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  #21  
Alt 10.04.2018, 17:17
Kai R. Kai R. ist offline
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ohne zu wissen ob Du ein schlechter Mensch bist Das mit der inneren Logik der Geschichte ist eigentlich meistens so. Es gibt ein inneres Motiv, welches die Geschichte zusammenhält. Das ist irgendwann gelernt und steuert das Verhalten. Das geht dann eine Zeit lang gut und irgendwann nicht mehr. Dann kommt es zu Verkehrsauffälligkeiten und letztlich löst es die MPU-Aufforderung aus.

Deswegen muss die Aufarbeitung auch an diesem inneren Motiv ansetzen. Dafür muss man Vermeidungsstrategien entwickeln, d.h. andere Lösungen finden. Wenn diese dann stabil verinnerlicht und erprobt sind, mit Beispielen untermauert positiv erlebt werden, dann gibt auch der Gutachter sein grünes Licht.
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  #22  
Alt 10.04.2018, 18:31
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samuel samuel ist offline
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Zitat:
Zitat von schmitty89 Beitrag anzeigen
Witzig wie diese Vorfälle praktisch eine Geschichte erzählen und alles Gipfelt in dem Urteil und vielleicht war das genau das richtig.

Ich habe die halbe Nacht nicht geschlafen und mir Gedanken dazu gemacht, ob ich wirklich ein so schlechter Mensch bin...
Du solltest die MPU nicht mit dem richtigen Leben verwechseln. Vermutlich bist Du ein ganz knuffiger, nur leider hilft Dir das bei der Vorbereitung nicht.
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  #23  
Alt 10.04.2018, 18:33
Kai R. Kai R. ist offline
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womit soll die MPU denn sonst zu tun haben, wenn nicht mit dem richtigen Leben? Propagierst Du ernsthaft ausgedachte Fakestories, die man dann so verinnerlicht, dass sie zu einem positiven Gutachten führen?
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  #24  
Alt 10.04.2018, 18:41
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samuel samuel ist offline
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Wenn die Wahrheit zum negativen Gutachten führt, wofür ist die Wahrheit dann gut?

Wenn es gut kommt, lernt der Betroffene etwas, wenn nicht nützt die Wahrheit auch nichts.

Aber das können wir gerne privat ausdisskutieren, dazu brauchen wir nicht den Thread zumüllen.
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  #25  
Alt 10.04.2018, 19:56
Kai R. Kai R. ist offline
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Lass es uns doch erst einmal mit der Wahrheit versuchen. @Schmitty89 ist auf einem guten Weg (die Nötigung muss er natürlich zugeben). Wenn dann Dinge hochkommen, die ein positives Gutachten verhindern würden, können wir immer noch dran drehen.
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  #26  
Alt 10.04.2018, 20:26
schmitty89 schmitty89 ist offline
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Also ich habe auch zu meiner Psychologin gesagt, dass ich lieber auf den Führerschein verzichte, als das ich zugebe jemanden angefahren zu haben, wenn dem meines Wissens nicht so war. Und ganz ehrlich, ich soll im Stau mit 3-4Kmh jemanden angefahren haben, während 20-30 Leute um unser Auto zurück zu ihrem Parkplatz und nach Hause gegangen sind. Und nur der eine Zeuge, der hinter meinem Auto stand will gesehen haben wie ich vorn jemanden anfahre mit den Worten:"ich habe etwas aus dem Augenwinkel gesehen".
Die Richterin was sehr skeptisch musste aber schlussendlich der Mehrheit zustimmen und die Zeugen würdigen. Außerdem klingt es bei mir wirklich ausgedacht aber manchmal passieren merkwürdige Dinge...

