon die ungewöhnlichsten Einzelfall entscheidungen gegeben.
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  #8  
Alt 05.12.2017, 18:08
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Alana Alana ist offline
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Zitat:
Ich komme gerade vom Behördenleiter und er teilte mir mit, dass ich eine MPU mit der Fragestellung nach §11 Absatz 3 Nummer 5 machen muss.
Magst Du mal nachsehen, wegen was Du den Strafbefehl bekommen hast? Da müssen § stehen. Natürlich ist auch eine Trunkenheitsfahrt eine Straftat, aber eben ohne weitere Umstände keine „erhebliche“.
Zitat:
Nächste Woche habe ich einen Termin beim TÜV Süd für ein einstündiges Einzelgespräch bei einem Verkehrspsychologen für 99 Euro und weiss dann hoffentlich endlich was Sache ist.
Leider kann ich Dir schon sagen, was dabei herauskommt: daß Du ganz dringend einen Kurs Mobil Plus brauchst. Leider sind diese Gespräche eher Verkaufsveranstaltungen der Pluspunkt GmbH.
Zitat:
Dann kommt für mich nur ein Kurs mit Einzelgesprächen in Betracht eben wegen der Sperrfristverkürzung für 670 € .
Paß auf, daß Du nicht aus dem Zeitdruck heraus einen falschen Kursvertrag abschließt! In BaWü sind für eine Sperrfristverkürzung nur bestimmte Kurse zugelassen. Beim TÜV Süd ist das Modell „Mainz 77“. Meines Wissens findet der nur als Gruppenkurs statt. Also nachfragen!
__________________
Liebe Grüße
Alana
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  #9  
Alt 05.12.2017, 18:29
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Alana Alana ist offline
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Zitat:
Zitat von falo999 Beitrag anzeigen
inzwischen gibt es seit einigen Monaten ein Bayrische Verwaltungsgerichtsurteil das den FSST glassklar ins Gebet geschrieben hat MPU erst ab 1,6 Promille außer es liegen besondere Umstände vor.
Kleine Korrektur: es war das Bundesverwaltungsgericht.
__________________
Liebe Grüße
Alana
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  #10  
Alt 05.12.2017, 21:55
kuper06 kuper06 ist offline
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Guten Abend zusammen,

den Kurs den ich besuchen werde dient nicht zur Sperrfristverkürzung sondern nur zur Vorbereitung für die MPU. Hatte bereits ein Vorgespräch und einen guten Eindruck vom Kursleiter.

War heute beim Behördenleiter und er gab mir die Fragestellung die oben schon beschrieben wurde. §11 Absatz 3 Nummer 5 dieser beinhaltet :
...erhebliche Straftat, die im Zusammenhang mit dem Strassenverkehr steht,
oder bei Straftaten, die im Zusammenhang mit dem Strassenverkehr stehen...

Eine Trunkenheitsfahrt mit Unfallfolge ist eine Straftat, keine erhebliche aber reicht zur MPU. Vielleicht gibt es ja auch einen Paragraphen der regelelt, dass man ab einer bestimmten Höhe an Tagessätzen im Zusammenhang mit einer Trunkenheitsfahrt automatisch zur MPU muss ? In meinem Fall waren es 60 Tagessätze zu 100 €.
Im Strafbehel standen folgende Paragraphen §315c Abs. 1 Nr. 1a , Absatz 3 Nr. 2.

Die eigentliche Fragestellung bekommt man erst wenn man den Antrag auf Neuerteilung gestellt hat laut Behörde ??? Warum nicht jetzt wenn die Vorbereitung losgeht ???

Ich solle mit dem Paragraphen zum Verkehrspsychologen gehen und er wird mir dann sagen was ich alles machen muss. Auch wie lange ich das Abstinenzprogramm machen soll.

Du meinst es ist eine Verkaufsveranstaltung ? Bin gespannt.
Wo ich den Kurs mache bleibt ja mir überlassen. Die Kosten sind ähnlich, egal ob ich direkt zum TÜV oder hier vor Ort den Vorbereitungskurs besuche.

Einen Beigeschmack hat das ganze schon da man 50 € von den 99 € auf den Kurs angerechnet bekommt wenn man den beim TÜV macht

Danke für Eure hilfreichen Antworten und Anmerkungen
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