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  #1  
Alt 23.02.2019, 19:51
Steffen11 Steffen11 ist offline
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Registriert seit: 14.04.2018
Beiträge: 28
Standard Fragebogen Steffen11

Hallo,

hier habe ich mal meinen Fragebogen reingestellt. Ich bin für Tipps und Ratschlägen immer zu haben.

http://mpu-forum.mpu-idiotentest.com...2&postcount=22
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  #2  
Alt 23.02.2019, 20:50
kiste kiste ist offline
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Beiträge: 174
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Hallo Steffen,
du hast mehreretreads am laufen...
Das ist bös unübersichtlich...

Ein user, ein tread
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  #3  
Alt 24.02.2019, 09:06
Steffen11 Steffen11 ist offline
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Beiträge: 28
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Zitat:
Zitat von kiste Beitrag anzeigen
Hallo Steffen,
du hast mehreretreads am laufen...
Das ist bös unübersichtlich...

Ein user, ein tread
Verstehe ich nicht, die FRAGEBÖGEN sollen doch hier rein, deswegen der link.
Wenn ich da was nicht Richtig verstanden habe Entschuldigung. Wie soll es denn sein?
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  #4  
Alt 09.06.2019, 17:02
Steffen11 Steffen11 ist offline
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Registriert seit: 14.04.2018
Beiträge: 28
Standard Tipps zum Fragebogen

Hallo,

ich will nicht nerven, aber hat niemand noch ein paar Tipps oder Ratschläge zu meinem Fragebogen.


http://mpu-forum.mpu-idiotentest.com...2&postcount=22

MfG

Steffen
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  #5  
Alt 09.06.2019, 18:03
Benutzerbild von Alana
Alana Alana ist offline
MPU Profi
 
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Beiträge: 12.344
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Du meinst wirklich, ein ein halbes Jahr alter Fragebogen, noch dazu aus meist einzeiligen Antworten bestehend, verdient eine Überarbeitung unsererseits? Keine Weiterentwicklung bei Dir? Keine neuen Erkenntnisse?
__________________
Liebe Grüße
Alana
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  #6  
Alt 22.06.2019, 10:37
Steffen11 Steffen11 ist offline
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Beiträge: 28
Standard Fragebogen überarbeitet

Zur Person
Geschlecht: männlich
Größe: 166cm
Gewicht: 70kg
Alter: 53

eventl. Bundesland: MV

Was ist passiert?
Datum der Auffälligkeit 09.04.18
BAK: 1,81
Trinkbeginn: 09.04.18 9.00 Uhr
Trinkende: 09.04.18 12.30 Uhr
Uhrzeit der Blutabnahme: 09.04.18 18.00 Uhr


Tathergang

1. Beschreiben Sie den Tag Ihrer Trunkenheitsfahrt aus eigener Sicht mit Datum und Uhrzeiten.
(wann, wo und mit wem getrunken / wann und wie aufgefallen / Promille)

Ich habe von 9.00 Uhr- 12,30 Uhr ca. 7 Flaschen Bier a 0,5 Liter getrunken. Danach habe ich mich hingelegt und geschlafen. Um 17.00 Uhr bin ich wach geworden. Um 17.30 hatte ich einen Termin, um diesen nicht zu verpassen bin ich mit dem Auto gefahren.
Getrunken habe ich allein in meiner Wohnung.
Um 17.30 wurde ich bei einer Verkehrskontrolle angehalten und musste Pusten. Atemalkohol 1,74% BAK 1,81

2. Was und wie viel haben Sie am Tattag insgesamt getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Trinkzeit)

Angefangen hat es schon am Freitag den 06.4.18 nach der Arbeit kaufte ich 2 Kästen Bier ich hatte ja ein langes WE vor mir, wovon ich bis zum tag der TF schon 1 ½ getrunken hatte. Am Tag der TF trank ich,

7 Bier a. 0,5 Liter in der Zeit von 09.00-12.30.
Am Tag davor habe ich in der Zeit von 09.00-12.00 ebenfalls ca. 6 Bier a.0,5 Liter und von 18.00-22.00 7 Bier a.0,5 Liter getrunken.


