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  #71  
Alt 17.02.2019, 17:35
MrMurphy MrMurphy ist gerade online
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Hallo

Es wäre schön wenn du bei deinem ersten Thema bleiben würdest.

Grundsatz: 1 Teilnehmer = 1 Thema

Außer es handelt sich um einen komplett neues Thema, das sehe ich aber nicht.

Gruss

MrMurphy
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  #72  
Alt 18.02.2019, 10:17
hammerhai hammerhai ist offline
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Guten Morgen ,

ich habe meinen überarbeiteten FB unter der Rubrik Fragebögen eingestellt.
Es wäre nett , wenn der ein oder andere mal darüber schauen könnte.
Meine MPU möchte ich in etwa 4 Wochen antreten.Ich habe mich mich für die AVUS Kassel entschieden.

VG
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  #73  
Alt 18.02.2019, 19:33
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Mainzelmännchen Mainzelmännchen ist offline
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Zitat:
Zitat von hammerhai Beitrag anzeigen
Guten Morgen ,

ich habe meinen überarbeiteten FB unter der Rubrik Fragebögen eingestellt.
Es wäre nett , wenn der ein oder andere mal darüber schauen könnte.
Meine MPU möchte ich in etwa 4 Wochen antreten.Ich habe mich mich für die AVUS Kassel entschieden.

VG
Hi, da gehört er leider nicht hin... sondern hier in Deinen Thread. Schreib bitte einen Mod an, damit das verschoben wird.

Gruß
__________________
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  #74  
Alt 18.02.2019, 19:44
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Alana Alana ist offline
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Oder kopier ihn einfach hier hin ...
__________________
Liebe Grüße
Alana
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  #75  
Alt 18.02.2019, 20:16
hammerhai hammerhai ist offline
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ich kopiere Ihn , danke für den Hinweis.

VG
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  #76  
Alt 18.02.2019, 20:29
hammerhai hammerhai ist offline
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Standard Überarbeiteter FB Fragestellung VR mit TF 1,37% BAK

Überarbeiteter FB Fragestellung VR mit TF 1,3% BAK
Was ist passiert?
(1. Teil - hier geht es um den Zeitraum bis zur Tat, alles was Ihr an Änderungen unternommen habt gehört in den 3. Teil)

Warum sind Sie hier?

Sehr geehrte/r Frau / Herr
Ich bin hier auf Anordnung der Fsst ------ , um mit Ihrer Hilfe meine Eignung zum führen von Kraftfahrzeugen überprüfen zu lassen.

Wie viele Verstöße hatten sie? (Alle, nicht nur die amtlichen)
Verstöße pro Fahrt x Fahrten pro Jahr x Führerscheinjahre = ca. 300-400


Was waren das für Verstöße?
(möglichst Datum und zu welcher Tageszeit-je genauer, desto besser)

amtlicher Verstoß wegen Geschwindigkeitsüberschreitung im Jahre 2009 , damaliges Fahrverbot
für 4 Wochen , 1 Punkt und 250 Euro Strafe.

Trunkenheitsfahrt am 3.4.18 mit 1,37 % Promille , 1000 Euro Strafe , 10 Monate Sperrfrist

Verdacht des Fahren ohne FS am 4.3.18 , eingestellt nach §154 am 8.8.2018

Auf der Autobahn ca. 10 Km/h schneller als erlaubt , ca. 15 mal pro Jahr

Parkticket abgelaufen

ca. 20 mal geblitzt

Was hätte passieren können bei den jeweiligen Delikten?

Jede Geschwindigkeitsüberschreitung beeinflußt den Bremsweg des Fahrzeuges und die Reaktionszeit des Fahrer´s und gefährdet zu dem andere Verkehrsteilnehmer und Fussgänger. Diese Faktoren sind entscheidend , ob es zum Unfall kommt oder nicht.
Bei einer Trunkenheitsfahrt ist das Wahrnehmungsvermögen und die Reaktionszeit erheblich gestört.Die mögliche Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer und der eigenen Gesundheit vervielfacht sich je nach Blutalkoholgehalt um ein mehrfaches.

Was ist ihrer Meinung nach im Straßenverkehr besonders wichtig?

Vorausschauend zu fahren , sich an die Verkehrsregeln zu halten und andere Verkehrsteilnehmer nicht zu gefährden.Verkehrsregeln schützen uns gegenseitig voreinander , nur wenn sich jeder daran hält funktioniert es auch.Ein Fahrzeug unter Einnahme berauschender Mittel zu führen ist nicht tragbar und dafür gibt es auch keine Entschuldigung.


