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  #1  
Alt 01.07.2018, 18:11
Xenturio Xenturio ist offline
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Beitrag 2.Alk fahrt - 1 Mpu Fragebogen kritisch betrachten

Vorweg, ich finde es toll was Ihr hier macht und wie Ihr die Leute unterstützt.
Das Ihr euch die Zeit nehmt anderen zu helfen ist nicht selbst verständlich.

Ich würde euch bitten den Fragebogen kritisch zu beurteilen und eure
Ansichten mir Preis zu geben. Aber das macht Ihr ja sowie so denke ich

Thema folgt:
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  #2  
Alt 01.07.2018, 18:11
Xenturio Xenturio ist offline
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Zur Person
Geschlecht:Männlich
Größe:Gewicht:1,88m
Alter:32

eventl. Bundesland:NRW

Was ist passiert?
Datum der Auffälligkeit: 29.01.2017
BAK: 1,68%o
Trinkbeginn: 0 Uhr Mitternacht
Trinkende: 4:30 Uhr
Uhrzeit der Blutabnahme: 5:30Uhr

Stand des Ermittlungsverfahrens
alles ist durch bisauf die MPU

Führerschein
Hab ich noch: nein
Hab ich abgegeben: ja direkt freiwillig
Hab ich neu beantragt: ja am frist der MPU Abgabe ist Anfang September
Wurde mir entzogen? nein, wie gesagt freiwillig abgegeben direkt am Vorfalls Abend(morgen)
Noch in der Probezeit?: nein
Habe noch nie einen besessen: nein

Führerscheinstelle
Hab schon in meine Akte geschaut Ja/Nein: Ja
Sonstige Verstöße oder Straftaten?: 2009 Alkoholfahrt mit 1,17 (9M Fahrverbot), Fahrlässige Körperverletzung(1M Fahrverbot, Mit Motorrad Fussgänger gestreift), 1x Missachtung Roter Ampel
Fragestellung der Fsst:
Erwartung erneuter Alkoholfahrt
- Ist zu erwarten, dass die/der Utersuchte ein Fahrzeug unter Alkoholeinfluss führen wird?
Alkoholmissbrauch, über 1,6 %o oder mehrere Alkoholfahrten
- Ist davon auszufehen, dass ein Alkoholmissbrauch nicht/nicht mehr besteht bzw. dass die/der Untersuchte trotz bestehenden Anzeichen für Alkoholmissbrauch die Bereiche Trinken und Fahren voreinander trennen kann?

Konsum
Ich trinke noch Alkohol, wenn ja wie oft wieviel:
Abstinent seit Feb.2017

Leberwerte:
4 Alkohol Abstinenz Nachweise Haare
vom
20.09.2017
18.12.2017
15.03.2018
12.06.2018


Aufarbeitung
Psychologe/Verkehrspsychologe:
1x Einzel Gespräch Vorbegutachtung Tüv-Nord
Avanti Kurs von Tüv-Nord

MPU
Datum: Ende Juli 2018
Welche Stelle (MPI): PIMA Mönchengladbach
Schon bezahlt?: ja

Schon eine MPU gehabt?
nein

Altlasten
2009 Alkoholfahrt 1,17%o

Tathergang

1. Beschreiben Sie den Tag Ihrer Trunkenheitsfahrt aus eigener Sicht mit Datum und Uhrzeiten.
(wann, wo und mit wem getrunken / wann und wie aufgefallen / Promille)

Vorgeschichte:
Ende November auf Dezember 2016 sind mein Bruder und ich zu einen 3 Wöchigen Urlaub "alles inklusive"
eingeladen worden. Da ich lange Zeit nicht im Urlaub gewesen bin war ich froh darüber und habe
das Angebot angenommen um vom Alltag abstand nehmen zu können.
Die ersten Abene haben wir zusammen verbacht und Karten gespielt. Sind dann gegen 21 Uhr aufs Zimmer.
Da mein Bruder eine Liebenswerte Frau 2Monate vorher kennen gelernt hatte haben die beiden Abends
noch 1-2 Stunden mit Skype verbracht war ich unangenehm fand da mein "allein sein" Gefühl dadurch
gefördert wurde. Ich musste darüber Nachdenken was ich falsch gemacht habe in meinen Leben warum ich
allein bin und habe mich schlecht gefühlt.
In den darauf folgenden Tagen bin ich nicht mehr mit auf das Zimmer gegangen da ich mir die Unterhaltung
ersparen wollte zwischen den beiden und habe mich mit dem Laptop in die Lobby gesetzt um mich Abzulenken
beim programmieren.
3 Abende später wo ich in der Lobby war wurde ich angesprochen von jmd und wir unterhielten uns.
Er brachte Tequila Sunrise zum trinken mit den ich nicht ausgeschlagen habe da ich im Urlaub war
und ich mich besser fühlte da ich nicht mehr ans allein sein denken musste.
Auch an den anderen Abenden haben wir uns dann getroffen Abends, haben getrunken und uns mit
den Leuten an der Theke unterhalten. Ich konnte Abschalten und hab mich wohlgefühlt und so ging es
den großteil der Abende. Zwischendurch habe ich auch immer mal wieder ein Glass Wasser oder Cola
getrunken oder mal 1-2 Abende ausgesetzt da wir Unterwegs waren und ich einfach keine Lust hatte mich noch
an die Theke zu setzten aber mir wurde auch den Abenden wo ich da war immer wieder ein Tequila Sunrise vorgesetzt.
Da ich Urlaub war habe ich es auch nicht abgelehnt und habe auch nicht an die konsequenzen denken wollen.

