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  #11  
Alt 04.02.2018, 20:54
Traurig2017 Traurig2017 ist gerade online
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Und mir dies einzugestehen und auch zu verstehen hat gedauert
Aber heute kann ich wieder im Spiegel mich mit stolz betrachten und sehe die Dinge mit anderen Augen ...
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  #12  
Alt 04.02.2018, 21:43
ARTUS ARTUS ist offline
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Standard TF + Unfall = 1,7 Promille - was nun?

das mag ja sein.
ich unterstreiche noch mal:
als ich los gefahren bin, die Alkoholwirkung war noch nicht richtig spurbar.
1,7 Promille wurden nach 2 Stunden gemessen (da aber kann ich mich nicht mehr errinnen). Soll heissen : bin nicht mit 1,7 los gefahren.
Wenn mann trinkt 1/2 flasche Vodka ist nach 30-40- min auch noch nicht sofort voll betrunken, sondern erst nach einer Weile. Und erst recht nicht, wenn man voher ordentlich gegessen hat.
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  #13  
Alt 04.02.2018, 22:08
Traurig2017 Traurig2017 ist gerade online
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Artus - oh doch - essen verzögert die spürbare Wirkung aber nicht den promillegehalt im Blut...
Gebe doch mal 350 ml Wodka in den promillerechner ein... dann siehst du die ungefähren Werte zu bestimmten Zeitpunkten
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  #14  
Alt 04.02.2018, 22:14
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Und nach 2 std nach dem letzten Schluck ist die resorptionsphase vorbei - da ist der Abbau auch bereits im Gange...
Das wiederum bedeutet: du hattest evt sogar mehr als du losgefahren bist - hast es aber nicht gespürt - und das wiederum ist die hohe Gewöhnung deines Körpers an Alkohol...
Ich hatte auch nie einen Filmriss - bis zur Trunkenheitsfahrt- ein filmriss ist aber nur bedingt von der promillezahl abhängig..
Man hat nicht immer ab promille x einen...
Nur solltest du überlegen ob du schonmal einen hattest ...
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  #15  
Alt 04.02.2018, 22:17
Traurig2017 Traurig2017 ist gerade online
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Und noch eine deiner Aussagen: nach einer halben Flasche Wodka ist man noch nicht betrunken...
Ein Mensch der es schafft eine halbe Flasche zu trinken ist geübt... das schafft ein Mensch ohne das häufiger zu tuen oder zu versuchen nicht...
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  #16  
Alt 04.02.2018, 22:20
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Alana Alana ist offline
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Niemand kann Dich daran hindern, einfach den Gutachter einfach mit deiner ganz eigene Sicht der Dinge zu konfrontieren. Aber wir können Dich davor warnen, daß Du mit einem Ignorieren wissenschaftlicher und gesetzlicher Vorgaben nicht erfolgreich sein wirst.
Zitat:
Zitat von ARTUS Beitrag anzeigen
als ich los gefahren bin, die Alkoholwirkung war noch nicht richtig spurbar.
1,7 Promille wurden nach 2 Stunden gemessen (da aber kann ich mich nicht mehr errinnen). Soll heissen : bin nicht mit 1,7 los gefahren.
Promille beschreibt nicht die Wirkung des Alkohols, sondern ist eine genau definierte Meßgröße für die Volumenanteile des Alkohols im Blut. Die Menge hast Du sehr wohl vor Antritt der Fahrt getrunken. Und nach internationellem, wissenschaftlichem Konsens ist dieser Alk ca 3o Minuten, allerspätestens 1 Stunde nach Verzehr vollständig ins Blut übergegangen. Da beginnt sogar bereits der Abbau wieder. Deshalb würde, wenn die Blutprobe länger als 2 Stunden nach der Trunkenheitsfahrt vorgenommen worden wäre, sogar ein Zuschlag (!) vorgenommen werden.
Zitat:
Wenn mann trinkt 1/2 flasche Vodka ist nach 30-40- min auch noch nicht sofort voll betrunken, sondern erst nach einer Weile. Und erst recht nicht, wenn man voher ordentlich gegessen hat.
Das ist ein weit verbreitetes Märchen. Wie geschrieben, es geht bei Promille um die Menge und die ist bei 1/2 Flasche Wodka stets gleich. Natürlich gibt es Wirkungsunterschiede, zwischen Menschen, die wenig, und welchen, die viel gewöhnt sind, aber da das nicht meßbar ist, wird jeder mit dem gleichen Promillewert auch gleich bestraft. Du eben für 1,7 ‰.

