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  #11  
Alt 26.03.2018, 08:12
kapomick kapomick ist offline
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Registriert seit: 18.04.2013
Beiträge: 5.608
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Man kann dir keinen Drogenkonsum nachweisen. In dubio pro reo, im Zweifelsfall für den Angeklagten. Dein äG ist für dich demnach positiv ausgefallen. Wenn sich die FSSt damit zufrieden gibt, dann bist du durch und hast es geschafft. Der Doc hat ja auch keine Bemerkung gemacht, dass er deine Aussagen für unglaubwürdig hält. Aber es kam schon durchaus vor, dass dann dennoch eine HA verlangt wurde. Wenn ich das recht im Kopf hab, war erst unlängst ein Fall hier, da wurde dann über die Verwendung von Achselhaaren spekuliert. Da ich aber aus der Alk-Ecke komme, hab ich das nur am Rande gelesen.
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  #12  
Alt 26.03.2018, 20:44
Benutzerbild von Alana
Alana Alana ist offline
MPU Profi
 
Registriert seit: 06.08.2011
Beiträge: 10.981
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Ganz so einfach sehe ich das im Augenblick nicht. Es kommt jetzt sehr auf deine FSST. Den zweiten Teil der Fragestellung hat die Ärztin nämlich unbeantwortet gelassen:
Zitat:
Ob XXX Betäubungsmittel im Sinne des Betäubungsmittel-Gesetzes oder andere psychoaktiv wirkende Stoffe im Sinne des StVG in der Vergangenheit einnahm, kann nicht fundiert bewertet werden."
Und hat auch gleich noch einen Hinweis mitgeliefert:
Zitat:
Eine Haaranalyse am Untersuchungstag hätte aufgrund einer Haarlänge von ca. 1 cm keine ausreichenden Zusatzerkenntnisse erbracht".
Leider kommt man in dieser Angelegenheit mit in dubio pro reo nicht weit, beim Gutachten gilt Mitwirkungspflicht. Bring das Gutachten persönlich vorbei und suche sachlich und freundlich das Gespräch. Vielleicht gibt sich die FSST trotzdem damit zufrieden.

Unter uns Pastorenkindern: Du hast dir die Haare ja nicht grundlos geschnitten. Deshalb wird das wohl mit den Achselhaaren nichts. Denn dort können Abbaustoffe deutlich länger als in Kopfhaaren enthalten sein. Auch der Wuchs selbst ist deutlich ungleichmäßiger. Lohnt sich also eigentlich nur bei Leuten, die ganz sicher nie konsumiert haben. Das Risiko ist bekannt und geht zu Lasten der Probanden.
__________________
Liebe Grüße
Alana
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  #13  
Alt 26.03.2018, 23:27
Benutzerbild von samuel
samuel samuel ist offline
Moderator
 
Registriert seit: 20.11.2004
Beiträge: 16.705
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Die Mitwirkungspflicht hat er ja durch die Urinkontrollen geleistet. Das seine Haare nicht lang genug sind kann ihn schließlich nicht angelastet werden.
__________________
Wer mich sucht, der findet mich als mpu-samuel bei eBay
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  #14  
Alt 31.03.2018, 11:54
Chase Chase ist offline
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Registriert seit: 05.02.2018
Beiträge: 6
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Vielen Dank für eure Hilfe! Ich finde es toll, dass ihr mir alle so freundlich und schnell dabei geholfen habt.

Ich habe, wie es mir Alana nahegelegt hat, das Gutachten persönlich vorbeigebracht und noch ein wenig mit dem Sachbearbeiter geredet. Er hat mich gefragt, was rausgekommen ist, und ich sagte ihm ganz ehrlich, dass die Ärztin mir nicht geglaubt hat. Dann schaute ich ihm tief in die Augen und sagte, dass ich ihm versichern kann, dass ich noch nie Drogen genommen habe. Er zeigte sich damit ganz zufrieden und meinte, ich höre von ihm dir Tage.

Schließlich bekam ich einen Brief, indem er keine Zweifel am Gutachten äußerte und das Gutachten als schlüssig erachtete. Das Verfahren wird fallen gelassen.

Abschließend kann ich sagen, dass es auf jeden Fall sinnvoll war, meine Haare abzurasieren. Die waren nämlich 12cm lang, und die Ärztin meinte auch im Gespräch, dass ich mich mit einer Haaranalyse entlasten könnte. Hätte ich da noch lange Haare gehabt... Danke an Samuel nochmals dafür!

Auch habe ich mich stets bemüht, einen guten Kontakt zum Sachbearbeiter in der Führerscheinstelle zu halten. Habe ihn gleich angerufen wenn ich Screenings hatte und immer gleich Bestätigungen mitgebracht. Darüber hinaus war ich auch sehr freundlich zu ihm wenn ich dort war. Fester Händedruck ist natürlich wichtig.

Danke nochmal an euch. Ohne euch wäre es sicher nicht so gu ausgegangen.

In Zukunft werde ich auf jeden Fall vorsichtiger sein. Würde mir schon leid tun, wenn ich den Gutglauben des Sachbearbeiters durch noch so einen Vorfall enttäuschen würde.
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