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Alt 09.09.2018, 17:17
Deraddi Deraddi ist offline
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Registriert seit: 09.09.2018
Beiträge: 1
Beitrag MPU Fragebogen ausgefüllt

Guten Abend liebe Gemeinde, ich habe am Donnerstag meine MPU und würde mir gerne ein Paar Meinungen über meine ausgefüllten Fragen haben. Vielen Dank im Voraus



Drogensorte Cannabis
Konsumform (Dauer und Häufigkeit je Substanz): ca 3 Jahren gelegentlich
Datum der Auffälligkeit:27.06.2015 um 22.10 Uhr



Was ist passiert?
Mir wurde der Führerschein aufgrund einer Fahrlässigen Trunkenheit im Straßenverkehr mit
vorsätzlichem Fahren ohne Fahrerlaubnis

Vorgeschichte:
Wann haben Sie das allererste Mal von illegalen Drogen gehört?
Das war in etwa mit ca 13 Jahren, ein Bruder eines damaligen Freundes hatte Drogen konsumiert
und von den Eltern ärger bekam. Daraufhin hat der Vater zu uns gesagt das wir die Finger da von
lassen sollen.

Wann haben Sie das erste Mal konsumiert? (Datum)
Das erste mal war im Juni 2014 mit 20 Jahren. Ich war damals mit dem Fahrrad und meinem damals
besten Freund ins Nachbardorf zum Einkaufsladen gefahren und dort haben wir einen ehemaligen
Klassenkameraden getroffen und er hat uns angeboten mit ihm einen Joint zu Rauchen. Das
Angebot haben wir angenommen, da es irgendwie Spannend war was illegales zu machen und man
auf die Wirkung gespannt war.

Wie sah der Konsum aus? (Konsumbiografie-Wie lange habt Ihr was in welcher Menge
genommen?)
Ich habe eher in unregelmäßigen Abständen konsumiert. Meistens habe ich mit Freunden 2- 3 mal
im Monat ca. 2g Marihuana am See, beim Grillen oder auch beim Gucken eines Films geraucht. Es
gab auch Monate in denen ich nicht konsumiert habe und wiederum gab es auch Wochen in denen
ich nahezu täglich konsumiert habe. Durch´s konsumieren habe ich mich entspannt gefühlt und es
war auch sehr lustig mit meinen Freuden so zusammen zu sitzen und die Wirkung des Marihuanas
auf mich wirken zu lassen ( Lachflashs verzerrte Umwelt usw).

Waren sie Drogensüchtig?
Ich würde sagen Nein, da ich nie das Gefühl hatte Rauchen zu müssen sondern es eher hin und wieder
mal als eine Abwechslung des Alltags war.
Wieso haben Sie sich für eine Abstinenz entschieden?
Ich habe mich für eine Abstinenz entschieden da es Gesünder ist und ich entschieden habe das ich keine
Drogen mehr nehmen möchte sie kein Platz mehr in meinem Leben haben.

Beschreiben Sie den Punkt, an dem sich für ein abstinentes Leben entscheiden haben.
(Knackpunkt)
Der Knackpunkt war der, das ich mitbekommen habe dass ein guter Freund von mir Dauerkonsument
geworden ist, dadurch sein Job verloren hat und viele Geldprobleme hatte. Ich hatte Angst das ich auch
zum Dauerkonsument werden könnte und mein Leben total versaue. Daraufhin bin ich in in meine alte
Heimat zu meinen Geschwistern gezogen.

Wie haben Sie die Umstellung zur Abstinenz erlebt.
Ich habe Sie gut erlebt, am die ersten 2 Monate habe ich Schon daran gedacht mal wieder einen
Joint zu Rauchen aber das war schnell vorbei. Ich habe viel mehr auf die positiven Dinge geachtet
die durch der Abstinenz entstanden. Ich kann mir jetzt wieder viel mehr merken, fühle mich Fitter
und beteilige mich aktiver am Leben
.
Wer hat Ihnen dabei geholfen?
Mir hat meine Familie geholfen, denn ich bin nach dem ich mich entschieden habe keine Drogen
mehr zu nehmen zu meinem großen Bruder in meine alte Heimat wo meine Geschwister und mein
Vater wohnen gezogen. Ich habe offen zu ihnen gesagt das ich öfters Drogen genommen habe und
es jetzt hinter mir lassen und ein Drogenfreies leben Beginnen möchte.

