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  #1  
Alt 09.01.2006, 05:51
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Standard Unterlagen zur Neuerteilung

Diese Unterlagen brauche Ich um mein Führerschein zu beantragen

• Einsicht in meine Führerscheinakte und Verkehrszentralregister sollte vor Antragstellung erledigt sein.
Einsicht zur Führerscheinakte kann ich jederzeit bei der zuständigen Fsst nehmen.
Antrag für Auskunft aus dem Verkehrszentralregister (VZR) findest du hier
Jeder sollte über sich und seine Einträge Bescheid wissen.

• Antrag auf Führungszeugnis bei der zuständigen Stadtbehörde. Dieses wird im allgemeinen direkt zur Fsst geschickt und dauert etwa zwei bis vier Wochen.

Frühestens drei Monate vor Ablauf der gerichtlichen Sperre kann die Wiedererteilung beantragt werden. Hier habe ich dann folgende Unterlagen vorzulegen:

• Personalausweis bzw. Pass, ab Okt. 2008 Biometrisches Passfoto

• 1 Lichtbild
(35 x 45 mm, ohne Rand, Hochformat, Halbprofil ohne Kopfbedeckung)

• falls vorhanden, Unterlagen über die Entziehung der Fahrerlaubnis (z. B. Gerichtsurteil)

• Nachweis der Unterweisung in lebensrettenden Sofortmaßnahmen für die Neuerteilung der Klassen A, A1, B, BE, M, L oder T,

• Bescheinung über die Ausbildung in Erster Hilfe für die Neuerteilung der Klassen C, C1, CE, C1E, D, D1, DE oder D1E

• Sehtestbescheinigung für die Neuerteilung der Klassen A, A1, B, BE, M, L oder T
(nicht älter als 2 Jahre)

• Augenärztliches Gutachten über das Sehvermögen anstelle der Sehtestbescheinigung bei der Neuerteilung der Klassen C, C1, CE, C1E, D, D1, DE oder D1E (nicht älter als 2 Jahre)

• Ärztliche Gutachten über die körperliche und geistige Eignung bei der Neuerteilung der Klassen C, C1, CE, C1E, D, D1, DE oder D1E (nicht älter als 2 Jahre)

Link > Einteilung der Fahrerlaubnisklassen
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#blossom#
  #2  
Alt 10.01.2006, 16:21
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Dieser Text wurde von hesekiel zur Verfügung gestellt

Verkehrszentralregister

Im Verkehrszentralregister werden die im Straßenverkehr auffällig gewordenen Verkehrsteilnehmer registriert. Auskünfte aus diesem Register erhalten nur berechtigte Stellen und der Betroffene selbst. Entscheidungen über Maßnahmen zur Fahrerlaubnis trifft nicht das KBA, sondern die jeweils zuständige Fahrerlaubnisbehörde.

Im Verkehrszentralregister werden im wesentlichen rechtskräftige bzw. bestandskräftige Entscheidungen erfasst:

- von Fahrerlaubnisbehörden (bundesweit ca. 650), die die Fahrerlaubnis versagen, entziehen oder neu erteilen (einschließlich sonstiger Maßnahmen nach dem Punktsystem)

- von Bußgeldbehörden, die eine Verkehrsordnungswidrigkeit mit einer Geldbuße von mindestens 40 Euro oder einem Fahrverbot ahnden

- von Gerichten, die eine Verurteilung wegen einer Straftat im Zusammenhang mit dem Straßenverkehr aussprechen.

Die im Verkehrszentralregister eingetragenen Entscheidungen werden nach Art und Schwere gewichtet, bepunktet und nach bestimmten Fristen gelöscht.
Nach dem Punktsystem unterrichtet das Kraftfahrt-Bundesamt das jeweils zuständige Straßenverkehrsamt des Betroffenen.

Nicht jeder Verstoß führt zu einem Eintrag in das Verkehrszentralregister. Verwarnungen und Ordnungswidrigkeiten unter 40 Euro bleiben unberücksichtigt.

Das Verkehrszentralregister

- übermittelt die im Register vorgehaltenen Informationen an Gerichte, Staatsanwaltschaften, Bußgeld- und Verwaltungsbehörden, Polizei und Bundesgrenzschutz. Diese Behörden treffen im Interesse der Verkehrssicherheit Entscheidungen über notwendige verkehrserzieherische und verkehrspolitische Maßnahmen.

