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  #1  
Alt 17.11.2018, 16:33
maggie9000 maggie9000 ist offline
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Standard TF Fahrrad 1.65 Promille

Zur Person
Geschlecht: m
Größe: 175
Gewicht: 67
Alter: 30


Was ist passiert?
Datum der Auffälligkeit: 12.07.2017
BAK: 1,65
Trinkbeginn: 18 Uhr
Trinkende: 3 Uhr
Uhrzeit der Blutabnahme: 5:30 Uhr

Stand des Ermittlungsverfahrens
Gerade erst passiert: Verfahren eingestellt gegen Geldauflage
Strafbefehl schon bekommen: Gerichtsverhandlung
Dauer der Sperrfrist: keine

Führerschein
Hab ich noch: Ja

Führerscheinstelle
Hab schon in meine Akte geschaut Ja/Nein: Nein
Sonstige Verstöße oder Straftaten?: Mit Fahrrad über rote Ampel (2014)
Fragestellung der Fsst (falls bekannt): Wegen hohem Alkoholgehalt wird auf Alkoholgewöhnung geschlossen. Rückfallgefahr soll ausgeschlossen werden.

Konsum
Ich trinke noch Alkohol, wenn ja wie oft wieviel: Kontrolliertes Trinken (weniger als einmal im Monat max. ein Getränk)
Ich lebe abstinent seit: nein

Abstinenznachweis
Haaranalyse ja, wie viele bisher und seit wann: nein
Nein ich befinden mich im Urinscreeningprogram seit: nein

Leberwerte ja/nein, seit wann? Ja, einen von Mitte September (GPT: 20, Gamma-GT: 10, GOT: 28, MCV: 95)
Bei einem zweiten warte ich auf Ergebnisse. Ist es ein Problem, wenn ich im Oktober keine Tests gemacht habe?

Aufarbeitung
Anwältin mit Erfahrung im Bereich Verkehrsdelikte: ja
Suchtberatungsstelle aufgesucht?: nein
Selbsthilfegruppe (SHG): ja, mit einer Freundin, die auch KT macht
Psychologe/Verkehrspsychologe: nein
Kurs für verkehrsauffällige Autofahrer: nein

Ambulante/stationäre Therapie
(bitte Zeitraum von Beginn bis Ende angeben): nein

werden derzeit Medikamente eingenommen?Antidepressiva etc: nein

MPU
Datum: 30.11.2018
Welche Stelle (MPI): PIMA
Schon bezahlt?: Ja

Schon eine MPU gehabt?
nein


Altlasten
Bereits durch Alkohol auffällig geworden, Punkte oder sonstige Straftaten: Ja, ca. 2014 rote Ampel mit dem Fahrrad (1 Punkt, glaub ich).
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  #2  
Alt 17.11.2018, 16:39
maggie9000 maggie9000 ist offline
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Zur Person
Geschlecht: m
Größe: 175
Gewicht: 67
Alter: 30


Was ist passiert?
Datum der Auffälligkeit: 12.07.2017
BAK: 1,65
Trinkbeginn: 18 Uhr
Trinkende: 3 Uhr (9h Trinkdauer)
Uhrzeit der Blutabnahme: 5:30 Uhr


Tathergang
1. Beschreiben Sie den Tag Ihrer Trunkenheitsfahrt aus eigener Sicht mit Datum und Uhrzeiten.

(wann, wo und mit wem getrunken / wann und wie aufgefallen / Promille)
Festival auf dem Land. Ab 18 Uhr angefangen zu trinken. Viele Getränke (Schnaps, Bier, Sekt). Hatte mich am frühen Samstag Abend stark mit meiner Freundin gestritten. Die Folge war, dass ich zugesagt hatte noch in der Nacht mit ihr nach Hause zu fahren. Habe trotzdem weiter getrunken. Sind dann Nachts aufgebrochen. Ich war schon sehr betrunken und kann mich kaum noch an etwas erinnern. Wurde dann von der Poilzei angehalten. Bin wohl starke Schlangenlinien gefahren und habe merhmals Pusten müssen bis es klappte. An die Situation auf der Wache kann ich mich noch erinnern. War mir sehr unangenehm und ich fragte mich, was ich da eigentlich fürn Scheiß gebaut hatte.

2. Was und wie viel haben Sie am Tattag insgesamt getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Trinkzeit)
Ich habe das versucht zu rekonstruieren. Ich habe mir viele Getränke geteilt aber es müssten in etwa 5 Gläser Sekt a 0,15L, 4-5 Bier a 0,5L und ca. 5 Schnaps 0,02L gewesen sein.

3. Wie viel Kilometer fuhren Sie, bis Sie aufgefallen sind und wie viel Kilometer wollten Sie insgesamt fahren?
Etwa 5 von 10 km bereits gefahren.

4. Hatten Sie das Gefühl, noch sicher fahren zu können?

Kann ich nichts zu sagen, da ich mich nicht mehr daran erinnere.

5. Wie haben Sie die Trunkenheitsfahrt vermeiden wollen (wenn überhaupt)?
Habe ich nicht versucht. Hatte danach öfter Gespräche mit meiner Freundin geführt, warum wir das überhaupt gemacht haben und ob sie mich davon hätte anhalten sollen.
Wir kamen zu dem Ende, dass sie mich zwar versuchen sollte davon abzuhalten beim nächsten Mal, es aber in meiner Verantwortung liegt.