Im übrigen hat meine Freundin die angezickt und ihnen den Mittelfinger gezeigt. Danach ging das alles los. Das habe ich aber vor Gericht nicht gesagt, damit sie keine Anzeige bekommt. Vielleicht ein Fehler, aber ich würde es immer wieder so machen.
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  #27  
Alt 11.04.2018, 11:09
schmitty89 schmitty89 ist offline
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Also auf ein neues, dies ist nicht Final. Ich arbeite jeden Tag daran:

29.06.2012 21:30: außerhalb geschl. Orts. 25kmh 80 erlaubt, A44 Kassel – Dortmund 21:30Uhr, 1 Punkt

Aus alten Mails von meinem Chef geht hervor, dass ich schnell ein Fahrzeug am Anfang der Ausbildung und außerhalb der Arbeitszeiten, zu einem Kollegen nach Dortmund fahren sollte, weil dieses kaputt gegangen ist. Ich bin also noch nach der Arbeit gestresst und müde losgefahren. Mein Chef meinte ich würde ihm damit einen großen gefallen tun und ich würde natürlich dafür bezahlt werden. Da ich noch am Anfang war in der Firma wollte ich nicht gleich nein sagen.
Also habe ich ihm den Gefallen getan, ohne viel über die Konsequenzen nachzudenken. Aus heutiger Sicht war es unverantwortlich, dass ich losgefahren bin. Ich hätte am Steuer einschlafen können oder aus Müdigkeit etwas oder jemanden übersehen können. Für mich galt damals nur, dass alle zufrieden mit mir sind und ich meinen Job gut mache. Es war noch in der Probezeit und ich wollte auf alle Fälle übernommen werden. Das wäre mir heute vollkommen egal. Arbeitszeit ist Arbeitszeit und die geht von 8-17Uhr und danach brauche ich die Zeit zum Entspannen, für meine Freundin und Hobbys.

Heute setze ich meine Prioritäten anders. Die Arbeit kommt ganz klar hinter meinem Privatleben und ich habe ein gutes Ventil im Sport gefunden.

13.11.2013 Handy benutzt, Landkreis Meißen, 1 Punkt

Meine Freundin und ich hatten uns sehr lang am Vorabend gestritten und auch morgens ging jeder seiner Wege, ohne dass eine Aussprache stattgefunden hat. Ich war sehr gestresst noch vom vorigen Tag und dann habe ich gesehen, dass viele Anrufe eingegangen sind, also habe ich irgendwann abgenommen bei der Fahrt, als ich die Nummer meines Kollegen gesehen habe. Ich weiß noch wie ich ihn dafür verantwortlich machen wollte. Aus heutiger Sicht war es natürlich rein mein Fehler und ich hätte ihn einfach zurückrufen müssen. Das Telefonieren lenkt wahnsinnig stark vom Autofahren ab. Die Reaktionsgeschwindigkeit lässt nach und man ist unkonzentriert. Dies führt regelmäßig zu schweren Unfällen und ist ein sehr häufiger Grund.
Bis Ende 2014 war in der damaligen Beziehung noch alles so weit in Ordnung, daher denke ich aus heutiger Sicht ist in diesem Jahr nichts passiert. Mir ging es sehr gut in der festen Beziehung, die Arbeit hat mir Freude bereitet und ich konnte entspannt der Zukunft entgegensehen.

Keine Überliegefrist:

12.02.2015 14:08Uhr: 174kmh Abstand waren 39m, 87m Abstand sind angemessen, Richtung Hamburg 14:08, 1 Punkt

Hier habe ich mein Fahrzeug viel zu dicht auffahren lassen und die Entfernung falsch eingeschätzt. Ich war vollkommen genervt und müde. Schon seit Tagen habe ich schlecht geschlafen. Der Stresspegel war viel zu hoch. Ständig war ich in ganz Deutschland unterwegs und hatte kaum noch Kontakt zu Familie oder Freunden. Es war wie in einem Tunnel, hatte keinen Blick mehr für das Große und Ganze. Jede Kleinigkeit hat mich damals aufgeregt.
2015 war für mich ein beschissenes Jahr. Meine damalige Freundin hat sich getrennt, nachdem sie jemand anderes kennengelernt hat. Sie hatte mir zuvor mittgeteilt, dass sie schwanger ist, aber es unter anderem deswegen nicht behalten wird und dass sie mich nicht mehr liebt. In der Zeit habe ich viele Fehler gemacht. Privat als auch beruflich. Ständig ging irgendetwas schief, ich habe Material vergessen oder Kunden nicht bearbeitet... Privat habe ich mich immer weiter verschlossen. Kaum noch Freunde getroffen. Ich war froh wenn ich mit niemandem reden musste. Abends habe ich viel Zeit am PC verbracht. Ich weiß heute, dass ich über Probleme reden muss und dies immer mit meiner Familie, Freunden und besonders mit meine Freundin machen kann und getan habe. In den letzten Monaten ohne Führerschein hatte ich viel Zeit über alles nachzudenken und habe die intensiv genutzt für Gespräche. Sowohl in Foren, mit meiner Psychologin und besonders mit meiner Freundin.

