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  #11  
Alt 30.09.2018, 13:15
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marianee marianee ist offline
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Zitat:
Hätte der Idiot mir nicht heimlich den Vodka ins Bier geschüttet, wäre meine Berechnung auch aufgegangen.
Ich werde versuchen, gegen den Bußgeldbescheid mit Hilfe eines Anwaltes zu widersprechen, da ich ja unwissentlich unter Alkoholeinfluss gefahren bin.
Wenn du schon Bier getrunken hast, bist du nicht unwissentlich unter Alkohol gefahren. Das mit dem Vodka weiß ich nicht. Ich möchte da jetzt keine Frage stellen. Als ich nach langer Trockenheit ein Bier getrunken habe, habe ich es sofort gemerkt. Da solltest du offener werden. Harte Worte, ich weiß! Du hättest selbst auf das Bier verzichten müssen. Es ist schwer. Aber es gibt Regeln. Ich bin kein Vorbild, aber gehe zu keiner Geburtstagsfeier usw., wenn der Saufdruck kommt. Ich bin auch schon angesprochen worden, an der Bar. Komm, trink doch wenigstens ein Bier. Da habe ich meiner Frau Bescheid gesagt, ich gehe. Nimm dir nen Taxi. Außerdem, halte ich meine Wasserflasche imme in der Hand. Obwohl sie schon mal gesagt haben, ich leide unter Verfolgungswahn. Ist mir egal.
Gruß aus Sachsen.
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  #12  
Alt 30.09.2018, 13:18
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Alana Alana ist offline
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Zitat:
Ich werde versuchen, gegen den Bußgeldbescheid mit Hilfe eines Anwaltes zu widersprechen, da ich ja unwissentlich unter Alkoholeinfluss gefahren bin.
Rausgeschmissenes Geld. Es ist vielfach, auch höchstrichterlich festgestellt, daß Du ganz allein verantwortlich dafür bist, wieviel Alkohol Du im Körper hast.
Zitat:
Ich habe einige Referenzurteile verschiedener Gericht im Netz gefunden, in welchen der Unterschied zwischen bewusster und unbewusster Fahrlässigkeit beschrieben wurde und die Verfahren eingestellt sind.
Die würde ich gern sehen.
Zitat:
Immerhin haben sich bislang 3 Zeugen bereit erklärt, für mich auszusagen.
Das wird nicht reichen. Wenn Du da mit einem Widerspruch auch nur den Hauch einer Chance haben willst, müsstest Du zunächst mal Deinen Kumpel wegen Körperverletzung anzeigen und auf Schadenersatz verklagen. Willst Du das und wenn, kannst Du das überhaupt beweisen? Und werden die Drei auch vor Gericht aussagen, daß Du sonst keinen Alkohol an dem Abend getrunken hast?
Zitat:
Wenn das bei mir ebenfalls der Fall ist, gelangt somit auch nichts an die Führerscheinbehörde.
Da wäre ich mir nicht so sicher:
Zitat:
Die Polizei hat Informationen über Tatsachen, die auf nicht nur vorübergehende Mängel hinsichtlich der Eignung oder auf Mängel hinsichtlich der Befähigung einer Person zum Führen von Kraftfahrzeugen schließen lassen, den Fahrerlaubnisbehörden zu übermitteln, soweit dies für die Überprüfung der Eignung oder Befähigung aus der Sicht der übermittelnden Stelle erforderlich ist.
§ 2,12 StVG
Es gibt also eine Meldepflicht für die Polizei. Und Du hast die FE ja nur unter der Voraussetzung absoluter Abstinenz wiedererhalten. Also, deine Berechnung hilft Dir nicht weiter, mit Null gibt es nichts zu rechnen.
Zitat:
Das ledigliche Bekanntwerden von Rückfällen, kann einen solchen Beschluss noch nicht rechtfertigen.
Bei deiner Vorgeschichte eben doch:
Zitat:
oder sonst Tatsachen die Annahme von Alkoholmissbrauch begründen
§ 13,2a FeV
Die Alkoholmessung ist eine solche Tatsache und nicht wegzudiskutieren.

Zitat:
Das hat den Hintergrund, dass ich weiß, eine 3. MPU wieder zubestehen, ist so gut, wie aussichtslos.
Das ist Unsinn. Schwer ja, aber auch zu bestehen. Aber nur mit einer sehr guten Aufarbeitung, die deutlich über deine Versprechen in den beiden vorangegangenen MPUen hinausgeht.
__________________
Liebe Grüße
Alana
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  #13  
Alt 30.09.2018, 13:36
Traurig2017 Traurig2017 ist offline
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Du willst ernsthaft bei deiner Vorgeschichte auf Unwissentliches Fahren unter Alkohol plädieren???
Das glaubt doch kein Richter einem Erwachsenen der bereits 2 TF hatte...

