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  #1  
Alt 07.03.2019, 22:55
WalterWhite WalterWhite ist offline
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Beiträge: 57
Standard Meine Mpu Erfahrung bei der Pima

Mein Mpu Erfahrungsbericht bei der Pima.

Ich hatte meine Mpu am 7.3.19 bei der Pima. Ich habe mich intensiv anhand des Fragebogens (ausschließlich) hier im Forum vorbereitet und möchte heute mal meinen Tag bei der Pima schildern. Vorweg kann ich sagen, dass ich dieses Unternehmen nur empfehlen kann.

Die vergangen 6 Wochen (Zeit meiner Aufarbeitung) waren sprichwörtlich die Hölle für mich. Es ist schon recht fordernd, sich intensiv mit seiner Vergangenheit auseinanderzusetzen und zu ergründen, woher die eigenen Konsummotive rühren. Ich war wegen einer Trunkenheitsfahrt (Cannabis) zu einer Mpu verdonnert worden. Hier möchte ich einfach mal darauf hinweisen, dass der einzig sinnige Weg ist, sich mit seiner EIGENEN Geschichte zu befassen und nicht die Probleme von anderen zu ‚kopieren‘. Zudem musste auch ich im Zuge meiner Aufarbeitung lernen, dass es Sinn macht, einfach die Wahrheit zu sagen und sich keine Geschichte zurecht zu legen (Dies hatte ich, warum auch immer, bezüglich meiner Konsumhistorie / Konsumverhalten versucht und musste schnell feststellen, die Profis hier entlarven einen ziemlich schnell ). Ebenso schnell wird einen der Gutachter bei einer erfundenen Story entlarven. Das ist sein Job, er wird tagtäglich belogen und muss sich Märchen anhören, dementsprechend hoch sind seine Erfahrungswerte.

Vorweg sei gesagt, es ist (wenn man sich ausreichend vorbereitet) alles halb so wild und lange nicht so schlimm, wie man es sich vorher ausmalt. Es war meine erste Mpu (und hoffentlich die letzte) und ich habe bereits 14 Tage vor dem Termin kaum noch Schlaf gefunden. Durchatmen, es sind auch nur Menschen.

Ich hatte meinen Termin um 9:00 Uhr, bin um 8:45 im Institut aufgeschlagen. Bewaffnet war ich mit meinen Abstinenznachweisen, meiner Aufarbeitung in einer Mappe sowie 1,5 Liter feinstem Kaffee
Reinkommen, Anmelden und die Identität per Perso nachweisen. Dann einen Fragebogen bekommen (persönliche Angaben, Wann Führerschein gemacht, Wann erster Konsum, wann letzter Konsum etc.) Dies war nach 10 Minuten erledigt. Also den Bogen abgegeben und erstmal im Wartezimmer Platz nehmen (Kaffee).

Nach 15 Minuten öffnete sich die Tür, der Psychologe holte mich ab. Es war ein freundlicher Herr Mitte 50, nett und mit einem Lächeln auf dem Gesicht. Er erklärte mir, er ist auf die Wahrheit angewiesen, würde das Gespräch am Pc mitschreiben. Seine Fragen hielten sich sehr in Grenzen, ich habe viel selbst erzählt und er hat ab und an nachgefragt. Wichtig waren definitiv: Was wurde über welchen Zeitraum konsumiert (Er war begeistert, dass ich meine Historie in einzelne Stufen der Entwicklung eingeordnet habe), was hat der Konsum einem gebracht, Warum ist konsumiert worden (Motive!) sowie Entwicklung seit der Abstinenz und Vermeidungsstrategien. Im Grunde wollte er eine Problemeinsicht sowie eine klare Veränderung hin zum jetzigen Zustand hören (so zumindest meine Vermutung). Das Gespräch hat etwa 60 Minuten gedauert und ich hätte noch Futter für eine weitere Stunde gehabt. Einige die ich als Wichtig eingestuft hätte, sind überhaupt nicht zur Sprache gekommen (Anzahl berauschter Fahrten z.B). Es hat weder Fangfragen gegeben, noch hat der Psycho versucht mich zu provozieren o.ä.. Eine Prognose wollte mir der Psycho erst in einem Abschlussgespräch geben, wenn alles andere fertig sei. Ok, dann halt warten. Mein Gefühl war positiv.
Im Anschluss habe ich die Mitschrift ausgedruckt erhalten, um Korrektur lesen zu können. Es war alles Ok, ich konnte das getrost unterschreiben.