6. Haben Sie bereits früher im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss gestanden und sind aufgefallen?
Ja, etwa 20 Mal mit dem Fahrrad, aber ich bin nie aufgefallen.

7. Wie oft haben Sie alkoholisiert am Straßenverkehr teilgenommen ohne aufzufallen und was folgern Sie daraus?
So ca. 20-30 Mal in den letzten 10 Jahren. Wenn ich vorhabe etwas zu trinken fuhr ich normalerweise (leider nicht immer) mit der Bahn. In meiner Jugend bin ich öfter mal betrunken Fahrrad gefahren. Das war in der ländlichen Region so üblich. Meine TF war auch auf dem Land.
Einmal bin ich schon vorher so betrunken von einer Party nach Hause (2014) gefahren. Als ich dann am nächsten Morgen merkte, dass ich mich nicht mehr so genau an die Rückfahrt erinnern konnte, war ich ziemlich geschockt von mir selbst.
Autofahren vermeide ich strikt und auch konsequent wenn ich vorher getrunken habe. Das ich mal mit Restalkohol Auto gefahren bin, glaube ich eher nicht, kann es aber nicht ganz ausschließen. Ich kann mich an kein mal erinnern, wo cih mich ins Auto gesetzt habe, obwohl ich am Vortag viel getrunken hatte.

Exploration
8. Wann hatten Sie den ersten Kontakt mit Alkohol und wann haben Sie das erste Mal Alkohol zu sich genommen?

(Allererste Erinnerung und erster Konsum)
Schlimme Party in meiner Jugend. Etwa 15 Jahre. Gleich 2 Flaschen Hartalk gekauft (zum Glück nicht alles getrunken). Hab trotzdem viel zu viel getrunken. Freund hat gekotzt.

9. Haben Sie regelmäßig Alkohol getrunken, und wie hat sich ihr Trinkverhalten in den letzten Jahren entwickelt?
In meiner Jugend eher mal am Wochenende. Während meines Studiums ist es mehr geworden. Habe angefangen auch an 1-2 Abenden in der Woche etwas zu trinken. Seit der Endphase meines Studiums ging es damit zum glück wieder herunter. meines Studiums

10. Wie viel und wie oft haben Sie getrunken?
Jugend: 2 Glas Rotwein oder 2-3 Bier 0,33 an einem oder beiden Tagen am WE
Studium: Anfang (2007) bis (2016) Bis zu 1-2 mal in der Woche 1-3 Bier 0,5 in der Kneipe und ca. eine Party mit etwas mehr Alkohol (2-3 Bier, evtl. Glas Sekt und/oder 1-2 Schnaps) am Wochenende. Ein bis zwei Gläser Wein zu einem besonderen Essen.
2017: In der Woche nur noch sehr selten, dafür aber etwas mehr am Wochenende: Ein Abend am Wochenende mit 2-4 Bier, evtl. Glas Sekt und/oder 1-2 Schnaps.

11. Wo und mit wem haben Sie überwiegend getrunken?
In geselligen Runden, wie Kneipe und auf Partys. Meistens mit Freunden in wechselnden Konstellationen. Zwischen 2007 und 2016 habe ich viel mit KommilitonInnen getrunken. Seit 2017 hat sich der Freundeskreis ein wenig geändert. Kaum noch Unileute. Mehr Leute aus meinem Wohnumfeld (WG).
Ab und zu ein Glas Wein zum Essen (bei meinen Eltern, im Urlaub).

12. Warum haben Sie getrunken?
Gehörte für mich zu einer Kneipe und einer Party irgendwie dazu. Macht mich geselliger und entspannter für Gespräche. Bin eher ruhig und finde es sonst manchmal schwer in größeren Runde zum Reden zu kommen (komme nicht dazwischen). Fand mich selber spannender und hatte mehr Selbstvertrauen. In größeren Runden auch gut, um leichter mit Menschen in Kontakt zu treten.

Zu einem guten Essen habe ich auch gerne ein bis zwei Gläser Wein getrunken.

In Unikreisen war es üblich öfter mal zusammen was zu trinken. Um dabei zu sein, gehörte trinken irgendwie dazu.

Ich war schon in der Schule immer der Klassenclown gewesen. Hat vlt auch damit zu tun, dass ich der Jüngste bin in der Familie. Dieses Muster auffallen und gefallen zu wollen hat sich auch in mein Verhalten auf Parties und Kneipen eingeschlichen. Der Alkohol hat mir geholfen leichter in diese Rolle reinzukommen und mich darin wohl zu fühlen.


13. Welche Wirkung haben Sie in der Vergangenheit nach Alkoholgenuss bei sich beobachtet?
Nach dem Genuss von wenig Alkohol wurde ich entspannter und auch redseliger. Hemmungen im Gespräch mit anderen sanken. Wenn ich mehr trank ging das ganze einher mit Sprachschwierigkeiten (Lallen), höherer Risikobereitschaft (TF). Wenn ich mehr getrunken hatte hatte ich am nächsten Tag manchmal Stimmungsschwankungen, die ich aber erst mit meiner Auseinandersetzungen mit meinem Konsum, also im letzten Jahr mit dem Alkohol in Verbindung setzen konnte.