Vorfall:
Am Vorfalls Abend war ich allein Zuhause und musste an die Gespräche zwischen meinen Bruder und seiner Freundin denken.
Ich habe mich direkt wieder alleine Gefühlt, einsam, ungenügend und verviel wieder in eine Art Trigger Situation wo meine
Gedanken sich im Kreis drehten. Dann musste ich an die Urlaubszeit denken wie der Alkohol mich von den Gedanken abgebracht hat
und mich vergessen ließ. Ich hatte das Gefühl raus zu müssen, unter Menschen, etwas trinken um mich nicht allein zu fühlen.
Ich wollte vor diesem Gefühl flüchten und hab entschlossen in die Altstadt zu fahren.
Dort angekommen habe ich einen alten Klassenkameraden getroffen der mir erstmal einen Vodka Redbull in die Hand gedrückt hat.
In den nächsten 2 Stunden habe ich dann 8-9 Vodka Redbull noch getrunken bevor ich zur Bank gegangen bin um mir
noch Taxi Geld zu holen. Anschließend bin ich wieder in die Kneipe und habe weitere 6-7 Vodka Redbull bis 4:30 getrunken.
Ab diesen Zeitpunkt weiß ich leider nichts mehr und habe einen BlackOut.
Erst nachdem die Polizei mich vor die Tür der Polizeiwache gesetzt hat
wurde ich langsam wieder klar und habe realisiert was passiert ist.

Diese hat mich gegen kurz nach 5Uhr aus einen Grünstreifen geholt da ich beim Weg nach Hause von der Fahrbahn abgekommen bin.
Die Messung ergab etwas knapp über 0.83mg/l, bei der Blutabnahme dann 1.68%o.

2. Was und wie viel haben Sie am Tattag insgesamt getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Trinkzeit)
15 Vodka-Redbull Mischungen im 0.1 Liter Glass im Zeitraum von 4 1/2 Stunden.

3. Wie viel Kilometer fuhren Sie, bis Sie aufgefallen sind und wie viel Kilometer wollten Sie insgesamt fahren?
Ich wollte gefahren werden, bin aber dann an den Taxis vorbei geganen und anschließend 6-8km mit dem eigenen Auto richtung Zuhause gefahren.

4. Hatten Sie das Gefühl, noch sicher fahren zu können?
(Ja/Nein + Begründung)
Nein, ich hatte einen BlackOut und kann mich nicht erinnern überhaupt ins Auto gestiegen zu sein
daher kann ich nicht beurteilen wie ich mich in der Situation gefühlt habe da ich es nicht mehr weiß.

5. Wie haben Sie die Trunkenheitsfahrt vermeiden wollen (wenn überhaupt)?
Es war geplant mit dem Taxi nach Hause zu fahren.
Ich habe mir gegen 02:00 noch bei der Bank Geld für die Taxi Rückfahrt geholt.

6. Haben Sie bereits früher im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss gestanden und sind aufgefallen?
Ja, 2009 wurde ich bereits mit 1,1%o Angehalten und habe den Führerschein für 9Monate abgeben müssen.

7. Wie oft haben Sie alkoholisiert am Straßenverkehr teilgenommen ohne aufzufallen und was folgern Sie daraus? (Tip Anmerkung von Jody lesen (danke Jody) KLICK)
Genau sagen kann ich dies nicht, vor dem ersten Vorfall 2009 waren es viele male.
50-60 fahrten werden es sein, dazu zähle ich auch unter Einfluss von 1 0,33 Flasche Bier
wenn ich nach der Arbeit bei der Fritten Bude angehalten und was gegessen hatte und dazu
ein Bier trank. Es waren aber auch 4-5 mal fahrten dabei wo es nicht bei dieser 1 Flashe blieb
und ich mich dennoch hinter das Steuer gesetzt habe.

Ich habe mir nie Gedanken gemacht darüber und bin Leichtgläubig mit dem Hintergedanken "mich erwischt schon keiner" an die
Sache ran gegangen. Ich habe es mit vollem Bewusstsein getan und mir zur der Zeit nie Gedanken darum gemacht ob ich damit
jemanden Gefährden könnte. Ich war Naiv und leichtgläubig, schlicht nicht einsichtig.
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  #3  
Alt 01.07.2018, 18:12
Xenturio Xenturio ist offline
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Exploration

8. Wann hatten Sie den ersten Kontakt mit Alkohol und wann haben Sie das erste Mal Alkohol zu sich genommen?
(Allererste Erinnerung und erster Konsum)
Alkohol Kontakt hatte ich schon als kleinstes Kind wo ich meinen Vater den Rotwein vom Tisch geklaut und leer getrunken
habe. Der Kosum begann mit 16Jahren bei unserem Dorffest bzw Kirmes. Freunde und ich haben ausgibig gefeiert und
Bier konsumiert.

9. Haben Sie regelmäßig Alkohol getrunken, und wie hat sich ihr Trinkverhalten in den letzten Jahren entwickelt?
Vor dem ersten Vorfall 2009 hab ich regelmäßig getrunken. Fast jedes zweite Wochenende.
Nach dem Vorfall habe ich einige Zeit exesiver getrunken nach dem Motto, jetzt erst recht wenn ich schon nicht fahren
darf, eine MPU wurde nicht von mir verlangt und war daher reines Zeitabsitzen.
Dies habe ich ungefähr 3Monate gemacht und dann den Konsum eingeschränkt da ich mir langsam im klaren wurde
was ich eigentlich gemacht habe. Ich habe dann nur noch bei Feierlichkeiten getrunken, beim Essen wie Grillen oder Pizza.
Es war aber oft genug auch ein Feierabend Bier dabei oder an Tagen wo ich mich einsam Gefühlt habe und in einen Gedanken Kreislauf kahm.
Umso mehr ich mich versucht habe abzulenken umso mehr drehten sich meine Gedanken im Kreis und habe dann angefangen zu trinken.
2015 habe ich dann meinen Motorrad Führerschein gemacht. Ab diesen Zeitpunkt habe ich nur an Besonderen Tagen wie Geburtstagen,
Jahresfeiern oder Feiern von Freunden die eine Prüfung bestanden haben zum Anstoss ein Bier getrunken und den Rest mit Alkoholfreien
Getränken verbracht, da ich zu diesen Orten immer mit dem Motorrad gefahren bin und nach 3-4 Stunden damit auch zurück fahren wollte.