Warum ist es passiert?

(2. Teil - soll die Motive erklären, warum alles so gekommen ist)

Wie konnten so viele Verstöße zusammenkommen?

Die Autofahrt unter Alkoholeinfluß führte ich einige Stunden nach einem letzten Telefonat mit meiner ehem. Lebensgefährtin , es kam zum großen Streit.Ich war nach dem Telefonat mit der Situation überfordert , hatte große Verlustängste. Ich hatte zu Hause keinen Alkohol und bin deshalb in den Keller meiner Einliegerwohnung.Dort standen zwei Bier und eine Flasche Wein.Ich nahm die zwei Bier und trank Sie , danach habe ich noch die Flasche Wein geholt , obwohl ich gar kein Weintrinker bin.Ich trank zwischen 2.00 und 5.00 Uhr mit dem Versuch meine Ängste zu bewältigen bzw. zu lindern und bin dann auf dem Sofa eingeschlafen.Ich bin so gegen 9.30 wieder aufgewacht und es ging mir nicht gut, wollte es wieder nicht wahr haben.Gegen 10.30 wollte zu Ihr zu fahren um nochmal zu reden und mich für mein Verhalten zu entschuldigen.Ich fuhr einfach los, ohne Verantwortungsgefühl und Selbstkontrolle, schlicht weg egoistisch mein Vorhaben durch zu setzen.Kurz darauf wurde ich auch schon raus gewunken , da ich nicht angeschnallt war.

Warum haben sie sich (immer wieder) so verhalten?

Mir war es in dem Moment egal, das ich durch mein Verhalten andere und mich gefährden könnte.Grund dafür war mein Egoismus das spontane Vorhaben durch zuführen.Die Angst , diese Frau zu verlieren ließ mich jegliche Selbstkontrolle verlieren.


Wie war Ihre Gefühlslage bei diesen Delikten, (während des Deliktes, bevor Ihr ermittelt wurdet)

Die Geschwindigkeitsüberschreitung resultierte aus einem Überholmanöver.Drei Fahrzeuge überholten einen langsameren vor uns fahrenden PKW, ich habe mich einfach der überholenden Gruppe angeschlossen und dachte mir , was die können kann ich auch.

Die Trunkenheitsfahrt verlief ohne das ich mir darüber Gedanken gemacht habe.Mit der Situation war ich komplett überfordert, wollte meine Interessen verfolgen ohne jegliche Rücksicht auf andere.
Zugegeben hatte ich einige hundert Fahrten unter Alkoholeinfluß , Beispielsweise unter Restalkohol
oder die für mich unbedenklich gehaltenen 2 Bier.

Zum Fahren ohne Führerschein kann ich Ihnen keine Angaben zu meiner Gefühlslage machen,da die gestellte Anzeige meiner Ex-Lebensgefährtin eine reine Behauptung ist und ich diese angebliche Fahrt nicht durchgeführt habe.Ich habe nach dem Führerscheinentzug kein Fahrzeug mehr geführt.
Es wurde von meiner EX Freundin Anzeige gegen mich erstattet, als Zeuge wurde ebenfalls Ihr EX Mann genannt.Meine anwaltliche Vertretung hat Zeugen und Fakten gegenüber der SA Fulda benannt,die mich im Hauptverfahren hätten entlasten können.Diese Möglichkeit wurde mir jedoch wegen der Einstellung nach §154 nicht gegeben.Ich habe jeweils eine eidesstattliche Erklärung des Autovermieters und der Person , die mein Fahrzeug vom „ Tatort „ entfernt hat dabei, die meine Angaben bei der SA Fulda belegen.Dies war auch nicht die einzigste Anzeige , es folgten Annäherungsverbot, Hausverbot, Nachstellung.Für mich war Ihr Verhalten nach 3 Jahren Beziehung nur schwer nachvollziehbar , da wir nie richtig gestritten haben und Sie die Beziehung beendete, da Sie keine gemeinsame Zukunft für uns beide sah.

Was haben Sie als Ursache für die Verstöße herausgefunden, hatten Sie dabei Hilfe?

Die Geschwindigkeitsüberschreitung überspitzt gesagt Gruppenzwang. Alle überholten , also machst Du mit.Auch das Gefühl der Überlegenheit durch meine Motorisierung am Fahrzeug war ausschlaggebend, schlichtweg überheblich.

