Zurück   MPU Forum > MPU Diskussion > Alkohol MPU

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
  #1  
Alt 08.10.2018, 23:21
DerKTler DerKTler ist offline
Mitglied
 
Registriert seit: 08.10.2018
Beiträge: 14
Standard TF mit 1,77 in 2006

Hallo liebes Team,

nach meiner Trunkenheitsfahrt in 2006 hat sich bei mir einiges getan. Um letztlich auch mit diesem Thema abschließen zu können habe ich einen Antrag auf Neuerteilung in der Führerscheinstelle eingereicht. Ich habe nun die Auflage, das Gutachten bis spätestens zum 18.12 eingereicht zu haben. Nach einiger Recherche bin ich auf dieses Forum gestoßen und würde gerne meinen Fragebogen mit euch teilen. Ich würde mich über eure erste Eindrücke sowie Verbesserungsvorschläge sehr freuen.

Zur Person
Geschlecht: m
Größe: 175 cm
Gewicht: 95 kg
Alter: 30

eventl. Bundesland: NRW

Was ist passiert?
Datum der Auffälligkeit: 28.10.2006
BAK: 1,77 ‰
Trinkbeginn: ca. 19:00
Trinkende: ca. 02:00
Uhrzeit der Blutabnahme: ca. 03:30

Führerschein
Hab ich noch: Nein
Hab ich abgegeben: Ja
Hab ich neu beantragt: Ja
Wurde mir entzogen? Ja
Noch in der Probezeit?: Ja

Führerscheinstelle
Hab schon in meine Akte geschaut Ja/Nein: Nein
Sonstige Verstöße oder Straftaten?: Nein
Fragestellung der Fsst (falls bekannt): Ist zu erwarten, dass der/die Betroffene nicht erneut ein Kraftfahrzeug unter Alkoholeinfluss führen wird? Liegen als mögliche Folgen eines übermäßigen Alkoholkonsums keine Beeinträchtigungen vor, die das sichere Führen von Kraftfahrzeugen in Frage stellen?

Abstinenznachweis
Haaranalyse ja/nein: Nein
Leberwerte ja/nein seit wann, wieviele: Ja, von 07/14 bis 07/15 (12x)
ETG-Programm ja/nein: Nein
Keinen Plan?: Ja

Aufarbeitung
Suchtberatungsstelle aufgesucht?: Nein
Selbsthilfegruppe (SHG): Nein
Psychologe/Verkehrspsychologe: Nein
Kurs für verkehrsauffällige Autofahrer: 11/14
Ambulante/stationäre Therapie: Nein
Werden derzeit Medikamente eingenommen?Antidepressiva etc: Nein

1. Beschreiben Sie den Tag Ihrer Trunkenheitsfahrt aus eigener Sicht mit Datum und Uhrzeiten. (wann, wo und mit wem getrunken / wann und wie aufgefallen / Promille)

Meine Trunkenheitsfahrt war am Donnerstag dem 28.10.2006. Ich habe an diesem Tag eine Freundin von mir besucht. Gegenwärtig besaß ich einen Roller und habe diesen verwendet um Sie so gegen 16 Uhr zu erreichen. Nachdem wir es uns gemütlich gemacht und das schöne Wetter genossen haben, kam uns die Idee evtl. eine kleine Grillparty zu organisieren. Am frühen Abend so gegen 18 Uhr sind schon einige Gäste anwesend gewesen, sodass mit dem Grillen gestartet werden konnte. Neben dem Grillgut standen Erfrischungsgetränken sowie alkoholische Getränke zum verzehr aus. Zu diesem Zeitpunkt war ich mir selbst im Unklaren, ob ich Alkohol verzehren werde oder nicht. Da sie auch fußläufig zu erreichen war, hätte ich meinen Roller auch über Nacht bei ihr in der Garage lassen können. Später am Abend so gegen 20 Uhr habe ich mich dazu entschieden Alkohol zu konsumieren und den Roller bei ihr stehen zu lassen. Wir haben bis so ca. 23 Uhr im Garten verweilt und dann den Entschluss getroffen, noch in die Stadt zu gehen. Keiner von den Gästen wollte den Weg zu Fuß gehen und haben beschlossen sich ein Taxi zu nehmen. Da ich zu diesem Zeitpunkt nicht sehr viel Geld besaß, habe ich mich dazu entschieden den Weg in die Stadt mit dem Roller zu machen. Nachdem wir uns am Kino getroffen hatten, haben wir so gegen 23:30 Uhr direkt den Weg in die Diskothek gesucht. Diese haben wir dann vereinzelt so gegen 02:30 Uhr verlassen. Ich habe meine Jacke abgeholt und habe die Diskothek alleine verlassen. Nachdem ich schon fußläufig nach Hause unterwegs war, wurde ich von einem Freund gerufen. Ich sollte seiner Bitte nachkommen und ihm nach Hause fahren, da er zu Faul den Weg alleine anzutreten. Wir haben ca. eine halbe Stunde diskutiert, eine Zeitspanne in der wir Beide hätten nach Hause laufen können. Als kein Ende der Diskussion in Sicht war, habe ich kleinbei gegeben und ihn so gegen 03:00 Uhr nach Hause gefahren. Auf dem Rückweg wurde ich von der Polizei gegen 03:30 angehalten. Sie haben mir erklärt, das Sie mich aufgrund meiner unsicheren Fahrweise aus dem Verkehr gezogen haben. Sie haben mich gebeten den Roller auszuschalten und abzusteigen. Als ich gefragt wurde, ob ich Alkohol getrunken hätte, habe ich diese sofort bejaht. Im Anschluss erfolgte die Ermittlung der Alkoholkonzentration im Atem. Nachdem dieser Wert schon verdächtig Hoch erschien, sollte die Alkoholkonzentration im Blut ermittelt werden. Dafür sind wir auf die Wache gefahren. Anschließend bin ich den Heimweg zu Fuß angetreten. Ich glaube nach ca. 2 Wochen habe ich einen Brief mit dem Ergebnis der Blutalkoholkonzentration erhalten. In diesem Brief konnte mir ein BAK von 1.77‰ bescheinigt werden. Zwecks der genauen Zeoitangaben, werde ich nächste Woche bei der Führerscheinstelle vorbeigehen, damit ich einen Einblick in die Akte bekomme.