10. Wie viel und wie oft haben Sie getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)

Seit 2015
6-8 Mal im Jahr 1-2 Glässer Bier 0,2l
Ab 2017 Februar
nichts mehr

11. Wo und mit wem haben Sie überwiegend getrunken?
Meistens in der Altstadt, Discos und Partys mit Freunden und Unbekannten.

12. Warum haben Sie getrunken?
(Innere + äußere Motive)
Vor dem ersten Vorfall aus Spass und Geselligkeit oder aus Frust heraus.
Danach nur noch des Genusses willen und wenn ich in einer Trigger Situation war und nicht
alleine heraus kahm.

13. Welche Wirkung haben Sie in der Vergangenheit nach Alkoholgenuss bei sich beobachtet?
(bei wenig und bei viel Alkohol)
Wenig:
Entspannt, gut gelaunt, selbstwert gefühl gesteigert, humorvoll
Viel:
Euphorisch, Anhänglich, Redebedürftig, Tollpatschig, Gleichgewischts Störungen, Unkonzentriert

14. Gab es kritische Hinweise Anderer auf Ihren Alkoholkonsum und wie haben Sie darauf reagiert?
Leider nein, in den Trigger Situationen haben meine Ältern diese nicht mitbekommen und wie ich damit
umgegangen bin. Freunde und bekannte haben es als "nicht so schlimm" angesehen und haben auch nichts
mir diesbezüglich erwähnt.
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  #4  
Alt 01.07.2018, 18:12
Xenturio Xenturio ist offline
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15. Welche Auswirkungen und Folgen hatte Ihr Alkoholkonsum auf Ihr Leben und Ihr Umfeld?
Zuerst dachte ich keine aber umso mehr ich mich mit dem Thema beschäftigt habe umso mehr habe ich
gemerkt das ich damit versucht habe dem "allein" sein Problem zu entgehen anstatt es zu lösen.
Somit habe ich im nachhinein gesehen mir mehr Kummer und Sorgen beschert als nötig.
Ohne hätte es mir viel früher wesentlich besser gehen können.

16. Gab es in Ihrem bisherigen Leben frühere Zeiten, in denen sie weit mehr Alkohol als heute getrunken haben?
Wenn ja, nennen sie bitte die Lebensabschnitte und mögliche Ursachen und Umstände dafür.

Vor 2009 Trank ich sehr viel bei Problemen oder um zu Entspannen. Wenn ich auf Partys war oder nur bei Freunden
den Abend verbrachte. Ich war jung und Naiv und habe versucht dem Alltags Druck zu entfliehen.
Da mein damaliges Umfeld ebendso agierte habe ich mir keine Gedanken gemacht was es mit mir macht.

Nach dem Vorfall 2009 habe ich den kosum 3 Monate gesteigert da ich mit der Situation nicht klar gekommen bin
und sehr gefrustet war.

Danach habe ich den Konsum stark eingeschränkt da ich mir Gedanken darüber gemacht habe was passiert ist
und was ich getan habe und trank danach nur noch Gelegenlich bei Feiern und beim Essen.
Ausnahmen waren 4-5 Abende im Jahr wo ich mich einsam und allein Gefühlt habe. Dann habe ich über
die normale Menge getrunken.

Seit Feb. 2017 trinke ich nichts mehr, ich war zu geschockt von meinen eigenen Verhalten das ich jemanden
hätte umbringen können. Ich hätte selber bei dem Vorfall sterben können, das hat mich wach gerüttelt.
Ich will niemanden mit meinen Taten gefährden, egal unter welchen Umständen.

17. Haben sie jemals die Kontrolle über ihre Trinkmenge verloren und bis zur Volltrunkenheit Alkohol konsumiert?
Ja, es kam bisher 4 mal vor inklusive der letzten Trunkenheitsfahrt das ich mich an nichts erinnern konnte.
Ich bin dann irgendwo zu mir gekommen und wusste nicht wie ich zu diesem Ort gekommen bin noch was die
letzten 2-3 Stunden passiert ist.

18. Haben Sie früher schon einmal oder öfter über einen längeren Zeitraum bewusst und mit Absicht völlig auf den Genuss von Alkohol verzichtet?
Nein, jedenfalls nicht bewusst bzw Absichtlich. Es kommt zwar immer mal wieder vor das ich 2 oder 3 Monate nichts trinken
aber nicht Absichtlich oder das ich mich bewusst dazu entschlossen hätte.

19. In welcher Kategorie von Trinker haben sie sich früher gesehen und wie stufen Sie sich heute rückblickend ein?
(mit Begründung)
vor 2009 Alpha Trinker bei Problemen oder um zu Entspannen
kurz danach habe ich nochmal mehr zu mir genommen da ich mit der Situation nicht klar gekommen bin.
3 Monate danach habe ich stark reduziert und würde mich als
Beta Trinker einstufen. Also Gelegenheitstrinker bei Anlässen und Familien Feiern.
Ausnahmen waren die Trinkexesse wenn ich mich einsam und allein Gefühlt habe.
Seit Feb. 2017 Abstinent und trinke gar nicht mehr.
(und möchte ich auch nicht in Zukunft)

20. Trinken Sie heute Alkohol? Wenn ja, was, wie viel und wie oft?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)
Nein

21. Wann haben Sie zuletzt Alkohol getrunken?
Am dem Abend wo die letzte Trunkenheitsfahrt stattgefunden hat. Also am 29.1.2017.

