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  #1  
Alt 21.10.2017, 09:48
Traurig2017 Traurig2017 ist offline
Stammpersonal
 
Registriert seit: 21.10.2017
Beiträge: 484
Standard Vorstellung und Bitte um Hilfe

Hallo liebe Forums-Mitglieder,

ich habe hier bereits viel gelesen - jedoch bin ich ziemlich erschlagen und versuche gerade einen Plan für mich aufzustellen.

Ich bin 37 Jahre alt, habe 2 kleine Kinder und bin verheiratet.
Am Donnerstag den 19.10.2017 wurde ich auf dem Parkplatz als ich gerade in das Auto steigen wollte von der Polizei überrascht - anscheinend hatte sie jemand wegen auffälliger Fahrweise informiert.
Ich habe 2,3 gepustet - hatte aber kurz vorher noch getrunken - also wird der BAK Wert wahrscheinlich deutlich über 1,1 oder sogar um die 2 liegen.

Wie kam es dazu: mein Vater verstarb vor 2 Wochen, an diesem Tag hatte ich die Wohnung aufgelöst - fühlte mich schlecht und Begann am Mittag zu trinken. Ich weiss bis heute nicht wie ich auf die Idee gekommen bin noch Autofahren - aber ich tat es um Essen bei Burger King zu holen. Der Führerschein ist weg.
Ich kann gar nicht beschreiben wie sehr ich mich schäme - ich wahr in einem Ausnahmezustand und habe die größte Blödheit begannen obwohl ich es auch aus beruflichen Gründen besser weiss.

Mein Trinkverhalten hatte sich in den letzten 6-9 Monaten verändert. Mein Vater wurde zum Pflegefall - ich hielt der Belastung von Arbeit 2 Kindern und auch noch finanziellen Druck nicht mehr stand und trank deutlich mehr als vorher im Leben. Mein Vater war Alkoholiker und ich habe bis zum 25 Lebensjahr aus Ekel nie getrunken. Dann das erste mal als ich mein Examen bestand. Und ab dann nur zu feierlichen Anlässen und nie soviel als das ich am nächsten Morgen einen Kater oder einen Filmriss oder sonst irgendetwas hatte.

So weit ich bislang alles gelesen habe, werde ich um eine MPU nicht herumkommen. Auch sind wohl mindestens 12 Monate ohne Führerschein zu überbrücken - was sehr schwierig wird, denn wir wohnen ländlich ohne gute Anbindung an Busse oder sonst was. Meine Ausbildung werde ich nicht zu Ende führen können, da der Arbeitsweg mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht zu bewältigen ist.

Mein Plan ist nun folgender:
- Am Montag zum HA und die Geschichte beichten, um Hilfe bitten - fragen nach Anlaufstellen
- Kontaktaufnahme zur örtlichen Suchtberatungsstelle
- Kontaktaufnahme zum TÜV-Nord und einen Online MPU Vorbereitungskurs belegen

Was ich nicht im Netz finde- eine Stelle die in der Nähe ist um die Abstinenznachweise durchzuführen - vielleicht hilft mir da auch die Suchtberatungsstelle

Der Vorwurf der Polizei lautet Trunkenheitsfahr nach §316 StGB - es ist nichts passiert - allerdings waren meine Kinder mit im Auto - also evt. noch § 315 c?? Bitte nicht urteilen - ich weiss selber wie Verantwortungslos dieser Tag verlief - ich kann nichts ändern - es ist wie es ist

Danke
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  #2  
Alt 21.10.2017, 11:48
joerg33 joerg33 ist offline
Mitglied
 
Registriert seit: 02.12.2016
Beiträge: 34
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Auch wenn es dich formell nicht weiterbringt: ich wünsche dir viel Kraft für die nächsten Monate, du schaffst das.
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  #3  
Alt 21.10.2017, 11:48
kapomick kapomick ist gerade online
MPU Profi
 
Registriert seit: 18.04.2013
Beiträge: 5.705
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Hallo Traurig2017,

willkommen im Forum. Vielleicht meldet sich bei dir auch mal @Traurig, die auch einen langen Entwicklungsprozess hatte, der aber absolut lesenswert ist, auch wenn da die Situation anders ist als deine. Aber immer gut, sich mit "Leidensgenossinnen" auszutauschen.

Deine Sachlage ist schon recht heftig. Was du hier nicht erwarten musst, sind Vorwürfe. Die machst du dir genug selbst und wir wären ja auch nicht die richtigen dafür, weil selber Sünder. Und das würde dir natürlich auch nicht weiterhelfen. Aber du willst dir helfen lassen, das halte ich für ein sinnvolles Unterfangen. Denn es liegt bei dir schon einiges im Argen, das hast du ja selbst erkannt.