Die Trunkenheitsfahrt war für mich eine Aneinanderkettung vieler Ursachen.Mental durch die Trennung angeschlagen, zu wenig Schlaf , Verlustängste und Verlust der Selbskontrolle.Keinen Gedanken über ein massives Fehlverhalten.Ich habe mit meiner Familie bzw. mit der Mutter meiner Tochter darüber gesprochen.Jeweils ein Beratungsgespräch beim TÜV Hessen und TÜV Thüringen , so wie ein Gespräch mit einem Verkehrspsychologen vor Ort.Das hat mir sehr geholfen.

Die Blitzer durch Unachtsamkeit , die abgelaufenen Parktickets einfach weil ich die Zeit falsch eingeschätzt habe und mir dachte . Die Paar Euro Strafe bringen Dich nicht um.


Wie schätzen Sie sich für die damalige Zeit als Fahrer ein?

Ich schätze mich als als ruhigen Fahrer ein ,der im Verkehr unauffällig mit schwimmt.Verkehrsteilnehmer zu provozieren liegt mir fern.Bis zur Fahrt unter Alkoholeinfluß hatte ich keine verkehrsrechtlichen Eintragungen.Die Trunkenheitsfahrt war ein absolutes Fehlverhalten und ist nicht zu entschuldigen.Ich war egoistisch , verantwortungslos und ohne einen Gedanken darüber zu verschwenden , das ich damit andere gefährden könnte.Entgegen meines sonstigen Verhalten im Strassenverkehr ein rücksichtsloses Arschloch.

Wie haben sie auf das Verhalten der Polizei reagiert nachdem sie gestoppt oder gelasert wurden?

Bei der Geschwindigkeitsüberschreitung habe ich mich ruhig und kooperativ verhalten, obwohl ich verärgert war , das ich raus gezogen wurde.

Die Trunkenheitsfahrt und die Konsequenzen ,die daraus für mich entstehen sollten habe ich nach dem stoppen durch die Polizei in dem Moment auf Grund meines Allgemeinzustandes erst richtig realisiert als wir zur Blutentnahme gefahren sind.Ich habe die Kontrolle jedoch ruhig über mich ergehen lassen.

Wie haben sie auf die ersten Verwarn- bzw. Bußgelder reagiert?
Ich habe die Bußgelder umgehend bezahlt, besondere Reaktionen habe ich nicht gezeigt,aber insgeheim hat einem das Geld schon weh getan, die Strafe für das fahren unter Alkohol war in dieser Höhe gerechtfertigt und ich habe dagegen auch keinen Widerspruch eingelegt.



Was hatten sie sich vorgenommen, um keine Vekehrssünden zu begehen?

Ich bin vor der Autofahrt unter Alkoholeinfluss und der Anzeige wegen FoF nicht negativ aufgefallen.Vor der Alkoholfahrt bin ich des öfteren nach zwei kleinen Bier Auto gefahren , aber nach dem dritten Bier ist das Auto stehen geblieben , wenn ich es dabei hatte oder wir haben uns ein Taxi genommen.
Ich habe mich nach der TF zum ersten mal mit dem Thema Alkohol und Konsumverhalten intensiv befasst und festgestellt , das der für mich als normal empfundene Konsum zu hoch und gesundheitsschädlich ist und beschlossen etwas zu tun.Für mich waren die Promillezahlen vorher eher abstrakt.Ich wußte nicht wie viel Gramm Alkohol in einem Bier enthalten ist und mit welchen Mengen man eine gewisse BAK erreicht.Ganz auf Alkohol verzichten wollte ich nicht, da mir ein Bier zugegeben einfach gut schmeckt. So habe ich mich für einen Konsumverhalten entschieden , das sich auf ausgesuchte Anlässe begrenzt.Ich habe mehrfach darüber nachgedacht was alles hätte passieren können , der Gedanke andere und mich dadurch zu gefährden oder verletzten zu können ist für mich schrecklich und geht mir heute noch durch den Kopf , zu mal ich selbst eine kleine Tochter habe, die auf öffentlichen Straßen Fahrrad fährt.Ich habe mit Ihr darüber gesprochen und erklärt warum ich keine Fahrerlaubnis mehr- und einen großen Fehler gemacht habe.Ich suche das Gespräch mit meiner Familie , Freunden und mache Entspannungsübungen , wenn es mal nicht wie geplant läuft um so einen Fehler nicht nochmal zu begehen.Der Führerscheinentzug hat mir gezeigt , das übermäßiger Alkoholkonsum das Problem nicht lösen kann , nein er hat es nur schlimmer gemacht.Einen Führerschein kann ich neu beantragen und unter Auflagen wieder erlangen.Für ein Menschenleben und dessen Gesundheit gibt es keinen Neuantrag und ich möchte nicht , das jemand durch mich im Strassenverkehr gefährdet wird.
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  #77  
Alt 18.02.2019, 20:31
hammerhai hammerhai ist offline
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Warum konnten sie ihre guten Vorsätze nicht einhalten?