22. Trinken sie gelegentlich alkoholfreies Bier?
Nein

23. Warum trinken Sie heute Alkohol/keinen Alkohol?
Ich habe festgestellt das ich nach dem ersten Vorfall nicht wirklich daraus
gelernt habe. Mir war zwar bewusst was ich falsch gemacht habe, aber ich habe danach nie wirklich was geändert.
Sicherlich habe ich Mittel und Wege gefunden nicht mehr betrunken zu fahren aber es war keine richtige
Lösung meines Problems. Den Schlüssel nicht mitzunehmen oder im Auto einzusperren geht eine Zeit lang gut,
ist aber keine Dauerhafte Lösung wenn mal wieder das Kleinhirn versagt und man es vergisst.
Nach dem zweiten Vorfall war ich so schockiert von mir und meiner Handlungsweise, das ich andere
und mich selber gefährdet habe, das ich nicht nochmal meine Zügel aus der Hand geben will.
Ich habe gemerkt das Alkohol mich unzurechnungfähig macht und sowas nicht wieder vorkommen darf.
Die Angst jemanden in solch einem Zustand zu verletzten oder Umzubringen überwiegt bei mir
das ich lieber ganz auf Alkohol verzichte als nochmal, durch meinen Leichtsinn, jemanden zu gefährden.

24. Warum haben Sie das Trinken reduziert bzw. aufgegeben und warum nicht schon eher?
Ich habe früher keinen Anlass dazu gesehn. Ich habe Alkohol nicht als Problem sondern Problemlöser angesehen.
Ich war naiv zu glauben das es mir hilft was allerdings alles nur im Endeffekt schlimmer gemacht hat.
Die Probleme wurden nur hinaus gezögert aber nicht gelöst. Die MPU hat mir einen Anlass gegeben mich
mit meinen Problem auseinander zu setzten und sehe es als Chance mein Leben besser zu führen wie bisher.
Der erste Vorfall hat mir nichts beigebracht da nur Geduld gefordert war und ich habe keinen
Anlass gesehen mich mit mir selber zu beschäftigen.

25. Wie haben Sie die Änderung Ihres Trinkverhaltens erreicht und dabei die Umstellungsphase erlebt?
Ich habe in laufe der Zeit immer weniger getrunken.
Ab 2015 nach erhalt des Motorrad Führerscheins kaum noch und nur an besonderen Anlässen wie Geburtstagen
oder Feiern zu bestandenen Prüfungen meiner Freunde. An diesen Tagen bin ich auch immer mit dem Motorrad zu den
Feiern gefahren und habe zum Anstossen 1-2 Bier getrunken und dann mit Wasser und Cola den Abend verbracht
sodass ich nach 4 Stunden noch nach Hause fahren konnte.
Die Umstellung kein Alkohol zu trinken ist mir nicht schwer gefallen.
Sich den Trigger Situationen zu stellen war Anfangs schwierig, da ich diese aber nach dem Kurs "Avanti" von
Tüv Nord immer wieder Absichtlich provoziert habe, konnte ich mein Umgehen mit dieser ohne Alkohl bewerkstelligen.
Ich habe mir eine Liste gemacht was ich fühle und welche Möglichkeiten ich habe dem entgegen zu treten.
Ich fühle Einsamkeit, Leere, allein gelasse, nicht liebenswert, kein selbwert gefühl. Die Möglichkeiten sind
zum Beispiel Atemübungen, Eis im Nacken, Kalt Duschen, Zitronekonzentrat trinken, Sport oder mit jmd ausgibig reden.
Diese gehe ich in solchen Situationen Stück für Stück durch und klappt immer besser und komme schneller
aus diesen Gedankenkreis raus.

26. Wie wirkt sich Ihr geändertes Verhalten auf Sie, Ihr Leben und Ihr Umfeld aus?
Ich gehe nun generell anders mit Problemen generell um. Ich habe gelernt sich den Dingen zu stellen damit
es einen besser gehen kann und darf sie nicht aufschieben oder herauszögern.
Ausblendungen dieser hilft einem auf Dauer nicht weiter und verzögert nur alles unnötig.
Somit habe ich einen besseren Bezug im Arbeitsleben und wurde sogar befördert zum Abteilungsleiter.
Ich habe nun mehr Verantwortung, nicht nur für mich sondern auch für andere und muss mich
um Problemlösungen mehr denje kümmern.

27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?
Durch wiederholungen und selbkritisches betrachten bei allem was ich mache. Ich bin nicht perfekt und kann nicht alles
auf jetzt und gleich bei mir verändern. Aber ich bin auf den guten Weg dahin und habe Mittel
und wege gefunden anders damit umzugehen als Alkohol.
Ich habe meine Familie und Freunde vollständig in meine Thematik eingebunden die mich dabei Untersützten.
Zudem halte ich mir immer wieder vor was hätte alles passieren können.
Ich hätte jemanden Umbringen können und auch mich selber. Das nichts davon geschehen ist war reiner Zufall
und ich sehe es als einen neuen Lebensabschnitt.

28. Können Sie sich vorstellen, jemals wieder in Ihre alten Gewohnheiten zurückzufallen?
(Ja/Nein + Begründung,)
Sicherlich kann ich mir vorstellen nochmals in alte Gewohnheiten zurückzufallen und das ist auch gut
so da es mir immer wieder vor Augen hält was passiert ist und ich es nicht auf die leichte Schulter nehme.
Das was ich gelernt habe über Alkohol und mit dem wissen das ich nur ein Mensch bin der Fehler macht
gehe ich viel Selbstkritischer mit mir um und überdenke meine Schritte da ich weiß was passieren könnte.
Ich bin der Meinung das die Chancen sehr gering für einen Rückfall sind weil ich mir bewusst geworden
bin was Alkohol mit mir macht und ich die Gefahr mir immer im Hinterkopf behalte, ich habe meine
Grenzen kennen gelernt und gehe verusche mich nun stets selbst zu refelktieren.

