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  #1  
Alt 20.11.2017, 22:16
prinseneiland prinseneiland ist offline
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Standard ABV Nachforderungen

Die ABV hat einem Bekannten von mir jetzt die Rechnung für eine nicht angetretene MPU in 2014 gesendet und bietet einen Nachlass von 150 Euro bei Sofortzahlung in 2017 - also vor etwaiger Verjährung - an. Er soll sofort 273 Euro bezahlen, weil er damals den Begutachtungsauftrag erteilt hätte ( mit der Aktenübersendung durch die Behörde).
Der Freund war nie dort in der Stelle vor Ort, hatte auch nie einen Termin ausgemacht und hat unerledigterweise später sich nicht mehr gemeldet.
Die ABV droht nun, dass in ähnlichen Fällen ihre Gegner vor Gericht unterlegen seien und es ratsam sei, den Betrag zu zahlen.
Das kann doch nicht war sein.
Was meinen die Spezialisten denn hier dazu bitte?
Grüsse
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  #2  
Alt 21.11.2017, 00:45
falo999 falo999 ist offline
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Registriert seit: 20.03.2014
Beiträge: 1.153
Standard

Warum ist es immer die ABV wenn es Theater mit den Rechnungen gibt?

Ob die Forderung rechtens ist läßt sich werden sich hoffentlich noch die Experten melden.
Rein Instinktive würde ich die Komplettforderung als nicht rechtens ansehen , wohl aber das die ABV einen Teil gelten machen kann schließlich hat sie durch deinen Freund auch Kosten wie z.B: AktenPflege, Rechnungserstellung, Rücksenden der Akte.


Ich würde ein Angebot machen das die ABV eine neue Rechnung erstellt über z.B: 80€ für die Unkostenerstattung der nicht stattgefundenen Begutachtung, und sollte sie darauf nicht eingehen soll die ABV bitte das gerichtliche Mahnverfahren anstrengen und man klärt das vor Gericht.

Ich kann mir nur schwer vorstellen das ein Richter nach so einen Angebot der ABV die gesammte Summe zuspricht.

Auf keinen Fall würde ich irgentwelche Summen ohne eine neue schriftliche Rechnung bezahlen, die ABV ist so Geldgeil das die am ende doch noch die gesammte Forderung eintreiben will.

Alternative kannst du natürlich auch nichts machen oft ist das ganze nur
Drohgebähren.
Weil ich wiegsagt keine Chance für die ABV sehen den ganzen betrag zu bekommen anders würde es aussehen wenn es einen MPU Termin gab und man zu dem einfach nicht hingegangen ist.
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  #3  
Alt 21.11.2017, 13:38
Kai R. Kai R. ist offline
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Standard

Zivilrechtlich hat die Prüfstelle Anspruch auf die komplette Gebühr einschließlich ihres Gewinns. Sie müssen sich aber alles gegenrechnen lassen, was sie an Kosten eingespart haben.

Da wird es problematisch, weil sie natürlich argumentieren werden, dass die Gutachterzeit reserviert war und nicht anders genutzt werden konnte. Ich sehe das Angebot, 150.- € zu erlassen als durchaus realistisch an. Ist die Frage, ob man wegen weiterer ca. 90.- € hin oder her die Gerichtsverhandlung auf sich nehmen will.
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  #4  
Alt 21.11.2017, 15:29
falo999 falo999 ist offline
MPU Profi
 
Registriert seit: 20.03.2014
Beiträge: 1.153
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Zitat:
Zitat von Kai R. Beitrag anzeigen
Zivilrechtlich hat die Prüfstelle Anspruch auf die komplette Gebühr einschließlich ihres Gewinns. Sie müssen sich aber alles gegenrechnen lassen, was sie an Kosten eingespart haben.
Das ist für mich ja die große Frage so wie ich das verstanden habe wurde ja keinerlei Vertrag/Schriftstück von der ABV abgeschlossen/unterschrieben.
Sondern nur die Aufforderung der FSST zur MPU wo dann halt die ABV angegeben wurde.
Und ob dieses FSST Schriftstück schon reicht für die Forderung wäre halt die Frage .
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  #5  
Alt 21.11.2017, 15:52
Kai R. Kai R. ist offline
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Registriert seit: 07.02.2008
Beiträge: 2.557
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wenn es keine Beauftragung gegeben hat, dann natürlich nicht, dann ist die Forderung gegenstandslos. Die FSSt kann sicher nicht stellvertretend eine Begutachtung beauftragen.
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  #6  
Alt 21.11.2017, 18:06
minilee minilee ist gerade online
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Beiträge: 3.374
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Zitat:
Das ist für mich ja die große Frage so wie ich das verstanden habe wurde ja keinerlei Vertrag/Schriftstück von der ABV abgeschlossen/unterschrieben.
keine Terminvereibarung = kein Geld für die ABV, es fehlt schlicht an einem geschlossenem Vertrag...

Zitat:
Und ob dieses FSST Schriftstück schon reicht für die Forderung wäre halt die Frage .
nein, das reicht allenfalls für die Portokosten der Aktenrücksendung an die Fsst...
__________________
Das Leben wird vorwärts gelebt, aber nur rückwärts verstanden...
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  #7  
Alt 21.11.2017, 22:13
prinseneiland prinseneiland ist offline
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Registriert seit: 20.04.2016
Beiträge: 3
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Soweit ich weiss, gehen doch ohnehin ca. 50 Prozent der Akten allgemein bei den MPU Stellen mangels Zahlungseingang zurück an das Amt.
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  #8  
Alt 12.12.2017, 18:47
Annaindia Annaindia ist offline
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Registriert seit: 12.12.2017
Beiträge: 1
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Hallo prinseneiland! Gibt es bei dir Neuigkeiten? Hast du irgendwie auf das Schreiben reagiert? Wir haben heute scheinbar genau das gleiche bekommen und überlegen nun wie wir vorgehen. Würden uns freuen von dir zu hören!
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