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  #1  
Alt 23.02.2010, 20:56
Astaroth Astaroth ist offline
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Registriert seit: 23.02.2010
Beiträge: 34
Standard Hoffnung auf Wiedererteilung

Zur Person
Geschlecht: Männlich
Größe: 1.79
Gewicht: 71 kg
Alter: 22

Was ist passiert?
Datum der Auffälligkeit: 01.01.2009
BAK: ca. 2 %o
Trinkbeginn: 20 Uhr
Trinkende: ca. 3 Uhr
Uhrzeit der Blutabnahme: ca. 7.30 Uhr

Stand des Ermittlungsverfahrens
Gerade erst passiert: nein
Strafbefehl schon bekommen: ja
Dauer der Sperrfrist: 1 ½ Jahre

Führerschein
Hab ich noch: nein
Hab ich abgegeben: ja
Hab ich neu beantragt: nein

Führerscheinstelle
Hab schon in meine Akte geschaut Ja/Nein: Nein
Sonstige Verstöße oder Straftaten?: Nein

Konsum
Ich trinke noch Alkohol, wenn ja wie oft wieviel: Ein Bier in 2 Monaten, wenn überhaupt.
Ich lebe abstinent seit: nein

Abstinenznachweis
Haaranalyse ja/nein: nein
Leberwerte ja/nein seit wann, wieviele: ja, seit August 09 einen
ETG-Programm ja/nein: nein
Keinen Plan?:

Aufarbeitung
Suchtberatungsstelle aufgesucht?: Nein
Selbsthilfegruppe (SHG): Nein
Psychologe/Verkehrspsychologe:
Kurs für verkehrsauffällige Autofahrer:
Ambulante/stationäre Therapie:
Keine Ahnung:

MPU
Datum:
Welche Stelle (MPI):
Schon bezahlt?:

Schon eine MPU gehabt?
Wer hat das Gutachten gesehen?:
Was steht auf der letzten Seite (Beantwortung der Fragestellung)?:

Altlasten
Bereits durch Alkohol auffällig geworden Punkte oder sonstige Straftaten: nein