2. Was und wie viel haben Sie am Tattag insgesamt getrunken? (Genaue Angaben in Sorte, Menge, Trinkzeit)

Da die Tatzeit gewiss einige Jahre zurückliegt, kann ich keine absoluten Trinkmengen angeben. Ich werde diese, soweit ich kann, gewissenhaft aufführen. Das erste Bier (0.5 L * 4,8% ) habe ich gegen 20 Uhr getrunken. Es folgten bis ca 23 Uhr drei weitere Biere (3 * 0.5 L * 4,8% ) sowie sechs Wodka/Cola-Drinks (6 * 0,1 L * 50/50 --> 0,3 L Wodka 40% ). Somit betrug die Trinkzeit 3 Stunden. Ab ca 23:30 habe ich in der Diskothek weitere Getränke bis ca. 02:30 Uhr konsumiert. Hier betrug die Trinkzeit ebenfalls 3 Stunden. Dabei habe ich weitere vier Biere (4 * 0,5 L * 4,8% ) zu mir genommen, bis ich die Diskothek verlassen habe. Über die gesamte Trinkzeit von 6 Stunden habe ich zusammengerechnet 8 * 0,5 L * 4,8% Bier (192 mL Alkohol) sowie 6 * 0,1 L * 50% (300 mL Alkohol) zu mir genommen. Die finale Trinkmenge beläuft sich auf ca. 0,492 L Alkohol. Hier habe ich gerade ein etwas größeres Problem. Gerade wollte ich den Alkoholwert im Blut durch einen Promillerechner berechnen lassen, welcher aber überhaupt nicht gepasst hat. Wenn ich die Widmark-Formel anwende, bin ich alleine bei den Bieren schon bei einem Promillewert von 2,31‰. Berechnet wurde dieser Wert folgendermaßen: BAK = A/m*r = 19,2 g * 8 / 95 kg * 0,7. Wenn ich diese Formel für die Londrinks anwende, lässt sich ein BAK von 3,01‰, gemäß BAK = 200 g / 95 kg * 0,7, ermitteln. Zusammengerechnet wäre das ein BAK von 5,32‰ und ist ein Faktor 3 größer als der tatsächlich ermittelte Wert. Im Aufbauseminar haben wir einen Arbeitsbogen ausgehändigt bekommen, in der ebenfalls eine Berechnung über die Trinkeinheiten durchgeführt wurde. Bei 8 * 0,5 L Bier und unter der Berücksichtigung das 0,2 L eine Trinkeinheit darstellen, habe ich 20 Trinkeinheiten konsumiert. Hier wurde vermekt, das pro 10 kg Körpergewicht über 80 kg einmalig 0,1‰ abgezogen werden. Das währen folglich bei mir 0,15‰. Somit lässt sich ein BAK von 1,85‰ berechnen. Wenn ich den Schnaps aus den Longdrinks rausrechne (300 mL), lassen sich unter der Berücksichtigung das 0,02 L eine Trinkeinheit darstellen, 15 Trinkeinheiten ermitteln. Werden hier ebenfalls die 0,15‰ abgezogen, lässt sich ein BAK von 1,35‰ berechnen. In der Summe währe es rechnerisch ein BAK von 3,2‰. Hier weiß ich gerade wirklich nicht, wie ich mit diesen Werten umzugehen habe. Hier wäre ich über jede Hilfe dankbar.

3. Wie viel Kilometer fuhren Sie, bis Sie aufgefallen sind und wie viel Kilometer wollten Sie insgesamt fahren?


Ich bin am besagten Abend 1,8 km zum Kino gefahren. Im Anschluss erfolgte eine 4 km Fahrt. Auf dem Rückweg wurde ich nach 2 km angehalten und hatte vor noch weitere 2 km zu fahren. Ich habe somit 7,8 km unter Alkoholeinfluss am Straßenverkehr teilgenommen und wollte noch weitere 2 km fahren.
Mit Zitat antworten
  #2  
Alt 08.10.2018, 23:27
DerKTler DerKTler ist offline
Mitglied
 
Registriert seit: 08.10.2018
Beiträge: 14
Standard

4. Hatten Sie das Gefühl, noch sicher fahren zu können? (Ja/Nein + Begründung)

Bei der ersten Trunkenheitsfahrt hatte ich nicht mehr das Gefühl, das Gefährt sicher fahren zu können. Diese Frage werde ich mit Nein beantworten. Nach dem Konsum habe ich die Alkoholeinwirkung infolge von Trägheit warnehmen können. Ich habe auf bestimmte Reize langsamer reagiert. Bei der zweiten Trunkenheitsfahrt war das noch erheblicher. Nachdem ich die Diskothek verlassen habe, wurden die Folgen des Alkoholkonsums noch deutlicher. Meine Sinneswahrnemungen waren zu diesem Zeitpunkt geschwächt und ich war sehr träge. Bei der dritten Trunkenheitsfahrt war es ähnlich wie bei der zweiten Fahrt.

5. Wie haben Sie die Trunkenheitsfahrt vermeiden wollen (wenn überhaupt)?

Im derzeitigen Zustand habe ich die Fahrtstrecke auf die leichte Schulter genommen. Ich dachte mir, bis zum Kino schaffe ich es ohne Probleme. Bedingt durch die kurze Fahrtstrecke und die zum Teil eher wenig befahrenen Straßen wurde ich in meinem Vorhaben bestärkt. Die erste Trunkenheitsfahrt wollte ich garnicht vermeiden und habe diese unter Vorsatz gemacht. Die zweite Trunkenheitsfahrt so gegen ca. 02:30 wollte ich vermeiden, in dem ich den Roller stehen lassen wollte, damit ich zu Fuß nach Hause gehen kann. Meinen damaligen Kumpel habe ich einfach nicht geschafft, konsequent und resolut abzuweisen. Ich habe ihmn dann mit dem Roller nach Hause gefahren. Auch hier würde ich sagen, das ich die Trunkenheitsfahrt unter Vorsatz gemacht habe. Bei der dritten Trunkenheitsfahrt wollte ich einfach nur noch schnell nach Hause. Auch hier wurde die Fahrt erneut unter Vorsatz gemacht.

6. Haben Sie bereits früher im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss gestanden und sind aufgefallen?
Nein und Nein!

7. Wie oft haben Sie alkoholisiert am Straßenverkehr teilgenommen ohne aufzufallen und was folgern Sie daraus?

Auch wenn Statistiken im Bezug auf Alkoholkonsum im Straßenverkehr publiziert sind, welche aussagen das bei einem BAK von über 1,6‰ eine wiederholte bzw. mehrfache Teilnahme am Straßenverkehr gegeben sein muss, kann ich nur unter Vorbehalt verneinen. Ich bin mir nämlich nicht im klaren wie oft ich unter Restalkohol am Straßenverkehr teilgenommen habe. Jedoch kann ich zu 100% versichern, das ich bis Heute diese drei Trunkenheitsfahrten unter bewusstem Alkoholeinfluss durchgeführt habe

8. Wann hatten Sie den ersten Kontakt mit Alkohol und wann haben Sie das erste Mal Alkohol zu sich genommen? (Allererste Erinnerung und erster Konsum)

Den ersten Kontakt mit Alkohol hatte ich vor ca. 23 Jahren, da war ich 7 Jahre alt, als mein ältester Bruder seinen 16. Geburtstag gefeiert hat. Dabei wurden unsere Nachbarn eingeladen. Diese wussten, das wir in unserem Haushalt keinen Alkohol verzehren und haben ihren eigenen Alkohol mitgebracht. Zu späterer Stunde wurden Ihm ein Colabier angeboten, welches er getrunken hat. Mein Vater war ziemlich erbost darüber und er durfte sich eine Standpauke anhören. Im Alter von 14 Jahren, also im Sommer 2002, war Alkohol zum einen ein Gesprächsthema auf dem Schulfhof und von da an hatte ich mehrere Berührungspunkte mit Alkohol. Zum anderen haben meine besten Freund, die genauso alt sind wie ich, auch ihre ersten Erfahrungen gemacht. Zu dieser Zeit war ich noch streng religiös, sodass ich auf Genussmittel verzichtet, gefastet, gebetet und die üblichen Praktiken durchgeführt habe. Ich war dennoch mit meinen Freunden unterwegs, wobei da es zu späterer Stunde immer mal wieder vorgekommen ist, das mir ein Getränk angeboten wurde. Ich habe mir das Verhalten von all den Leuten genaustens beobachtet und habe mich selbst immer wieder dabei ertappt, wie ich über mich selbst nachgedacht habe, wie es wäre jetzt vlt. Mal ein Bier zu trinken. Bis zum Sommer 2004 habe ich mich immer weiter von der Religion entfernt und habe diese nicht mehr praktiziert. Den ersten Konsum kann ich auf einen Sommertag in 2004 festlegen, das Datum ist mir leider missfallen. Wir wurden von einer Freundin in der Nachbarstadt auf eine Hausfete eingeladen. Wir wussten das wir dort übernachten werden, und da bot sich für mich die Gelegenheit an, das erste Mal Alkohol zu konsumieren. Das war mit meinen besten Freunden abgesprochen. Ich habe es denen erzählt, da ich zu dieser Zeit einige Leute gesehen habe, die sich zur Besinnungslosigkeit betrunken haben. Zum anderen wusste ich überhaupt nicht wie der Alkohol auf mich wirkt und bat meine Freunde darum auf mich aufzupassen. Ich habe an diesem Abend über die gesamten Aufenthalt zwei 0,5 L Colabier getrunken. Dabei hatte nicht wirklich ein Gefühl des Berauschens eher eins von betäubender Wirkung. Nach diesem Tag habe ich für eine unbestimmte Zeit kein Alkohol mehr zu mir genommen.

