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  #1  
Alt 03.07.2018, 16:16
lunakatz lunakatz ist offline
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Beiträge: 4
Standard Mein Fragebogen Trunkenheitsfahrt Fahrrad, 1,73

Hallo zusammen,
ich würde mich sehr über Rückmeldungen zu meinem Fragebogen freuen. Hatte am 09.02.2018 eine Trunkenheitsfahrt mit dem Fahrrad. Möchte gerne im September Mpu antreten.
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  #2  
Alt 03.07.2018, 16:20
lunakatz lunakatz ist offline
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Beiträge: 4
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Bitte wiederholt diese Angaben nochmal, da diese zum Überprüfen eurer Trinkmengen benötigt werde:
Zur Person
Geschlecht:männlich
Größe:189cm
Gewicht:100kg
Alter:46

eventl. Bundesland: Baden Württemberg

Was ist passiert?
Datum der Auffälligkeit:08.02.2018
BAK: 1,72
Trinkbeginn: 19.20 Uhr
Trinkende:23.45 Uhr
Uhrzeit der Blutabnahme: 00.40 Uhr


Tathergang

1. Beschreiben Sie den Tag Ihrer Trunkenheitsfahrt aus eigener Sicht mit Datum und Uhrzeiten.
(wann, wo und mit wem getrunken / wann und wie aufgefallen / Promille)
Am 08.02.2018 traf ich mich wie jeden Donnerstag um 18.00 zum Zirkeltraining mit Freunden. Nach einer Stunde war wie immer Schluss und noch vor dem duschen kamen noch andere, um zwei meiner Freunde zum Faschingstreiben am Marktplatz abzuholen. Sie fragten mich, ob ich Lust habe mitzugehen. Nach dem Duschen waren wir gegen 19.20 am Marktplatz( 5 Geh min.) Die Stimmung war ausgelassen und die Mehrheit schon reichlich alkoholisiert. Einige freuten sich mich zu sehen. Das erste Bier habe ich schnell getrunken, trotz minus Temperaturen. Es folgten zwei weitere. Vorgenommen habe ich mir spätestens jetzt abzuhauen. Ich bekam von meinem Freund ein Whiskey Cola Mixgetränk ausgegeben. Der war in einem großen 0,5 l Becher und sehr scharf eingeschenkt, Whiskey menge unbekannt. Nach diesem Getränk habe ich noch weitere Biere getrunken. Nach der späteren Berechnung nach Widmark müssen es im gesamten 6-7 0,5 l Bier gewesen sein und ein scharf eingeschenkter Whiskey Cola mit ca.175-200ml Whiskey. Gegen 23.45 Uhr habe ich mich ohne zu verabschieden in Richtung Trainingshalle aufgemacht. Diese liegt auf meinem direkten Nachhauseweg. Dort wollte ich mein Rucksack mit der nassen Sportkleidung und Duschsachen holen. Mein Fahrrad hab ich bis dahin erst mal völlig ausgeblendet es dann aber wie selbstverständlich mitgenommen. Nach ca.400 m Radweg stand da eine Zivilstreife und kontrollierte parallel an der Straße einen PKW. Da genau an der Stelle der Weg 90 Grad abwinkelt wollte ich so der Kontrolle entgehen. Die Polizei verfolgte mich ca.400 m bis sie mich mehrmals zum anhalten aufforderte.

2. Was und wie viel haben Sie am Tattag insgesamt getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Trinkzeit)
6-7 Bier 0,5 l 0,5 L Becher mit Whiskey Cola ca. 175 ml Whiskey
3. Wie viel Kilometer fuhren Sie, bis Sie aufgefallen sind und wie viel Kilometer wollten Sie insgesamt fahren?
0,4 km gefahren 0,8 km bis Nachhause
4. Hatten Sie das Gefühl, noch sicher fahren zu können?
(Ja/Nein + Begründung)
Anfangs nein, da ich beim losfahren Schlangenlinie fuhr danach ging es und ich fühlte mich sicher.
5. Wie haben Sie die Trunkenheitsfahrt vermeiden wollen (wenn überhaupt)? Anfangs nahm ich mir vor nach 2 Getränken zu gehen.

6. Haben Sie bereits früher im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss gestanden und sind aufgefallen? Nein, ich bin nie aufgefallen.