Meinen Vorsatz , den Alkoholkonsum zu reduzieren halte ich bis heute sehr gut ein.Alkohol gehört nun nicht mehr automatisch zum Wochenende oder Grillabend.Ich habe den Konsum auf wesentliche Ereignisse reduziert wie z.B den 75. Geburtstag meines Vaters oder meinen eigenen Geburtstag. Dazu gehören auch Weihnachten , Sylvester oder runde Geburtstage.Die maximale Trinkmenge habe ich auf zwei Bier und 10 Anlässe pro Jahr festgelegt.Keiner ist gegen einen „ Rückfall „ versichert, jedoch habe ich nun gute Werkzeuge in der Hand.Bahnt sich ein Problem an , so kann ich jederzeit mit der Mutter meiner Tochter und meiner Schwester darüber reden.


Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Punktesammeln und bestimmten Ereignissen in ihrem Leben?

Die Trunkenheitsfahrt resultierte aus der Trennung meiner Lebensgefährtin, das hatte mir nach nach dem Telefonat mit Ihr einfach zugesetzt.Ich war psychisch angespannt , hatte Verlustängste.Anstatt das Gespräch zu suchen habe ich zur Bewältigung der Verlustängste zum Alkohol gegriffen und habe die Selbstkontrolle in diesem Moment verloren und mich hinter das Steuer gesetzt.


Wie hat Ihr Umfeld auf Ihr Verhalten reagiert?

Ich bin noch am gleichen Abend zu meinem Nachbarn und Freund und habe Ihm vom Führerscheinentzug erzählt.Ich habe mich geschämt und hatte Angst davor , es meiner Familie zu erzählen.Ich bin die ersten Tage sehr früh aus dem Haus und Abends erst spät wieder nach Hause , damit mich keiner sieht.Ich hatte tagsüber Busfahrpläne studiert , logistische Sachen bzgl. meiner Selbständigkeit mussten geklärt werden.Ich habe dann meine Familie eingeweiht , die waren natürlich erst mal schockiert und haben starke Kritik an meinem handeln geübt.Andererseits wurde mir aber auch sofort Hilfe angeboten und das war ein richtig gutes Gefühl.Wir haben uns dann bei mir getroffen und die TF durchgesprochen und was alles hätte passieren können.
Meine Schwester war stink sauer , wir telefonieren regelmäßig und Sie konnte nicht verstehen warum ich den Kontakt zu Ihr nicht gesucht habe ?
Nach und nach habe ich auch die restlichen Nachbarn informiert , auch Sie haben mir sofort Hilfe angeboten.Vom Entschluß des reduzierten Konsums habe ich erst mal nichts gesagt.Die Fragen dazu kamen automatisch , als ich beim ersten Grillabend mit den Nachbarn das angebotene Bier und das alkoholfreie Bier ebenso ablehnte.Ich habe dann zu der Ablehnung Stellung bezogen und Ihnen vorgerechnet , was 4 kleine Bier für eine BAK bewirken.
Ich denke am Anfang hielten Sie das für eine kurzfristige Phase , als ich jedoch im Dezember in der Sylvesternacht nur ein Bier und um 0.00 einen Sekt getrunken habe war wohl auch dem letzten klar,das ich das ernst meine.
Komischer Weise sind die Mutter meiner Tochter und ich nach fast 7 Jahren Trennung durch diesen Vorfall wieder enger zusammen gerückt.Sie unterstützt mich , wo Sie kann.
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  #78  
Alt 19.02.2019, 11:26
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Mainzelmännchen Mainzelmännchen ist offline
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Moin hammerhai,

