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  #11  
Alt 11.09.2015, 10:41
falo999 falo999 ist offline
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Ich sehe ehrlich gesagt auch ziemlich Schwarz.

In der Regel sind halt 12 Monaten AB bei Harten drogen erforderlich und nur Fällen von besonders geringen Drogenmißbrauch gehen auch nur 6 Monate.

Wie man das einen GA beibringen soll frage ich mich ernsthaft.
Du hast zugegen 2 verschiedene Harten drogen zu konsumieren und bist auch noch einschlägig vorbestraft.

Hast du wirklich den Konsum von verschiednenen Drogen zugegeben ?
Weil es sähe halt bedeutent besser aus wenn das nur eine sorte Drogen wäre.

Ich hoffe du schaffst es , und bitte informiere uns über das Ergebnis.
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  #12  
Alt 11.09.2015, 17:40
sockenschuss sockenschuss ist offline
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Ja, leider habe ich den Konsum sowohl von Speed als auch von Ecstasy zugegeben. Ihr verunsichert mich ganz schön... jetzt krieg ich leicht Panik. Ich hab halt dem Verkehrspsychologen vertraut und den Leuten von den MPIs, die alle meinten, 6 Monate wären ausreichend.

Rückgängig machen kann ich meine Anmeldung zur MPU jetzt nicht mehr, oder?? Bzw kommt das bestimmt auch nicht gut?

Oder ich schummle noch ein bisschen mit den Konsummengen? Es war bei mir ja eh nicht so viel, meint ihr ich hab eine Chance, wenn ich die noch ein bisschen "nach unten korrigiere"?
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  #13  
Alt 11.09.2015, 18:55
Benutzerbild von kenny
kenny kenny ist offline
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Die Konsummenge, die Konsumbiografie, sowie die Konsummotivation werden berücksichtigt. Aber der Schwerpunkt liegt auf der Art der Droge. Das begründet sich auf dem Suchtpotential der jeweiligen Droge.Daher wird auch unterschieden zwischen " weichen" ( Cannabis) und "harten" ( Koks,XTC).In den Begutachtungsrichtlinien wird daher in der Regel bei harten Drogen, ein Abstinenznachweis von 12 Monaten vorrausgesetzt. Zum anderen, kann allein der Besitz von harten Drogen, auch außerhalb des STRV, schon Zweifel an der Fahrtauglichkeit begründen.
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  #14  
Alt 11.09.2015, 20:35
Westfalenradler Westfalenradler ist offline
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Zitat:
Zitat von kenny Beitrag anzeigen
In den Begutachtungsrichtlinien wird daher in der Regel bei harten Drogen, ein Abstinenznachweis von 12 Monaten vorrausgesetzt.
Wie oft denn noch? Das stimmt nicht (mehr). Bei einer bloßen Drogengefährdung ist eine AB-Zeit von sechs Monaten ausreichend. Dazu dürfen natürlich keine weiteren Kriterien kommen, wie etwa Mischkonsum. Da wäre jetzt die Frage, was genau zugegeben wurde: Nur, dass beide Drogen genommen wurden, oder auch, dass beide gleichzeitig genommen wurden?
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  #15  
Alt 11.09.2015, 22:52
sockenschuss sockenschuss ist offline
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Zitat:
Zitat von Westfalenradler Beitrag anzeigen
Wie oft denn noch? Das stimmt nicht (mehr). Bei einer bloßen Drogengefährdung ist eine AB-Zeit von sechs Monaten ausreichend. Dazu dürfen natürlich keine weiteren Kriterien kommen, wie etwa Mischkonsum. Da wäre jetzt die Frage, was genau zugegeben wurde: Nur, dass beide Drogen genommen wurden, oder auch, dass beide gleichzeitig genommen wurden?
Die Angaben, die der Führerscheinstelle vorliegen, gehen aus dem Protokoll meiner Hauptverhandlung hervor und lauten wiefolgt: "Zu der Zeit habe ich selber Drogen konsumiert (Speed und Ecstasy)". In meinem Urteilsspruch steht außerdem "die Angeklagte hat zeitweise Partydrogen konsumiert". That's it, nähere Angaben dazu liegen nicht vor. Ich denke nicht, dass sich daraus Mischkonsum schließen lässt, oder was meint ihr?