Hallo liebes MPU-Forum,
ich bin neu hier aber ich schaue schon länger regelmäßig in dieses Forum. Ich bin nun schon seit über einem Jahr meinen Führerschein los und langsam läuft meine Sperrfrist aus weswegen ich mich langsam mal verstärkt vorbereiten will was auf mich zukommt.
Erstmal zu meiner Geschichte:
Mein Unfall ereignete sich in der Silvesternacht vom 31.12.2008 auf den 01.01.2009. Wie man es eben an Silvester macht, feiert man ausgelassen und kippt sich schonmal stärker weg. Wir sind also gegen 20 Uhr auf der Feier angekommen und dann ging es schon langsam mit dem Alkohol los. Ich muss sagen, dass ich nie regelmäßig Alkohol getrunken habe. Im Schnitt einmal im Monat. Ein Kumpel von mir, der im Medizinischen Bereich arbeitet, hat mir vor dem ersten Bier ein Päckchen Brause hingehalten (Name gebe ich nicht an) welches den Alkohol in der Leber schneller abbaut und in jeder Apotheke frei erhältlich ist. Er begründete dies, das man damit nicht so schnell betrunken wird (Eigentlich ist dieses Medikament für Menschen mit einer schwachen Leber vorgesehen, das bestätigte auch später eine Ärztin). Ich hatte davor noch nie was gehört und da es keine Nebenwirkungen hat, nahm ich mit einem Getränk ein. Tatsächlich habe ich nach dem 7. Bier immer noch verhältnismäßig wenig gespürt und bin dann langsam zu Schnapps umgestiegen. Nach 2 Gläsern mit großzügig Wodka weis ich nicht mehr viel und vieles war einfach nur noch ein Filmriss. Ich kann mich noch an ganz wenige Bilder erinnern und das erste was ich wieder weis, war, dass ich in meinem Auto drin saß, ohne Jacke, es geknallt hat, ich weiter gefahren bin und es anschließend wieder geknallt hat und mein Wagen zum stehen kam. Kurz danach war auch schon die Polizei da und nahm mich gleich mit. Resultat: Ich habe einen Gartenzaun beschädigt, und damit zugleich einen Stromverteilerkasten beschädigt und bin dann ca. noch 7 Kilometer weiter gefahren und habe schlussendlich ein Verkehrsschild umgemäht welches meinem Auto den Rest gab. Zum Glück wurde durch diese Amok-Fahrt niemand verletzt, vorallem da kurz danach noch ein Ausländischer Herr mit Kinderwagen zu mir kam. Wie es dazu kam? Tja, das frage ich mich selber. Ich kann mir nicht erklären warum ich in mein Auto gestiegen bin, vorallem da ein Freund von mir mit mir da war und folgedessen auch wieder mit mir nach Hause sollte (aber Alkohol schaltet ja bekannterweise oft die Vernunft ab)
Beruflich hatte ich Glück, da ich freiwilliger Helfer zu dieser Zeit in einem Krankenhaus war, welches kostengünstig Wohnunterkünfte in einem Wohnheim angeboten hat und ich meiner Arbeit somit bis zum Ende meines Freiwilligen Sozialen Jahres nachgehen konnte. Trotzdem war meine Zeit nach dem Unfall geplagt von Depressionen, Sorgen um die Zukunft, Wut auf mein Verhalten (welches für mich trotzdem eine sehr hilfreiche und interessante Lehre war alleine zu wohnen und neue Menschen kennen lernen zu müssen da ich ja niemanden kannte. Dies hat sich im Nachhinein als eine meiner besten Zeiten in meinem Leben herausgestellt die ich heute noch mit Tränen in den Augen vermisse) und die ersten 8 Monate habe ich gar nichts mehr getrunken bis zu meinem Geburtstag und selbst da nur eine Radler-Maß (für Nicht-Bayern: Im Maßkrug ca. Hälfte Limo, Hälfte Bier). Der nächste Alkohol war dieses Silvester (3 Bier). Ich trinke generell seit diesem Vorfall kaum noch Alkohol, ekel mich zum Teil davor und da ich im Krankenhaus und auch im Biologie-Unterricht gesehen habe, was Alkohol bewirkt, schwindet mein Interesse an diesem Zeug zunehmend...
Strafe war, das mir natürlich Fahrerflucht angehängt wurde und Gefährdung des Straßenverkehrs. Die Richterin hatte kaum Einsehen und hat mir nach knapp 10 Minuten 1,5 Jahre (Ab Juni 2010 läuft die Frist offiziell aus) FS-Sperre auf den Latz geknallt trotz Rechtsanwalt. Der Atem-Alkoholtest ergab ca. 1.7 %o und die hochgerechnete Blutentnahme war dann um die 2 Promille. Da ich allerdings gerade mein Abitur nachhole und als Freiwilliger Helfer auf ein mikriges Taschengeld angewiesen war (was ich mühsam gespart habe), habe ich keinerlei Vorbereitungen getroffen durch Kurse etc. da ich (immer noch) sehr viel für die Strafe abzahlen muss. Und da die MPU auch nicht gerade günstig ist, würde mich interessieren wie es für mich nun weiter geht. Ab wann darf ich den Führerschein wieder beantragen? Und wo genau? Wie sieht meine Lage aus? Hätte ich Abstinent bleiben müssen? Irgendwelche Kurse besuchen müssen? Mein Rechtsanwalt riet dazu aber er war in meinen Augen kein guter Anwalt, außerdem habe ich dafür kein Geld. Ich will auf jeden fall vor der MPU noch einen Blutleberwert einholen. Mein bisheriger Gamma-GT-Wert lag bei 13 U/l