7. Wie oft haben Sie alkoholisiert am Straßenverkehr teilgenommen ohne aufzufallen und was folgern Sie daraus? (Tip Anmerkung von Jody lesen (danke Jody) KLICK)
Nachdem ich mit der Aufarbeitung meines Alkoholkonsums begonnen hatte, beschäftigte ich mich auch mit dieser Frage. Ich fuhr mit 2 Bier vom Biergarten nach Hause, mit 2 Gläsern Wein von Freunden, beim Holz machen am Samstag trank ich auch 3 Radler und bin nach Hause gefahren, wenn ich das auf die Jahre zurückrechne in denen ich meinen Führerschein habe sind das ca. 200 Fahrten. Wenn meine Frau dabei war, fuhr sie. Sie trinkt keinen Alkohol. Aber sie war natürlich nicht immer dabei. Mit dem Fahrrad kamen auch einige Fahrten zusammen, bei denen ich Alkohol trank.

Exploration

8. Wann hatten Sie den ersten Kontakt mit Alkohol und wann haben Sie das erste Mal Alkohol zu sich genommen?
(Allererste Erinnerung und erster Konsum) Im Urlaub mit den Eltern oder mal beim sonntäglichen Restaurant Besuch mit 7/8 Jahren. Erste mal getrunken mit 16.

9. Haben Sie regelmäßig Alkohol getrunken, und wie hat sich ihr Trinkverhalten in den letzten Jahren entwickelt? Es gab nie feste Tage oder Rituale. Mit 20 habe ich jedes Wochenende 4-6 Bier getrunken das hat sich mit zunehmendem Alter verändert. Nach meiner Heirat und Gründung meiner Familie 2001 wurde das ausgehen natürlich weniger. Aber Anlässe gab es trotzdem, z.B. Geburtstage, Hochzeiten, Betriebsfeste, Grillpartys, an denen ich Alkohol trank. Ich war ein überwiegend an Wochenendtrinker. Unter der Woche habe ich nur Alkohol getrunken, wenn ein bestimmter Anlass, wie z.B. mein Geburtstag auf einen Wochentag fiel, oder ein Feiertag unter der Woche war, an dem dann am Tag zuvor eine Veranstaltung war.
Auf im Schnitt 3 Terminen im Jahr(Festivals) ist es über den Tag ( 10-12 Stunden) auch mal zu mengen von 10 Bier gekommen.

10. Wie viel und wie oft haben Sie getrunken?(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)
Mit 16-25 2-6 Bier am Wochenende. 25-30 2-6 Bier und 2-3 Barmix Getränke an Wochenenden.3 mal im Jahr auf Festivals bis zu 10 Bier und oder 3-5 Barmix Getränke. Mit 30-42 alle paar Wochen unregelmäßig 2-4 Bier am Wochenende. 1 mal im Jahr auf Festival bis zu 10 Bier und oder 3-5 Barmix Getränke. 42-45 2 mal im Monat am Wochenende 3-6 Bier. Über die ganzen Jahre gab es 2-3 Ausnahmen im Jahr an denen ich 1-2 Bier auch unter der Woche getrunken habe. Ein besonderer Anlass war mal ein Geburtstag Hochzeitstag oder Polterabend.


11. Wo und mit wem haben Sie überwiegend getrunken?
Ich trank immer in Gesellschaft von Freunden auf Partys, Geburtstagen, Hochzeiten, Polterabend, Biergarten, Grillfesten. Alleine, oder zuhause trank ich nie.

12. Warum haben Sie getrunken?
(Innere + äußere Motive; Anmerkung: o.g. Link "psychologisches Gespräch" lesen) Ich habe Alkohol zur Entspannung getrunken, um meinen inneren Stress abzubauen. Meine fast komplette Freizeit war immer verplant, da ich ständig irgendwelchen Freunden auf der Baustelle half, an Motorrädern schraubte, beim Holz machen half, bei der Feuerwehr viel eingespannt wurde. Ich konnte schlecht nein sagen und fühlte mich oft überfordert und ausgenutzt. Fand aber die Stärke zum damaligen Zeitpunkt noch nicht, das auszusprechen und mir selbst zuzugeben. Dadurch wurde ich noch unzufriedener weil ich mir zu wenig Zeit für mich genommen habe. War ich dann bei Freunden auf einer Party konnte ich mich mit Alkohol entspannen und regenerieren und meine innere Ruhe finden und abschalten.

13. Welche Wirkung haben Sie in der Vergangenheit nach Alkoholgenuss bei sich beobachtet?
(bei wenig und bei viel Alkohol) Alkohol wirkte bei mir hemmungs- befreiend . Die Kommunikation fiel mir leichter und ich war diskussionsfreudiger. Ich fühlte mich selbstsicher.

