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  #1  
Alt 21.11.2012, 21:03
eugen81 eugen81 ist offline
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Standard ärztliches Gutachten Kokain

ich hätte einige Fragen, vielleicht kann mir jemand weiterhelfen:

Im August 2012 wurde ich von der Polizei kontrolliert, bei mir wurde der Besitz von 0,2 gr Crack festgestellt. Ich musste damals weder Urin- noch Bluprobe abgeben. Es besteht kein Bezug zum Straßenverkehr, weswegen ich auch nur eine Aufforderung zur Erstellung eines ärztlichen Gutachtens erhalten habe. Ich bin noch nie auffällig geworden.
Am nächsten Montag ist die Untersuchung. Die von mir gewählte Stelle meinte, sie würden 2 Urinkontrollen machen. Da ich meinen Konsum seit dem Vorfall eingestellt habe, werden diese negativ ausfallen, d.h. es ist kein aktueller Drogenkonsum nachweisbar. Nun sprach ich allerdings heute morgen mit einem Anwalt, der meinte, ich sollte mich nicht darauf verlassen, dass die nur eine Urinkontrolle machen, sie könnten auch eine Haaranalyse verlangen. Habe ich ein Recht auf eine Urinkontrolle, wenn die begutachtende Stelle mir dies telefonisch versichert hat?
Der Anwalt riet mir, bezüglich des Sachverhaltes keine ANgaben zu machen (mit der Begrüdung, dass das Verfahren noch laufe). Solange nur der Besitz aktenkundig ist, können sie mich auch bei der sicherlich nicht abwägigen Annahme, dass ich auch konsumiere, nicht einfach zur MPU schicken. Das wäre natürlich klasse!
Allerdings war ich gestern bei der Drogenberatung. Dort riet man mir, meinen Führerschein freiwillig abzugeben, einen 6-monatigen Abstinenznachweis zu erbingen und mich auf die MPU vorzubereiten. Mit Kokain werde man eigentlich grundsätzlich zur MPU geschickt. Nun bin ich vollends verwirrt und weiß nicht, was ich machen soll. Vielleicht weiß jemand Rat?

Kann ich mich auf die telefonische AUskunft verlassen, dass eine Urinkontrolle gemacht wird und keine Haaranalyse. Oder sollte ich meine Haare entsprechend kürzen? Wenn sie eine Haarprobe verlangen und ich diese verweigere und dementsprechend der begutachtende Arzt sich weigert, ein Gutachten zu erstellen, bekomme ich dann mein Geld zurück?
Besteht tatsächlich die Möglichkeit, dass ich nicht zur MPU muss, da mir nur der Besitz nachgewiesen werden kann?
Oder ist es sinnvoll, den Führerschein freiwillig abzugeben?
Sollte ich einfach abwarten, sprich, das ärtzliche Gutachten erstellen lassen und schauen, was passiert?
Kann ich den Führerschein nach dem äG bei Aufforderung zur MPU immer noch freiwillig abgeben? Ich denke, wenn es zur MPU kommt, würde ich diese nicht bestehen (tatsächlich hab ich mich schon damit abgefunden, dass ich meinen Führerschein los bin).

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

Beste Grüße
Eugen
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  #2  
Alt 21.11.2012, 23:37
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samuel samuel ist offline
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Wo keine Haare, gibt es keine Haaranalyse, wobei Haarlängen unter 1cm zu vernachlässigen sind.

Ein Anrecht auf "keine Haaranalyse" gibt es nicht. Verweigerst Du die, wird davon ausgegangen, dass Du Konsument bist, der Lappen wird Dir entzogen und eine MPU angeordnet. Das Geld siehst Du natürlich nicht wieder.

Dein Anwalt hat insofern recht, dass bei nichterwiesenem Konsum keine MPU folgt, irrt aber, wenn er Dir rät keine Angaben zu machen.

Erzählen musst Du was.
Wenn nichts, aber auch gar nichts zu Dir aktenkundig ist (außer dem Fall), dann brauchst Du keinen Konsum zuzugeben. Hast Du auf dem Klo gefunden oder für jemanden aufbewahrt, hat der Hund angeschleppt.

Du nimmst das nicht, hast es nie genommen und wirst es auch nie nehmen. Dazu zwei saubere UK und Du bist für diesmal aus der Sache raus. Der Spaß liegt dann 10 Jahre in Deiner Führerscheinakte, wenn sie Dich in der Zeit noch mal erwischen, bekommst Du die große Packung.
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  #3  
Alt 22.11.2012, 01:06
eugen81 eugen81 ist offline
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Danke Samuel,

das bedeutet, deiner Meinung nach sollte ich den FS nicht freiwiliig abgeben?

Problematisch ist der Tatort, der war im Bahnhofsviertel. Da will mir nichts glaubwürdiges einfallen...

Oder ist Glaubwürdigkeit kein Kriterium? (Hund hats angeschleppt...) Geht es nur um die Beweislage?

Die Entschuldigung Alkohol kann ich ja auch nicht bringen, sonst bin ich ja gleich ein Alki für die oder? Oder geht das doch, wenn ich sage, das ich für gewöhnlich keinen Alkohol trinke und am dem Tag war ich ratzevoll und da hätte sich einmal mehr gezeigt, dass ich schlecht auf ALkohol anspreche...

Kann ich sagen, dass ich das mal probieren wollte oder das auch nicht? z.B. ich wollte einmal in meinem Leben auf Koks f....., weil ich gehörte hatte, dass das so geil sei, dann hätte ich aber irgendwas gekauft (Crack) und wusste gar nicht, was ich damit anfangen sollte...als ich von der Polizei kontrolliert worden bin.

Wachsen die Haare am Körper eigentlich mit gleicher Geschwindigkeit wie die Kopfhaare? Oder ist 1cm auf dem Kopf 0,5 am Körper oder so?
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  #4  
Alt 22.11.2012, 09:09
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samuel samuel ist offline
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Körperhaare werden generell nicht bei MPU/ÄG analysiert.

Vermeide alles, was Deine Fahreignung anzweifeln hilft.

Oder ist Glaubwürdigkeit kein Kriterium?

Wahr ist, was Du erzählst, solande es nicht aktenkundig anders vermerkt ist. Und wenn es Dir Außerirdische in die Tasche gesteckt haben und Dir niemand das Gegenteil beweisen kann, dann ist das eben so.

Warum solltest Du den Führerschein abgeben wollen?
Du hast ja nichts getan.
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  #5  
Alt 22.11.2012, 11:37
eugen81 eugen81 ist offline
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Beiträge: 3
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das bedeutet, ich sage einfach folgendes: obwohl mir mein anwalt davon abgeraten hat, auskunft zu erteilen über den sachverhalten, möchte ich doch festhalten, dass ich niemals konsumiert habe und niemals konsumieren werde. das zeug war nicht meins, ich habe es nur aufbewahrt, werde Ihnen allerdings nicht sagen, für wen, da ich meine Freundin nicht belasten möchte.

dann ist die sache gegessen? das wäre zu schön...
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  #6  
Alt 22.11.2012, 12:01
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samuel samuel ist offline
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Solange Du nichts anderes zu Protokoll gegeben hast, ja.
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Stichworte
haaranalyse, kokain, urin, ärztliches gutachten

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