Vielen Dank im Voraus
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  #2  
Alt 23.02.2010, 21:28
stas stas ist offline
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Zitat:
Zitat von Astaroth Beitrag anzeigen
Und da die MPU auch nicht gerade günstig ist, würde mich interessieren wie es für mich nun weiter geht. Ab wann darf ich den Führerschein wieder beantragen? Und wo genau? Wie sieht meine Lage aus? Hätte ich Abstinent bleiben müssen? Irgendwelche Kurse besuchen müssen? Mein Rechtsanwalt riet dazu aber er war in meinen Augen kein guter Anwalt, außerdem habe ich dafür kein Geld. Ich will auf jeden fall vor der MPU noch einen Blutleberwert einholen. Mein bisheriger Gamma-GT-Wert lag bei 13 U/l

Vielen Dank im Voraus

Hallo Astaroth,

wilkommen hier bei uns sündern. Die Mpu wird dich 418 € kosten soweit du nur mit Alkohol zu kämpfen hast, waren noch drogen im spiel wird das ganz fast doppelt so teuer.

Den FS musst du bei der FSST in deiner stadt beantragen 3 monate vor ablauf der frist.

Mit 2 promille bis du schon gut mitdabei aber bei deinem, alter geht noch KT.

Blutwerte solltest du auf jeden fall haben mindestens 3 bis 4 stück, das ist keine pflicht wird aber GANZ gerne bei der MPU gesehen. Auf diesem werten must du immer mindestes GGT, GOT und GPT werte haben dabei sollten die einzelne Werte nicht über 50 sein (ausnahme GGT darf bis 60 sein)

Alles was du in einem solchem teurem Kurs lernen kannst kriegst du hier umsonst, wenn du bereits bist etwas zu arbeiten.

grus stas
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  #3  
Alt 24.02.2010, 02:16
Benutzerbild von Nancy
Nancy Nancy ist offline
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Hallo Astaroth,

möchte dich auch im Forum begrüßen

"stas" hat dir ja schon einige Infos gegeben.....wobei ich noch anfügen möchte, dass die Normwerte der LW nicht generell angegeben werden können....

Zitat:
Auf diesem werten must du immer mindestes GGT, GOT und GPT werte haben dabei sollten die einzelne Werte nicht über 50 sein (ausnahme GGT darf bis 60 sein)
Jedes Institut arbeitet mit einem anderen Verfahren....von daher lass dir immer die Normwerte mit angeben....als auch Stempel und Unterschrift des Arztes.

Jetzt habe ich aber noch ein paar Fragen an dich:

Zitat:
Was ist passiert?
Datum der Auffälligkeit: 01.01.2009
BAK: ca. 2 %o
Trinkbeginn: 20 Uhr
Trinkende: ca. 3 Uhr
Uhrzeit der Blutabnahme: ca. 7.30 Uhr
Wieso ca.? Was steht in deinem Strafbefehl? Nur diese Angabe ist relevant für die MPU.

Du kannst deinen Neuantrag im März stellen....danach bekommst du die Aufforderung zur MPU von deiner FSSt....benenne nicht gleich ein MPI, zu dem deine Akte geschickt werden soll, sondern geh persönlich zur FSSt., nach dem deine Akte kpl. ist und...

Zitat:
Führerscheinstelle
Hab schon in meine Akte geschaut Ja/Nein: Nein
Sonstige Verstöße oder Straftaten?: Nein
...sieh erstmal in deine FS-Akte. Dann weißt du, was der GA über dich wissen wird, am Tage der MPU.
Ich vermute ganz stark, dass es auf eine doppelte Fragestellung hinauslaufen wird.....nämlich Alk + Straftaten...da du ja Fahrerflucht begangen hast. In dem Fall belaufen sich die Kosten für die MPU auf mind. 700,-- Euro.

Zu deiner Aussage...

