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  #11  
Alt 14.10.2018, 17:55
DerKTler DerKTler ist offline
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Frage Update 14.10.2018

Guten Abend nochmal zusammen, ich habe heute wieder ein wenig das Forum durchstöbert und habe lesen können, das @marianee sich aus dem Forum verabschiedet hat. Hätte denn ein anderer Profi die Zeit und die Muse sich meiner anzunehmen?

Noch einen schönen Abend!
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  #12  
Alt 17.10.2018, 20:18
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Moin DerKTler,

werde mir morgen die Zeit nehmen, Dir zu Deinem Fragebogen etwas zu schreiben.

Schicken Abend.
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Liebe Grüße, darksoul
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  #13  
Alt 18.10.2018, 12:13
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So wie versprochen hier ein paar Anmerkungen von mir:

Zitat:
Abstinenznachweis
Haaranalyse ja/nein: Nein
Leberwerte ja/nein seit wann, wieviele: Ja, von 07/14 bis 07/15 (12x)
ETG-Programm ja/nein: Nein
Keinen Plan?: Ja

Aufarbeitung
Suchtberatungsstelle aufgesucht?: Nein
Selbsthilfegruppe (SHG): Nein
Psychologe/Verkehrspsychologe: Nein
Kurs für verkehrsauffällige Autofahrer: 11/14
Ambulante/stationäre Therapie: Nein
Werden derzeit Medikamente eingenommen?Antidepressiva etc: Nein
Leberwerte sind ja okay. Gibt es einen Grund dafür, dass Du diese "nur" bis 07/2015 gemacht hast? In Frage 27.) gibst Du ja die Überprüfung an, wo dann alles i.O. war hast Du das dann eingestellt?

In jedem Fall nochmal vor der MPU nehmen lassen, da diese ja schon nächsten Monat ist, kannst Du das bald angehen.

"Kurs für verkehrsauffällige Autofahrer: 11/14"

Was heisst das? November 2014? Hast Du da den Kurs absolviert?

Zitat:
1. Beschreiben Sie den Tag Ihrer Trunkenheitsfahrt aus eigener Sicht mit Datum und Uhrzeiten. (wann, wo und mit wem getrunken / wann und wie aufgefallen / Promille)

Meine Trunkenheitsfahrt war am Donnerstag dem 28.10.2006. Ich habe an diesem Tag eine Freundin von mir besucht. Gegenwärtig besaß ich einen Roller und habe diesen verwendet um Sie so gegen 16 Uhr zu erreichen. Nachdem wir es uns gemütlich gemacht und das schöne Wetter genossen haben, kam uns die Idee evtl. eine kleine Grillparty zu organisieren. Am frühen Abend so gegen 18 Uhr sind schon einige Gäste anwesend gewesen, sodass mit dem Grillen gestartet werden konnte. Neben dem Grillgut standen Erfrischungsgetränken sowie alkoholische Getränke zum verzehr aus. Zu diesem Zeitpunkt war ich mir selbst im Unklaren, ob ich Alkohol verzehren werde oder nicht. Da sie auch fußläufig zu erreichen war, hätte ich meinen Roller auch über Nacht bei ihr in der Garage lassen können. Später am Abend so gegen 20 Uhr habe ich mich dazu entschieden Alkohol zu konsumieren und den Roller bei ihr stehen zu lassen. Wir haben bis so ca. 23 Uhr im Garten verweilt und dann den Entschluss getroffen, noch in die Stadt zu gehen. Keiner von den Gästen wollte den Weg zu Fuß gehen und haben beschlossen sich ein Taxi zu nehmen. Da ich zu diesem Zeitpunkt nicht sehr viel Geld besaß, habe ich mich dazu entschieden den Weg in die Stadt mit dem Roller zu machen. Nachdem wir uns am Kino getroffen hatten, haben wir so gegen 23:30 Uhr direkt den Weg in die Diskothek gesucht. Diese haben wir dann vereinzelt so gegen 02:30 Uhr verlassen. Ich habe meine Jacke abgeholt und habe die Diskothek alleine verlassen. Nachdem ich schon fußläufig nach Hause unterwegs war, wurde ich von einem Freund gerufen. Ich sollte seiner Bitte nachkommen und ihm nach Hause fahren, da er zu Faul den Weg alleine anzutreten. Wir haben ca. eine halbe Stunde diskutiert, eine Zeitspanne in der wir Beide hätten nach Hause laufen können. Als kein Ende der Diskussion in Sicht war, habe ich kleinbei gegeben und ihn so gegen 03:00 Uhr nach Hause gefahren. Auf dem Rückweg wurde ich von der Polizei gegen 03:30 angehalten. Sie haben mir erklärt, das Sie mich aufgrund meiner unsicheren Fahrweise aus dem Verkehr gezogen haben. Sie haben mich gebeten den Roller auszuschalten und abzusteigen. Als ich gefragt wurde, ob ich Alkohol getrunken hätte, habe ich diese sofort bejaht. Im Anschluss erfolgte die Ermittlung der Alkoholkonzentration im Atem. Nachdem dieser Wert schon verdächtig Hoch erschien, sollte die Alkoholkonzentration im Blut ermittelt werden. Dafür sind wir auf die Wache gefahren. Anschließend bin ich den Heimweg zu Fuß angetreten. Ich glaube nach ca. 2 Wochen habe ich einen Brief mit dem Ergebnis der Blutalkoholkonzentration erhalten. In diesem Brief konnte mir ein BAK von 1.77‰ bescheinigt werden. Zwecks der genauen Zeoitangaben, werde ich nächste Woche bei der Führerscheinstelle vorbeigehen, damit ich einen Einblick in die Akte bekomme.
Grundsätzlich schon ausführlich genug umschrieben. Evtl. noch hinzufügen, was Du den ersten Tag des Tages gemacht hast (auch wenn es nicht unmittelbar mit der Trunkenheitsfahrt zu tun hat). Das Argument "für das Taxi nicht genug Geld" würde mir als Gegenfrage einfallen:

- die Bekannten sind mit dem Taxi gefahren, da noch mitzufahren - gerade im Hinblick auf die kurze Distanz - hätte nicht viel gekostet
- es war dann noch genug Geld für 2 Liter Bier in der Diskothek über

Nur mal im Hinterkopf belassen. Ihr seid dann zu zweit auf dem Roller los, verstehe ich das richtig? Klar, rückblickend betrachtet bei 30 Minuten Diskussionszeit wäre die Strecke ja locker auch fußläufig überwunden gewesen. Nungut, es werden nicht immer logische Entscheidungen getroffen im alkoholisierten Zustand. Wenn es so war, dann okay.

Die genauen Zeitangaben hast Du durch die Akteneinsicht mittlerweile erhalten, korrekt?

Zitat:
2. Was und wie viel haben Sie am Tattag insgesamt getrunken? (Genaue Angaben in Sorte, Menge, Trinkzeit)

Da die Tatzeit gewiss einige Jahre zurückliegt, kann ich keine absoluten Trinkmengen angeben. Ich werde diese, soweit ich kann, gewissenhaft aufführen. Das erste Bier (0.5 L * 4,8% ) habe ich gegen 20 Uhr getrunken. Es folgten bis ca 23 Uhr drei weitere Biere (3 * 0.5 L * 4,8% ) sowie sechs Wodka/Cola-Drinks (6 * 0,1 L * 50/50 --> 0,3 L Wodka 40% ). Somit betrug die Trinkzeit 3 Stunden. Ab ca 23:30 habe ich in der Diskothek weitere Getränke bis ca. 02:30 Uhr konsumiert. Hier betrug die Trinkzeit ebenfalls 3 Stunden. Dabei habe ich weitere vier Biere (4 * 0,5 L * 4,8% ) zu mir genommen, bis ich die Diskothek verlassen habe. Über die gesamte Trinkzeit von 6 Stunden habe ich zusammengerechnet 8 * 0,5 L * 4,8% Bier (192 mL Alkohol) sowie 6 * 0,1 L * 50% (300 mL Alkohol) zu mir genommen. Die finale Trinkmenge beläuft sich auf ca. 0,492 L Alkohol. Hier habe ich gerade ein etwas größeres Problem. Gerade wollte ich den Alkoholwert im Blut durch einen Promillerechner berechnen lassen, welcher aber überhaupt nicht gepasst hat. Wenn ich die Widmark-Formel anwende, bin ich alleine bei den Bieren schon bei einem Promillewert von 2,31‰. Berechnet wurde dieser Wert folgendermaßen: BAK = A/m*r = 19,2 g * 8 / 95 kg * 0,7. Wenn ich diese Formel für die Londrinks anwende, lässt sich ein BAK von 3,01‰, gemäß BAK = 200 g / 95 kg * 0,7, ermitteln. Zusammengerechnet wäre das ein BAK von 5,32‰ und ist ein Faktor 3 größer als der tatsächlich ermittelte Wert. Im Aufbauseminar haben wir einen Arbeitsbogen ausgehändigt bekommen, in der ebenfalls eine Berechnung über die Trinkeinheiten durchgeführt wurde. Bei 8 * 0,5 L Bier und unter der Berücksichtigung das 0,2 L eine Trinkeinheit darstellen, habe ich 20 Trinkeinheiten konsumiert. Hier wurde vermekt, das pro 10 kg Körpergewicht über 80 kg einmalig 0,1‰ abgezogen werden. Das währen folglich bei mir 0,15‰. Somit lässt sich ein BAK von 1,85‰ berechnen. Wenn ich den Schnaps aus den Longdrinks rausrechne (300 mL), lassen sich unter der Berücksichtigung das 0,02 L eine Trinkeinheit darstellen, 15 Trinkeinheiten ermitteln. Werden hier ebenfalls die 0,15‰ abgezogen, lässt sich ein BAK von 1,35‰ berechnen. In der Summe währe es rechnerisch ein BAK von 3,2‰. Hier weiß ich gerade wirklich nicht, wie ich mit diesen Werten umzugehen habe. Hier wäre ich über jede Hilfe dankbar.
Zitat:
Hallo Darksoul,

ich habe es nun auch der Einfachheit halber mit dem hier verfügbaren Promillerechner gemacht. Füge ich nun das große Bier noch hinzu passt es.
Vielen Dank für deinen Beitrag
Welche Biermenge gibst Du dann schlußendlich an? Also m.E. wären es nach meiner Rechnung die ca. 2,5l (also "nur" 5x 0,5l) - bei Deinen 4 Litern über den ganzen Abend (8x 0,5l) wären es sogar 250gr (reiner) Alkohol insgesamt, und damit deutlich mehr als die errechneten 192...

