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  #1  
Alt 15.04.2018, 12:44
fastro fastro ist offline
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Beiträge: 12
Standard BAK mit 1,61 vor 7 Jahren

Zur Person
Geschlecht: Mca 8ännlich
Größe: 1,92m
Gewicht: 101 kg
Alter: 28

Bundesland : NRW

Was ist passiert?
Datum der Auffälligkeit: 07.09.2011
BAK: 1,61%o (bereits zurückgerechnet)
Trinkbeginn: 22:30
Trinkende: 4:00
Uhrzeit der Blutabnahme: 7:15

Stand des Ermittlungsverfahrens
Strafbefehl schon bekommen: Ja
Dauer der Sperrfrist:13 Monate

Führerschein
Hab ich abgegeben: Direkt vor Ort
Hab ich neu beantragt: Nein
Noch in der Probezeit?: Ja

Führerscheinstelle
Hab schon in meine Akte geschaut: Nein
Sonstige Verstöße oder Straftaten?: Sitze aktuell wegen Beihilfe zur Erpressung in der JVA
Fragestellung der Fsst (falls bekannt):

Konsum
Ich trinke noch Alkohol, wenn ja wie oft wieviel: alle 4-8 Wochen mal, 1-2 Gläser

Leberwerte ja, seit ca 1,5 Jahren aufgrund einer chronischen Erkrankung
in welchen Abständen: Unterschiedlich.. auch 4-8 Wochen

Aufarbeitung
Suchtberatungsstelle aufgesucht?: Nein
Selbsthilfegruppe (SHG): Nein
Psychologe/Verkehrspsychologe:Nur Erstberatung
Kurs für verkehrsauffällige Autofahrer: Nein

werden derzeit Medikamente eingenommen?Antidepressiva etc: Cortison

MPU
Datum:
Welche Stelle (MPI):
Schon bezahlt?:

Schon eine MPU gehabt? Nein

Altlasten
Bereits durch Alkohol auffällig geworden Punkte oder sonstige Straftaten: Nichts im Verkehrsbereich, nur die Beihilfe zur Erpressung


Hallo alle miteinander,

wie Ihr oben schon gelesen habt sitze ich aktuell im offenen Vollzug aufgrund einer Straftat, die ich vor einigen Jahren begangen hab. Werde demnächst Entlassen und will als allererstes meinen FS wiederhaben.

Würde euch bitten euch einmal meine Geschichte hier durchzulesen und zu gucken, ob ich es so durch die MPU schaffen könnte, oder was ich noch vorbereiten könnte:

Ich habe 2011 in einer Disko gearbeitet und war dort für die Gästebetreuung zuständig. Dort gehörte auch dazu, dass ich mit den Gästen Alkohol trinke. Zu der Zeit habe ich 2-3 mal die Woche getrunken und auch manchmal bis zur Besinnungslosigkeit, also richtigen Missbrauch.

Am Tag der TF hatte ich ausnahmsweise den Firmenwagen mit bei, da ich Überstunden gemacht hatte und direkt vom Büro in die Disko bin. Da ich eh schon von dem langen Tag sehr angeschlagen war, wirkte der Alkohol umso mehr an dem Tag, weshalb ich auch einige Erinnerungslücken habe.
Jedenfalls hatte ein Bekannter mir angeboten, mich mit meinem PKW nach Hause zu fahren, da er noch nüchtern sei.
Habe mich an dem Abend auch noch mit einem meiner Chefs gestritten gehabt und wurde dann um halb 4 mehr oder weniger rausgeworfen. Der Bekannte kam dann auch und fuhr mich nur zu ihm und meinte, er sei übermüdet und könnte nicht weiterfahren, schafft er nicht, hat mir zudem gebeichtet, dass er auch ein wenig getrunken hat.