Und zu deinem Problem, das Du ja nicht hast, zitiere ich gern für Dich die Begutachtungsleitlinien, nach denen sich jeder Gutachter richtet:
Zitat:
Werden Werte um oder über 1,5 %o bei Kraftfahrern im Straßenverkehr angetroffen, so ist die Annahme eines chronischen Alkoholkonsums mit besonderer Gewöhnung und Verlust der kritischen Einschätzung des Verkehrsrisikos anzunehmen. Bei solchen Menschen pflegt in der Regel ein Alkoholproblem vorzuliegen, das die Gefahr weiterer Alkoholauffälligkeit im Straßenverkehr in sich birgt.
Ich fürchte, Du wirst in all‘ diesen Punkten den Gutachter nicht eines Besseren belehren können, weil er mit Dir darüber gar nicht erst diskutieren wird. Diese Regeln stehen fest. Wenn Du die MPU bestehen willst, wirst die sie akzeptieren müssen.
__________________
Liebe Grüße
Alana
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  #17  
Alt 06.02.2018, 21:29
blitzeblau blitzeblau ist offline
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Hallo ARTUS!

Meine TF mit 1,79% ist nun ziemlich genau 9 Jahre alt. Ich habe damals meine Probleme ausschließlich mit diesem Forum aufgearbeitet! Das klappt hier super, wenn man sich selber entsprechend öffnet!

Nun denn, im Dezember 2015 hat man meinen Schwiegervater bei einer TF mit 1,69% rausgefischt. Zu diesem Zeitpunkt war der Mann 68 Jahre alt und einfach mal fällig, denn er hat bestimmt seit mind. 30 Jahren regelmäßig betrunken am Strassenverkehr teilgenommen! Von meinem Schwiegervater kann man alles bekommen und er hilft wo er kann, aber er ist der größte Dickschädel, den ich kenne und ich kenne viele davon...

Ich werde seinen überheblichen Kommentar zu meiner TF nicht mehr vergessen:
"Das ist ja ein Ding, dass Sie gerade Dich erwischen, und nicht mich, scheinbar wollen die mich gar nicht erwischen"

Nach seiner TF im Dezember 2015 sah die Welt ein wenig anders aus, er hat den FE überhaupt nicht mit Fassung getragen, sondern erstmal juristische Mittel gesucht. Der dritte Anwalt hat ihm dann den Gefallen getan, aber mit dem Hinweis, dass es zu 99,99% nicht klappen wird. Er hat sogar das Verkehrs- und Justizministerium angeschrieben, aber natürlich keine Antwort erhalten.

Danach hat er sich scheinbar den Ratschlägen seiner Kartenfreunde bedient, und es mit einem FS in GB versucht. Das Geld hat er überwiesen und nie wieder etwas davon gehört, selbst unter der ursprünglichen Telefonnummer konnte er Niemanden mehr erreichen.

Danach ab nach Polen, neuen FS machen. Theorie war überhaupt kein Problem, man konnte die Vorfreude förmlich spüren. Danach ist er leider zweimal durch die praktische Prüfung gesegelt und man konnte ihm auch nicht wirklich deutlich darlegen wieso; trotz Dolmetschers. Auch das Geld war weg!