Dann wieder Warten. Nach 30 Min. wurde ich zum Reaktionstest abgeholt. Die Empfangsdame hat alles erklärt, mich dann an den Test-Pc gesetzt. Der Test war in 3 Teile gegliedert. Erster Teil: Bilder wurden für Eine Sekunde eingeblendet, man musste anschließend per Multiple-Choice ankreuzen, was man gesehen hatte (PKW, Fußgänger, Ampeln etc.) Das war relativ einfach. Teil 2 war der bekannte Test, bei welchem man farbige Knöpfe, Pedale etc. Schnellstmöglich drücken musste. Die Geschwindigkeit war phasenweise so enorm, dass ein Mitkommen nicht möglich gewesen ist (Absicht, ruhig bleiben!). Letzter Teil war eine Bilderstrecke, bei dem man 6 oben angezeigte Formen mit einer unteren vergleichen musste. War diese oben wieder zu finden: grüner Knopf, wenn nicht, roter Knopf. Das ganze dann auf Zeit, je schneller desto besser. Das war für mich persönlich der einzige Teil, der etwas Tricky war. Dennoch ist all das ohne Probleme machbar, ohne jegliche Vorkenntnisse! Und mal wieder: warten. Nochmals ca. 30 Min., bis der Arzt zur Untersuchung in der Tür stand.
Der medizinische Teil war kein Problem, Fragen zum Konsum (2 Wochen vor Auffälligkeit), Vorerkrankungen etc. Kein Finger an die Nase oder auf einem Bein stehen Mist. Dann Blutdruck und Puls gemessen und abschließend Urinabgabe. Der Arzt sagte dann, er sehe bei mir überhaupt keine Bedenken, würde ein positives Gutachten befürworten. Natürlich in sofern meine Urinprobe negativ sei. Dies hat er aber angenommen, da ich ja heute bereits Nachweise für 12 Monate Abstinenz vorlegen konnte.
Nun war es also geschafft, welch ein erleichterndes Gefühl. Nur noch warten auf das Finale Gespräch. Resümierend war die nun folgende Wartezeit von über einer Stunde das schlimmste am heutigen Tag. Nach ca. 80 min. holte mich dann der Psycho zum letzten Gespräch. Er sehe meine Aufarbeitung positiv, würde mir ein positives Gutachten ausstellen. Auch der Test und der medizinische Teil seien gut gelaufen und somit teilte er mir mit, mich in etwa 14 Tagen auf mein positives Gutachten freuen zu dürfen und mir damit meinen Führerschein wieder holen zu können. Natürlich unter Vorbehalt, dass mein Urintest negativ sei (was er sein wird).

Ich konnte es kaum fassen, habe mich extrem gefreut. Rückblickend war alles nur halb so wild wie vorher befürchtet, vor allem dank meiner intensiven Vorbereitung! Also liebe Mitleidende, wenn ihr euch gut vorbereitet und ehrlich seid, könnt ihr bei der Mpu eine relativ entspannten Tag verleben. Ich hoffe, evtl. dem ein oder anderen ein wenig die Angst nehmen zu können, da ich dieses Gefühl bestens nachvollziehen kann und mich vorher wirklich verrückt gemacht habe. Es ist alles machbar und es wird dort nur mit Wasser gekocht. Bringt euch allerdings Kaffee mit, ob die den dort mit Wasser kochen, ist anhand des Geschmacks nicht ganz klar

Eigentlich wollte ich den Bericht erst einstellen, sobald ich mein Gutachten erhalten habe, da man ja schon einiges gelesen hat und die Nummer wirklich erst durch ist, wenn das Ding positiv im Briefkasten liegt. Ich bin aber durchaus optimistisch und teile meine Erfahrung nun bereits heute mit euch, da diese ja bereits jetzt anderen helfen können. Nutzt dieses Forum, es ist mehr wert als jedes teuer bezahlte Stück Papier von jeglichen Vorbereitungskursen (Abzocker!). Die Profis hier haben den Plan und mehr hilfreiche Tipps und Erfahrungen als jeder 80 Euro die Stunde-Vorbereitungs-Verbrecher.
In diesem Sinne, positiv denken!
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  #2  
Alt 18.06.2019, 12:50
Gagaga Gagaga ist offline
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Beiträge: 16
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und, war das Gutachten dann positiv?
Wo warst du bei der Pima?
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  #3  
Alt 23.06.2019, 13:59
Cungus Cungus ist offline
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Beiträge: 171
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Zitat:
Zitat von Gagaga Beitrag anzeigen
und, war das Gutachten dann positiv?
Wo warst du bei der Pima?
Ich gehe mal davon aus das es ein Postitive Prognose laut Gutachten gegeben hat. Wie er es von sein Erfahrung schildert müsste es Positiv sein.

Vorsichtiges Glückwunsch, freut mich sehr.
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  #4  
Alt 23.06.2019, 14:12
Benutzerbild von Alana
Alana Alana ist offline
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Zitat:
Zitat von Cungus Beitrag anzeigen
Ich gehe mal davon aus das es ein Postitive Prognose laut Gutachten gegeben hat.
Das sind hier nur Erfahrungsberichte. Die ganze Geschichte gibt es im Ursprungsthread und ja, es ist positiv:

http://mpu-forum.mpu-idiotentest.com...2&postcount=69
__________________
Liebe Grüße
Alana
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  #5  
Alt 23.06.2019, 14:30
Cungus Cungus ist offline
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Alles klar, das freut mich.
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