14. Gab es kritische Hinweise Anderer auf Ihren Alkoholkonsum und wie haben Sie darauf reagiert? Nein

15. Welche Auswirkungen und Folgen hatte Ihr Alkoholkonsum auf Ihr Leben und Ihr Umfeld? Ich vernachlässigte meinen Sport durch den Alkoholkonsum. Dadurch vernachlässigte ich den Kontakt zu meinen Sportkollegen beim biken und Karate. Meine Trinkabende hatten keine effektive Lebensqualität für mich. Nach einem Trinkabend war ich am folgenden Tag müde und schlapp.

16. Gab es in Ihrem bisherigen Leben frühere Zeiten, in denen sie weit mehr Alkohol als heute getrunken haben?
Wenn ja, nennen sie bitte die Lebensabschnitte und mögliche Ursachen und Umstände dafür. Nein

17. Haben sie jemals die Kontrolle über ihre Trinkmenge verloren und bis zur Volltrunkenheit Alkohol konsumiert? Nein

18. Haben Sie früher schon einmal oder öfter über einen längeren Zeitraum bewusst und mit Absicht völlig auf den Genuss von Alkohol verzichtet? Nein

19. In welcher Kategorie von Trinker haben sie sich früher gesehen und wie stufen Sie sich heute rückblickend ein?
(mit Begründung)

Heute und in Zukunft Ich habe mein Trinkverhalten früher als völlig normal angesehen. Ich machte mir überhaupt keine Gedanken zu Trinkmotiven. Ich hatte mich in der Vergangenheit nicht eingehender mit meinem problematischen Alkoholumgang beschäftigt, das hatte ich verdrängt und verharmlost. Mir war deshalb die Gefahr von Alkohol nicht bewusst. Mir fehlte das nötige Fachwissen. Erst jetzt durch meine Sitzungen beim Verkehrspsychologen, meine persönliche Aufarbeitung meines Trinkverhaltens, Fachliteratur und auch dieses Forum, haben mir deutlich gemacht das mein Trinkverhalten problematisch war.