Ich hatte nämlich bei meinem ersten Post versehentlich nur die ersten 2 Liter bemerkt und nicht mehr die weiteren 2 Liter aus der Diskothek .

Wenn Du Dich genau an die Mengen erinnern kannst, hmm dann evtl. besser die korrekten Mengen angeben. Unter Umständen hast Du einen überdurchschnittlichen Abbau gehabt.

Wichtig für Dich als KT´ler ist, dass Du die Rechnung nachvollziehen kannst. Ob jetzt jeder Schritt vor dem Gutachter vorgerechnet werden muss, das wird wohl eher nicht passieren. Aber in jedem Fall besser zu sagen "die Widmark-Formel ist mir bekannt" als "hab das mal in den Promille-Rechner eingegeben"

Zitat:
3. Wie viel Kilometer fuhren Sie, bis Sie aufgefallen sind und wie viel Kilometer wollten Sie insgesamt fahren?

Ich bin am besagten Abend 1,8 km zum Kino gefahren. Im Anschluss erfolgte eine 4 km Fahrt. Auf dem Rückweg wurde ich nach 2 km angehalten und hatte vor noch weitere 2 km zu fahren. Ich habe somit 7,8 km unter Alkoholeinfluss am Straßenverkehr teilgenommen und wollte noch weitere 2 km fahren.
Okay.

Zitat:
4. Hatten Sie das Gefühl, noch sicher fahren zu können? (Ja/Nein + Begründung)

Bei der ersten Trunkenheitsfahrt hatte ich nicht mehr das Gefühl, das Gefährt sicher fahren zu können. Diese Frage werde ich mit Nein beantworten. Nach dem Konsum habe ich die Alkoholeinwirkung infolge von Trägheit warnehmen können. Ich habe auf bestimmte Reize langsamer reagiert. Bei der zweiten Trunkenheitsfahrt war das noch erheblicher. Nachdem ich die Diskothek verlassen habe, wurden die Folgen des Alkoholkonsums noch deutlicher. Meine Sinneswahrnemungen waren zu diesem Zeitpunkt geschwächt und ich war sehr träge. Bei der dritten Trunkenheitsfahrt war es ähnlich wie bei der zweiten Fahrt.
Ich könnte mir vorstellen es folgt auf diese Antwort die Frage "Und warum sind Sie dann gefahren, wenn Sie offensichtlich sich selbst zu diesem Zeitpunkt so eingeschätzt haben, dass Sie nicht mehr sicher fahren können?"
__________________
Liebe Grüße, darksoul
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  #14  
Alt 18.10.2018, 12:14
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Zitat:
5. Wie haben Sie die Trunkenheitsfahrt vermeiden wollen (wenn überhaupt)?

Im derzeitigen Zustand habe ich die Fahrtstrecke auf die leichte Schulter genommen. Ich dachte mir, bis zum Kino schaffe ich es ohne Probleme. Bedingt durch die kurze Fahrtstrecke und die zum Teil eher wenig befahrenen Straßen wurde ich in meinem Vorhaben bestärkt. Die erste Trunkenheitsfahrt wollte ich garnicht vermeiden und habe diese unter Vorsatz gemacht. Die zweite Trunkenheitsfahrt so gegen ca. 02:30 wollte ich vermeiden, in dem ich den Roller stehen lassen wollte, damit ich zu Fuß nach Hause gehen kann. Meinen damaligen Kumpel habe ich einfach nicht geschafft, konsequent und resolut abzuweisen. Ich habe ihmn dann mit dem Roller nach Hause gefahren. Auch hier würde ich sagen, das ich die Trunkenheitsfahrt unter Vorsatz gemacht habe. Bei der dritten Trunkenheitsfahrt wollte ich einfach nur noch schnell nach Hause. Auch hier wurde die Fahrt erneut unter Vorsatz gemacht.
Ehrliche Antwort, finde ich gut!

Zitat:
6. Haben Sie bereits früher im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss gestanden und sind aufgefallen?
Nein und Nein!
Ich bin mir ziemlich sicher, dass es hier nur eine Antwort geben muss. Nein ist insofern richtig, wenn Du bislang mit der Polizei noch nie in Bezug mit Alkohol und Straßenverkehr in Kontakt getreten bist.

Wenn Du zweimal "Nein" angibst, würdest Du das ja als quasi zwei Teilfragen sehen und sagen "Nein, ich habe vor der TF noch nie im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss gestanden", was ja nicht stimmt.

Ich weiss, kleinliche und pingelige Bemerkung meinerseits, aber z.T. kommt es auf die Details an.

Zitat:
7. Wie oft haben Sie alkoholisiert am Straßenverkehr teilgenommen ohne aufzufallen und was folgern Sie daraus?

Auch wenn Statistiken im Bezug auf Alkoholkonsum im Straßenverkehr publiziert sind, welche aussagen das bei einem BAK von über 1,6‰ eine wiederholte bzw. mehrfache Teilnahme am Straßenverkehr gegeben sein muss, kann ich nur unter Vorbehalt verneinen. Ich bin mir nämlich nicht im klaren wie oft ich unter Restalkohol am Straßenverkehr teilgenommen habe. Jedoch kann ich zu 100% versichern, das ich bis Heute diese drei Trunkenheitsfahrten unter bewusstem Alkoholeinfluss durchgeführt habe
Diese Antwort solltest Du noch einmal überdenken. Diese 3 TF musst Du nicht unbedingt herauskristallisieren, ansonsten sieht das für mich so aus, als wenn das (mehr oder weniger) die einzigen "Ausreißer" sind - klingt daher etwas nach Verharmlosung.

Wenn ich auch zugestehen muss, aufgrund Deines jungen Alters zur TF und der damit verbundenen kurzen Zeit mit einem FS im Straßenverkehr kann ich es mir schon vorstellen, dass es keine Unsumme an TF sein wird.

Fazit: Mach Dir Gedanken und nenne eine (absolute) Zahl. Kannst Du auch aufteilen in Fahrten mit Restalkohol, Fahrten die u.U. so wie die am Tage der TF waren, staffeln nach Gefährt (Fahrrad etc. zählt auch mit!) usw...

Und ja, die Statistik sagt, dass nur jede 600. Trunkenheitsfahrt aktenkundig wird.

Zitat:
8. Wann hatten Sie den ersten Kontakt mit Alkohol und wann haben Sie das erste Mal Alkohol zu sich genommen? (Allererste Erinnerung und erster Konsum)

Den ersten Kontakt mit Alkohol hatte ich vor ca. 23 Jahren, da war ich 7 Jahre alt, als mein ältester Bruder seinen 16. Geburtstag gefeiert hat. Dabei wurden unsere Nachbarn eingeladen. Diese wussten, das wir in unserem Haushalt keinen Alkohol verzehren und haben ihren eigenen Alkohol mitgebracht. Zu späterer Stunde wurden Ihm ein Colabier angeboten, welches er getrunken hat. Mein Vater war ziemlich erbost darüber und er durfte sich eine Standpauke anhören. Im Alter von 14 Jahren, also im Sommer 2002, war Alkohol zum einen ein Gesprächsthema auf dem Schulfhof und von da an hatte ich mehrere Berührungspunkte mit Alkohol. Zum anderen haben meine besten Freund, die genauso alt sind wie ich, auch ihre ersten Erfahrungen gemacht. Zu dieser Zeit war ich noch streng religiös, sodass ich auf Genussmittel verzichtet, gefastet, gebetet und die üblichen Praktiken durchgeführt habe. Ich war dennoch mit meinen Freunden unterwegs, wobei da es zu späterer Stunde immer mal wieder vorgekommen ist, das mir ein Getränk angeboten wurde. Ich habe mir das Verhalten von all den Leuten genaustens beobachtet und habe mich selbst immer wieder dabei ertappt, wie ich über mich selbst nachgedacht habe, wie es wäre jetzt vlt. Mal ein Bier zu trinken. Bis zum Sommer 2004 habe ich mich immer weiter von der Religion entfernt und habe diese nicht mehr praktiziert. Den ersten Konsum kann ich auf einen Sommertag in 2004 festlegen, das Datum ist mir leider missfallen. Wir wurden von einer Freundin in der Nachbarstadt auf eine Hausfete eingeladen. Wir wussten das wir dort übernachten werden, und da bot sich für mich die Gelegenheit an, das erste Mal Alkohol zu konsumieren. Das war mit meinen besten Freunden abgesprochen. Ich habe es denen erzählt, da ich zu dieser Zeit einige Leute gesehen habe, die sich zur Besinnungslosigkeit betrunken haben. Zum anderen wusste ich überhaupt nicht wie der Alkohol auf mich wirkt und bat meine Freunde darum auf mich aufzupassen. Ich habe an diesem Abend über die gesamten Aufenthalt zwei 0,5 L Colabier getrunken. Dabei hatte nicht wirklich ein Gefühl des Berauschens eher eins von betäubender Wirkung. Nach diesem Tag habe ich für eine unbestimmte Zeit kein Alkohol mehr zu mir genommen.
Finde ich erstmal so in Ordnung.
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  #15  
Alt 18.10.2018, 12:15
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Zitat:
9. Haben Sie regelmäßig Alkohol getrunken, und wie hat sich ihr Trinkverhalten in den letzten Jahren entwickelt?