Zitat:
Ich trinke generell seit diesem Vorfall kaum noch Alkohol, ekel mich zum Teil davor und da ich im Krankenhaus und auch im Biologie-Unterricht gesehen habe, was Alkohol bewirkt, schwindet mein Interesse an diesem Zeug zunehmend...
...ist die Frage.... "Warum lebst du dann nicht AB?"....natürlich sehr naheliegend....solltest du von daher bei der MPU nicht sagen....bis dahin ist aber noch Zeit....so dass du dich hier erstmal richtig einlesen kannst....sowohl im Infobereich (der ständig aktualisiert wird), als auch in den Themen von anderen Usern....das hatte "stas" mit dieser Aussage...

Zitat:
wenn du bereits bist etwas zu arbeiten.
...gemeint

Wenn du Fragen hast, stelle sie bitte, hier in deinem Thread.

Gruß
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*Nancy*
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  #4  
Alt 28.02.2010, 19:35
Astaroth Astaroth ist offline
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Also werde ich nächste Woche am besten noch einmal Blut abnehmen lassen und kurz vor der MPU, oder?

Also ich habe in meinem Strafbefehl noch einmal geschaut und dort steht, dass die Blutkonzentration zur Tatzeit bei 2,03 Promille lag. Ich werde auf jeden fall nächste Woche meinen Führerschein neu beantragen. Weis jemand wielange es dauert bis ich bescheid bekomme wann ich MPU machen kann? Ist es rein theoretisch möglich, dass ich bis Juni meinen Führerschein wieder habe oder wird sich das aufgrund der MPU noch verzögern?

Nun komme ich zu meiner Hauptsorge und ich hoffe ihr könnt mir helfen. Ich denke das mein Problem bei der MPU sein wird, dass ich mich kaum an die Tat erinnern kann aufgrund des massiven Alkoholpegels. Wie ich schon erwähnt habe, kann ich mich nur an den Krach erinnern und das ich in einem Auto war.
Wie soll ich das dem Psychologen erklären wenn er mir sagt ich soll die Tat schildern? Kann ich bedenkenlos sagen, das ich davon nichts mehr weis oder wäre das nicht so gut und ich soll es so schildern wie es das Gericht geschildert hat? Und ich habe ja nicht freiwillig Fahrerflucht begangen sondern ich war ja wie Ferngesteuert. Muss ich da auch selber was erfinden oder kann ich auch hier bedenkenlos mit der Wahrheit rausrücken?
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  #5  
Alt 28.02.2010, 20:31
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Florist Florist ist offline
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Hallo Asta,
nach dem Neuantrag dauert es etwa 4-6 Wochen bis zu dem MPU Termin.

Zitat:
Kann ich bedenkenlos sagen, das ich davon nichts mehr weis oder wäre das nicht so gut und ich soll es so schildern wie es das Gericht geschildert hat? Und ich habe ja nicht freiwillig Fahrerflucht begangen sondern ich war ja wie Ferngesteuert. Muss ich da auch selber was erfinden oder kann ich auch hier bedenkenlos mit der Wahrheit rausrücken?
Wie willst Du von etwas berichten von dem Du nichts mehr weißt?
Mit der Wahrheit kommst Du am weitesten, das kannst Du Dich nicht verhaspeln...
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  #6  
Alt 01.03.2010, 02:29
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Nancy Nancy ist offline
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Hi Astaroth,

Zitat:
Zitat von Astaroth Beitrag anzeigen
Also werde ich nächste Woche am besten noch einmal Blut abnehmen lassen und kurz vor der MPU, oder?
Du lässt dir jeden Monat bis zur MPU Blut abnehmen, klar?

Zitat:
Also ich habe in meinem Strafbefehl noch einmal geschaut und dort steht, dass die Blutkonzentration zur Tatzeit bei 2,03 Promille lag. Ich werde auf jeden fall nächste Woche meinen Führerschein neu beantragen. Weis jemand wielange es dauert bis ich bescheid bekomme wann ich MPU machen kann? Ist es rein theoretisch möglich, dass ich bis Juni meinen Führerschein wieder habe oder wird sich das aufgrund der MPU noch verzögern?
"Rein theoretisch"....Ja.

