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  #21  
Alt 22.10.2017, 09:56
falo999 falo999 ist offline
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Hast du eine Mofa-Prüfbescheinigung ?
Was für ein Fahrrad mit Hilfsmotor?

Weil normale E-bikes (also die die nur mit eigenes Treten maximal 25Km/h) fahren darfst du auf jeden Fall fahren.

Die meisten Fahräder mit Hilfsmotor zählen vermutlich als Mofa sollten sie sogar über 25Km/h fahren sprechen wir vom Kleinkraftrad.

Für Mofa braucht man die Prüfbescheinigung (außer du wärest deutlich älter) da das halt kein Führerschein ist wird die nicht mit entzogen bzw. kann auch jetzt noch gemacht werden.

Für alles was schneller als 25 Km/h ist braucht man minimal Klasse AM und die Klasse wurde/wird dir auch mit entzogen ist also Tabu.
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  #22  
Alt 22.10.2017, 10:05
Traurig2017 Traurig2017 ist offline
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Danke - ich überlege mir ein ganz normales Fahrrad mit Hilfsmotor anzuschaffen- da ich sehr ländlich wohne und so besser rumkommen würde...Wenn ich also beim Kauf darauf achte das es nicht schneller als 25/km/h fährt - wäre es ok?
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  #23  
Alt 22.10.2017, 10:23
Traurig2017 Traurig2017 ist offline
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Mal eine andere Frage an euch - wie seid ihr mit eurem Umfeld umgegangen- es wird ja jetzt nicht lange dauern bis es auffällt das ich meine Kinder nicht mehr mit dem Auto abhole - auch wohnen wir ländlich also wird es auch nicht lange dauern bis es auffällt das ich nicht mehr Auto fahre - mit häufig zu schnell gefahren kann man ja noch 6 Monate begründen, aber da ich ja eher 12-18 Monate rechnen muss...
Sicherlich guten Freunden kann man es erzählen...Ich habe Angst
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  #24  
Alt 22.10.2017, 10:27
Traurig2017 Traurig2017 ist offline
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Auch werde ich nicht mehr arbeiten können- da ich 60 km einfacher weg nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln überwinden kann - ich wäre ca 3-4 std unterwegs für eine Strecke...
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  #25  
Alt 22.10.2017, 12:51
Kai R. Kai R. ist offline
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Zitat:
Zitat von Traurig2017 Beitrag anzeigen
Danke - ich überlege mir ein ganz normales Fahrrad mit Hilfsmotor anzuschaffen- da ich sehr ländlich wohne und so besser rumkommen würde...Wenn ich also beim Kauf darauf achte das es nicht schneller als 25/km/h fährt - wäre es ok?
Wenn Du vor dem 1.4.65 geboren bist oder eine Prüfbescheinigung hast oder eine solche noch erwirbst: ja. Pedelec kannst Du ohne Bescheinigung fahren.

Zum Thema Offenheit: meist ist es besser, nicht zu viel Geheimnistuerei zu betreiben. Wahrheit ist auch Stärke.

Im Moment bist Du noch geschockt. Du wirst feststellen, dass sich schon bald alles findet und in eine neue Normalität einmündet. Übereile nichts. Ein Jahr ist schnell vergangen. Wichtig: bei Deiner Vorgeschichte solltest Du Abstinenz als künftige Konsumentscheidung präferieren.
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  #26  
Alt 22.10.2017, 13:33
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gipsy gipsy ist offline
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hi,

ehrlichkeit ist am besten.
bei uns hat sich das alles auch schnell rumgesprochen, und ich wurde oft darauf angesprochen. ich habe nie was abgestritten oder verharmlost. die meisten haben ja auch ein stückchen dreck am stecken.
__________________
Don`t worry,be happy
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  #27  
Alt 22.10.2017, 14:07
AO100 AO100 ist offline
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Hallo @Traurig2017,

als ich am Morgen nach meiner TF (ich hatte nachts um elf eine BAK von 1,78 Promille) wieder einigermaßen klar im Kopf war, wäre ich am liebsten im Boden versunken, so schämte ich mich...