sorry, dass ich das so drastisch sagen muss, aber das ist noch nichts. Es fängt bei der Frage nach den Verkehrsverstößen an. Da ist auch nach Verstößen gefragt, die nicht entdeckt wurden. Denk einfach mal an eine typische Fahrt zur Arbeit. Blinkst Du beim Abbiegen oder Spurwechsel immer, auch wenn keiner hinter Dir ist? Mal 'nen Bus an der Haltestelle überholt, bevor er stand? Wenn er stand, mit mehr als Schritttempo? Ladung immer vorschriftsmäßig gesichert? Mal bei gelb Gas gegeben, um die Kreuzung noch zu passieren? Auf der Autobahn nachts wirklich immer Strich 100 wenn 100 ist? Nie mal kurz aufs Handy geschaut während der Fahrt? Das kannst Du Deiner Oma erzählen. Ich habe null Punkte und abgesehen von meiner TF vor 12 Jahren habe ich 2 oder 3 Tickets wegen geringfügiger Geschwindigkeitsverstöße in fast 20 Jahren Führerschein und eine Hand voll Parktickets kassiert. Ich begehe aber pro Woche eine ganze Reihe unentdeckte Verstöße, wenn auch kleine, und meistens versehentlich. Der Kardinalsfehler ist zu sagen, dass die zwei aktenkundigen Verstöße, die Dir jetzt die MPU eingebracht haben, absolute Ausnahmefälle sind. Klar, Dein Fall ist ein Sonderfall, weil die falsche Verdächtigung dazukommt. Aber wenn Du kategorisch leugnest, eine ganze Menge Verkehrsverstöße begangen zu haben, war es das.

Und was die falsche Verdächtigung angeht, präsentierst Du das m.E. noch nicht richtig. Du bist da voll in der Defensive. Ich hatte Dir ja schon einmal etwas dazu geschrieben, wie ich das aufbauen würde. Du musst voll die Hosen runterlassen bezüglich der Schweinereien, die Du begangen hast, insbesondere betreffend die TF (wie Du das präsentierst, klingt für mich übrigens auch noch recht stark nach Rechtfertigung und nur oberflächlicher Ergründung, wie es dazu gekommen ist). Nur wenn Du hinsichtlich der wirklich begangenen Verstöße glaubwürdig bist, glaubt man Dir, dass das Fahren ohne nicht auf Deine Kappe geht. Es geht um Einsicht. Die Einsicht, dass Regeln einzuhalten sind. Von jedem. Immer.

Bei der Frage "Warum konnten sie ihre guten Vorsätze nicht einhalten?" ist nicht danach gefragt, was Du jetzt geändert hast, sondern danach, warum Du - obwohl Du schon mal Tickets z.B. wegen Speeding kassiert hast - Dich im Straßenverkehr nicht am Riemen gerissen hast, sondern mit Deiner TF sogar noch den krönenden Abschluss draufgesetzt hast. Wie gesagt, Du bist schon ein Sonderfall, weil Du nicht wie bei MPU mit Verkehrsfragestellung sonst üblich 10 Mal Punkte für Rasen bekommen hast. Aber so ein ganz unbeschriebenes Blatt bist Du nicht. Du wusstest doch, dass Du nicht mehr fahren darfst und hast es trotzdem gemacht.

Und eine Verhaltensänderung sehe ich bei Deiner Schilderung auch nicht so richtig. Das, was Du beschreibst, kommt alles von Dritten, nicht von Dir.

Du musst noch ein wenig in Dich gehen. Aber das kannst Du.
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  #79  
Alt 19.02.2019, 12:44
rüdscher rüdscher ist offline
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Hallo Hammerhai,

ich muss leider auch sagen, dass das ziemlich wenig ist. Hier mal ein paar Gedanken dazu:

Zitat:
Zitat von hammerhai Beitrag anzeigen
Warum sind Sie hier?

Sehr geehrte/r Frau / Herr
Ich bin hier auf Anordnung der Fsst ------ , um mit Ihrer Hilfe meine Eignung zum führen von Kraftfahrzeugen überprüfen zu lassen.
Genau, die böse FST, die nicht will dass du noch Auto fährst...
Ernsthaft?
Du bist da, weil du offensichtlich ungeeignet warst, ein KFZ zu führen, weil du dein Leben aber umgekrempelt hast, vieles aufgearbeitet und geändert hast, und nun diese Veränderung darstellen möchtest.

Zitat:
Auf der Autobahn ca. 10 Km/h schneller als erlaubt , ca. 15 mal pro Jahr
Parkticket abgelaufen
ca. 20 mal geblitzt
Das würde ich als GA als Verharmlosung werten. 130 statt 120 auf der Autobahn, mal zu weit links geparkt, und paar mal besoffen unterwegs, aber sonst ein anständiger Autofahrer?