Du hast an sich eine völlig negative Vorgeschichte, was den Alkohol betrifft. Du hast dich lang davor geekelt, du hast die Problematik an deinem Vater gesehen und dennoch warst du bereit, bereits mittags anzufangen. Das muss dir einfach zu denken geben.

Natürlich ist es sinnvoll, erst mal die BAK abzuwarten, aber ich sag dir auf den Kopf zu, dass du nicht mit einer totalen Änderung deiner BAK rechnen kannst. Selbst wenn du kurz vor Fahrtantritt noch getrunken hast - bis du angehalten wirst, die Polizei mit dir gesprochen hat und dann die AAK kommt, da vergehen schon noch einige Minuten. Also so ganz viel niedriger wird es wohl nicht werden, darauf wirst du dich einstellen müssen. Ebenso wirst du nicht ganz überraschst sein dürfen, wenn du gemäß §315c StGB verurteilt wirst, denn du hast Leib und Leben anderer gefährdet. Da könnte im schlimmsten Fall auch noch auf dich zukommen, dass sich das Jugendamt meldet. Ich will dich nur mal vorwarnen. Du hast leichtfertig das Leben deiner Kinder in Gefährdung gesetzt, auch wenn du das bestimmt nicht wolltest. Aber das ist erst mal eine Sichtweise von außen, mit der du leben und mit der du umgehen musst.

Du bist auf jeden Fall in einem Alkoholbereich, der dich zum Nachdenken anregen muss, warum du zu so einer Uhrzeit diese Mengen brauchtest. Du wirst dafür Zeit haben, wir helfen gern, aber lass dir auch helfen, z.B. von einer Suchtberatungsstelle in deiner Nähe, das hast du ja selbst schon erkannt. Die kann dir auch bei Fragen bezüglich AB-Nachweisen helfen. Auch SHG´s sind durchaus sinnvoll. Beim TÜV-Kurs rate ich dir erst mal noch zur Zurückhaltung, der kostet v.a. viel, wie viel er bringt, ist eine andere Sache. Das kannst du später entscheiden, also nicht vorschnell anmelden.
Wenn du mehr weißt und du wieder frei im Kopf bist, füll doch bitte den Profilbogen aus, der ist durchaus sinnvoll: http://mpu-forum.mpu-idiotentest.com...ad.php?t=15226

Das Kind ist jetzt in den Brunnen gefallen, lass deinen Kopf nicht hängen. Es wird auch wieder ein Morgen geben, auch wenn du das heute noch nicht glaubst!
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  #4  
Alt 21.10.2017, 11:51
kapomick kapomick ist gerade online
MPU Profi
 
Registriert seit: 18.04.2013
Beiträge: 5.705
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Ach ja, ein Satz wundert mich:

Zitat:
Am Donnerstag den 19.10.2017 wurde ich auf dem Parkplatz als ich gerade in das Auto steigen wollte von der Polizei überrascht - anscheinend hatte sie jemand wegen auffälliger Fahrweise informiert.
Wenn du erst in das Auto steigen wolltest, wieso konnte die Polizei schon da sein und jemand war über deine auffällige Fahrweise informiert? Da stimmt doch was nicht! Wenn du da erst fahren wolltest, wäre niemand verwundert und noch weniger eine Polizei informiert! Bitte spiele hier im Forum mit offenen Karten. Sonst können wir dir nicht wirklich helfen!
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  #5  
Alt 21.10.2017, 12:06
Traurig2017 Traurig2017 ist offline
Stammpersonal
 
Registriert seit: 21.10.2017
Beiträge: 484
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danke erstmal für die Aufnahme.

Ich bin von zu Hause zu Burger King gefahren, habe essen bestellt und bezahlt. Bin dann mit samt Essen zum Auto zurück und war am Verteilen mit offener Autotür - dann wollte ich einsteigen und plötzlich stand der Polizeiwagen neben mir und sagte: Würden sie sich einem Alkoholtest unterziehen. Ich fragte warum: Antwort Polizeibeamter: Jemand hat uns über eine auffällige Fahrweise informiert…
Das ist der ehrliche Vorfall. Natürlich habe ich dann gepustet. Wert: 2,3. Also mit zur Wache gegangen - dort hat mich keiner mehr etwas gefragt. Ich wartete auf den Arzt zur Blutabnahme - im Nebenraum durften die Kinder essen. Der Arzt kam - stellte ebenso keine Fragen - ausser ob ich einverstanden war mit der Blutabnahme. Dann machte er noch einen Finger-Nase Test, ich musste im Kreis auf der Stelle gehen. Dann gaben mir die Beamten den Hausschlüssel wieder und bestellen mir ein Taxi um nach Hause zu fahren. Der Autoschlüssel blieb auf der Wache - mein mann hat am nächsten Tag das Auto geholt
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  #6  
Alt 21.10.2017, 12:12
Traurig2017 Traurig2017 ist offline
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Registriert seit: 21.10.2017
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Zur Person
Geschlecht: weiblich
Größe: 160
Gewicht:67
Alter:37

eventl. Bundesland Schleswig Holstein
(bitte angeben, da sich zw. den BL einige Änderungen ergeben haben):