Wie wollen sie es gegebenen Falls in Zukunft verhindern, nochmal unter Drogeneinfluss
ein KFZ zu führen ?
Ich werde es verhindern in dem ich nie wieder Drogen nehme.

Haben Sie Drogen zusammen mit Alkohol konsumiert?
Ja, wenn dann ein Biermix- Getränke da mir normales Bier und harter Alkohol nach Konsum von Cannabis nicht geschmeckt haben.

Wie ist der Umgang mit Alkohol gewesen?
Ich trank mit meinen Freunden durchschnittlich 2 mal im Monat, Dabei trank ich über den Abend
ungefähr 4 Bier und eine halbe bis dreiviertel Flasche harten Alkohol.

Wie ist ihr Trinkverhalten heute?
Ich trinke sehr selten wenn nur zu besonderen Anlässen und dann auch nur höchstens 2 Bier.

Sonstige Suchtmitteleinnahme?
Nein,

Haben Sie bei sich negative Folgen fetsgestellt?
Ja ich habe festgestellt, dass mein Kurzzeitgedächtnis unter dem Konsum gelitten hat ich konnte mir
weniger Dinge merken die mir z.B: erzählt wurden. Ich habe viele Dinge vernachlässigt unter
anderem das führen meines Berichtsheftes, dass wichtig für die Ausbildung war.

Haben Sie trotz negativer Folgen weiter konsumiert?
Ja ich habe trotz negativen Folgen weiter konsumiert da mir damals die positiven Dinge durch den
Konsum wichtiger waren z.B. das entspannen und das gesellige zusammen sein besser gefielen als über
die negativen Folgen des Konsums nachzudenken. Damals waren mir die Folgen auch noch nicht bewusst
weil ich mich nicht mit meinem Konsum beschäftigt habe
.
Auffälligkeit

Was für Werte wurden bei Ihrer Auffälligkeit festgestellt?
Werte zur Entziehung der Fahrerlaubnis:
THC: unter dem Grenzwert
Alkohol: 1,09 Promille

Wann und wieviel haben Sie in der Woche vor der Auffälligkeit konsumiert?
Ich habe in der Woche vor der Auffälligkeit zwei mal mit meinem damals besten Freud konsumiert
da er zur Bundeswehr gegangen ist und aufhören wollte.Wir haben uns am Donnerstag und Freitag
vor der Auffälligkeit an einem See getroffen.An dem Donnerstag haben wir uns einen Joint mit ca.
0,5g Marihuana geteilt und am Freitag ca. drei Joints mit insgesamt 1,5g.

Wieviel und was haben Sie am Tag der Auffälligkeit Konsumiert?
An dem Tag war Zeltfest in einem Nachbardorf, Ich habe mich mit meinen Freunden bei mir Zuhause
getroffen um vor zutrinken. In der Zeit von 19 Uhr bis 21.30 Uhr habe ich zwei Bier und sechs Cola mit
Whisky getrunken.
unterwegs.

Wie sind Sie auffällig geworden?
Ich habe mit einem Motorrad einen Unfall verursacht kurz nach dem Unfall kam zufällig die Polizei
vorbei die Streife fuhr.
.
Nur für die, die im Straßenverkehr ermittelt wurden(auch Parkplatz):
Was war der Zweck der Fahrt?
Wir haben uns von einem Taxi zu einem Bekannten bringen lassen der in der Nähe der
Veranstaltung wohnt. Und von dort aus gemeinsam zum Zeltfest laufen. Dort war ein Kollege mit
seinem Motorrad und ich fragte ihn ohne zu überlegen ob ich mal fahren dürfte. Er willigte ein und
ich setzte mich auf das Motorrad um eine kleine Runde zu fahren.