9. Haben Sie regelmäßig Alkohol getrunken, und wie hat sich ihr Trinkverhalten in den letzten Jahren entwickelt?

Nein, getrunken habe ich nur in unregelmäßigen Abständen. Hinzu kommt, das ich zu dieser Zeit ich Hochleistungssportler war. Ich habe höherklassig Fußball gespielt und war auch in einem Boxverein um mich konditionell Fit zu halten. Nach dem ersten Konsum von Alkohol habe ich erstmal eine Weile (evtl. 2 Monate) nichts mehr getrunken. Zu der Zeit habe ich meine Lehre als Chemikant angefangen. In der Phase von 2004 - 2005 konnte ich keine Regelmäßigkeit feststellen, jedoch war eine deutliche Steigerung der Trinkmengen erkennbar. Was beim ersten Konsum noch zwei 0,5 L Colabier waren, waren dann zwei 0,5 L Bier. Die Trinkmengen haben sich dann dahingehend gesteigert, das ich einen Sixpack Bier getrunken habe. Hier war aber immer die Angst ein schleichender Begleiter, da ich jeden Morgen früh um 5 Uhr aufstehen musste. Bis zur Maifeier in 2005 habe ich keinen Hochprozentigen angerührt. An diesem Abend hatte ich zwei Schnapsgläser Wodka getrunken. Das war eine nicht so gute Idee. Das war am frühen Abend und wir hatten bis zu diesem Zeitpunkt keine weiteren alkoholischen Getränke verzehrt gehabt. Ich konnte keine Trunkenheit feststellen, jedoch ist mir plötzlich ziemlich übel geworden und musste mich übergeben. Kurz darauf haben wir uns alle ziemlich zerstritten. Folglich hatten wir alle mit anderen Menschen zu tun. Als diese Freunde in mein Leben getreten sind, hat sich mein Trinkverhalten erneut verändert. Wir haben uns an ausgewählten Tage getroffen um z.B. eine Disco oder Bar zu besuchen. Während dieser Phase habe ich Longdrinks und Cocktails ausprobiert. Ich habe für mich festgestellt, das diese viel besser schmecken, als der klare Schnaps. Diese Zeit hat sich bis ca. 2007 hingezogen. Ich konnte dabei feststellen, das sich eine gewisse Latenz aufgebaut hatte. In dieser Phase in meinem Leben habe ich den meisten Alkohol konsumiert. 2007 habe ich meine Ausbildung erfolgreich beendet, jedoch keinen Job gefunden. Ich habe mich dann entschlossen eine weitere Ausbildung als CTA anzufangen und nebenbei mein Fachabitur nachzuholen. Während dieses Lebensabschnittes war ich am Tag ca. 4 Stunden mit Bus und Bahn unterwegs. Ich hatte keine Lust mehr auf auf den Party-Lifestyle den meine Freunde ausgelebt haben und habe mich von denen 2008 abgewandt. Abends bin ich meist ins Bett gefallen und war sehr wenig aus. Kurz darauf ist etwas ziemlich erfreuliches passiert: Ich habe wieder den Kontakt zu meinen Sandkastenfreunden gefunden worüber ich sehr fröhlich und dankbar bin. Zu dieser Zeit ging es nur Bergauf. Sowie die Ausbildung als auch das Fachabitur konnte ich 2010 erneut erfolgreich beenden. Während meiner Studienzeit von 2010 – 2016 konnte ich erneut einen Anstieg der Alkoholmengen beobachten. Gerade zu Anfang der Studienzeit, im ersten Semester, in einer neuen Stadt war es einfacher, neue Leute kennenzulernen, wenn man Abends mit den Kommilitonen auf ein Bier in Gastronomie gegangen ist. Da es sich dabei um ein sehr zeitintensives sowie kräftezehrendes Studium gehandelt hat, war lange Arbeiten und Pauken die Devise. Während des Studiums ist ist mir nicht nur die Lust abhanden gekommen, ich hatte schlichtweg auch keine Zeit mehr für andere Aktivitäten. Nach dem Abschluss 2016, bin ich nun Promotionsstudent und habe erneut ein großes Ziel was ich zeitnah erreichen will. Mein Trinkverhalten hat sich über die Jahre dahingehend geändert, das ich jetzt zu 100% Herr der Lage bin, mir von niemanden vorschreiben lassen muss wieviel oder was ich zu trinken habe.

10.Wie viel und wie oft haben Sie getrunken? (Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)

Ich habe hier im Forum ein Excel-Sheet gefunden mit der ich meine Trinkkurve ermitteln konnte. Sieht natürlich in Excel viel besser aus.

Jahr TE Bier 200ml TE Schnaps 20ml
2004 60 0
2005 100 20
2006 320 80
2007 350 100
2008 40 0
2009 30 0
2010 80 0
2011 30 0
2012 30 0
2013 20 0
2014 20 0
2015 35 0
2016 10 0
2017 20 0
2018 20 0

Wie oben schon beschrieben hat es zuerst damit angefangen, das ich im Jahre 2004 in unregelmäßigen Abständen ca. 1 L Bier getrunken habe. 2005 waren es 2 L Bier und ich habe in diesem Jahr das erste Mal Wodka probiert. 2005 bis 2007 waren die Jahre in denen ich am meisten Alkohol konsumiert habe. Als ich die zweite Lehre angefangen habe (2007 -2010) ist mein Konsumverhalten drastisch zurück gegangen. Ich habe auch seit 2008 keinen Hochprozentigen mehr getrunken. Als ich mein Studium begonnen habe, hat sich mein Konsum erneut gesteigert, aber seit Frühjahr 2011 bis heute liegt dieser auf einem konstanten Niveau.
Mit Zitat antworten
  #3  
Alt 08.10.2018, 23:31
DerKTler DerKTler ist offline
Mitglied
 
Registriert seit: 08.10.2018
Beiträge: 14
Standard

11. Wo und mit wem haben Sie überwiegend getrunken?

Zu Anfangs war es in geschlossenen Räumen wo ich mit meinen Freunden unterwegs war. Grund war die Angst, das mich Familienmitglieder hätten sehen können. Tanz in den Mai 2005 war das erste Mal, das ich in der Öffentlichkeit Alkohol konsumiert habe. In den Sommermonaten haben wir uns bei Freunden zum Grillen verabredet. 2007 hatten wir eine Phase in der wir bei Freunden getrunken haben und anschließend Discotheken oder Bars besucht haben. Während des Studiums ab 2010 im ersten Semester sind wir in großen Gruppen in Kneipen gegangen oder haben uns auf WG-Feten getroffen. Ab 2011 hat sich das wieder gelegt und gehe sehr selten in Bars. Meine Verlobte und ich lassen uns entweder einladen oder laden ein und das auch nur zu besonderen Anlässen. Aufgrund der Arbeit sehen wir uns sehr wenig und uns ist es wichtig, wenigstens Abends immer gemeinsam was zu unternehmen.

