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  #11  
Alt 19.06.2018, 14:00
shefights shefights ist offline
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Vielen Dank für eure Antworten!

Ich trank nur die - fast - 3 Flaschen Sekt, weshalb ich denke, dass ich noch genug Restalkohol im Blut hatte. Ich hatte an dem Tag auch nichts gegessen. Zu dem Vortag weiß ich nicht mehr, was ich getrunken hatte. Das habe ich mir nicht notiert. Es war aber immer Wein und Sekt, aber eben in Mengen. Somit stimmt, es waren schon mal zwei Tage!

Ok, mit den Fahrten könnte man erhöhen, aber kommt das nicht auch darauf an, wie oft man fährt? Da ich ein Ticket für den öffentlichen Verkehr habe, bin ich auch oft mit Bus und Bahn gefahren. Aber das kann ich ja auch so sagen. Ich hatte es so jetzt eingeschätzt gehabt...
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  #12  
Alt 19.06.2018, 14:23
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marianee marianee ist offline
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Zitat:
Vielen Dank für eure Antworten!

Ich trank nur die - fast - 3 Flaschen Sekt, weshalb ich denke, dass ich noch genug Restalkohol im Blut hatte. Ich hatte an dem Tag auch nichts gegessen. Zu dem Vortag weiß ich nicht mehr, was ich getrunken hatte. Das habe ich mir nicht notiert. Es war aber immer Wein und Sekt, aber eben in Mengen. Somit stimmt, es waren schon mal zwei Tage!
Sorry, Mäusel. Es waren nicht nur 2 Tage. Glaub ich nicht. Es war ununterbrochen. Das solltest du dir eingestehen. Du kommst sonst nichtmal mehr ans Auto ran. Da fällst du vorher irgendwo unter den Tisch, oder schläfst auf dem Sofa. Es war die Gewöhnung bei dir. Das klingt hart, aber so ist es.
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  #13  
Alt 19.06.2018, 14:50
Vanitas Vanitas ist offline
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Hat dir dein Verkehrspsychologe nicht gesagt, dass alleine eine falsche Berechnung von Alkoholmengen schon ein Aus bei der MPU bedeuten kann? Mir wurde folgende vereinfachte Faustformel genannt, die natürlich relativ ungenau ist, aber schon hilft, sich die Alkoholmengen vorzustellen: 1/2l Bier=02l Wein oder Sekt=0,3 Promille. Abbau pro Stunde: ca. 0,1 Promille. Du hast drei Flaschen Sekt getrunken, also 10,5 mal 0,3 = 3,15 Promille: ABER: nun musst du noch den Abbau miteinberechnen: du hast um 12:00h zu trinken begonnen und um 21:00h wurde dir Blut abgenommen (stimmt so, oder?) . Demnach musst du nochmal 0,9 Promille abziehen und bist dann bei 2,2 Promille. Wenn du mit Restalkohol argumentieren willst, dann musst du da - je nach Trinkende - schon gewaltige Mengen zu dir genommen haben, damit die bis 21:00h am nächsten Tag noch relevant sind. Ob das eine günstige Argumentation ist, wage ich zu bezweifeln. Der Verkehrspsychologe muss das doch mit dir durchgerechnet haben, wenn nicht, finde ich das sehr bedenklich!
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  #14  
Alt 19.06.2018, 14:57
derm derm ist offline
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[quote]
k, mit den Fahrten könnte man erhöhen, aber kommt das nicht auch darauf an, wie oft man fährt? Da ich ein Ticket für den öffentlichen Verkehr habe, bin ich auch oft mit Bus und Bahn gefahren. Aber das kann ich ja auch so sagen. Ich hatte es so jetzt eingeschätzt gehabt...
[quote]

Davon wissen wir und der Gutachter allerdings nichts. Das musst du wenn dann schon genauer erklären. Die 3 Promille hast du wohl öfter erreicht, somit hast du auch wenn du an diesem Tag nicht gefahren bist am nächsten Tag sicher noch Restalkohol.

Aber statistisch gesehen ist es eben sehr unwahrscheinlich. Für "dich" spricht, dass du einen Unfall hattest und nicht in eine zufällige Verkehrskontrolle geraten bist.
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  #15  
Alt 19.06.2018, 15:57
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Alana Alana ist offline
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Kann man als Alkoholabhängiger eine MPU positiv bestritten? Ganz klar: ja - wenn man inzwischen glaubwürdig dauerhaft abstinent lebt. Das hat nach vorherrschender Meinung der Experten aber nur Aussicht auf Bestand, wenn dabei auch die Umstände und die Gründe dieser Abhängigkeit aufgearbeitet wurden.