14. Gab es kritische Hinweise Anderer auf Ihren Alkoholkonsum und wie haben Sie darauf reagiert?
Ja. Sowohl aus dem eher neueren Freundeskreis als auch von meiner Freundin gab es 2017 Anmerkungen dazu. Ich hatte in dem Jahr 3mal so viel getrunken, dass ich gelallt habe und mich an die Gespräche ncih tmehr so gut erinnern konnte am nächsten Tag. Dafür habe ich viel Kopfschütteln und Unverständnis geerntet. Sowohl meine Freundin als auch eine gute Freundin hat mch adrauf angesprochen. Das hat zwar bereits einen Denkanstoß bewirkt, den habe ich aber schnell wieder fallen gelassen. Der äußere Druck musste offensichtlich noch etwas höher sein.

15. Welche Auswirkungen und Folgen hatte Ihr Alkoholkonsum auf Ihr Leben und Ihr Umfeld?
Ich habe mit dem betrunkenen Fahrrad fahren andere und mich in Gefahr gebracht.
Nach Partys und nach einem 3. Bier in der Kneipe war ich auch am nächsten Tag noch etwas benebelt und hatte auch mal leichte Kopfschmerzen. Ich war dann weniger fit und weniger produktiv.
Zudem konnte ich mich manchmal an Gespräche nicht so gut erinnern wie Andere. Das war mir unangenehm und nicht sehr förderlich für die persönliche Beziehung. Habe zudem meinen Körper geschädigt und mir hart antrainierte Hirnzellen kaputt gemacht.

16. Gab es in Ihrem bisherigen Leben frühere Zeiten, in denen sie weit mehr Alkohol als heute getrunken haben?

Wenn ja, nennen sie bitte die Lebensabschnitte und mögliche Ursachen und Umstände dafür.
Ich trinke derzeit fast gar nicht mehr. Nur noch zu ganz gezielten Anlässen (Geburtstage von drei Freunden, mein Geburtstag, Weihnachten, einmal während des Urlaubs (Winter und Sommer) und zum Jahrestag meiner Beziehung).
Das bedeutet, dass ich seit dem ich 15 bin (mit den 3 Monaten Abstinenz als Ausnahmen) immer mehr getrunken habe als jetzt.

17. Haben sie jemals die Kontrolle über ihre Trinkmenge verloren und bis zur Volltrunkenheit Alkohol konsumiert?

Ja, das habe ich: TF, und zwei weitere Male, an die ich mich erinnere. Einmal bei einem Festival mit 16 (Hurricane) und einmal 2014 auf einer Party mit Freigetränken. Beim Hurricane war ich einfach unerfahren und hatte Schmerzmittel plus ganz viel Bier getrunken. Beim zweiten Mal 2014 war es ähnlich wie bei meiner TF. Nach ein paar Getränken habe ich die Kontrolle verloren und einfach weiter getrunken. Typische Mechanismen wie kotzen, Übelkeit oder Müdigkeit klappt bei mir leider nicht. Hat gar nicht unbedingt was mit Alkohol zu tun. Ich hatte mal eine Lebensmittelvergiftung und bin (gefühlt) fast gestorben, weil ich nicht kotzen konnte / wollte.

18. Haben Sie früher schon einmal oder öfter über einen längeren Zeitraum bewusst und mit Absicht völlig auf den Genuss von Alkohol verzichtet?
Ja, ich habe einmal ein Monat aufgehört: Etwa 2015 (Januar), das war etwa 2-3 Monate nach meiner Volltrunkenheit und im September und Oktober 2017. Das Strafverfahren wegen hat zu der Anfang September gegen mich begonnen und ich wollte einen harten Cut setzen. Was zum Glück auch funktionert hat

19. In welcher Kategorie von Trinker haben sie sich früher gesehen und wie stufen Sie sich heute rückblickend ein?
Gelegenheitstrinker mit höherem Konsum (an bestimmte Sitationen gebunden). Ich denke schon, dass ich gefährdet war süchtig zu werden. Hat sich irgendwann schon eine ziemliche Gewohnheit eingeschlichen Abends in eine Bar zu gehen und ein bis drei Bier zu trinken.
Auch hatte ich Schwierigkeiten mit dem Weitertrinken aufzuhören, wenn ich eine bestimmte Alkoholgrenze erreicht hatte.
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  #3  
Alt 17.11.2018, 16:40
maggie9000 maggie9000 ist offline
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Heute und in Zukunft

20. Trinken Sie heute Alkohol? Wenn ja, was, wie viel und wie oft?
Ich trinke heute nur noch zu ganz speziellen Anlässen und max ein Getränk: Ein Glas Wein zu Weihnachten, Anstoßen mit Sekt zum Jahrestag meiner Beziehung (12.10.) und zum Geburtstag meiner Freundin, einmal im Urlaub ein Glas Wein zum Essen (Winter(Februar) + Sommer(September)).


21. Wann haben Sie zuletzt Alkohol getrunken?
Das letzte Mal war am Geburtstag meiner Freundin (5.11.): 1 Glas Sekt.

22. Trinken sie gelegentlich alkoholfreies Bier?
Ich trinke gerne Malzbier schon seit der Kindheit.

23. Warum trinken Sie heute Alkohol/keinen Alkohol?
Ich trinke lediglich zum Anstoßen auf besondere Anlässe. Eine Ausnahme davon ist ein Glas Rotwein mit meinen Eltern zu Weihnachten und zu einem Essen im Urlaub (aus Tradition gehe ich einmal im Urlaub in ein gutes Restaurant und trinke ein Glas Wein – immer noch).