Gruß
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  #7  
Alt 09.03.2010, 20:36
Astaroth Astaroth ist offline
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Ich würde gerne noch meinen Fragebogen hinzufügen den ich ausgefüllt habe.
@ Nancy - ich werde tun wie befohlen ;-) Leider nehmen die Ärzte nur Vormittags Blut ab und dann noch unter der Woche. Deswegen muss ich am Wochenende mal ins Krankenhaus und mir da was abzapfen lassen da ich unter der Woche Vormittags nicht vom Unterricht ferngehalten werden kann.

1. Beschreiben Sie den Tag Ihrer Trunkenheitsfahrt aus eigener Sicht mit Datum und Uhrzeiten.
(wann, wo und mit wem getrunken / wann und wie aufgefallen / Promille)
Ich bin zusammen mit einem Freund gegen 20.00 Uhr auf eine private Silvesterfeier 2009/2010 gefahren wo sich auch alle anderen meines damaligen Freundeskreises aufhielten. Dort wurde uns auch schon direkt Alkohol angeboten aber zuvor wurde mir ein Leberstärkendes Medikament angeboten um mehr Trinken zu können. Der Abend verlief für damalige Partyverhältnisse relativ normal. Es gab gegen 21 Uhr etwas zu essen, viel Alkohol über den Abend hinweg und gegen 24.00 Uhr wurde in das neue Jahr gefeiert. Allerdings ist ab diesem Zeitpunkt vieles Verwaschen und ich habe lediglich nur noch ein paar Bilder im Kopf. Die Trunkenheitsfahrt selber ist für mich nicht mehr in Erinnerung Laut Strafbefehl war es 7.45 Uhr als ich mit meinem PKW losfuhr.

2. Was und wie viel haben Sie am Tattag insgesamt getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Trinkzeit)
Es waren 7 Bier und zwei Coctails mit großzügig Wodka vermischt

3. Wie viel Kilometer fuhren Sie, bis Sie aufgefallen sind und wie viel Kilometer wollten Sie insgesamt fahren?
Ungefähr nach einem Kilometer hatte ich meinen ersten Unfall und nach 23,5 Kilometern kam ich zum stehen (aufgrund eines weiteren Unfalls). Wohin ich wollte, weiß ich selber nicht.

4. Hatten Sie das Gefühl, noch sicher fahren zu können?
(Ja/Nein + Begründung)
Wäre ich nicht vollkommen desorientiert gewesen, sicherlich nicht.

5. Wie haben Sie die Trunkenheitsfahrt vermeiden wollen (wenn überhaupt)?
-

6. Haben Sie bereits früher im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss gestanden und sind aufgefallen?
Nein, da bei mir bis kurz zuvor noch die 0,0 Promille-Grenze galt und ich aufgrund von Freunden und auch Beruf auf den Führerschein angewiesen war.

7. Wie oft haben Sie alkoholisiert am Straßenverkehr teilgenommen ohne aufzufallen und was folgern Sie daraus?
Nie

Exploration

8. Wann hatten Sie den ersten Kontakt mit Alkohol und wann haben Sie das erste Mal Alkohol zu sich genommen?
(Allererste Erinnerung und erster Konsum)
Kurz vor meinem 16. Geburtstag auf der Abschlussfahrt meiner damaligen Schulklasse.

9. Haben Sie regelmäßig Alkohol getrunken, und wie hat sich ihr Trinkverhalten in den letzten Jahren entwickelt?
Ich trank unregelmäßig Alkohol. Es gab Zeiten in denen ich mehr Alkohol trank (als ich in einen neuen Freundeskreis gerutscht bin der oft ausgiebig gefeiert hat und entsprechend Alkohol konsumierte). Das war vorallem in den Frühlings- und Sommerzeiten intensiv und kam zum Teil jedes Wochenende vor.
Seit meinem Unfall habe ich allerdings die ersten 7 Monate nichts getrunken und seit dem trinke ich vielleicht eine Trinkeinheit im Monat oder weniger.

