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  #21  
Alt 18.08.2018, 00:26
BAK2,12 BAK2,12 ist offline
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Was sagt ihr ansonsten zu den Aussagen des Psychologen?
Alles stimmig?
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  #22  
Alt 18.08.2018, 01:45
Benutzerbild von Alana
Alana Alana ist offline
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Hier gehen gerade zwei Dinge durcheinander:

- Natürlich kann man versuchen, im Strafbefehl oder auch einer Gerichtsverhandlung eine möglichst geringe Sperrfrist zu erhalten. Diese Versuche machen selbstverständlich nur Sinn, wenn die Sache noch nicht rechtskräftig entschieden ist.

- Etwas ganz Anderes ist ein Verkürzung der Sperrzeit nach § 69a StGB. Hier muß sogar die Angelegenheit und zwar seit mindestens drei Monaten rechtskräftig entscheiden sein. Hier geht es nämlich darum, den Richter davon zu überzeugen, daß man seit dem Urteil intensive Anstrengungen unternommen hat und deshalb die Sperrfrist um bis zu drei Monate verkürzt werden könnte. Die Bundesländer haben für diesen Punkt sehr unterschiedliche Ausführungsbestimmungen aber allen gemein ist, daß speziell dafür zugeschnittene und anerkannte Kurse zu absolvieren sind. Einfach nur Stunden bei einem VP genügen diesen Anforderungen nicht. Und die Teilnahme an diesen Kursen garantiert auch keine Sperrfristverkürzung, die bleibt ins Ermessen des Richters gestellt.

Zitat:
möchte ich für die Sperrfristverkürzung 3 Doppelstunden Einzelintervention bei dem Verkehrspsychologen der DEKRA in Anspruch nehmen.
Sollte das das Programm „MPD Intervention“ der Dekra sein, dann ist es in den meisten Bundesländern unter den anerkannten. Aber zur Sicherheit direkt beim zuständigen Gericht nachfragen!
__________________
Liebe Grüße
Alana
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  #23  
Alt 18.08.2018, 09:13
BAK2,12 BAK2,12 ist offline
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Zitat:
Zitat von Alana Beitrag anzeigen
Hier gehen gerade zwei Dinge durcheinander:

- Natürlich kann man versuchen, im Strafbefehl oder auch einer Gerichtsverhandlung eine möglichst geringe Sperrfrist zu erhalten. Diese Versuche machen selbstverständlich nur Sinn, wenn die Sache noch nicht rechtskräftig entschieden ist.

- Etwas ganz Anderes ist ein Verkürzung der Sperrzeit nach § 69a StGB. Hier muß sogar die Angelegenheit und zwar seit mindestens drei Monaten rechtskräftig entscheiden sein. Hier geht es nämlich darum, den Richter davon zu überzeugen, daß man seit dem Urteil intensive Anstrengungen unternommen hat und deshalb die Sperrfrist um bis zu drei Monate verkürzt werden könnte. Die Bundesländer haben für diesen Punkt sehr unterschiedliche Ausführungsbestimmungen aber allen gemein ist, daß speziell dafür zugeschnittene und anerkannte Kurse zu absolvieren sind. Einfach nur Stunden bei einem VP genügen diesen Anforderungen nicht. Und die Teilnahme an diesen Kursen garantiert auch keine Sperrfristverkürzung, die bleibt ins Ermessen des Richters gestellt.

Sollte das das Programm „MPD Intervention“ der Dekra sein, dann ist es in den meisten Bundesländern unter den anerkannten. Aber zur Sicherheit direkt beim zuständigen Gericht nachfragen!

Danke für die Antwort.

Es handelt sich dabei um die MPD Intervention der DEKRA.
ich werde mich erkundigen.
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  #24  
Alt 18.08.2018, 09:44
Traurig2017 Traurig2017 ist offline
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Hi

Wenn du die Möglichkeit hast ein Beratungsgespräch bei einem Fachanwalt für Verkehrsrecht zu machen, so würde ich das tuen.