Hatte ich Verständnis für und wollte dann im Auto schlafen, bin aber nach 1 Stunde wieder aufgewacht und es ging mir so dermaßen dreckig, dass ich entschieden habe doch nach Hause zu fahren.
Ich trottel konnte es aber nicht beim Fahren belassen, was ja schon schlimm genug ist, sondern habe auch noch zeitgleich eine SMS an meinen Chef senden wollen. So bin ich dann in eine Reihe parkender Autos reingerast.

Gemessen wurden dann 1,nochwas , nachdem zurückgerechnet wurde, wurde 1,61 errechnet.

Habe dadurch auch den Job im Nachgang verloren und und viele Probleme und Schulden haben sich angestaut, sodass ich bis Ende 2013 viel Mist gebaut habe und auch gegen Das Gesetz verstoßen habe.

Erst als ich dann wirklich von der Polizei vernommen wurde hat sich mein Leben grundsätzlich geändert. Ich habe gelernt, dass ich verantwortlich für meine Handlungen bin.

Zwischen 2014 und 2017 waren dann die Verhandlungen, etc. In der Zeit habe ich mein Leben bedeutend umgekrempelt. Ich habe den Alkoholkonsum stark reduziert, habe eine normale Bürostelle gefunden, habe eine Lebenspartnerin, mit der es wundervoll läuft und habe mein ganzes Leben halt wieder auf die Reihe bekommen.

Leider wurde ich dann doch inhaftiert und bin im offenen Vollzug, sprich quasi nur von Montag bis Freitag nachts zum schlafen in der JVA und ansonsten draussen. Habe auch keinerlei Weisungen was Alkohol betrifft, also dürfte ich theoretisch trinken, solange ich nüchtern zurückkomme.

Die Entlassung steht halt kurz bevor (Juli) und ich will mich jetzt endlich der MPU stellen, vor der ich mich Jahrelang gedrückt habe.

Zur Zeit trinke ich noch Alkohol. Wenn ich mal abends mit meiner Freundin in ein Restaurant gehe, oder auf einen Grillabend oder Geburtstag eingeladen werde, trinke ich manchmal gerne ein Glas Wein oder ein Bier.
Nicht des Alkohols wegen, könnte genau so gut auch ein Wasser oder eine Limo trinken, sondern einfach weil es manchmal gut schmeckt! ( Stehe generell eher auf herbe Getränke statt auf süßes)

Ich kann zwar nicht die genauen Daten ausm Kopf, aber dieses Jahr (2018) habe ich insgesamt 2 Weizen, 5 Gläser Wein, und ein Pils getrunken.

Ich bin auch während der Inhaftierung an Morbus Crohn erkrankt und gebe daher desöfteren Blut ab. Der GGT- schwankt um den Höchstsollwert herum, die restlichen Leberwerte sind alle weit unter den Höchstsollwerten. Auf Nachfrage bei meinem Arzt meinte er, das kann am Cortison liegen, aber dadurch dass ein andere Leberwert sehr niedrig ist, könnte die MPU-Stelle erkennen, dass es nicht am Alkohol liegt.

Tja, früher war ich halt noch sehr jung und naiv. Habe mich leicht überreden lassen und auch Anerkennung darin gefunden, dass die Leute gerne mit mir getrunken haben. Es war auch immer Antrieb für mich zu trinken. Wenn ich müde und ausgelaugt war, habe ich Vodka-Energy getrunken und war dann fit und lustig. Habe auch die Welt und meine Probleme um mich herum vergessen. Ich musste auch damals keine wirkliche Verantwortung übernehmen, bzw. habe ich auch einfach nicht und habe komplett in den Tag hinein gelebt.
Schon der Unfall damals war mir eine kleine Lehre und bin seitdem kompletter Gegner vom Alkohol am Steuer oder auch Handy am Steuer und mache letzteres auch mehr als deutlich klar, wenn ich bei wem mitfahre. Bei ersterem nehme ich heutzutage auch schon manch einem den Schlüssel zum Auto ab. Bin immer noch so froh, dass zwischen den Autos, in die ich hineingefahren bin kein Mensch stand und denke da manchmal immer noch drüber nach.
Dennoch hatte ich noch Mist im Kopf und einige Probleme.
Als die Polizei mich dann bei mir zuhause abgeholt hat, hat der Schalter dann endlich klick gemacht.