24. Warum haben Sie das Trinken reduziert bzw. aufgegeben und warum nicht schon eher?
Als ich auf einmal vor Gericht Stand und verurteilt werden sollte war ich ziemlich baff. In hatte im selben Jahr zwar schon von zwei anderen Seiten gehört, dass ich zu viel trinke habe daraus zuvor jedoch keine Schlüsse gezogen. Ich glaube ich brauchte mal so eine krasse Ansage, um nicht sagen zu können jaja, ich weiß (ohne das es Konsequenzen gibt), sondern BUMM ich stehe vor Gericht und soll strafrechtich verurteilt werden. Ich habe das zum Anlass genommen mal ernsthaft mich mit meinem Konsum auseinanderzusetzen.


25. Wie haben Sie die Änderung Ihres Trinkverhaltens erreicht und dabei die Umstellungsphase erlebt?
Erstmal habe ich komplett aufgehört, das war September und Oktober 2017. In dieser Zeit habe ich gemeinsam mit meiner Freundin und einer Freundin, die auch mal durch so eine Phase gegangen ist (praktiziert seit 2 Jahren kT) versucht meinen Alkoholkonsum kritisch zu hinterfragen und zu überlegen, wohin es nun für mich gehen sollte. Ich habe mich dann dazu entschlossen nur noch zu ganz besonderen Anlässen Alkohol zuzulassen (zum Anstoßen auf ein besonders Event und zu besonderen Essen).

Besonders auf Partys viel mir das am Anfang schwer durchzuhalten. Nachdem ich bei 2-3 Parties im September und Oktober 2017 nach kurzer Zeit gelangweilt wieder nach Hause gegangen bin, habe ich angefangen weniger auf Parties zu gehen. Mittlerweile gehe ich zwar noch manchmal mit zu einer Partys (Clubs gar nicht mehr), gehe dann aber häufig früher nach Hause als Andere (ungefähr dann wenn die Gesprächsqualität abnimmt, weil die Anderen langsam betrunken werden). In Kneipen gehe ich nur noch zu Geburtstagen, oder zu anderen besonderen Anlässen (dort trinke ich gar nicht mehr).

26. Wie wirkt sich Ihr geändertes Verhalten auf Sie, Ihr Leben und Ihr Umfeld aus?
Habe mit manchen Leuten weniger zu tun, besonders mit den Leuten, die ich eher in Kneipen oder auf Parties getroffen hatte. Dafür treffe ich mehr Leute tagsüber, was die Qualität der Freundschaften und Gespräche insgesamt besser macht.

Ich mache mehr Aktivitäten an den Tagen: Mehr Sport, mehr Spazieren gehen, gehe mehr in Ausstellungen, Leute treffen.
Freunde akzeptieren (mittlerweile) das ich nicht trinke. Ich habe auch andere Freunde die wenig oder gar nicht trinken. Meine Freundin mag mich so nun sogar noch mehr
Durch mein verändertes Trinkverhalten fühle ich mich sicherer in neuen Kreisen, wie Arbeiskreise (habe keine Sorge mich daneben zu benehmen) und baue mir da auch verstärkt Kontakte auf.

27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?
Habe kurz nach der TF habe ich meinen ersten richtigen Job begonnen. Das hat mich von Anfang an sehr gefordert und mein Leben ziemlich geändert, z. B. hätte ich eh keine / kaum Zeit mehr, um in der Woche in die Kneipe zu gehen. Zudem muss ich die ganze Woche topfit sein, um das Pensum zu schaffen. Die Wochenenden brauche ich auch, um meine anderen Dinge zu regeln (Wäsche waschen, Emails beantworten, Freunde treffen, Sport machen). Habe gerade eine Vertragsverlängerung für 2 jahre unterschrieben, insofern bleibt da auch erstmal stabil.

Mein altes Verhalten passt also kaum noch zu meinem aktuellen Leben. Ich brauche die neu gewonnene Kraft, um die Arbeit gut zu machen. Mir sind die Aktivitäten an den Wochenenden und die Möglichkeit mich am Wochenende ernsthaft auszuruhen sehr wichtig geworden.
Ich habe mehr mit Leuten zu tun, bei denen es nicht nur akzeptiert ist, weniger oder kein Alkohol zu trinken, sondern sie es sogar selber so praktizieren.


28. Können Sie sich vorstellen, jemals wieder in Ihre alten Gewohnheiten zurückzufallen?
Ein Rückfall ist natürlich nie ausgeschlossen. Ich sehe dafür aber keinen Grund. Ich bin sehr zufrieden mit der Situation wie sie ist und will auch das sie so bleibt. Ich habe ein sehr fürsorgliches Umfeld (Freundin, WG, weitere gute Freunde), welches meinen Prozess begleitet hat und auch darauf aufpassen wird das ich nicht in alte Muster falle.
Um mich nicht vom Alkohol verführen zu lassen trinke ich nie mehr als ein Getränk und lasse mein Fahrrad an solchen Tagen strikt zu Hause. Das hat im letzten Jahr sehr gut geklappt und ich sehe keinen Grund warum es das in der Zukunft nicht tun sollte.

29. Wie wollen sie in Zukunft das Trinken vom Fahren trennen?
Trinken ist mittlerweile ein sehr besonderer Anlass geworden. Ich weiß vorher wann ich was trinke und lasse das Fahrrad dann zu Hause.