Ich bin ehrlich gesagt jetzt total verunsichert. Was stimmt denn nun? Und kann man bei meinen Konsummengen davon ausgehen, dass "nur" eine Drogengefährdung vorlag?
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  #16  
Alt 13.09.2015, 11:13
sockenschuss sockenschuss ist offline
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Leute, könnte sich vll. trotzdem jemand von euch mal meines Fragebogens annehmen und mir ein bisschen Feedback geben??
Ich weiß, ihr habt viel zu tun und das mit der Abstinenzzeit scheint mindestens fraglich zu sein. Trotzdem hab ich in gut einer Woche meine MPU und möchte das Gespräch so gut wie möglich machen. Bitte helft mir!!
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  #17  
Alt 15.09.2015, 20:20
sockenschuss sockenschuss ist offline
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Hallohallo,

schade, dass bisher noch niemand Zeit gefunden hat, meinen FB mal durchzulesen. Ich hab mir in der Zwischenzeit nochmal alle 5* FBs zu Gemüte geführt und versucht, die Tipps daraus zu berücksichtigen.

Habe meinen FB nochmal neu geschrieben und poste die aktualisierte Version jetzt nochmal. Vor allem habe ich versucht, meine Konsumursachen - und deren Bewältigung - noch klarer herauszustellen. Ich hoffe das ist mir gelungen.

Bitte nehmt euch doch die Zeit und sagt mir wenigstens kurz, was ich noch verbessern kann. Ich könnte ein bisschen Kritik echt gut gebrauchen.
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  #18  
Alt 15.09.2015, 20:25
sockenschuss sockenschuss ist offline
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Was ist passiert?
Vorgeschichte:
Wann haben Sie das allererste Mal von illegalen Drogen gehört?
Das war im Biologieunterricht im Gymnasium, ich war in der 7. Klasse . Zwei Polizisten kamen zu uns in die Stunde und haben kurz angerissen, welche verschiedene Substanzen es gibt, wie diese wirken und welche Gefahren sie mit sich bringen.

Wann haben Sie das erste Mal konsumiert? (Datum)
Das erste Mal, dass ich Drogen genommen habe, war mit 16 Jahren (Sommer 2008). Ich war experimentierfreudig und zog ein paar Mal von einem Joint einiger Bekannten, die öfter kifften.

Amphetamin und Ecstasy nahm ich zum ersten Mal mit 20 (Dezember 2012), als ich kurz vor einem Burn Out stand und ziemlich am Boden war. Eine neue Bekannte empfahl mir die Drogen, die mir dabei helfen sollten, mich endlich mal wieder fit und voller Energie zu fühlen und abzuschalten.

Wie sah der Konsum aus? (Konsumbiografie-Wie lange habt Ihr was in welcher Menge genommen?)
Die Wirkung von Cannabis gefiel mir überhaupt nicht. Beim ersten Mal probieren wurde mir schlecht, ich war zu faul für alles und hatte das Gefühl, nur noch langsam denken zu können. Das war mir total unangenehm, sodass ich Cannabis seither nie wieder angerührt habe.

Mit Amphetamin sah das leider anders aus: In den ersten 2 Monaten nach dem ersten Konsum (01-02/2012) konsumierte ich etwa 4-5 Mal im Monat – meistens am Wochenende; wenn ich mit einem Freund Mr. X traf, dann auch mal unter der Woche. Ich nahm an einem Konsumtag immer etwa 2-4 Lines. Insgesamt konsumierte ich in dieser Zeit also rund 10 Mal. Danach brach ich den Kontakt zu meinen Drogenbekannten ab und konsumierte noch etwa 1x alle 2 Monate (insgesamt noch ca. 4 Mal). Anfang Juli 2013 stellte ich meinen Konsum dann komplett ein.

XTC konsumierte ich wesentlich seltener, in der Zeit von Dezember 12 bis Juli 13 etwa 3-4 Mal je eine halbe Tablette.