12. Warum haben Sie getrunken? (Innere + äußere Motive)


Also angefangen hat alles, das ich mich mit meiner damals praktizierten Religion nicht mehr identifizieren konnte und wollte. Nachdem meine besten Freunde ihre ersten Erfahrungen damit gemacht haben, habe ich mir diese angehört. Ich war auch das eine oder andere Mal dabei gewesen ohne Alkohol konsumiert zu haben. Das erste was mir aufgefallen ist, war die Ausgelassenheit mit der die Abende immer verbunden waren. Es gab nie streit und der Spaß hatte uns immer begleitet, gleich einer heilen jugendlichen Welt. Zu der Zeit wurde auch vermehrt auf dem Schulhof darüber gesprochen, was am Wochenende gemacht wurde. Das ich für mich den Entschluss getroffen habe, das erste Mal Alkohol zu konsumieren, war frei von äußeren Einflüssen. Hier sollte nun die Frage geklärt werden warum ich diesen Entschluss gefasst habe. Ich bin eine sehr introvertierte und schüchterne Persönlichkeit. Zu dieser Zeit habe ich mich sehr für Frauen interessiert, habe aber immer einer innerliche Barriere gespürt, die es mir unmöglich gemacht hat in Kontakt mit anderen Menschen zu kommen. Ich habe beobachten können, wie einfach meine Freunde das gemacht haben und zugegebener Maßen war ich auch oft Eifersüchtig. Ich weiß nicht ob es eine logische Schlussfolgerung darstellt, aber durch eine potentiel leichtere Kommunikation habe ich das erste Mal Alkohol konsumiert. Diese Annahme hat sich auch bestätigt. Ich war in der Lage mich zu öffnen und Gespräche zu suchen. So bin ich schließlich zu meiner ersten Freundin gekommen mit der ich 5 Jahre zusammen war. Während dieser Zeit hatte ich dann mit anderen Leuten zu tun gehabt mit denen ich mich angefreundet hatte. Zu dieser Zeit habe ich die zweite merkliche Veränderung in meinem Trinkverhalten warnehmen können. In der Vergangenheit kam es vor, das ich nur ein Mal draußen Alkohol getrunken hab. Sonst ist dies nur in geschlossenen Räumen unter Freunden geschehen. Nun haben wir uns, wenn das Wetter gut war, im Park verabredet, gegrillt, Karten gespielt. Dabei haben wir mit Bier angestoßen und Freizeit genossen. Die Leute mit denen ich mich angefreundet habe, waren allesamt älter und zum Teil auch schon volljährig. Ich wurde eingeladen mit in die Disco zu gehen. Nachdem mir dass das erste Mal gefallen hat, haben wir das öfter gemacht. Dabei ist entweder einer nüchtern geblieben um zu fahren, oder wir sind allesamt mit dem Zug gefahren. Unabhängig davon, haben wir uns vorher getroffen um die Stimmung anzuheben. Das war die Phase wo ich in Kontakt mit Longdrinks und Cocktails gekommen bin. Dabei wurde zuerst mit Bier angestoßen und dann auf die hochprozentigen Mischgetränke gewechselt. Während dieser Phase haben ich hin und wieder einen äußeren Druck verspüren können. Ich wurde z.B. beim Vortrinken schon dazu aufgefordert mehr zu trinken. Das hat sich dann von der Fahrt bis hin zur Disco gezogen. Wohlgemerkt, das ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht volljährig war und somit stets nüchtern und gestanden wirken wollte, damit mein Ausweis nicht kontrolliert wird. Ich wollte dadurch nich nur mich, sondern auch meine Freunde nicht enttäuschen. Wenn ich nicht zum nächsten Getränk gewechselt habe wurde ich belächelt und habe lappsige Sprüche von der Seite bekommen. Um die Dazugehörigkeit sowie falsche Stärke zu wahren, hatte ich eine halbvolle Bierflasche dabei, damit das ein Ende hatte. So konnte ich immer darauf verweisen, das ich gerade ein Bier trinke und das Alte schon ausgetrunken hatte. Im Jahr 2007 hatte das dann ein Ende. Nachdem ich die Ausbildung beendet hatte, habe ich keine Anstellung gefunden und habe mich dann entschlossen eine zweite Lehre anzufangen. Nebenbei habe ich auch das Abitur nachgeholt. Während dieser Zeit habe ich meinen Alkoholkonsum drastisch reduziert, zum einen weil ich mehrere Stunden am Tag mit Pendeln verbringen durfte und somit spät zu Hause war, zum anderen hatte ich das Abitur, was auch sehr zeitintensiv war. Ich habe meinen Fokus zu 100% auf meine Karriere gelegt. Seit 2010 trinke ich nur noch Alkohol zu besonderen Anlässen. Dazu zählen die Geburtstage meiner besten Freunde, meiner Verlobten sowie meinen eingeschlossen. Ferner setzte ich mir Ziele, in denen ich mich belohne, wenn ich diese erreiche.

13. Welche Wirkung haben Sie in der Vergangenheit nach Alkoholgenuss bei sich beobachtet?
(bei wenig und bei viel Alkohol)


Bei wenig Alkohol sind meine Schwächen eher in den Hintergrund gerückt. Da ich recht introvertiert war, konnte ich mich Öffnen und auf Menschen zugehen. Ich wurde lockerer und war zu dem Zeitpunkt auch viel selbsbewusster. Habe ich dagegen mehr Alkohol getrunken, war alles egal. Ich habe nur noch für den Moment gelebt und wurde übermütig. Meine Motorik wurde darüber hinaus auch in Mitleidenschaft gezogen. Ich habe undeutlich gesprochen. An den darauffolgenden Tagen habe ich eine gewisse Antriebslosigkeit wahrgenommen. Ich wollte z.B. nicht morgens nicht aufstehen und war eher faul. Dazu kommt, das ich bei höherem Alkoholkonsum eher die Person war, die ich gerne sein wollte.

14. Gab es kritische Hinweise Anderer auf Ihren Alkoholkonsum und wie haben Sie darauf reagiert?

Diese gab es nicht. Ich hatte versucht so oft es geht bei Freunden zu Übernachten und den Rausch auszuschlafen. Wenn ich nach Hause gekommen bin, habe ich darauf geachtet das keiner mehr wach war. Ich bin mir aber sehr sicher, das mein Eltern, hätten Sie das mitbekommen, mich zurechtgewiesen hätten.

15. Welche Auswirkungen und Folgen hatte Ihr Alkoholkonsum auf Ihr Leben und Ihr Umfeld?

Der Alkoholkonsum war natürlich nicht förderlich für den Sport. Ich musste jedes Wochenende am Samstag oder Sonntags zu Ligaspielen antreten. Am Anfang war es noch kein Problem für mich, aber nach einer Zeit habe ich abgebaut und wurde nicht mehr für die erste 11 nominiert. Ich habe mich dann mit der Rolle als Ergänzungsspieler abgefunden. Hinzukommt, das ich mit zwei aufeinanderfolgenden Kreuzbandrissen zu kämpfen hatte. Danach habe ich mit dem Fußball aufgehört. Wenn wir Alkohol konsumiert haben, habe ich es in erster Linie als etwas positives empfunden, das ich auf andere Menschen zugehen konnte. Die Kopfschmerzen, Antriebslosigkeit sowie die Trägheit habe ich in den darauffolgenden Tagen nach dem Alkoholkonsum als negativ empfunden. Der Nackenschlag bzw. der Tiefpunkt war als ich die Trunkenheitsfahrt vollzogen und folgerichtig aus dem Verkehr gezogen wurde.

16. Gab es in Ihrem bisherigen Leben frühere Zeiten, in denen sie weit mehr Alkohol als heute getrunken haben? Wenn ja, nennen sie bitte die Lebensabschnitte und mögliche Ursachen und Umstände dafür.

Ja, zu meinen Anfängen ab 2004 bis 2007. Ein Umstand war, das ich ein recht introvertierter Mensch war und mir es relativ schwer gefallen ist, mich gegenüber fremden Menschen zu öffnen und die Gespräche zu suchen. Als ich mit der zweiten Lehre angefangen habe, habe ich den Alkoholkonsum drastisch verringert. Als ich mit dem Studium 2010 angefangen habe, habe ich im Vergleich zu den 2 Jahren zuvor, mehr Alkohol getrunken aber seit dem Frühjahr 2011 bis heute liegt dieser auf einem konstant niedrigerem Niveau. Ich bin in eine neue Stadt gezogen und hatte hier eigentlich überhaupt keine Bezugspunkte. Als das Studium angefangen hatte, hat man sich in Grüppchen getroffen und zzsammen was unternommen. Meist sind wir mit den Kommilitonen durch die Stadt gezogen. So war es für mich einfacher neue Kontakte zu knüpfen. Aber das ist das hat sich nach dem ersten Semester auch wieder gelegt.