12.03.2015 15:08Uhr: geschlossene Ortschaft, 23kmh zu viel, 70 erlaubt, in Schwerin (Landstraße), 1 Punkt

Dies geschah auf der Auffahrt zur Landstraße bei Schwerin. Auf der Landstraße sind 100 erlaubt, auf dem kurzen weg zur Landstraße allerdings 70kmh. Dies hatte ich übersehen in all dem selbstgemachten Stress und wurde angehalten.
Es ist noch immer die Zeit in der Trennung. Mir ging es damals wirklich schlecht. Irgendwie dachte ich, wir würden unsere für mich kleinen Probleme in den Griff bekommen und man könnte über alles sprechen, aber für sie war es schon länger vorbei. Wohl deutlich länger als ich es angenommen hatte, was mich sehr traurig machte, da wir uns schon sehr lange Zeit (noch aus der Zeit als sich meine Eltern trennten) kannten und ich bin daraufhin in die Arbeit geflohen. Habe extra Stunden gemacht und alles in mich gefressen. Die abgebrochene Schwangerschaft konnte ich damals niemandem erzählen und auch über die Trennung konnte oder wollte ich nicht sprechen. Stattdessen habe ich so viele Aufträge wie möglich angenommen, habe kaum noch geschlafen und bin müde und mit einer „mir-ist-alles-scheißegal-Stimmung“ losgefahren. Irgendwie sah das Leben meiner Freunde so viel besser aus. Alle hatten glückliche Beziehungen und planten ihr gemeinsames Leben nur ich stehe ohne da und muss wieder neu anfangen.

17.07.2015 8:55Uhr: Außerhalb geschlossener Ortschaften, 27kmh zu viel, 70 erlaubt, 1 Punkt, Neustrelitz

Mein Großvater mütterlicher Seite (bei ihr bin ich aufgewachsen und lebte auch noch zu Hause) war in dieser Zeit sehr lang krank (Krebs, Darmverschluss und ständig auf der Intensivstation). Er starb nach rund 3-monatiger Krankheit. Alle meine Großeltern sind bisher an Krebs gestorben. Von der Seite meines Vaters noch während und eventuell auch wegen der Trennung meiner Eltern. Das hat alle sehr belastet und es kamen wieder viele Erinnerungen hoch an damals. Also besser noch mehr arbeiten habe ich mir gedacht…bloß nicht zur Ruhe kommen und über all das nachdenken müssen.
Und das alles unter hohem Zeitdruck und ohne mir mal eine Pause zu gönnen. In der Zeit habe ich stark abgenommen und ich musste mich oft mit Energydrinks etc. wach halten.
Es war absolut unverantwortlich wie ich mich damals verhalten habe, aber für mich ist damals eine Welt zusammengebrochen.