Haben Sie Drogen zusammen mit Alkohol konsumiert?
Nein. Ich trinke Alkohol nur zu besonderen Anlässen wie an Geburtstagen oder Silvester zum Anstoßen und zum Genuss, er gehört für mich jedoch nicht zum Feiern dazu. Hinzu kam, dass ich auf Speed immer viel schwitzte, redete und tanzte, sodass ich ständig Durst hatte und sehr viel Wasser trinken musste. Alkohol wäre da kontraproduktiv gewesen. Von XTC war ich ehrlich gesagt sowieso immer schon bedient und hätte nichts Zusätzliches mehr vertragen.

Wie ist der Umgang mit Alkohol gewesen?
In meiner Jugend, so von 16-19 Jahren, trank ich Alkohol ab und zu auf Partys, etwa alle 2-3 Monate. Ich machte das damals vor allem, weil es alle machten, ich experimentierfreudig war und mich immer irgendwie „rebellisch“ dabei fühlte. Mit 19 ging ich ins Ausland zum Work & Travel, hatte immer wenig Geld und Alkohol war dort sehr teuer, sodass ich in dieser Zeit überhaupt nichts trank. Als ich zurückkam, hatte ich schlicht keine Lust & kein Bedürfnis, wieder mehr zu trinken. Seither trinke ich höchstens zu besonderen Anlässen wie Geburtstagen oder an Silvester 1-2 Bier à 0,33l oder ein Glas Sekt (etwa 3-4x pro Jahr).

Sonstige Suchtmitteleinnahme?
2-4 Zigaretten am Tag und 1-2 Tassen Kaffee.

Haben Sie bei sich negative Folgen festgestellt?
Unmittelbare Folgen bestanden darin, dass der Konsum meinen Schlafrhythmus immer total durcheinander gebracht hat. Wenn ich konsumierte, war ich erstmal ewig wach (1-2 Tage), konnte zuerst gar nicht einschlafen und wenn ich es dann schaffte, verschlief ich einen ganzen Tag. Danach war ich trotzdem weiterhin müde, unkonzentriert, fühlte mich total leer und geschwächt. Der Rest der Woche verlief dann immer eher farblos, ich hatte Stimmungsschwankungen und Kopfschmerzen.

Außerdem verschlimmerte der Konsum meine ohnehin schon ausgeprägte Tendenz, meine Probleme zu verdrängen und zu ignorieren. Wenn ich konsumierte, konnte ich dem Alltag und meinen Probleme perfekt entfliehen und war in einer ganz anderen Welt. Danach musste ich mich 2-3 Tage erholen, erledigte nur die nötigsten Sachen, gammelte rum und schon war wieder Wochenende und ich konsumierte wieder. Ohne den Konsum hätte ich es sicher früher geschafft, meine Kräfte zu sammeln, meine Situation endlich zu reflektieren und die Probleme – die ja keineswegs unlösbar waren – anzugehen. Trotzdem konnte ich meine Probleme natürlich nie zu 100% vergessen, so gern ich das auch gewollt hätte. Dies führte dazu, dass es mir noch schlechter ging – ich machte mir unbewusst weitere Vorwürfe, wie sehr ich doch versagt hätte und dass ich es jetzt nicht schaffte, mein Leben wieder in die Hand zu nehmen. Heute weiß ich, dass ich meine Leidphase durch diesen Fluchtversuch, bei dem der Drogenkonsum letztendlich helfen sollte, nur noch weiter künstlich in die Länge gezogen und verschlimmert habe.
Desweiteren habe ich durch den Konsum schnell meine moralischen Grenzen verloren. Ich erlebte den Drogenkonsum als etwas extrem positives und cooles und identifizierte mich dadurch, ohne dies je wirklich kritisch zu reflektieren. Dementsprechend empfand ich es auch nicht als fragwürdig, mit Drogen zu dealen und dachte keine Minute über die Konsequenzen nach und darüber, wie sehr Dealer sich selbst und vor allem auch Anderen schaden.