Wodka schmeckt auch völlig anders als Bier... das hättest du doch schmecken müssen bzw. an der Wirkung merken müssen...

Aber das sind genau die Fallstricke aus der hohen Toleranz- dein Schutzmechanismus funktioniert nicht mehr und deswegen fühlst du dich mit 2 Promille so wie ein Normaltrinker mit 0,8...
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  #14  
Alt 30.09.2018, 13:38
sand sand ist offline
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Erst nach Eintritt der Rechtskraft des Bußgeldbescheides, also nach Anerkennung der Tatvorwürfe, erfolgt der Eintrag (Punkte in Flensburg usw.)
Ist das Verfahren eingestellt, bzw. der Beklagte von Tatvorwurf frei zu sprechen, erfährt die Führerscheinbehörde rein gar nichts über die gesamte Angelegenheit. Wozu auch, sie bekommt ja dann nichts zum abheften, da sich der Tatvorwurf ja nicht begründet hat. Keine Tat-kein Eintag in die Akte.
Zumindestens habe ich das so verstanden. Ich lasse mich aber auch gern eines Besseren belehren, wie man so schön sagt.

Zusammengefasst: Die Polizei gibt den Sachverhalt bei Strafsachen an die Staatsanwaltschaft, bei Ordnungswidrigkeiten an die Bußgeldstelle.
Die legen dann das Strafmaß fest und schicken es einem zu.
Nimmt man die Strafe an, bzw. gesteht die Tat, dann wieder das Verfahren abgeschlossen und gelangt zur Führerscheinstelle und auch nach Flensburg.

Nimmt man die Strafe jedoch nicht an, sondern legt Einspruch dagegen ein, dann befasst sich das Gericht mit der Angelegenheit.
Verliert man den Prozess und geht nicht in nächster Instanz in Revision, dann ist das Verfahren auch abgeschlossen und gelangt zu den Akten der FSST und auch nach Flensburg (Punkte).
Konnte hingeben der Tatvorwurf nicht mit ausreichender Sicherheit nachgewiesen werden und das Verfahren wurde deshalb eingestellt, dann erfährt weder die FSST davon, noch gelangt irgend etwas nach Flensburg.

Richtig oder Falsch?
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  #15  
Alt 30.09.2018, 13:41
Darkraver Darkraver ist offline
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Das ist falsch zumindest in meinem Fall ich bekam damals einen Brief vom Staatsanwalt in dem drin stand das ein Verfahren wegen fahren ohne Fahrerlaubnis eingestellt wurde aufgrund fehlender Beweise. Die haben mich vorher gar nicht gefragt bzw wusste ich nicht das überhaupt ermittelt wird . In meiner MPU 4 Jahre später spricht mich auf einmal der Gutachter drauf an und dann habe ich es halt zugegeben, aber es stand drin .
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  #16  
Alt 30.09.2018, 13:43
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marianee marianee ist offline
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Zitat:
Das ist Unsinn. Schwer ja, aber auch zu bestehen. Aber nur mit einer sehr guten Aufarbeitung, die deutlich über deine Versprechen in den beiden vorangegangenen MPUen hinausgeht.
__________________
Liebe Grüße
Alana
Gut @Alana. Nur mit Konsequenz, weil wir wissen, was der Alkohol macht. Wir wissen, wovon wir sprechen. Gute Antworten. Ich habe eine Kiste Bier im Auto gehabt. Und erbrochen. Bin trotzdem gefahren. Und konnte noch laufen. Blaulicht und abgehauen. Karre wo anders abgestellt. Und Polizei an der Türe. Hab es sofort zugegeben. Ab in die Klinik, hieß es für mich. Am übernächsten Tag, als meine Frau das Auto geholt hat. Alles vollgekotzt innen. Ich habe nach dem ersten Schock meine 2. MPU bestanden. Dann später einen Rückfall. An die Tankstelle gefahren. Bier gekauft. Keins getrunken. Alles raus gehauhen.
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  #17  
Alt 30.09.2018, 13:45
Traurig2017 Traurig2017 ist offline
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Ja aber du hast 0,64 gepustet....
Damit ist die Tat bewiesen...
Du hättest merken müssen das du nicht fahren darfst....
Du wirst keinen Richter finden, der bei deiner Vorgeschichte dir das abnimmt...
Bedenke: dem Richter liegen deine Vortaten vor sobald ein Auszug beantragt wird und das wird Routinemäßig gemacht...