21.10.2015 Ermahnung wegen 4 Punkten.
Ich hatte damals andere Sorgen und habe die Mahnung so weit ich mich erinnern kann direkt weggeworfen, weil ich wütend war. Nicht das der ganze andere Kram schon reicht, nein jetzt kommen die auch noch! Neben all dem anderen Stress hat meine Mutter das Haus in dem wir wohnten verkauft. Also war ich stets bis abends unterwegs arbeiten und danach noch auf Wohnungssuche.
Aus heutiger Sicht hätte ich mir damals schon Hilfe suchen müssen…


25.06.2016 Handy benutzt auf der A1 Richtung HH, 1 Punkt.
Mein Vermieter hat mich angerufen, dass ich die neue Wohnung bekomme, ich habe mich riesig gefreut, da er mir schon bei der Besichtigung sagte, dass er mich am nächsten Morgen anrufen wird, sofern das mit der neuen Wohnung klappt. Bluetooth war nicht eingeschaltet, daher ging die Freisprechanlage nicht und ich bin voller Vorfreude ans Telefon gegangen, bis mich die Polizei links überholt hat und ich habe sie noch glücklich angestrahlt mit dem Handy in der Hand…mir wurde das ganze erst auf dem Rastplatz bewusst.
Hier ging es mir persönlich allerdings schon etwas Besser. Zwar hatte ich das Jahr 2015 noch in den Knochen aber ich spürte das es Bergauf geht.

Trotzdem muss ich auch in solchen Momenten die Ruhe bewahren und erst über mein Handeln nachdenken.
Darüber spreche ich noch mit meiner Psychologin.

Kritik ist wie immer erwünscht!

Geändert von schmitty89 (11.04.2018 um 11:19 Uhr)
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  #28  
Alt 11.04.2018, 11:36
Kai R. Kai R. ist offline
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das ist bisher nur die Schilderung der Taten. Die hast Du weiter ausgebaut und Deine Verantwortung jetzt klarer beschrieben. Gut so.

Um die Nötigung mit Unfallflucht kommst Du nicht drumrum. Was wirst Du dazu sagen? Das fehlt noch in der Liste Deiner Missetaten. Die Fälle in der Überliegefrist kannst Du übrigens weglassen, die sind aus Deiner Akte zu entfernen.

Wenn Du das sauber hast: wie würdest Du Dein hinter den Fällen liegendes inneres Motiv beschreiben? Und welche Vermeidungsstrategien kannst Du benennen, damit es nicht wieder vorkommt? Hier musst Du tiefer gehen als "ausgeschlafen losfahren".
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  #29  
Alt 11.04.2018, 12:00
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samuel samuel ist offline
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Also ich habe auch zu meiner Psychologin gesagt, dass ich lieber auf den Führerschein verzichte, als das ich zugebe jemanden angefahren zu haben,

Du wirst nach Aktenlage begutachtet, wenn die Akten nicht stimmen, dann lass das ändern. Wenn nicht brauchen wir unsere Zeit hier nicht verschwenden.
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  #30  
Alt 11.04.2018, 12:27
schmitty89 schmitty89 ist offline
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Laut meiner Psychologin wird der Gutachter auf alles eingehen. Das kann auch 10 Jahre zurückliegen und ich stehe zu den beiden Dingen die zuvor passiert sind und außerdem liegen die Akten bereits dem Gutachter vor.

Am Gerichtsurteil kann ich beim besten Willen nichts verändern
Und verschwendete Zeit ist es so und so nicht, egal ob ich die MPU bestehe oder nicht!

Ich musste den Text zur Straftat rausnehmen, da die Maximalzeichen erreicht wurden.

Hier geht es also weiter:

28.08.2015 Ist die Tat passiert, 04.2017 Verurteilung nach Berufung wegen fahrlässiger Körperverletzung, Nötigung und Unfallflucht.