29. Wie wollen sie in Zukunft das Trinken vom Fahren trennen?
Ich habe eingesehen das ich kontrolliertes Trinken nicht 100%tig gewährleisten kann und doch irgendwann
wieder über die strenge zu schlagen. Daher trinke ich gar nichts mehr und muss auch keine
Trennung machen. Das Risiko eines Abends bei einer Feier mich nach 1-2 Bier allein zu fühlen und
mich anschließend, weils ja so gut schmeckt, zu betrinken ist zu hoch.
So bleibe ich lieber dem Alkohol fern.

30. Haben Sie zum Abschluss noch etwas hinzuzufügen?
Nein, ich habe denke ich nichts mehr hinzu zufügen.

Ausserhalb davon hätte ich eine Frage.
Sollte ich eher auf KT gehen oder bei Abstinent bleiben?
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  #5  
Alt 02.07.2018, 09:11
Xenturio Xenturio ist offline
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Punkt 7 muss ich wohl doch selbst kritischer betrachten, hier habe ich lediglich
die letzten Jahre berechnet aber nicht generell...

7. Wie oft haben Sie alkoholisiert am Straßenverkehr teilgenommen ohne aufzufallen und was folgern Sie daraus? (Tip Anmerkung von Jody lesen (danke Jody) KLICK)
Genau sagen kann ich dies nicht, vor dem ersten Vorfall 2009 waren es viele male.
150-200 fahrten werden es sein, dazu zähle ich auch unter Einfluss von 1 0,33 Flasche Bier
wenn ich nach der Arbeit bei der Fritten Bude angehalten und was gegessen hatte und dazu
ein Bier trank. Es waren aber auch 40-50 mal fahrten dabei wo es nicht bei dieser 1 Flashe blieb
und ich mich dennoch hinter das Steuer gesetzt habe.
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  #6  
Alt 15.07.2018, 20:26
Xenturio Xenturio ist offline
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  #7  
Alt 15.07.2018, 20:27
Xenturio Xenturio ist offline
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Standard Teil 1 exploration

Exploration

8. Wann hatten Sie den ersten Kontakt mit Alkohol und wann haben Sie das erste Mal Alkohol zu sich genommen?
(Allererste Erinnerung und erster Konsum)
Alkohol Kontakt hatte ich schon als kleinstes Kind wo ich meinen Vater den Rotwein vom Tisch geklaut und leer getrunken
habe. Der Kosum begann mit 16Jahren bei unserem Dorffest bzw Kirmes. Freunde und ich haben ausgiebig gefeiert und
mir das erste mal bewusst ein Bier angeboten was ich dann konsumiert habe.

9. Haben Sie regelmäßig Alkohol getrunken, und wie hat sich ihr Trinkverhalten in den letzten Jahren entwickelt?
In jüngeren Jahren mit 18-23 habe ich regelmässig fast jedes zweite Wochenende getrunken.
Nach der ersten Trunkenheitsfahrt habe ich dann Teilweise unter der Woche getrunken
was ich nach 3 Monaten wieder eingestellt habe.
Ich haben mich dann jeden zweiten Monat in der Altstadt mit Freunden verabredet um dort zu trinken.
2015 nach erhalt des Motorrad Führerscheins habe ich mein Trinkverhalten stark eingeschränkt und kaum noch getrunken
da ich lieber mit dem Motorrad fahren wollte als zu trinken.

10. Wie viel und wie oft haben Sie getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)

Vor dem ersten Vorfall 2009 hab ich regelmäßig getrunken. Fast jedes zweite Wochenende in der Altstadt
mit Freunden. Die Menge war nicht selten über 2liter. Meiste haben wir mit 4 Mann 4-5 Tabletts getrunken voller
0,2l Biere.

Nach dem Vorfall habe ich einige Zeit exesiver getrunken nach dem Motto, jetzt erst recht wenn ich schon nicht fahren
darf, eine MPU wurde nicht von mir verlangt und war daher reines Zeitabsitzen.
Hier habe ich dann 3 Monate lang auch Unterhalb der Woche Abends nach der Arbeit getrunken.
Ungefähr 3 mal immer wieder 3-4 0,5l Flaschen Bier.

Dies habe ich ungefähr 3Monate gemacht und dann den Konsum eingeschränkt da ich mir langsam im klaren wurde
was ich eigentlich gemacht habe. Ich habe dann nur noch bei Feierlichkeiten wie Geburtstagen oder Stadtfesten getrunken,
auch hier, je nach dauer der Feier 10-15 Gläser 0,2 Gläser Bier und auch mal 2-3 0,02l Schnaps dazwischen.
Auch beim Essengehen mit Familie oder Freunde wie Grillen oder Pizza habe ich 2 Flaschen 0,5l Bier meist getrunken.
Unter der Woche habe ich auf Alkohol verzichtet wollen da ich meinen Kosum eingerenzen wollte.

Es waren aber an Tagen wo ich mich einsam Gefühlt habe und in einen Gedanken Kreislauf kahm auch 1-2 Feierabend Bier 0,5l dabei.
Umso mehr ich mich versucht habe abzulenken in solch Situationen umso mehr drehten sich meine Gedanken im Kreis und habe dann angefangen zu trinken.

6-8 mal im Jahr am Wochenende habe ich mich mit Freunden in der Altstadt getroffen um vom Alltag abstand zu nehmen
und ich haben ohne Limit getrunken bis ich nicht mehr wollte.
Es waren meist immer 10-15 0,2l Biere und auch 4-5 0,02cl Vodka oder Korn dabei.

2015 habe ich dann meinen Motorrad Führerschein gemacht. Es ging mir sehr gut zur der Zeit und ich habe an Besonderen Tagen wie Geburtstagen,
Jahresfeiern oder Feiern von Freunden die eine Prüfung bestanden haben zum Anstoss ein Bier getrunken und den Rest mit Alkoholfreien
Getränken verbracht, da ich zu diesen Orten immer mit dem Motorrad gefahren bin und nach 3-4 Stunden damit auch zurück fahren wollte.