30. Haben Sie zum Abschluss noch etwas hinzuzufügen?
Nach anfänglichem Ärger über den Strafprozess bin ich mittlerweile froh darüber einen Anlass gehabt zu haben, um mich mit meinem Konsum auseinanderzusetzen und daran etwas zu ändern.
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  #4  
Alt 17.11.2018, 16:43
maggie9000 maggie9000 ist offline
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ich habe leider schon bald meine MPU und mir trotz gelebtem KT Sorgen dass ich durchfallen könnte. Könnt ihr euch mal meine Antworten auf den Fragebogen anschauen und sagen wo ihr noch Lücken seht oder was für euch unstimmig zu sein scheint? Das wäre Großartig!!
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  #5  
Alt 17.11.2018, 19:09
troy troy ist offline
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Hallo maggie9000,

größtenteils gefällt mir sehr, was ich in deinem FB lese. Du machst den Eindruck, dass du dich intensiv mit diesem Thema beschäftigt hast. Ich meinte zunächst, dass deine Trinkmenge aufgrund deines Gewichts ein wenig zu hoch angesetzt sein könnte. Wenn man aber eine Abbau-Rate von 0,15%/h annimmt, komme ich mit deinen Werten sehr präzise auf 1.6%o.
(Meine Rechnung: 147,2g aufg. Alkohol, 46.9 Kg (alkoholaufnahmefähiges**) Körpergewicht = 3.13%. 18 Uhr bis 5:30 Uhr - 1h (Erste Stunde kein Abbau) = 10,5h. Ergibt 1,05 - 1,575%o Abbau). Somit ergeben sich biszu 1.6%o).

Ich würde bei maximal 4 Bier bleiben, vielleicht irgendwo noch etwas runtergehen, sodass sich ein Abbau auf zwischen 0,1 - 0,15%o pro Stunde ergibt.

**Wie heißt das, in Fachsprache?

Ansonsten baust du deinen Fall als "nicht problemhaftes Trinken" (ohne Verdrängungs- oder Fluchttendenzen) auf, was bei entsprechender Präsentation schon funktionieren kann. Mich wundert dann vielleicht etwas der Gang zur SHG. Ich finde dies sehr positiv, da dies Problembewusstheit zeigt, aber ein GA könnte dich fragen, warum du das machst, oder für notwendig hälst. Vielleicht schreiben die anderen noch mehr dazu, ob du deinen Fall so aufbauen kannst, oder ob du doch etwas bagatellisierst (ich möchte dir Letzteres nicht unterstellen, bin aber unsicher)

Zitat:
27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?
z. B. hätte ich eh keine / kaum Zeit mehr, um in der Woche in die Kneipe zu gehen [...] An Wochenenden brauche ich auch, um meine anderen Dinge zu regeln
Fehlende Zeit ist kein gutes Argument. Wenn du im Lotto gewinnst oder deinen Job verlierst, hast du wieder genügend Zeit zum trinken. Nenne ein weiteren inneren Grund.

Zitat:
28. Können Sie sich vorstellen, jemals wieder in Ihre alten Gewohnheiten zurückzufallen?
Ein Rückfall ist natürlich nie ausgeschlossen.
Gut so.
Zitat:
Ich sehe dafür aber keinen Grund.
Nicht so gut.
Zitat:
Ich habe ein sehr fürsorgliches Umfeld (Freundin, WG, weitere gute Freunde), welches meinen Prozess begleitet hat und auch darauf aufpassen wird das ich nicht in alte Muster falle.
Gar nicht gut. DU wirst darauf aufpassen. Und in Problemsituationen hast du ein sehr stabiles Umfeld, welches dir zur Seite steht und dich unterstützt. Nenne persönliche Gründe, warum du nicht in alte Muster zurückfallen wirst.

Ansonsten ist mir aufgefallen:
Zitat:
Habe gerade eine Vertragsverlängerung für 2 jahre unterschrieben, insofern bleibt da auch erstmal stabil.

Das hat im letzten Jahr sehr gut geklappt und ich sehe keinen Grund warum es das in der Zukunft nicht tun sollte.
Beide Sätze ich sehe ich als ungeschickt an. Erstmal stabil würde ich meiden - genauso, der andere Satz ist von der Formulierung nicht schön. Weniger zu trinken hat dir gezeigt, dass deutlich bewusster zu Trinken zu großem Mehrwert in deinem Leben geführt hat. Du erkennst jetzt bei anderen, dass sie sich unter mehr Alkoholeinfluss einfach daneben benehmen (ist nur ein Beispiel) und du außerdem deine Lebensqualität mit den Veränderungen deutlich erhöhen konntest, klingt nach mehr Überzeugung und Nachhaltigkeit.

Ansonsten gefällt mir der Fragebogen.
Grüße
Stefan
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  #6  
Alt 17.11.2018, 21:01
maggie9000 maggie9000 ist offline
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Vielen Dank schonmal für deine tollen Hinweise! Ich werde versuchen an den Punkten noch etwas zu arbeiten.


Ist es eigentlich sehr wahrscheinlich, dass eine Haarprobe genommen wird? Bei wie vielen wird das ungefähr gemacht?
Ich habe auf der Arbeit nichts von meiner MPU erzählt und fände es schön, wenn die auch nichts davon erfahren würden.
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  #7  
Alt 17.11.2018, 22:08
rüdscher rüdscher ist offline
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Hallo Maggie,

Ich finde dass es noch einige Unstimmigkeiten gibt.