Zitat:
Jede Geschwindigkeitsüberschreitung beeinflußt den Bremsweg des Fahrzeuges und die Reaktionszeit des Fahrer´s und gefährdet zu dem andere Verkehrsteilnehmer und Fussgänger. Diese Faktoren sind entscheidend , ob es zum Unfall kommt oder nicht.
Bei einer Trunkenheitsfahrt ist das Wahrnehmungsvermögen und die Reaktionszeit erheblich gestört.Die mögliche Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer und der eigenen Gesundheit vervielfacht sich je nach Blutalkoholgehalt um ein mehrfaches.
Da käme ich als GA mir verarscht vor. Abgesehen davon, dass es hier im Forum einen wesentlich besseren Fragebogen gibt, die Antwort klingt, als ob sie von Wikipedia kopiert wurde.

Zitat:
Verkehrsregeln schützen uns gegenseitig voreinander , nur wenn sich jeder daran hält funktioniert es auch.Ein Fahrzeug unter Einnahme berauschender Mittel zu führen ist nicht tragbar und dafür gibt es auch keine Entschuldigung.
War das je anders? Weil bisher hat dich das anscheinend auch nicht sonders interessiert...


Zitat:
Ich hatte zu Hause keinen Alkohol und bin deshalb in den Keller meiner Einliegerwohnung.Dort standen zwei Bier und eine Flasche Wein.Ich nahm die zwei Bier und trank Sie , danach habe ich noch die Flasche Wein geholt , obwohl ich gar kein Weintrinker bin.

Ich fuhr einfach los, ohne Verantwortungsgefühl und Selbstkontrolle, schlicht weg egoistisch mein Vorhaben durch zu setzen.Kurz darauf wurde ich auch schon raus gewunken , da ich nicht angeschnallt war.
Das war eher die Antwort auf "Was passierte am Tag deiner TF?".
Aber WARUM?


Zitat:
Mir war es in dem Moment egal, das ich durch mein Verhalten andere und mich gefährden könnte.Grund dafür war mein Egoismus das spontane Vorhaben durch zuführen.Die Angst , diese Frau zu verlieren ließ mich jegliche Selbstkontrolle verlieren.
Das ist ehrlich, soweit schon mal gut. Aber ist das ein grundsätzliches Muster? Wenn dir etwas wichtig ist, dann gelten keine Regeln mehr?


Zitat:
Die Geschwindigkeitsüberschreitung resultierte aus einem Überholmanöver.Drei Fahrzeuge überholten einen langsameren vor uns fahrenden PKW, ich habe mich einfach der überholenden Gruppe angeschlossen und dachte mir , was die können kann ich auch.
Sind die anderen Schuld? Einer fährt zu langsam, die anderen überholen auch, da konntest du ja nicht anders?

Zitat:
Die Trunkenheitsfahrt verlief ohne das ich mir darüber Gedanken gemacht habe.Mit der Situation war ich komplett überfordert, wollte meine Interessen verfolgen ohne jegliche Rücksicht auf andere.
Zugegeben hatte ich einige hundert Fahrten unter Alkoholeinfluß ,
Die TF "verlief" nicht. Du hast gesoffen, bist gefahren und aus. Verharmlose nicht.

Zitat:
Die Geschwindigkeitsüberschreitung überspitzt gesagt Gruppenzwang. Alle überholten , also machst Du mit.Auch das Gefühl der Überlegenheit durch meine Motorisierung am Fahrzeug war ausschlaggebend, schlichtweg überheblich.
Also in Zukunft nur noch maximal 75PS und nur wenn du alleine unterwegs bist oder wie?


Zitat:
Die Trunkenheitsfahrt war für mich eine Aneinanderkettung vieler Ursachen.Mental durch die Trennung angeschlagen, zu wenig Schlaf , Verlustängste und Verlust der Selbskontrolle.Keinen Gedanken über ein massives Fehlverhalten.Ich habe mit meiner Familie bzw. mit der Mutter meiner Tochter darüber gesprochen.Jeweils ein Beratungsgespräch beim TÜV Hessen und TÜV Thüringen , so wie ein Gespräch mit einem Verkehrspsychologen vor Ort.Das hat mir sehr geholfen.
Die TF war in allererster Linie (und danach kommt erstmal lange nichts) ein Ergebnis deines schlechten Umgangs mit Alkohol, inclusive einer antrainierten Gewöhnung.