Was ist passiert?
Datum der Auffälligkeit: 19.10.2017
BAK: ?
Trinkbeginn: 14:30
Trinkende: ca 17 ihr
Uhrzeit der Blutabnahme: ca. 18:30

Stand des Ermittlungsverfahrens
Gerade erst passiert: ja
Strafbefehl schon bekommen: nein
Dauer der Sperrfrist: unbekannt

Führerschein
Hab ich noch: eingezogen
Hab ich abgegeben:
Hab ich neu beantragt:
Wurde mir entzogen?ja
Noch in der Probezeit?:nein
Habe noch nie einen besessen:

Führerscheinstelle
Hab schon in meine Akte geschaut Ja/Nein: nein
Sonstige Verstöße oder Straftaten?: nein
Fragestellung der Fsst (falls bekannt):

Konsum
Ich trinke noch Alkohol, wenn ja wie oft wieviel:
Ich lebe abstinent seit: 19.10.2017

Abstinenznachweis
Haaranalyse ja, wie viele bisher und seit wann: bislang keine
Nein ich befinden mich im Urinscreeningprogram seit: bislang keine

Leberwerte ja/nein, seit wann…nein.........
in welchen Abständen...................
Anmerkung: LW sind besonders bei kontrolliertem Trinken (fast immer) von Wichtigkeit:

Aufarbeitung
Suchtberatungsstelle aufgesucht?: am Montag Anruf geplant
Selbsthilfegruppe (SHG):über die suchtberatungsstelle nehme ich an
Psychologe/Verkehrspsychologe: Kurs bei TÜV Nord geplant
Kurs für verkehrsauffällige Autofahrer: über Kurs TÜV Nord geplant nach Gespräch

Ambulante/stationäre Therapie
(bitte Zeitraum von Beginn bis Ende angeben): planen möchte ich eine ambulante Therapie über die Suchtberatungsstelle

werden derzeit Medikamente eingenommen?Antidepressiva etc: nein

MPU
Datum:
Welche Stelle (MPI):
Schon bezahlt?:

Schon eine MPU gehabt? nein
Wer hat das Gutachten gesehen?:

Was steht auf der letzten Seite (Beantwortung der Fragestellung)?:

Welche Empfehlung (Auflagen) wurden ausgesprochen:

Altlasten
Bereits durch Alkohol auffällig geworden Punkte oder sonstige Straftaten: nein
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  #7  
Alt 21.10.2017, 12:40
kapomick kapomick ist gerade online
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Aber demnach bist du ja von daheim zum BK gefahren, hast bestellt, gewartet, Essen bekommen. Wo hast du dann kurz zuvor getrunken? Etwa doch daheim und das ist somit schon länger, als du es dir eingestehst? Naja, das wird die BAK schon bringen. Aber solche Situationen nehmen wir bisweilen anders wahr als sie wirklich gelaufen sind. Wenigstens ist nichts passiert!
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  #8  
Alt 21.10.2017, 12:58
Traurig2017 Traurig2017 ist offline
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kapomick ich hatte ja bereits um ca 14:30 angefangen der letzte schluck war wahrscheinlich 16:30/17 Uhr. Die Menge insgesamt 200 ml Wodka - so eine 200 ml Flasche..
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  #9  
Alt 21.10.2017, 13:03
kapomick kapomick ist gerade online
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Es ging mir nur darum, dass du ja offenkundig noch die Fahrt und den Aufenthalt beim BK hattest. Also SO direkt war deine AAK nicht.

Und von dem Gedanken, dass du mit 200ml harten Alkohol durchkommst, wenn sich wirklich ein Wert von round about 2‰ einstellt, kannst du dich auch verabschieden. Unser Promillerechner sagt bei deinen Angaben, dass du bei 67kg mit 200ml in 2,5h knapp 1‰ aufbaust. Sollten es mehr sein, müsstest du deine eigenen Trinkmengen noch intensiver überdenken.
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  #10  
Alt 21.10.2017, 13:19
Traurig2017 Traurig2017 ist offline
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die promillerechner - ich habe mittlerweile 5 durchgegoogelt kommen zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen - von 0,98 bis 1,98 ist bei diesen ehrlichen! angaben alles drin
naja ändern kann ich nix - also abwarten was die BAK bringt - kann ich dies telefonisch eigentlich erfragen?
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