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  #31  
Alt 16.02.2017, 21:18
Benutzerbild von Alana
Alana Alana ist offline
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Ja.

Du wirst in den nächsten Wochen einen Brief von der FSST bekommen, daß der Vorfall bekannt geworden und deshalb eine neue MPU angeordnet wird. Für diese Vorlage wird Dir eine Frist von vermutlich bis zu drei Monaten eingeräumt. Wenn Du zum Ende dieser Frist kein positives Gutachten vorlegen kannst, wird Dir die FE entzogen.
__________________
Liebe Grüße
Alana
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  #32  
Alt 16.02.2017, 21:25
Luwan Luwan ist offline
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Zitat:
aha, und wo ist die gesetzliche Grundlage dafür?
Allgemein- oder fremdgefährdentes Verhalten abzuwenden, beispielsweise im Falle einer Intoxikation, geistige Klarheit aber sonst vorausgesetzt werden kann. Hierfür reicht die Einweisung durch den Amtsarzt ggfs. notfalls aber durch Exekutivorgane, hierfür ist eine Unterbringung bzw. der Schutz (sei es räumlich oder medikamentös) in einem Zeitraum von < 24 Stunden zulässig.

Frag mich bitte nicht nach dem Paragraphen, ich kenne ihn nicht. Aber man kann auch bei der täglichen Flut an Betrunkenen nicht erwarten, dass jedesmal ein fachliches Gutachten und ein richterlicher Erlass erstellt wird. Die Leute werden ausgenüchtert und dann entlassen.

Ich spreche aus Erfahrung, weniger aus persönlicher sondern aus fachlicher. Und ich bin kein Psychiater. Das gilt genauso für den Besoffenen X der eine Platzwunde hat wie auch für jemanden mit 3 Promille der nicht mehr gehen kann.
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  #33  
Alt 16.02.2017, 21:27
AndreW1988 AndreW1988 ist offline
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Ok danke für die Info. Realistisch gesehen, habe ich irgendwie die Möglichkeit die MPU in der Zeit positiv zu schaffen? Wenn ich jetzt alles mögliche in die Wege leite? Oder kann ich mich von der FE bereits gedanklich verabschieden?
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1 TF am 08.07.2010 - 2,21 %
MPU 24.08.2011 TÜV Hessen Bielefeld - Positiv

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3 MPU ohne TF am 19.10.2017 - 2,02 % - Positiv
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  #34  
Alt 16.02.2017, 21:36
minilee minilee ist gerade online
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Zitat:
Zitat von AndreW1988 Beitrag anzeigen
Ok danke für die Info. Realistisch gesehen, habe ich irgendwie die Möglichkeit die MPU in der Zeit positiv zu schaffen? Wenn ich jetzt alles mögliche in die Wege leite? Oder kann ich mich von der FE bereits gedanklich verabschieden?
nein, du wirst mindestens 12 Monate AB Nachweis brauchen, wobei 6 Monate nach einer Therapie liegen müssen... alternativ ohne Thera, mindestens 15-18 Monate und eine gediegene Aufarbeitung inkl. SHG etc.. ...
__________________
Das Leben wird vorwärts gelebt, aber nur rückwärts verstanden...
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  #35  
Alt 17.02.2017, 03:18
AndreW1988 AndreW1988 ist offline
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Ich habe nochmal ausgiebig recherchiert und bin auf folgendes gestoßen:
"Nach § 13 FeV (Fahrerlaubnisverordnung) kann die Fahrerlaubnisbehörde ein ärztliches Gutachten (äG) anordnen, wenn Tatsachen den Verdacht auf eine Alkoholabhängigkeit begründen.

§ 13 Abs. 2 a - e ist zu entnehmen, wann ein medizinisches-psychologisches Gutachten erforderlich ist (MPU).

Dies ist der Fall, wenn

nach dem ärztlichen Gutachten zwar keine Alkoholabhängigkeit, aber Anzeichen für Alkoholmissbrauch vorliegen oder andere Tatsachen für einen Alkoholmißbrauch sprechen(...)"

Heißt das nicht das ich zunächst ein ärztliches Gutachten machen darf/muss? ( gelte ja als Abhängig) Wäre das nicht ausreichend?
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  #36  
Alt 17.02.2017, 03:29
octopussy octopussy ist gerade online
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Hallo Andre

Das ist ja wirklich sehr unglücklich bei dir gelaufen und ich kann sehr gut verstehen, dass du nach einem Strohalm suchst. Du gibst dir die Antwort eigentlich selbst: Bei dir liegt eine aktenkundige Alkoholabhängigkeit vor. Da macht ein FäG keinen Sinn, denn dieses soll ja nur klären, ob eine Abhängigkeit vorliegt.
So leid es mir für dich tut, aber es wird direkt zur MPU kommen. Hat dir doch die SB auch gesagt.