Zitat:
Die Blitzer durch Unachtsamkeit , die abgelaufenen Parktickets einfach weil ich die Zeit falsch eingeschätzt habe und mir dachte . Die Paar Euro Strafe bringen Dich nicht um.
Sind dir Regeln egal? Es klingt so, das macht es schwierig in irgendeiner Form deine Alk-MPU zu schaffen, vor allem weil für dich eigentlich KT in Frage kommt, AB noch nicht notwendig wäre, aber KT besteht aus vielen kleinen Regeln...


Zitat:
Wie schätzen Sie sich für die damalige Zeit als Fahrer ein?

Ich schätze mich als als ruhigen Fahrer ein ,der im Verkehr unauffällig mit schwimmt.Verkehrsteilnehmer zu provozieren liegt mir fern.Bis zur Fahrt unter Alkoholeinfluß hatte ich keine verkehrsrechtlichen Eintragungen.Die Trunkenheitsfahrt war ein absolutes Fehlverhalten und ist nicht zu entschuldigen.Ich war egoistisch , verantwortungslos und ohne einen Gedanken darüber zu verschwenden , das ich damit andere gefährden könnte.Entgegen meines sonstigen Verhalten im Strassenverkehr ein rücksichtsloses Arschloch.
Etwas Einsicht, okay, aber oben schreibst du von deinem hochmotorisierten Auto und deinen Überholmanövern, und hier bist du auf einmal ein ruhiger Fahrer?

Zitat:
Ich habe mich nach der TF zum ersten mal mit dem Thema Alkohol und Konsumverhalten intensiv befasst und festgestellt , das der für mich als normal empfundene Konsum zu hoch und gesundheitsschädlich ist und beschlossen etwas zu tun.Für mich waren die Promillezahlen vorher eher abstrakt.Ich wußte nicht wie viel Gramm Alkohol in einem Bier enthalten ist und mit welchen Mengen man eine gewisse BAK erreicht.Ganz auf Alkohol verzichten wollte ich nicht, da mir ein Bier zugegeben einfach gut schmeckt. So habe ich mich für einen Konsumverhalten entschieden , das sich auf ausgesuchte Anlässe begrenzt.Ich habe mehrfach darüber nachgedacht was alles hätte passieren können , der Gedanke andere und mich dadurch zu gefährden oder verletzten zu können ist für mich schrecklich und geht mir heute noch durch den Kopf , zu mal ich selbst eine kleine Tochter habe, die auf öffentlichen Straßen Fahrrad fährt.Ich habe mit Ihr darüber gesprochen und erklärt warum ich keine Fahrerlaubnis mehr- und einen großen Fehler gemacht habe.Ich suche das Gespräch mit meiner Familie , Freunden und mache Entspannungsübungen , wenn es mal nicht wie geplant läuft um so einen Fehler nicht nochmal zu begehen.Der Führerscheinentzug hat mir gezeigt , das übermäßiger Alkoholkonsum das Problem nicht lösen kann , nein er hat es nur schlimmer gemacht.Einen Führerschein kann ich neu beantragen und unter Auflagen wieder erlangen.Für ein Menschenleben und dessen Gesundheit gibt es keinen Neuantrag und ich möchte nicht , das jemand durch mich im Strassenverkehr gefährdet wird.
Also KT, aber das wird schwer zu argumentieren, wenn du ein Problem mit Regeln hast, da ist noch nichts dabei, was irgendwie substantiell einen anderen Umgang mit Alk glaubhaft macht und auch nach Stabilität aussieht.

Im Gegenteil, deine Aussage
Zitat:
Einen Führerschein kann ich neu beantragen und unter Auflagen wieder erlangen.
klingt eher nach "Scheiss drauf, dann zahl ich das Ticket, danach ist wieder in Ordnung." Ich weiss, wie du das in dem Kontext jetzt gemeint hast, aber sorry, solche Aussagen sind dein Genickbruch in der MPU!


Zitat:
Meinen Vorsatz , den Alkoholkonsum zu reduzieren halte ich bis heute sehr gut ein.Alkohol gehört nun nicht mehr automatisch zum Wochenende oder Grillabend.Ich habe den Konsum auf wesentliche Ereignisse reduziert wie z.B den 75. Geburtstag meines Vaters oder meinen eigenen Geburtstag. Dazu gehören auch Weihnachten , Sylvester oder runde Geburtstage.Die maximale Trinkmenge habe ich auf zwei Bier und 10 Anlässe pro Jahr festgelegt.Keiner ist gegen einen „ Rückfall „ versichert, jedoch habe ich nun gute Werkzeuge in der Hand.Bahnt sich ein Problem an , so kann ich jederzeit mit der Mutter meiner Tochter und meiner Schwester darüber reden.
Das beantwortet weder, warum es damals nicht geklappt hatte, noch wie KT in Zukunft zuverlässig funktionieren soll. Du hast dir zwar etwas vorgenommen, aber was soll einen nun davon überzeugen, dass es funktioniert?


