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  #11  
Alt 18.11.2018, 08:51
rüdscher rüdscher ist offline
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Hallo Fahrradfahrer,

Ich habe deinen FB gelesen und möchte gerne ein paar Gedanken dazu schreiben:

Vorweg, deine Entwicklung gefällt mir, auch dass du die AB als Weg erkannt hast finde ich gut!

Zu den Fragen 12 und 27 ist mir aufgefallen, dass deine Gründe aus Frage 12 nicht die Gründe hinter den Gründen hinter den Gründen... sind. Keine Angst, das habe ich bei meiner Aufarbeitung auch lesen und einsehen müssen.
Versuche mal, immer tiefer zugehen und jede Antwort mit einem weiteren „warum“ zu hinterfragen.
Beispiel:
Warum getrunken?
Zum lockerer werden. Warum?
Wegen Stress und Belastung getrunken. Warum?
...
Siehst du wohin das gehen soll?
Leg dann deine Vermeidungsstrategie daneben. Beschäftigungen sind gut, aber auch nur oberflächlich. Wenn die Arbeit weg ist, das Wetter zu schlecht um den Rasen zu mähen, und Frau und Kind sind auf Ausflug, was dann? Du brauchst eine Strategie die sich an den Punkten von Frage 12 aufhängt.


Zur 7 ist mir aufgefallen, dass es löblich ist, wenn du nie unter Alk Auto gefahren bist. Aber wird das der GA glauben?
Auch nie Restalkohol?
Wichtig ist am Ende, dass der GA dir glaubt.
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  #12  
Alt 18.11.2018, 12:40
DerFahrradfahrer DerFahrradfahrer ist offline
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Erstmal vielen vielen dank, dass du dir die Zeit genommen hast den doch recht langen FB zu lesen

Du hast recht. Wenn ich es nochmal lese wird nicht ganz klar, was ich eigentlich sagen wollte. Ich schreibe, dass ich erkannt habe warum ich trinke (Entlastung). Ich bin aber gar nicht darauf eingegangen, dass ich im ersten Schritt die Ursache angehen muss und es erst gar nicht so weit kommen lassen sollte. Ich werde hier nochmal in mich gehen und umformulieren.



Zu dem zweiten Teil hab ich noch was zu Restalkohol in Klammern stehen. Diesen Teil hab ich mit rein genommen in die Antwort und ausgearbeitet, damit es klarer wird. Hier kann ich wirklich sagen, dass es sowas wie "ein Fahrerbier" oder etwas ähnliches nie bei mir (und auch im Freundeskreis) nie gegeben hat.

Zitat:
Wenn ich Alkohol getrunken hatte fahre ich kein Auto. Wenn ich was getrunken habe fuhr ich immer Fahrrad, Bus oder Taxi.
Auch das Autofahren nach Alkohol Konsum am nächsten Tag vermied ich stets. Wenn ich am nächsten Tag noch Auto fahren musste hielt ich mich beim Trinken zurück, trank zwischendurch Wasser und hörte früh mit dem trinken auf. Allerdings war mir die Widmark Formel und die Abbaurate bis zur TF nicht bekannt, somit kann ich es nicht immer 100% genau sagen wieviel Restalkohol ich am nächsten Tag hatte.
Wenn ich nach dem Trinken bei Freunden oder Eltern übernachtet hatte und doch mehr getrunken hatte, sorgte ich dafür, dass ich den nächsten Tag bis Nachmittags bleiben konnte. Wenn ich nach einer Übernachtungsmöglich fragte antworteten eingie Freunde dann schon leicht entnervt: "Und was willst du zum Mittag "

Dann nochmal eine ungewöhnliche Frage. Ich habe meine ausbildung im Bereich KFZ gemacht und arbeite nun auch in der Fahrzeugentwicklung. Ich habe ein alte Harley Davidson und jetzt auch eine Oldtimer. Ich liebe das Auto und Motorradfahren. Allein aus diesen Gründen ist mir mein Führerschein sehr wichtig. Ich habe dies im FB nicht erwähnt, weil ich irgendwie finde, dass dies nichts mit der Alkoholproblematik zu tun hat. Soll ich es trotzdem erwähnen. Gehört das irgendwie zum "Trennverfahren?".
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  #13  
Alt 18.11.2018, 12:46
GoaGoaMPUjaja GoaGoaMPUjaja ist offline
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Beiträge: 3
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Hallo Fahrradfahrer,