3. Wie viel Kilometer fuhren Sie, bis Sie aufgefallen sind und wie viel Kilometer wollten Sie insgesamt fahren?

2,0 km bis zur Kontrolle gesamt 2,5 km, geplant waren mit Rückfahrt 5 km.

4. Hatten Sie das Gefühl, noch sicher fahren zu können?
(Ja/Nein + Begründung)

Ja
Durch die Gewöhnung an Alkohol
5. Wie haben Sie die Trunkenheitsfahrt vermeiden wollen (wenn überhaupt)?

Ich habe sie nicht vermeiden wollen.

6. Haben Sie bereits früher im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss gestanden und sind aufgefallen?

Ja am 22.02.2008 wurde ich schon einmal auffällig 2.14%.

7. Wie oft haben Sie alkoholisiert am Straßenverkehr teilgenommen ohne aufzufallen und was folgern Sie daraus? (Tip Anmerkung von Jody lesen (danke Jody) KLICK)

In der Zeit bis zum 22.02.2008 mehrmals pro Woche, da ich täglich getrunken habe.

In der Zeit von Jan.2016 bis zur TF ca.150 mal
Von 2010-Jan.2016 war ich trocken.

Exploration

8. Wann hatten Sie den ersten Kontakt mit Alkohol und wann haben Sie das erste Mal Alkohol zu sich genommen?
(Allererste Erinnerung und erster Konsum)

Alkohol gehörte eigentlich zu Hause dazu, mein Vater trank nach der Arbeit sein Bier und meine Mutter Abends ihr Glas Wein. Aber eben in Maßen, ich kann mich nicht Erinnern einen von beiden jemals betrunken gesehen zu haben.

Eher im Gegenteil. Meine Eltern haben es mir verboten. Regelmäßig angefangen zu Trinken habe ich mit ca. 16 Jahren damals wenn wir zum Tanzen gegangen sind, es gehörte einfach dazu.

Den ersten Kontakt hatte
Zur Jugendweihe mit Sekt angestoßen.

9. Haben Sie regelmäßig Alkohol getrunken, und wie hat sich ihr Trinkverhalten in den letzten Jahren entwickelt?

Seit 1986 bis 2008 6 Bier a.0,5 Liter und 2-4 Kräuterlikör in der Woche.
Am WE 10-12 Bier a.0,5 Liter und eine Flasche Kräuterlikör a. 0,7 Liter
Begonnen hat es mit dem Feierabendbier nach der Arbeit, und am WE wenn man sich mit Freunden getroffen hat bzw. unterwegs war. Nachdem ich dann meine Montagetätigkeit begann nutzte ich den Alkohol zur Stressbewältigung und Entspannung. Er hat einfach geholfen Abends nach der Arbeit um runter zu kommen.

Von 2009-Jan 2016 war ich trocken.





In der Zeit habe ich mir einen Ausgleich geschaffen, indem ich mir Arbeit mit nach Hause genommen habe bzw. die Bereitschaft meiner Kollegen übernommen habe.
Dadurch machte ich mir auch kaum Gedanken über meine Zukunft, es hat ja alles gepasst.