Haben Sie trotz negativer Folgen weiter konsumiert?
Natürlich bemerkte ich die negativen Seiten des Konsums eigentlich, doch ich fand gute Ausreden dafür. Ich war ja davor tatsächlich schon ziemlich am Boden, stand kurz vor dem Burn Out und hatte praktisch für nichts mehr Energie. War ich nach dem Konsum energielos und lethargisch, so schob ich dies eher auf meinen allgemein schlechten Zustand und nicht auf den Konsum. Ich verdrängte, dass dieser alles noch viel Schlimmer machte. Während ich drauf war, war das Leben endlich wieder schön und ich konnte meinen Probleme entfliehen: Ich hatte wieder Power, musste mich nicht aufraffen, aus dem Haus zu gehen, sondern freute mich darauf. Außerdem steigerte die Droge mein Selbstbewusstsein, das in dieser Zeit eigentlich total am Boden war, enorm: Ich war plötzlich wieder jemand, machte mir keine Vorwürfe mehr sondern fühlte mich toll und als könne mir keiner was. Meine schüchterne und zurückhaltende Art war wie weggeblasen: Wenn ich konsumiert hatte, war ich euphorisch, heiter, kommunikativ und ging aus mir heraus. Auf Partys tanzte ewig und vergaß alles um mich herum, hatte Spaß mit den anderen Gästen – die ich nüchtern wahrscheinlich nicht einmal angesprochen hätte. Dies alles wog für mich die negativen Folgen des Konsums auf, die ich ja sowieso auf meine allgemeine Angeschlagenheit schob.

Auffälligkeit:
Was für Werte wurden bei Ihrer Auffälligkeit festgestellt?
keine Werte

Wann und wieviel haben Sie in der Woche vor der Auffälligkeit konsumiert?
3 Tage vor der Auffälligkeit habe ich etwa 3-4 Lines Amphetamin im Verlauf von 12 Stunden konsumiert.

Wieviel und was haben Sie am Tag der Auffälligkeit Konsumiert?
Am Tag selbst habe ich nichts konsumiert. Heute weiß ich aber, dass es unter Umständen sein kann, dass ich noch Amphetamin im Blut hatte, da die Nachweiszeit je nach Stoffwechseltyp bis zu 72 Stunden betragen kann.

Gab es einen besonderen Grund für diesen Konsum?
Ich war am Wochenende feiern mit meiner neuen Mitbewohnerin Mrs X und ihrem Cousin Mr X, die ich einige Monate zuvor kennengelernt hatte und mit denen ich angefangen hatte, Drogen zu konsumieren. Wir trafen uns Freitagabend und konsumierten jeder 3 Lines, bevor wir feiern gingen. Ich war in dieser Zeit total down und habe konsumiert, damit ich mich überhaupt fit und stark genug fühlte, um das Haus zu verlassen und mich in eine Party zu stürzen. Ich wollte meine Probleme vergessen und für einen Abend Spaß mit meinen neuen Freunden haben, die ich sehr bewunderte und die damals meine einzigen Bezugspersonen waren.

Wie sind Sie auffällig geworden?
Durch eine Kurierfahrt, die ich für den Cousin meiner Mitbewohnerin, Mr X, im Februar 2013 gemacht habe. Er war damals meine einzige männliche Bezugsperson, sodass ich die Bindung zu ihm übersteigerte und mich in ihn verknallte – ich sah ihn in einer verqueren Art und Weise als eine Art Vaterersatz. Wenn ich Drogen konsumierte, dann immer mit ihm und/oder Mrs X zusammen; ich durfte immer bei ihnen mitziehen. Mr X selbst dealte mit Drogen, ich kannte allerdings damals das wahre Ausmaß nicht und dachte, er würde halt für sich und seine Freunde einkaufen. Eines Tages bat er mich, eine Fahrt für ihn zu machen – sein normaler Fahrer hätte an diesem Tag keine Zeit und er müsse dringend etwas abholen. Ich dachte gar nicht viel darüber nach, er versorgte mich ja auch mit Drogen und wollte nie etwas dafür – ich wollte ihm also auch diesen Gefallen tun. Zusammen mit Mrs X lieh ich mir also einen Transporter und wir fuhren in eine Nachbarstadt, Mr X mit seinem eigenen Wagen hinterher. Auf einem Parkplatz ließ er sich von jemandem etwas geben, lud es auf unsere Ladefläche und wir fuhren zurück. Unsere Vorgehensweise hinterfragte ich damals kein Stück, ich vertraute darauf, dass er schon wüsste, wie man alles machen muss. Ich wollte auch nicht wissen, wieviel wir da transportiert hatten – unbewusst suchte ich schon damals nach einer Möglichkeit, mich von der Tat zu distanzieren.
Monate später wurde Mr X verhaftet – er war schon eine ganze Zeit wegen seiner Dealerei überwacht worden – und im Verlauf der Ermittlungen gegen ihn wurde auch diese Fahrt von mir bekannt. Ich wurde angeklagt und zur Bewährung verurteilt wegen Beihilfe zum Handel mit BtM in nicht geringer Menge. Dies wurde an die FSST weitergeleitet, sodass ich meinen Führerschein infolgedessen abgeben musste.
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  #19  
Alt 15.09.2015, 20:28
sockenschuss sockenschuss ist offline
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Wie oft waren sie bereits unter Drogeneinfluß im Straßenverkehr unterwegs?
Da ich in einer Großstadt lebe, fuhr ich sowieso fast nie Auto und wenn ich konsumiert hatte, schon gar nicht. Aus heutiger Sicht muss ich allerdings in Betracht ziehen, dass ich 2-3 Mal gefahren bin, wenn ich noch Drogen im Blut hatte. Damals war ich zu wenig informiert und kannte die langen Nachweiszeiten gar nicht.