Kopf hoch, auch das schaffst du. Ich hatte bei meiner ersten TF ein Auto für 50000 € in den Graben gelegt. Kurz davor ein Haus gekauft, keine Kohle mehr und die Versicherung hat nicht bezahlt. Ich dachte, ich geb mir die Kugel. Irgendwie hab ich es doch hinbekommen. Manchmal kommt Hilfe von einer Seite, wo man es nie erwarten würde.

Ich wünsch dir alles Gute
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Liebe Grüße
Octopussy
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  #37  
Alt 17.02.2017, 03:35
AndreW1988 AndreW1988 ist offline
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Am meisten ärgert mich das ich idiot heute zur Fsst gegangen bin. Ich hatte ein Schreiben bekommen wo die meine fahreignung aufgrund der Suizidäußerungen prüfen wollten - von Alkohol war da nicht die Rede. Ich sollte den Entlassungsbrief aus der Klinik mitbringen, das habe ich auch brav getan (die bedenken bezüglich des Suizids wurden dort ausgeräumt) allerdings stand dort eben auch drin das ich 2,04 % AAK hatte und das ich 2012 in einer quaöigizierten Entgiftung war...als die Dame das gelesen hatte hat sie das Fass mit MPU aufgemacht. Sonst wäre es vielleicht weniger schlimm gewesen wenn ich nicht hingegangen wäre oder? Rückwirkend kann ich meine schriftliche Stellungnahme und den Entlassungsbrief nicht zurückfordern oder?

Ich muss einen weg finden sonst kann ich gleich aufgeben...
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  #38  
Alt 17.02.2017, 03:53
octopussy octopussy ist gerade online
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Das muss dich nicht ärgern. Die FSST hätte die Akte ziemlich sicher so oder so angefordert. Den Entlassungsbericht wollte die Dame ja auf jeden Fall sehen. Was hättest du denn tun sollen?
Ist jetzt schon rum um's Eck. Zurück fordern kannst du den Bericht nicht.

Versuch dich etwas zu entspannen, aufgeben ist doch keine Option. Ich weiß schon, das ist mega schwer, und du siehst jetzt nur noch schwarz. Glaub mir, ich kenn das.

Ich möchte dir jetzt nicht zu viel Hoffnung machen, aber ich meine neulich von einem ähnlichen Fall gelesen zu haben, wo die FSST. auf einen Entzug unter Auflagen verzichtet hat. War aber, glaube ich, bei Drogen. MPU kam trotzdem, aber eben ohne die FE zu entziehen, bzw. die Frist entsprechend lang festzusetzen.

Ganz wichtig ist jetzt, den Konsum sofort einzustellen. (Falls noch nicht geschehen)

Wann war denn dein letzter Konsum, und wie lang sind deine Haare? Sind sie unbehandelt?
__________________
Liebe Grüße
Octopussy
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  #39  
Alt 17.02.2017, 05:07
AndreW1988 AndreW1988 ist offline
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Echt? Das wäre meine Rettung wenn ich die FE unter Auflagen behalten dürfte... letzter Konsum war am 19.1.17 (der Vorfall mit der Klinik) - haare sind unbehandelt und für ETG Screenings lang genug...

Ich muss hoffen das ich weiter Mobil bleibe... täglich 100 km pendeln (hin und zurück) und gerade den festen Arbeitsvertrag bekommen (letzte Woche).
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  #40  
Alt 17.02.2017, 08:26
MrMurphy MrMurphy ist offline
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Hallo

Ich sehe das leider nicht so optimistisch wie octopussy.

Wenn auf den Entzug verzichtet wird handelt es sich um begründete Einzelfälle und um Ersttäter.

Du hast jedoch schon zwei MPU hinter dir und dabei jedesmal versprochen deine Trinkgewohnheiten zu ändern, spätestens bei der zweiten mit Abstinenz. Und zwar für den Rest deines Lebens, jeden Tag 24 Stunden, vollkommen unabhängig davon ob du fährst oder nicht.

Wenn du bei deiner Vorgeschichte wieder trinkst ist die Gefahr eines Kontrollverlustes zu groß und damit auch die Gefahr, wieder betrunken zu fahren.

Deshalb muss die Führerscheinstelle bereits tätig werden wenn sie erfährt, dass du wieder getrunken hast. Ob du gefahren bist oder nicht spielt dann keine Rolle mehr und bei Abstinenz ist die Grenze eindeutig.

Die Tätigkeit der Führerscheinstelle ist rechtlich keine Strafe für dich (auch wenn du die Folgen natürlich so empfindest), deshalb muss dir auch kein exakter Wert nachgewiesen werden.

Auch ungeeichte Geräte würfeln ihre Ergebnisse nicht aus. Zumeist zeigen sie sogar einen geringen Wert als vorhanden an.

Zitat:
Heißt das nicht das ich zunächst ein ärztliches Gutachten machen darf/muss?
Nein, bei äG geht es darum zu erkennen, ob überhaupt ein Drogenproblem vorliegt. Das ist bei dir jedoch schon geklärt, sonst hättest du gar nicht zu den bisherigen MPU antreten müssen.

Gruss

MrMurphy
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