Nein, getrunken habe ich nur in unregelmäßigen Abständen. Hinzu kommt, das ich zu dieser Zeit ich Hochleistungssportler war. Ich habe höherklassig Fußball gespielt und war auch in einem Boxverein um mich konditionell Fit zu halten. Nach dem ersten Konsum von Alkohol habe ich erstmal eine Weile (evtl. 2 Monate) nichts mehr getrunken. Zu der Zeit habe ich meine Lehre als Chemikant angefangen. In der Phase von 2004 - 2005 konnte ich keine Regelmäßigkeit feststellen, jedoch war eine deutliche Steigerung der Trinkmengen erkennbar. Was beim ersten Konsum noch zwei 0,5 L Colabier waren, waren dann zwei 0,5 L Bier. Die Trinkmengen haben sich dann dahingehend gesteigert, das ich einen Sixpack Bier getrunken habe. Hier war aber immer die Angst ein schleichender Begleiter, da ich jeden Morgen früh um 5 Uhr aufstehen musste. Bis zur Maifeier in 2005 habe ich keinen Hochprozentigen angerührt. An diesem Abend hatte ich zwei Schnapsgläser Wodka getrunken. Das war eine nicht so gute Idee. Das war am frühen Abend und wir hatten bis zu diesem Zeitpunkt keine weiteren alkoholischen Getränke verzehrt gehabt. Ich konnte keine Trunkenheit feststellen, jedoch ist mir plötzlich ziemlich übel geworden und musste mich übergeben. Kurz darauf haben wir uns alle ziemlich zerstritten. Folglich hatten wir alle mit anderen Menschen zu tun. Als diese Freunde in mein Leben getreten sind, hat sich mein Trinkverhalten erneut verändert. Wir haben uns an ausgewählten Tage getroffen um z.B. eine Disco oder Bar zu besuchen. Während dieser Phase habe ich Longdrinks und Cocktails ausprobiert. Ich habe für mich festgestellt, das diese viel besser schmecken, als der klare Schnaps. Diese Zeit hat sich bis ca. 2007 hingezogen. Ich konnte dabei feststellen, das sich eine gewisse Latenz aufgebaut hatte. In dieser Phase in meinem Leben habe ich den meisten Alkohol konsumiert. 2007 habe ich meine Ausbildung erfolgreich beendet, jedoch keinen Job gefunden. Ich habe mich dann entschlossen eine weitere Ausbildung als CTA anzufangen und nebenbei mein Fachabitur nachzuholen. Während dieses Lebensabschnittes war ich am Tag ca. 4 Stunden mit Bus und Bahn unterwegs. Ich hatte keine Lust mehr auf auf den Party-Lifestyle den meine Freunde ausgelebt haben und habe mich von denen 2008 abgewandt. Abends bin ich meist ins Bett gefallen und war sehr wenig aus. Kurz darauf ist etwas ziemlich erfreuliches passiert: Ich habe wieder den Kontakt zu meinen Sandkastenfreunden gefunden worüber ich sehr fröhlich und dankbar bin. Zu dieser Zeit ging es nur Bergauf. Sowie die Ausbildung als auch das Fachabitur konnte ich 2010 erneut erfolgreich beenden. Während meiner Studienzeit von 2010 – 2016 konnte ich erneut einen Anstieg der Alkoholmengen beobachten. Gerade zu Anfang der Studienzeit, im ersten Semester, in einer neuen Stadt war es einfacher, neue Leute kennenzulernen, wenn man Abends mit den Kommilitonen auf ein Bier in Gastronomie gegangen ist. Da es sich dabei um ein sehr zeitintensives sowie kräftezehrendes Studium gehandelt hat, war lange Arbeiten und Pauken die Devise. Während des Studiums ist ist mir nicht nur die Lust abhanden gekommen, ich hatte schlichtweg auch keine Zeit mehr für andere Aktivitäten. Nach dem Abschluss 2016, bin ich nun Promotionsstudent und habe erneut ein großes Ziel was ich zeitnah erreichen will. Mein Trinkverhalten hat sich über die Jahre dahingehend geändert, das ich jetzt zu 100% Herr der Lage bin, mir von niemanden vorschreiben lassen muss wieviel oder was ich zu trinken habe.
Hier hast Du ja auch schon ordentlich etwas ausformuliert. Ich finde bei den Fragen 9.) und 10.) immer eine tabellarische Auflistung (hier z.B. nach Jahren) sinnvoll - ist meistens deutlich übersichtlicher.

Dein Anfang mit den "unregelmäßigen Abständen" finde ich immer so eine Sache. Wie war das denn in der Zeit von 2005 - 2007, also die quasi "Hochquase"? Bei den Trinkmengen wird doch sicherlich eine gewisse Regelmäßigkeit gegeben worden sein. Alle zwei Woche oder alle zwei Monate sind ja auch Regelmäßigkeiten. Ich kann mir schon vorstellen, warum Du Dich so ausgedrückt hast. Du wolltest sicherlich zum Ausdruck bringen, dass Du kein Suchtverhalten hast und damit einhergehend die Regelmäßigkeit vorlag.

Ansonsten:
Dein Fall ist dahingehend besonders, dass zwischen der Trunkenheitsfahrt (2006) und jetzt natürlich eine sehr große Zeitspanne liegt, was in jedem Fall richtig gut ist. Wo viele das Problem haben, dass die MPU bereits nach noch nicht einmal 6 Monaten nach der TF droht und damit eine Verhaltsänderung schwierig wird, ist bei Dir ja sogar über ein Jahrzehnt dazwischen, in dem sich viel (zum sicherlich Guten) verändert hat.

Jetzt ist nur die Frage, inwiefern Du hier noch ein paar kleine Dinge für die MPU beachtest, denn:

Zitat:
10.Wie viel und wie oft haben Sie getrunken? (Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)

Ich habe hier im Forum ein Excel-Sheet gefunden mit der ich meine Trinkkurve ermitteln konnte. Sieht natürlich in Excel viel besser aus.

Jahr TE Bier 200ml TE Schnaps 20ml
2004 60 0
2005 100 20
2006 320 80
2007 350 100
2008 40 0
2009 30 0
2010 80 0
2011 30 0
2012 30 0
2013 20 0
2014 20 0
2015 35 0
2016 10 0
2017 20 0
2018 20 0

Wie oben schon beschrieben hat es zuerst damit angefangen, das ich im Jahre 2004 in unregelmäßigen Abständen ca. 1 L Bier getrunken habe. 2005 waren es 2 L Bier und ich habe in diesem Jahr das erste Mal Wodka probiert. 2005 bis 2007 waren die Jahre in denen ich am meisten Alkohol konsumiert habe. Als ich die zweite Lehre angefangen habe (2007 -2010) ist mein Konsumverhalten drastisch zurück gegangen. Ich habe auch seit 2008 keinen Hochprozentigen mehr getrunken. Als ich mein Studium begonnen habe, hat sich mein Konsum erneut gesteigert, aber seit Frühjahr 2011 bis heute liegt dieser auf einem konstanten Niveau.
ab 2007 (mit Ausnahme 2010) kann es ja sogar von der Menge her nach den KT-Maßstäben passen. Da hast Du sicherlich hier im Forum auch schon viel drüber gelesen - Du lebst es ja auch so ziemlich (trinken nur bei besonderen Anlässen in bestimmten Mengen etc.). Und wenn wir hier sagen würden 12 Anlässe mit 1-3 Trinkeinheiten jeweils, das wären in der Summe max. 36 TE p.a..

Worauf ich hinaus will: Gibt es einen Punkt in Deiner Vergangenheit, wo Du explizit auf "KT" gekommen bist und Dir dann diese Maßgaben angeeignet hast. In Frage 12.) könnte es ab 2010 sein?!

Oder war das eher zufällig so und Du hast unwissentlich einen derartiges Trinkmuster entwickelt? Gibt es u.U. noch ein Trinktagebuch, um das KT zu unterlegen?

Zitat:
11. Wo und mit wem haben Sie überwiegend getrunken?

Zu Anfangs war es in geschlossenen Räumen wo ich mit meinen Freunden unterwegs war. Grund war die Angst, das mich Familienmitglieder hätten sehen können. Tanz in den Mai 2005 war das erste Mal, das ich in der Öffentlichkeit Alkohol konsumiert habe. In den Sommermonaten haben wir uns bei Freunden zum Grillen verabredet. 2007 hatten wir eine Phase in der wir bei Freunden getrunken haben und anschließend Discotheken oder Bars besucht haben. Während des Studiums ab 2010 im ersten Semester sind wir in großen Gruppen in Kneipen gegangen oder haben uns auf WG-Feten getroffen. Ab 2011 hat sich das wieder gelegt und gehe sehr selten in Bars. Meine Verlobte und ich lassen uns entweder einladen oder laden ein und das auch nur zu besonderen Anlässen. Aufgrund der Arbeit sehen wir uns sehr wenig und uns ist es wichtig, wenigstens Abends immer gemeinsam was zu unternehmen.
Gut!
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  #16  
Alt 18.10.2018, 12:15
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Zitat:
12. Warum haben Sie getrunken? (Innere + äußere Motive)

Also angefangen hat alles, das ich mich mit meiner damals praktizierten Religion nicht mehr identifizieren konnte und wollte. Nachdem meine besten Freunde ihre ersten Erfahrungen damit gemacht haben, habe ich mir diese angehört. Ich war auch das eine oder andere Mal dabei gewesen ohne Alkohol konsumiert zu haben. Das erste was mir aufgefallen ist, war die Ausgelassenheit mit der die Abende immer verbunden waren. Es gab nie streit und der Spaß hatte uns immer begleitet, gleich einer heilen jugendlichen Welt. Zu der Zeit wurde auch vermehrt auf dem Schulhof darüber gesprochen, was am Wochenende gemacht wurde. Das ich für mich den Entschluss getroffen habe, das erste Mal Alkohol zu konsumieren, war frei von äußeren Einflüssen. Hier sollte nun die Frage geklärt werden warum ich diesen Entschluss gefasst habe. Ich bin eine sehr introvertierte und schüchterne Persönlichkeit. Zu dieser Zeit habe ich mich sehr für Frauen interessiert, habe aber immer einer innerliche Barriere gespürt, die es mir unmöglich gemacht hat in Kontakt mit anderen Menschen zu kommen. Ich habe beobachten können, wie einfach meine Freunde das gemacht haben und zugegebener Maßen war ich auch oft Eifersüchtig. Ich weiß nicht ob es eine logische Schlussfolgerung darstellt, aber durch eine potentiel leichtere Kommunikation habe ich das erste Mal Alkohol konsumiert. Diese Annahme hat sich auch bestätigt. Ich war in der Lage mich zu öffnen und Gespräche zu suchen. So bin ich schließlich zu meiner ersten Freundin gekommen mit der ich 5 Jahre zusammen war. Während dieser Zeit hatte ich dann mit anderen Leuten zu tun gehabt mit denen ich mich angefreundet hatte. Zu dieser Zeit habe ich die zweite merkliche Veränderung in meinem Trinkverhalten warnehmen können. In der Vergangenheit kam es vor, das ich nur ein Mal draußen Alkohol getrunken hab. Sonst ist dies nur in geschlossenen Räumen unter Freunden geschehen. Nun haben wir uns, wenn das Wetter gut war, im Park verabredet, gegrillt, Karten gespielt. Dabei haben wir mit Bier angestoßen und Freizeit genossen. Die Leute mit denen ich mich angefreundet habe, waren allesamt älter und zum Teil auch schon volljährig. Ich wurde eingeladen mit in die Disco zu gehen. Nachdem mir dass das erste Mal gefallen hat, haben wir das öfter gemacht. Dabei ist entweder einer nüchtern geblieben um zu fahren, oder wir sind allesamt mit dem Zug gefahren. Unabhängig davon, haben wir uns vorher getroffen um die Stimmung anzuheben. Das war die Phase wo ich in Kontakt mit Longdrinks und Cocktails gekommen bin. Dabei wurde zuerst mit Bier angestoßen und dann auf die hochprozentigen Mischgetränke gewechselt. Während dieser Phase haben ich hin und wieder einen äußeren Druck verspüren können. Ich wurde z.B. beim Vortrinken schon dazu aufgefordert mehr zu trinken. Das hat sich dann von der Fahrt bis hin zur Disco gezogen. Wohlgemerkt, das ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht volljährig war und somit stets nüchtern und gestanden wirken wollte, damit mein Ausweis nicht kontrolliert wird. Ich wollte dadurch nich nur mich, sondern auch meine Freunde nicht enttäuschen. Wenn ich nicht zum nächsten Getränk gewechselt habe wurde ich belächelt und habe lappsige Sprüche von der Seite bekommen. Um die Dazugehörigkeit sowie falsche Stärke zu wahren, hatte ich eine halbvolle Bierflasche dabei, damit das ein Ende hatte. So konnte ich immer darauf verweisen, das ich gerade ein Bier trinke und das Alte schon ausgetrunken hatte. Im Jahr 2007 hatte das dann ein Ende. Nachdem ich die Ausbildung beendet hatte, habe ich keine Anstellung gefunden und habe mich dann entschlossen eine zweite Lehre anzufangen. Nebenbei habe ich auch das Abitur nachgeholt. Während dieser Zeit habe ich meinen Alkoholkonsum drastisch reduziert, zum einen weil ich mehrere Stunden am Tag mit Pendeln verbringen durfte und somit spät zu Hause war, zum anderen hatte ich das Abitur, was auch sehr zeitintensiv war. Ich habe meinen Fokus zu 100% auf meine Karriere gelegt. Seit 2010 trinke ich nur noch Alkohol zu besonderen Anlässen. Dazu zählen die Geburtstage meiner besten Freunde, meiner Verlobten sowie meinen eingeschlossen. Ferner setzte ich mir Ziele, in denen ich mich belohne, wenn ich diese erreiche.
Hm für mich sind hierin schon ein paar Motive enthalten, aber die klassischen äußeren Motive (Gruppenzwang, Hemmungsbefreiend, siehe dazu diesen Thread).