Du hast Deinen Führerschein noch und musst bis Dezember eine MPU erfolgreich absolvieren um ihn zu behalten, stimmt's?
An sich sieht es gar nicht so schlecht aus für Dich.
Dein Promillewert ist nicht so exorbitant hoch.
Wenn Du mit AB in die MPU gehen willst könnte es mit der HA aus dem Oktober knapp werden um 6 Monate Abstinenz nachzuweisen.
Evtl. ist es dann besser mit KT ins Rennen zu gehen, dann könntest Du 8 Monate geänderte Lebensweise angeben. Musst dann ein paar Trinkanlässe erfinden um zu demonstrieren dass Du KT genug geübt hast.
Ggf. musst Du Deine Vergangenheit etwas abschwächen. Z.B. die Ermahnungen Deiner Frau, die langen Katerphasen und die damit verbundenen Probleme sollten nicht zu häufig vorkommen.
Ein inneres Motiv sehe ich bei Dir in Kindheit und Jugend (Außenseiter). Das ist schon mal gut für die Psychologen.
Die Entscheidung für die Pima ist fest?
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  #14  
Alt 18.11.2018, 13:54
DerFahrradfahrer DerFahrradfahrer ist offline
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Ja, genau. Sicherer wäre es natürlich den FS abzugeben und im Januar dann die 2. HA zu machen. Bis dann die Ergebnisse da sind und ich den MPU Termin und das Gutachten habe wäre dann fast März bis ich den FS beantragen könnte.
Da gehe ich lieber jetzt das Risiko und werde die MPU auf jeden Fall jetzt versuchen. Im schlimmsten Fall hab ich Geld in Sand gesetzt, dafür aber was gelernt.

Und KT anzugeben wäre schlichtweg falsch. Ich muss sagen, ich habe im Moment wirklich keine Lust auf Alkohol. Ich hääte hier glaub ich Probleme KT aus Überzeugung anzugeben. Ich habe mich für eine "freiwillige AB" entschieden und möchte auch so in die MPU gehen. Soweit ich weiß ist eine freiwilliege AB (also wenn H3) nicht nachweispflichtig, oder doch?

Zitat:
Ggf. musst Du Deine Vergangenheit etwas abschwächen. Z.B. die Ermahnungen Deiner Frau, die langen Katerphasen und die damit verbundenen Probleme sollten nicht zu häufig vorkommen.
Wirkt es so als wäre dies oft vorgekommen? Das war wirklich nur die Ausnahme. In meinmen Trinkkalender würde man sehen, dass diese "Probleme" (viel gerunken) nicht häufig vorkommen.

Zum Kater: Aber so ist nun mal. Selbst bei moderatem Trinken leide ich ungemein am nächsten Tag. Das ist unter anderem auch ein Grund (Gesundheit) für mich abstinent zu leben.

Aber danke für die Hinweise. Ich werde den FB dahingehend auch nochmal etwas überarbeiten. KT kommt für mich eher nicht Frage.

Oder macht es Sinn die Formulierung zu ändern: KT ohne Trinkanlässe? Wie KT Grundsätzlich funktioniert weiß ich. Habe es aber nicht gelebt oder ausprobiert. Finde ich persöhnlich nicht ideal (und geflunkert).
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  #15  
Alt 18.11.2018, 14:43
DerFahrradfahrer DerFahrradfahrer ist offline
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Oh und noch was... die Entscheidung für die Pima steht. Spricht irgendwas dagegen? Hat die Pima keinen guten Ruf? Irgendwo las ich, dass GA manchmal Kurse nach der Begutachtung ansetzten, die evtl. nicht immer nötig sind. Stimmt das? Ich hielt das für Quatsch.