Da Du, wenn auch nicht sucht-, aber doch therapeutische Hilfe in Anspruch genommen hast, gehe ich einmal davon aus (und hoffe das auch), daß Du inzwischen weißt, woran es bei Dir gelegen hat. Aber in deinem Fragebogen merkt man davon bisher wenig. Noch immer falsche Scham? Verständlich, aber nicht förderlich, weder für die MPU noch für deinen Weg in eine zufriedene Abstinenz.

Zitat:
Ich habe gegen 12:00 Uhr eine Flasche Sekt 0,75l geöffnet. Bis ca. 18:45 Uhr waren es fast 3 Flachen Sekt auf nüchternen Magen. Ich schließe nicht aus, das ich bereits noch Restalkohol vom Vortag in mir hatte.
Daß diese Menge nicht ausreicht, hast Du ja schon erkannt und haben Dir Andere hier auch schon geschrieben. Ja, man kann die ungefähr 1‰, die da fehlen, als Restalkohol vom Vortag mitschleppen, aber das kam nach deinen Angaben ja nicht vor:
Zitat:
Ich hatte irgendwann einen 3 Tage Rhythmus erreicht.
Drei Tage Restalkohol, das funktioniert nicht. Da mußt Du wohl der Wahrheit ins Auge sehen und Dir eingestehen, daß Du wohl doch eher täglich getrunken hast.
Zitat:
Mit Ende 20 Jahre, Anfang 30 auch schon mal ein Glas Wein oder Sekt alleine zuhause an den Abenden, um `runter´ zu kommen nach einem anstrengenden Tag. Die Trinkmenge erhöhte sich im Laufe der Zeit und auch die Abstände dazwischen verkürzten sich. Ich hatte irgendwann einen 3 Tage Rhythmus erreicht.
Auch, wenn es wehtut, hier mußt Du weit genauer und wohl auch ehrlicher werden. Diese ungefähr 7 Jahre, in denen Du irgendwann abhängig wurdest, müssen nachvollziehbar und detailliert erklären werden. Das ist doch auch wichtig für Dich: nur so kannst Du den „Point of no return“ erkennen und einen Rückfall verhindern.
Zitat:
Zu der Zeit habe ich meine Probleme versucht weg zu trinken und wollte meinen inneren und äußeren Druck, den ich verspürte und nicht aushalten konnte, betäuben. Ich versuchte etwas Ruhe in mein chaotisches Leben zu bekommen.
Das als Antwort auf das Warum und Wieso ist unzureichend. Das ist der Dreh- und Angelpunkt Deiner Problembewältigung und damit auch der MPU. Welche Probleme? Woher kam der Druck? Warum hast Du nur Alkohol als Lösung gehabt? Das mußt Du doch wissen um auch für Dich zu wissen, wie Du heute ohne Alkohol mit Problemen umgehst. Da gibt es ein Vorher/Nachher, da ist die Antwort 26 die Folge aus der 12. Bei Dir vermag ich da noch keinen Zusammenhang zu sehen:
Zitat:
Ich habe wieder einen viel besseren Zugang zu mir gefunden. Ich vertraue mir wieder und verspüre eine innere Zufriedenheit und Zuversicht. Ich habe auch Frieden mit mir geschlossen, indem ich mein damaliges Verhalten akzeptiere.
Die Bindung zu Familie und Freunden ist stärker geworden.
War denn der Zugang zu dir das Problem/der Druck, welches Du vorher weggetrunken hast? Warst Du denn früher allein? Und warum? Und der Frieden mit Dir sollte nicht daraus bestehen, daß Du dein früheres Verhalten akzeptierst, sondern darin, daß Du dieses Verhalten als falsch erkannt und nachhaltig verändert hast.

Zitat:
28. Können Sie sich vorstellen, jemals wieder in Ihre alten Gewohnheiten zurückzufallen?
Nein (siehe Punkt 27). Hinzu kommend habe ich eine SHG gefunden habe, die ich durchschnittlich einmal pro Woche besuche. Ebenso eine Rückfallprävention, die ich bei einem Dipl. Sozialarbeiter mache. Sollte es einmal schwierig werden, kann ich mich an sie wenden.
Falsche Antwort, falsche Haltung. Wenn bei Dir keinerlei Rückfallgefahr besteht, brauchst Du doch keine SHG und keinen Sozialarbeiter mehr! Zum Krankheitsbild jeder Abhängigkeit gehört leider die Rückfallgefahr konstitutiv dazu. Nur wer das weiß, der kann auch das Sensorium entwicklen, um bei Gefahr gewarnt zu sein.