Wie weit wollten/sind Sie (ge)fahren?
Ungefähr 800 Meter. Zur Feuerwehr und zurück.

Wie oft waren sie bereits unter Drogeneinfluß im Straßenverkehr unterwegs?
Zurückblickend würde ich sagen ja, aber nie bewusst weil ich zu der damaligen Zeit zu unaufgeklärt war
und nicht wusste, dass ein Konsum der mehrere Stunden zurückliegt auch noch große Beeinträchtigungen
mit sich zieht. Ich dachte wenn eine Nacht zwischen dem Konsum und dem fahren liegt wäre das schon
okay. Zu dem Zeitpunkt hatte ich auch kein egenes Auto und somit bin ich nur selten gefahren.

Wie haben Sie den Konflikt zwischen dem Drogenkonsum und dem Führen eines
Kraftfahrzeuges gelöst?
Ich darüber zu dem Zeitpunkt nicht sehr viel Nachgedacht da ich selber kein eigenes Auto hatte und bin
deshalb auch sehr selten Auto gefahren

Wieso ist es verboten unter Drogeneinfluß ein KFZ zu führen?
(Beschreibung bitte für die zutreffende Substanz)
"Bei Cannabis führen die beim typischen Rauschverlauf auftretenden Wirkungen wie zum Beispiel
Euphorie, Antriebsminderung, Konzentrationsstörungen, Wahrnehmungsstörungen, Denkstörungen,
Änderungen des Zeiterlebnisses und leichtere Ablenkbarkeit zu Leistungseinbußen in den für den
Kraftfahrzeugführer wichtigen, psychomotorischen Funktionen." So das Zitat meines forensisch
toxischen Gutachtens.
In eigenen Worten:
Cannabis hemmt die Wahrnehmung, verlangsamt die Reaktionszeit, intensiviert ohnehin bestehende
emotionale Zustände, die ablenkend auf den Verkehrsteilnehmer wirken können, wirkt berauschend,
kann Panik, Halluzinationen, Angst oder Stress auslösen. Unter Anderem ist es deshalb verboten,
unter den Einwirkungen von Cannabis am Straßenverkehr teil zu nehmen.
Wie lange stehen Sie nach dem Konsum von Drogen unter deren Einfluß?
Die Wirkung und die Nachweisbarkeit von Cannabis sind zwei verschiedene Dinge. Während die
Wirkung von Cannabis für den wahrnehmenden Menschen nach der Einnahme vielleicht in etwa
zwischen zwei Stunden und einem halben Tag beträgt, liegt die Nachweisbarkeit und die
Nachwirkung deutlich darüber. Cannabis kann im menschlichen Körper aktiv 12 bis 72 Stunden
nachgewiesen werden. Die Abbauprodukte sind, je nach Konsummuster und Art der Überprüfung
auch bis zu 12 Wochen nachweisbar.
Meine persönliche Einschätzung hierbei würde ergeben, dass man unter dem Konsum von Cannabis
bis zu 48 Stunden unter deren Einfluß steht und die Aspekte, warum man unter Drogeneinfluß kein
KFZ führen sollte, gegeben sind.
Sind sie sich darüber im Klaren, welche Folgen es bei einem täglichen Konsum gibt?
Ich persönlich bin mir über die Folgen - man muss sagen mittlerweile, absolut im Klaren. Ich habe
meine Drogengeschichte für mich aufgearbeitet, kenne heute die Gründe, warum ich konsumiert
habe und weiß, dass Cannabis weder Mittel zum Zweck sein darf um abzuschalten, etwas zu
verdrängen noch dass es positive Rechtfertigungen für den Konsum gibt. Cannabis fördert die Flucht
in eine Scheinwelt, fördert die Isolation vor Problemen und verdrängt natürliche Reflexe zur
Problembewältigung
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Stichworte
drogen mpu- thc, fragebogen dorgen

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