Anfang Januar diesen Jahres hat er es ohne jegliche Vorbereitung und mit "seiner Wahrheit" bei einer MPU versucht und ist natürlich kläglich gescheitert, Kohle futsch!
Zu allem Überfluss hat er das GA sogar persönlich bei der FSST abgeben, obwohl ich Schwiegermuttern explizit drauf hingewiesen habe, kein negatives GA an die FSST! Vielleicht ist das im Nachhinein ganz gut so...

Laut seinem Bruder trinkt er jetzt beim Kartrenkloppen alkoholfreies Bier, ich bin gespannt, was da als nächstes kommt...

Nun zur Sache, ich habe mich damals tierisch geärgert, dass er zu keinem Zeitpunkt mal bei mir nachgefragt hat, wie man so eine MPU denn angehen könnte. Wahrscheinlich weil er geahnt hat, was ich ihm erzählt hätte, und das hätte er nicht eingesehen. Das Ganze hat mich sehr beschäftigt und ich habe auch mein Leben nach meiner TF noch einmal reflektiert. Und siehe da, ich muss/musste mir tatsächlich eingestehen, das sich auch mein Alkoholkonum während der letzten Jahre wieder verändert hat, und das nicht zum Guten! Zumindest nicht nach den Vorstellungen/Anforderungen einer MPU.

Diesen ganzen Ärger und das ganze Geld hätte er sich sparen können, wenn er mich nur einmal nach meiner Meinung gefragt hätte.
Deshalb, trage den Verlust Deines FS mit Fassung! Das ist nicht das Ende der Welt und wenn Du dann ehrlich zu Dir selber bisst, dann wirst Du vermutlich auch erkennen, dass Dein Alkoholkonsum in der Vergangenheit nun mal nicht MPU tauglich war. So wie ich Deine Geschichte verstehe, dürfte eine positive MPU für Dich kein "Hexenwerk" werden, wenn Du hier offen und aufgeschlossen mitarbeitest.

Es ist bei einer MPU nicht (nur) wichtig was Du über Dich denkst, sonder auch (ganz besonders) was die GA über Dich denken.

Vielleicht konnte ich jetzt wenigstens DIR auf die Sprünge helfen, würde mich freuen!

Viele Grüße,
blitzeblau
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  #18  
Alt 10.02.2018, 15:21
ARTUS ARTUS ist offline
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Standard TF + Unfall = 1,7 Promille - was nun?

... ich fange an laaaangsam umdenken. klar - gegen "wissenschaftliche" Erkenntnisse kann man nichts unternehmen.
(der eine ist mit 0,5 Promille stockbesoffen, der andere mit über 1 Promille völlig bei Sinnen, also 0,8 ist durchschnitt und andere Fälle stehen nicht zu Debatte)
Ich war heute beim RA, wir haben die Problematik ausführlich besprochen, er meint, dass in unserem Region und ähnlichen Fällen, wird ab 10 Monaten Fahrverbot ausgesprochen und 30-40 TS Geldstrafe. Er hat auch zugegeben, dass die RA`s, Richter und SA kennen sich sehr gut untereinander. Das wird er nutzen....
Mit der Strafe kann ich gut leben, aber - er hat eingedeutet, dass die FSS kann von mir verlangen, bis 12 Monate, Abstinenznachweis. Warum???
Wenn MPI hätte nichts dagegen...
Wenn ich, angenommen, KT weiterhin praktizieren möchte die können mich nicht zwingen zu Abstinenz !? Wie ist das?
Auch haben wir gesprochen über Trinkmotive ...
Er meint, es ist leider so, dass jemand mit 1,7 muss ernsthaftes Problem mit Alkohol haben und die Psycho`s suchen in der Vergangenheit, nach Auslöser.... z.B. Tot in der Familie, Schuldenberg drückt, Mobbing am Arbeitsplatz, Hänseleien in der Schule, Hamster tot aufgefunden... nach empirischer Lehre, alles muss einen Grund haben und wenn jemand kein Grund hat (wie ich - oder soll ich angeben, als Säugling die Windeln voll geschissen habe und leide darunter bis Heute?), muss erst einen finden - soll heissen - wenn Du meinst, Du bist vollkommen normal, kommst Du nicht weiter, aber wenn Du Dich "therapieren" lässt, Wir werden dich heilen (um die 100€ die Stunde). Erinnert mich ein wenig an "Einer flog über das Kuckucksnest" von Milos Forman mit Jack Nicholson von 1975. Damals war die Psychologie/Psychiatrie auch fest überzeugt, wie muss man mit Patienten umgehen....In Deutschland (ist auch nicht lange her) Schwulen wurden mit Strom "elektrotherapiert", Schwachsinn mit "kalte Dusche" gelindert...
na ja, egal .... was darf die Führerscheinstelle?
Gibt es unter Euch kein "Spasstrinker", ohne psychische Motivationen ???
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  #19  
Alt 10.02.2018, 17:11
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Alana Alana ist offline
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Zitat:
Zitat von ARTUS Beitrag anzeigen
der eine ist mit 0,5 Promille stockbesoffen, der andere mit über 1 Promille völlig bei Sinnen, also 0,8 ist durchschnitt und andere Fälle stehen nicht zu Debatte
Du hast es leider immer noch nicht begriffen. Es geht nicht darum, wie Du dich gefühlt hast. Es geht darum, daß es in D verboten ist, sich mit 0,5‰ oder mehr ans Steuer zu setzen, weil es wissenschaftlich erwiesen ist, daß spätestens ab da die Reaktionen rapide nachlassen und jeder zur Gefahr für seine Umwelt wird. Egel, ob er das selbst wahrnimmt oder nicht.