Das Bundesverwaltungsgericht hat in einem Urteil vom 6.4.2017 eindeutig entschieden, dass bei einer erstmaligen TF unter 1,6 keine Mpu gefordert werden darf....
Ein kleines Schlupfloch hat sich das Gericht offen gelassen: ‚es sei den es liegen weitere Aussagekräftige Gründe oder Tatsachen vor‘...

Ob allein die fehlenden Ausfallerscheinungen oder Wochentag dafür ausreichen ist zweifelhaft...
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  #25  
Alt 18.08.2018, 09:59
Traurig2017 Traurig2017 ist offline
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Sorry der Beitrag sollte bei Nordwind stehen- leider verklickt
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  #26  
Alt 21.08.2018, 15:10
BAK2,12 BAK2,12 ist offline
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Guten Tag,

ich werde mein Kontrolliertes Trinken mit Haaranalysen untermauern. Bei der Pima habe ich die Auskunft bekommen, dass die Grenze um von Kontrolliertem Trinken zu sprechen bei einem ETG Wert von 30 pg/mg (was auch immer dieser Wert misst?) liegt.

Kann man irgendwie berechnen oder grob schätzen, welche Alkoholmengen in einem 3 monatigen Zeitraum zulässig sind um diesen Wert zu erreichen?


Konkretes Beispiel:
Konsum am 02.08.18 2 Liter Bier und 2 Cocktails. (zu viel für KT -> ist mir bewusst)
Konsum am 10.02.18: 1 Glas Sekt

bis zum 02.11.18 kein weiterer Konsum

Würde dabei Anfang November ein Wert in der Haaranalyse rauskommen, der KT entspricht (also am besten deutlich unter diesen 30 pg/mg liegt) und ich somit die ersten 3 Monate nachweisen könnte??
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  #27  
Alt 21.08.2018, 15:14
Kai R. Kai R. ist offline
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es wächst ja kein Durchschnittswert in die Haare ein, sondern dass Anlassweise gebildete ETG wird in einem Abschnitt der Haare sichtbar. Mit der Menge am 2.8. hast Du ein hohes Risiko, dass es gefunden wird.
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  #28  
Alt 21.08.2018, 15:35
BAK2,12 BAK2,12 ist offline
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Zitat:
Zitat von Kai R. Beitrag anzeigen
es wächst ja kein Durchschnittswert in die Haare ein, sondern dass Anlassweise gebildete ETG wird in einem Abschnitt der Haare sichtbar. Mit der Menge am 2.8. hast Du ein hohes Risiko, dass es gefunden wird.

Okay.

Und wenn ich die Kontrolle erst am 13.11 machen lasse, ist es dann ausgeschlossen oder wesentlich unwahrscheinlicher?

Werden mit der Haaranalyse exakt 3 Monate rückwirkend betrachtet?

Wie viel Bier kann man als Richtwert für einen 3 Monatszeitraum für KT nehmen?
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  #29  
Alt 21.08.2018, 15:37
BAK2,12 BAK2,12 ist offline
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Nochmal zum Verständnis:

Die Haarprobe über einen Zeitraum vom 02.08 bis 02.11 würde dann aussagen, dass zu einem Punkt am Anfang der Zeit viel konsumiert wurde und danach nur noch sehr wenig oder gar nichts?
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  #30  
Alt 21.08.2018, 15:43
Krüger Krüger ist offline
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das ist richtig. Es sagt aber auch aus, dass du am 17.06. deine TF hattest und Anfang August dennoch einen erhöhten Konsum hattest.

Es werden bei der HA die untersten 3 cm Richtung Kopfhaut untersucht. Durchschnittlich wächst das Haar 1 cm pro Monat. Ganz exakt werden daher nicht 3 Monate untersucht, kommt immer auf das eigene Haarwachstum an.
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