Insgesamt wirkt der FB auf mich, als gäbe es kein grosses Problem, alles im Lot, aber gleichzeitig auch ein „früher war es schlimmer“ und dann kannst du dich bei der TF nicht mehr erinnern...
Die Anzahl der bisherigen unentdeckten TFs ist wenig glaubwürdig wenn du dieses Mal einen Filmriss hattest aber sonst immer viel mehr getrunken hattest.
Vielleicht verstehe ich es nur falsch, aber lies es nochmal selbst durch.

Die 12 ist zu wenig in die Tiefe beantwortet. Was du schreibst kennen hier viele, aber es sind nur äußerliche Zeichen von etwas tieferem.

Viele Grüsse,
Rüdscher
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  #8  
Alt 17.11.2018, 22:16
troy troy ist offline
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Hallo maggie9000
Zitat:
Zitat von maggie9000 Beitrag anzeigen
Ist es eigentlich sehr wahrscheinlich, dass eine Haarprobe genommen wird? Bei wie vielen wird das ungefähr gemacht? Ich habe auf der Arbeit nichts von meiner MPU erzählt und fände es schön, wenn die auch nichts davon erfahren würden.
Nun, du wirst dies sicher wissen, aber für Andere möchte ich die Formulierung ein wenig deutlicher machen. Die Haarprobe wird nicht einfach von dir genommen, sondern ein Gutachter kann dich bei Unsicherheiten danach fragen. Wenn du dies verneinst, wird das Gutachten vermutlich sicher negativ ausfallen, was deine Entscheidungsmöglichkeiten natürlich deutlich einschränken. :-/ Die Quote kann ich dir aber nicht sagen.
Zudem kannst du dies auch jederzeit in deinem Gespräch mit dem Psychologen, von deiner Seite aus, anbieten.

Nun, bezüglich deiner Arbeitsstelle, es hängt von deinem Haarschnitt ab, ob man eine Haarprobenabgabe erkennen könnte. Nach meinem Empfinden hat mein "Halsab ... aeh Haarabschneider" ziemlich viele Haare genommen, dennoch war es bei mir kaum sichtbar. Wenn du dem Gutachter die Haarentnahme einwilligst, ihm aber Sorgen wegen deiner Frisur oder dem Erkennen durch den Arbeitgeber, äußerst, lässt er sich vielleicht drauf ein und nimmt Haare in einem kleineren Radius, dafür aber vielleicht von unterschiedlichen Stellen des Kopfes, sodass dies nicht gleich auffällig wird.

Weiterhin viel Erfolg
Stefan
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  #9  
Alt 18.11.2018, 12:49
maggie9000 maggie9000 ist offline
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Hey vielen Dank für die weiteren Anmerkungen!

Ich habe versucht einige Antworten noch ein weinig zu Schärfen!

Tathergang
1. Beschreiben Sie den Tag Ihrer Trunkenheitsfahrt aus eigener Sicht mit Datum und Uhrzeiten.

(wann, wo und mit wem getrunken / wann und wie aufgefallen / Promille)
Festival auf dem Land. Ab 18 Uhr angefangen zu trinken. Viele Getränke (Schnaps, Bier, Sekt). Es war mein Abschied aus dem Studiumsleben, was ich blöderweise als Anlass genommen hatte mehr zu trinken. Deswegen kamen auch merhmals Leute an und boten mir obendrauf einen Schnaps a, um auf meine neue Arbeit anzustoßen. Zu allem Überfluss hatte ich mich am frühen Abend stark mit meiner Freundin gestritten. Die Folge war, dass ich zugesagt hatte noch in der Nacht mit ihr nach Hause zu fahren. Habe trotzdem weiter getrunken. Sind dann Nachts aufgebrochen. Ich war schon sehr betrunken und kann mich kaum noch an etwas erinnern. Wurde dann von der Poilzei angehalten. Bin wohl starke Schlangenlinien gefahren und habe merhmals Pusten müssen bis es klappte. An die Situation auf der Wache kann ich mich noch erinnern. War mir sehr unangenehm und ich fragte mich, was ich da eigentlich fürn Scheiß gebaut hatte.

7. Wie oft haben Sie alkoholisiert am Straßenverkehr teilgenommen ohne aufzufallen und was folgern Sie daraus?
So ca. 20-30 Mal in den letzten 10 Jahren nach 1 bis 3 Bier in der Kneipe. Wenn ich vorhabe etwas zu trinken fuhr ich normalerweise (leider nicht immer) mit der Bahn. In meiner Jugend bin ich öfter mal betrunken Fahrrad gefahren. Das war in der ländlichen Region so üblich. Meine TF war auch auf dem Land.
Einmal bin ich schon vorher so betrunken von einer Party nach Hause (2014) gefahren. Als ich dann am nächsten Morgen merkte, dass ich mich nicht mehr so genau an die Rückfahrt erinnern konnte, war ich ziemlich geschockt von mir selbst.
Autofahren vermeide ich strikt und auch konsequent wenn ich vorher getrunken habe. Das ich mal mit Restalkohol Auto gefahren bin, glaube ich eher nicht, kann es aber nicht ganz ausschließen. Ich kann mich an kein mal erinnern, wo ich mich ins Auto gesetzt habe, obwohl ich am Vortag viel getrunken hatte.