Ich weiß jetzt, dass ich für mein handeln einzig und allein die Verantwortung übernehmen muss und mache das auch. Habe durch den MC auch mit dem Rauchen aufgehört und gehe einer normalen Stelle nach. Habe trotz meine aktuellen Situation einen kleinen aber sehr starken Freundeskreis und eine Lebenspartnerin, die mich bei allem unterstützt und mir hilft. Bin gefestigt und Bodenständig geworden.

Warum mir nie wieder eine TF passieren wird? Wie gesagt, ich habe immer noch ein kleines Trauma von damals. Bin jetzt auch lange genug ohne eigenes FS durchgekommen und auch als ich getrunken habe, hatte ich vorab schon einen Plan wie ich nach Hause komme, sei es Taxi oder zu fuß.
Und für mich persönlich steht ganz klar fest: wenn ich zukünftig wieder Auto fahre, gilt ganz klar 0,0 für mich, da ich heute weiß, welch ein Schaden so ein Unfall produzieren kann und dass es nicht wieder so glücklich ausgehen muss wie bei meinem Unfall.



So, das war meine Geschichte. da ich finanziell relativ knapp bei Kasse bin, würde ich ungerne mehrmals den FS-Neuerteilungsantrag und die MPU-Kosten bezahlen.
Ich bin bis heute 0 vorbereitet, aber habe eine sehr starke Persönlichkeitsänderung hinter mir. Was muss ich jetzt noch tun und/oder verinnerlichen, damit ich eine MPU bestehen kann?

Vielen Dank vorab!
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  #2  
Alt 15.04.2018, 13:51
AO100 AO100 ist offline
Stammpersonal
 
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Beiträge: 340
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Willkommen hier im Forum!

Ich habe mir Deine Geschichte aufmerksam durchgelesen.
Mit diesem Rückblick auf die Stolpersteine Deines Lebens, Deinen Erkenntnissen daraus und Deiner weiteren positiven Entwicklung in den letzten Jahren hast Du mit dieser Geschichte, welche ich an Deiner Stelle genauso dem GA auch erzählen würde, gute Chancen die MPU zu bestehen.

Aus meiner Sicht klingt alles schlüssig und nachvollziehbar, nichts hört sich konstruiert oder aufgesetzt an. Mit Deinen 28 Jahren hast Du aus meiner Sicht
einen richtigen Reifeprozess durchlaufen.

Eigentlich brauchst Du nur bei der Wahrheit bleiben und dem GA über Deine positiven Veränderungen in Verbindung mit Deinen Erkenntnissen aus Deinem Leben vor der JVA berichten.
Ich denke, der GA wird genauso Deiner Geschichte und Deinen positiven Veränderungen Glauben schenken.

Mit der Promillezahl und Deinem Alter von 28 Jahren ist die MPU mit kontrolliertem Trinken zu schaffen.
Ach ja, Deine Probezeit verlängert sich auf 4 Jahre.

Also, sei guten Mutes auf dem Weg zur MPU.
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  #3  
Alt 16.04.2018, 04:44
Mendax Flagranti Mendax Flagranti ist offline
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Fastro, Hallo!


Den Alkoholkonsum betreffend: Bei fast genau 1,6 Promille muß der Gutachter ziemlich nachsichtig sein, wenn er KT befürworten würde - insbesondere im Hinblick auf das frühere Komasaufen. Bleibt noch die Frage nach den stimmungsaufhellenden Medikamenten, die in 2013 verschrieben wurden. Ist das noch aktuell?

Letztlich leiden die Menschen ohne Führerschein sehr und sind absolut davon überzeugt, daß sie "im Leben nicht mehr" mit dem Auto fahren, wenn sie getrunken haben. Und ich bin überzeugt davon, sie glauben das wirklich!
Die Erfahrung zeigt jedoch, daß sich dieser gute Vorsatz nach wenigen Jahren erst relativiert hat, später löst er sich in Luft auf. "Man kann ja 'mal' mit nur einem Bierchen die paar Meter mit dem Auto...".