17. Haben sie jemals die Kontrolle über ihre Trinkmenge verloren und bis zur Volltrunkenheit Alkohol konsumiert?

Mir ist es selbst zwei Mal passiert, das ich die Kontrolle über die konsumierte Trinkmenge verloren habe. Das waren dann schleichende Übergänge die ich selber dann nicht mehr wahrgenommen habe, lediglich die Wirkung. Ich bin dann auf alkoholfreies Bier umgestiegen. Zur völligen Besinnungslosigkeit zu trinken ist mir, stand heute, erspart geblieben und das habe ich auch nicht vor.

18. Haben Sie früher schon einmal oder öfter über einen längeren Zeitraum bewusst und mit Absicht völlig auf den Genuss von Alkohol verzichtet?

Weder vor noch nach der Trunkenheitsfahrt habe ich über einen längeren Zeitraum auf den Konsum von Alkohol verzichtet verzichtet.
Mit Zitat antworten
  #4  
Alt 08.10.2018, 23:34
DerKTler DerKTler ist offline
Mitglied
 
Registriert seit: 08.10.2018
Beiträge: 14
Standard

19. In welcher Kategorie von Trinker haben sie sich früher gesehen und wie stufen Sie sich heute rückblickend ein? (mit Begründung)

Im jüngeren Alter bis 2005 habe ich meinen Alkoholkonsum als recht moderat und kontrolliert befunden. Ich habe mich zu dieser Zeit, als auch später nie zur Besinnungslosigkeit oder völligem Kontrollverlust betrunken, sodass ich auch selber nie das Empfinden hatte, ein Alkoholproblem zu haben. Rückblickend muss ich aber zugestehen, das ich den Alkohol gebraucht hatte um mich anderen Menschen zu öffnen, sozialer und geselliger zu werden. Hier steht der Alkoholmissbrauch ganz klar an erster Stelle und ich würde mich als einen beta-Trinker klassifizieren. Wobei ich hier noch hervorheben will, das es nie zu dem Zustand gekommen ist, das ich alleine Alkohol konsumiert habe. Ab 2006 würde ich mich ebenfalls als einen beta-Trinker einordnen. Im Gegensatz zu der Zeit davor, habe ich den Alkoholkonsum auf besondere Anlässe beschränkt, das erste Semester 2010 ausgenommen. Seit dieser Zeit lebe ich als kontrollierter Trinker.

20. Trinken Sie heute Alkohol? Wenn ja, was, wie viel und wie oft? (Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)

Ja, ich trinke Alkhol. Jedoch zu weitaus wenigeren Anlässen wie es früher war. Dazu zählen neben meinem eigenen Geburtstag, der Geburtstag meiner Verlobten. Dabei wird mit einem Glas Wein oder Sekt angestoßen. Über den weiteren Abend nehme ich dann 1-3 TE Bier oder Radler zu mir. Zur Weihnachtsfeier stoßen wir mit dem Chef mit einem Glas Wein auf das gesamte Jahr an. Hinzukommt, das ich mich mit meinen Freunden mal im Jahr treffe, entweder zur Sommer- oder Winterzeit. Hier trinke ich 2 TE Bier. Wie in der Vergangenheit, halte ich mich an der Regel fest, nicht mehr als 5 TE an einem Abend zu konsumieren.

21. Wann haben Sie zuletzt Alkohol getrunken?


Das lass ich erstmal noch offen.

22. Trinken sie gelegentlich alkoholfreies Bier?


Nein.

23. Warum trinken Sie heute Alkohol/keinen Alkohol?


Mir ist stets bewusst, das ich in meinen jüngeren Jahren Alkoholmissbrauch betrieben habe. Ich habe den Alkohol als Mittel zum Zweck betrachtet. Heute konsumiere ich Alkohol nur noch in überschaubaren Maßen. Dabei ist es mir wichtig festzuhalten, das ich nur noch Alkohol des Genusses wegen konsumiere und nicht wegen der Wirkung.

24. Warum haben Sie das Trinken reduziert bzw. aufgegeben und warum nicht schon eher?

Ich habe nicht wirklich wahrgenommen, das mein Alkoholkonsum sich stetig gesteigert hat. Das war irgendwie ein schleichender Prozess, aber dennoch habe ich eine Steigerung wahrgenommen, diese jedoch nicht als gravierend oder relevant empfunden. Kling zwar paradox, aber rückwirkend würde ich das genauso beschreiben. Ich hatte ja ein gewisses Umfeld, an das ich mich orientiert hatte und habe mich stets mit diesem Verglichen. Dabei ging es jetzt nicht nur primär um den Alkoholkonsum. Ich war definitionsgemäß ein Mitläufer ohne Rückgrad. Nachdem ich die zweite Lehre angetreten bin, habe ich mich sehr viele Gedanken um meine Karriere gemacht. Nach der ersten Ausbildung habe ich einfach keinen Job gefunden. Von daher war es gut aus dem gewohnten Umfeld, man könnte es auch Comnfort-Zone nennen, herauszukommen und die neue Lehre in einer anderen Stadt anzutreten und die Freunde einfach links liegen zu lassen. Die haben mir einfach nicht gut getan und ich habe mich mit meinen Sandkastenfreunden versöhnt. Ich war ca. 4 Stunden am Tag mit Pendeln unterwegs und habe Abends einfach keine Lust gehabt Alkohol zu konsumieren und dann am bnächsten Tag schwer aus dem Bett zu kommen und nicht fit für den Arbeitsalltag zu sein. Hier Stelle ich in den Vordergrund das ich keine Zeit gehabt hätte dies zu tun, ich wollte einfach nicht. Wir sind Abends mal in die eine oder andere Bar gegangen aber da hat es sich nur auf das Essen beschränkt. Zu dieser Zeit habe ich mir auch sehr viele Gedanken um die Trunkenheitsfahrt gemacht. Hier stand immer im Vordergrund was hätte passieren können. Ich bin mehr als überaus glücklich, das an diesem Abend niemand zu schaden gekommen ist. Ich habe immer daran gedacht was gewesen wäre, hätte die ich die Trunkenheitsfahrt evtl. ein oder zwei Jahre später gemacht? Wäre ich mehr Alkohol gewöhnt gewesen? Hätte ich mich dennoch auf den Roller gesetzt? Noch viel schlimmer, wäre ich auch in ein Auto gestiegen? Wären dort Insassen dabei gewesen. Was hätte ich alles Verloren? Job? Lehrstelle? Hätte ich in der zur Gesellschaft keinen Zugang mehr? Ist zwar alles konjunktiv, aber dennoch haben mich zu diesem Zeitpunkt diese Gedanken geplagt. Hier könnte man sich die Frage stellen, warum es ein Jahr gedauert hat, bis ich mir diese Situation noch einmal vor Augen führe. Ich habe ja erwähnt das ich introvertiert und sehr in mich geschlossene Persönlichkeit war. Dazu kommt aber auch noch, das ich einfach überhaupt kein Verantwortungsbewusstsein an den Tag gelegt habe. Ich habe zwar die erste Lehre sehr gut bestanden, aber bei allem was darüber hinaus ging, war ich überhaupt nicht zu gebrauchen. Ich habe an meiner Persönlichkeit gearbeitet und bin zwar immer noch introvertiert, habe aber gelernt damit umzugehen und damit zu arbeiten. Während der zweiten Lehre war ich dann auch viel offener, habe neue Menschen in der neuen Stadt kennengelernt. Ich habe meine Ausbildung als Jahrgangsbester abgeschlossen und nebenbei das Abitur nachgeholt. Ich hatte daraufhin eine Zusage für die Universität. Ich habe mich letztlich dafür entschieden, an den Studienort zu ziehen, welcher sich in einem anderen Bundesland befindet. Dieser Tapetenwechsel hat mir besonders gut getan. Hier konnte ich nochmal bei 0 anfangen mit neuen Menschen in meiner Umgebung. Während meiner Studienzeit bin ich nicht nur älter und reifer geworden sondern habe ich mir auch ein Selbsbewusstein aufgebaut. Dieses Selbstbewusstsein ist für mein Studium auch bitter nötig gewesen, da ich manche Vorträge vor über 100 Studenten halte und auch als Tutor fungiere. Während der ganzen Studien- bzw. Lehrzeit, war es mir immer wichtig, mir meine Persönlichkeit vor 11 Jahren immer vor Augen zu führen um nicht zu vergessen, was ich bis dahin alles erreicht habe. Jetzt stellt sich die Frage, warum ich das Trinken nicht schon eher reduziert habe. Ich habe mir einfach schlichtweg keinen Kopf gemacht.