Zitat:
Die Trunkenheitsfahrt resultierte aus der Trennung meiner Lebensgefährtin, das hatte mir nach nach dem Telefonat mit Ihr einfach zugesetzt.Ich war psychisch angespannt , hatte Verlustängste.Anstatt das Gespräch zu suchen habe ich zur Bewältigung der Verlustängste zum Alkohol gegriffen und habe die Selbstkontrolle in diesem Moment verloren und mich hinter das Steuer gesetzt.
Das klingt mal nach ein Wenig Aufarbeitung, was hast du in Sachen Verlustängste unternommen?


Bei der MPU wird es um ein paar wesentliche Fragen gehen:
Was ist passiert?
Warum ist es passiert?
Warum wird es nicht mehr passieren?

Um das gut zu beantworten, brauchst du auch bei deiner noch relativ unspektakulären Promillezahl eine solide Aufarbeitung.
Schau dir mal den Fragebogen hier aus dem Forum an und schau mal nach FBs mit 5 Sternen und lies die mal durch. Dann bekommst du eine Vorstellung, was eine solide Aufarbeitung ist.

Aber, sorry wenn ich das so sage, so gibt es kein positives Gutachten.

viele Grüsse,
rüdscher
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  #80  
Alt 19.02.2019, 15:50
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Hallo rüdscher,

inhaltlich stimme ich Dir zwar zu, siehe meine Anmerkungen oben, sein Fall ist allerdings etwas speziell wegen der FoF-Sache, die er nicht begangen hat, die ihm aber bei der MPU angelastet wird. Seine Fragestellung beruht auch nicht auf Alkohol alleine, er hat eine verkehrsrechtliche. Da passt jetzt leider weder der Alk-Fragebogen noch der Punkte-Fragebogen so richtig. Ich bleib dabei, was ich schon ganz zu Anfang gesagt habe, beim Alk die Hosen runterlassen (allerdings jetzt natürlich auch nicht so, dass er sich ne Therapie und 1 Jahr AB einhandelt), dann ist da auch noch ne aktenkundige Geschwindigkeitsübertretung - auch hier, zugeben, dass er schon immer nach dem Motto "20 drüber gehen immer" gefahren ist. Hier muss der Eindruck entstehen, dass er die Wahrheit erzählt, denn nur dann glaubt ihm der GA, dass die FoF Geschichte in Wahrheit nie stattgefunden hat.

Bezüglich des Themas "Regeln sind mir egal" und KT - naja. Bei uns allen war es ja so, dass wir weder uns selbst noch den Alkohol vor der TF kontrolliert haben und - wenn ich mal für mich selbst spreche - uns das auch egal war. Der Lerneffekt war ja, dass ich eh nicht erwischt werde. Insofern würde ich jetzt mal nicht annehmen, dass der GA ihm KT nicht zutraut, weil er früher die Regeln gebrochen hat. Dann würde niemand mit KT durchkommen. hammerhai hat ne recht moderate Alkoholisierung gehabt, die nicht zwangsläufig für jahrelangen Missbrauch spricht. Die Menge mit 2 Bier und einer Flasche Wein erscheint mir für eine Fahrt mit Restalkohol und 1,43%o zwar etwas gering, aber so richtig Oberliga ist das noch nicht.

Alles hängt hier an der Impulskontrolle. Der vor mir ist langsam - überholen, auch wenn ich dabei zu schnell fahre. Ich hab zwar gesoffen, aber ich muss meine Freundin zur Rede stellen. Das kann man ja trainieren. Was er dazu gemacht hat, um den Wandel zu vollziehen, das will der GA wissen. Da ist das mit dem Trinken vielleicht gar kein schlechtes Beispiel: Früher: Impuls, keine Regeln für so eine Situation aufgestellt, saufen. Heute: Impuls, klare Regeln, kein Alkohol. Denn dass er im Straßenverkehr auch z.B. beim Tempo anders reagieren würde, kann er ja derzeit nicht beweisen. Flankierend Sport, autogenes Training, solche Dinge um negative Impulse zu kanalisieren.

Wichtig ist, dass er 100% glaubwürdig rüberkommt, sonst wird es negativ, weil er das Fahren ohne nicht zugibt.
__________________
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