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Alt 21.12.2011, 19:33
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Maja458 Maja458 ist offline
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Standard Auflagen Haaranlyse/Urinscreenings

Info:
Welche Anforderungen müssen Urinuntersuchungen erfüllen?


Damit Urinuntersuchungen bei einer MPU verwertet werden können, müssen Sie den Anforderungen, die in den Beurteilungskritierien (Hypothese CTU) entsprechen. Die u.g. Anforderungen gelten für Urinuntersuchungen zum Nachweis einer Alkoholabstinenz ebenso wie für Urinuntersuchungen zum Nachweis einer Drogenabstinenz.

Die CTU-Kriterien legen die Häufigkeit von Urinkontrollen (6 in 12 Monaten bzw. 4 in 6 Monaten), die Erhebungsbedingungen und die qualitativen Anforderungen an das untersuchende Labor fest. Die Anforderungen lauten (Auszug aus den Beurteilungskriterien1)

Die Termine des Kontrollprogramms sind unvorhersehbar

Die Urinabgabe im Rahmen eines Abstinenzkontrollprogramms erfolgt – nachvollziehbar dokumentiert – spätestens am Folgetag der Einbestellung

Die Abgabe einer Urinprobe erfolgt unter direkter Sicht eines Arztes oder verantwortlichen Toxikologen, so dass eine Gewinnung per vias naturales sichergestellt ist.

Es erfolgt eine Identititätsprüfung vor der Urinabgabe und diese wird dokumentiert.

Die Untersuchung findet in einem nach DIN ISO EN 17025 für forensische Zwecke akkreditierten Labor nach den Standards der GTFCh statt, ist als Abstinenznachweis oder Nachweis einer aktuellen Drogenfreiheit am Untersuchungstag verwertbar

Die Untersuchung umfasst alle relevanten Stoffgruppen (Cannabinoide, Opiate, Kokain(metabolite), Amphetamine (inl. Methamphetamin und Methylendiosyamphetamine), Methadon (bzw. EDDP) und Benzodiazepine. Bei Hinweis auf früheren Opiatkonsum erfolgt eine Erweiterung der Analysen bzgl. Buprenorphin, Tilidin und Tramadol.
Bei Urinuntersuchungen zum Nachweis einer Alkoholabstinenz erfolgt die Untersuchung auf Ethylglucuronid.
Die in den Beurteilungskriterien genannten Cut-off-Werte bzw. Bestimmungsgrenzen für chromatographische, identifizierende Verfahren werden eingehalten. Der Kreatininwert wird ermittelt.
Das beauftragte Labor verfügt über forensisch-toxikologische Erfahrung und wird verantwortlich von einem Arzt oder Naturwissenschaftler geleitet, der eine entsprechende Weiterbildung nachweisen kann. Durch eine Anerkennung als „Forensischer Toxikologe, GTFCh“ oder ggf. „Forensischer Chemiker, GTFCh“ gelten diese Anforderungen als nachgewiesen.

Das Labor ist nicht nur allgemein nach DIN ISO EN 17025 akkreditiert, bei der Akkreditierung wurden vielmehr auch spezielle Anforderungen an forensische Laboratorien anhand eines Leitfadens basierend auf den Richtlinien der GTFCh überprüft. Die Liste der akkreditierten Labore kann auf der Internetseite des Deutschen Akkreditierungsrats (www.dar.bam.de/ast/) eingesehen werden.

Der Bescheinigung über die Ergebnisse einer durchgeführten toxikologischen Analyse muss zu entnehmen sein, ob es sich um einen einzelnen Befund oder um einen Befund eines vereinbarten Pro-gramms mit mehreren Untersuchungen über einen definierten Zeitraum handelt. In diesem Fall muss der Bescheinigung eindeutig zu entnehmen sein, über welchen Zeitraum die Drogenkontrolle durchgeführt wird und ob die Befunderhebung lückenlos erfolgte.


Welche Anforderungen müssen Haaranalysen erfüllen?

Die Anforderungen an die Entnahme von Haarproben und deren Untersuchung sind denen, die an Urinuntersuchungen gestellt werden, vergleichbar. D. h.
  • Die Entnahme der Haarprobe erfolgt nach Identitätsprüfung.
  • Die Untersuchung findet in einem nach DIN ISO EN 17025 für forensische Zwecke akkreditierten Labor nach den Standards der GTFCh statt und ist als Abstinenznachweis verwertbar
  • Die Untersuchung umfasst alle relevanten Stoffgruppen (Cannabinoide, Opiate, Kokain(metabolite), Amphetamine (inl. Methamphetamin und Methylendiosyamphetamine), Methadon (bzw. EDDP) und Benzodiazepine. Bei Hinweis auf früheren Opiatkonsum erfolgt eine Erweiterung der Analysen bzgl. Buprenorphin, Tilidin und Tramadol.
    Bei Haaranalysen zum Nachweis einer Alkoholabstinenz erfolgt die Untersuchung auf Ethylglucuronid.
    Die in den Beurteilungskriterien genannten Cut-off-Werte bzw. Bestimmungsgrenzen für chromatographische, identifizierende Verfahren werden eingehalten.
  • Das beauftragte Labor verfügt über forensisch-toxikologische Erfahrung und wird verantwortlich von einem Arzt oder Naturwissenschaftler geleitet, der eine entsprechende Weiterbildung nachweisen kann. Durch eine Anerkennung als „Forensischer Toxikologe, GTFCh“ oder ggf. „Forensischer Chemiker, GTFCh“ gelten diese Anforderungen als nachgewiesen.
  • Das Labor ist nicht nur allgemein nach DIN ISO EN 17025 akkreditiert, bei der Akkreditierung wurden vielmehr auch spezielle Anforderungen an forensische Laboratorien anhand eines Leitfadens basierend auf den Richtlinien der GTFCh überprüft. Die Liste der akkreditierten Labore kann auf der Internetseite des Deutschen Akkreditierungsrats (www.dar.bam.de/ast/) eingesehen werden.
  • Die Einschätzung des überblickten Zeitintervalls erfolgt durch einen forensisch-toxikologischen Experten.

siehe auch: Anforderung an Abstinenznachweise Alkohol/Drogen Stand 2014
__________________
Liebes Grüßle Maja


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