25. Wie haben Sie die Änderung Ihres Trinkverhaltens erreicht und dabei die Umstellungsphase erlebt?

Die Änderung meines Trinkverhaltes habe ich ganz einfach erreicht. Ich habe es nämlich nicht mehr so ausschweifend gemacht wie es mit den falschen Freunden war. Ich habe es einfach nicht mehr gemacht und so habe ich anscheinend deren Interesse verloren und wurde nicht mehr eingeladen. Mir soll es recht gewesen sein. Mit der dazugewonnenen Zeit konnte ich wieder mehr Sport machen und war einfach viel ausgeglichener. Es gab keine Konzentrationsstörung aufgrund mangelnden Schlafes mehr und habe Tag für Tag an meinem Auftreten gearbeitet. Die Umstellungsphase hat sich als nicht so schwierig dargestellt. Ich habe einfach einen Schlussstrich gezogen. Zu dieser Zeit habe ich sehr viel gelesen und mir viel Wissen angeeignet. Ich habe mich viel Leistungsfähiger gefühlt. Ich hatte richtig Spaß an der Arbeit und konnte so meinen Ausbildern mit richtig guten Noten danken. Da ich mit den alten Kontakten auch nichts mehr zu tun hatte, wurde ich darüber hinaus auch in meinem Vorhaben bekräftigt. Mein Abitur habe ich ebenfalls als Jahrgangsbester abgeschlossen, was ein positives Signal war. Diese zwei Ereignisse haben mir sehr viel Selbstbewusstsein verschaffen. Darüber hinaus wurde mir damit aufgezeigt, dass das was ich geändert habe, der richtige Weg zum Ziel ist. Was noch dazukommt ist, das ich mich seitdem vermehrt mit Musik auseinandergesetzt habe und nun auch zwei Gitarren, sowie eine Mundharmonika und eine Geige besitze und diese auch spiele. Ich habe auch in der Anfangsphase der Beziehung mit meiner Verlobten auch mit dem Rauchen aufgehört, was auch schon sieben Jahre her ist.
Mit Zitat antworten
  #5  
Alt 08.10.2018, 23:35
DerKTler DerKTler ist offline
Mitglied
 
Registriert seit: 08.10.2018
Beiträge: 14
Standard

26. Wie wirkt sich Ihr geändertes Verhalten auf Sie, Ihr Leben und Ihr Umfeld aus?

In wirklich allen Belangen wirkt sich mein geändertes Verhalten positiv auf alles aus. Was meine Karriere betrifft habe ich nun zwei Ausbildungen abgeschlossen und nebenbei mein Abitur nachgeholt. Darüber Hinaus konnte ich einen Bachelor- sowie Master-Abschluss an einer Universität in einem der eher anspruchsvolleren Studiengängen erlangen. Zu guter Letzt bin ich gerade auch in diesem Fach am Promovieren, wobei ich dieses Ziel vorraussichtlich nächstes Jahr erreichen werden. Zusammengefasst habe ich was die Karriere betrifft, es geschafft mich von ganz unten oben zu arbeiten. Hätte ich mich, was mein Umfeld und mein Trinkverhalten betrifft, nicht geändert, hätte ich zu 100%iger Sicherheit nicht studieren können und meine jetztige Verlobte, und im nächsten Jahr meine Frau, niemals kennengelernt. Sie hat sich in unserer siebenjährigen Beziehung als ein fester Ankerpunkt entwickelt. Sie ist die liebenswerteste Person für mich und hilft mir einfach wann immer sie kann. Sie ist die Person mit der ich als erstes über mögliche Probleme spreche, wir beide kennen uns einfach in- und auswendig. Durch Sie habe ich auch den Blick für die Welt und das bereisen bekommen. Früher haben wir immer Strandurlaub an Touristenzielen gemacht. Mit ihr bereise ich die Welt und sie hat auch das Wandern für mich entdeckt, was ich früher ziemlich langweilig fand, aber jetzt einfach tierischen Spaß macht. Auf unserer letzten Reise habe ich Ihr dann auch die Fragen der Fragen gestellt. Ein weiterer Ankerpunkt sind meine besten Freunde, welche ich auch zur Familie zähle. Mit ihnen kann ich auch über wirklich alles reden und sind auch für jeden Spaß zu haben. Mit denen gehe ich wirklich durch dick und dünn. Aus dem Sandkasten-Freunden sind es nun ehrbare Väter geworden, welche alle meine Trauzeugen sind. Diese Menschen habe ich zwar einmal gegen Andere eingetauscht, aber das wird nicht noch einmal passieren. Bessere Menschen wird man einfach nicht finden können. Wenn es Probleme gab, sind meine Freunde, neben meiner Verlobten die zweiten Anspechpartner. Was meine Familie betrifft hat sich eigentlich garnichts geändert. Mein Vater ist bis jetzt immer noch die einzige Person, die nichts von all dem weiß. Zu ihm habe ich nicht so eine starke Bindung wie zu meiner Mutter oder meinen Geschwistern. Jedoch hat sich hier auch nicht gravierend geändert als das meine Geschwister älter geworden sind und nun auch alle Kinder bekommen habe. Mein geändertes Verhalten wirkt sich in wirklich allen Belangen positiv für mich aus. Ich bin stolz, auf das was ich alles geschafft habe und froh diesen Weg gegangen zu sein.

27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?

In erster Linie liegt es an mir dafür zu sorgen, das es stabil bleibt. Das bedeutet, das ich nicht mehr in alte Muster rückverfalle. Das ist mir in all den Jahren gelungen, weil ich zum einen über die Jahre viel Selbstbewusster geworden bin. Zum anderen bin ich seitdem auch viel reifer geworden. Vielleicht war ich es früher nicht, aber bin mir jetzt im klaren was ein solches Umfeld anrichten kann und mit mir gemacht hat. Nachdem ich die falschen Freunde in den Wind geschossen habe, hatte ich niemanden mit dem ich darüber reden konnte. Das meiner Mutter zu erzählen, habe ich als recht peinlich empfunden. Habe nun eine Frau an meiner Seite, die zu jeder Zeit 100% hinter mir steht und mit der ich über alles reden kann. Selbst wenn Sie aber nicht mehr wäre, habe ich mir in den letzten 11 Jahren ein stabiles Umfeld aufgebaut, welches mich immer wieder auffangen würde. Auch aufgrund meines Studiums, weiß ich zu was Alkohol alles in der Lage ist und welche Organe angegriffen und in Mitleidenschaft gezogen werden. Seit über 10 Jahren übe ich das kontrollierte Trinken aus. Ich habe dazu im Jahre 2014-2015 mir monatlich Blut entnehmen lassen, damit die relevanten Blutwerte bestimmt werden können. Nach Rücksprache mit der Ärztin wurde mir bestätigt, das die Werte nicht auf ein starken Alkoholkonsum, sondern sich im unteren Normbereich befinden. Ich habe früher auch sehr viel geraucht und seit fast sieben Jahren bin ich mit diesem Thema auch durch. All das was ich bis heute erreicht habe, unterstreicht wie gut die Änderungen mir getan hat. Aufgrund der Reife und des Alters was ich erlangt habe, weiß ich, das ich nie wieder in so eine Situation kommen werde.