Vielleicht liegt der Schlüssel in der Religion, welche Du ja als Auslöser betrachtet hast. Ein schwieriges Thema mit Sicherheit - will da auch nicht zu sehr nachbohren.

Wie ich bereits in Bezug auf Frage 7.) schon schrieb, hast Du (vor der TF) keine wahnsinnig lange Trinkgeschichte. Du wirst sicherlich in den anderen Thread schon zur Kenntnis genommen haben, dass gerade diese Frage von zentraler Bedeutung ist. Nur wer die Trinkmotive kennt, weiss auch, wie hier richtig "entgegen" gehandelt werden kann.

Was Dir auch wieder zugute kommt ist die Tatsache, dass Du ja eine deutlich positivere Trinkhistorie (ab 2010 v.a.) hast. Mach Dir vielleicht nochmal ein paar Gedanken, ob Du auch bei Dir innere Motive finden kannst, gerade für die Zeit 2005 - 2007 wäre dies interessant.

Du hast Dich ja karrierebedingt und aufgrund der Änderung des sozialen Umfeld dann dem Alkohol abgewandt - sicherlich hat das auch etwas mit dem ursprünglichen (inneren) Motiv zu tun. Vielleicht ist das immer wieder genannte Selbstbewusstsein der Ankerpunkt, immerhin nennst Du das in den letzten Fragen auch mehrmals...

Zitat:
13. Welche Wirkung haben Sie in der Vergangenheit nach Alkoholgenuss bei sich beobachtet?
(bei wenig und bei viel Alkohol)

Bei wenig Alkohol sind meine Schwächen eher in den Hintergrund gerückt. Da ich recht introvertiert war, konnte ich mich Öffnen und auf Menschen zugehen. Ich wurde lockerer und war zu dem Zeitpunkt auch viel selbsbewusster. Habe ich dagegen mehr Alkohol getrunken, war alles egal. Ich habe nur noch für den Moment gelebt und wurde übermütig. Meine Motorik wurde darüber hinaus auch in Mitleidenschaft gezogen. Ich habe undeutlich gesprochen. An den darauffolgenden Tagen habe ich eine gewisse Antriebslosigkeit wahrgenommen. Ich wollte z.B. nicht morgens nicht aufstehen und war eher faul. Dazu kommt, das ich bei höherem Alkoholkonsum eher die Person war, die ich gerne sein wollte.
Erstmal eine ehrliche Einschätzung, was gut ist. Interessant finde ich den ersten- wie auch den letzten Part.

Du ordnest die Introvertiertheit als "Schwäche" bei Dir ein. Warum?
Warum konntest Du mit hohem Pegel eher die Person sein, die Du sein wolltest? Defizitäre Motorik, schlechtere Kommunikationsfähigkeit und Übermütigkeit, das war doch sicherlich nicht Dein "Ziel"?

Was ist mit den Konzentrationsstörungen, welche Du in Frage 26.) erwähnst? Und mit dem Schlafmangel?

Zitat:
14. Gab es kritische Hinweise Anderer auf Ihren Alkoholkonsum und wie haben Sie darauf reagiert?

Diese gab es nicht. Ich hatte versucht so oft es geht bei Freunden zu Übernachten und den Rausch auszuschlafen. Wenn ich nach Hause gekommen bin, habe ich darauf geachtet das keiner mehr wach war. Ich bin mir aber sehr sicher, das mein Eltern, hätten Sie das mitbekommen, mich zurechtgewiesen hätten.
Was haben die Eltern der Freunde gesagt? Keine kritischen Meinungen? Klar, kann so gewesen sein...

Zitat:
15. Welche Auswirkungen und Folgen hatte Ihr Alkoholkonsum auf Ihr Leben und Ihr Umfeld?

Der Alkoholkonsum war natürlich nicht förderlich für den Sport. Ich musste jedes Wochenende am Samstag oder Sonntags zu Ligaspielen antreten. Am Anfang war es noch kein Problem für mich, aber nach einer Zeit habe ich abgebaut und wurde nicht mehr für die erste 11 nominiert. Ich habe mich dann mit der Rolle als Ergänzungsspieler abgefunden. Hinzukommt, das ich mit zwei aufeinanderfolgenden Kreuzbandrissen zu kämpfen hatte. Danach habe ich mit dem Fußball aufgehört. Wenn wir Alkohol konsumiert haben, habe ich es in erster Linie als etwas positives empfunden, das ich auf andere Menschen zugehen konnte. Die Kopfschmerzen, Antriebslosigkeit sowie die Trägheit habe ich in den darauffolgenden Tagen nach dem Alkoholkonsum als negativ empfunden. Der Nackenschlag bzw. der Tiefpunkt war als ich die Trunkenheitsfahrt vollzogen und folgerichtig aus dem Verkehr gezogen wurde.
Finde den Teil erstmal so ausreichend. Da Du ja eine umfangreiche KT-Vergangenheit hast, kannst Du ja auch (positive) Aspekte aus den letzten Jahre aufgreifen.
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  #17  
Alt 18.10.2018, 12:16
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Zitat:
16. Gab es in Ihrem bisherigen Leben frühere Zeiten, in denen sie weit mehr Alkohol als heute getrunken haben? Wenn ja, nennen sie bitte die Lebensabschnitte und mögliche Ursachen und Umstände dafür.

Ja, zu meinen Anfängen ab 2004 bis 2007. Ein Umstand war, das ich ein recht introvertierter Mensch war und mir es relativ schwer gefallen ist, mich gegenüber fremden Menschen zu öffnen und die Gespräche zu suchen. Als ich mit der zweiten Lehre angefangen habe, habe ich den Alkoholkonsum drastisch verringert. Als ich mit dem Studium 2010 angefangen habe, habe ich im Vergleich zu den 2 Jahren zuvor, mehr Alkohol getrunken aber seit dem Frühjahr 2011 bis heute liegt dieser auf einem konstant niedrigerem Niveau. Ich bin in eine neue Stadt gezogen und hatte hier eigentlich überhaupt keine Bezugspunkte. Als das Studium angefangen hatte, hat man sich in Grüppchen getroffen und zzsammen was unternommen. Meist sind wir mit den Kommilitonen durch die Stadt gezogen. So war es für mich einfacher neue Kontakte zu knüpfen. Aber das ist das hat sich nach dem ersten Semester auch wieder gelegt.
Zentraler Aspekt, welcher sich durchzieht, ist ja die Introvertiertheit. Frage insofern korrekt beantwortet, als dass Du am Anfang die richtigen Zeitabschnitte nennst.

Zitat:
17. Haben sie jemals die Kontrolle über ihre Trinkmenge verloren und bis zur Volltrunkenheit Alkohol konsumiert?

Mir ist es selbst zwei Mal passiert, das ich die Kontrolle über die konsumierte Trinkmenge verloren habe. Das waren dann schleichende Übergänge die ich selber dann nicht mehr wahrgenommen habe, lediglich die Wirkung. Ich bin dann auf alkoholfreies Bier umgestiegen. Zur völligen Besinnungslosigkeit zu trinken ist mir, stand heute, erspart geblieben und das habe ich auch nicht vor.
"...und das habe ich auch nicht vor." - Will ich auch hoffen, das sollte bei KT logischerweise Grundvoraussetzung sein.

Bedenke noch folgendes, Verlust der Kontrolle wäre auch dann schon, wenn Du erst sagst "ich trinke gar nichts" und dann doch zwei Bier trinkst. Es muss nicht zwangsläufig mit hohen Promillewerten zusammen hängen.

Auf jeden Fall gut, dass nicht zu viele Kontrollverluste vorkamen, das wäre nämlich ein Grund dafür, dass KT nicht mehr möglich ist.

Zitat:
18. Haben Sie früher schon einmal oder öfter über einen längeren Zeitraum bewusst und mit Absicht völlig auf den Genuss von Alkohol verzichtet?

Weder vor noch nach der Trunkenheitsfahrt habe ich über einen längeren Zeitraum auf den Konsum von Alkohol verzichtet verzichtet.

Okay. Wie war das denn direkt nach der TF? Hast Du da nicht nachgedacht, erstmal nichts zu trinken oder direkt nach einer Woche wieder etwas konsumiert?