Ich hatte mich da gut aufgehoben gefühlt.
War vorher auch bei 2 anderen Begutachtungsstellen hier zum Infoabend/Erstgespräch. Was da abgegangen ist möchte ich hier nicht im Detail erzählen. Ich hatte es Anfangs angedeutet. Dies Deckt sich übrigens leider auch mit Erfahrungen einens Bekannten, der seine MPU in einer anderen Stadt bei einer dieser Institutionen gemacht hat.
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  #16  
Alt 18.11.2018, 15:06
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Alana Alana ist offline
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Zitat:
Zitat von DerFahrradfahrer Beitrag anzeigen
Ich hatte mich da gut aufgehoben gefühlt.
Dann geh da auch hin! Das ist das Wichtigste. Alles Andere sind Stammtischparolen von Leuten, die zumeist wegen mangelnder Vorbereitung durchgefallen sind und die Schuld bei Anderen suchen.
__________________
Liebe Grüße
Alana
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  #17  
Alt 19.11.2018, 08:58
GoaGoaMPUjaja GoaGoaMPUjaja ist offline
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Meines Wissens braucht man auch für eine freiwillige Abstinenz Nachweise. Und diese müssen mindestens ein halbes Jahr belegen.
Wenn Du kein KT angeben willst dann wäre es wohl besser die MPU zu verschieben bis der zweite Nachweis da ist (wenn Du auf den Führerschein für die Zeit verzichten kannst).
Ich war in einer ähnlichen Situation wie Du (TF mit Fahrrad 1,86 o/oo), zwar abstinent (bzw. Trinkpause) aber ohne ausreichende Nachweise. Da ich den FS unbedingt brauchte bin ich mit KT und vier Trinkanlässen wovon 3 erfunden waren in die MPU gegangen und habe bestanden. Hatte allerdings viel Vorbereitung gemacht, auch mit Berater und 10 Stunden Psychologin. Das Forum hier - wo man wirklich viel lernen kann - habe ich leider erst kurz vor der MPU entdeckt.
Natürlich ist die sicherere Variante mit den Abstinenznachweisen in die MPU zu gehen. Gerne auch zur Pima. Mit der richtigen Vorbereitung und Nachweisen sollte die MPU bei jeder Stelle zu meistern sein. Auch wenn ich Deine Abneigung gegenüber den 2 ungenannten verstehen kann.
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  #18  
Alt 19.11.2018, 10:31
AO100 AO100 ist offline
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Verlass Dich auf Dein Bauchgefühl.
Ich war damals bei der PIMA in Potsdam, mehr durch Zufall bin ich auf dieses MPI gestoßen.
Nach einem ersten Beratungsgespräch stimmte auch mein Bauchgefühl.

Trotzdem ging ich noch zum TÜV Dresden, um noch mal einen Vergleich zu ziehen. Aber außer 80,00 € Beratungskosten für die 40 min und dem Angebot kostenpflichtige Kurse zu absolvieren, kam nichts menschliches rüber, ich war da einer von vielen, der sich in die Reihe der Wartenden einzureihen hatte.

Die PIMA Potsdam ist ein relativ kleines MPI, das hatte aber den Vorteil, dass ich individueller behandelt und respektiert wurde.
Die PIMA hatte mich auch nie wegen kostenpflichtiger Kurse angesprochen.

Alles in allem hatte ich damals zufällig eine sehr gute Wahl getroffen.
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  #19  
Alt 19.11.2018, 20:51
DerFahrradfahrer DerFahrradfahrer ist offline
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Zitat:
Zitat von GoaGoaMPUjaja Beitrag anzeigen
Meines Wissens braucht man auch für eine freiwillige Abstinenz Nachweise. Und diese müssen mindestens ein halbes Jahr belegen.
OK, so steht es tatsächlich auch in den Begutachtungsrichtlinien. Das stellt mich jetzt wirklich vor ein moralisches Problem. Sind die Richtlinien so strikt. Bringt es was das offen anzusprechen und zu sagen? Oder könnte allein das selbst wenn der Rest passt ein KO Kriterium sein? Also rein hypothetisch... ich weiß, an meinem FB muss ich noch arbeiten.

Und über die MPIs möchte ich hier nicht schlecht reden. Jeder macht da glaub ich bei den unterschiedlichen Unternehmen sein Erfahrungen.

Gibt es denn sonst noch was zu dem FB zu sagen. Je öfter ich den lese, desto mehr kommt mir das Gefühl man könnte einen Kontrollverlust (mehr trinken als geplant auf Veranstaltungen) herauslesen. Das würde ich auch nochmals klarstellen, dass ich an den besagten Abenden ja bewusst mehr getrunken hatte.
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  #20  
Alt 19.11.2018, 21:19
rüdscher rüdscher ist offline
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Bei meiner ersten MPU bin ich mit KT ins Rennen, und einer selbst verordneten Trinkpause. Als Abgrenzung zur AB, die unbefristet verstanden wird.
So habe ich die Strategie mit meinem VP erarbeitet und die MPU damit bestanden.
Wichtig ist, dass das KT sehr solide rüberkommt. Da gibt es Vorstellungen, wie das genau auszusehen hat.
Abstinenz ist etwas für die Ewigkeit, eine so „drastische“ Entscheidung muss gut belegt werden.
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