28. Können Sie sich vorstellen, jemals wieder in Ihre alten Gewohnheiten zurückzufallen? (Ja/Nein + Begründung)

Nein, ich könnte mir niemals vorstellen wieder in alte Muster zurückzufallen. Dafür habe ich in der letzten Dekade einfach zu viel erreicht um das aufs Spiel zu setzen. Aber ich muss zugestehen, wenn ich Abends z.B mit meiner Verlobten unterwegs bin, und mir ein Betrunkener über den Weg läuft, ich mich an früher erinnere. In diesen Momenten halte ich mir immer wieder vor Augen, was ich alles geschafft habe. Ich habe mir in den letzten Jahren ein sehr starkes Umfeld aufgebaut auf das ich immer zählen und zurückgreiffen kann.

29. Wie wollen sie in Zukunft das Trinken vom Fahren trennen?

Anlässe werden genau geplant und wenn einer ansteht, spreche ich mich mit meiner Verlobten ab. Falls ich fahren sollte, trinke ich definitiv keinen Alkohol mehr. Dabei gilt für michnur noch die ‰-Grenze. Alternativ wird das Auto stehen gelassen und die öffentlichen Verkehrsmittel genutzt.

30. Haben Sie zum Abschluss noch etwas hinzuzufügen?

Nein
Mit Zitat antworten
  #6  
Alt 08.10.2018, 23:48
Benutzerbild von marianee
marianee marianee ist offline
MPU Profi
 
Registriert seit: 21.09.2015
Beiträge: 1.008
Standard

Zitat:
Also angefangen hat alles, das ich mich mit meiner damals praktizierten Religion nicht mehr identifizieren konnte und wollte. Nachdem meine besten Freunde ihre ersten Erfahrungen damit gemacht haben, habe ich mir diese angehört. Ich war auch das eine oder andere Mal dabei gewesen ohne Alkohol konsumiert zu haben. Das erste was mir aufgefallen ist, war die Ausgelassenheit mit der die Abende immer verbunden waren. Es gab nie streit und der Spaß hatte uns immer begleitet, gleich einer heilen jugendlichen Welt. Zu der Zeit wurde auch vermehrt auf dem Schulhof darüber gesprochen, was am Wochenende gemacht wurde. Das ich für mich den Entschluss getroffen habe, das erste Mal Alkohol zu konsumieren, war frei von äußeren Einflüssen. Hier sollte nun die Frage geklärt werden warum ich diesen Entschluss gefasst habe. Ich bin eine sehr introvertierte und schüchterne Persönlichkeit. Zu dieser Zeit habe ich mich sehr für Frauen interessiert, habe aber immer einer innerliche Barriere gespürt, die es mir unmöglich gemacht hat in Kontakt mit anderen Menschen zu kommen. Ich habe beobachten können, wie einfach meine Freunde das gemacht haben und zugegebener Maßen war ich auch oft Eifersüchtig. Ich weiß nicht ob es eine logische Schlussfolgerung darstellt, aber durch eine potentiel leichtere Kommunikation habe ich das erste Mal Alkohol konsumiert. Diese Annahme hat sich auch bestätigt. Ich war in der Lage mich zu öffnen und Gespräche zu suchen. So bin ich schließlich zu meiner ersten Freundin gekommen mit der ich 5 Jahre zusammen war. Während dieser Zeit hatte ich dann mit anderen Leuten zu tun gehabt mit denen ich mich angefreundet hatte. Zu dieser Zeit habe ich die zweite merkliche Veränderung in meinem Trinkverhalten warnehmen können. In der Vergangenheit kam es vor, das ich nur ein Mal draußen Alkohol getrunken hab. Sonst ist dies nur in geschlossenen Räumen unter Freunden geschehen. Nun haben wir uns, wenn das Wetter gut war, im Park verabredet, gegrillt, Karten gespielt. Dabei haben wir mit Bier angestoßen und Freizeit genossen. Die Leute mit denen ich mich angefreundet habe, waren allesamt älter und zum Teil auch schon volljährig. Ich wurde eingeladen mit in die Disco zu gehen. Nachdem mir dass das erste Mal gefallen hat, haben wir das öfter gemacht. Dabei ist entweder einer nüchtern geblieben um zu fahren, oder wir sind allesamt mit dem Zug gefahren. Unabhängig davon, haben wir uns vorher getroffen um die Stimmung anzuheben. Das war die Phase wo ich in Kontakt mit Longdrinks und Cocktails gekommen bin. Dabei wurde zuerst mit Bier angestoßen und dann auf die hochprozentigen Mischgetränke gewechselt. Während dieser Phase haben ich hin und wieder einen äußeren Druck verspüren können. Ich wurde z.B. beim Vortrinken schon dazu aufgefordert mehr zu trinken. Das hat sich dann von der Fahrt bis hin zur Disco gezogen. Wohlgemerkt, das ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht volljährig war und somit stets nüchtern und gestanden wirken wollte, damit mein Ausweis nicht kontrolliert wird. Ich wollte dadurch nich nur mich, sondern auch meine Freunde nicht enttäuschen. Wenn ich nicht zum nächsten Getränk gewechselt habe wurde ich belächelt und habe lappsige Sprüche von der Seite bekommen. Um die Dazugehörigkeit sowie falsche Stärke zu wahren, hatte ich eine halbvolle Bierflasche dabei, damit das ein Ende hatte. So konnte ich immer darauf verweisen, das ich gerade ein Bier trinke und das Alte schon ausgetrunken hatte. Im Jahr 2007 hatte das dann ein Ende. Nachdem ich die Ausbildung beendet hatte, habe ich keine Anstellung gefunden und habe mich dann entschlossen eine zweite Lehre anzufangen. Nebenbei habe ich auch das Abitur nachgeholt. Während dieser Zeit habe ich meinen Alkoholkonsum drastisch reduziert, zum einen weil ich mehrere Stunden am Tag mit Pendeln verbringen durfte und somit spät zu Hause war, zum anderen hatte ich das Abitur, was auch sehr zeitintensiv war. Ich habe meinen Fokus zu 100% auf meine Karriere gelegt. Seit 2010 trinke ich nur noch Alkohol zu besonderen Anlässen. Dazu zählen die Geburtstage meiner besten Freunde, meiner Verlobten sowie meinen eingeschlossen. Ferner setzte ich mir Ziele, in denen ich mich belohne, wenn ich diese erreiche.
Der Ansatz ist schonmal gan gut. Aber es sind paar Widersprüche drin. Wenn ich zu einem Geburtstag gehe, habe ich ein Weinglas mit Wasser. Damit mir keiner auf die Nerven geht. Du bist jünger als ich. Okay. Aber eine Sache ist mir noch aufgefallen, dazu später. Lass es erstmal setzen, es ist ja nichts passiert.
Mit Zitat antworten
  #7  
Alt 11.10.2018, 20:44
DerKTler DerKTler ist offline
Mitglied
 
Registriert seit: 08.10.2018
Beiträge: 14
Standard Update 11.10.2018

Guten Abend zusammen,

habe meinen Antrag abgegeben und mir die Akte angeschaut. Ich habe mit der Begutachtungsstelle telefoniert und vorraussichtlich bekomme ich einen Termin zwischen Mitte und Ende November.
Mit Zitat antworten
  #8  
Alt 14.10.2018, 14:29
DerKTler DerKTler ist offline
Mitglied
 
Registriert seit: 08.10.2018
Beiträge: 14
Ausrufezeichen Update 13.10.2018

Guten Tag zusammen,

ich habe gestern die Zahlungsaufforderung der Begutachtungsstelle erhalten. Ich werde den Betrag zeitnah Überweisen und müsste dann im Anschluss von der Begutachtungsstelle einen Termin erhalten.