10. Wie viel und wie oft haben Sie getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)
In Frühlings und Sommerzeiten (seltener im Herbst und Winter) einmal am Wochenende. Hauptsächlich Bier und teilweise auch Schnapsgetränke. Ungefähr 5 Trinkeinheiten (Bier) und ca. 1-2 Trinkeinheiten (Schnapsgemisch)

11. Wo und mit wem haben Sie überwiegend getrunken?
Immer in Gesellschaft von meinen damaligen Freunden auf Privat-/öffentlichen Partys

12. Warum haben Sie getrunken?
(Innere + äußere Motive)
Um lockerer zu werden (auch Frauen gegenüber), evtl. um die Woche zu vergessen wenn sie stressig war und die Gesellschaft mit meinen damaligen Freunden zu genießen da jeder trank (außer der Fahrer).

13. Welche Wirkung haben Sie in der Vergangenheit nach Alkoholgenuss bei sich beobachtet?
(bei wenig und bei viel Alkohol)
Lustig und Geselligkeit. Selten, wenn es Probleme in meiner Beziehung gab, auch extreme Traurigkeit und starke Emotionen.

14. Gab es kritische Hinweise Anderer auf Ihren Alkoholkonsum und wie haben Sie darauf reagiert?
Nein

15. Welche Auswirkungen und Folgen hatte Ihr Alkoholkonsum auf Ihr Leben und Ihr Umfeld?
Alkohol war in meinem damaligen Freundeskreis (infolgedessen auch bei mir) hoch angesetzt da wir oft auf Partys gingen. Kein Alkoholkonsum (außer man war Fahrer) wurde zwar akzeptiert aber trotzdem belächelt.

16. Gab es in Ihrem bisherigen Leben frühere Zeiten, in denen sie weit mehr Alkohol als heute getrunken haben?
Wenn ja, nennen sie bitte die Lebensabschnitte und mögliche Ursachen und Umstände dafür.
Ungefähr im Alter von 16 bis 21 trank ich öfter als heute Alkohol wobei die Zeit zwischen 18 und 20 am intensivsten war da ich zu dieser Zeit meinen damaligen Freundeskreis kennenlernte (und mir meine damalige Beziehung öfter einmal das Leben schwer machte).

17. Haben sie jemals die Kontrolle über ihre Trinkmenge verloren und bis zur Volltrunkenheit Alkohol konsumiert?
Nicht oft, aber ja.

18. Haben Sie früher schon einmal oder öfter über einen längeren Zeitraum bewusst und mit Absicht völlig auf den Genuss von Alkohol verzichtet?
Während der Probezeit meiner damaligen Schule (3 Monate) habe ich gar nichts getrunken da ich zu sehr mit der Schule beschäftigt war und während der Abitur-Phase meines damaligen Freundeskreises (ca. 4-5 Monate)

19. In welcher Kategorie von Trinker haben sie sich früher gesehen und wie stufen Sie sich heute rückblickend ein?
(mit Begründung)
Früher: Genusstrinker da ich auf jeder Party angetrunken oder betrunken war (ausser ich war Fahrer)
Heute: Immer noch Genusstrinker aber abgestumpft da ich mich lieber bei sozialen Kontakten auf die Menschen um mich herum konzentrieren will. Ich trinke nur noch wenn ich gemütlich mit meinem ganz engen Freundeskreis (2 bis maximal 3 Leute) Abends alleine in einer gemütlichen Runde sitze. Alkohol zählt für mich heute wirklich nur noch als Genussmittel um etwas lustiger zu sein und sich mit Freunden mal „gehen“ zu lassen.