Ab ca. Mitte 2015 wo dann feststand das ich meinen Arbeitsort wechseln würde kreisten die Gedanken immer öfter und häufiger darum wie es wohl weitergeht nach über 20 Jahren Montage jeden Tag zu Hause ich kannte das ja gar nicht mehr.
Im Januar 2016 hatte ich Probleme mit einer Gürtelrose, das und der Umstand das der Wechsel des Arbeitsortes immer näher rückte war für mich der Grund wieder mit dem Trinken anzufangen.
Da ich zu diesem Zeitpunkt eine zweite Wohnung in XXX hatte konnte ich das auch gut verbergen, Überstunden hatte ich auch genug und so viel es auch gar nicht auf. (Meiner Familie)

Jan 2016-09.04.18 WE und an freien Tagen 12-14 Flaschen Bier a. 0,5 Liter

Am 01.04.2016 begann ich die Arbeit am neuen Ort und war jeden Tag zu Hause, getrunken habe ich dann an den WE und freien Tagen.
Durch den Schichtdienst und die Bereitschaften an den WE habe ich auch in der Woche frei daher auch die TF in der Woche.

10. Wie viel und wie oft haben Sie getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)

An WE und freien Tagen 12-14 Flaschen Bier a. 0,5 Liter
Von ca. 9.00-13.00 6 Bier
ca. 17.00-23.00 8 Bier


11. Wo und mit wem haben Sie überwiegend getrunken?

Getrunken habe ich überwiegend allein und zuhause. Feiern sowie besondere Anlässe habe ich gemieden, wenn ich doch mit musste habe ich Zuhause vorher getrunken um
mit der Trinkmenge nicht aufzufallen.


12. Warum haben Sie getrunken?
(Innere + äußere Motive; Anmerkung: o.g. Link "psychologisches Gespräch" lesen)

Als Grund bzw. Ausrede für mich nahm ich die Gürtelrose und die Ungewissheit wie es in Zukunft weitergeht.
Die wahre Ursache stellte sich erst im Laufe der ambulanten Therapie heraus, da habe ich auch begriffen das das mit der Krankheit und Ungewissheit nur Ausreden waren um meinen Konsum schön zu reden.
Ich habe begriffen das ich die Alkoholkrankheit nach 1 Therapie nicht aufgearbeitet habe, sondern nur mit Verboten meinerseits reagiert habe.
Ich habe es nicht akzeptiert das es nicht Heilbar ist, dadurch wurde ich leichtsinnig und fahrlässig.
Durch die Schmerzlösende Wirkung und zur Ruhe kommen wurde diese Meinung noch verstärkt.
Ein weiterer Punkt war das Thema Arbeit.
Ich habe einfach nicht Nein gesagt und mir dadurch immer mehr aufgelastet, Sachen die gar nicht zu meinem Aufgabenbereich gehört haben. Wie z.B. Arbeitsorganisation oder Materialbeschaffung durch das Trinken habe ich dieses dann kompensiert.
Da es auf Arbeit dadurch sehr gut lief, sah ich es als Bestätigung für mich an.
Das Private (Familienleben) blieb auf der Strecke. Es kam häufiger zu Streitereien mit meiner Frau was ich wieder als Grund nahm zu trinken.


13. Welche Wirkung haben Sie in der Vergangenheit nach Alkoholgenuss bei sich beobachtet?
(bei wenig und bei viel Alkohol)

Bei wenig Alkohol wurde ich offener und entspannter. Ich dachte nicht mehr ständig an die Probleme auf Arbeit.
Bei viel Alkohol wurde ich müde was ich ja auch erreichen wollte ich konnte Schlafen/Abschalten ohne über Probleme nachzudenken.

14. Gab es kritische Hinweise Anderer auf Ihren Alkoholkonsum und wie haben Sie darauf reagiert?

Ja meine Frau meine Mutter und meine Kinder haben mich häufiger darauf hin angesprochen. Was ich jedoch mit Ausreden abgetan habe.
Ich trinke doch nur wenn ich frei habe, ich kann ja jederzeit aufhören ihr seht ja das ich wenn ich Arbeiten gehe nichts trinke.

15. Welche Auswirkungen und Folgen hatte Ihr Alkoholkonsum auf Ihr Leben und Ihr Umfeld?

Ich habe mich immer mehr isoliert, von meiner Familie und Freunden. Auch gegenüber meinen Kindern. Termine und Absprachen hielt ich immer seltener ein.
Irgendwie war es mir selber peinlich, aber ich konnte/wollte es mir auch nicht eingestehen.