10. Wie viel und wie oft haben Sie getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)
Jugend: 2 Glas Rotwein oder 2-3 Bier 0,33 an einem oder beiden Tagen am WE
Studium: Anfang (2007) bis (2017) Bis zu 1-2 mal in der Woche 1-3 Bier 0,5 in der Kneipe und ca. eine Party mit etwas mehr Alkohol (2-3 Bier, evtl. Glas Sekt und/oder 1-2 Schnaps) am Wochenende. Ein bis zwei Gläser Wein zu einem besonderen Essen.
An sehr seltenen Partynächten habe ich auch mal mehr getrunken, etwa alle 2 Jahre.

12. Warum haben Sie getrunken?
Gehörte für mich zu einer Kneipe und einer Party irgendwie dazu. Macht mich geselliger und entspannter für Gespräche. Bin eher ruhig und finde es sonst manchmal schwer in größeren Runde zum Reden zu kommen (komme nicht dazwischen). Fand mich selber spannender und hatte mehr Selbstvertrauen. In größeren Runden auch gut, um leichter mit Menschen in Kontakt zu treten.

Zu einem guten Essen habe ich auch gerne ein bis zwei Gläser Wein getrunken. Mir ist gutes Essen sehr wichtig und Wein passt manchmal einfach sehr gut dazu.

In Unikreisen war es üblich öfter mal zusammen was zu trinken. Um dabei zu sein, gehörte trinken irgendwie dazu.

Ich war schon in der Schule immer der Klassenclown gewesen. Hat vlt auch damit zu tun, dass ich der Jüngste bin in der Familie. Dieses Muster auffallen und gefallen zu wollen hat sich auch in mein Verhalten auf Parties und Kneipen eingeschlichen. Der Alkohol hat mir geholfen leichter in diese Rolle reinzukommen und mich darin wohl zu fühlen.

Ich trank gerne um meinen Kopf frei zu kriegen und mich vom Alltag abzulenken. Ich bin ein sehr aktiver Mensch und konnte aber von 2006 bis 2017 nur wenig Sport machen, weil ich eine chronisch verletzte Schulter hatte. Zu trinken war wie ein Ventil womit ich ein bisschen Luft rauslassen konnte.

13. Welche Wirkung haben Sie in der Vergangenheit nach Alkoholgenuss bei sich beobachtet?

Nach dem Genuss von wenig Alkohol wurde ich entspannter und auch redseliger. Hemmungen im Gespräch mit anderen sanken. Wenn ich getrunken hatte hatte ich am nächsten Tag manchmal Stimmungsschwankungen, die ich aber erst mit meiner Auseinandersetzungen mit meinem Konsum, also im letzten Jahr mit dem Alkohol in Verbindung setzen konnte.
Wenn ich zu viel trank (ca. alle 2 Jahre einmal) ging das ganze einher mit Sprachschwierigkeiten (Lallen), höherer Risikobereitschaft (TF) und Erinnerungslücken.

14. Gab es kritische Hinweise Anderer auf Ihren Alkoholkonsum und wie haben Sie darauf reagiert?
Ja. Sowohl aus dem eher neueren Freundeskreis (eine gute Freundin, Therapeutin) als auch von meiner Freundin gab es 2016, nach dem Vollrausch auf der Party im Sommer Anmerkungen dazu, dass ich es nicht schaffen würde am richtigen Punkt zu stoppen. Das hat zwar einen ersten Denkanstoß bewirkt, den habe ich aber schnell wieder fallen gelassen. Der äußere Druck musste offensichtlich noch etwas höher werden.
Ebenso im Dezember 2014. Danach habe ich auch für einen Monat aufgehört zu trinken. Danach jedoch so weiter gemacht wie zuvor.


17. Haben sie jemals die Kontrolle über ihre Trinkmenge verloren und bis zur Volltrunkenheit Alkohol konsumiert?
Ja, das habe ich: Das erste Mal mit 15 Jahren zu Silvester. War mit einer Freundin inder Schweiz und habe getrunken bis ich kotzen musste.
Danach einmal bei einem Festival mit 16 (Hurricane). Ich war jung, unerfahren und hatte Schmerzmittel plus ganz viel Bier getrunken.
Etwa 2010 an einem Abend, an dem ich das erste Mal Absinth probiert habe. Die Folge war ein Filmriss von mehreren Stunden.
Dann 2012 auf einer WG-Party von Freunden war es ähnlich wie bei meiner TF. Viele Getränke über den Abend verteilt (Bier, Sekt + Schnaps). Folge: Erinnerungslücken. An dem Abend bin ich auch mit dem Fahrrad nach Hause gefahren.
Dezember 2014 bei einer Party in der eigenen Wohnung. Am Ende habe ich noch alleine aufegelgt, bis die erste Person wieder ausgestanden ist und mich ins Bett geschickt hat.
Sommer 2016 bei einer Party im eigenen Haus. Hauptsächlich Bier, aber so viel, das ich am Ende nicht mehr genau wusste wie und wann ich ins Bett gekommen bin.