An Tagen wo es mir schlecht ging, mich alleine fühlte und nicht aus den Gedanken Kreis heraus gekommen bin habe ich aber wieder zu Alkohol
gegriffen und habe mich zuhause zurück gezogen mit 4-5 Flaschen 0,5l Bier am Abend um den Frust "weg zu trinken".
Dies ist 8-10 mal im Jahr passiert.

Seit dem Vorfall also 29.1.2017 habe ich dann keinen tropfen Alkohol mehr zu mir genommen.

11. Wo und mit wem haben Sie überwiegend getrunken?
Meistens in der Altstadt, Discos und Partys mit Freunden und Unbekannten.
Wenn ich mich allein fühlte und aus den Gedanken nicht heraus kahm alleine zuhause.

12. Warum haben Sie getrunken?
(Innere + äußere Motive)
Ich habe aus Geselligkeit getrunken oder aus Frust heraus wenn ich Probleme mit Arbeit oder Familie hatte.
Ich war dann Gesprächiger und habe mich dazu gehörig gefüllt. Ich konnte den Altagsstress damit ausblenden.
Wenn ich mich alleine gefühlt habe und nicht mehr wusste wohin mit mir also in einer
Trigger Situation steckte hat es mich vergessen lassen.

13. Welche Wirkung haben Sie in der Vergangenheit nach Alkoholgenuss bei sich beobachtet?
(bei wenig und bei viel Alkohol)
Wenig:
Entspannt, gut gelaunt, selbstwert gefühl gesteigert, humorvoll
Viel:
Euphorisch, Anhänglich, Redebedürftig, Tollpatschig, Gleichgewischts Störungen, Unkonzentriert

14. Gab es kritische Hinweise Anderer auf Ihren Alkoholkonsum und wie haben Sie darauf reagiert?
Leider nein, in den Trigger Situationen haben meine Eltern oder mein Umfeld diese nicht mitbekommen und wie ich damit
umgegangen bin. Freunde und Bekannte haben es als "nicht so schlimm" angesehen und haben auch nichts
mir diesbezüglich erwähnt. Aber wie gesagt - ich habe mich immer verschlossen dies bezüglich und
daher nehme ich an das es niemanden aufgefallgen ist.

15. Welche Auswirkungen und Folgen hatte Ihr Alkoholkonsum auf Ihr Leben und Ihr Umfeld?
Zuerst dachte ich keine, aber umso mehr ich mich mit dem Thema beschäftigt habe umso mehr habe ich
gemerkt das ich damit versucht habe dem "allein" sein Problem zu entgehen anstatt es zu lösen.
Generell habe ich versucht vor Problemen zu flüchten.
Somit habe ich im nachhinein gesehen mir mehr Kummer und Sorgen beschert als nötig.
Ohne hätte es mir viel früher wesentlich besser gehen können.

16. Gab es in Ihrem bisherigen Leben frühere Zeiten, in denen sie weit mehr Alkohol als heute getrunken haben?
Wenn ja, nennen sie bitte die Lebensabschnitte und mögliche Ursachen und Umstände dafür.

Vor 2009 Trank ich sehr viel bei Problemen oder Stress um vor mir zu fliehen. Wenn ich auf Partys war oder nur bei Freunden
den Abend verbrachte. Ich war jung und Naiv und habe versucht dem Alltags Druck zu entfliehen.
Da mein damaliges Umfeld ebendso agierte habe ich mir keine Gedanken gemacht was es mit mir macht.

Nach dem Vorfall 2009 habe ich den kosum 3 Monate gesteigert da ich mit der Situation nicht klar gekommen bin
und sehr gefrustet war. Ich war depressiv da ich mein Leben umstellen und Unannehmlichkeiten in
kauf nehmen musste.

Auch 6-8 mal im Jahr an den Tagen wo ich mich mit Freunden in der Stadt verabredet habe um Gesprächiger
zu sein und dem Alltag zu entfliehen. Ich habe nie darauf geachtet wie viel ich trinke.

8-10 Abende im Jahr wo ich mich einsam und allein Gefühlt habe und nicht mehr mit mir zurecht gekommen bin.
Dem Gedanken Kreisel bin ich dann mit Alkohol entgegen gegangen.

Seit Feb. 2017 trinke ich nichts mehr, ich war zu geschockt von meinen eigenen Verhalten das ich jemanden
hätte umbringen können. Ich hätte selber bei dem Vorfall sterben können, das hat mich wach gerüttelt das was mit mir nicht stimmt
und ich etwas machen muss. Ich will niemanden mit meinen Taten gefährden, egal unter welchen Umständen.
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  #8  
Alt 15.07.2018, 20:28
Xenturio Xenturio ist offline
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Beiträge: 12
Standard 2 Teil exploration

17. Haben sie jemals die Kontrolle über ihre Trinkmenge verloren und bis zur Volltrunkenheit Alkohol konsumiert?
Ja, es kam bisher 4 mal vor inklusive der letzten Trunkenheitsfahrt das ich mich an nichts erinnern konnte.
Ich bin dann irgendwo zu mir gekommen und wusste nicht wie ich zu diesem Ort gekommen bin noch was die
letzten 2-3 Stunden passiert ist.

18. Haben Sie früher schon einmal oder öfter über einen längeren Zeitraum bewusst und mit Absicht völlig auf den Genuss von Alkohol verzichtet?
Nein, jedenfalls nicht bewusst bzw Absichtlich. Es kommt zwar immer mal wieder vor das ich 2 oder 3 Monate nichts trinken
aber nicht Absichtlich oder das ich mich bewusst dazu entschlossen hätte. Maximal wo kein Geld mehr vorhanden war
und ich schlicht nicht trinken konnte aus Geld Mangel.