Genau wie Du dachte ich auch sofort:
Um Gottes Willen, was werden sich jetzt die Leute bei uns im Dorf die Mäuler zerreißen....

Klar, nach ein paar Tagen viel es natürlich auch auf, dass ich nur noch mit dem Rad unterwegs war....
....zumal ich seit vielen Jahren im Außendienst tätig bin und jeden Tag beruflich eigentlich auf das Auto angewiesen war.

Aber ich habe von Anfang an mit offenen Karten gespielt. Und das war gut so.
Ob Freund oder "Feind", ich habe die Wahrheit erzählt, und damit bin ich gut gefahren, denn irgendwann kommt es eh raus.

Anfangs wäre ich am liebsten unter der Teerstraße mit dem Rad mitten durch`s Dorf gefahren, so habe ich mich geschämt....
Aber das ist alles Quatsch. Nach wenigen Tagen haben "die Leute" wieder mit sich selbst und ihren alltäglichen Problemen zu tun.

Wenn mich jemand gezielt darauf ansprach, dann habe ich offen über meine TF und mein Alkoholproblem gesprochen.
Am Anfang war das natürlich schwierig für mich, aber das gibt sich irgendwann, glaub mir.
Ich habe "den Leuten" dabei immer offen in die Augen gesehen und den Dialog dann auch gesucht, wenn mein Gegenüber ehrliche Fragen stellte. Dadurch vermied ich Spekulationen und Irritationen im Dorf, und das hat gut funktioniert.

Die meisten Menschen haben der sachlich-kritischen Argumentation meiner eigenen Alkoholproblematik Respekt gezollt.
Interessierte haben meinen Umgang mit dieser Situation und meine Entwicklung in dem Jahr der Führerscheinsperre aufmerksam verfolgt und waren erstaunt mit welcher Konsequenz und letztendlich erfolgreich ich diese schwierige Situation gemeistert habe.

Meine TF und deren Folgen prägen bis heute mein Leben im positiven Sinne...
...und latent ist meine TF bis heute (immerhin ist diese fast neun Jahre her)
täglich in meinem Bewusstsein - und das ist auch gut so !

Also, liebe @Traurig2017, ich will Dir Mut machen, das wird schon...
Deine wirklichen Freunde bleiben Dir auch ohne FS erhalten, darauf kommt es an, und gute ehrliche Freunde sind auch wichtig.
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  #28  
Alt 22.10.2017, 14:14
Traurig2017 Traurig2017 ist offline
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Danke A0100 das gibt mir Mut.
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  #29  
Alt 22.10.2017, 14:44
Traurig2017 Traurig2017 ist offline
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Auch wenn es noch viel zu früh ist, so wollte ich mal meine wahre Trinkgeschichte aufschreiben da ich ja demnächst das wohl einem Verkehrspsychologen bzw. Suchtberater erzählen soll:

1. Kontakt mit Alkohol: als Kind, für meinen Vater war Alkohol ein tägliches Getränk - die Diagnose Alkoholiker hat er zwar offiziell nie bekommen und funktionierte im Alltag auch soweit. Rückblickend trank er aber jeden Tag und das nicht wenig. Das führte bei mir zu Ekel. Ich trank bis ich 25 Jahre alt war keinen Tropfen.

2. Erstes Mal Alkohol: mit 25 1 Glas Sekt nach bestandenem Examen, von da an nur mit Freunden vielleicht einmal bis zweimal im Monat am Wochenende auf einer Feier

3. Mit 27 meinen Mann kennengelernt. Alkohol spielte keine große Rolle. An Silvester oder zum Geburtstag mal Champagner/Sekt oder Wein. Vielleicht 1-2 mal im Monat beim Abendessen oder Wochenende