Zitat:
19. In welcher Kategorie von Trinker haben sie sich früher gesehen und wie stufen Sie sich heute rückblickend ein? (mit Begründung)

Im jüngeren Alter bis 2005 habe ich meinen Alkoholkonsum als recht moderat und kontrolliert befunden. Ich habe mich zu dieser Zeit, als auch später nie zur Besinnungslosigkeit oder völligem Kontrollverlust betrunken, sodass ich auch selber nie das Empfinden hatte, ein Alkoholproblem zu haben. Rückblickend muss ich aber zugestehen, das ich den Alkohol gebraucht hatte um mich anderen Menschen zu öffnen, sozialer und geselliger zu werden. Hier steht der Alkoholmissbrauch ganz klar an erster Stelle und ich würde mich als einen beta-Trinker klassifizieren. Wobei ich hier noch hervorheben will, das es nie zu dem Zustand gekommen ist, das ich alleine Alkohol konsumiert habe. Ab 2006 würde ich mich ebenfalls als einen beta-Trinker einordnen. Im Gegensatz zu der Zeit davor, habe ich den Alkoholkonsum auf besondere Anlässe beschränkt, das erste Semester 2010 ausgenommen. Seit dieser Zeit lebe ich als kontrollierter Trinker.
Zwei Sachen würde ich ändern:
- Die Einordnung als "beta-Trinker" (lass derartige Einschätzungen besser den Gutachter machen)
- der Begriff "kontrollierter Trinker", hier finde ich Trinker eher negativ behaftet. Sag doch einfach, dass Du seit 2010 kontrolliert Alkohol konsumierst

Zitat:
20. Trinken Sie heute Alkohol? Wenn ja, was, wie viel und wie oft? (Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)

Ja, ich trinke Alkhol. Jedoch zu weitaus wenigeren Anlässen wie es früher war. Dazu zählen neben meinem eigenen Geburtstag, der Geburtstag meiner Verlobten. Dabei wird mit einem Glas Wein oder Sekt angestoßen. Über den weiteren Abend nehme ich dann 1-3 TE Bier oder Radler zu mir. Zur Weihnachtsfeier stoßen wir mit dem Chef mit einem Glas Wein auf das gesamte Jahr an. Hinzukommt, das ich mich mit meinen Freunden mal im Jahr treffe, entweder zur Sommer- oder Winterzeit. Hier trinke ich 2 TE Bier. Wie in der Vergangenheit, halte ich mich an der Regel fest, nicht mehr als 5 TE an einem Abend zu konsumieren.
Genau, hier kommen wichtige KT-Aspekte. Hast Du Dir von der Anzahl der Anlässe eine Maximalgrenze pro Jahr gesetzt?

5 TE pro Abend ist aber auch m.E. Maximum, dann aber bitte nur auf einem lang gezogenen Abend (so angeben).

Die Art der Anlässe finde ich auch soweit in Ordnung.

Zitat:
21. Wann haben Sie zuletzt Alkohol getrunken?

Das lass ich erstmal noch offen.
Im MPU-Gespräch kannst Du hoffentlich aber direkt von dem letzten Trinkanlass berichten...

Zitat:
22. Trinken sie gelegentlich alkoholfreies Bier?

Nein.
Gut.

Zitat:
23. Warum trinken Sie heute Alkohol/keinen Alkohol?

Mir ist stets bewusst, das ich in meinen jüngeren Jahren Alkoholmissbrauch betrieben habe. Ich habe den Alkohol als Mittel zum Zweck betrachtet. Heute konsumiere ich Alkohol nur noch in überschaubaren Maßen. Dabei ist es mir wichtig festzuhalten, das ich nur noch Alkohol des Genusses wegen konsumiere und nicht wegen der Wirkung.
Finde ich auch soweit in Ordnung und nachvollziehbar.

Zitat:
24. Warum haben Sie das Trinken reduziert bzw. aufgegeben und warum nicht schon eher?

Ich habe nicht wirklich wahrgenommen, das mein Alkoholkonsum sich stetig gesteigert hat. Das war irgendwie ein schleichender Prozess, aber dennoch habe ich eine Steigerung wahrgenommen, diese jedoch nicht als gravierend oder relevant empfunden. Kling zwar paradox, aber rückwirkend würde ich das genauso beschreiben. Ich hatte ja ein gewisses Umfeld, an das ich mich orientiert hatte und habe mich stets mit diesem Verglichen. Dabei ging es jetzt nicht nur primär um den Alkoholkonsum. Ich war definitionsgemäß ein Mitläufer ohne Rückgrad. Nachdem ich die zweite Lehre angetreten bin, habe ich mich sehr viele Gedanken um meine Karriere gemacht. Nach der ersten Ausbildung habe ich einfach keinen Job gefunden. Von daher war es gut aus dem gewohnten Umfeld, man könnte es auch Comnfort-Zone nennen, herauszukommen und die neue Lehre in einer anderen Stadt anzutreten und die Freunde einfach links liegen zu lassen. Die haben mir einfach nicht gut getan und ich habe mich mit meinen Sandkastenfreunden versöhnt. Ich war ca. 4 Stunden am Tag mit Pendeln unterwegs und habe Abends einfach keine Lust gehabt Alkohol zu konsumieren und dann am bnächsten Tag schwer aus dem Bett zu kommen und nicht fit für den Arbeitsalltag zu sein. Hier Stelle ich in den Vordergrund das ich keine Zeit gehabt hätte dies zu tun, ich wollte einfach nicht. Wir sind Abends mal in die eine oder andere Bar gegangen aber da hat es sich nur auf das Essen beschränkt. Zu dieser Zeit habe ich mir auch sehr viele Gedanken um die Trunkenheitsfahrt gemacht. Hier stand immer im Vordergrund was hätte passieren können. Ich bin mehr als überaus glücklich, das an diesem Abend niemand zu schaden gekommen ist. Ich habe immer daran gedacht was gewesen wäre, hätte die ich die Trunkenheitsfahrt evtl. ein oder zwei Jahre später gemacht? Wäre ich mehr Alkohol gewöhnt gewesen? Hätte ich mich dennoch auf den Roller gesetzt? Noch viel schlimmer, wäre ich auch in ein Auto gestiegen? Wären dort Insassen dabei gewesen. Was hätte ich alles Verloren? Job? Lehrstelle? Hätte ich in der zur Gesellschaft keinen Zugang mehr? Ist zwar alles konjunktiv, aber dennoch haben mich zu diesem Zeitpunkt diese Gedanken geplagt. Hier könnte man sich die Frage stellen, warum es ein Jahr gedauert hat, bis ich mir diese Situation noch einmal vor Augen führe. Ich habe ja erwähnt das ich introvertiert und sehr in mich geschlossene Persönlichkeit war. Dazu kommt aber auch noch, das ich einfach überhaupt kein Verantwortungsbewusstsein an den Tag gelegt habe. Ich habe zwar die erste Lehre sehr gut bestanden, aber bei allem was darüber hinaus ging, war ich überhaupt nicht zu gebrauchen. Ich habe an meiner Persönlichkeit gearbeitet und bin zwar immer noch introvertiert, habe aber gelernt damit umzugehen und damit zu arbeiten. Während der zweiten Lehre war ich dann auch viel offener, habe neue Menschen in der neuen Stadt kennengelernt. Ich habe meine Ausbildung als Jahrgangsbester abgeschlossen und nebenbei das Abitur nachgeholt. Ich hatte daraufhin eine Zusage für die Universität. Ich habe mich letztlich dafür entschieden, an den Studienort zu ziehen, welcher sich in einem anderen Bundesland befindet. Dieser Tapetenwechsel hat mir besonders gut getan. Hier konnte ich nochmal bei 0 anfangen mit neuen Menschen in meiner Umgebung. Während meiner Studienzeit bin ich nicht nur älter und reifer geworden sondern habe ich mir auch ein Selbsbewusstein aufgebaut. Dieses Selbstbewusstsein ist für mein Studium auch bitter nötig gewesen, da ich manche Vorträge vor über 100 Studenten halte und auch als Tutor fungiere. Während der ganzen Studien- bzw. Lehrzeit, war es mir immer wichtig, mir meine Persönlichkeit vor 11 Jahren immer vor Augen zu führen um nicht zu vergessen, was ich bis dahin alles erreicht habe. Jetzt stellt sich die Frage, warum ich das Trinken nicht schon eher reduziert habe. Ich habe mir einfach schlichtweg keinen Kopf gemacht.
Auch erstmal i.O. denke ich.
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  #18  
Alt 18.10.2018, 12:16
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Zitat:
25. Wie haben Sie die Änderung Ihres Trinkverhaltens erreicht und dabei die Umstellungsphase erlebt?

Die Änderung meines Trinkverhaltes habe ich ganz einfach erreicht. Ich habe es nämlich nicht mehr so ausschweifend gemacht wie es mit den falschen Freunden war. Ich habe es einfach nicht mehr gemacht und so habe ich anscheinend deren Interesse verloren und wurde nicht mehr eingeladen. Mir soll es recht gewesen sein. Mit der dazugewonnenen Zeit konnte ich wieder mehr Sport machen und war einfach viel ausgeglichener. Es gab keine Konzentrationsstörung aufgrund mangelnden Schlafes mehr und habe Tag für Tag an meinem Auftreten gearbeitet. Die Umstellungsphase hat sich als nicht so schwierig dargestellt. Ich habe einfach einen Schlussstrich gezogen. Zu dieser Zeit habe ich sehr viel gelesen und mir viel Wissen angeeignet. Ich habe mich viel Leistungsfähiger gefühlt. Ich hatte richtig Spaß an der Arbeit und konnte so meinen Ausbildern mit richtig guten Noten danken. Da ich mit den alten Kontakten auch nichts mehr zu tun hatte, wurde ich darüber hinaus auch in meinem Vorhaben bekräftigt. Mein Abitur habe ich ebenfalls als Jahrgangsbester abgeschlossen, was ein positives Signal war. Diese zwei Ereignisse haben mir sehr viel Selbstbewusstsein verschaffen. Darüber hinaus wurde mir damit aufgezeigt, dass das was ich geändert habe, der richtige Weg zum Ziel ist. Was noch dazukommt ist, das ich mich seitdem vermehrt mit Musik auseinandergesetzt habe und nun auch zwei Gitarren, sowie eine Mundharmonika und eine Geige besitze und diese auch spiele. Ich habe auch in der Anfangsphase der Beziehung mit meiner Verlobten auch mit dem Rauchen aufgehört, was auch schon sieben Jahre her ist.
War es wirklich so einfach? Eventuell musst Du hier noch mehr dazu schreiben, wie Du ursprünglich von den falschen Freunden weggekommen bist, weil das hat ja das Trinkverhalten anscheinend grundsätzlich geändert (und nicht die TF, welche ja in 2006 war).