19. In welcher Kategorie von Trinker haben sie sich früher gesehen und wie stufen Sie sich heute rückblickend ein?
(mit Begründung)
Ich habe mich nie gefragt ob ich ein Trinkproblem habe.
Es gab keine Hinweise für mich und ich habe mich als normal Trinker angesehen.
Sicherlich bin ich morgens oft aufgewacht und dachte warum musstest du dich so betrinken
aber hab mir keine weiteren Sorgen gemacht und es einfach so hingenommen.

Rückblickend würde mich als Problem Trinker oder um zum Entspannen einstufen.
Auch meine Trink Anlässe wie wenn ich mich einsam und allein Gefühlt habe schließen stark darauf das
ich Unterbewusst etwas verabeiten wollte damit.

20. Trinken Sie heute Alkohol? Wenn ja, was, wie viel und wie oft?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)
Nein

21. Wann haben Sie zuletzt Alkohol getrunken?
Am dem Abend wo die letzte Trunkenheitsfahrt stattgefunden hat. Also am 29.1.2017.

22. Trinken sie gelegentlich alkoholfreies Bier?
Nein

23. Warum trinken Sie heute Alkohol/keinen Alkohol?
Ich habe festgestellt das ich nach dem ersten Vorfall nicht wirklich daraus
gelernt habe. Mir war zwar bewusst was ich falsch gemacht habe, aber ich habe danach nie wirklich was geändert.
Sicherlich habe ich Mittel und Wege gefunden nicht mehr betrunken zu fahren aber es war keine richtige
Lösung meines Problems. Den Schlüssel nicht mitzunehmen oder im Auto einzusperren geht eine Zeit lang gut,
ist aber keine Dauerhafte Lösung wenn mal wieder das Kleinhirn versagt und man es vergisst.

Nach dem zweiten Vorfall war ich so schockiert von mir und meiner Handlungsweise, das ich andere
und mich selber gefährdet habe, das ich nicht nochmal meine Zügel aus der Hand geben will.
Ich habe gemerkt das Alkohol mich unzurechnungfähig macht und sowas nicht wieder vorkommen darf.
Die Angst jemanden in solch einem Zustand zu verletzten oder Umzubringen überwiegt bei mir
das ich lieber ganz auf Alkohol verzichte als nochmal, durch meinen Leichtsinn, jemanden zu gefährden.

Zudem gehe ich heute meine Probleme an anstatt Sie zu verdrängen mit Alkohol. Die Zeit inder ich
bisher Abstinent lebe hat mir viele positive gegeben wie Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl.
Ich habe festgestellt das es mir wesentlich besser ohne Alkohol geht als vorher.
Im laufe der letzten 1 1/2 Jahren habe ich viel aufgearbeitet was mich persönlich betrifft
und konnte viele sachen die mich runter gezogen haben aus meinen Leben beseitigen anstatt
Sie mit Alkohol zu verdrängen. Ich möchte schlicht nicht mehr meine Psyche mit etwas vernebeln
was mein Urteilsvermögen beeinträchtigt. Es brachte mir immer nur mehr Probleme ein was ich
nicht mal mitbekommen habe dadurch das ich mich einfach bei Frust nicht mit dem Thema beschäftigt
habe sondern es mit Alkohol verdrängte.

Da ich Alkohol meist nicht aus Genuss trank habe auch schlicht kein Verlangen mehr etwas zu trinken.
Ich habe bessere Alternativen gefunden Stress abzubauen und Probleme löse ich jetzt anstatt
Sie aufzuschieben. Meine Situationen indennen ich mich allein fühle habe ich auch anders in den
Griff bekommen als mich ständig zu betrinken.

Ich habe viele Negative Erfahrungen gesammelt und fühle mich besser wenn ich keinen Alkohol zu mir nehme.

So habe ich mehr Selbstvertrauen zu mir und meinen Entscheidungen und kann unbesorgt durch das leben
gehen da ich weiß, sollte es mir wieder schlecht gehen, das ich Mittel und Wege kenne die
mich Aufathmen lassen. Es gibt für mich kein Problem mehr was sich nicht lösen lässt oder eine
Situation inder ich mir nicht irgendwie anders helfen kann als mit Alkohol.


24. Warum haben Sie das Trinken reduziert bzw. aufgegeben und warum nicht schon eher?
Ich habe früher keinen Anlass dazu gesehn. Ich habe Alkohol nicht als Problem sondern Problemlöser angesehen.
Ich war naiv zu glauben das es mir hilft was allerdings alles nur im Endeffekt schlimmer gemacht hat.
Die Probleme wurden nur hinaus gezögert aber nicht gelöst.
Der letzte Vorfall hat mich sehr geschockt und hat mir einen Anlass gegeben mich mit meinen Problem auseinander
zu setzten und sehe es als Chance mein Leben besser zu führen wie bisher.
Der erste Vorfall hat mir nichts beigebracht da nur Geduld gefordert war und ich habe keinen
Anlass gesehen mich mit mir selber zu beschäftigen.
Erst nachdem ich andere Gefährdet habe und auch ich mich fast damit umgebracht hätte hat mir gezeigt
das ich unbedingt etwas tun muss.

25. Wie haben Sie die Änderung Ihres Trinkverhaltens erreicht und dabei die Umstellungsphase erlebt?
Die Umstellung kein Alkohol zu trinken ist mir Anfangs schwer gefallen da ich mich nun anders mit meinen Problem
und Gedanken beschäftigen musste.
Sich den Trigger Situationen zu stellen war schwierig, da ich diese aber nach dem Kurs "Avanti" von
Tüv Nord immer wieder Absichtlich provoziert habe, konnte ich mein Umgehen mit dieser ohne Alkohl bewerkstelligen.
Ich habe mir eine Liste gemacht was ich fühle und welche Möglichkeiten ich habe dem entgegen zu treten.
Ich fühle Einsamkeit, Leere, allein gelasse, nicht liebenswert, kein selbwert gefühl. Die Möglichkeiten sind
zum Beispiel Atemübungen, Eis im Nacken, Kalt Duschen, Zitronekonzentrat trinken, Sport oder mit jmd ausgibig reden.
Diese gehe ich in solchen Situationen Stück für Stück durch und klappt immer besser und komme schneller
aus diesen Gedankenkreis raus.
Ein verlangen nach Alkohol hatte ich nur die erste Zeit da ich es Anfangs echte Probleme
hatte mich mit mir selber auseinander zu setzten. Jetzt habe ich kein Verlangen mehr. Ich will dahin nicht zurück
wo ich mich Probleme nicht gestellt habe.