Dann hat er 2 verurteilte TF im Auszug und jetzt sitzt du auf der Anklagebank und willst behaupten, dass wäre alles nicht passiert wenn mein Kumpel mir keinen Wodka untergemischt hätte- und nein ich habe es nicht geschmeckt und gemerkt habe ich auch nicht das ich bei ca 2 Promille war???

Mal ein bisschen überspitzt formuliert...
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  #18  
Alt 30.09.2018, 13:49
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Alana Alana ist offline
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Ich habe da ein jüngeres Urteil eines Obergerichtes gefunden, das Dir gar nicht gefallen wird. Das Kammergericht Berlin hat vor zwei Jahren die Berufung von jemandem, dem im Lokal angeblich statt eines alkoholfreien ein normales Weizenbier verabreicht wurde, zurückgewiesen und ihn voll in die Verantwortung genommen:
Zitat:
Folgerichtig muss sich ein Kraftfahrer vor Fahrtantritt nicht nur der Verkehrssicherheit seines Fahrzeugs (§ 23 StVO) und seiner Ladung (§ 22 StVO), sondern auch seiner körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit (§ 2 Abs. 1 FeV; § 31 Abs. 1 StVZO; auch §§ 315c, 316 StGB) sicher sein (vgl. Senat Blutalkohol 52, 32).
Kommt noch besser oder schlechter für Dich. Der Kläger da gab an, bereits seit einem Jahr alkoholabstinent gelebt zu haben. Da sei die unbemerkte Alkoholaufnahme um so unwahrscheinlicher, befand des Kammergericht:
Zitat:
Das wäre der Fall, wenn er bei der nach den vorgenannten Maßstäben besonders strengen Selbstprüfung zu dem Ergebnis hätte kommen können und müssen, dass er unter der Wirkung von Alkohol stand. Nach einjähriger Alkoholabstinenz dürfte dies bei der festgestellten Atemalkoholkonzentration von 0,35 mg/l naheliegen.
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Liebe Grüße
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  #19  
Alt 30.09.2018, 13:56
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Alana Alana ist offline
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Zitat:
Zitat von sand Beitrag anzeigen
Erst nach Eintritt der Rechtskraft des Bußgeldbescheides, also nach Anerkennung der Tatvorwürfe, erfolgt der Eintrag (Punkte in Flensburg usw.)
Ist das Verfahren eingestellt, bzw. der Beklagte von Tatvorwurf frei zu sprechen, erfährt die Führerscheinbehörde rein gar nichts über die gesamte Angelegenheit. […] Zusammengefasst: Die Polizei gibt den Sachverhalt bei Strafsachen an die Staatsanwaltschaft, bei Ordnungswidrigkeiten an die Bußgeldstelle.
Hast Du meinen Hinweis auf § 2,12 StVG in #12 gelesen??? Die Meldung erfolgt direkt an die Fahrerlaubnisbehörde.
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Alana
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  #20  
Alt 30.09.2018, 13:58
sand sand ist offline
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lach, nee.
Der Richter bekommt die Führerscheinakte oder einen Auszug aus Flensburg?
Oder beides?

Da ich in den letzten beiden Jahren wieder unregelmäßig-regelmäßig getrunken hatte, ist natürlich die Toleranz auch wieder gestiegen.
Es stimmt, als ich nach knapp 5 Jahren Abstinenz wieder rückfällig wurde (ich hatte eine Flasche amerikanisches Bier getrunken, fühlte ich mich total besoffen.

Aber wenn man wieder mehr und mehr an Alk gewöhnt ist, dann fühlt man sich nach 4 Bier nicht unbedingt so eingeschränkt. Den Voka im Bier schmeckt man nur dann, wenn man es weiß.

Ich bin am nächsten Tagca. 10.30 Uhr losgefahren, hatte in der Woche vorher wenig Schlaf und ein grippaler Infekt befand sich außerdem im Anfangsstadium. Besoffen fühlte ich mich nicht, als ich mit wahrscheinlich 0.9 Promille losgefahren bin.

Zudem war ich der festen Überzeugung, dass die 4 Bier vom Vorabend hätten längst weg sein müssen. Meine Berechnung untermauerte das zusätzlich.
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ersttäter, flensburg, führerscheinakte, mpu, neuerteilung

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