Wer mit 1,6 Promille noch fahren kann, der ist erfahrungsgemäß bisher mindestens hunderte Male gefahren - und es ist immer gut gegangen. Diese Lernerfahrung löscht sich nicht aus, nur weil es nach einigen Jahren doch einmal zu einem Unfall gekommen ist.

Wer in der Vergangenheit Trinken und Autofahren nicht trennen konnte, wird es auch künftig nicht können - historisches Verhalten ist ein sehr guter Prädiktor für künftiges Verhalten.

Ich sehe hier eine völlige Einstellungsänderung und Alkoholabstinenz von zunächst mindestens einem Jahr als Mindest-Grundvoraussetzung für ein positives Gutachten an.
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  #4  
Alt 16.04.2018, 08:54
Kai R. Kai R. ist offline
MPU Profi
 
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Beiträge: 2.980
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Mendax, das ist Blödsinn. Ich weiß nicht, auf welche „Erfahrungen“ Du Dich hier stützt. Bei 1.61%o kann kT noch gut funktionieren. Ich sehe da aus den Schilderungen auch wenig, was dem entgegensteht. Vollräusche muss man ja nicht zugeben.
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  #5  
Alt 16.04.2018, 20:39
fastro fastro ist offline
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Beiträge: 12
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Hallo zurück und vielen Dank für die ersten Antworten!

Leider sind die etwas gegensätzlich! Wäre schön wenn man da ne klare Tendenz erkennen könnte..

die Antidepressiva aus 2013 sind seit 2013 schon nicht mehr aktuell.
Werde am Wochenende auch den FB Mal komplett ausfüllen können, wenn das weiter hilft.. 80% sind ja schon im Fließtext enthalten. Habe leider zur Zeit nur ein Handy und erst am Wochenende wieder den Laptop!

Bei der erstberatung beim TÜV Nord liegt die Hypothese A3 vor habe ich heute noch gelesen, das ist gut, richtig?!

Auf was müsste ich denn noch achten, außer auf die Fragen im FB und die das Zusatzwissen von Gitarrist?
Würde kommenden Donnerstag Antrag auf Neuerteilung stellen. Wäre das Möglich? Das Gerücht geht Rum, dass ich während der Inhaftierung keine positive MPU bekommen kann, ist das richtig? Kann es sein, dass ich noch eine zusätzliche Fragestellung wegen der Inhaftierung bekomme? Wären ja auch wieder 330 Euro extra!

Viele Fragen! Ich hoffe ihr könnt mir hier noch ein wenig helfen!

Bedanke mich vielmals vorab!
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  #6  
Alt 16.04.2018, 22:13
Benutzerbild von Alana
Alana Alana ist offline
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Zitat:
Zitat von fastro Beitrag anzeigen
Leider sind die etwas gegensätzlich!
So etwas kommt schon einmal vor in einem Forum, wo jeder angemeldete User Schreibrechte hat
Zitat:
Werde am Wochenende auch den FB Mal komplett ausfüllen können, wenn das weiter hilft..
Ja, das hilft. Allein von der BAK hängt es nämlich keineswegs ab, ob Abstinenz erforderlich ist. Da hat @Kai R. schon recht.

Zitat:
Bei der erstberatung beim TÜV Nord liegt die Hypothese A3 vor habe ich heute noch gelesen, das ist gut, richtig?!
Ja, das ist gut. Nach deinen ersten Angaben hier wäre das auch meine Einschätzung. Und ja, das wäre ein weiteres Indiz dafür, daß bei Dir KT noch möglich ist.

Zitat:
Würde kommenden Donnerstag Antrag auf Neuerteilung stellen. Wäre das Möglich?
Wenn deine FSST da offen ist, ja.