Wie haben Sie den Konflikt zwischen dem Drogenkonsum und dem Führen eines Kraftfahrzeuges gelöst?
Damals wusste ich gar nicht, dass ich bis zu 3 Tage lang unter dem Einfluss der Droge stehen kann und sah deshalb keinen Konflikt.

Wieso ist es verboten unter Drogeneinfluß ein KFZ zu führen?
(Beschreibung bitte für die zutreffende Substanz)

Weil ich mich und vor allem auch Andere dadurch in erhebliche Gefahr bringe. Wenn ich unter Einfluss von Amphetamin fahre, kann ich mein KFZ nicht sicher führen, da die Reaktionsgeschwindigkeit erheblich nachlässt und ich einen sog. Tunnelblick entwickle. Die Pupillen erweitern sich und das Sehvermögen verschlechtert sich, es können Wahrnehmungsstörungen, Herz-Rhythmusstörungen, Angstzustände u.v.m. auftreten. Diese Symptome werden durch die längere Schlaflosigkeit, die mit Amphetaminkonsum einhergeht, nochmals verstärkt und aufgrund der Selbstüberschätzung, zu der Konsumenten tendieren, nicht bemerkt. Bei Ecstasy ist die Wirkung ähnlich, nur nochmals stärker. Der Konsument ist nervös, hyperaktiv und extrem unkonzentriert, außerdem extrem blendempfindlich.

Wie lange stehen Sie nach dem Konsum von Drogen unter deren Einfluß?
Die Wirkungsdauer von Amphetaminen kann bis zu 12 Stunden betragen, sie können aber – je nach Stoffwechseltyp – bis zu 72 Stunden im Körper bleiben. So lange sind auch Nachwirkungen möglich. Der XTC-Rausch dauert etwa 6 Stunden, Nachwirkungen können aber auch noch bis zu 72h nach Einnahme auftreten.

Sind sie sich darüber im Klaren, welche Folgen es bei einem täglichen Konsum gibt?
Als Speed- & Ecstasy-Konsument bin ich stark gefährdet, in die Abhängigkeit zu rutschen: Es entsteht eine Toleranz zu den Wirkstoffen der Droge, sodass ich meine Dosis immer weiter erhöhen muss, um das selbe Ergebnis zu bekommen. Desweiteren kann es zu gravierenden körperlichen Schäden kommen an Leber, Lungen, Nieren, Herz etc. Konsumente laufen auch Gefahr, innerlich auszutrocknen und durch Überwärmung zu „verbrennen“. Hinzu kommen psychische Folgen wie Lustlosigkeit, Müdigkeit, Gewichtsverlust, Antriebslosigkeit und Isolation von der Außenwelt. Es kann auch zu Angstzuständen, Halluzinationen und Psychosen kommen.

Wie oft waren sie bereits unter Drogeneinfluß im Straßenverkehr unterwegs?
Da ich in einer Großstadt lebte, fuhr ich sowieso fast nie Auto und wenn ich konsumiert hatte, schon gar nicht. Aus heutiger Sicht muss ich allerdings in Betracht ziehen, dass ich vielleicht 2-3 Mal gefahren bin, wenn ich noch Drogen im Blut hatte. Damals war ich zu wenig informiert und kannte die langen Nachweiszeiten gar nicht.