Diesbezüglich eine Frage, die ich mir schon von Anfang an gestellt hast: Warum eigentlich erst jetzt der Antrag für die Wiedererteilung?
Ich meine es ist absolut kein Muss, einen FS zu haben, gibt es einen besonderen Anlass? Bist Du ansonsten so gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ausgekommen, sodass Du den FS gar nicht benötigt hast. Diese Frage könnte sich der Gutachter auch stellen.

Ansonsten nennst Du in dieser Frage im zweiten Teil bereits Sachen, die in der folgenden Frage auch reinpassen könnten:

Zitat:
26. Wie wirkt sich Ihr geändertes Verhalten auf Sie, Ihr Leben und Ihr Umfeld aus?

In wirklich allen Belangen wirkt sich mein geändertes Verhalten positiv auf alles aus. Was meine Karriere betrifft habe ich nun zwei Ausbildungen abgeschlossen und nebenbei mein Abitur nachgeholt. Darüber Hinaus konnte ich einen Bachelor- sowie Master-Abschluss an einer Universität in einem der eher anspruchsvolleren Studiengängen erlangen. Zu guter Letzt bin ich gerade auch in diesem Fach am Promovieren, wobei ich dieses Ziel vorraussichtlich nächstes Jahr erreichen werden. Zusammengefasst habe ich was die Karriere betrifft, es geschafft mich von ganz unten oben zu arbeiten. Hätte ich mich, was mein Umfeld und mein Trinkverhalten betrifft, nicht geändert, hätte ich zu 100%iger Sicherheit nicht studieren können und meine jetztige Verlobte, und im nächsten Jahr meine Frau, niemals kennengelernt. Sie hat sich in unserer siebenjährigen Beziehung als ein fester Ankerpunkt entwickelt. Sie ist die liebenswerteste Person für mich und hilft mir einfach wann immer sie kann. Sie ist die Person mit der ich als erstes über mögliche Probleme spreche, wir beide kennen uns einfach in- und auswendig. Durch Sie habe ich auch den Blick für die Welt und das bereisen bekommen. Früher haben wir immer Strandurlaub an Touristenzielen gemacht. Mit ihr bereise ich die Welt und sie hat auch das Wandern für mich entdeckt, was ich früher ziemlich langweilig fand, aber jetzt einfach tierischen Spaß macht. Auf unserer letzten Reise habe ich Ihr dann auch die Fragen der Fragen gestellt. Ein weiterer Ankerpunkt sind meine besten Freunde, welche ich auch zur Familie zähle. Mit ihnen kann ich auch über wirklich alles reden und sind auch für jeden Spaß zu haben. Mit denen gehe ich wirklich durch dick und dünn. Aus dem Sandkasten-Freunden sind es nun ehrbare Väter geworden, welche alle meine Trauzeugen sind. Diese Menschen habe ich zwar einmal gegen Andere eingetauscht, aber das wird nicht noch einmal passieren. Bessere Menschen wird man einfach nicht finden können. Wenn es Probleme gab, sind meine Freunde, neben meiner Verlobten die zweiten Anspechpartner. Was meine Familie betrifft hat sich eigentlich garnichts geändert. Mein Vater ist bis jetzt immer noch die einzige Person, die nichts von all dem weiß. Zu ihm habe ich nicht so eine starke Bindung wie zu meiner Mutter oder meinen Geschwistern. Jedoch hat sich hier auch nicht gravierend geändert als das meine Geschwister älter geworden sind und nun auch alle Kinder bekommen habe. Mein geändertes Verhalten wirkt sich in wirklich allen Belangen positiv für mich aus. Ich bin stolz, auf das was ich alles geschafft habe und froh diesen Weg gegangen zu sein.
...welche ich auch sehr gut beantwortet finde! Du hast tolle, positive und nachhaltige Entwicklungen vollzogen. So wie Du es schreibst kann ich mir auch schon vorstellen, dass Du das lebhaft rüberbringen kannst. Und genau das muss hier nämlich sein.

Zitat:
27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?

In erster Linie liegt es an mir dafür zu sorgen, das es stabil bleibt. Das bedeutet, das ich nicht mehr in alte Muster rückverfalle. Das ist mir in all den Jahren gelungen, weil ich zum einen über die Jahre viel Selbstbewusster geworden bin. Zum anderen bin ich seitdem auch viel reifer geworden. Vielleicht war ich es früher nicht, aber bin mir jetzt im klaren was ein solches Umfeld anrichten kann und mit mir gemacht hat. Nachdem ich die falschen Freunde in den Wind geschossen habe, hatte ich niemanden mit dem ich darüber reden konnte. Das meiner Mutter zu erzählen, habe ich als recht peinlich empfunden. Habe nun eine Frau an meiner Seite, die zu jeder Zeit 100% hinter mir steht und mit der ich über alles reden kann. Selbst wenn Sie aber nicht mehr wäre, habe ich mir in den letzten 11 Jahren ein stabiles Umfeld aufgebaut, welches mich immer wieder auffangen würde. Auch aufgrund meines Studiums, weiß ich zu was Alkohol alles in der Lage ist und welche Organe angegriffen und in Mitleidenschaft gezogen werden. Seit über 10 Jahren übe ich das kontrollierte Trinken aus. Ich habe dazu im Jahre 2014-2015 mir monatlich Blut entnehmen lassen, damit die relevanten Blutwerte bestimmt werden können. Nach Rücksprache mit der Ärztin wurde mir bestätigt, das die Werte nicht auf ein starken Alkoholkonsum, sondern sich im unteren Normbereich befinden. Ich habe früher auch sehr viel geraucht und seit fast sieben Jahren bin ich mit diesem Thema auch durch. All das was ich bis heute erreicht habe, unterstreicht wie gut die Änderungen mir getan hat. Aufgrund der Reife und des Alters was ich erlangt habe, weiß ich, das ich nie wieder in so eine Situation kommen werde.
Auch diese Frage finde ich gut beantwortet. KT muss Dir Sicherheit geben, und Du hast ja bereits sehr sehr viel Erfahrung gesammelt. Ich denke, wenn Du Dich so dem Gutachter gegenüber präsentierst, wird der bei diesen letzten Fragen auch gar nicht weiter nachhaken.

Zitat:
28. Können Sie sich vorstellen, jemals wieder in Ihre alten Gewohnheiten zurückzufallen? (Ja/Nein + Begründung)

Nein, ich könnte mir niemals vorstellen wieder in alte Muster zurückzufallen. Dafür habe ich in der letzten Dekade einfach zu viel erreicht um das aufs Spiel zu setzen. Aber ich muss zugestehen, wenn ich Abends z.B mit meiner Verlobten unterwegs bin, und mir ein Betrunkener über den Weg läuft, ich mich an früher erinnere. In diesen Momenten halte ich mir immer wieder vor Augen, was ich alles geschafft habe. Ich habe mir in den letzten Jahren ein sehr starkes Umfeld aufgebaut auf das ich immer zählen und zurückgreiffen kann.
Hier wiederum solltest Du Dir immer vorstellen können, dass es Situationen geben kann, in denen Du in alte Verhaltensmuster zurück fallen kannst. Wichtig ist dann zu wissen, welche Maßnahmen ergriffen werden können. Das Umfeld (v.a. Deine Verlobte) kann ja z.B. der erste Rückhalt sein.
Ein "Nein" darf hier nur nicht die Antwort sein. Eher "Ja, unter den und den Umständen kann ich es mir vorstellen. Dann würde ich aber xxxx".

Zitat:
29. Wie wollen sie in Zukunft das Trinken vom Fahren trennen?

Anlässe werden genau geplant und wenn einer ansteht, spreche ich mich mit meiner Verlobten ab. Falls ich fahren sollte, trinke ich definitiv keinen Alkohol mehr. Dabei gilt für michnur noch die ‰-Grenze. Alternativ wird das Auto stehen gelassen und die öffentlichen Verkehrsmittel genutzt.
Du meinst sicherlich die 0-Promille Grenze? Ansonsten okay.
Wichtig ist natürlich, dass Du auch auf dem Fahrrad keinen Alkohol vorher konsumierst (auch wenn es wg. KT geringen Dosen sind...).


Insgesamt hast Du für ein Erstlingswerk einen richtig guten Fragebogen, wie ich finde. Ist sicherlich auf die positive Entwicklung einhergehend mit der entsprechenden KT-Erfahrung zurück zu führen.