Heute und in Zukunft

20. Trinken Sie heute Alkohol? Wenn ja, was, wie viel und wie oft?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)
Einmal im Monat höchstens ein Bier (Ich hole gerade mein Abitur nach, was kurz bevorsteht, daher ist Alkohol sehr unangebracht)

21. Wann haben Sie zuletzt Alkohol getrunken?
Silvester 2009/2010 (3 Bier über die gesamte Nacht verteilt)

22. Trinken sie gelegentlich alkoholfreies Bier?
Nein

23. Warum trinken Sie heute Alkohol/keinen Alkohol?
Da das Interesse zu sehr nachgelassen hat und ich derzeit keinen Alkohol gebrauchen könnte (Abitur)

24. Warum haben Sie das Trinken reduziert bzw. aufgegeben und warum nicht schon eher?
Da ich gelernt habe, dass Gesellschaft nüchtern genießen sehr wohl viel Spaß machen kann (auch Frauen ansprechen da ich derzeit der einzige Junge in meiner Klasse bin unter 18 Mädchen). Auch weiß ich heute, dass man sich mit Problemen nüchtern bei weitem schneller und intensiver/besser außeinander setzen kann. Dies zeigte mir vorallem die Verarbeitungszeit meiner Tat. Hätte ich früher eine solch seelische Belastung erlebt, hätte ich sicherlich mit meinen damaligen Freundeskreis jedes Wochenende eine Kneipe aufgesucht.

25. Wie haben Sie die Änderung Ihres Trinkverhaltens erreicht und dabei die Umstellungsphase erlebt?
Der enorme seelische Schock den ich durch meinen Unfall erlitt hat mich monatelang Tag und Nacht beschäftigt. Mein damaliger Freundeskreis hat sich von mir abgewendet und ich habe durch das Freiwillige Soziale Jahr (meine damalige Beschäftigung) neuen Kontakt zu sehr tollen Leuten gefunden und mich auch wieder meinem alten Freundeskreis (aus der Kindheit) zugewandt der zwar schockiert war aber mich unterstützte. Dies hämmerte mir gnadenlos ein, dass Party-Leute nicht alles im Leben ist und gute Freunde und ein klarer Verstand 1000 mal wichtiger sind als sich auf Partys zu betrinken. Ich habe während meines Freiwilligen Sozialen Jahres auch mit meinen Pädagogen (die für mich auf den Seminaren zuständig waren) lange darüber geredet und sie waren positiv von meiner Entwicklung überrascht da sie mich am Anfang (vor dem Vorfall) als Party-Typ ansahen der andere dazu anstiftet zu trinken. Auch sie standen mir bis zum Schluss logischerweise voll bei und fanden diesen Wandel bewundernswert da sie es auf den Seminaren ja natürlich sahen dass ich abends nichts trank im Gegensatz zu vielen anderen.

26. Wie wirkt sich Ihr geändertes Verhalten auf Sie, Ihr Leben und Ihr Umfeld aus?
Durchwegs positiv. Ich habe meine alten (und neuen) Freunde wieder, mache gerade mein Abitur nach und im Allgemeinen bin ich sehr selbstbewusst geworden (was ich früher auf keinen Fall war) durch diesen Wandel und die sich daraus resultierenden Umstände.

27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?
Durch meine Einstellung die bisher, seit ca. einem Jahr, sicher in mir verankert ist und vieles sicher und kritisch überdenken bevor man Dummheiten begeht.

28. Können Sie sich vorstellen, jemals wieder in Ihre alten Gewohnheiten zurückzufallen?
(Ja/Nein + Begründung)
Auf keinen Fall, da ich heute weiß, was es bedeutet, erwachsener und sinnvoller zu leben. Dort, wo ich heute stehe und wo ich hoffentlich auch bald stehen werde, dass habe ich 100% nicht übermäßigen Alkoholkonsum zu verdanken – im Gegenteil, ich hätte es sicherlich dadurch nicht geschafft.
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  #8  
Alt 09.03.2010, 20:37
Astaroth Astaroth ist offline
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29. Wie wollen sie in Zukunft das Trinken vom Fahren trennen?
Die Angst einen Menschen zu töten und/oder die daraus resultierenden Konsequenzen (auch bei Sachbeschädigung die ich durchwegs miterlebt habe und Monatelang am Hungertuch nagen musste durch Sparen) würden mich um den Verstanden bringen. Ich war damals schon heilfroh das ich niemanden getötet habe durch diese Amokfahrt. In meinen Augen fängt man die Straftat schon dann an, wenn man sich so betrinkt, dass man sich nicht mehr unter Kontrolle hat und nur noch von Trieben gesteuert wird.