Meine neue Freundin hat mich an diesem Tag zum ersten Mal für ein Wochenende besucht.
Wir hatten uns zwar schon mal getroffen, aber nun sollte es das erste gemeinsame Wochenende werden. Also dachte ich, es wäre toll, wenn wir zusammen zu einem Feuerwerk direkt am Strand fahren. Gesagt, getan. Nach dem Feuerwerk wollten wir wieder zurück und wie jedes Jahr bildete sich dort ein Stau, da alle gleichzeitig zu ihren Autos und der einzigen Landstraße wollten.
Zwei angeheiterte Mädchen (wie sich vor Gericht herausstellte haben sie den 18 Geburtstag gefeiert) haben sich uns dann in den Weg gestellt und torkelten und lachten mal vor unserem Auto und mal vor den anderen stehenden Fahrzeugen. Da wir nicht mehr weiter kamen und wir das Gefühl hatten sie würden uns absichtlich ausbremsen, damit ihre eigenen Eltern die von links kamen schneller vorankommen, bin ich daraufhin dichter an sie herangefahren. Danach hat sich meine Freundin etwas mit den Mädels gestritten (sie war sichtlich genervt von dem Rumgehampel der Mädchen, mir war es egal, aber sie ist da etwas aufbrausender) und hat ihnen ein Mittelfinger gezeigt. Daraufhin stellten sich beide Mädchen um unser Auto und als ich kurz in den Rückspiegel geschaut habe, um zu sehen was das andere Mädchen macht, muss ich wohl kurz angefahren sein. Jedenfalls behauptete das eine Mädchen nun das sie angefahren wurde und da sie recht laut rief kam ein Fussgänger hinter meinem Auto hervor und ging zu ihr. Ich war allerdings der festen Überzeugung, dass ich sie nicht angefahren habe und habe kurz mit meiner Freundin darüber gesprochen, wie wir weiter vorgehen als der Zeuge plötzlich vehement gegen die Scheiben klopfte und uns anbrüllte, dass wir aussteigen sollen. Meine Freundin meinte noch zu mir das ich nicht aussteigen sollte, sondern lieber die Polizei rufen sollte. Ich saß nun im Auto und war am Überlegen was ich mache, als plötzlich der Zeuge auf der Motorhaube lag und uns weiter angeschrien hat. Vor Gericht meinte der Zeuge noch ich wäre mit ihm auf der Motorhaube ein paar Meter gefahren. Allerdings war nach wie vor Stau aber ich weiß es nicht mehr. Auch die Mädchen haben das nicht so gesagt. Es erschien mir alles so unwirklich. Ich war wie in einem Tunnel. Die anderen vor Gericht meinten selbst das ich wie hypnotisiert war. Warum musste mir das ausgerechnet heute passieren? Warum mit Julia? Warum genau heute? Ich wollte doch nur einen schönen Tag mit ihr verbringen. Wird sie das alles jemals vergessen können? Es kamen Gedanken an die alte Trennung wieder hoch. Ich war wohl mit der Situation überfordert und machte mir Sorgen um unsere noch so frische Beziehung…
Habe mich dann dazu entschieden die Polizei zu rufen und habe den anderen die Nummer auf meinem Telefon gezeigt, worauf sich die Situation beruhigte. Der zeuge machte Bilder von meiner Freundin und mir und von dem Fahrzeug. Damit hatte ich gedacht, es würde zur Identifizierung reichen und ich müsste meinen Ausweis nicht zeigen...das stimmt aber nicht wie ich heute weiß, muss man sich in irgendeiner Weise ausweisen.
Jetzt hätte ich sofort aussteigen müssen, alle wussten das ich die Polizei gerufen habe (auch wenn die niemanden vorbei schicken konnten, wegen dem Stau und weil alle Einsatzkräfte unterwegs sind) aber es war ruhig und ich hätte mich um die Verletzte kümmern können. Stattdessen bin ich weitergefahren und das war der größte Fehler den ich machen konnte. Alles hätte sich dort regeln lassen können. Dadurch, dass der Mann ca. 10 Minuten an unsere Fensterscheiben klopfte und sich meine Freundin dadurch sehr bedroht fühlte und dort nur noch weg wollte bin ich losgefahren. Es ging mir an dem Tag nur um Sie, es sollte ein ganz besonderes erstes Wochenende sein und dann passiert ausgerechnet das. Ich war wie gelähmt. Julia weinte und ich war kaum in der Lage sie zu trösten. An die restliche Fahrt nach Hause kann ich mich kaum noch erinnern nur noch wie wir angekommen sind. Julia meinte das sie nie wieder ein Feuerwerk anschauen kann und mir war übel vor Schreck und weil sich alles drehte in meinem Kopf…
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