Zitat:
Mit der Strafe kann ich gut leben, aber - er hat eingedeutet, dass die FSS kann von mir verlangen, bis 12 Monate, Abstinenznachweis. Warum???
Wenn MPI hätte nichts dagegen...
Die Strafe ist für die konkrete Fahrt. Die FSST hat aber zu überprüfen, ob Du erneut betrunken fahren wirst und verlangt dafür ein Gutachten. Da wird beurteilt, wie groß dein Alkoholproblem ist, ob die Fahrt ein Einzelfall war oder nicht. Wenn Du keine Gewähr dafür bieten kannst, daß sich eine solche Trunkenheitsfahrt nie wieder ereignet, dann mußt Du abstinent leben und das über 12 Monate nachweisen.
Zitat:
Wenn ich, angenommen, KT weiterhin praktizieren möchte die können mich nicht zwingen zu Abstinenz !? Wie ist das?
Klar kann Dich keiner zwingen, zukünftig abstinent zu leben. Aber Du kannst auch keinen zwingen, Dir dann die Fahreignung wieder zuzusprechen. Wenn der Gutachter zu der Ansicht gelangt, daß Du, wenn Du wieder Alkohol trinkst, auch wieder betrunken fahren wirst, bekommst Du eben keinen Führerschein mehr. Aber trinken kannst Du weiter.

Zu deinem Rundumschlag gegen Psychologie, Psychiatrie und alle Übel der Welt erübrigt sich jeder Kommentar.

Nochmal zum „Spaßtrinker“: auch darum geht es nicht. Du darfst soviel Spaß haben wie Du willst. Der Ärger hat erst angefangen, als Du betrunken losgefahren bist und damit, in deinem Fall ja ganz konkret, andere Menschen gefährdet hast
__________________
Liebe Grüße
Alana
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  #20  
Alt 10.02.2018, 17:22
kapomick kapomick ist gerade online
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Sobald der Spaßtrinker ins Auto steigt, wird daraus bitterer Ernst. Dessen solltest du dir einfach bewusst sein. Und wer mit 1,7‰ behauptet, im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte zu sein, der hat einen gewissen Ehrlichkeitsmangel zu sich selbst. Da brauchst du nicht zu lamentieren. Damit kommst du bei einer MPU nicht voran.

Warum hat der Spaß nicht nicht bei einem Promille aufgehört? Kannst du diese Frage beantworten?
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