Auf Arbeit habe ich immer mehr Sachen angenommen und auch erledigt nur um nicht aufzufallen.
Was ich mir ebenfalls nicht eingestehen wollte das meine Gesundheit auch immer mehr zu wünschen übrig lies.
Ich stellte dann sogar die Berufliche Anerkennung vor die Private, was ja auch kein Wunder wahr so unzuverlässig wie ich im Privaten Bereich geworden bin.

16. Gab es in Ihrem bisherigen Leben frühere Zeiten, in denen sie weit mehr Alkohol als heute getrunken haben?
Wenn ja, nennen sie bitte die Lebensabschnitte und mögliche Ursachen und Umstände dafür.

Ja von 1986-2010
In der Zeit war ich als Bauleitender Monteur für Großprojekte zuständig, und habe den Alkohol zum Stressabbau genutzt.
Das Bedeutete für mich nach der Arbeit abschalten zu können und nicht an den nässten Tag zu Denken und Schlafen zu können ohne sich den Kopf zu zerbrechen.
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  #7  
Alt 22.06.2019, 10:39
Steffen11 Steffen11 ist offline
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Beiträge: 28
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17. Haben sie jemals die Kontrolle über ihre Trinkmenge verloren und bis zur Volltrunkenheit Alkohol konsumiert?

Nein mein Ziel war zu Schlafen ohne zu grübeln. Natürlich war ich auch betrunken aber ich habe am nässten Tag immer gewusst was ich gemacht habe.


18. Haben Sie früher schon einmal oder öfter über einen längeren Zeitraum bewusst und mit Absicht völlig auf den Genuss von Alkohol verzichtet?

Vor 2008 nein.
Ab 2010 nach mehrmonatiger Stationärer Behandlungen in unterschiedlichen Einrichtungen bis Januar 2016
08.2009 Qualifizierte Entgiftung 3 Wochen Helios Klinik
11.2009-02.2010 Stationäre Entwöhnung Luzin Klink
03.2010-06.2010 Adaptionshaus Berlin


19. In welcher Kategorie von Trinker haben sie sich früher gesehen und wie stufen Sie sich heute rückblickend ein?
(mit Begründung)

Früher als Genusstrinker (habe ich mir zumindest eingebildet)
Ich hatte es ja unter Kontrolle und habe ja nur WE getrunken.
Heute rückblickend als Alkoholiker.
Was mich heute so Ärgert ich habe es wirklich geklaubt und nicht für wahr gehalten.

Heute und in Zukunft

20. Trinken Sie heute Alkohol? Wenn ja, was, wie viel und wie oft?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)
nein seit 09.04.2017 nicht mehr

21. Wann haben Sie zuletzt Alkohol getrunken?
09.04.2017

22. Trinken sie gelegentlich alkoholfreies Bier?
nein













23. Warum trinken Sie heute Alkohol/keinen Alkohol?

Ich habe begriffen dass ich nicht mit Alkohol umgehen kann.

Außerdem geht es mir ohne sehr viel besser. Das Verhältnis zu meiner Frau und meinen Kindern ist so gut wie selten vorher.
Der Umgang mit Freunden und Bekannten hat sich sehr zum positiven Entwickelt, man kann sich wieder auf mich verlassen. Die Unternehmungen mit der Familie haben wieder sehr zugenommen. (man blamiert sich eben nicht mehr mit mir)
Das Ganze hat auch mir sehr gut getan, ich bin sehr viel Entspannter und ruhiger geworden.
Da ich keine Arbeit mehr mit nach Hause nehme ist dafür auch viel mehr Zeit da, welche ich auch sehr intensiv Nutze.
Ich nehme mir wieder Zeit für mich, geniese meine Hopys und das alles ohne mich selber unter Druck zu setzen.
Wenn etwas heute nicht fertig wird dann eben morgen.
Die Begegnungen mit anderen Menschen haben für mich eine neue Bedeutung und Qualität gewonnen. Ich kann offen und interressiert auf Andere zu gehen, ich brauche mich nicht länger verstecken und kann einfach ehrlich sein. Ich empfinde meine Sucht nicht mehr als Schande oder Makel, sondern als Teil meines Lebens.