Zitat:
Das Gerücht geht Rum, dass ich während der Inhaftierung keine positive MPU bekommen kann, ist das richtig?
Das ist Unsinn. Du bist nicht wegen der Alkoholsache inhaftiert, noch dazu im Offenen Vollzug. Allerdings wird es etwas schwieriger mit dem KT, weil Du ja auch keinen freien, unbegrenzten Zugang zum Alkohol hast. Da mußt Du schon gut argumentieren.

Zitat:
Kann es sein, dass ich noch eine zusätzliche Fragestellung wegen der Inhaftierung bekomme? Wären ja auch wieder 330 Euro extra!
Ja, das kann sein, muß aber nicht. Hängt von deiner FSST ab. Und natürlich auch von der Straftat selbst.
__________________
Liebe Grüße
Alana
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  #7  
Alt 19.04.2018, 13:26
fastro fastro ist offline
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Hier nochmal wie versprochen der FB mit den Antworten mit denen ich in die MPU gehen würde. Ähnlich wie die Geschichte oben, aber ein wenig anders dargestellt. unten drunter bzw. bei Frage 30 noch 1 ungeklärte Sache, die ich gerne noch wissen würde:

Zur Person
Geschlecht:Männlich
Größe: 192 cm
Gewicht: 100 kg
Alter: 28

eventl. Bundesland: NRW

Was ist passiert?
Datum der Auffälligkeit: 7.9.11
BAK: 1,61 (jedoch schon hochgerechnet)
Trinkbeginn: 22:30
Trinkende: 4:00
Uhrzeit der Blutabnahme: ca 7:00


Tathergang

1. Beschreiben Sie den Tag Ihrer Trunkenheitsfahrt aus eigener Sicht mit Datum und Uhrzeiten.

(wann, wo und mit wem getrunken / wann und wie aufgefallen / Promille)
Ich war in einer Disko am arbeiten und war dort auch für die Gästebetreuung zuständig. Dort gehörte es zum Job mit den Gästen zu trinken. An diesem Tag habe ich vormittags schon gearbeitet und aufgrund von Überstunden nicht geschafft den Wagen zuhause abzusetzen.
Ich wollte den Wagen dann an der Firma abstellen und am nächsten Tag mit den ÖPNV zu kommen. Ich habe dann also getrunken bis ich stark alkoholisiert war und einen Bekannten getroffen, der meinte, er könne mich nach Hause fahren mit meinem Auto. gegen 4 Uhr sind wir dann aus der Disko und der Bekannte hat es nur bis zu sich geschafft und mir dann gebeichtet er sei zu müde und hätte doch auch etwas Alkohol getrunken gehabt.
Da hatte ich Verständnis für und wollte dann selbst im Auto schlafen. nach einer Stunde jedoch bin ich wieder wach geworden und es ging mir so schlecht, dass ich einfach nur noch nach Hause wollte und dann doch selbst gefahren bin. Weil ich nicht fahrtüchtig war, mich noch ablenken lassen habe und Tunnelblick hatte kam es dann wie es kommen musste und ich bin in eine Reihe parkender Autos gefahren.

2. Was und wie viel haben Sie am Tattag insgesamt getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Trinkzeit)

Vodka Energy 4-6 und die gleiche Menge an Shots ca.

3. Wie viel Kilometer fuhren Sie, bis Sie aufgefallen sind und wie viel Kilometer wollten Sie insgesamt fahren?
Die Gesamtstrecke sind ca 6,5 km. Kurz vor der Hälfte hatte ich den Unfall

4. Hatten Sie das Gefühl, noch sicher fahren zu können?
(Ja/Nein + Begründung)

Nein, ich war mir sicher, dass ich nicht sicher fahren konnte, da aber noch nichts los war auf den Straßen und es mir dermaßen dreckig ging, habe ich mich doch dafür entschieden zu fahren.

5. Wie haben Sie die Trunkenheitsfahrt vermeiden wollen (wenn überhaupt)?
Ich wollte den Wagen grundsätzlich an der Firma stehen lassen, und halt dann auch im Auto schlafen.