30. Haben Sie zum Abschluss noch etwas hinzuzufügen?
Im Großen und Ganzen war dieser Unfall, der glücklicherweise ohne Blutvergießen geschah, das beste was mir und meinem Leben je widerfahren konnte da ich ansonsten noch da sein würde, wo ich vor 1,5 Jahren stand – unter falschen Freunden und auf der Fahrt von einer zur nächsten Party.
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  #9  
Alt 10.03.2010, 05:09
Benutzerbild von Nancy
Nancy Nancy ist offline
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Hi Astaroth

Zitat:
Zitat von Astaroth Beitrag anzeigen
Ich würde gerne noch meinen Fragebogen hinzufügen den ich ausgefüllt habe.
@ Nancy - ich werde tun wie befohlen ;-) Leider nehmen die Ärzte nur Vormittags Blut ab und dann noch unter der Woche. Deswegen muss ich am Wochenende mal ins Krankenhaus und mir da was abzapfen lassen da ich unter der Woche Vormittags nicht vom Unterricht ferngehalten werden kann.
Das ist "lieb" von dir....

Zu deinem FB muss ich dir aber sagen, dass du dich erstmal in unsere....

5 Sterne Fragebögen


.....einlesen solltest, bevor du selbst einen ausfüllst.

Deine Antworten sind leider noch viel zu kurz und zu oberflächlich.
Vor allem deine Trinkmotive musst du erstmal herausfinden.

Das hier...

Zitat:
12. Warum haben Sie getrunken?
(Innere + äußere Motive)
Um lockerer zu werden (auch Frauen gegenüber), evtl. um die Woche zu vergessen wenn sie stressig war und die Gesellschaft mit meinen damaligen Freunden zu genießen da jeder trank (außer der Fahrer).
...sind alles nur äußere Anlässe...deine inneren Motive musst du aber erkannt haben, eben - um eine Verhaltensänderung "herbeigeführt" zu haben....und diese muss dann auch "stabil" sein....

Gruß
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  #10  
Alt 10.03.2010, 17:08
Astaroth Astaroth ist offline
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Danke Nancy, ich werde mich weiterhin hier einlesen und mir noch einmal ordentlich Gedanken darum machen. Kann ich meinen Fragebogen bearbeiten oder soll ich nach eingehender Überlegung noch einen Fragebogen einstellen?


Ich war heute bei der Führerscheinstelle und habe meine Akte eingesehen in der auch das drin stand, was ich geschildert habe und das ich einen sehr orientierungslosen Eindruck gemacht habe. Das Medikament, von welchem ich berichtet habe, wurde im Blut nicht mehr nachgewiesen aber die Ärztin bestätigte der Polizei diese Wirkung.
Desweiteren wurde mir mitgeteilt, das ich evtl. einen einjährigen Abstinenzcheck machen müsste bei dem Promille-Wert woraufhin mir erst einmal ein Kloß im Hals stecken blieb. Sie telefonierte, während ich die Akte einsah, und erzählte mir, das sie eben mit einer Person telefonierte die einen ähnlichen Promillegehalt nachwies und ungefähr in meinem Alter ist und diese einen "halbjährlichen" Abstinenznachweis erbringen müsste. Die MPU-Stellen, die mir ausgehändigt wurden, sind leider nach 16.00 Uhr nicht mehr erreichbar gewesen weswegen ich nicht mehr nachfragen konnte was nun Sache ist. Ich habe daraufhin die Unterlagen noch nicht losschicken lassen.
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