Details können noch verbessert werden. Allen voran würde ich Frage 12.) versuchen zu präzisieren und vielleicht in Richtung mangelndes Selbstbewusstsein passende innere Motive und Gründe zu finden.
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  #19  
Alt 21.10.2018, 16:41
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Zitat:
Zitat von darksoul Beitrag anzeigen
Leberwerte sind ja okay. Gibt es einen Grund dafür, dass Du diese "nur" bis 07/2015 gemacht hast? In Frage 27.) gibst Du ja die Überprüfung an, wo dann alles i.O. war hast Du das dann eingestellt?
In jedem Fall nochmal vor der MPU nehmen lassen, da diese ja schon nächsten Monat ist, kannst Du das bald angehen.
Zuerstmal danke ich dir herzlichst dafür, das du dir die Zeit genommen hast meinen Fragenkatalog durchzuschauen
Ich habe mir die Leberwerte nur für maximal ein Jahr bestimmen lassen, da ich im Anschluss gedacht hatte, zeitnah mich um eine MPU kümmern zu können. Da es aber mit dem Studium stressiger wurde und ich im Anschluss meinen Fokus auf die Jobsuche gelegt habe, ist dieses Thema wieder in den Hintergrund gerückt. Muss ich die Blutwerte zwingend nochmal entnehmen lassen? Es wird doch ohnehin nochmal bei der MPU Blut entnommen, oder?
Zitat:
Zitat von darksoul Beitrag anzeigen
Kurs für verkehrsauffällige Autofahrer: 11/14"
Was heisst das? November 2014? Hast Du da den Kurs absolviert?
Genau!
Zitat:
Zitat von darksoul Beitrag anzeigen
Grundsätzlich schon ausführlich genug umschrieben. Evtl. noch hinzufügen, was Du den ersten Tag des Tages gemacht hast (auch wenn es nicht unmittelbar mit der Trunkenheitsfahrt zu tun hat). Das Argument "für das Taxi nicht genug Geld" würde mir als Gegenfrage einfallen:
- die Bekannten sind mit dem Taxi gefahren, da noch mitzufahren - gerade im Hinblick auf die kurze Distanz - hätte nicht viel gekostet
- es war dann noch genug Geld für 2 Liter Bier in der Diskothek über
Da hat es leider von meiner Seite aus gefehlt zu erwähnen, das ich mir Geld geliehen hatte. Das kommt noch rein.
Zitat:
Zitat von darksoul Beitrag anzeigen
Die genauen Zeitangaben hast Du durch die Akteneinsicht mittlerweile erhalten, korrekt?
Genau, ich hatte Akteneinsicht:
- Aufgefallen um 04:40
- Blutentnahme um 5:05
Zitat:
Zitat von darksoul Beitrag anzeigen
Welche Biermenge gibst Du dann schlußendlich an? Also m.E. wären es nach meiner Rechnung die ca. 2,5l (also "nur" 5x 0,5l) - bei Deinen 4 Litern über den ganzen Abend (8x 0,5l) wären es sogar 250gr (reiner) Alkohol insgesamt, und damit deutlich mehr als die errechneten 192...
Ich hatte nämlich bei meinem ersten Post versehentlich nur die ersten 2 Liter bemerkt und nicht mehr die weiteren 2 Liter aus der Diskothek .
Wenn Du Dich genau an die Mengen erinnern kannst, hmm dann evtl. besser die korrekten Mengen angeben. Unter Umständen hast Du einen überdurchschnittlichen Abbau gehabt.
Wichtig für Dich als KT´ler ist, dass Du die Rechnung nachvollziehen kannst. Ob jetzt jeder Schritt vor dem Gutachter vorgerechnet werden muss, das wird wohl eher nicht passieren. Aber in jedem Fall besser zu sagen "die Widmark-Formel ist mir bekannt" als "hab das mal in den Promille-Rechner eingegeben"
Da es gewiss ein paar Jahre zurück liegt, kann ich mich leider nicht mehr genau daran erinnern. Bei den Bieren bin ich mir sehr sicher. Lediglich bei den Mischgetränken bin ich mir nicht sicher. Also 4 Liter Bier (8*0.5L) und der Rest dann mit den 50%-Longdrinks. Ich habe mal deinen Post als Grundlage genommen und das nochmal für mich gerechnet. Müsste ja eig. so jetzt passen.
1.) Reduktionsfaktor: 80kg x 0,7 = 56

2.) Abbauzeit: 20 Uhr war Trinkbeginn, 05:00 Blutentnahme - 1 Stunde Anflutung = 8 Stunden x 0,15 Promille Abbau/Std. = 1,2 ‰

3.) Berechnung der Gesamtpromille: 1,77 ‰ gemessen + 1,2 ‰ Abbau = 2,97 ‰ x Reduktionsfaktor (56) * Dichte (0,8) = 133,056 g

4.) Berücksichtigung des Resorptionsdefizits 133,056 g / 0,8 = 166,32 g

Berechnung des Alkohols anhand Deiner angegebenen Getränke:

4 Liter Bier: 4000ml x 0,048 x 0,8 x 0,8 = 122,88 g

400ml Long-Drink (Mischung 50/50) = 400ml x 0,2 x 0,8 x 0,8 = 51,2 g

Wird beides addiert, komme ich auf eine aufgenommene Menge von 174,08 g Alkohol
Zitat:
Zitat von darksoul Beitrag anzeigen
Ich könnte mir vorstellen es folgt auf diese Antwort die Frage "Und warum sind Sie dann gefahren, wenn Sie offensichtlich sich selbst zu diesem Zeitpunkt so eingeschätzt haben, dass Sie nicht mehr sicher fahren können?"
Bei der ersten Trunkenheitsfahrt an diesem Tag, wollte ich einfach, das die Leute nicht zu lange auf mich warten. Ich musste mir ja von einem Kollegen ja noch ein wenig Geld leihen. Die Zweite habe ich dann auf mich genommen, damit die Diskussion beendet ist. Bei der Dritten wollte ich einfach nur noch schnell nach Hause.
Zitat:
Zitat von darksoul Beitrag anzeigen
Ich bin mir ziemlich sicher, dass es hier nur eine Antwort geben muss. Nein ist insofern richtig, wenn Du bislang mit der Polizei noch nie in Bezug mit Alkohol und Straßenverkehr in Kontakt getreten bist.
Wenn Du zweimal "Nein" angibst, würdest Du das ja als quasi zwei Teilfragen sehen und sagen "Nein, ich habe vor der TF noch nie im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss gestanden", was ja nicht stimmt.
Ich weiss, kleinliche und pingelige Bemerkung meinerseits, aber z.T. kommt es auf die Details an.
Vollkommen recht hast du da. Frage völlig falsch gelesen!
Zitat:
Zitat von darksoul Beitrag anzeigen
Diese Antwort solltest Du noch einmal überdenken. Diese 3 TF musst Du nicht unbedingt herauskristallisieren, ansonsten sieht das für mich so aus, als wenn das (mehr oder weniger) die einzigen "Ausreißer" sind - klingt daher etwas nach Verharmlosung.
Wenn ich auch zugestehen muss, aufgrund Deines jungen Alters zur TF und der damit verbundenen kurzen Zeit mit einem FS im Straßenverkehr kann ich es mir schon vorstellen, dass es keine Unsumme an TF sein wird.
Fazit: Mach Dir Gedanken und nenne eine (absolute) Zahl. Kannst Du auch aufteilen in Fahrten mit Restalkohol, Fahrten die u.U. so wie die am Tage der TF waren, staffeln nach Gefährt (Fahrrad etc. zählt auch mit!) usw...
Und ja, die Statistik sagt, dass nur jede 600. Trunkenheitsfahrt aktenkundig wird.
Dann werde ich hier leider ein Problem haben. Ich kann doch nicht einfach eine Zahl in den Raum werfen mit der ich meine Fahrten mit Restalkohol beziffere. Das liegt leider alles viel zu weit zurück. Hier geht es ja um die Jahre 2004 – 2006. Das sind 14 Jahre resp. 12 Jahre. In 2004 habe ich sehr langsam mit dem Konsumieren von Alkohol begonnen. Das hier etwas passiert ist, würde ich kategorisch ausschließen. 2005 – 2006 sind die einzigen beiden Jahre, in der Fahrten unter Einfluss von Restalkohol geschehen sein könnten. Wenn ich nun einfach mal von 50 Trinkanlässen in diesen beiden Jahren ausgehe, könnten es vlt. bis zu drei gewesen sein. Könnte aber auch keine Fahrt gewesen sein.
Zitat:
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Hier hast Du ja auch schon ordentlich etwas ausformuliert. Ich finde bei den Fragen 9.) und 10.) immer eine tabellarische Auflistung (hier z.B. nach Jahren) sinnvoll - ist meistens deutlich übersichtlicher.

Dein Anfang mit den "unregelmäßigen Abständen" finde ich immer so eine Sache. Wie war das denn in der Zeit von 2005 - 2007, also die quasi "Hochquase"? Bei den Trinkmengen wird doch sicherlich eine gewisse Regelmäßigkeit gegeben worden sein. Alle zwei Woche oder alle zwei Monate sind ja auch Regelmäßigkeiten. Ich kann mir schon vorstellen, warum Du Dich so ausgedrückt hast. Du wolltest sicherlich zum Ausdruck bringen, dass Du kein Suchtverhalten hast und damit einhergehend die Regelmäßigkeit vorlag.

Ansonsten:
Dein Fall ist dahingehend besonders, dass zwischen der Trunkenheitsfahrt (2006) und jetzt natürlich eine sehr große Zeitspanne liegt, was in jedem Fall richtig gut ist. Wo viele das Problem haben, dass die MPU bereits nach noch nicht einmal 6 Monaten nach der TF droht und damit eine Verhaltsänderung schwierig wird, ist bei Dir ja sogar über ein Jahrzehnt dazwischen, in dem sich viel (zum sicherlich Guten) verändert hat.

Jetzt ist nur die Frage, inwiefern Du hier noch ein paar kleine Dinge für die MPU beachtest, denn:
Ich verstehe auch worauf du hinaus willst, aber auch hier kann ich eigentlich keine genauen Angaben in dem Zeitraum von 2004 – 2007 machen. Im Jahr 2004 habe ich den ersten Alkohol erst im Sommer konsumiert. Ich gehe davon aus, das ich mit meinen 10 Trinkanlässen eigentlich gut liege. Was die Regelmäßigkeit ab 2005 angeht kann ich leider auch nichts genaues angeben. Ich war nicht regelmäßig wöchentlich, aber auch nicht regelmäßig alle zwei Wochen unterwegs. Deshalb habe ich einfach mal angegeben, fast wöchentlich unterwegs gewesen zu sein. Auch wenn ich im späteren Verlauf nicht auf die 12 Trinkanlässe komme, sollte ich die trotzdem so angeben? Sind eigentlich eher so 6 -8

Jahr Trinkanlässe
2004 10
2005 40
2006 48
2007 40
2008 12
2009 12
2010 25
2011 7
2012 7
2013 7
2014 7
2015 7
2016 7
2017 7
2018 7

Es liegt in der Tat eine beachtliche Zeit zwischen Trunkenheitsfahrt und der eigentlichen medizinischen und psychologischen Untersuchung. Die Aufarbeitung hingegen, war ein längerer Prozess und bis jetzt hat sich alles nur zum Guten für mich gewendet. Jetzt steht es nur noch an, den Gutachter das auch wirklich glaubhaft zu machen. Ich gehe sehr stark davon aus, das auch von dem Gutachter die Frage kommen wird, warum ich mich nun jetzt erst Untersuchen lasse. Bis dahin ist es aber noch.
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  #20  
Alt 21.10.2018, 16:42
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Zitat:
Zitat von darksoul Beitrag anzeigen
ab 2007 (mit Ausnahme 2010) kann es ja sogar von der Menge her nach den KT-Maßstäben passen. Da hast Du sicherlich hier im Forum auch schon viel drüber gelesen - Du lebst es ja auch so ziemlich (trinken nur bei besonderen Anlässen in bestimmten Mengen etc.). Und wenn wir hier sagen würden 12 Anlässe mit 1-3 Trinkeinheiten jeweils, das wären in der Summe max. 36 TE p.a..

Worauf ich hinaus will: Gibt es einen Punkt in Deiner Vergangenheit, wo Du explizit auf "KT" gekommen bist und Dir dann diese Maßgaben angeeignet hast. In Frage 12.) könnte es ab 2010 sein?!