Wie haben Sie den Konflikt zwischen dem Drogenkonsum und dem Führen eines Kraftfahrzeuges gelöst?
Damals wusste ich gar nicht, dass ich bis zu 3 Tage lang unter dem Einfluss der Droge stehen kann und sah deshalb keinen Konflikt.

Wieso ist es verboten unter Drogeneinfluß ein KFZ zu führen?
(Beschreibung bitte für die zutreffende Substanz)

Weil ich mich und vor allem auch Andere dadurch in erhebliche Gefahr bringe. Wenn ich unter Einfluss von Amphetamin fahre, kann ich mein KFZ nicht sicher führen, da die Reaktionsgeschwindigkeit erheblich nachlässt und ich einen sog. Tunnelblick entwickle. Die Pupillen erweitern sich und das Sehvermögen verschlechtert sich, es können Wahrnehmungsstörungen, Herz-Rhythmusstörungen, Angstzustände u.v.m. auftreten. Diese Symptome werden durch die längere Schlaflosigkeit, die mit Amphetaminkonsum einhergeht, nochmals verstärkt und aufgrund der Selbstüberschätzung, zu der Konsumenten tendieren, nicht bemerkt. Bei Ecstasy ist die Wirkung ähnlich, nur nochmals stärker. Der Konsument ist nervös, hyperaktiv und extrem unkonzentriert, außerdem extrem blendempfindlich.

Wie lange stehen Sie nach dem Konsum von Drogen unter deren Einfluß?
Die Wirkungsdauer von Amphetaminen kann bis zu 12 Stunden betragen, sie können aber – je nach Stoffwechseltyp – bis zu 72 Stunden im Körper bleiben. So lange sind auch Nachwirkungen möglich. Der XTC-Rausch dauert etwa 6 Stunden, Nachwirkungen können aber auch noch bis zu 72h nach Einnahme auftreten.

Sind sie sich darüber im Klaren, welche Folgen es bei einem täglichen Konsum gibt?
Als Speed- & Ecstasy-Konsument bin ich stark gefährdet, in die Abhängigkeit zu rutschen: Es entsteht eine Toleranz zu den Wirkstoffen der Droge, sodass ich meine Dosis immer weiter erhöhen muss, um das selbe Ergebnis zu bekommen. Desweiteren kann es zu gravierenden körperlichen Schäden kommen an Leber, Lungen, Nieren, Herz etc. Konsumente laufen auch Gefahr, innerlich auszutrocknen und durch Überwärmung zu „verbrennen“. Hinzu kommen psychische Folgen wie Lustlosigkeit, Müdigkeit, Gewichtsverlust, Antriebslosigkeit und Isolation von der Außenwelt. Es kann auch zu Angstzuständen, Halluzinationen und Psychosen kommen.
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  #20  
Alt 15.09.2015, 20:29
sockenschuss sockenschuss ist offline
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Warum ist es passiert?
Welche persönlichen Hintergründe gab es für den Drogenkonsum?
Die inneren Ursachen für meinen Drogenkonsum liegen weit zurück in meiner Kindheit und Jugend und sind v.a. im schwierigen Verhältnis zu meinen Eltern begründet. Mein Vater war der typische Pascha, der meine Mutter stark dominierte und ständig auf sie sauer war. Sie als perfekter Gegenpart, extrem harmoniebedürftig, ohne viel Selbstwertgefühl, versuchte immer, ihm alles recht zu machen und gab sich allein die Schuld für die Launen meines Vaters. Sein Verhalten verschlimmerte sich immer weiter, er war bei jeder Gelegenheit sauer auf uns Kinder und meine Mutter, machte uns nur noch runter und isolierte sich total. Erst heute wissen wir, dass er damals schon krank war, dies aber vor sich selbst und uns verheimlichte und deshalb so unausstehlich wurde. Damals aber war das nicht klar und auch ich begann, seine Launen auf mich zu beziehen. So sehr ich mich auch anstrengte, ich konnte ihm nie etwas recht machen und war nie gut genug. So konnte ich kein Selbstwertgefühl entwickeln, war extrem selbstkritisch, suchte die Schuld immer zuerst bei mir und gierte nach Anerkennung und Bestätigung, da ich mir diese selbst nie geben konnte. Ich gestand mir das bewusst jedoch nie ein, da ich mir schon früh geschworen hatte, nie so duldsam und abhängig zu werden wie meine Mutter. Ihr ging es immer schlechter und sie sagte einmal sogar zu mir, wenn wir Kinder nicht wären, so wäre sie schon lange nicht mehr auf der Welt. So versuchte ich immer, sie zu beschützen und rebellierte extrem gegen meinen Vater, zeigte ihm in meiner Jugend nur noch Verachtung. Die Rolle zwischen meiner Mutter und mir sah ich schon früh eigentlich umgekehrt – ich hatte das Gefühl, mich um sie kümmern zu müssen und wollte sie nie mit meinen eigenen Problemen zusätzlich belasten. Ich lernte nie, mit Problemen zu Anderen zu gehen, sondern wollte immer alles nur mit mir selbst ausmachen und für meine Mutter stark wirken. Da ich dies nicht schaffte, lernte ich früh, meine Probleme nur zu verdrängen und nach außen hin so zu tun, als gehe es mir gut. Im Sommer 2010 dann war die Krankheit meines Vaters so schlimm geworden, dass er ins Krankenhaus kam und bald darauf starb. Ich konnte mein Verhältnis mit ihm nie klären und hatte in der Folgezeit mit einem schlechten Gewissen zu kämpfen, da ich ihm in den Jahren zuvor eigentlich immer nur meine Verachtung gezeigt hatte. Ich wünschte mir damals nichts mehr, als ein „normales“ Leben und wollte nicht immer als die angesehen und behandelt werden, deren Vater gestorben ist. So tat ich nach außen hin so, als ginge es mir gut und als hätte ich seinen Tod gut verarbeitet – natürlich auch vor meiner Mutter, die nach seinem Tod jeden Lebensmut verloren hatte. Ich versuchte, ihn ihr wiederzugeben und ihr klarzumachen, dass sie nicht nur funktionieren muss, sondern ihr Leben in die Hand nehmen und sich um sich kümmern sollte. In Wahrheit verdrängte ich meine Gefühle aber nur und hatte das alles nicht aufgearbeitet.