- erteilt Auskünfte an den Betroffenen über die zu seiner Person eingetragenen Verkehrsverstöße.
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  #3  
Alt 18.03.2006, 23:43
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Dieser Text wurde von Samuel zur Vefügung gestellt.
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Der Gang zur Behörde ist nun, auch für alle Behördenmuffel, unausweichlich. Liebe Sünder, bedenkt dabei, dort arbeiten auch nur Menschen. Auch die haben einen Anspruch auf ein freundlich vorgebrachtes Anliegen. Laßt also Euren persönlichen Frust nicht an den Beamten aus und es wird alles halb so problematisch sein.
Etwas mehr als drei Monate vor Ablauf der Sperrfrist bekommt Ihr in der Regel ein Schreiben von der Führerscheinstelle, mit einem Infoblatt zur Wiedererteilung der Fahrerlaubnis. Da steht geschrieben, was Ihr alles beizubringen habt, um die Fahrerlaubnis erneut zu beantragen und was der Vorgang kostet. Aber vorsicht, nicht alle Führerscheinbehörden machen das, weil kein Recht dahintersteht. Besser ist es, sich drei Monate vor Ablauf der Sperrfrist selbst zu erkundigen, bzw. den Antrag auf Neuerteilung zu stellen.

Dort wird auch auf die MPU hingewiesen, auf die Zweijahresfrist für theoretische und praktische Prüfung, auf Aufbauseminare für FS-Entzug während der Probezeit und auf Sperrfristverkürzung für Ersttäter.


Führerschein: Zwei-Jahres-Grenze entfällt

Bei Alkohol, Drogen oder sonstigen Straftaten im Straßenverkehr galt lange Zeit: Wer auf gerichtliche Anordnung zwei Jahre oder mehr auf seine Fahrerlaubnis verzichten musste, kam um eine neue Führerscheinprüfung nicht herum. Das hat sich geändert.
Die zeitliche Obergrenze von zwei Jahren gilt seit einer Änderung der Fahrerlaubnisverordnung im Jahr 2008 nicht mehr. Vielmehr ordnet die Behörde eine Führerscheinprüfung jetzt immer dann an, wenn sie begründete Zweifel an den Fahrkenntnissen und -fähigkeiten des Bewerbers hat. Somit kommt es nicht mehr auf den zeitlichen Rahmen, sondern auf den Einzelfall an. Auch Betroffene oberhalb der bisherigen Zwei-Jahres-Grenze haben demnach einen Anspruch darauf, dass in ihrem Fall individuell geprüft wird, ob sie eine Führerscheinprüfung machen müssen.
Hexe

Ihr braucht also:

Einen Personalausweis / Reisepaß
Strafbefehl oder Urteil mit Rechtskraftvermerk
Biometrisches Lichtbild 35x45
Für A,A1,B,BE,L,M,T
einen normalen Sehtest vom Optiker, nicht älter als 2 Jahre und einen Nachweis über lebensrettende Maßnahmen am Unfallort

Für alles Andere braucht Ihr ein Gutachten vom Augenarzt und eine Ausbildung in erster Hilfe. Für Fahrgastbeförderung zusätzlich noch ein psychologisches Gutachten.
In manchen Bundesländern benötigt Ihr noch ein Führungszeugnis der Belegart 0 (null), welches auf dem Einwohnermeldeamt beantragt wird.

Wenn Ihr das alles zusammen habt, dann geht Ihr zur FSS und beantragt Euren Führerschein.
Dann habt Ihr erst mal ein bischen Zeit, so 2 - 6 Wochen, dann schreibt Euch die FSS, daß Ihr ein Gutachten beibringen müßt.

Jetzt habt Ihr 14 Tage Zeit, der FSS mitzuteilen, wo Ihr Euch begutachten lassen wollt. Dazu ist ein Formblatt angeheftet, auf dem sämtliche, in der Umgebung liegende Begutachtungsstellen verzeichnet sind (In BW sind das 23). Da sucht Ihr Euch eine raus, die könnt Ihr ankreuzen und damit begebt Ihr Euch auf die Führerscheinstelle.

Achtung!!!!! Auf dem Blatt gibt es ein Kästchen, auf dem Ihr Euch bereit erklärt, die Gutachter von Ihrer Schweigepflicht zu entbinden und das Gutachten auf direktem Wege an die FSS zu senden. Das ja nicht!!!!!

Wenn Ihr die MPU vergeigt, dann liegt das Gutachten wie ein Stein in der Akte und es wird schwer, weil jeder neue Gutachter erst mal das negative Gutachten lesen wird und sich im Zweifelsfall daran orientiert.
Gleichzeitig schreibt Ihr einen formlosen Antrag auf Einsicht in die Führerscheinakte.