26. Wie wirkt sich Ihr geändertes Verhalten auf Sie, Ihr Leben und Ihr Umfeld aus?
Ich gehe nun generell anders mit Problemen generell um. Ich habe gelernt sich den Dingen zu stellen damit
es einen besser gehen kann und darf sie nicht aufschieben oder herauszögern.
Ausblendungen dieser hilft einem auf Dauer nicht weiter und verzögert nur alles unnötig.
Somit habe ich einen besseren Bezug im Arbeitsleben und wurde sogar befördert zum Abteilungsleiter.
Ich habe nun mehr Verantwortung, nicht nur für mich sondern auch für andere und muss mich
um Problemlösungen mehr denje kümmern.
Ich erhalte sehr viel Lob und Anerkennung das ich vollständig auf Alkohol verzichte.
In meiner Familie stelle ich eine Vorbildfunktion da das ich alles so handhabe wie ich es mache. Das macht mich Stolz.
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  #9  
Alt 15.07.2018, 20:28
Xenturio Xenturio ist offline
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Registriert seit: 30.06.2018
Beiträge: 12
Standard 3 Teil exlporation

27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?
Durch wiederholungen und selbkritisches betrachten bei allem was ich mache. Ich bin nicht perfekt und kann nicht alles
auf jetzt und gleich bei mir verändern. Aber ich bin auf den guten Weg dahin und habe Mittel
und Wege gefunden anders damit umzugehen als Alkohol.

Ich habe meine Familie und Freunde vollständig in meine Thematik eingebunden die mich dabei Untersützten
und mit dennen ich offen über die Sachen reden kann. Ich muss mich nicht dafür schämen wie ich mit
mir umgegangen bin und warum ich Alkohol getrunken habe.
Ich mache Sport im Fitness Studio wenn ich mich unter Druck gesetzt fühle oder gehe meinen Hobbies
nach wie zum Freund in die Motorrad Werkstatt zu gehen und helfen oder im Garten arbeiten.
Ich habe mehr vertrauen zu mir selbst das ich Probleme lösen kann ohne Alkohol zu mir zu nehmen.
Ausserdem habe ich mich von Freunden isoliert mit dennen ich sonst trinken gegangen bin
und habe nur noch mit Menschen zu tun die mir gut tun und mich unterstützen bei dem was ich mache.
Sollte es mir auch mal schlechter gehen habe ich wie schon erwähnt einen Plan den ich Stück für Stück
durchgehe und der mich bisher auch immer zum Erfolg geführt hat.
Atemübungen, Eis im Nacken, Kalt Duschen, Zitronekonzentrat trinken, Sport oder mit jmd ausgibig reden.

Zudem halte ich mir immer wieder vor was hätte alles passieren können.
Ich hätte jemanden Umbringen können und auch mich selber. Das nichts davon geschehen ist war reiner Zufall
und ich sehe es als einen neuen Lebensabschnitt.

28. Können Sie sich vorstellen, jemals wieder in Ihre alten Gewohnheiten zurückzufallen?
(Ja/Nein + Begründung,)
Sicherlich kann ich nicht ausschließen in alte Gewohnheiten zurückzufallen und das ist auch gut
so da es mir immer wieder vor Augen hält was passiert ist und ich es nicht auf die leichte Schulter nehme.
Das was ich gelernt habe über Alkohol und mit dem wissen das ich nur ein Mensch bin der Fehler macht
gehe ich viel Selbstkritischer mit mir um und überdenke meine Schritte da ich weiß was passieren könnte.
Ich bin der Meinung das die Chancen sehr gering für einen Rückfall sind weil ich mir bewusst geworden
bin was Alkohol mit mir gemacht hat und ich die Gefahr mir immer im Hinterkopf behalte, ich habe meine
Grenze kennen gelernt und versuche mich nun immer selbst zu refelktieren und wissen was in mir vorgeht
um dementsprechend vorzugehen.

29. Wie wollen sie in Zukunft das Trinken vom Fahren trennen?
Ich habe festgestellt das ich viel besser mit mir und meinen Leben zurecht komme wenn ich keinen
Alkohol zu mir nehme. Das ich Probleme dadurch nicht mehr aus dem Weg gehe und mein Leben mit viel
mehr Freude bestreiten kann wenn ich mich mit mir und meinen Problemen auseinander setzte anstatt in
Schwierigen Situationen mich dem Alkohol hinzugeben und es eher noch zu verschlimmern.
Daher trinke ich gar nichts mehr und muss auch keine Trennung machen.

30. Haben Sie zum Abschluss noch etwas hinzuzufügen?
Nein, ich habe denke ich nichts mehr hinzu zufügen.
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  #10  
Alt 24.07.2018, 20:13
Xenturio Xenturio ist offline
Mitglied
 
Registriert seit: 30.06.2018
Beiträge: 12
Cool MPU heute

So erstmal, schade das keiner mal eine Aussage zu meinen Fragebogen gemacht hat... find ich sehr schade...

Aber kann es auch verstehen. Ist Sommerzeit und vieleicht einfach keine Zeit da.

Ich wollte nur schonmal sagen das folgendes dabei rum gekommen ist.

Laut Gutachter:
Sofern der Medizinische Teil auch in Ordnung ist wird
die MPU vorrausichtlich positiv für Sie sein.

Warten wir mal jetzt die nächsten 2-3 Wochen ab und schauen ob
ich das auch schwarz auf weiß erhalte
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