24. Warum haben Sie das Trinken reduziert bzw. aufgegeben und warum nicht schon eher?

Ich habe akzeptiert das es eine Krankheit ist die man nicht heilen kann.
Was mir nicht leicht gefallen ist, und mir auch nur mit Hilfe eines Therapolden gelungen ist.
Durch die Aufarbeitung mit Herrn XXX wurde mir klar das ich viel zu unehrlich zu mir selber war, und eigentlich nur den Weg des geringsten Wiederstandes gehen wollte.
Das was er mir aufzeigte das ich auch an mich selber Denken muss und nicht nur an andere das dieses ein Punkt ist an dem ich bis dahin 0 gearbeitet habe ein wichtiger Grund für mein Verhalten und dem Umgang mit Alkohol war.
Genau wie das Akzeptieren der Krankheit, das es keine Heilung gibt sondern man diese nur stoppen kann.

Mein Rückfall 2016 hat mir dabei auch sehr geholfen, bis dahin war ich der Meinung ich habe es geschafft.
Nie hätte ich gedacht wie schnell es geht nach 5 Jahren wieder zu trinken und sich selber einzureden es ist doch alles ok.











25. Wie haben Sie die Änderung Ihres Trinkverhaltens erreicht und dabei die Umstellungsphase erlebt?

Am Anfang war ich mir nicht sicher, daher habe ich mit meiner Hausärztin gesprochen und Ihr meine Situation erklärt.
Dass ich eine stationäre Therapie für nicht erfolgreich halte da ich unter Kontrolle eh nichts trinken würde, eine ambulante jedoch versuchen will da ich mich da in meinem gewohnten Umfeld befinde.
Und ich genau darin das Problem sehe mit dem ich klarkommen will.
Mit Ihrem Einverständnis habe ich mir eine Stelle gesucht. Wo ich auch sofort anfangen konnte.
(Ambulante Therapie wöchentliches Gruppengespräch 100 min 14tägiches Einzelgespräch 50 min.)
Die ersten Wochen waren nicht einfach, die Gewohnheit am WE zur Flasche zu greifen hat mir eigentlich am meisten zu schaffen gemacht.
Ich habe mir dann Beschäftigungen gesucht. Mit Hilfe meines Sohnes mein altes Hobby wieder aufleben lassen. (Schrauben/Basteln).
Die Unterstützung durch Gespräche mit meiner Frau sind auch sehr wichtig und Hilfreich.
Bin viel Wandern gegangen mit meinem Hund. Dadurch wurde es immer besser die Gewohnheit ließ nach.
Nach einiger Zeit konnte ich auch wieder gut schlafen. Das Essen fing wieder an zu schmecken, und ich begann auch wieder selber zu Kochen.
Ganz wichtig sind mir auch die wöchentlichen Gruppengespräche und 14tägigen Einzel bei dem Therapeuten geworden welche mir sehr helfen eine zufriedene und stabile Abstinenz aufzubauen.

Zurzeit arbeite ich verstärkt daran für mich wieder privat mehr Zeit zu haben, dazu muss ich mich von den ganzen zusätzlichen Verpflichtungen die ich mir auf Arbeit selber auferlegt trennen was mir auch ganz gut gelingt.
Ich musste auch lernen mal nein zu sagen, das gehört für mich zu einer zufrieden Abstinenz dazu.

26. Wie wirkt sich Ihr geändertes Verhalten auf Sie, Ihr Leben und Ihr Umfeld aus?

Bei meiner Familie Durchweg positiv.