6. Haben Sie bereits früher im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss gestanden und sind aufgefallen?
Nein

7. Wie oft haben Sie alkoholisiert am Straßenverkehr teilgenommen ohne aufzufallen und was folgern Sie daraus?
Ich hatte bisher ganz ehrlich nur eine TF vorher mit dem Roller über 300m und selbst dort habe ich mich hingelegt!
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  #8  
Alt 19.04.2018, 13:27
fastro fastro ist offline
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Exploration

8. Wann hatten Sie den ersten Kontakt mit Alkohol und wann haben Sie das erste Mal Alkohol zu sich genommen?
(Allererste Erinnerung und erster Konsum)

Erste Erinnerung war mit ca. 5 .. meine Eltern haben eine Kneipe geführt und dort wollte ich mal statt sprite auch das Braune Zeug trinken,was aber nur für Erwachsene war
Mein Erster Konsum war noch im Kindesalter, an das ich mich gar nicht mehr erinnern kann, da habe ich meinem Opa sein Glas Averna stibitzt. Das erste mal bewusst war mit 12, heimlich im Keller der Kneipe.. Habe nen bier probiert und es war mit viel zu bitter

9. Haben Sie regelmäßig Alkohol getrunken, und wie hat sich ihr Trinkverhalten in den letzten Jahren entwickelt?
Während ich im Nachtleben gearbeitet habe ja, bis zu 3 mal die Woche, bis ich stark alkoholisiert war, es gehört halt auch zum Job dazu. Nach dem Unfall habe ich den Alkoholkonsum reduziert, als ich 2014 dann von der Polizei vernommen wurde, noch mehr reduziert.

10. Wie viel und wie oft haben Sie getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)

Vor der TF: 3 Mal die Woche jeweils 5-6 Longdrinks, 1-2 Bier und 5-6 Kurze
Nicht immer in diesen Mengen, unter Tabletten habe ich nichts getrunken oder wenn nur wenig los war. Mittwochs generell eher weniger, da ich dort auch Abrechnungen machen musste.
Nach der TF: Nur noch am Wochenende, 2-3 mal pro Monat, 4-5 Bier und/oder Wein
Nach der Verurteilung: alle 4-8 Wochen zu gegebenen Anlässen 1-2 Wein oder ein Weizen.

11. Wo und mit wem haben Sie überwiegend getrunken?
Vor der TF: Mit Gästen und Freunden in der Disko
Nach der TF: Mit Freundin im Restaurant oder mit Freunden im Biergarten/ beim grillen oder dergleichen

12. Warum haben Sie getrunken?
(Innere + äußere Motive; Anmerkung: o.g. Link "psychologisches Gespräch" lesen)

Es wurde jobtechnisch mehr oder weniger von mir erwartet, ich sollte die Leute betreuen und animieren, denen auch mal einen ausgeben, und da sollte ich natürlich auch mittrinken. Zudem hat gerade nach längeren Arbeitstagen der Alkohol bei mir für gute Laune gesorgt und auch der Müdigkeit gegengewirkt. Hatte auch am Morgen danach nie einen Kater oder bis dato negative Erfahrungen mit Alkohol gemacht.

13. Welche Wirkung haben Sie in der Vergangenheit nach Alkoholgenuss bei sich beobachtet?
(bei wenig und bei viel Alkohol)

Ich war halt in erster Linie euphorisierter,.. besser drauf, zu scherzen aufgelegt, und Vorallendingen wacher, auch enthemmter, wenn ich mehr Alkohol getrunken hatte, wurde ich auch zu Quasselstrippe. Da ich abends auch Abrechnungen gemacht habe, habe ich länger gebraucht, als ich mehr getrunken hatte, jedoch war ich auch deutlich schneller fertig, wenn ich nur wenig getrunken hatte, als wenn ich nüchtern war.

14. Gab es kritische Hinweise Anderer auf Ihren Alkoholkonsum und wie haben Sie darauf reagiert?
Im Gegenteil, ich wurde eher noch dazu animiert weiter zu trinken, auch wenn ich schon am Limit war.