Oder war das eher zufällig so und Du hast unwissentlich einen derartiges Trinkmuster entwickelt? Gibt es u.U. noch ein Trinktagebuch, um das KT zu unterlegen?
Also einen kalten Schnitt gab es ja eig. ab 2007 als ich mit der zweiten Lehre angefangen habe. Mir war ja bewusst, das es in den Jahren zu vor einfach zuviel war. Ich wollte einfach kürzer treten und habe meinen Fokus dann auf die Ausbildung und den kontrollierten Umgang mit Alkohol gelegt. Es hat ja auch über die Lehrzeit ja auch ganz gut funktioniert. Wie schon erwähnt, ab 2010, also im ersten Semester, sind die Trinkanlässe gestiegen, aber habe nie die Kontrolle verloren.
Zitat:
Zitat von darksoul Beitrag anzeigen
Hm für mich sind hierin schon ein paar Motive enthalten, aber die klassischen äußeren Motive (Gruppenzwang, Hemmungsbefreiend, siehe dazu diesen Thread).

Vielleicht liegt der Schlüssel in der Religion, welche Du ja als Auslöser betrachtet hast. Ein schwieriges Thema mit Sicherheit - will da auch nicht zu sehr nachbohren.

Wie ich bereits in Bezug auf Frage 7.) schon schrieb, hast Du (vor der TF) keine wahnsinnig lange Trinkgeschichte. Du wirst sicherlich in den anderen Thread schon zur Kenntnis genommen haben, dass gerade diese Frage von zentraler Bedeutung ist. Nur wer die Trinkmotive kennt, weiss auch, wie hier richtig "entgegen" gehandelt werden kann.

Was Dir auch wieder zugute kommt ist die Tatsache, dass Du ja eine deutlich positivere Trinkhistorie (ab 2010 v.a.) hast. Mach Dir vielleicht nochmal ein paar Gedanken, ob Du auch bei Dir innere Motive finden kannst, gerade für die Zeit 2005 - 2007 wäre dies interessant.

Du hast Dich ja karrierebedingt und aufgrund der Änderung des sozialen Umfeld dann dem Alkohol abgewandt - sicherlich hat das auch etwas mit dem ursprünglichen (inneren) Motiv zu tun. Vielleicht ist das immer wieder genannte Selbstbewusstsein der Ankerpunkt, immerhin nennst Du das in den letzten Fragen auch mehrmals...
Es ist halt die Frage, wie mit Religion umgegangen wird. Man kann den theologischen, phylosophischen, oder wie ich, den wissenschaftlichen Ansatz wählen. Es gibt ja auch viele Gläubige anderer Religionen, die selbst in Sünde am Glauben festhalten. Also es war kein tiefgründiger Entschluss. Ich würde eher behaupten, das der Entschluss mit der Religion abzuschließen, nicht der Startpunkt einer Trinkhistorie ist um es mal abzukürzen. Den Thread zu den Motiven habe ich mir im Vorfeld auch schon angeschaut. Kommt das Hemmungsbefreiende als innerer Motiv nicht zur Geltung. Also die leichtere Kommunikation habe ich in diesem Post ja erwähnt. Ich hatte während dieser Zeit keine anderen inneren Motive gehabt. Es lief ja alles ganz gut für mich. Lediglich, das ich ab 2007 keinen Job im Anschluss gefunden habe, aber das war ja kein Grund für mich im Vorfeld schon mehr Alkohol zu konsumieren. Ich gehe ja im späteren Verlauf auch darauf ein, das wenn ich Probleme habe, ich auf mein aufgebautes Umfeld zurückgreifen kann. Sei es durch Gespräche mit meiner Verlobten oder meinen Freunden, oder durch gemeinsame Aktivitäten. Isolation der falschen Freunde hat ja auch bei mir stattgefunden. Durch meinen Karriereweg habe ich mir auch eigenes Vertrauen sowie eine gewisse Selbstsicherheit aufgebaut. Als inneres Motiv würde ich rückblickend immer noch das angeben, das die Hemmungen dann weg waren.
Zitat:
Zitat von darksoul Beitrag anzeigen
Erstmal eine ehrliche Einschätzung, was gut ist. Interessant finde ich den ersten- wie auch den letzten Part.

Du ordnest die Introvertiertheit als "Schwäche" bei Dir ein. Warum?
Warum konntest Du mit hohem Pegel eher die Person sein, die Du sein wolltest? Defizitäre Motorik, schlechtere Kommunikationsfähigkeit und Übermütigkeit, das war doch sicherlich nicht Dein "Ziel"?

Was ist mit den Konzentrationsstörungen, welche Du in Frage 26.) erwähnst? Und mit dem Schlafmangel?
Ich würde die Introvertiertheit nicht als klassische Schwäche bezeichnen, aber gerade als Teenie ist es ja wichtig, das du den Anschluss findest. Ich hatte ja einige Freunde bei denen ich diese Barriere nicht hatte. Ging es z.B. darum Frauen anzusprechen, war das einfach nicht schön anzusehen, wie verkrampft ich es versucht hatte. Worauf ich hinaus wollte ist, das es einfacher war mit Frauen zu sprechen, wenn du schon ein oder zwei Bier getrunken hattest. Wenn ich einen höheren Pegel hatte, war ich befreiter und, ich sag es mal, cooler.
Was den Schlafmangel betrifft, konnte ich nicht viel schlafen wenn ich was getrunken hatte. Ich bin dann meist nach wenigen Stunden wieder aufgewacht, was sich dann auch auf meine Konzentrationsfähigkeit ausgewirkt hatte.
Zitat:
Zitat von darksoul Beitrag anzeigen
Was haben die Eltern der Freunde gesagt? Keine kritischen Meinungen? Klar, kann so gewesen sein...
Die gab es leider nicht. Es wurde schon gefragt, warum ich bei dem einen oder anderen Übernachtet hatte, aber nachdem ich die Sachlage erklärt habe, war das auch nie wieder ein Thema.
Zitat:
Zitat von darksoul Beitrag anzeigen
Okay. Wie war das denn direkt nach der TF? Hast Du da nicht nachgedacht, erstmal nichts zu trinken oder direkt nach einer Woche wieder etwas konsumiert?
Negativ, rückblickend ein idiotisches sowie unreifes Verhalten von mir.
Zitat:
Zitat von darksoul Beitrag anzeigen
Genau, hier kommen wichtige KT-Aspekte. Hast Du Dir von der Anzahl der Anlässe eine Maximalgrenze pro Jahr gesetzt?

5 TE pro Abend ist aber auch m.E. Maximum, dann aber bitte nur auf einem lang gezogenen Abend (so angeben).

Die Art der Anlässe finde ich auch soweit in Ordnung.
Ich hatte eig. nicht vor mir eine Maximalgrenze an Trinkanlässen zu setzen. Prämisse war aber, das es für mich überschaubar bleibt.
Zitat:
Zitat von darksoul Beitrag anzeigen
War es wirklich so einfach? Eventuell musst Du hier noch mehr dazu schreiben, wie Du ursprünglich von den falschen Freunden weggekommen bist, weil das hat ja das Trinkverhalten anscheinend grundsätzlich geändert (und nicht die TF, welche ja in 2006 war).

Diesbezüglich eine Frage, die ich mir schon von Anfang an gestellt hast: Warum eigentlich erst jetzt der Antrag für die Wiedererteilung?
Ich meine es ist absolut kein Muss, einen FS zu haben, gibt es einen besonderen Anlass? Bist Du ansonsten so gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ausgekommen, sodass Du den FS gar nicht benötigt hast. Diese Frage könnte sich der Gutachter auch stellen.

Ansonsten nennst Du in dieser Frage im zweiten Teil bereits Sachen, die in der folgenden Frage auch reinpassen könnten:
Jop war es, ich musste einfach über einen längeren Zeitraum nicht mehr an Unternehmungen mit denen Teilnehmen. Ich musste ja bis Mai 2007 für meine Abschlussprüfung für die erste Ausbildung lernen und in der Zeit war es auch recht einfach, da ich mich fokussieren musste. Das Interesse war dann weg. Zu deiner zweiten Frage: Ich war nie auf den Führerschein angewiesen. Habe alles in der Regel fußläufig erreichen können. Während der Studienzeit hatte ich ja ein Semesterticket und alles was weiter weg war, konnte man mit Mitfahrgelegenheiten regeln. Da aber jetzt bei mir und meiner Verlobten die Promotion ein absehbares Ende hat und wir bestimmt nicht in der gleichen Stadt einen Job finden werden, müssen wir Pendeln. Von daher ist ein zweites Auto von Vorteil, damit Sie auch nicht immer fahren muss. Ein weiterer großer Aspekt ist, wir heiraten nächstes Jahr. Wir müssen vom Standesamt ja irgendwie wegkommen. Darf ich das so auch in der Untersuchung beantworten? Soll ich den zweiten Teil aus 25. In die 26 nehmen?
Zitat:
Zitat von darksoul Beitrag anzeigen
Hier wiederum solltest Du Dir immer vorstellen können, dass es Situationen geben kann, in denen Du in alte Verhaltensmuster zurück fallen kannst. Wichtig ist dann zu wissen, welche Maßnahmen ergriffen werden können. Das Umfeld (v.a. Deine Verlobte) kann ja z.B. der erste Rückhalt sein.
Ein "Nein" darf hier nur nicht die Antwort sein. Eher "Ja, unter den und den Umständen kann ich es mir vorstellen. Dann würde ich aber xxxx".
Also ja, ich kann mir ein Rückfall in alte Verhaltensmuster vorstellen, dafür müssen aber harsche Umstände bestand sein. Wie z.B. Scheidung, Tot, Jobverlust etc..? Das war ja mit dem Umfeld gemeint. Ich habe meine Freunde und meiner Verlobt auf die ich immer zurückgreifen kann.
Zitat:
Zitat von darksoul Beitrag anzeigen
Du meinst sicherlich die 0-Promille Grenze? Ansonsten okay.
Wichtig ist natürlich, dass Du auch auf dem Fahrrad keinen Alkohol vorher konsumierst (auch wenn es wg. KT geringen Dosen sind...).


Insgesamt hast Du für ein Erstlingswerk einen richtig guten Fragebogen, wie ich finde. Ist sicherlich auf die positive Entwicklung einhergehend mit der entsprechenden KT-Erfahrung zurück zu führen.

Details können noch verbessert werden. Allen voran würde ich Frage 12.) versuchen zu präzisieren und vielleicht in Richtung mangelndes Selbstbewusstsein passende innere Motive und Gründe zu finden.
Natürlich war die 0‰-Grenze gemeint.
Ich kann dir garnicht genug für deine Hilfe danken. Auch für dein Lob möchte ich dir danken!!
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