Eure Adresse
Adresse FSS
Antrag auf Einsicht in die Führerscheinakte
Hiermit beantrage ich Einsicht in meine Führescheinakte, bevor diese an XYZ versandt wird.
MfG
Sünder (Datum und Unterschrift nicht vergessen)

Dann seid Ihr wieder bei Eurem Sachbearbeiter (ein freundliches Wort nicht vergessen). Dem gebt Ihr, was er haben will und dafür dürft Ihr in Eure Führerscheinakte schauen. Vergewissert Euch, daß es auch Eure ist und nicht von einem Namenvetter. Es ist wichtig zu wissen, was da drin steht, denn das ist das Material, auf Grundlage dessen Ihr begutachtet werdet. Wenn Ihr während der Begutachtung was erzählt, was nicht mit der Akte übereinstimmt, dann wird das Gutachten negativ.

Wenn Euer Gutachten dann positiv ist und Eure Sperrfrist abgesessen, dann steht Euch ein vorläufiger Führerschein zu. §2 Abs.2 Nr3 STVG, gegen extra Gebühr natürlich. Wenn Euer Sachbearbeiter jetzt unfreundlich ist und nicht mag, dann ist es an der Zeit mit der Dienstaufsicht zu drohen. Meist reicht aber ein Gang zum Behördenleiter und alles löst sich in Wohlgefallen auf. Und immer recht freundlich.
Natürlich ist so eine Behörde auch wichtig und es kann einen Tag dauern, bis der Sachbearbeiter die letzte Seite durchgelesen hat.

Solltet Ihr trotz allem ein negatives Gutachten ergattert haben, dann Antrag zurückziehen, rausfinden warum das Gutachten negativ war, Gründe beseitigen, erneuten Antrag stellen und eine zweite MPU absolvieren.

Das Alles kostet natürlich furchtbar viel Geld. Was wann wieviel kostet, das werdet Ihr selber rausfinden. Viel Spaß dabei.
__________________
#blossom#
  #4  
Alt 19.03.2012, 12:53
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spencer spencer ist offline
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Registriert seit: 23.01.2012
Beiträge: 184
Standard Führungszeugnis beantragen - Was, wie & wo?

Ziel:
Beispiel: Ich möchte wissen, ob ein bestimmtes Delikt in meinem Führungszeugnis vermerkt wurde, welches an die Führerscheinstelle geschickt wird.

Info: Es gibt für uns 2 relevante Arten eines Führungszeugnises.
Führungszeugnis der Belegart "N" = privates Fü.-Z
Führungszeugnis der Belegart "O" = behördliches Fü.-Z
Oft wird gesagt, dass behördliche Fü.-Z sei ausfürlicher als das private. Dies ist nicht ganz richtig.
Das behördliche Fü.-Z ist vollständiger!
Im behördlichem Fü.-Z, das bei einer MPU eingeholt wird, können Delikte stehen, die im privaten nicht aufgeführt sind.
Das private Fü.-Z der Belegart "N" kostet ebenfalls 13 € und wird an euch direkt verschickt.

Wie gehe ich vor?
Zur Meldebehörde, Rathaus etc laufen und ein Führungszeugnis der "Belegart O" beantragen.
Kosten: 13 €

Beim beantragen darauf bestehen, dieses nicht an die betreffende Behörde zu schicken, sondern an ein Amtsgericht eurer Wahl.
Falls der/die Sachbearbeiter/in nicht mitspielen, sie auf die Webseite des Bundeszentralregisters verweisen. Dort findet man alle Informationen und auch der/die Sachbearbeiter/in können was dazulernen.
Wird das behördliche Fü.-Z mit dem Umweg eines Amtsgerichtes beantragt, bekommt es die Belegart "PB" (behördliches Fü.-Z mit vorheriger Einsicht).
Dadurch verzögert sich die ganze Sache enorm.
Aber nur so bekommt Ihr die Möglichkeit euer behördliches Fü.-Z zu sehen, bevor es überhaupt auf der Führerscheinstelle liegt.

Was passiert dann?
Ist das Fü.-Z beim Amtsgericht angelangt, werdet Ihr schriftlich benachrichtigt.
Auf dem Amtsgericht könnt Ihr euch handschriftliche Notizen anfertigen und danach entscheiden, ob es vernichtet oder an die betreffende Behörde weitergeleitet werden darf.

Bedenkt, dass die Führerscheinstelle spätestens bei Eurer MPU Einsicht in euer behördliches Fü.-Z bekommen.
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