15. Welche Auswirkungen und Folgen hatte Ihr Alkoholkonsum auf Ihr Leben und Ihr Umfeld?
Bis zum Zeitpunkt der TF erstmal keine.

16. Gab es in Ihrem bisherigen Leben frühere Zeiten, in denen sie weit mehr Alkohol als heute getrunken haben?
Wenn ja, nennen sie bitte die Lebensabschnitte und mögliche Ursachen und Umstände dafür.
Habe ich das nicht in den oberen Abschnitten schon mit erläutert? habe ich die Frage falsch verstanden?

17. Haben sie jemals die Kontrolle über ihre Trinkmenge verloren und bis zur Volltrunkenheit Alkohol konsumiert?

Es gab Tage, an denen ich nicht mehr alle Details im Kopf habe und kleinere Erinnerungslücken habe, aber so richtig abgestürzt mit kotzend in der Ecke liegen noch nie.

18. Haben Sie früher schon einmal oder öfter über einen längeren Zeitraum bewusst und mit Absicht völlig auf den Genuss von Alkohol verzichtet?

Nein

19. In welcher Kategorie von Trinker haben sie sich früher gesehen und wie stufen Sie sich heute rückblickend ein?
(mit Begründung)


Damals als Gesellschaftstrinker, habe Spaß gehabt und dafür noch Geld bekommen, habe auch nie alleine getrunken. Nach Jellinek hätte ich mich rückwirkend als Beta-Trinker eingestuft, da der Mißbrauch vorliegt. Womöglich hat mich dieser Unfall auch davor gerettet zum Alkoholiker zu werden, wenn ich weiterhin langfristig diese Mengen weitergetrunken hätte

Heute und in Zukunft

20. Trinken Sie heute Alkohol? Wenn ja, was, wie viel und wie oft?

(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)
Ja, zu speziellen Anlässen trinke ich gerne mal 1-2 Wein oder bei heißem Wetter auch mal ein Weizen.

21. Wann haben Sie zuletzt Alkohol getrunken?
24.3.18

22. Trinken sie gelegentlich alkoholfreies Bier?
Nein

23. Warum trinken Sie heute Alkohol/keinen Alkohol?
Weil es einfach manchmal schmeckt. Mag prinzipell eher bittere und herbe Getränke, statt süßes.

24. Warum haben Sie das Trinken reduziert bzw. aufgegeben und warum nicht schon eher?
Weil ich früher in den Tag hineingelebt habe und keine schlechten Erfahrungen mit Alkohol hatte. Hatte also bis zur TF keinen Grund. Jedoch wurde mir erst bei meiner Verurteilung/Inhaftierung bewusst, dass ich A) auf meinen Körper achten sollte und B) ich die Verantwortung für mein tun und handeln ganz alleine trinken muss! Ich habe erst 2014-2015 eine persönliche Entwicklung durchlaufen und erwachsen geworden

25. Wie haben Sie die Änderung Ihres Trinkverhaltens erreicht und dabei die Umstellungsphase erlebt?

Habe den Job durch die TF verloren und habe halt auch ein kleines Trauma, wenn man das so sagen kann. Bin heute noch froh, dass nur "Blechsschaden" entstanden ist und kein Mensch zwischen den Autos stand. Habe aus Prinzip einfach weniger getrunken, erst in Mengen, dann auch in zeitlichen Abständen. Wenn ich heute stark alkoholisierte Menschen sehe, empfinde ich ein wenig Scham, wenn ich mir denke, dass ich damals auch so anstrengend/nervig war.

26. Wie wirkt sich Ihr geändertes Verhalten auf Sie, Ihr Leben und Ihr Umfeld aus?
Ich möchte das Trinken jetzt nicht verharmlosen oder dergleichen, aber mein geändertes Trinkverhalten hatte nicht die gravierenden Änderungen, wie meine Persönlichkeitsentwicklung. Im Gegenteil, durch diese Entwicklung hat sich das Trinkverhalten eher so gefestigt, wie es jetzt ist. Bin zufrieden, habe nen anständigen Job der mir Spaß macht und eine Lehre aus meiner Vergangenheit gezogen.