Ich habe ein höheres Selbstvertrauen entwickelt, mir geht vieles leichter von der Hand.
Ich brauche niemand mehr etwas zu beweisen, ich weiß was ich kann und mit dem Wissen brauche ich mich nicht zu verstecken.
Ausserdem bin ich geduldiger und Sorgfältiger geworden, dadurch dauert zwar manches etwas länger was mich nicht mehr stört. (Wenn jemand meint er kann es schneller dann Bitte)

Entscheidungen egal ob positiv oder negativ schiebe ich nicht mehr vor mir her sondern versuche Sie zu lösen auch wenn ich dabei Hilfe brauche. Es ist keine Schande etwas nicht zu Wissen bzw. zu können.

Mit Misserfolgen gehe ich offener um und versuche eine Lösung zu finden auch wenn Diese nicht immer meinen Vorstellungen entspricht.

Durch mein zielbewussteres Auftreten hat sich auch in meiner Arbeit einiges geändert, die Kollegen habe begriffen das ich gern mit Rat und Tat zur Seite stehe aber mich nicht mehr ausnutzen lasse.

Auch Gesundheitlich geht es viel besser, ich gehe regelmäßig zu den Vorsorge Untersuchungen und wenn da mal was unklar ist lasse ich es gleich Abklären.


27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?

Ich fühle mich sehr wohl, aber durch meinen Rückfall 2016 musste ich begreifen dass diese Krankheit nicht Heilbar ist.
Und auch das sich das Suchtgedächtnis sich nicht löschen lässt.
Probleme lassen sich nicht wegtrinken die verschiebt man nur, diese gleich anzugehen und zu lösen sehe ich als wichtig an.
Für mich ist auch wichtig gelernt zu haben dass Hilfe zu suche und anzunehmen keine Schande ist, man muss nicht alles alleine mit sich ausmachen.
Ich sage auch mal nein wenn ich keine Lust habe oder selber etwas vor habe.
Nach Abschluss meiner Therapie werde ich wieder meine SHG im Ort besuchen was zur Zeit leider nicht möglich ist, da es sich mit den Sitzungen überschneidet.
Das ist für mich zu einem wichtigen Bestandteil meiner Abstinenz geworden. Da man sich dort über Erfahrungen anderer im Umgang mit der Krankheit austauschen kann.
Zur Zeit nutze ich noch das Angebot der ambulanten Therapie zur Unterstützung der Reintegration und Stabilisierung neuer Verhaltensgewohnheiten. (Nachsorgecharakter)


28. Können Sie sich vorstellen, jemals wieder in Ihre alten Gewohnheiten zurückzufallen?
(Ja/Nein + Begründung,) ->Hintergrund der Frage ist, welche Umstände können dazu führen, dass Sie wieder
in alte Gewohnheiten zurückfallen würden, wie merken sie das und was tun sie dagegen?<-

Ja kann ich. Das habe ich mir ja selber bewiesen.

Bei innerer Unruhe hilft es mir z.B. mit dem Hund rauszugehen. Auf jeden Fall etwas tun,
nicht einfach abwarten und Denken es passiert nichts, wäre mein größter Fehler.
Bei den geringsten Anzeichen suche ich sofort Hilfe bei meiner Frau meinen Kindern oder meinem Besten Freund (kennen uns seit über 40 Jahren) um mit Ihnen zu reden.
Eine dieser Personen ist immer erreichbar.
Weiterhin habe ich eine Liste mit Telefonnummern immer bei mir welche ich auch jeder Zeit anrufen kann.
Auf der Telefonliste sind die Nummern meiner Frau meine Kinder des Therapolden und der Suchthilfe

29. Wie wollen sie in Zukunft das Trinken vom Fahren trennen?

Ich lebe Abstinent.

30. Haben Sie zum Abschluss noch etwas hinzuzufügen?

nein
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