Typische Mechanismen wie kotzen, Übelkeit oder Müdigkeit klappt bei mir leider nicht. Hat gar nicht unbedingt was mit Alkohol zu tun. Ich hatte mal eine Lebensmittelvergiftung und bin (gefühlt) fast gestorben, weil ich nicht kotzen konnte / wollte.
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Alt 18.11.2018, 12:53
maggie9000 maggie9000 ist offline
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und hier noch Schärfung der Fragen 25, 27 und 28. Geänderte oder hinzugekommene Bereich wieder in fett:

25. Wie haben Sie die Änderung Ihres Trinkverhaltens erreicht und dabei die Umstellungsphase erlebt?
Erstmal habe ich komplett aufgehört, das war September und Oktober 2017. In dieser Zeit habe ich gemeinsam mit meiner Freundin und einer Freundin, die auch mal durch so eine Phase gegangen ist (praktiziert seit 2 Jahren kT) versucht meinen Alkoholkonsum kritisch zu hinterfragen und zu überlegen, wohin es nun für mich gehen sollte. Ich habe mich dann dazu entschlossen nur noch zu ganz besonderen Anlässen Alkohol zuzulassen (zum Anstoßen auf ein besonders Event und zu besonderen Essen).

Besonders auf Partys viel mir das am Anfang schwer durchzuhalten. Nachdem ich bei 2-3 Parties im September und Oktober 2017 nach kurzer Zeit gelangweilt wieder nach Hause gegangen bin, habe ich angefangen weniger auf Parties zu gehen. Mittlerweile gehe ich zwar noch manchmal mit zu einer Partys (Clubs gar nicht mehr), gehe dann aber häufig früher nach Hause als Andere (ungefähr dann wenn die Gesprächsqualität abnimmt, weil die Anderen langsam betrunken werden). In Kneipen gehe ich nur noch zu Geburtstagen, oder zu anderen besonderen Anlässen (dort trinke ich gar nicht mehr).

Im Mai dieses Jahres habe ich bei einem Essen mit Freunden nicht nur ein Glas Wein, sondern sponat noch ein Schnaps getrunken. Das war so nicht geplant und ich hätte fast noch ein zweites getrunken. Seitdem ist für mich klar, dass es bei dem geplanten einen Glas bleibt. Hat auch seitdem gut geklappt. Die letzten Male war der Gedanke „vlt noch ein Schnaps“ gar nicht mehr existent. Das ist deutlich angenehmer als die Frage, ob vlt doch einer okay sei?


27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?
Habe kurz nach der TF habe ich meinen ersten richtigen Job begonnen. Das hat mich von Anfang an sehr gefordert und mein Leben ziemlich geändert. Ich muss die ganze Woche topfit sein, um das Pensum zu schaffen. Die Wochenenden brauche ich auch, um meine anderen Dinge zu regeln (Wäsche waschen, Emails beantworten, Freunde treffen, Sport machen). Mein altes Verhalten passt also kaum noch zu meinem aktuellen Leben. Ich brauche die neu gewonnene Kraft, um die Arbeit gut zu machen.

Mir sind die Aktivitäten an den Wochenenden und die Möglichkeit mich am Wochenende ernsthaft auszuruhen sehr wichtig geworden.

Ich habe endlich einen Krankengymnasten gefunden, der mir mit meinem Schulterporblem helfen konnte. Seit Anfang 2017 fange ich langsam an wieder Sport mit meiner Schulter machen zu können und fühle mich sehr wohl damit. So gehe ich mittlerweile viel klettern und bouldern. Das ist für mich eine sehr gute und viel gewinnbringendere Möglichkeit extreme Momente zu haben als Alkohol zu trinken.

Ich habe mehr mit Leuten zu tun, bei denen es nicht nur akzeptiert ist, weniger oder kein Alkohol zu trinken, sondern sie es sogar selber so praktizieren.

Ich empfinde es als Mehrwert für mein Leben, dass ich weniger trinke. Sowohl von meiner Fitness und emotionalen Ausgeglichheit als auch von den neuen Aktivitäten möchte ich nicht wieder zurück.

Ich will demnächst Kinder bekommen und habe nicht vor das mit erneutem Trinken zu torpedieren.



28. Können Sie sich vorstellen, jemals wieder in Ihre alten Gewohnheiten zurückzufallen?
(Ja/Nein + Begründung,)

Ein Rückfall ist natürlich nie ausgeschlossen. Trotzdem bin ich davon überzeugt, dass ich an den neuen Vorsätzen und Gewohnheiten festhalten werde. Ich bin sehr zufrieden mit der Situation wie sie ist und will auch das sie so bleibt.

Um mich nicht vom Alkohol verführen zu lassen, trinke ich nie mehr als ein Getränk (seit Mai 2018). Damit habe ich sehr gute Erfahrung gemacht und werde das weiterhin so durchziehen.

Ich finde betrunkene Leute mittlerweile als anstrengend und eher abschreckend.

Zudem habe ich ein sehr fürsorgliches Umfeld (Freundin, WG, weitere gute Freunde), welches meinen Prozess begleitet hat und mich zudem unterstützt nicht in alte Gewohnheiten zu fallen. Ein Beispiel: An meinem Geburtstag hat niemand ein alkoholisches Getränk mitgebracht und alle sind an dem Tag alkoholfrei geblieben. Ich hatte an dem Tag zwar ursprünglich geplant einen Sekt zum Anstoßen zu trinken, aber dazu ist es gar nicht erst gekommen

Geändert von maggie9000 (18.11.2018 um 12:54 Uhr) Grund: formulierung
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