27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?
Ich habe viel Rückhalt aus der Familie und durch meine Freundin. Nen Job der nichts mit Alkohol zutun hat und aus meinen Fehlern im allgemeinen gelernt. Habe mir "meine Finger einmal an der Herdplatte verbrannt".


28. Können Sie sich vorstellen, jemals wieder in Ihre alten Gewohnheiten zurückzufallen?

Nein, da ich mein Leben komplett umgekrempelt habe und nicht mehr der Typ bin der ich war. 2013 war mein Tiefpunkt und seitdem ging es nur noch, trotz der Inhaftierung, bergauf. Sowohl beim Thema Alkohol, als auch beim Thema Straffälligkeit habe ich einen Weckruf gehabt. Ich würde niemals wieder in der Gastro arbeiten, weil es mir einfach keinen Spaß macht und rückblickend lallend andere Menschen vollzusülzen, ist auch nichts worauf man hinarbeiten möchte.

29. Wie wollen sie in Zukunft das Trinken vom Fahren trennen?
Ich bin die letzten 7 Jahre ohne Auto unterwegs gewesen. Ich bin psychisch in der Lage stabil beides voneinander zu trennen und kenne durch Erfahrungen genug Möglichkeiten nach Hause zu kommen ohne in den Wagen zu steigen. Durch meine Erfahrung habe ich auch bei anderen Fahrern 0 Toleranz gegenüber Alkohol am Steuer und musste auch schon häufiger jemandem den Schlüssel wegnehmen. Gleiches gilt für Handy am Steuer.

30. Haben Sie zum Abschluss noch etwas hinzuzufügen?
Ich habe halt damals in den Tag hineingelebt und wollte keine Verantwortung übernehmen. Hatte damals auch ein wenig im Hinterkopf, wenn ich nen Unfall baue, dann sterbe ich halt vielleicht, ändert ja auch nichts wirklich.
Habe überhaupt nicht im Kopf gehabt, dass ich auch andere verletzen könnte. Heute weiß ich es besser und bin auch Verpflichtungen in meinem Privatleben eingegangen und muss dazu stehen. So ein leichtsinniges Verhalten kann ich mir einfach gar nciht mehr erlauben.

Zusatzfrage:
Ich nehme häufiger Iberogast, aufgrund des MC. Da ist auch Alkohol drin, wie soll ich damit umgehen, bzw. das kenntlich machen?
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  #9  
Alt 19.04.2018, 17:04
fastro fastro ist offline
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Beiträge: 12
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Also wenn ich mir das selbst nochmal durchlese, wirkt das alles viel zu harmlos bzw. zu distanziert...

Liegt es an den Fragestellungen oder habe ich das ein oder andere nicht wirklich richtig verstanden? Oder machen die 7 Jahre echt so viel aus?
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  #10  
Alt 19.04.2018, 17:30
Kai R. Kai R. ist offline
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Beiträge: 2.980
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es liegt an Dir, da fehlt einfach noch jegliche Tiefe. Beispiel:

Zitat:
12. Warum haben Sie getrunken?
(Innere + äußere Motive; Anmerkung: o.g. Link "psychologisches Gespräch" lesen)
Es wurde jobtechnisch mehr oder weniger von mir erwartet, ich sollte die Leute betreuen und animieren, denen auch mal einen ausgeben, und da sollte ich natürlich auch mittrinken. Zudem hat gerade nach längeren Arbeitstagen der Alkohol bei mir für gute Laune gesorgt und auch der Müdigkeit gegengewirkt. Hatte auch am Morgen danach nie einen Kater oder bis dato negative Erfahrungen mit Alkohol gemacht.
alles äußere Motive. Kein Wort darüber, warum Du meintest, den Erwartungen nachgeben zu müssen. Und wenn Dir der Alk so gut geschmeckt hat, dann kannst Du ja grad so weitermachen, oder?
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