4. Komplett Alkohol frei: Juni 2008-Februar 2010 Schwangerschaft und Stillzeit meines Sohnes

5. Erneut komplett Alkohol frei September 2013 bis Oktober 2015 Schwangerschaft und Stillzeit meiner Tochter

6. Nach der Stillzeit wieder wie vorher mit meinem Mann bis November 2016

7. So jetzt kommt die Zeit in der ich auf Grund für mich schlimmer Lebensumstände angefangen habe mehr zu trinken. Mein Vater war nach einem Sturz ein Pflegefall. Im November 2016 hat er sich auf eigenen Wunsch aus dem Pflegeheim entlassen und wollte in seiner Wohnung die sehr nah bei uns ist mit Pflegedienst Leben. Alle rieten davon ab - er sei noch nicht soweit. Zu Hause angekommen war es sehr schwierig er baute immer weiter ab, er liess nicht mit sich reden, war gemein zu mir und den Kindern. Ich war mit der Situation überfordert. Führte immer wieder Gespräche mit HA und Pflegedienst. In dieser Zeit merkte ich das ich am Wochenende sprich Freitag/Samstag/Sonntag immer häufiger Alkohol trank. Der kommende Freitag am Ende der Arbeitswoche bedeutete das Einkaufen von zunächst Sekt, mit der Zeit kam auch Wodka hinzu. Gearbeitet habe ich nur Dienstags/Donnerstags und Freitag somit war ich durch den Alkohol eigentlich nie beeinträchtigt. Mit der Zeit wurden die Mengen am Wochenende mehr. Es waren eigentlich immer diese ritualisierende Trinktage um die Überstandene Woche zu verarbeiteten/runterzukommen und mir die Wut über meinen Vater erträglich zu machen. Der Richtige Absturz kam jedoch tatsächlich erst vor 3 Wochen. Am 29.09.2017 verstarb er relativ plötzlich von diesem Tag an erlebte ich bis zur meiner TF am 19.10.2017 die Welt eigentlich nicht richtig. Abends nachdem die Kinder im Bett waren trank ich, wahrscheinlich täglich mehr. Ich war krankgeschrieben - musste morgens nirgends hin. Mein Mann brachte die Kinder zur Schule/Kindergarten. Nachmittags ging ich ganz normal auf den Spielplatz. Am Tag der TF war die Wohnungsauflösung - es traf mich hart weil es so endlich alles plötzlich war - hier trank ich dann gegen 14:30 bis 16:30 die 0,2 Wodka Flasche die ich noch hatte. Ich fühlte mich zwar etwas benebelt aber sonst so wie in den Wochen zuvor auch - warum in aller Welt ich dann ins Auto stieg um Essen bei Burger King zu holen - ich weiss es nicht

Dies ist die ehrliche Geschichte - jetzt würden mich natürlich eure Meinungen dazu interessieren bevor ich sie einem Suchtberater/Verkehrspsychologen erzähle

Danke
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  #30  
Alt 22.10.2017, 18:09
einervonvielen einervonvielen ist offline
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Hallo Traurig2017,

Zitat:
Auch wenn es noch viel zu früh ist,
Nö. Je früher und genauer du anfängst über deine Trinkvergangenheit nachzudenken, desto besser.

Zitat:
Der kommende Freitag am Ende der Arbeitswoche bedeutete das Einkaufen von zunächst Sekt, mit der Zeit kam auch Wodka hinzu. Gearbeitet habe ich nur Dienstags/Donnerstags und Freitag somit war ich durch den Alkohol eigentlich nie beeinträchtigt. Mit der Zeit wurden die Mengen am Wochenende mehr. Es waren eigentlich immer diese ritualisierende Trinktage um die Überstandene Woche zu verarbeiteten/runterzukommen und mir die Wut über meinen Vater erträglich zu machen.
Du solltest dir auch über die genauen Mengen Gedanken machen. Vorallem solltest du ehrlich dir gegenüber sein, denn das:

Zitat:
hier trank ich dann gegen 14:30 bis 16:30 die 0,2 Wodka Flasche die ich noch hatte. Ich fühlte mich zwar etwas benebelt aber sonst so wie in den Wochen zuvor auch - warum in aller Welt ich dann ins Auto stieg um Essen bei Burger King zu holen - ich weiss es nicht
reicht nie und nimmer für den gepusteten Wert. Gut, die BAK weißt du noch nicht. Ich kann mir aber nicht vorstellen, das die soweit von der AAK abweicht. Bei den Mengen müsstest du bei der BAK zwischen 0,7 und 0,9 ‰ liegen.
__________________
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Gruß Oli
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