Falls wer noch Anregungen, Kritik oder Verbesserungsvorschläge zu meinem geposteten Fragenkatalog hat, würde ich mich sehr darüber freuen, wenn mir das mitgeteilt wird.

Nochmal vielen Dank im Voraus und noch ein schönes Restwochenende
Mit Zitat antworten
  #9  
Alt 14.10.2018, 14:53
Benutzerbild von darksoul
darksoul darksoul ist offline
Stammpersonal
 
Registriert seit: 11.02.2016
Beiträge: 419
Standard

Hallo,

hab nicht viel Zeit, aber hierzu wollte ich etwas schreiben:

Zitat:
2. Was und wie viel haben Sie am Tattag insgesamt getrunken? (Genaue Angaben in Sorte, Menge, Trinkzeit)

Da die Tatzeit gewiss einige Jahre zurückliegt, kann ich keine absoluten Trinkmengen angeben. Ich werde diese, soweit ich kann, gewissenhaft aufführen. Das erste Bier (0.5 L * 4,8% ) habe ich gegen 20 Uhr getrunken. Es folgten bis ca 23 Uhr drei weitere Biere (3 * 0.5 L * 4,8% ) sowie sechs Wodka/Cola-Drinks (6 * 0,1 L * 50/50 --> 0,3 L Wodka 40% ). Somit betrug die Trinkzeit 3 Stunden. Ab ca 23:30 habe ich in der Diskothek weitere Getränke bis ca. 02:30 Uhr konsumiert. Hier betrug die Trinkzeit ebenfalls 3 Stunden. Dabei habe ich weitere vier Biere (4 * 0,5 L * 4,8% ) zu mir genommen, bis ich die Diskothek verlassen habe. Über die gesamte Trinkzeit von 6 Stunden habe ich zusammengerechnet 8 * 0,5 L * 4,8% Bier (192 mL Alkohol) sowie 6 * 0,1 L * 50% (300 mL Alkohol) zu mir genommen. Die finale Trinkmenge beläuft sich auf ca. 0,492 L Alkohol. Hier habe ich gerade ein etwas größeres Problem. Gerade wollte ich den Alkoholwert im Blut durch einen Promillerechner berechnen lassen, welcher aber überhaupt nicht gepasst hat. Wenn ich die Widmark-Formel anwende, bin ich alleine bei den Bieren schon bei einem Promillewert von 2,31‰. Berechnet wurde dieser Wert folgendermaßen: BAK = A/m*r = 19,2 g * 8 / 95 kg * 0,7. Wenn ich diese Formel für die Londrinks anwende, lässt sich ein BAK von 3,01‰, gemäß BAK = 200 g / 95 kg * 0,7, ermitteln. Zusammengerechnet wäre das ein BAK von 5,32‰ und ist ein Faktor 3 größer als der tatsächlich ermittelte Wert. Im Aufbauseminar haben wir einen Arbeitsbogen ausgehändigt bekommen, in der ebenfalls eine Berechnung über die Trinkeinheiten durchgeführt wurde. Bei 8 * 0,5 L Bier und unter der Berücksichtigung das 0,2 L eine Trinkeinheit darstellen, habe ich 20 Trinkeinheiten konsumiert. Hier wurde vermekt, das pro 10 kg Körpergewicht über 80 kg einmalig 0,1‰ abgezogen werden. Das währen folglich bei mir 0,15‰. Somit lässt sich ein BAK von 1,85‰ berechnen. Wenn ich den Schnaps aus den Longdrinks rausrechne (300 mL), lassen sich unter der Berücksichtigung das 0,02 L eine Trinkeinheit darstellen, 15 Trinkeinheiten ermitteln. Werden hier ebenfalls die 0,15‰ abgezogen, lässt sich ein BAK von 1,35‰ berechnen. In der Summe währe es rechnerisch ein BAK von 3,2‰. Hier weiß ich gerade wirklich nicht, wie ich mit diesen Werten umzugehen habe. Hier wäre ich über jede Hilfe dankbar.
Mit der Widmark-Formel hier aus dem Forum würde ich das wie folgt angehen:

1.) Reduktionsfaktor: Hier gehe ich jetzt mal von Deinem "Normalgewicht" aus, der Einfachheit 80kg x 0,7 = 56

2.) Abbauzeit: 20 Uhr Trinkbeginn, 1 Std. später fängt der Abbau an (21 Uhr) - bis um 3:30 Uhr sind 6,5 Stunden x 0,15 Promille Abbau/Std. = 0,975

3.) Berechnung der Gesamtpromille: 1,77 Promille gemessen + 0,975 Abbau = 2,745 Promille x den aus Pkt. 1 ermittelten Reduktionsfaktor (56) = 153,72gr

4.) Berücksichtigung des Resorptionsdefizits 153,72gr x 1,25 = ca. 192 (Gramm Alkohol, den Du insgesamt aufgenommen hast)

5.) Berechnung des Alkohols anhand Deiner angegebenen Getränke:

2 Liter Bier: 2000ml x 0,048 x 0,8 = 76,8gr

600ml Long-Drink (Mischung 50/50) = 300ml x 0,4 x 0,8 = 96gr

Fazit:
Ergibt in der Summe 172,8gr, d.h. zu den ermittelten 192gr fehlen noch ca. 20gr - wäre z.B. noch ein Bier á 0,5l.
__________________
Liebe Grüße, darksoul
Mit Zitat antworten
  #10  
Alt 14.10.2018, 15:42
DerKTler DerKTler ist offline
Mitglied
 
Registriert seit: 08.10.2018
Beiträge: 14
Standard

Zitat:
Zitat von darksoul Beitrag anzeigen
Hallo,

hab nicht viel Zeit, aber hierzu wollte ich etwas schreiben:



Mit der Widmark-Formel hier aus dem Forum würde ich das wie folgt angehen:

1.) Reduktionsfaktor: Hier gehe ich jetzt mal von Deinem "Normalgewicht" aus, der Einfachheit 80kg x 0,7 = 56

2.) Abbauzeit: 20 Uhr Trinkbeginn, 1 Std. später fängt der Abbau an (21 Uhr) - bis um 3:30 Uhr sind 6,5 Stunden x 0,15 Promille Abbau/Std. = 0,975

3.) Berechnung der Gesamtpromille: 1,77 Promille gemessen + 0,975 Abbau = 2,745 Promille x den aus Pkt. 1 ermittelten Reduktionsfaktor (56) = 153,72gr

4.) Berücksichtigung des Resorptionsdefizits 153,72gr x 1,25 = ca. 192 (Gramm Alkohol, den Du insgesamt aufgenommen hast)

5.) Berechnung des Alkohols anhand Deiner angegebenen Getränke:

2 Liter Bier: 2000ml x 0,048 x 0,8 = 76,8gr

600ml Long-Drink (Mischung 50/50) = 300ml x 0,4 x 0,8 = 96gr

Fazit:
Ergibt in der Summe 172,8gr, d.h. zu den ermittelten 192gr fehlen noch ca. 20gr - wäre z.B. noch ein Bier á 0,5l.
Hallo Darksoul,

ich habe es nun auch der Einfachheit halber mit dem hier verfügbaren Promillerechner gemacht. Füge ich nun das große Bier noch hinzu passt es.
Vielen Dank für deinen Beitrag
Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen

Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.

Gehe zu


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 09:49 Uhr.