Ich bin mir fast sicher, daß ihr all diese Punkte auch mit dem Therapeuten schon besprochen habt und daß auch in der SHG die Rückfallgefahr immer wieder Thema ist. Da mußt Du die falsche Scham ablegen und der Wahrheit ins Auge schauen. Dann wird das auch etwas mit der MPU.
__________________
Liebe Grüße
Alana
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  #16  
Alt 19.06.2018, 16:01
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marianee marianee ist offline
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Zitat:
Falsche Antwort, falsche Haltung. Wenn bei Dir keinerlei Rückfallgefahr besteht, brauchst Du doch keine SHG und keinen Sozialarbeiter mehr! Zum Krankheitsbild jeder Abhängigkeit gehört leider die Rückfallgefahr konstitutiv dazu. Nur, wer das weiß, der kann auch das Sensorium entwicklen, um bei Gefahr gewarnt zu sein.

Ich bin mir fast sicher, daß ihr all diese Punkte auch mit dem Therapeuten schon besprochen habt und daß auch in der SHG die Rückfallgefahr immer wieder Thema ist. Da mußt Du die falsche Scham ablegen und der Wahrheit ins Auge schauen. Dann wird das auch etwas mit der MPU.
__________________
Liebe Grüße
Alana
Prima Alana, nur so geht es.
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  #17  
Alt 19.06.2018, 18:08
shefights shefights ist offline
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Hallo,

werde mir eure Antworten nochmal genau durchlesen und durch den Kopf gehen lassen, möchte jedoch noch kurz was loswerden.

Mir wurde gesagt bzw. geraten, eine SHG auch weiterhin zu besuchen, denn das gibt auch Stabilität. Zuvor habe ich meine Probleme niemanden anvertraut, weshalb ich tiefer ins Loch fiel. Ich finde somit die Aussage, mein bräuchte keine SHG mehr, nicht richtig.
Das jedoch jederzeit ein Rückfall passieren kann, darüber bin ich mir ebenfalls bewusst und ist auch bekannt. Ich habe jedoch verdeutlicht, dass ich ein abstinentes Leben leben möchte und nicht vorhabe zurück in mein altes Leben zu verfallen. Ich bin auf einem guten stabilen Weg und habe Strategien entwickelt, die eben bisher nicht mehr dazu führen, dass ich was trinken möchte.

Natürlich kennt meine Verkehrspsychologin meine Problematik genauestens. Die werd ich auch dem Gutachter darstellen. Ebenso meine Veränderungen, die in mir statt fanden und finden, als auch die ich in meinem privaten und beruflichen Umfeld geändert habe. Das ist auch der Grund, weshalb ich mit meiner Verkehrspsychologin noch nicht über die Trinkmenge (genaue Rechenaufgabe) gesprochen habe - das werde ich bald beim nächsten Termin tun - sondern wir erst einmal über ein Jahr an mir anstelle dem Führerschein gearbeitet haben, denn das war erst einmal sekundär.
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  #18  
Alt 19.06.2018, 20:00
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Alana Alana ist offline
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Zitat:
Zitat von shefights Beitrag anzeigen
Mir wurde gesagt bzw. geraten, eine SHG auch weiterhin zu besuchen, denn das gibt auch Stabilität. Zuvor habe ich meine Probleme niemanden anvertraut, weshalb ich tiefer ins Loch fiel. Ich finde somit die Aussage, mein bräuchte keine SHG mehr, nicht richtig.
Das habe ich auch nicht geschrieben und würde ich auch nie tun! Das wäre die Konsequenz, wenn man wie Du, die Frage nach einer Rückfallgefahr (28) mit einem klaren „Nein!“ beantwortet.

Zitat:
Das jedoch jederzeit ein Rückfall passieren kann, darüber bin ich mir ebenfalls bewusst und ist auch bekannt. Ich habe jedoch verdeutlicht, dass ich ein abstinentes Leben leben möchte und nicht vorhabe zurück in mein altes Leben zu verfallen.
Wenn er jederzeit passieren kann, dann mußt Du ihn dir auch vorstellen können, um ihn zu verhindern. Und das Du das „möchtest“, wird einem Gutachter nicht reichen. Er will auch eine Vorsorge sehen. Die hast Du doch! Und warum? Weil Du dir der Gefahr bewußt bist! Also „Ja“.

Zitat:
Natürlich kennt meine Verkehrspsychologin meine Problematik genauestens. Die werd ich auch dem Gutachter darstellen. Ebenso meine Veränderungen, die in mir statt fanden und finden, als auch die ich in meinem privaten und beruflichen Umfeld geändert habe.
Dann ist doch alles gut. Aber hier hast Du bisher weder die Problematik und noch die Veränderungen nachvollziehbar dargestellt.
Zitat:
Nun meine Frage: Reicht das für die MPU?
Klare Antwort, mit dem, was Du bisher hier geschrieben hast, noch nicht. Was hier nicht steht, können wir auch nicht beurteilen.
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Liebe Grüße
Alana
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Stichworte
alkohol, mpu, screening, verkehrspsychologe, vorbereitung

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