Nach meinem Abitur 2011 zog ich dann weg – nicht ohne schlechtes Gewissen, meine Mutter „im Stich“ zu lassen – machte ein Praktikum und ging danach ins Ausland. Dort fiel es mir leicht, alle Probleme zu vergessen und ich hoffte, dass es meiner Mutter nach meiner Rückkehr besser gehen würde. Doch als ich zurückkam (2 Jahre nach dem Tod meines Vaters) war die Situation schlimmer als je zuvor. Meine Mutter hatte sich von ihren Freunden isoliert, kümmerte sich um Haus, Garten und ihre Arbeit und verlangte dabei von sich selbst totale Perfektion. Sie sah gar nicht die Notwendigkeit, sich daneben auch um sich selbst zu kümmern. Ich konnte nicht ertragen, sie so zu sehen – nicht zuletzt, weil meine Mutter mir einen Spiegel vorhielt. Eigentlich war ich ebenso perfektionistisch, ging zu Niemandem mit meinen Problemen, hatte wenig Selbstwertgefühl und tat viel nur aufgrund der Erwartungen Anderer und wenig für mich selbst. Das konnte ich nicht wahrhaben und hielt deswegen noch weniger aus, wie sie sich verhielt. Ich konnte nur noch mit ihr streiten, da ich ständig erzwingen wollte, dass sie sich veränderte.

Ich flüchtete dann regelrecht von Zuhause, um bei der Agentur, wo ich Praktikum gemacht hatte, eine Ausbildung anzufangen. Der Job dort war mit viel Verantwortung und viel Arbeit verbunden, doch ich war dort extrem erfolgreich gewesen und konnte so mein Selbstvertrauen pushen. Das war es mir damals wert. Doch schon zu Beginn der Ausbildung wurde mein Ausbildungsleiter krank, ich bekam fast alle seine Aufgaben zusätzlich zu meinen und konnte natürlich nicht alles schaffen, war total überfordert. Ich bezog dies alles auf mich selbst und arbeitete wie verrückt, um den Anforderungen gerecht zu werden. Ich war jeden Tag 11-12 Stunden im Büro und baute schnell total ab, körperlich sowie psychisch machte mir die Überforderung schwer zu schaffen. Ich stand kurz vor einem Burn Out. So brachte ich immer weniger Leistung, sodass mir mein Chef am Ende der Probezeit im Dezember 2012 kündigte.