20. Trinken Sie heute Alkohol? Wenn ja, was, wie viel und wie oft?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)
Nein
21. Wann haben Sie zuletzt Alkohol getrunken?
Am 08.02.2018
22. Trinken sie gelegentlich alkoholfreies Bier?
Nein
23. Warum trinken Sie heute Alkohol/keinen Alkohol?
Ich habe mein Leben entschleunigt. Ich habe gelernt „Nein“ zu sagen in jeglicher Hinsicht. Nein, wenn jemand was von mir will, dass ich nicht möchte. Ich bin ausgeglichener und nehme mir Zeit für alles was mir Spaß macht. Ich habe gelernt über meine Gefühle zu sprechen, mit meiner Frau aber auch mit meinen Freunden, ohne mich wie schwach zu fühlen und „unmännlich“.
Ich hole mir meine Entspannung und innere Ruhe im Sport. Ich gehe montags und donnerstags zum Zirkeltraining und dienstags und freitags zum Karate. So baue ich meinen Stress ab und halte meinen Körper und mein Gehirn fit. Mit meiner Frau und meinem Sohn gehe ich Rad fahren und Bogen schießen. Endlich alles Dinge, die mir Spaß machen und ich viel zu lange hinten angestellt habe. Ich passe jetzt auf mich auf!
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  #3  
Alt 03.07.2018, 16:23
lunakatz lunakatz ist offline
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Registriert seit: 14.03.2018
Beiträge: 4
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24. Warum haben Sie das Trinken reduziert bzw. aufgegeben und warum nicht schon eher?
Jetzt habe ich viele Gespräche mit einem Verkehrspsychologen geführt ich habe viel über mich und den Umgang mit Alkohol gelernt. Mir war die Alkoholproblematik überhaupt nicht klar. Die Aufarbeitung und Vorbereitung in den letzten Monaten hat meine Sichtweise auf Alkohol komplett geändert. Mir fehlte natürlich auch das Fachwissen, welches ich mir angeeignet habe. Mir war vorher nicht bewusst das der ganze Stress, der sich unter der Woche ansammelt, ein Ventil braucht. Dieses Ventil ist bei mir der Sport. Beim Zirkeltraining kann ich mich auspowern und den Kopf frei machen. Beim Karate muss ich mich konzentrieren und mit hoher Disziplin vorgehen. Alleine das ich nicht zum Sport bin hat mich zusätzlich gestresst. Früher lief der Sport nebenbei heute ist er ein festes Ritual das mich wieder total fordert und fördert. Fahrradtouren sind für mich meine neuen Energiebooster!!!!
25. Wie haben Sie die Änderung Ihres Trinkverhaltens erreicht und dabei die Umstellungsphase erlebt?
Ich habe mich intensiv mit mir und meinem Leben auseinandergesetzt. Das habe ich so in diesem Ausmaß noch nie zuvor getan. Ich habe die Ursachen meines Alkoholkonsums erkannt. Durch die offenen und ehrlichen Gespräche mit meinem Verkehrspsychologen, meiner Frau und meinen Freunden holte ich mir die nötige Selbstsicherheit. Ich habe gelernt offen und ehrlich zu sein, ohne mich zu schämen und schwach zu fühlen. Ich habe für mich neue Strategien entwickelt um meinen Stress abzubauen und zu entspannen, wie z.B. meinen Sport. Ich habe mich sogar zum deutschen Sportabzeichen angemeldet und mit Gold bestanden. Außerdem ließ ich mich von meinem Psychologen hypnotisieren.
Die Umstellungsphase war nicht einfach. Die ersten 2 Monate empfand ich als sehr stressig, mich immer wieder erklären zu müssen, dass ich keinen Alkohol mehr trinke. Aber mit jedem neuen „Nein danke“ erhöhte sich mein Selbstvertrauen und ich war über jeden einzelnen Erfolg stolz. Nach wenigen Wochen bemerkte ich eine positive Veränderung. Ich wurde durch meinen Sport endlich wieder körperlich fitter und habe abgenommen. Meine Frau hat mich in dieser Phase komplett unterstützt und ich habe einen ehrlichen und konstruktiven Diskussionspartner in ihr!
26. Wie wirkt sich Ihr geändertes Verhalten auf Sie, Ihr Leben und Ihr Umfeld aus?
Ich bin ausgeglichener, selbstbewusst, stolz auf mich, ich fühle mich in meiner Haut wohl und passe jetzt auf mich und meine Bedürfnisse auf. Dadurch bin ich auch ein besserer Familienvater und Freund.
27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?
Mein Grundgedanke zu Alkohol hat sich komplett verändert. Das Fachwissen, welches ich nun habe und auch meine ganze Aufarbeitung durch den Verkehrspsychologen, Fachliteratur, verschiedene Foren lassen mich nicht mehr in alte Muster verfallen. Ich habe für mich erkannt, warum ich Alkohol trank und habe daraus Vermeidungsstrategien entwickelt. ( Nein sagen zu können, Stressabbau durch Sport, offene Gespräche mit meiner Frau und Freunden, permanentes dranbleiben an Wissensvertiefung). Mein neues, positives Lebensgefühl gibt mir Sicherheit und Stabilität.
28. Können Sie sich vorstellen, jemals wieder in Ihre alten Gewohnheiten zurückzufallen?
(Ja/Nein + Begründung,) ->Hintergrund der Frage ist, welche Umstände können dazu führen, dass Sie wieder
in alte Gewohnheiten zurückfallen würden, wie merken sie das und was tun sie dagegen?←

Nein, da ich mir heute bewusst darüber bin, was ich für ein Problem mit Alkohol hatte. Ich habe mein Leben neu organisiert und so umgestellt, dass es mir gut tut. Durch die Erfolge, die ich heute in der Problembewältigung erziele und bereits erzielt habe, ist mein Selbstvertrauen und dadurch mein Selbstbewusstsein gewachsen. Das gebe ich nie wieder her!!!!!
29. Wie wollen sie in Zukunft das Trinken vom Fahren trennen?
Ich trinke keinen Alkohol, also gibt es auch nichts zu trennen.
30. Haben Sie zum Abschluss noch etwas hinzuzufügen?
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  #4  
Alt 10.07.2018, 06:23
lunakatz lunakatz ist offline
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Registriert seit: 14.03.2018
Beiträge: 4
Standard Antwort, Fragebogen..

Moin, hab ich was falsch gemacht oder ist es üblich das es mit Antworten etwas länger dauert??
Habe hier zwar schon einiges gelesen aber nie drauf geschaut wann ein Beitrag beantwortet wurde....

Danke trotzdem schon mal
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