Ich machte mich total fertig, sah die Schuld allein bei mir und mein Leben als gescheitert an, das ich nur vom beruflichen Erfolg abhängig gemacht hatte. Ich glaubte, ich hätte total versagt, stand nun da mit einer abgebrochenen Ausbildung und mir wurde wieder einmal bestätigt, dass ich nichts konnte und nichts wert war. Soziale Kontakte hatte ich schon länger nicht – über die viele Arbeit hatte ich einfach keine Zeit und Kraft gehabt, alte Kontakte weiter zu pflegen oder in der neuen Stadt welche aufzubauen. Von der Kündigung erzählte ich fast Niemandem, da ich mich schämte und glaubte, sie würden mich auch als Versagerin sehen. In dieser Situation dann lernte ich Mr und Mrs X kennen, da ich bei Mrs X einzog (das war schon länger geplant gewesen). Ich bewunderte die beiden total, die so selbstbewusst, unkonventionell und stark wirkten. Sie machten einfach, was sie wollten, scherten sich nicht um die Erwartungen Anderer, zogen einfach ihr Ding durch und genossen es auch noch – sie waren das Gegenteil von mir und ich wollte so sein wie sie. Die beiden erfuhren zwangsläufig von meiner Kündigung, sahen aber keinerlei Schuld bei mir, fingen mich auf und zeigten mir einen Fluchtweg aus meinem „verkorksten“ Leben. Mrs X war arbeitslos und wir machten viel zusammen zu Hause. Sie fand es auch nicht komisch, wenn ich tagelang nicht aus dem Bett aufstand oder zuhause war. Schnell wurden die beiden meine Bezugspersonen, ich lebte einfach ihr Leben mit (ich hatte ja selbst keins mehr). Die beiden konsumierten Drogen und Mrs X bot mir Speed an, damit ich mal wieder Power bekäme, mich fit fühlen könnte. Es wirkte super, ich fühlte mich plötzlich wieder stark und als könne mir keiner was und konnte beim Feiern der Realität super entfliehen. Endlich fühlte ich mich wieder lebendig. Weil ich nie gelernt hatte, meine Probleme zu bewältigen, benutzte ich die Drogen, um vor ihnen zu entfliehen.

Wie hat sich Ihr Umfeld über Ihren Drogenkonsum geäußert?
Wie beschrieben hatte ich mir in der neuen Stadt kein Umfeld, außer Mr und Mrs X, aufgebaut. Zu meinen alten Bekannten hatte ich kaum noch Kontakt, da ich sie über die viele Arbeit total vernachlässigt hatte und nach meinem „Versagen“ erst recht glaubte, nicht mehr zu ihnen gehen zu können. Bei meiner Mutter hatte ich nach wie vor das Gefühl, sie nicht mit meinen Problemen belasten zu können und vor ihr „stark“ wirken zu müssen. Da ich ihr schlecht Dinge verheimlichen konnte, meldete ich mich einfach kaum noch bei ihr. So bekam eigentlich niemand etwas vom Konsum mit.

Gab es Ereignisse in Ihrem Leben, die zu verstärktem Konsum geführt haben?
Meine Konsumspitze war ja direkt nach meiner Kündigung, als ich bei Mrs X einzog: Ich war nichts, hatte nichts und niemanden, wusste nicht, wohin ich jetzt sollte und war total ausgebrannt. Die Drogen halfen mir, mich in eine andere Welt zu flüchten und mich endlich mal wieder fit und lebendig zu fühlen – zumindest für die Zeit des Konsums selbst. Außerdem hängte ich mich total an Mr und Mrs X, die selbst konsumierten, und wollte unbedingt zu ihnen gehören. Das wichtigste war damals aber wohl für mich, dass ich mich während des Konsums stark und selbstbewusst fühlte – ich war Jemand und mir konnte Keiner was. Konsumierte ich Nichts, fühlte ich genau das Gegenteil.
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amphetamin, btm, ecstasy, straftat

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